Die israelische Botschaft hatte eine Einladung ausgesprochen: an Prinz Charles, ob er nicht Israel besuchen möchte. Die erste Reaktion des Privatsekretärs des Prinzen war wohl enthusiastisch. Das wurde dann gedämpft und der Besuch nicht vereinbart, damit der Prinz nicht hilft das internationale Image Israels zu aufzupolieren. Die
TIMES lässt ihre Leser wissen, die israelische Botschaft habe die Einladung ausgesprochen, um die traditionell starken Beziehungen zwischen dem britischen Königshaus und Israel zu nutzen. Was
Melanie Philipps zu der Frage veranlasst, welche Beziehungen das sein sollen – das müssen unsichtbare Bande sein, denn neben der klar und kräftig den islamischen Diktaturen zuneigenden Haltung des Prinzen hat noch NIE ein Mitglied des britischen Königshauses Israel in den 60 Jahren seines Bestehens einen offiziellen Besuch abgestattet.
Alles hat über die Anweisung Israels geschimpft, dass den PalArabern im Gazastreifen bei Fortsetzung der Raketenangriffe zeitweise der Strom abgedreht werden könnte. Was nicht berichtet wird, sind Israels Kraftakte die Stromversorgung im Gazastreifen sicherzustellen – gerade erst hat die Israel Electric Corporation Reparaturarbeiten durchgeführt, damit die Hamas-Untertanen nicht weiter unter schwankender Spannung leiden müssen.
Castro-Groupie Jean Ziegler von der UNO war in Kuba – nicht um dort etwas zu untersuchen, was die Missstände im Land angeht, sondern um die Vorbildlichkeit des kubanischen Staates bei der Versorgung seiner Bevölkerung mit Lebensmitteln zu loben. So ganz nebenher waren dann kubanische Geheimdienstler bei einer Pressekonferenz aktiv, bei der eigentlich keine Kubaner anwesend sein sollten (außer Journalisten) und sorgten aggressiv dafür, dass ein Reporter, der unangenehme Fragen stellte, von anderen Berichterstattern mit Namen und Arbeitgeber identifiziert wurde. Ziegler findet das anscheinend völlig in Ordnung, kritischen Frage stellende Journalisten auf diese Weise zu bedrohen. Und obwohl eine UNO-Sprecherin das nicht gut fand, wird sich Ziegler wohl nicht rechtfertigen müssen – ganz abgesehen davon, dass dieser Parteigänger der Tyrannen seinen Job behalten wird.
Wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn’s nicht so wär: Es gibt schon wieder eine neue Forderung der Terroristen für Annapolis. Dr. Saeb Erekat, Chefunterhändler der PalAraber in der „Westbank“, erklärte, er habe Anweisung von seinem „Präsidenten“ keine Vereinbarung zu unterschreiben, sollte nicht die Freilassung aller palästinensischen Gefangenen darin enthalten sein. Außerdem gehört dazu: Öffnung aller PA-Büros in Jerusalem, die Eliminierung aller Siedlungen der Westbank sowie der Rückzug aus dieser. Wenn’s sonst nichts ist... (Adolfs Verhandlungsstrategien lassen weiter grüßen.)
Mörder stehen vor Gericht – und die Schwester des Opfers wird des Saales verwiesen, weil sie die Schwester des Opfers und damit eine Bedrohung für die Täter ist. Ein schlechter Witz? Vielleicht, aber auch Realität in Amsterdam. Weil die Täter sich beschwerten, die Schwester sei eine Gefahr für sie, hat der vorsitzende Richter im Prozess die Anwesenheit der jungen Frau im Gerichtssaal untersagt. Die Welt auf den Kopf gestellt, nennt sie das. Ich finde das noch untertrieben.