Nee, klar. Hier erstmal die ganze Äußerung, die Khaled Meschaal von der Hamas-Führung in Damaskus
von sich zu geben die Frechheit hatte:
„Wir sind an Eskalation nicht interessiert. Wir wollen eine friedliche Lösung dieser Krise, aber Sie müssen die Bedürfnisse des palästinensischen Volkes verstehen.“
Hm, was sind denn diese „Bedürfnisse“?
Wenn man der PLO-Charta und der der Hamas glaubt, dann in erster Linie dies:
Die „Befreiung“ des „ganzen historischen Palästina“ (in seinen Grenzen von 1948!) Und nicht nur irgendwie, sondern durch „bewaffneten Widerstand“ – steht ausdrücklich drin. Friedliche Mittel sind da nicht vorgesehen! Und wenn man sich die Erziehung der Palästinenser durch Schulen, Medien und „Predigten“ sowie die jüngsten Umfragen ansieht, dann scheint das Hauptbedürfnis der Palästinenser Juden morden zu sein.
Friedliche Lösungen wurden mehrfach abgelehnt. Regelungen, bei denen beide Seiten sich an Regeln zu halten haben, werden gelegentlich schon mal unterschrieben, aber nur Israel muss sich dran halten. Damit wird auch klar, wieso Herr Meschaal an Eskalation nicht interessiert ist: Das bringt die Position der Terroristen ins Wanken, die weiter ihren Abnutzungs-Terrorkrieg gerne in Ruhe führen wollen. Offene militärische Auseinandersetzungen bringen zu große Verluste und zwingt die Terrorchefs vollständig in den Untergrund. Das ist unangenehm. Eskalation ist also wirklich nicht im Interesse des Terrors. Natürlich nur Eskalation seitens Israels.
Und friedliche Lösungen? Die werden nur in kleinen Etappen angestrebt. Meschall hat nicht von der friedlichen Lösung des Konflikts gesprochen. Nur dieser Krise. Das passt ins Konzept. Wenn diese Krise friedliche gelöst wird, dann muss Israel Zugeständnisse machen. Dann muss Israel nachgeben und Forderungen der Terroristen erfüllen. Da haben die Terroristen nichts zu verlieren, sie können ausschließlich gewinnen. Egal, ob sie nun 10 oder 1000 Kumpane frei pressen. So lange sie einen Preis für den Entführten erhalten, haben sie gewonnen. Und von solchen winzigen Siegen leben sie; auch wenn es bis dahin Dutzende oder Hunderte Tote gegeben hat. Sobald Israel irgendeine Forderung erfüllt, sind sie die Sieger – das waren sie in ihrer verqueren Logik 1982 beim Abzug aus Beirut, wo Arafat triumphierend das Sieges-V in die Kameras zeigte und das sind sie bis heute, wo ein temporärer Rückzug der israelischen Armee aus einer Stadt des Gazastreifens als „militärischer Sieg“ verkündet und dem eigenen militärischen Können und Mut an die Brust geheftet wird.
Wenn also Herr Meschaal in Damaskus von „Bedürfnissen“, „friedlichen Lösungen“ und „keinem Interesse an Eskalation“ redet, sollte man ihn ernst nehmen. Das ist nicht einfach so leer dahin gesagt. Aber es hat alles nicht die Bedeutung, die ihm unsere Friedensbewegten und Terrorapologeten unterstellen!