Da gibt es einen Trupp Juden, die meinen, sie müssten ihren Antizionismus dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie sich mit denen verbünden, die sich die Vernichtung der Juden auf die Fahnen geschrieben haben. Sie haben eine Organisation, die Naturei Charta, die vor Kurzem den Israel-von-der-Landkarte-Wischer in Teheran besucht hat, um sich mit den Todesschwadronierern zu verbünden.
Zu dieser Kategorie, vielleicht auch zu dieser Organisation, gehört auch ein gewisser Rabbi Moische Arye Friedman aus Wien. Der ist diese Woche eigens zu dem Zweck nach Stockholm geflogen, um enge Bande zur Hamas zu knüpfen, weil er der Meinung ist, dass Israel kein Existenzrecht hat und den Palästinensern geholfen werden müsse, schließlich würden sie wegen ihrer neuen Regierung diskriminiert. Dort traf er den palästinensischen Flüchtlingsminister Atef Adwan, der von Schweden entgegen den Bestimmungen des Schengener Abkommens ein Visum bekommen hatte und der sich natürlich diese Gelegenheit Bündispartner zu gewinnen nicht entgehen ließ. (Und diesen hier bekommt er sogar, ohne dass der irgendwelche Bedingungen stellt, die man nur zum Schein einginge.) Das Händchenhalten hat dann auch prima geklappt.
Nach der Theologie der Naturei Charta und des Rabbi Friedman darf erst der Messias Israel wieder herstellen. Es vorher zu tun ist Sünde und Abweichen vom Weg Gottes. Das dürfte wohl der Grund dafür sein, dass diese Randgruppe des Judentums so aktiv die Vernichter von Juden in ihrem Tun unterstützt: Wer Israel beseitigt, der schafft die Voraussetzung dafür, dass der Messias kommen kann.
Reden wir also von Endzeit-Mythologien: Der Atombomber von Teheran will die Rückkehr des Mahdi herbeibomben (die Hamas hat bisher nur den Koran und die „Besatzung“ als Rechtfertigung); die Naturei Charta will den Messias möglich machen. Beide durch aktives Tun – die einen wollen die Juden vernichten, die anderen unterstützen die, die die Juden vernichten wollen. Und beide sind der Meinung, dass dieser Völkermord eine Erfüllung des Willens Gottes ist und seine endgültige Herrschaft über die Welt herbei führen wird.
Fragt sich nur, warum das ausgerechnet mit einem Völkermord am eigenen Volk (dem Volk Gottes) geschehen soll. Wenn sie so fromm sind, wieso können sie dann nicht Gott überlassen, wann er die Feinde des Glaubens beseitigt? Beim Teheran-Bomber kann ich das noch in gewisser Weise nachvollziehen, der findet das ausdrücklich in seinem heiligen Buch und seinen Traditionsschriften. Aber damit ein Rabbiner in solchen Wahn verfällt, braucht es schon eine massive Verdrehung all dessen, was in der Thora und den übrigen Schriften des Judentums steht. Und damit sind diese neuen Kapos schlimmer als die aus dem Holocaust; damals haben sie versucht zu überleben – auf Kosten anderer, ihrer Brüder und Schwestern. Heute versuchen sie nicht einfach zu überleben, sie biedern sich den Vernichtern aktiv an und suchen nach Wegen, denen ihre Taten zu ermöglichen und zu erleichtern. Sie glauben vermutlich auch, dass sie am Leben gelassen werden, weil sie den Mördern halfen. Aber um das zu glauben, muss man seine Augen nicht nur verschließen, sondern auch noch zunageln, denn schließlich haben die islamistischen Völkermörder explizit gesagt, dass die Juden vom Angesicht dieser Welt getilgt werden müssen. Wie eigentlich intelligente Leute derart dumm und verblendet sein können, wird sich meinem Verstand wohl für immer entziehen.