HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Mark Twain

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Es gibt, so scheint es, nur eine Antwort: Aus dem Nationalsozialismus habt ihr nichts gelernt. Statt zu lernen, dass das Boese bekaempft werden muss, habt ihr gelernt, dass es boese ist zu kaempfen.
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Political Correctness ist geistiges AIDS. Tragt ein intellektuelles Kondom. Nutzt die Blogosphaere.
Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Kaffiyah Y'Israelit

Die Alternative zum Palli-Tuch

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Nahost-Konflikt

Wer ist der archäologische Verbrecher?
Es kann nur einen geben!


Anfang des Jahres gab es eine riesige künstliche Aufregung um Ausgrabungen an der Rampe zum Mughrabi-Tor, die nach ihrer Beschädigung und provisorischen Wiederherstellung nach einem Erdbeben jetzt neu gebaut werden sollte. Die pal-arabische Propaganda machte daraus – natürlich – einen Angriff auf den „Haram al-Sharif“. Die bösen Juden wollten – mal wieder – die Moscheen auf dem Tempelberg beschädigen. Die israelische Antikenverwaltung installierte sogar WebCams, damit jeder sehen konnte, dass das Unsinn ist. Aber das kümmert die aufgeregten Hetzer nicht und ihre empörte Zuhörerschafft überzeugt es schon gar nicht, weil Fakten keine Rolle spielen, sondern nur das, was ins ideologische Bild passt.

Also stimmte Ehud Olmert zu, dass eine Experten-Kommission aus der Türkei die Sache überprüft. Eine genaue Beschreibung des Auftrags dieser Kommission war nicht nötig, die sollten einfach kommen. Und was kommt dabei raus?

Eine nach Jerusalem geschickte technische türkische Kommission zur Inspektion der archäologischen Arbeiten in der Nähe der heiligen Al-Aqsa-Moschee hat die Ausgrabungen kritisiert und Israel aufgefordert mit palästinensischen und internationalen Behörden über einen finalen Plan zu beraten.

Schreibt Today’s Zaman aus der Türkei. Der von der Kommission ausgegebene Bericht besagt, dass

die Ausgrabungen sind nach rechtlichen und wissenschaftlichen Standards inakzeptabel und deuten an, dass die Ausgrabungen über wissenschaftliche Zwecke hinaus gehen... Selbst wenn es keine tatsächlichen Ausgrabungen am Haram al-Sharif gibt, gibt es genügend Hinweise, die den Eindruck vermitteln, dass dies nur eine Frage der Zeit sein wird.

Die Tunnelarbeiten und die Ausgrabungsarbeiten und die große Menge entfernter Erde… entlang der Klagemauer vermitteln den Eindruck, dass dies ein Eingriff großen Ausmaßes und großer Tiefe ist und dass dieser Eingriff weit über wissenschaftliche Zwecke hinaus geht, selbst wenn es keine Ausgrabungen hin zum Haram al-Sharif gibt…

Die türkische Agitprop-Truppe geht in ihrer Formulierung nicht so weit wie die palästinensischen Hetzer zu sagen, dass Israel über diese Arbeiten eine „Judaisierung“ Jerusalems voran treiben will – aber jeder in „Palästina“ (und sonstwo) wird es so verstehen: Die Juden wollen die heiligen Stätten der Muslime zerstören, sie wollen Jüdisches produzieren, wo nichts vorhanden ist usw.: eine systematische Anstrengung der Vernichtung kultureller Werte, in diesem Fall aus der Ayyubiden-, Mamelucken- und ottomanischen Zeit.

In diesem Sinne behauptet die Kommission, sie habe etwas „identifiziert“:

die „Verdrehung der Geschichte Jerusalems über die Heraushebung des jüdäischen Aspekts oder der Feststellung arabischer Herkunft zu sein“, was die Quelle der derzeitigen Probleme sei. [Mit anderen Worten: Die nicht jüdische und nicht arabische Geschichte, nämlich die der Türken, kommt völlig zu kurz und ist das Problem des Konflikts.] Dazu betonte der Bericht, dass die Stadt eine sei, in der die muslimische, jüdische, christliche und armenische Gemeinschaft eine „heterogene Bevölkerung“ darstellte, die in Frieden miteinander leben.

Aha, jetzt wissen wir, dass die Vernachlässigung (oder bewusste Unterdrückung) der türkischen Vergangenheit der Stadt ist die Ursache dafür, dass die PalAraber gegen jüdische Ausgrabungen hetzen und von der „Judaisierung“ der Stadt geifern, dass die jüdische Vergangenheit der Stadt geleugnet wird und eine Solidarisierungswelle in der arabischen Welt Stimmung mit Lügen gemacht wird. Mehr Türkei nach Jerusalem! Mehr Anerkennung für die Türkei, bitte!

Da macht es in Sachen Behauptungen zu den Ausgrabungen der Israelis nichts, dass die Waqf – die muslimische Verwaltung des Tempelbergs – fleißig eine unterirdische Moschee gebaut hat, bei der absolut Null Rücksicht auf archäologisch wertvolle Funde genommen wurde, um jüdische Vergangenheit nur ja nicht nachweisbar zu machen. Ebenso ist völlig uninteressant, dass die Waqf auf dem Plateau mal eben einen langen Graben für Leitungen zieht, bei dem keiner – nicht einmal die israelischen Antikenbehörde! – hinsieht, ob es vielleicht wichtige archäologische Artefakte geben könnte, die beschädigt und der Wissenschaft vorenthalten werden.

Bei denen ist das alles kein Problem. Da wird mal eben die „Klagemauer“ verlängert, damit man den Israelis noch ein wenig mehr unterschieben kann. Da wird die sorgfältige und auf Erhalt jeglicher Funde ausgelegte Grabungspolitik der Israelis ins Gegenteil verkehrt. Und Spekulationen, was die Juden angeblich wirklich vorhaben, werden als Tatsachen verkündet. Nächstes Beispiel:

Der Bericht der türkischen Mission kritisierte die Tatsache, dass es seit sieben Jahren keinen Dialog oder Zusammenarbeit zwischen israelischen Behörden und den Vertretern der islamischen Waqf gegeben hat und das die Israelis eine solche Zusammenarbeit ablehnen, weil das ihren Anspruch auf die Souveränität über die Stadt stört. Weiterhin kritisierte der Bericht israelische PR-Bemühungen bezüglich der Ausgrabungen; es wird gesagt, dass das, was mit den Ausgrabungen entfernt wird, Erde und Schutt sei. Der Bericht behauptet, dass die Ausgrabungen zusammen mit Erde und Schutt tatsächlich die letzten Reste der islamischen Vergangenheit vom Platz der Klagemauer vernichtet.

Solche Lügen stellen das dar, was Joel Fishman in einem Aufsatz als „Umkehrung der Realität“ ausführlich beschreibt: die Wahrheit wird auf den Kopf gestellt. Darüber hinaus wird dem politischen Gegner das unterstellt, was man selbst betreibt (in diesem Fall die Beseitigung von Zeugnissen der Vergangenheit mit „Erde und Schutt“, die seit Jahren von der Waqf betrieben wird. Und die türkische Kommission macht da kräftig mit. Es widerspricht jeglichem Umgang der Israelis mit Archäologischem. Es widerspricht allem, was die Israelis mit islamischen und arabischen Funden tun – sie nämlich genauso zu behandeln wie alles Jüdische. Das genaue Gegenteil nicht nur vom Umgang der PalAraber mit jüdischen Artefakten, sondern auch von dem, was sie und ihre arabischen Brüder den Israelis vorwerfen.

In der Türkei kristallisiert sich immer mehr heraus, dass man ein Gegner Israels ist, kein Freund oder Partner. Ehud Olmert beeilit sich katzbuckelnd den Bericht „zu studieren und entsprechend zu handeln“. Hat er das inzwischen getan (Premier Erdogan übergab ihn Olmert Ende September in London)? Er sollte eine entsprechende Antwort auf diesen Unsinn geben. Das werden wir aber nicht erleben. Olmert ist so sehr darauf bedacht seinen internationalen Scheinfreunden zu gefallen, dass er lieber übernimmt, was der Bericht ihm vorlügt, als standhaft die Interessen seines Staates zu vertreten und den Lügen entgegenzutreten. Armes Israel!

18.11.07 12:58


Die kleinen Gruppen der Extremisten

Immer wieder wird davon geredet, dass die „Extremisten auf beiden Seiten“ den Frieden behindern. Und davon, dass nur eine kleine Minderheit auf palästinensischer Seite gegen den Frieden ist. Die Mehrheit will den Israelis nichts. (Was ja Umfragen beweisen, in denen sich mal drei Viertel, mal zwei Drittel der Bevölkerung für die fortgesetzte Beschießung Israels und Selbstmordanschläge in israelischen Städten aussprechen.)

Wollen wir mal sehen: Neben der Hamas gibt es noch den Palästinensischen Islamischen Jihad, die PFLP, die DFLP, die DFLP-GC, die Palästinensischen Widerstands-Komitees, einen Al-Qaida-Ableger – und das sind nur die größeren Gruppen der Extremisten. Dem gegenüber stehen die Moderaten: Die PLO (Erfinder des modernen Terrorismus) mit einigen Fraktionen, darunter die Force 17, die Tanzim, die Al Aksa-Märtyrerbrigaden, die alle „Ableger“ der Fatah sind, der moderatesten der moderaten Fraktionen.

Wenn als unsere Medien, Politik-Klugscheißer, Grünhelmchen, Pace-Schwinger, Friedensforscher, „Menschenrechtler“ usw. von der Moderatheit der Fatah vorschwärmen, dann müssen wir erst einmal die extremistischen Moderaten abziehen (Force 17, Tanzim, Al Aksa-Märtyrerbrigaden usw.). Weiterhin gehören ziemlich offensichtlich auch haufenweise Imame, Medienmacher, Politiker, Verwaltungsleute, die sich im Sinne der Extremisten in der Volksaufklärung engagieren – was tagtäglich bewiesen wird (s. hierzu beispielsweise die Dokumentationen von Palestinian Media Watch und MEMRI).

Was bleibt noch übrig? Aus dem offiziellen Fatah-„Palästina“ der Vorsitzende der PA (der sich „Präsident“ nennen lässt) – und mit Sprüchen „glänzt“ (oder den Glanz durch seinen Chefunterhändler verbreiten lässt), dass es in Annapolis seitens der Palästinenser keinerlei Zugeständnisse an die Zionisten gibt und man schon mal gar nicht mit denen reden wird, wenn nicht alle palästinensischen Forderungen schon vorher als Ergebnis festgelegt werden, vor allem ein Zeitpunkt für die Gründung des PalAraber-Staates (natürlich mit keinerlei Rücksicht auf die Erfüllung von Verpflichtungen seitens der PalARaber – so diese denn überhaupt gestellt werden dürfen) und die „Rückkehr“ aller „Flüchtlinge“ nach Israel.

Halten wir fest: Die Extremisten wollen die sofortige, gewaltsame Vernichtung des „zionistischen Gebildes“. Die Moderaten haben es nicht so eilig, aber am Ende kommt genau dasselbe Ergebnis dabei heraus. Die Minderheit der Friedensverhinderer auf pal-arabischer Seite wächst sich zu einer beträchtlichen Größe aus. Eine, die daran zweifeln lässt, dass es sich wirklich nur um eine Minderheit handelt. Zumindest bei denen, die Entscheidungen fällen.

Stünde noch die Frage an, wieso auf Seiten Israels nicht auch von einer kleinen Minderheit der Extremisten und Friedensfeinde die Rede ist. Wahrscheinlich, weil man sonst die Zionisten nicht als Kriegstreiber hin stellen kann; und weil es der Wirklichkeit entspricht, während Fakten das Gegenteil der Wirklichkeit der Pace-Fahnenschwenker sind.

1.11.07 18:06


Nieten sind die besten Helfer

US-Außenministerin Rice hat sich entschieden. Sie will ihren Platz in der Geschichte. Also macht sie sich daran das Problem zu lösen, an dem bisher alle gescheitert sind, vor allem ihre Vorgänger im Amt und deren Präsidenten.

Und damit ihr das nicht auch passiert, holt sie sich Rat. Von den Gescheiterten:

Rice konferiert mit Carter und Clinton

Jerusalem Post, 27. Oktober 2007

US-Außenministerin Condoleezza Rice hat vor den in Annapolis (Maryland) für November oder Dezember angesetzten geplanten Nahost-Friedensgesprächen den Rat der ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter und Bill Clinton gesucht.

Außenamtssprecher Sean McCormack sagte Samstag, dass Rice sich diese Woche mit Carter traf. Die beiden diskutierten nach Berichten die Friedensgespräche, in denen Carter zwischen Israel und Ägypten Ende der 1970-er Jahre vermittelte. Das Weiße Haus nannte das Treffen mit Carter positiv und „auf den Punkt“.

Rice hat auch mit Clinton gesprochen, der den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern in den 1990-ern führte. „[Außenministerin] Rice versucht von anderen zu lernen, was möglich ist und wie ihre Erfahrung an die heutige Situation angepasst werden kann“, sagte McCormack und fügte hinzu, dass Rice große Bedeutung auf „das Lernen aus der Vergangenheit“ legte.

Das Außenministerium berichtete weiter, dass sich Rice vor kurzem mit dem ehemaligen UN-Nahostgesandten Dennis Ross, wie auch mit ihren Vorgängern im Amt, James Baker, Henry Kissinger und Madelin Albright zusammengesetzt habe.

Rice hat erklärt, dass sie vor hat die letzten 14 Monate ihrer verbleibenden Amtszeit der Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaats bei gleichzeitiger Sicherstellung der Sicherheit Israels zu widmen.

Ambitionierte Ziele. Daran dürfte sie sich reichlich verschlucken – und damit den Amerikanern wie den Israels schaden, egal, was dabei heraus kommt. Von den angeführten Politikern (i.R.) erzählt zu bekommen, wie deren gescheiterte Versuche abgelaufen sind, kann helfen, ihre Fehler nicht wieder zu machen. Aber es hat nicht unbedingt den Anschein, als sollte sie tatsächlich lernen wollen, sondern eher das übernehmen, was die „alten Hasen“ (sprich: die Gescheiterten, die Versager) ihr ans Herz legen. Wenn sie sich jetzt schon auf die Gründung eines Palästinenserstaates als Ziel festlegt, das unbedingt erreicht werden soll, dann spricht das angesichts der momentanen Situation in „Palästina“ nicht gerade für Realitätsnähe. Egal, was Abbas verspricht – er kann es nicht halten, wie außer ihm niemand die notwendigen Zugeständnisse an Israel akzeptieren wird.

Wobei die Frage ist, ob er überhaupt vor hat Vereinbarungen mit Israel einzuhalten. Schließlich hat er bei seinem Vorgänger gut genug gelernt den Westen sowie die nützlichen Idioten Israels zu verarschen.

Allerdings braucht man sich nicht zu wundern, dass Frau Rice sich bei dieser Zielsetzung die entsprechenden Ratgeber sucht. Clinton hat Israel unter Druck gesetzt den Palästinenser-Terror (auch und gerade den von Arafat) zu ignorieren und seine Verpflichtungen ohne jegliche Gegenleistung umzusetzen. Jimmy Carter ist ein ausgewiesener Feind Israels, der ständig an der Grenze zum Antisemitismus herumlaviert, wenn er sie nicht oft genug sogar überschreitet. James Baker hat sich mit einer deutlich antiisraelischen Haltung kenntlich gemacht und Dennis Ross fällt Israel auch bei jeder Gelegenheit in den Rücken. Madeline Albright hat nichts pro Israel unternommen, eher im Gegenteil. Henry Kissinger übervorteilte die Israelis bei der Beendigung des Yom Kippur-Krieges.

Hervorragende Referenzen für die Hilfe bei der Entscheidungsfindung der Ministerin. Sie hat sich genau die Leute ausgesucht, die dafür sorgen werden, dass sie wieder das macht, was bisher immer schief gegangen ist.

27.10.07 19:34


Noch ein Rassismus-Vergleich

Diesmal nicht offen und gerade heraus, wie bei den Hetzern der Sorte Carter. Nein, diejenige, die diese Meinung impliziert, spricht das nicht offiziell aus. Aber dass der „Freiheitskampf“ der Palästinenser dem der Schwarzen gleicht, die in den USA um gleiche Rechte kämpften, das sagt sie im privaten Kreis schon, wie Aluf Benn von Ha’aretz zu berichten weiß:

Wenn Condoleezza Rice über die Bildung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels spricht, dann sieht sie vor ihrem inneren Auge den Kampf der Afro-Amerikaner um gleiche Rechte, die in der Zeit ihrer Kindheit in Alabama ihren Höhepunkt erreicht.

Rice ist sich der politischen Sensibilität bewusst und vermeidet es, solche Vergleiche in öffentlichen Reden und Interviews zu ziehen, wo sie sich an die offizielle Liste der Punkte hält, über die geredet wird. Aber privat spricht sie von den Bussen mit Rassentrennung aus ihrer Kindheit.

Man kann sich vorstellen, dass die von Israel in der Westbank geschaffenen Kontrollpunkte und die Trennungszäune bei ihr unangenehme Erinnerungen an die Jim Crow-Rassentrennung im amerikanischen Süden hervorrufen. Ihre Empathie für die Leiden der unter Besatzung lebenden Palästinenser geht über das strikte Interesse der Administration zur Vertretung des Status der Vereinigten Staaten im Nahen Osten hat den Hauch der persönlichen Erfahrung.

...

Jetzt vergleicht Rice den PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas und seinen Premierminister Salam Fayad mit Martin Luther King. ... Rice erinnert an den Kampf um die Bürgerrechte in den USA, wenn sie über den palästinensischen Jungen, der jetzt Hoffnung braucht statt anzustreben einen Selbstmord-Anschlag auszuführen.

Dr. Aaron Lernen von IMRA kommentiert das so:

Wäre US-Außenministerium Condoleezza Rice eine Privatperson, würde ihre unausgegorene Vorstellung, dass der arabisch-israelische Konflikt auf einer Stufe steht mit dem Kampf der Schwarzen im Jim Crow-Amerika ihrer Kindheit, nur ein Beleg eines ernsten Fehlens analytischer Fertigkeiten sein. (Oder einfach platter intellektueller Faulheit.)

Das trifft auf sie aber nicht zu.

Es ist nicht nur absurd, sondern auch gefährlich für die politische Entscheidungsfindung die palästinensische Führung und ihre Ziele mit Pfarrer Martin Luther Kings friedlichem Kampf für Gleichberechtigung, als seien Gaza und Nablus nicht anders als Selma in Alabama.

Rices ständige Fixierung auf diese falsche Gleichstellung verdreht auf gefährliche Weise die Lage: Die Schwarzen Amerikas vernichteten nicht die USA 1776; auch waren die Schwarzen Amerikas kein Teil einer pan-schwarzen Nation, die sich von Kanada bis hinunter nach Argentinien erstreckte und die USA als vorübergehendes fremdes Gebilde betrachteten, das irgendwann ganz aus den Amerikas hinaus geworfen würde.

Wenn politische Entscheidungsfindung von dieser falschen Gleichsetzung angetrieben wird, dann kann es kaum verwundern, dass eine Sorglosigkeit gegenüber Israels echten und notwendigen Besorgnissen an den Tag gelegt wird.

Es ist dringend erforderlich, dass die Vertreter Israels mit Ministerin Rice sprechen – und wenn wir schon dabei sind: mit denen in den USA, die ein wahrhaftiges Interesse an regionaler Stabilität haben – um ihr klar zu machen, wo sie sich korrigieren muss.

Es ist immer wieder erstaunlich, wer mit welchen falschen Gleichsetzungen dafür sorgt, dass Israel den Kürzeren ziehen soll. Carters boshafter Apartheid-Vergleich war offen und frontal. Fälle wie der von Frau Rice sind hinterhältiger und problematischer. Anscheinend haben die Polit-Bürokraten des US-Außenministeriums den richtigen Schalter gefunden, über den sie ihr die ministerielle antiisraelische Grundhaltung einimpfen konnten. Eine solche emotionale Eingründung ist schwerlich wieder auszubügeln. Man sollte zwar erwarten, dass jemand mit den intellektuellen Fähigkeiten der Ministerin dazu in der Lage sein müsste die Fakten vernünftiger auf die Reihe zu bekommen; aber es gibt ja genügend andere, die demonstrieren, wie verschoben die Wahrnehmung des Nahost-Konflikts ist, wenn man sich in ideologische Parteinahme verstrickt – es sind nicht die Dummen, die diesbezüglich den großen Haufen Müll produzieren, ganz im Gegenteil. Nur, dass die Intelligenten sich für immun halten und leider nur selten eine Einsicht in die falschen Konstrukte zu finden bereit sind.

16.10.07 16:33


Die Forderungen immer höher schrauben

Die Nazis haben es vor gut 70 Jahren vorgemacht: Fordere. Und wenn die Forderungen erfüllt werden, fordere mehr. Schraube die Forderungen immer weiter hoch, bis sie nicht mehr erfüllbar sind. Dann kannst du ihnen vorwerfen, sie würden den berechtigten Forderungen nicht nachkommen, gegen friedliche Lösungen sein und jetzt müsse man den Friedensfeinden zeigen, wo der Hammer hängt.

Ein Bericht von IsraelNationalNews zeigt auf, dass die Palästinenser genau dieses „Spiel“ derzeit im Vorlauf zum Nahost-Gipfel im November in Annalpolis betreiben (Hervorhebungen von mir):

PA schraubt Forderungen hoch, während Rice einfliegt

Gil Ronen, Arutz-7, 14.10.2007

Der Chefunterhändler der palästinensischen Autonomie, Ahmed Qurei (Abu Ala) sagte Samstag, dass die „Kernfragen“ der dauerhaften Grenzen, Jerusalems Status und die Frage der Flüchtlinge vor der diplomatischen Konferenz gelöst sein müssen, die in Annapolis (Maryland) für Ende November angesetzt ist. Andernfalls, warnte Qurei den US-Diplomaten David Welch, „wird die Konferenz zu schlechten Ergebnissen führen“.

Die beiden Männer trafen sich Samstag in Abu Dis bei Jerusalem, um US-die Ankunft von Außenministerin Condoleezza Rice in Israel am Sonntagmorgen vorzubereiten.

Qurei sagte Journalisten nach dem Treffen mit Welch, dass die Verhandlungsteams, die letzte Woche mit der Arbeit begann, immer noch die Krenfragen gelöst hätten und fügte hinzu, dass die auf der Konferenz abzugebende Erklärung „detailliert, scharf und klar bezüglich der dauerhaften Endstatus-Fragen“ sein muss.

Rice “verlangt Klarstellungen” von Israel

Der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas traf Welch am Wochenende ebenfalls und soll gefordert haben, dass die USA Druck auf Israel ausüben die Bautätigkeit in den E-1-Gebieten in Jerusalem einzufrieren. Nach Angaben von AFP sagte Ministerin Rice, dass sie in der Sache von Israels Botschafter Klarstellungen verlangt habe.

Ahmed Abdel Rachman, Sprecher der Fata und Berater von Mahmud Abbas, sagte in einem am Samstag veröffentlichten Interview, dass die PA nicht die Absicht habe in Annapolis Zugeständnisse zu machen. Zugeständnisse stehen nicht zur Debatte, sagte er, weil die Palästinenser nichts zuzugestehen hätten. „Wir wollen Ostjerusalem, wie es vor dem 4. Juni 1967 war, ohne Besatzung und ohne Siedlungen“, sagte er gegenüber der saudischen Zeitung Ukaz. Israelische Stellungnahmen zur Altstadt seien „unverantwortlich“.

Der geistige Führer des Iran, Ali Khamenei, rief am Samstag alle muslimischen Staaten auf die Konferenz von Annapolis zu boykottieren. In einer Ansprache vor einem großen Publikum, die im Fernsehen übertragen wurde, forderte Khamenei: „Wenn die Palästinenser denken, dass die Konferenz eine hinterhältige Intrige ist und trotzdem hingehen wollen, wie können muslimische Länder teilnehmen?“

Er fügte hinzu, dass “im Namen der Erzielung von Frieden die USA versuchen den Palästinensern ihren Willen aufzuzwingen; das Ziel der Konferenz ist es, das zionistische Regime zu retten.“ Alle Friedenskonferenzen, die bisher abgehalten wurden, haben den Palästinensern nur geschadet, fügte er hinzu.

Halten wir fest: Zugeständnisse haben lediglich die Israelis zu machen. Wer von den Palästinenser Kompromisse fordert, handelt ungerecht und verlangt schlichtweg Unmögliches.

In den letzten Wochen haben die Halunken um Mahmud Abbas immer neue Forderungen gestellt, die schon im Vorfeld der Konferenz erfüllt werden sollen, damit sie nicht „wieder“ Krieg machen.

Die Konferenz ist nur noch zum Abnicken der Forderungen der Palästinenser da. Die Israelis haben gefälligst zu spuren.

Außenministerin Rice macht Anstalten zum Chamberlain des Nahen Ostens zu werden. Wie Chamberlain die Tschechen und ihre Interessen verriet und sie zu Zugeständnissen zwang, arbeitet im Moment Frau Rice – und damit Präsident Bush – daran die Israelis ins Verderben zu schicken, um die Aggressoren zufrieden zu stellen – die aber nie zufrieden sein werden, so lange Israel existiert. Kurzsichtigkeit und nichts aus der Geschichte zu lernen ist ein Markenzeichen des US-Außenministeriums, das europäischer sein will als die Europäer. Man kann solches Verhalten nur mit einem bezeichnen: Verrat. Verrat an Israel. Verrat an den eigenen Werten und Prinzipien.

14.10.07 16:58


Informations-Defizit

Was wirklich in Nordsyrien passiert ist, wissen wir wohl nicht wirklich. Es sickerte etwas durch, aber alle sind schweigsam. Yaakov Kirschen hat mal wieder seine Gedanken dazu auf seine ganz eigene Art verarbeitet:


26.9.07 09:15


Neues von jenseits des Jordan?

Jordanien gilt als Friedenspartner, gemäßigter arabischer Staat, westlich orientiert und in einer stabilen Beziehung zu Israel. Schließlich hat Jordanien einen Friedensvertrag mit Israel. Jordanische Sicherheitskräfte sorgen recht zuverlässig dafür, dass Terroristen von jordanischem Territorium nicht nach Israel eindringen können. Leider ist das eine sehr oberflächliche Betrachtung des Verhältnisses zwischen Jordanien und Israel.

Das „gute Verhältnis“ Jordaniens zu Israel beruht letztlich nur auf der Entschlusskraft des verstorbenen Königs Hussein und einer dünnen Elite. Alle anderen betätigen sich feindselig, von den Vorbetern über die Presse bis hin zum „Parlament“. Und so ist die folgende Meldung wirklich nichts Neues:

Königliches Komitee für Jerusalemer Angelegenheiten warnt israelische Behörden vor Umsetzung neuer Projekte in der Stadt

Amman, 28. Juli (Petra – Jordanische Nachrichtenagentur) – Das Königliche Komitee für Jerusalemer Angelegenheiten warnte die israelischen Behörden vor der Umsetzung neuer Projekte in Jerusalem im Rahmen ihrer fortgesetzten Aggressionen gegen die Stadt.

Das Komitee betonte, dass diese Maßnahmen nicht nur den Friedensprozess zwischen den Palästinensern und Israel behindern würden, sondern auch zu den Arabern und allen Muslimen.

Die Kommission forderte auf einer heute veröffentlichten Presseerklärung ihres Generalsekretärs Abdullah Kan’an die israelische Regierung auf sofortige Schritte zu unternehmen, um diese Projekte zu stoppen, wenn sie Frieden wolle.

Es rief außerdem den Botschafter des Quartetts, Tony Blair, auf, von Israel den Stopp dieser Projekte zu fordern, die die Grundlagen des Friedens zwischen Arabern und Israelis bedrohen; es drängte ihn zu erklären, dass die fortgesetzte Besatzung Jerusalems und der offene Angriff auf die heiligen Stätten für die Mission, die er erreichen will, nicht förderlich ist.

Einige israelische Zeitungen enthüllten die Entschlossenheit der Stadtverwaltung des besetzten Jerusalem neue Projekte in einer Reihe von Angriffen auf die heilige Stadt umzusetzen und die Untertunnelung der Al Aqsa-Moschee wieder aufzunehmen, um diese Tunnel mit einander zu verbinden und Zugang zum Boden des Felsendoms und der Al Aqsa-Moschee zu haben.

Na, wenigstens wissen wir jetzt von einem aggressiven Projekt, das die bösartigen Israelis angeblich vorhaben. Auf welcher Grundlage dieser Schwachsinn behauptet wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Und welche „Aggressionen“ noch im Gange sind, dürfen wir uns dann auch aus weiteren Gerüchteküchen holen. Allerdings wird eines klar: Entweder die Israelis werden zu Dhimmis und ordnen sich den Forderungen der arabischen Aggressoren unter – oder sie müssen mit gewalttätigen Konsequenzen rechnen – welches Ziel soll die betriebene Hetze wegen erfundener Vorwürfe sonst haben?

Noch problematischer ist, dass der jetzige König, Abdallah, offenbar auf diese Linie einschwenkt. Von ihm hört man viel „kritischere“ Worte gegenüber Israel als von seinem Vater. Er unternimmt nichts in seinem Land, um den Lügen und der Hetze entgegenzutreten. Eher im Gegenteil. Der Frieden mit Jordanien ist inzwischen fast genauso kalt wie der mit Ägypten. Keine guten Aussichten.

30.7.07 17:04


Noch ’ne Mauer gegen Palästinenser

…und keiner beschwert sich drüber: Wieso gibt es da eine Mauer (tatsächlich Mauer, nicht Zaun!) zwischen dem Gazastreifen und Ägypten und keiner beschwert sich über „Apartheid“?

Die Jerusalem Post berichtet, dass mehrere Löcher in diese Mauer gesprengt wurden und die Hamas-„Sicherheitskräfte“ (Anführungszeichen von mir) sich eiligst dort hin begaben, damit keine ihrer Landsleute nach Ägypten fliehen konnten.

Da gab’s doch schon mal einen Staat, der seine Bürger am Entkommen hinderte... (Allerdings hatte die SED die Mauer selbst gebaut.)

11.7.07 16:54


Ausgelassene Gelegenheiten

Abba Eban hat einmal gesagt, die Palästinenser würden keine Gelegenheit auslassen eine Gelegenheit auszulassen. Ich finde, das stimmt so nicht. Sie haben nicht eine der Gelegenheiten ausgelassen, sie haben bewusst und gewollt eine Lösung oder Erleichterungen der Lage der Palästinenser verweigert!

Das waren weniger die einfachen, normalen Leute, die wir in Deutschland Otto Normalverbraucher nennen. Die sahen es ein ganzes Stück anders. Denn wohin die Juden in das Land zwischen Jordan und Mittelmeer kamen, da zogen bald Araber hin, die die Gelegenheit nutzen wollten eine anständige Bezahlung für ihre Arbeit zu erhalten. Die Juden trugen zum allgemeinen Wohlstand bei, was dazu führte, dass die Großgrundbesitzer sauer wurden – ihnen liefen die Arbeitskräfte davon, die zu Sklavenlöhnen arbeiteten.

Dazu gesellte sich dann ab 1920/21 der wachsende Einfluss des Muftis von Jerusalem und islamistische Hetzer Hadsch Amin al-Husseini, der nebenher dafür sorgte, dass seine Konkurrenten um die arabische Vormachtstellung im Land einer nach dem anderen das Zeitliche segnete, physisch handlungsunfähig gemacht oder per Einschüchterung mundtot gemacht wurden. Und je enger die Engländer die Schlinge zogen, durch die jüdische Einwanderung erfolgte, desto heftiger wurden al-Husseinis Forderungen und desto gewalttätiger ging er vor. 1936 zettelte er den „Aufstand“ an, der bis 1939 dauerte.

Im Zuge des Versuchs hier zu beschwichtigen setzten die Engländer die Peel-Kommission ein, die eine Erkundungsreise unternahm und schließlich einen Teilungsplan vorlegte, bei dem die Juden winzige Streifen des Landes erhalten würden, die Araber sich auf dem Rest ausbreiten. Das war der erste ernsthafte Plan, den arabisch angezettelten „Konflikt“ durch Teilung zu „lösen“. Und hier beginnt die Geschichte der arabische Verweigerung jeglicher einvernehmlichen Lösung. Denn der Plan der Peel-Kommission wurde „natürlich“ abgelehnt. (Dieser Plan war dann allerdings auch der Auslöser dafür, dass Nazideutschland sich dem Werben und Buhlen des Muftis nicht länger verweigerte und ihn in seinem Hetz- und Morddrang unterstützte. Bis dahin war er für Hitler ein lästiger Untermensch.)

Der nächste ernsthafte Lösungsversuch für das Mandats-Palästina stellte der UNO-Beschluss vom November 1947 dar, in dem den Juden dann bereits mehr Gebiet zugestanden wurde als noch von der Peel-Kommission, auch wenn es sich in hauptsächlich um pure Wüste handelte. Wen wundert’s, dass wieder ein lauthals tönendes „Nein“ aus dem arabischen Raum kam – verbunden mit einem Vernichtungskrieg in dem Moment, wo der letzte englische Soldat das Territorium verlassen hatte? Juden, die Fortschritt brachten, selbst bestimmt lebten und sich nicht unter die Fuchtel der Despoten beugten, waren im Nahen Osten noch weniger erwünscht als in Europa. Also marschierten fünf Armeen auf und schlugen zu. Dass Israel das überstand, ist ein Wunder. Noch größer ist das Wunder, dass die Israelis hier aus dem Eingepferchtsein in unzusammenhängende Teilgebiete ein zusammenhängendes Territorium machen konnten. So ist der Krieg, wenn der Aggressor ihn verliert.

Anerkannt wurden diese Waffenstillstandslinien von den Arabern genauso wenig wie der Staat der Juden. Statt nach der Niederlage Frieden zu geben, wurde ein Guerillakrieg begonnen und weiter gehetzt.

Eine weitere Gelegenheit kam durch die Ermordung des jordanischen Königs Anfang der 1950-er Jahre gar nicht erst zustande – der Mann war nicht israelfeindlich genug und hatte es tatsächlich gewagt darüber nachzudenken, ob mit Israel eine Regelung getroffen werden könnte.

Die nächste Gelegenheit war – entgegen mancher Annahme und heute kaum mehr bekannt – nicht das Ende des Sinaikrieges 1956. Sie kam drei Jahre früher, als Mosche Scharett Premierminister wurde. Er war ein bescheidener, vorsichtiger Rechtsanwalt, der einige Bemühungen unternahm um die arabische Feindseligkeit zu verringern (weiß heute keiner mehr). Dazu machte er Vorschläge einige der angeblich 900.000 arabischen Flüchtlinge wieder nach Israel zurückkehren zu lassen und Jordanwasser abzuzweigen, um Flüchtlingen in Jordanien zu ermöglichen dort neue Siedlungen aufzubauen. Alle Vorschläge wurden von den Arabern abgewiesen. Was auch sonst?

Nach dem Sinai-Krieg brüstete sich Nasser seines Sieges, statt die Vernichtung seiner Armeen einzugestehen. Israel zog sich auf Druck der USA und der UdSSR aus dem Sinai zurück – wozu hätten die Araber also diese Gelegenheit zum Friedensschluss nutzen sollen? Sie fühlten sich als die Stärkeren.

Zwei Jahre vor dem Sechstage-Krieg von 1967 gab es erneut einen Versuch eine Lösung herbeizuführen, von der heute auch niemand mehr etwas weiß – und ausgerechnet durch einen arabischen Staatschef, den Tunesier Habib Bourguiba. Er erklärte, dass es offensichtlich nicht möglich war Israel gewaltsam von der Landkarte zu löschen und es daher Sinn machen würde seine Präsenz zu akzeptieren. Er schlug vor das Flüchtlingsproblem auf Basis des UNO-Teilungsplan von 1947 zu lösen. Dabei hätte Israel ein Drittel seines Territoriums abgeben müssen! Die Reaktionen waren vorhersehbar: Blanke Wut seitens der Araber. Überall wurde er als Verräter unter Beschuss genommen, als Verrückter, der in ein Irrenhaus gesperrt werden müsse, als Judas, der sofort hingerichtet werden sollte. In arabischen Hauptstädten ergossen sich Mobs auf die Straße und in Kairo versuchten 20.000 Studenten die tunesische Botschaft niederzubrennen. In Jerusalem (Ost) benannten die jordanischen Behörden eilig die Bourguiba-Straße um.

Kompromiss war selten ein Konzept, das die Araber in Betracht zogen. Da konnten die Israelis ihnen 1967 die eroberten Gebiete im Tausch für Frieden anbieten, wie sie wollten, ihnen schollen die „Drei Nein von Karthoum“ entgegen. Gelegenheit ausgelassent? Nein, verweigert!

Auch 1973, nach dem Yom Kippur-Krieg im Oktober, ging es erst einmal so weiter. Der erste, der es anders machte, war Anwar Al-Sadat, der Jimmy Carter nötigte die Friedensverhandlungen mit Israel zu moderieren. Die übrigen arabischen Staaten machten Ägypten zum Paria und Sadat wurden von Muslimbrüdern ermordet. Seitdem herrscht ein äußerst kalter Frieden zwischen Ägypten und Israel; die ägyptischen Medien – auch die von der Regierung kontrollierten – bemühen sich intensiv um eine Verschlechterung des Verhältnisses der beiden Staaten; die ägyptische Armee hält regelmäßig Manöver ab, in denen sie gegen einen „Feind im Norden“ ins Feld zieht – welchen Feind haben sie im Norden?

Seitdem geht das Spiel der Verweigerung auf der Ebene der „Palästinenser“ weiter. Die PLO hat in ihrer Charta festgeschrieben, dass die „Befreiung“ des Landes (wohl gemerkt: des GANZEN Landes, nicht nur der 1967 verlorenen Gebiete) ausschließlich über den bewaffneten Kampf erfolgen kann. Verhandlungen und Verträge dienen im Rahmen des Phasen-Planes von 1974 lediglich dazu einen Fuß in die Tür zu bekommen und so eine bessere Ausgangsposition für die Fortführung des Krieges zu erhalten. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass in den 1980-er Jahren Gelegenheiten für eine Friedensregelung gar nicht erst aufkamen. Auch der Libanon-Feldzug von 1982 gegen die PLO wurde von niemandem als Gelegenheit betrachtet mit den Israelis klar zu kommen. Genauso wenig verwunderlich ist es, dass die Olso-Verhandlungen zwar ein vordergründig positives Ergebnis hatten, an das sich aber von arabischer Seite niemand hielt. In dem Moment, als PLO-Chef Arafat „palästinensischen“ Boden betrat, begann die Hetze gegen Israel und die Vorbereitung auf eine Auseinandersetzung mit Waffengewalt. Im Westen nahm das niemand wahr, denn dort hörte man nur, was auf Englisch verbreitet wurde – und selbst da nur das, was man hören wollte.

Im Jahr 2000 sollte der große Coup gelingen. Ehud Barak zog im Mai die israelische Armee aus dem Libanon zurück, die UNO bestätigte den vollständigen Rückzug – und die Hisbollah tönte nicht nur, sie hätte die Israelis besiegt und vertrieben, sondern sie ließ auch im Verein mit Syrien verkünden, Israel habe seine Verpflichtung, sich vollständig aus dem Libanon zurückzuziehen, nicht erfüllt, weil die „Shebaa-Farmen“ noch nicht besetzt seien. Klar, so kann man es auch machen: Syrisches Gebiet zu libanesischem erklären und so die nächste Gelegenheit zum Frieden verweigern.

Ermutigt durch den „Sieg“ der Hisbollah im Libanon verweigerte Yassir Arafat im Juli 2000 jegliche Lösung zwischen den PalArabern und Israel. Er behauptete, die Angebote Israels seien unzumutbar gewesen (waren sie: für Israel) – aber statt Gegenvorschläge zu machen, reiste er wieder ab und ließ seine Handlanger israelische Krankenwagen stehlen, die „Sicherheitsdienste“ in Marschbereitschaft setzen und Ende September die Regierung Barak belügen, die Ariel Sharon im Glauben, das sei mit der PA geregelt, auf den Tempelberg gehen ließ. Aber selbst mit dieser Vorbereitung hatte Marwan Barghouti noch Mühe den „Volksaufstand“ (die Intifada) loszutreten.

Seitdem verlaufen alle Gespräche und Verhandlungen im Sand. Wann immer der Anschein einer Regelung nur auftaucht, wird von pal-arabischer Seite gebombt – oft sogar von Gruppierungen, die der Organisation des jeweiligen pal-arabischen Verhandelnden zugehören. Die Truppen übertreffen sich in ihren Ambitionen des Massenmordes und versichern sich gegenseitig, dass sie den Kampf bis zur Befreiung des „ganzen historischen Palästina“ fortführen werden. Was sie nicht daran gehindert hat sich in Machtkämpfen gegenseitig umzubringen. Der Gipfel der Auseinandersetzung um die unterschiedlichen Nuancen zur Vernichtung des „zionistischen Gebildes“ und wer das Sagen haben wird, wurde mit der Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas erreicht. Die Morde dieser Terrorgruppe werden verdrängt im westlichen Medien-Bemühen dort Ruhe und Ordnung einkehren zu sehen.

Währenddessen versucht man mit Mahmud Abbas Verhandlungen zu führen, um den so genannten Friedensprozess wieder in Gang zu bringen – obwohl man weiß, was für ein machtloser Hampelmann er ist, mit dem nichts erreicht werden kann. Aber wenn der dann was unterschreibt, so bilden sich der Westen und Ehud Olmert ein, könnte man dann darauf aufbauen und die anderen machen auch mit. Wolkenkuckucksheime der Weltpolitik!

Wenn Gelegenheiten ausgelassen wurden, dann nicht von den „Palästinensern“. Sie und ihre arabischen Brüder haben nie „ausgelassen“, nur immer verweigert.

Ausgelassene Gelegenheiten gibt es seitens des Westens und Israels – zuhauf. 1956 hätte man den Ägyptern für den israelischen Abzug aus dem Sinai Bedingungen stellen können. In den 1980-er Jahren hätte man an der PLO vorbei lokale, dann regionale und schließlich „nationale“ Strukturen mit unbelasteten Leuten in den Palästinensergebieten aufbauen können. Die Israelis hätten während „Oslo“ (1993-2006) und danach die Terrorführer auch der PLO (und der zahllosen anderen Terrorgruppen) beseitigen können, nicht nur die der Hamas. Selbst jetzt wäre ein konsequentes Vorgehen möglich. Die Hamas führt Krieg (die Fatah auch) – gegen Israel. Warum also nicht selbst auch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln diesen Krieg führen und gewinnen? Wenn eine Rakete aus dem Gazastreifen kommt, dann wird eben eine in der umgekehrten Richtung geschossen – aber mit ganz klar definierten Zielen: den Köpfen und Chefs der Terroristen und ihrer „Regierung“. Und wenn ein Israeli entführt wird, dann wird einer aus der obersten Charge der Terroristen ebenfalls festgenommen. Feinde sollte man als Feinde behandeln, bis der Krieg gewonnen ist.

Ausgelassene Gelegenheiten? Nicht seitens der Araber und ihrer Terroristen, sondern seitens Israels. Und das sollte sich ändern.

7.7.07 19:27


Was wir aus dem Sieg der Hamas im Gazastreifen lernen können

Nissan Ratzlav-Katz
“Back to Sanity“, Arutz-7, 17. Juni 2007

(IsraelNN.com) Nennen Sie mich zynisch oder sagen Sie, ich würde vorschnell handeln, aber jetzt, da die Hamas anscheinend die vollständige Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hat – und die Leute der Fatah zu den Grenzen mit Ägypten und Israel rennen oder sogar ins Mittelmeer flüchten –, denke ich, dass wir alle eine entscheidend wichtige Lektion lernen können.

Nein, nicht, dass der Rauswurf von Juden aus Teilen des Landes Israel die Dinge in jeder Hinsicht für alle Beteiligten nur verschlechtern wird. Das nicht. Das wussten wir schon bald nach dem Abzug aus dem Gazastreifen, seit immer mehr Raketen auf Sderot zu fallen begannen als vor der Vertreibung der Juden von Gush Katif.

Und nein, nicht, dass Verhandlungen mit Terrorführern dazu führt, dass ihre terroristischen Maßnahmen populärer werden, statt weniger beliebt. Das lernten wir kurz nachdem Israel die Oslo-Vereinbarungen mit der PLO ausgehandelt hatte – und die Zahl der von arabischen Terroristen getöteten Juden seit der Unterzeichnung dieses „Friedensabkommens“ exponentiell über die der davor von arabischen Terroristen getöteten anstieg.

Nein. Ich würde sagen, die wichtigste Lektion, die aus dem Erfolg der Hamas im Gazastreifen gelernt werden muss, die ist, dass es in der Tat ziemlich gut möglich ist eine Terrororganisation zu besiegen. Und das kann innerhalb von Tagen erledigt werden.

Nicht nur das; vielleicht zur Bestürzung derer mit dem großen Glauben an Dialog und der Aussöhnung „miteinander konkurrierender Sichtweisen“ und „dem Friedensprozess“ und „Frieden jetzt“ wurde die Niederlage der Fatah-Terrororganisation ausschließlich mit militärischen Mitteln erreicht.

Im Hebräischen gebrauchen viele Israelis den Ausdruck, dass es keine Lösung des zbang ve’gamarnu („Peng und fertig“) für den Terrorismus gibt. Oh nein. Es muss immer so eine langwierige, in die Länge gezogene und komplizierte Anstrengung sein, zu der politische Manöver, Zugeständnisse (natürlich immer unsererseits) und endlose, sinnlose Verhandlungen gehören.

Nun, wenn wir bedenken, dass die Kämpfer der Hamas die Herrschaft des Fatah-Terrors beendeten und den größten Teil ihrer Führung in weniger Zeit eliminierten, als wir für den Sieg im Sechstage-Krieg brauchten (und doch haben wir die letzten sieben Jahre lang die Intifada II kämpfen müssen), vielleicht gibt es dann doch die zbang ve’gamarnu-Lösung. Könnte das sein?

Mit anderen Worten: Im Gegensatz zur akzeptierten Expertenschaft und zum „Allgemeinwissen“ im Westen und in Israel hat die Hamas bewiesen, dass es – tatsächlich – eine militärische Lösung gibt.

17.6.07 23:58


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