Detaillierte Umfrageergebnisse zeigen eine
große Diskrepanz zwischen den Meinungen der israelischen Öffentlichkeit und der, die Ministerin Rice und Präsident Peres ihr zuschreiben:
Das Israel Policy Center for Promoting Parliamentary Democracy und Jewish Values in Israeli Public Life aus Jerusalem hat vom 18. bis 26. Oktober 2007 eine Meinungsumfrage durchgeführt:
Premierminister Ehud Olmert führt Verhandlungen mit dem Kopf der PA, Abu Mazen; darin geht es um eine Vereinbarung, von der er behauptet, dass sie ein Arrangement mit den Palästinensern voran bringt. Innerhalb dieses Rahmens wird die IDF aus Judäa und Samaria abziehen, die jüdischen Gemeinden werden von dort evakuiert werden, ein Teil Jerusalems wird an die Palästinenser übergeben und ein palästinensischer Staat wird in diesen Gebieten gegründet werden.
Die Umfrage ergab, dass eine große Mehrheit der Israelis nicht das denkt, was Rice und Peres behaupten, das es denkt:
Eine überwältigende Mehrheit (77%) glaubt nicht, dass Mahmud Abbas und seine „Regierung“ in der Lage ist Terroranschläge und Raketen gegen Israel aus Judäa und Samaria zu verhindern.
Zwei Drittel glauben, dass die Hamas nach einem israelischen Abzug die Herrschaft in Judäa und Samaria an sich reißen wird.
55% sind der Meinung, dass israelische Städte aus Judäa und Samaria oder Jerusalem mit Raketen beschossen wird, sollte die IDF sich von dort zurückziehen; 25% sind unentschlossen und nur 18% glauben, das würde nicht geschehen.
78% wollen nicht, dass den Palästinensern die Souveränität über den Tempelberg übergeben wird.
69% wollen nicht, dass Israel Teile Jerusalems in palästinensische Kontrolle gibt.
61% sind dagegen, dass die IDF zur Räumung von (Siedlungs-)Außenposten in Judäa und Samaria verpflichtet wird.
65% sind dagegen, dass Israel sich verpflichtet die jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria zu räumen.
59% glauben, dass die Räumung der „Siedlungen“ und der Rückzug der IDF aus Judäa und Samaria Israels Sicherheit und seine internationale Reputation schwächt.
54% sind dagegen, dass Israel den Palästinensern in Judäa und Samaria Entschädigungen zahlt.
52% finden, dass der Drang einen Frieden mit den Palästinensern zu erreichen, dem Staat Israel Schaden zugefügt hat.
65% finden, dass gegenüber den Palästinensern eine härtere Herangehensweise gewählt werden sollte, um den israelisch-arabischen Konflikt zu lösen.
53% glauben, dass Ehud Olmerts Motivation eine Vereinbarung mit Abu Mazen zu erzielen, in persönlichen Gründen und der Sorge um seine politische Zukunft liegt.
55% glauben, dass die Kadima-Partei nach einer Vereinbarung mit Abu Mazen anstrebt, um die Koalition fortsetzen und an der Macht bleiben zu können.
55% finden, dass die Knesset handeln sollte, damit Olmert wegen der vier laufenden Ermittlungen gegen ihn aus dem Amt geworfen wird.
63% finden nicht, dass mit israelischen (arabischen) Schulbüchern gelehrt werden sollte, dass der israelische Sieg von 1948/49 eine „Katastrophe“ ist.
Rice und Peres sind sich sicher, dass ihre auch von Ehud Olmert getragene Wolkenkuckucksheim-Politik für den Annapolis-Gipfel in Israel Anklang findet. Die Umfrage zeigt das Gegenteil. Das wird die Tagträumer nicht davon abhalten, trotzdem ihrem Wahn weiter zu folgen. Grausig, wenn Politik gegen das Volk gemacht wird.
Um das Ganze komplett zu machen: Eine weitere Umfrage hat ergeben, dass 77% der Israelis gegen Olmerts Vorhaben sind weitere gefangene Terroristen vor dem Gipfel in Annapolis freizulassen.