HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Mark Twain

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Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Kaffiyah Y'Israelit

Die Alternative zum Palli-Tuch

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Sie wollen Frieden, aber nicht so viel

ElderofZiyon griff am 12. November einen Bericht der Palestine Press Agency auf:

Ahmed Abdel Rahman, Berater des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, sagte heute, dass die Bereitschaft der Palästinenser für den Frieden nicht bedeutet, dass man auch nur einen Zentimeter der Westbank und der Stadt Jerusalem und dem Gazastreifen verzichtet

... Er betonte erneut seine Behauptung, dass Abu Ammar (Yassir Arafat) getötet wurde, weil er es ablehnte Jerusalem aufzugeben.

Israel sollte genau dasselbe sagen: Es will Frieden, aber nicht auf Kosten von Kompromissen. Es wäre lustig die Reaktionen der Welt auf jede dieser Äußerungen zu vergleichen.

Der zweite zitierte Absatz ist nur dafür da den Abstand zu betonen zwischen dem, was die palästinensischen Araber glauben, und der Wirklichkeit. Die Frage ist: Warum päppelt die Welt ihre Fantasien?

Kommantar heplev: Die letzte Frage ist müßig, sie wird sich nicht wirklich klären lassen. Wirklich interessant wäre es tatsächlich, wenn die Israelis gleich den Terroristen argumentieren würden. Allerdings würde mich überraschen, wenn etwas anderes dabei herauskommen würde, als wir es jetzt haben. Die üblichen Terror-Rechtfertigungsparolen wären auch dafür wie geschaffen – Hauptsache die Masse der Nachplappernden braucht das Gehirn nicht weiter einzuschalten und kann die gedroschenen Phrasen weiter herunterbeten. Die Propagandisten des Terrors werden schon sorgen, dass sich an der „Argumentation“ nichts ändern braucht.

14.11.07 20:42


Der Einen Angst macht andere einsam

In Judäa und Samaria, der so genannten Westbank, macht sich ein Phänomen breit, das Terroristenrekrutierung einschränkt und zur relativen Ruhe beiträgt: Die Angst der Zivilisten vor Schlägen der israelischen Armee gegen die Terroristen. Dass die Israelis nicht wie die Wilden willkürlich Leute abschießen, ohne zwischen Terroristen zu unterscheiden, glauben sie nicht; da sind sie Opfer der palästinensischen Propaganda. Auch, dass zivile Tote meist dann entstehen, wenn die Terroristen sich nicht festnehmen lassen wollen, kommt nicht zur Sprache.

Wie die Palästinenser denken, die die Terroristen nicht wollen, beschreibt Avi Issacharoff in Ha’aretz. Was er nicht erwähnt – bei dieser linkslastigen Zeitung wäre das wohl zu viel verlangt – wird eine wichtige Tatsache: Es funktioniert nur, so lange das israelische Militär sich frei bewegen und eingreifen kann. Sobald die Israelis abziehen, ist diese Bewegungs- und Operationsfreiheit nicht mehr gegeben und die Terroristen haben wieder freie Hand.

In der Westbank wird gesuchten Militanten das Gefühl vermittelt unerwünscht zu sein

Avi Issacharoff (und Amos Harel), Ha’aretz, 13.11.2007

Eine Gruppe Militanter von den mit der Fatah verbundenen Al Aksa-Märtyrerbrigaden – alle auf Israels Fahndungsliste – spazierten gegen Mittag in das Fawzi Baba, ein Kaffeehaus im Flüchtlingslager Tul Karm. Innerhalb weniger Sekunden spielte sich eine Szene ab, die inzwischen Routine geworden ist: Alle ließen die Kartenspiele fallen und stürmten hinaus. Eigentümer Fawzi Matawafa ging auf Mawid Abu Tamam, einen der Neuankömmlinge, zu und flüsterte: „Warum seid ihr hierher gekommen?“ Fawzi kannte Mawid seit langer Zeit, er ist ein Kinderfreund seines Sohnes. Aber der Besitzer des Cafés sagt, wenn gesuchte Männer herein kommen, rennen seine Kunden voller Angst weg.

„Sehen Sie, was passiert ist“, sagt Fawzi zu Ha’aretz. „Sie sind alle weg. Ich will die nicht hier haben. Die Armee kann jeden Moment kommen und sie wird nicht zwischen den gesuchten Männern und den Zivilisten unterscheiden. Also sollen sie gehen.“

Einer der geflohenen Kunden, Hassam Salameh, sagt, er fürchte um sein Leben, wenn er sich in der Nähe von Mitgliedern der Brigaden aufhält. „Gott helfe uns, die Sicherheitslage ist schlecht und ich habe Angst. Ich will nicht in ihrer Nähe sein.“

Salamehs Kartenspiel-Kamerad Abd al-Rahim wendet sich dem Führer der Gruppe zu, Abu Talab, der im Zuge der Amnestie-Vereinbarung zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomie von der Fahndungsliste genommen wurde. „Glaubst du, weil die Ha’aretz-Crew bei dir ist, bist du jetzt immun?“, fragte Abd al-Rahim. „Wegen israelischer Reporter? Es gibt keine Sicherheit. Ihr alle müsst gehen.“

Die sozialen Probleme der gesuchten Männer – selbst derjenigen, die von der Fahndungsliste gestrichen wurden – endet nicht in Kaffeehäusern. Die „ruhmreichen Tage“ von Raed al-Karmi, dem legendären Führer der Al Aksa-Märtyrerbrigaden, der in der Stadt Terror säte, bis er 2002 von Israel getötet wurde, sind vorbei. Im vergangenen Jahr haben sich diese Männer unerwünscht gefühlt.

„Sagen wir, ein Gesuchter bestellt ein Taxi vom nächsten Taxistand“, erklärt Abu Talab. „Der Fahrer kommt, sieht, mit wem er es zu tun hat, und gibt Gas. Wenn sie in einen Laden gehen um Zigaretten zu kaufen, wird man ihm eine Packung schenken, nur um dafür zu sorgen, dass er schnell wieder weg ist. Selbst die Frisöre sind nicht bereit ihnen die Haare zu schneiden; der Frisör wird den Mann in seinem Versteck aufsuchen.“

Das schwierigste Problem, dem sich die Gesuchten gegenüber sehen: Sie kommen nicht mehr als Ehemänner in Frage. Einige sind immer noch Singles, nicht einmal verlobt, obwohl sie bereits Ende Zwanzig oder Anfang Dreißig sind.

„Ich wollte ein Mädchen aus dem Lager heiraten“, berichtet Mawid Abu Taman, „aber weil nach mir gefahndet wird, lehnte ihr Vater ab. Was für ein Leben könnte ich ihr bieten?“ Sein Freund M.D., der nicht gesucht wird, aber nicht möchte, dass sein Name veröffentlicht wird, weil er fürchtet, dass die israelischen Streitkräfte ihn mit der Gruppe in Verbindung bringen könnten, sagte: „Ich liebe diese Typen. Sie alle sind meine Freunde, aber ich würde nicht wollen, dass meine Tochter einen von ihnen heiratet. Ich möchte, dass sie ein gutes Leben hat, ohne dass die Armee ständig in ihr Haus kommt um sie zu verhaften, während ihr Mann auf die Straße flüchtet.“

Die Männer leiden auch wegen Israels unklarer Politik bezüglich ihrer Amnestie. Vor drei Monaten wurden eine Vereinbarung unterzeichnet, die von ihnen unter anderem verlangt ihre Waffen abzugeben, den Terroraktivitäten abzuschwören und im PA-Gebiet zu bleiben. Nur sehr wenige haben volle Amnestie erhalten. Nach Angaben von Abu Talab stehen 13 gesuchte Männer der Brigaden in Tul Karm auf der Liste der Amnestierten.

Der Shin Bet-Sicherheitsdienst und die PA erzielten letzte Woche eine neue Vereinbarung zu den gesuchten Fatah-Männern in der Westbank. Nach dieser Vereinbarung sind ein paar Dutzend der 170 Männer der ersten Vereinbarung auf Bewährung von der Fahndungsliste gestrichen worden, nachdem sie dem Terror abschworen, ihre persönlichen Waffen an die PA übergaben und der Überwachung zustimmten. So lange sie sich aus Terroraktivitäten heraushalten, wird Israel sie nicht verfolgen.

Die Überwachung wird für Dutzende weitere der auf der Liste verbliebenen Männer heruntergefahren werden, während eine dritte Gruppe weiterhin beobachtet wird. Zusätzlich sind Dutzende neue Gesuchte in die in der Vereinbarung umrissene Bewährungsphase eingetreten.

Shin Bet-Beamte sagen, der relative Erfolg des Programms „entstammt der geschaffenen positiven Dynamik, die für die Palästinenser der Westbank positive Konsequenzen hatte. Trotzdem sind die Leistungen der PA in diesem Bereich sehr begrenzt und der Prozess des Einsammelns der Waffen der Männer auf der Fahndungsliste geht sehr langsam voran. Die PA ist immer noch weit davon entfernt Durchsetzungsfähigkeit zu demonstrieren.“

13.11.07 22:14


Nicht nur Desmond Tutus Märchenstunden

Es gibt in dieser Zeit eine Neuauflage unrühmlicher „innerer“ Kämpfe im Lager der Unterstützer Israels und Islamkritischer Organisationen. In Europa versuchen SIOE und andere sich von vermeintlichen Neonazis zu distanzieren; Little Green Footballs versucht mit aus dem linken Lager kommenden (teilweise klaren Falsch-)Informationen das Brussels Journal in die Naziecke zu drängen. Und in den USA bekriegen sich die Anti-Defamation League und die Zionist Organization of America.

Wie schädlich das ist, versucht Jonathan Tobin in einer Kolumne darzustellen, die sich mit einer Streit der beiden Organisationen über die Einschätzung des südafrikanischen anglikanischen Bischofs Desmond Tutu beschäftigt, der seit Jahren Israel beschimpft und die übelsten Verleumdungen gegen den Staat ausstößt – aber nicht nur dabei bleibt.

Die Frage ist, ob man sich um solche Idioten scheren oder einen Dreck scheren sollte. Tobin sagt ganz klar, dass es wichtig ist, sich darum zu kümmern, weil sie diejenigen sind, die das Klima bestimmen, in dem über Israel und das Judentum gesprochen wird.


Tanzen mit Desmond

Wer kümmert sich schon um die falschen Vorwürfe eines südafrikanischen Geistlichen? Sollten wir vielleicht alle!
Jonathan Tobin, Jewish World Review, 12. November 2007

Im Verlauf dieses Monats sollen Repräsentanten der Regierung Israels an einem neuen Friedensgipfel in Annapolis (Maryland) teilnehmen, der von der Bush-Administration die Schirmherrschaft übernommen hat.

Außenministerin Condoleezza Rice hat das Ziel einen palästinensischen Staat zu schaffen, bevor die Amtszeit ihres Bosses im Januar 2009 zu Ende geht. Um nicht als Verhinderer dieses Zieles da zu stehen, hat Premierminister Ehud Olmert die Konferenz enthusiastisch begrüßt. Angesichts der Tatsache, dass die Geschichte der Nahost-„Friedens“-Gipfel zeigt, dass solche Sitzungen im Konklave genauso wahrscheinlich die Gewalt erhöhen, wie sie Versöhnung hervor bringen, steht für die Zukunft Israels in Annapolis enorm viel auf dem Spiel.

Kann es in diesem dramatischen Kontext etwas unlogischeres geben als Streit unter amerikanisch-jüdischen Gruppen darüber, was an den Antworten an Israels Feinde richtig und falsch ist?

Dem ersten Anschein nach ist die Antwort auf diese Frage ein klares „Nein“.

Letzten Monat führten die Anti-Defamation League und die Zionist Organization of America zum wer weiß wievielten Mal ein Wie du mir so ich dir Abstauben des Zweikampfs der Zitate zwischen ihren jeweiligen Anführern Abraham Foxman und Morton Klein. Ihr Disput konzentrierte sich darauf, ob es für Juden eine gute Idee war, sich gegen eine Einladung des südafrikanischen Geistlichen Desmond Tutu zu wenden, der an der University of St. Thomas in St. Paul (Minnesota) sprechen sollte. Tutu wurde eingeladen und dann wieder ausgeladen, nachdem einige örtliche Juden mit Zitaten aus der Recherche der ZOA zum anglikanischen Erzbischof protestierten. Dann, nachdem die ADL sich gegen den Protest ausgesprochen hatte, wurde Tutu wieder eingeladen.

Der Angelpunkt der Diskussion war, ob eine Presseerklärung der ZOA, die sich auf Tutus Geschichte antiisraelische Äußerungen konzentrierte, genau war. Ein Bericht der Jewish Telegraphic Agency (JTA) besagte, dass das vernichtendste, von der ZOA aufgenommene Zitat aus einer in Boston gehaltenen Rede von 2002 eine ungenaue Zusammenfassung statt eines behaupteten direkten Zitats sei. Aber eine darauf folgende Veröffentlichung seitens der ZOA mit weiteren Zitaten Tutus ließ es so aussehen, dass die Substanz ihres ursprünglichen Schreibens tatsächlich korrekt sein könnte.

Am Ende war ein Kommentar Kleins gegenüber einem JTA-Reporter, der es so aussehen ließ, als ob es Klein die Genauigkeit seiner Recherche gleichgültig sei, so lange die beabsichtigten Ziele die Bösen sind, der schlimmste Fehler, den die ZOA machte. Das sorgte dafür, dass Klein schlechte Presse bekam, ließ mich aber mit der Frage zurück, warum irgendjemand sich um irgendetwas kümmern sollte, das der 76-jährige Tutu sagt, schon gar in einer Schule in Minnesota, von der ich (und wahrscheinlich die meisten von Ihnen) bis dato niemand je gehört hat. Tutu mag den Friedensnobelpreis erhalten haben, aber außer dieser zweifelhaften Ehre (die ihn in eine entschieden gemischte Gesellschaft bringt): Was hat Tutu in den letzten 20 Jahren getan außer Reden zu halten?

Sicher ist er nicht all dieses Gezänk wert, außer als Entschuldigung dafür die sinnlose Fehde zwischen den Führern der größeren und einflussreicheren ADL und der weit kleineren ZOA immer wieder fortzuführen.

Aber ein paar Wochen danach kehrte Tutu zu der Rede zurück, die die ZOA angeblich falsch dargestellt hatte und sagte – mehr oder weniger – genau das alles noch einmal. Der Boston Globe berichtete, dass Tutu am 27. Oktober auf einer Konferenz sprach, die von den Friends of Sabeel, einer virulent antizionistischen, linken Gruppe christlicher Palästinenser gesponsert wurde und in Bostons historischer Old South Church statt fand. Diejenigen, die den Berichten über die Rede nicht glauben mögen, können direkt zu ihrer Verschriftlichung gehen: www.boston.com/news/daily/29/102907speechtext.pdf

Wie in der Vergangenheit behauptete Tutu als Freund der Juden und „geistiger Nachfahre“ des Judentums zu sprechen. Aber sein Reden zielte auf die Delegitimierung des jüdischen Staates. Er behauptete fälschlich, dass dessen Anstrengungen sich gegen den palästinensischen Terror und den fortgesetzten Vernichtungskrieg seitens der arabischen und muslimischen Welt (Themen, die er für der Erwähnung unwürdig befindet) zu verteidigen, dasselbe oder schlimmer sind als die Apartheid, gegen die er in Südafrika kämpfte.

Aber Tutu ging noch weiter und berief sich gegen die Juden auf die Bibel und die jüdische Geschichte: „Erinnert euch, was euch in Ägypten und vor gar nicht langer Zeit in Deutschland geschah – erinnert euch und handelt danach.“ Sich auf den Auszug aus Ägypten wie auf den Holocaust zu berufend, predigte der Südafrikaner, dass der Gott Israels die Juden wegen der ihnen vorgeworfenen Übertretungen gegen die Palästinenser verurteilen und bestrafen werde.

„Eines Tages fallt ihr in euch zusammen“, donnterte Tutu.

Haarspalter sind eingeladen darüber zu diskutieren, ob das Antisemitismus ist oder lediglich eine weniger schwer wiegende Variante von Hassrede. Interessant war die Tatsache, dass er über die angeblichen Sünden der „Juden“ sprach statt die des Staates Israel. Und da seine Sabeel-Gastgeber wiederholt in ihrem Reden gegen Israel den Gottesmord-Mythos über die Mörder Christi angeführt haben, fällt es schwer Tutu die zweifelhaften Umstände günstig auszulegen. Aber wie auch immer man diese Rede und andere, die er früher gehalten hat, benennen will, in denen er sagte, Israel und „die jüdische Lobby“ würden wie Hitler und andere Tyrannen zu Fall gebracht werden, sind die Folgen bedenklich.

Der Publizist Martin Peretz (der auch ein Vertrauter des neuesten Friedenspreis-Gewinners Al Gore ist) schrieb in seinem Blog für The New Repbulic: „Tutu hat sogar Jimmy Carter übertroffen... was eine gewisse Bitterkeit mit sich bringt... Natürlich ist Tutus Moralisieren historisch blind... Warum ermutigt er solche Selbsttäuschung zum Preis von Blutvergießen und besonders palästinensischem Blut?“

Noch bedeutsamer ist der Fakt, dass einige bei uns hier wieder versucht haben Tutu zu verteidigen. Matthew Duss nahm Peretz in dem einflussreichen liberalen Journal American Prospect heftig unter Beschuss und behauptete, es sei „verleumderisch“ Tutu, den er als „einen der größten moralischen Lehrer unseres Zeitalters“ bezeichnete, zu beschuldigen er sage irgendetwas Falsches.

Bei all dem wunderte ich mich wieder, ob wir nicht doch genauer darauf achten sollten, was Leute wie Tutu sagen.

Verglichen mit den Ereignissen, die sich bald in Annapolis entfalten werden, mag die ermüdende Aufregung über Tutu unwichtig sein und Gegenangriffe der pro-Israel-Kräfte, die sich auf ihn konzentrieren, Verschwendung von Zeit und Kraft sein. Aber diejenigen, die sich fragen, ob die Besessenheit der Regierung mit der palästinensischen Eigenstaatlichkeit Olmert Gegenwind geben werden, müssen lange und genau über die Art und Weise nachdenken, wie die Schwätzer dieses Landes sich zum Konflikt äußern.

Die wachsende Akzeptanz antiisraelischer Schmähungen, die im besten Fall Anklagen des Judentums als Ganzes zu sein scheinen, sind schlicht zu missbilligen. Sie sind der Zusammenhang, in dem sich die Debatte über Israel und die Palästinenser nach Annapolis abspielen wird.

Die Kämpfe, die amerikanische jüdische Gruppen gegen einander führen mögen nicht mehr als ein Gähnen wert sein. Aber Tutu, Jimmy Carter und Bücher wie Stephen Walts und John Mearsheimers „Die Israel-Lobby“ werden mit Sicherheit eine entscheidende Rolle darin spielen zu bestimmen, wie der jüdische Staat in der kommenden Krise und denen, die darauf folgen werden, gesehen wird. Der Einfluss dieser Personen und die Falschheit, die sie verfechten, werden den intellektuellen Kräften helfen, die dazu in Stellung gebracht wurden alle Schuld bei Israel zu suchen (egal, was es alles abgibt und einräumt) und die Palästinenser für unschuldig halten (egal, welche Gräueltaten sie begehen).

Und das ist etwas, worüber Freunde Israels sich tatsächlich Sorgen machen sollten.

12.11.07 23:33


Wochenend-Schaschlik

Von den „Moderaten“ in der Hamas schwärmt gelegentlich der eine oder andere Moonbat. Einer, der zu diesen „moderaten“ Terroristen unbedingt hinzugerechnet werden soll, ist Ahmed Yussef, ein Berater von Ismail Haniyeh. Der hatte z.B. reichlich Platz in der Washington Post bekommen, um dort die Hamas auf die gleiche moderate Stufe zu stellen wie die Fatah; die New York Times ließ ihn „Give Peace a Chance“ singen. Abgesehen davon, dass die Inhalte seiner „moderaten“ Äußerungen immer dementiert werden, werfen ihm jetzt Mit-Terroristen vor, er „neige der Fatah zu. Sollte dieser Mann tatsächlich ein „moderater Terrorist“ sein – wo ist der Restentsprechender Moderater in der Hamas? Der Mann ist höchstens völlig isoliert, sollte er nicht nur PR-Lügen absondern.

Bisher haben sie mit Krieg und Terror gedroht, wenn „Annapolis” nicht in ihrem Sinn ausfällt. Jetzt verfällt die Terrorführung aus der Westbank auf subtilere Drohungen: Mahmud Abbas sagte, dass im Falle eines Scheiterns von Annapolis die Fatah geschwächt werden könnte und die Hamas stärker daraus hervor gehe. Was soll man nun glauben? Den einen Terroristen, die sagen sie müssten dann wohl aufgeben, oder den anderen Terroristen, die ohnehin sicher sind die Westbank zu übernehmen, sobald Israel sich zurückzieht? Ich denke, es ist die zweite Möglichkeit.

Es gibt doch ausnahmsweise so eine Art Solidarität „arabischer Brüder“ mit ihren pal-arabischen Genossen: Kuwait gibt jährlich der UNRWA 5,1 Millionen US-Dollar für die „Flüchtlinge“. Na ja, angesichts der Summen, die aus Europa und den USA an die UNRWA gehen, ist das wohl sehr bescheiden. Mit dem bisschen Geld zu protzen ist vielleicht Mentalitätssache – oder ein Propaganda-Versuch. Die restlichen, allesamt nicht ehrlichen Inhalte der Äußerung der kuwaitischen Diplomatin bei der UNO, Mona Bebehani vor dem Komitee für besondere Politik und Dekolonisierung der 62. Vollversammlung der Vereinten Nationen waren ein Loblied auf die UNRWA dafür, dass sie die arabische Flüchtlingshaltungspolitik ermöglicht.

Es muss schon so sein, dass UNO-Einrichtungen betroffen sind, damit der Generalsekretär der Organisation sich zum Terror gegen Israel konkreter äußert. Jetzt will Ban Ki-Moon eine Untersuchung des Vorfalls, bei dem pal-arabische Terroristen von einer von der UNRWA betriebenen Schule aus ihre Beschießung vornahmen. Ban verurteilt die Benutzung der Schule als Abschussrampe, was eine ernste Verletzung der Privilegien und der Immunität der UNO darstellt. Merke: Er verurteilt nicht die Mordversuche an israelischen Zivilisten!

Die neueste „Ehrung“ für Ehud Olmert: Er ist der korrupteste Politiker Israels. An zweiter Stelle lag bei der durch Umfragen festgestellten Rangliste der ehemalige Finanzminister und Olmert-Vertraute Avraham Hirschson, an dritter der engste Vertraute Olmerts, Haim Ramon gemeinsam mit Avigdor Lieberman (Vorsitzender von Yisrael Beteinu, ein Koalitionspartner Olmerts). An vierter Stelle Verteidigungsminister Ehud Barak gemeinsam mit – einem Olmert-Vertrauten. (Informationen aus dem Nachrichten-Mailing von The Media Line vom 8.11.07)

Zum ersten Mal hat einer dem Linksfaschisten Hugo Chavez unverblümt eins auf’s Maul gegeben: Während der spanische Premier Zapatero auf dem iberamerikanischen Gipfel noch zahm empfahl, Chavez möge doch bitte diplomatischer sein und José María Aznar keinen Faschisten mehr nennen, weil dieser demokratisch gewählt (und abgewählt) worden war, giftete der Südamerikaner weiter. Das ging dem neben ihm sitzenden König Juan Carlos auf den Geist und er fragte den venezolanischen Präsidenten, warum er nicht die Klappe hält. (Nachdem dann Nicaraguas Manuel Ortega dann die Rolle des Venezolaners übernahm, verließ der König den Raum.)

11.11.07 23:12


Zitate!

Fremdenfeindlich werden Taten bei uns nur eingeordnet, wenn Deutsche gegen Ausländer handeln.“
Polizeisprecher Gottfried Schlicht im Mai 2006 in einer Stellungnahme zu einem „Übergriff“ durch „Osteuropäer“ und „Südländer“ gegen fünf Afrikaner. Merke: Fremdenfeindlich können nur Deutsche sein!

Erinnert euch, was euch in Ägypten angetan wurde und vor viel kürzerer Zeit in Deutschland – erinnert euch und handelt danach.
Erzbischof Desmond Tutu, 27.10.07 in einer Predigt in Boston. Das tut Israel (meistens, nicht unbedingt unter Olmert) und wehrt sich. Aber das meinte Tutu nicht, denn er ist der Meinung, dass Israel schlimmer sei als das Apartheid-System in Südafrika! Er will, dass die Juden sich unter die Knute der Araber begeben.

Warum ist es eine große Ungerechtigkeit, wenn Leute kommen und eine Lebensgrundlage für mehr Menschen schaffen und die Wüste in Palmenhaine und Orangenhaine verwandeln? Warum ist es ungerecht, wenn es mehr Arbeit und Wohlstand für alle gibt? Das ist keine Ungerechtigkeit. Ungerecht ist es, wenn die, die im Land leben, es seit tausend Jahren zur Wüste werden lassen.
Winston Churchill, zitiert von Suzanne Fields in der Washington Times vom 1.11.07.

Der Hauptfeind unserer Zeit ist weder Imperialismus noch Zionismus, sondern Fundamentalismus und das religiös-faschistische System.“
Die Grünen – nicht etwa unsere in ihrem Gebrüll gegen George W. Bush! Nein, die Grüne Partei im Iran in ihrer Beschreibung der Zustände dort. Nachzulesen in Welt Debatte. Ob unsere Grünen da irgendwann auch hin kommen?

Das Oberste Gericht in Israel entscheidet über de Zulässigkeit von “Kollektivstrafen” gegen das Hamas-Regime in Gaza. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass ein palästinensisches Gericht über die Zulässigkeit des Beschusses israelischer Ziele mit Kassam-Raketen aus dem Gaza-Streifen entscheidet. Und dann setzen wir den Dialog auf gleicher Augenhöhe fort.
Henry, M. Broder, 3.11.07 auf der Achse des Guten mit einem Link zum zugehörigen Artikel in der NZZ.

Konflikte zwischen der Polizei und jungen Angehörigen von Minderheiten flammen auf, weil sie ein Gefühl von „uns“ und „denen“. Wir hatte gehofft, dass Poilizisten mit demselben Hintergrund wie sie es einfacher haben würden zu ihnen durchzukommen.
Lene Espersen, General-Staatsanwältin in Dänemark, nachdem von Migranten ein Anschlag auf einen Polizeianwärter mit Migrationshintergrund verübt wurde.

Ich bin mir nicht sicher, was als Nachricht mehr wert ist: dass die Al Aksa-Märtyrerbrigaden sich entscheiden eine dänische politische Partei zu bedrohen, das die Al Aksa-Märtyrerbrigaden noch immer in Gaza aktiv sind, dass es irgendwelche Dänen im Gazastreifen gibt, die nicht glauben, dass ihr Leben in Gefahr ist oder dass der dänische Sender DR glaubt, die Al Aksa-Märtyrerbrigaden seien eine Terrorgruppe.
Esther, Islam in Europe, 04.11.07 zu der Schlagzeile von DR.dk, dass eine Terrorgruppe im Gazastreifen der Dänischen Volkspartei droht.

Um der palästinensischen Führung gegenüber fair zu sein..., sie leben mit dem Erbe einer gewissen Art von Politik und der kann man nicht sofort entkommen.
Tony Blair (zitiert von David Horovitz in der Jerusalem Post in der Begründung, weshalb die Israelis den Palästinensern und besonders Mahmud Abbas einfach vertrauen und ihnen ohne Gegenleistungen ihren Staat ermöglichen sollten. Dazu meinte Robert Spencer von Jihad Watch: Wissen Sie, niemand hat der Adenauer-Regierung in Westdeutschland in den 1950-ern Persilscheine, weil sie “mit dem Erbe einer gewissen Art von Politik lebten”.

Die Palästinenser reden vom Frieden, aber so, wie sie sich verhalten, wird er mit ihnen nicht kommen.
Vera Lengsfeld, 05.11.2007 auf der Achse des Guten im dritten Teil ihres Berichts über ihre Israelreise.

Ich nehme an, Sie haben alle Ihre Bibeln dabei. Man geht ja in gefährlichen Zeiten nicht unbewaffnet aus dem Haus.
Ulrich Parzany, ProChrist-Prediger und ehem. CVJM-Generalsekretär, am 01.11. bei der Landesgemeinschaftskonferenz des Altpietistischen Gemeinschaftsverbandes in Böblingen. (übernommen von der Gegenstimme und der Rückseite der aktuellen ideaSpektrum).

Einmal im Reich, fuhren die barbarischen Einwanderergruppen fort sich zu vereinen, wodurch sie immer größere und mächtigere Einheiten schafften, die das Reich nicht aufzulösen hoffen konnte. Das Ergebnis war eine Umkehr des strategischen Machtvorteils, der das Reich hatte entstehen lassen, so dass diese neuen und mächtigeren barbarischen Gruppen in der Lage waren, sich Königreiche aus dem bestehenden Reich herauszuschneiden.
Peter Heather über das Ende des Römischen Reiches, zitiert von Richard Landes in einem Artikel über die Ignorierung der Islamisierung Europas durch die Europäer, die amerikanischen Mainstream-Medien und die linken US-Eliten und was das für den Westen bedeutet.

Die Botschaft ist so falsch wie ein Aufkleber „Polizisten sind Kriminelle mit größerem Budget“ oder „Ehe ist Vergewaltigung mit Hochzeits-Gelöbnissen“.
Nochmal Richard Landes, 6. November 2007, als Entgegnung zu einem Auto-Aufkleber mit der Behauptung „Krieg ist Terrorismus mit einem größeren Budget“.

Kein Antisemit gibt zu, dass er ein Antisemit ist, daher braucht er den Antizionismus als Rettungsanker, wenn ihm jemand auf die Schliche kommt.
Henryk Broder vor dem Frankfurter Oberlandesgericht zur Unterscheidung von Antisemitismus und Antizionismus.

11.11.07 16:50


Stoff für’s Hirn

Wäre gut zu wissen, welche Maßnahmen Israel denn nun ergreifen darf, um seine Bürger zu schützen. So der Schlusssatz von Claudio Casula in seiner Beschreibung der (grundsätzlichen) Reaktionen von „Israelkritikern“ auf israelische Verteidigungsmaßnahmen. Die sollte man sich gut ansehen.

Noch ’ne Bemerkung dazu, dass das Volk nichts davon mitbekommen darf, was man gegen seine Führung hat und wer alles die Verantwortung nicht tragen müssen darf, hat Michael Kreutz vom Transatlantic-Forum zu bieten, diesmal in Sachen Iran. Links-gutmenschliche Haarspalterei ist wirklich widersinnig.

Dumpfbacken-Idiotie in Großbritannien: Ein „Think Tank“ – nämlich der liebste der Labour Party – hat einen solchen Schrott zu Papier gebracht, dass man sich fragt, ob die noch mit dem Hirn denken oder ob da nur grüne Matsche vorhanden ist. Ihre Vorschläge für ein „multikulturelles Großbritannien“ jedenfalls strotzen so vor Schwachsinn, dass man glatt versucht ist die Bekloppten nicht nur wegzusperren. Kommentar einer nicht ganz unprominenten Muslima: „Ich dachte, wir hätten den Kommunismus hinter uns gelassen.“ Genaueres gibt es bei Dr. Oliver Marc Hartwich auf der Achse des Guten, auf Englisch auch sehr ausführlich bei Islam in Europe.

In Teilen die Scharia einführen – das kann ja nicht so wild sein, wenn es nur die Muslime untereinander betrifft. Oder? Yaab hat auf der Gegenstimme gezeigt, was das wohl bedeutet – und in Indien schon Praxis ist. Durchgesetzt wurde das – wundert’s wirklich? – durch Randale!

Ein paar interessante Bemerkungen zum Koran und der einzig wahren Sprache des Islam gibt Yaab auf der Gegenstimme zu bedenken.

Neueinträge im politisch inkorrekten Wörterbuch: Human littering, Pallywood und Oslo-Krieg.

11.11.07 16:44


Gurgeln für Gottschalk

Bei Thomas Gottschalk wurde wieder einer Wettkönig, der seine Wette verloren hatte. Aber das war nicht das Sehenswerte an dieser Wette. Das war eigentlich die Wettpatin.

Celine Dion staunte nicht schlecht, als der Kandidat mit seinem großen Hund auf Hundeart um die Wette trank. Das Gesicht war einfach unglaublich. Sie hat ja den Mund beruflich ständig offen, aber da bewegt sie die Lippen und es kommen Geräusch heraus. Hier stand er ihr stocksteif offen – und ich hatte die Kamera erst in der Hand, als das Spektakel vorbei war!

Na gut, dafür gab’s danach noch ein paar peinliche Bilder, wenn auch nicht ganz so herrlich. Die Dame gurgelte nämlich ihren Titanic-Song, obwohl sie die Wette gewonnen hatte; allerdings musste sie – das Wasser schon im Mund – etwas warten, bis sie loslegen konnte:



Wenn man sich schon zum Narren macht, dann bitte im Fernsehen...
10.11.07 23:17


Aus dem Zusammenhang... so nicht gemeint... Unterstellung

Diese Woche hatte eine Frankfurter Stadtverordnete ihren Kritikern entgegen geschleudert, sie sollten woanders hinziehen, wenn ihnen etwas nicht passe. Über die Unverschämtheit dieser Aussage ist reichlich berichtet worden; auch ich habe meine Gedanken dazu zum Besten gegeben. Jetzt wehrt sich die Dame. Und alles ist Unterstellung, aus dem Zusammenhang gerissen und nicht so gemeint gewesen, wie in der Öffentlichkeit behauptet. Unter anderem sagte die grüne Abgeordnete im Interview mit der Frankfurter Rundschau auf die Nachfrage:

Frau Eskandari-Grünberg, wie geht es Ihnen nach den Reaktionen auf Ihre Äußerung im Bildungs- und Integrationsausschuss?

Nicht gut. Ich fühle mich sehr verletzt und absolut missverstanden. Ich werde von Politikern kritisiert, habe eine Flut von E-Mails mit Beschimpfungen bekommen und werde absurderweise als Islamistin bezeichnet. Da stehen Sätze wie "Geh zurück woher Du kommst", "Geh doch zurück zu den Mullahs".

Es gibt tatsächlich auch aus der Reihe Frankfurter Politiker Kritik an Ihrer Aussage. "Migration in Frankfurt ist eine Tatsache, wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen": Warum haben Sie solch einen Satz gesagt?
Diese Aussage muss im Zusammenhang betrachtet werden. Dem ist ja eine andere Äußerung vorangegangen. Da hat jemand sich darüber beklagt, dass der Migrantenanteil an Schulen zu hoch sei. Das hörte sich so an, als seien die Kinder Ungeziefer. Darauf habe ich emotional reagiert. In den Reaktionen zu meiner Äußerung taucht das nicht mehr auf. Es wird so interpretiert, als hätte ich gesagt, die Deutschen sollen auswandern. Das ist doch Quatsch, so etwas habe ich nicht gesagt und nicht gemeint. Es ist absurd, mir so etwas in den Mund zu legen. Was ich sagen wollte ist: Einwanderer gehören zu Frankfurt. Wer in dieser internationalen Stadt lebt, muss sich dieser Realität stellen und es positiv betrachten.

Schauen wir uns an, was da als Rechtfertigung kommt:

Absuderweise als Islamistin bezeichnet – das ist (wie auch die übrigen Zitate) nun wirklich Unsinn. Aber kann sie sich wirklich nicht vorstellen, wie das zustande kommt? Sei’s drum, aber es ist typisch, dass solche Leute vor allem die unsachlichen Beschwerden an ihre Person anführen, um als Opfer da zu stehen. Solche „Kritik“ ist nicht weiter beachtens- und diskussionswürdig. Zum Glück kommt der Journalist wenigstens in diesem Moment darauf nachzufragen, was denn mit der angebrachten Kritik ist. (Später fehlt kritisches Nachfragen.)

Die Aussage im Zusammenhang sehen – Das ist immer gut; ohne Zusammenhang steht viel in der Luft. Allerdings zeigt sich dabei die ganze Voreingenommenheit samt zugehöriger Scheuklappen der Politikerin. Wenn angemerkt wird, dass der Migrantenanteil an den Schulen zu hoch ist, dann werden automatisch die Migrantenkinder als Ungeziefer angesehen? Wirklich? Ich habe so etwas selbst erlebt, das ist schon 13 Jahre her und das macht es noch trauriger, dass sich da anscheinend nichts geändert hat. Da wurde auch automatisch der Hinweis auf einen hohen Migrantenanteil sofort als Ausländerfeindlichkeit abgekanzelt. Der Herr Politiker hatte sich allerdings verkalkuliert: Der als Ausländerfeind verunglimpfte Vater wurde sofort von anderen in Schutz genommen – weil er zu denen gehörte, die sich mit am stärksten um Migrantenkinder und ihre Förderung kümmerte!

Der Ausländerfeinde-Reflex der Immi-Frankfurterin ist alles andere als schlüssig. Zumal ein weniger hoher Migrantenanteil an den Schulen gerade auch den Migranten zugute käme, weil das deren Ghettoisierung entgegen und sich positiv auf deren schulisches Vorankommen auswirken könnte.

Sie hatte emotional reagiert – aha, und das dürfen die anderen nicht. Wenn sie unsachlich wird, dann haben andere das, bittschön, zu ignorieren! Sie will unterschiedliches Maß angelegt wissen. Könnte sie sich nicht einfach dafür entschuldigen, dass sie Müll geschwätzt hat?

Es wird so interpretiert, als hätte ich gesagt, die Deutschen sollen auswandern. – Das wäre wirklich Quatsch. Aber ist die Kritik tatsächlich so angelegt? „Ziehen Sie woanders hin“, heißt nicht, dass sie Deutschland verlassen sollen. Aber jemandem nahe zu legen seine angestammte Heimat im engeren Sinne, das Viertel, in dem er/sie lebt, zu verlassen, weil das Volk seine Meinung gefälligst nicht durchsetzen soll und nur abnicken darf, was von oben beschlossen worden ist, das ist ein starkes Stück – eine Unverschämtheit, die keinen Zusammenhang braucht, um als solche bezeichnet werden zu können. Sie selbst beschwert sich doch auch, dass die Unflätigen unter ihren Kritikern ihn sagen, sie solle gehen. Jetzt soll das, wenn es vor ihr ausgegangen ist, gerechtfertigt sein?

Wer in dieser internationalen Stadt lebt, muss sich dieser Realität stellen und es positiv betrachten. – Die erste Forderung – sich der Realität stellen – ist richtig. Man muss die Realität sehen und nach ihr handeln. Man muss mit ihr umgehen. Das immer und ausschließlich positiv zu betrachten ist schon fragwürdiger. Noch fragwürdiger ist es, wenn die „positive Betrachtungsweise“ ausschließlich die der Dame selbst ist und wer sich nicht dran hält ein Ausländerfeind! Sie zeigt damit, welche Meinung ihrer Ansicht nach zu gelten hat – und verabsolutiert sich somit.

Im Übrigen geht ihre Kritik an den Kritikern völlig an der Sache vorbei. Sie unterstellt den Menschen in dem betroffenen Stadtteil weiterhin, sie wollten die Muslime und Migranten ausgrenzen – trotz der zwei bereits vorhandenen Moscheen, der Migranten-Kirchen und so weiter. Sie redet immer wieder nur von ganz Frankfurt – nicht von dem Stadtteil, dessen Bewohner nicht noch eine weitere Moschee haben wollen. Hat sie je eine Alternative angedacht?

Zum Abschluss behauptet sie für Dialog bereit zu sein, will aber keine Verletzungen. Dass sie verletzt hat, das spielt offensichtlich keine Rolle. Sie entschuldigt sich nicht. Sie antwortet nicht auf Kritik. Sie pauschalisiert ihre Kritiker und watscht sie ab. Wer so handelt, ist kein Partner des Bürgers, schon gar kein Diener oder Vertreter des Bürgers, sondern will von oben sagen, wo es lang geht und die unten haben zu kuschen. Das wäre dann Demokratie auf den Kopf gestellt.

Ein weiteres Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ergibt dasselbe Bild: Frau Eskandari-Grünberg fühlt sich missverstanden, vor allem aber verletzt und besteht auf dem Zusammenhang. Dass der nichts zur Sache tut und sie sich endlich einmal die eigene Nase fasst, das vermisst man völlig. Sie sagt von sich, sie habe nichts Schlimmes gemacht. Jedem, der sich nicht dem politisch korrekten Mainstream anpasst, lässt man so etwas nicht durchgehen. Bei einer Frau (oder auch einem Mann) mit der „richtigen“ Meinung und Grundhaltung wird das erst gar nicht als Problem gesehen, die sind von Natur aus darin gerechtfertigt.

10.11.07 20:46


Spaß am Fatwa-Freitag: Jesus hat nie Wein getrunken

Aus dem Fatwa-Bereich von Islam Online:

Frage: Wie antwortet man darauf, wenn jemand sagt: „Ich sehe nichts Falsches dabei Alkohol zu trinken, da Jesus selbst trank, als er Wasser in Wein verwandelte?“

Antwort: Salam, lieber Fragesteller.
Danke für die Frage.

Auf Annahmen gründende Argumentation

Wie bei anderen derartigen Streitfragen, gründet dies auf der Annahme, dass etwas wahr ist, damit die Argumentation Sinn macht.
Mit anderen Worten: Es wird als Tatsache angenommen, dass Jesus Wein trank, weil in den christlichen Evangelien steht, dass er das tat.
Wenn jedoch so etwas nicht als Tatsache akzeptiert wird, dann fällt das ganze Argument in sich zusammen. Im Koran wird nirgendwo erwähnt, dass Jesus (Friede sei mit ihm) Wein trank, also glauben Muslime nicht, dass das tat.

Christen z.B. werden uns sagen, dass Jesus am Kreuz starb. Im Koran wird uns gesagt, dass
*{... sie ihn gewiss nicht kreuzigten.} (An-Nisaa’ 4,157)

Der Koran widerspricht sich nicht.. Wie könnte der Allmächtige Allah Fehler machen? Wenn man an vielen Stellen liest, dass es verboten ist Alkohol oder sonstige Rauschmittel zu trinken, dann wäre es ein Widerspruch zu glauben, dass Jesus, einer er Propheten des Islam, etwas tat, das verboten ist.

… Mit anderen Worten: Weder auf die Torah noch auf die Evangelien kann man sich als glaubwürdige Quellen verlassen. Warum? Weil sowohl die Torah als auch die Evangelien einem bestimmten Volk zu einer bestimmten Zeit in ihrer Geschichte offenbart wurden.

Der Koran jedoch wurde für alle Völker und für alle Zeit offenbart; und das ist der Grund, dass Allah nicht erlaubt hat, dass er durch Übersetzung oder irgendein anderes Mittel korrumpiert wird.

Dann einem Muslim zu sagen, dass Jesus dies und jenes sagt, weil in den Evangelien aufgeschrieben ist, dass er es sagte, ist kein Argument, das ihn überzeugen wird. Muslime glauben, dass die einzig verlässliche Quelle von allem, was Jesus sagte oder tat, daher im Koran zu finden ist.

Schön zu wissen, dass Muslime nicht in die Falle tappen Annahmen zu machen, so wie es Juden und Christen tun.

Allerdings habe ich da die eine oder andere Frage an die Fatwa-Schreiber: Es heißt doch sonst, die Juden wie auch die Christen hätten Torah bzw. das Neue Testament verfälscht – sie hätten die wahre Botschaft Allahs (den Koran) empfangen und umgeschrieben. Wie geht das damit zusammen, dass

  • die Torah und die Evangelien „einem bestimmten Volk zu einer bestimmten Zeit in ihrer Geschichte offenbart wurden“?
  • Allah nicht erlaubt, dass am Koran manipuliert wird?
  • das Neue Testament explizit für die Juden und für die Heiden ist? (Ach ja, das ist ja nur in den Evangelien geschrieben, also falsch.)
  • Wenn der Koran für alle Völker bestimmt war, warum hat Allah ihn dann nicht so geschrieben, dass er auch für alle Völker übersetzt werden kann? Deutet es nicht viel mehr darauf hin, dass der Koran nur für die Mohammedaner gedacht war, wenn man ihn auf Arabisch lesen muss, damit nichts von seinem Inhalt verloren geht?
Das mit den Widersprüchen sollte er gute Mann vielleicht doch mal überdenken...
10.11.07 14:38


Ehud findet Annapolis richtig gut

Die (vielleicht doch nicht?) anstehende Nahost-Konferenz in Annapolis (vom Oktober in den November verschoben, vielleicht auch erst im Dezember) wirft ihre Schatten voraus. Die Terroristen drehen an immer wieder ein wenig weiter an der Forderungsschraube, Außenministerin Rice will auf Teufel komm raus ein „positives“ Ergebnis erzielen (das in der Gründung eines Palästinenser-Staates besteht, egal, was es kostet) und sogar die Hamas will „Präsident“ Abbas nicht als Verräter bezeichnen, wenn er nach Annapolis fährt um mit dem großen und dem kleinen Satan zu verhandeln. Was wird dort passieren?

Yaakov Kirschen jedenfalls hat Ehud Olmerts Haltung in Sachen Annapolis und PalAraber in einer Karikatur zusammengefasst:

9.11.07 22:44


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