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Bildung+Schule

Wissenschaft am Problem vorbei

Einmal mehr tut sich ein Wissenschaftler mit einem kontroversen Vorschlag hervor. Aber das mögen die Wissenschaftler ja gelegentlich, besonders Geisteswissenschaftler. Kontroverse gibt Aufmerksamkeit, der eigene Name macht die Runde – das ist ein prima Nebeneffekt, wenn auch nicht unbedingt vorrangiges Ziel. Vorrangiges Ziel ist das Ausleben der eigenen ideologischen Ausrichtung – und die ist in der Regel weit links und wurzelt in der 68-er-Bewegung. Vor allem in den Erziehungswisssenschaften.

Die Folgen davon sehen wir an unseren Schulen, die alle paar Jahre neue Allheilmittel präsentiert bekommen, wie man mit Schülern umgeht, individueller gleich macht und angeblich Probleme beseitigt. Manche Pädagogen springen auf jeden Zug auf, der die Straße entlang geschoben wird, manche lassen sich von diesen Dingen gar nicht berühren und machen nur, was sie schon immer machten; viele liegen irgendwo zwischen diesen beiden Extremen. Letztlich sind sie gezwungen auf vieles einzugehen, weil es vom Ministerium vorgegeben wird. Und Ministerielles kann bisweilen bizarre Formen annehmen: Auf einer Bildungskonferenz vor ein paar Jahren (da regierte in NRW noch die SPD) hatte eine ministerielle Mitarbeiterin die Stirn den anwesenden Lehrern zwar zu danken, dass sie so engagiert arbeiten, ihnen aber ansonsten zu sagen, dass sie alles falsch machten (wofür sie zwar nichts könnten, aber eine Beleidigung höchsten Grades war es trotzdem). Alle müssen umdenken und ganz anders arbeiten. Da freut man sich doch als Pädagoge, wenn man erfährt, dass man nicht nur völlig falsch ausgebildet ist, sondern auch der gesunde Menschenverstand nicht angebracht ist, den man tagtäglich walten lässt. Und schon gar nicht eigene pädagogische Vorstellungen und Werte. Die höhere Weisheit im Ministeriumsapparat hatte das beschlossen, also muss dem gefolgt werden.

Aufgegriffen werden die Ideen des Ministeriums in der Regel aus der Erziehungswissenschaft, die alle Jahre mal wieder eine neue Sau durch’s Dorf treibt, was jetzt alles anders und wie es besser werden muss. Da gibt es einen Erziehungswissenschaftler oder eine Gruppe davon, die haben eine Idee; und wenn sie genügend Einfluss haben oder wenn sie die Idee laut genug und intensiv genug hinaus posaunen, dann wird das zum Konzept, das den Schulen per Erlass oder per Gesetz auf’s Auge gedrückt wird. Zum Glück geht das nicht mit allem so – und aus Kostengründen wird sicherlich auch die Forderung des Jörg Ramseger nicht ankommen. Der will, dass Lehrer, besonders Grundschullehrer (die „/innen“ fühlen sich bitte immer eingeschlossen!) mindestens eine Migrantensprache (aus der Auswahl Türkisch, Arabisch, Russisch) lernen, bevor sie auf die Schüler losgelassen werden. Grund: „Ein Lehrer, der die Sprache seiner Schüler nicht spricht, ist ein inkompetenter Lehrer.“

Danke, Herr Ramseger, dass sie fast allen heutigen Grundschullehrer Deutschlands (außer denen mit Migrationshintergrund) völlige Inkompetenz attestieren! Es ist immer erfreulich, so Mut gemacht zu bekommen.

Die Begründung dieser irren These geht so:

Grundschullehrer müssten die Kinder dort abholen, wo sie herkommen... Die Lehrer müssen ihre Schüler in die Weite der Gesellschaft führen, sie mit Kultur und Wissenschaft vertraut machen. Um das zu leisten, müssen sie die Kinder und deren Denken verstehen können. Das ist nur möglich, wenn sie deren Sprache kennen... Schule muss ein Kundenbewusstsein entwickeln. Schließlich ist sie verpflichtet, Kinder zum Erfolg zu führen...

Erreicht werden soll das so:

Jörg Ramseger fordert eine massive Werbekampagne unter den Migranten. Außerdem sei es völlig unverständlich, dass Grundschullehrer während ihrer Ausbildung keine Migrantensprache lernen, betont er. Der Wissenschaftler plädiert deshalb dafür, die Ausbildungszeit für Grundschullehrer, die in Berlin 2003 um ein Jahr verkürzt worden ist, wieder um dieses Jahr zu verlängern: „In dieser Zeit können die Studierenden eine weitere Sprache lernen. Am besten in dem jeweiligen Land, wo sie dann gleich auch die Lebensbedingungen der Menschen kennenlernen.“ Das alles koste zwar zusätzlich Geld, bringe aber unendlich viel.

Mit Verlaub, aber ich kenne keinen Berufsstand, der stärker auf die „Kunden“ eingeht, als die Grundschullehrer – so weit ihnen das möglich ist. Und die Vermittlung der „Weite der Gesellschaft“ und die Schüler „mit Kultur und Wissenschaft vertraut“ zu machen geht auch, ohne dass der Lehrer Migrant ist bzw. ein Jahr lang in der Migrantenkultur im Ausland gelebt hat. „Die Schüler da abzuholen, wo sie stehen“ ist seit langem Prinzip der Schule – das aber auf die Sprachkenntnisse der Lehrer zu reduzieren, heißt den Bogen überspannen. Letztlich verlangt der Herr Wissenschaftler, dass sich die Schule an die Migranten anpasst und nicht, dass die Migranten sich in die Gesellschaft einfügen. Abgesehen davon, dass die Reduzierung des Verstehens von Denken und Mentalitäten auf die jeweilige (Migranten-) Sprache alleine bereits reichlich fragwürdig ist. Darüber hinaus frage ich mich, warum es so effektiv ist, (didaktisch fähige) Muttersprachler eine Fremdsprache lehren zu lassen – unabhängig davon, ob diese die gute deutsche Sprachkenntnisse haben oder nicht. (Da gäbe es eine ausführliche Antwort, für die mir hier der Platz nicht reicht.)

Die Aussage, dass Schule verpflichtet sei Kinder zum Erfolg zu führen, spricht Bände über das Verständnis dieses Mannes von Schule, Unterricht und Lernen. Es ist typisches Alt-68er-Denken: Die Verantwortung für Erfolg wird dem Individuum genommen und dem Kollektiv angelastet. Die Konsequenz dieses Satzes Ramsegers ist: Wenn ein Schüler keinen Erfolg hat, dann ist die Schule Schuld. Der Schüler kann nichts dafür. Als wenn es einen Automatismus gäbe, der dafür sorgen könnte, die richtige Vermittlungsmethode mache einen Schüler erfolgreich. Leider gibt es den da noch einen, der Verantwortung für Schulerfolg hat: den Schüler. Wenn der nicht bereit ist zu arbeiten (eine Bereitschaft, die zwar von der Schule/dem Lehrer gefördert, aber nicht hergestellt werden kann), dann kann er keinen Erfolg haben, egal, was die Schule versucht. Ramseger geht voll am Problem vorbei.

Was auch auf die Praktikabilität seines Vorschlags zur Migrantensprache als Heilmittel von „Versagen“ der Schulen angeht. Was wäre die Folge? Angenommen, ein Lehrer hat die arabische Sprache erworben (und damit die arabische Kultur, die er jetzt versteht und in der er seine arabsichen Schüler abholen kann) – was hilft ihm das, wenn er eine Klasse mit vorwiegend türkischen Schülern oder Russlanddeutschen bekommt? Oder gar eine stärker gemischte? Darf er die dann überhaupt unterrichten? Schließlich ist er von seiner Herkunft und Ausbildung nur in der Lage zwei Gruppen der Schülerschaft zu verstehen. Für die Unterrichtung der übrigen Schüler ist er zu inkompetent, als dass man sie ihm überlassen dürfte. Wie gehen wir also damit um? Schaffen wir (fast) reine Türken-, Araber-, Russen-Klassen, damit pädagogisch kompetent unterrichtet werden kann und durchsetzen die noch mit ein paar Deutschen, damit nicht alles so einseitig ist?

Die konsequente praktische Umsetzung des Ramseger-Vorschlags würde neue Ghettos schaffen: Ghetto-Klassen, in denen sich die Schüler gar nicht wirklich mit der Integration in die deutsche Gesellschaft beschäftigen müssten, weil der Lehrer ja die Migrantensprache spricht – Deutsch zu lernen würde nicht wirklich nötig sein, man kann den Lehrer ja dort festhalten, wo er einen abholen wollte. Schafft er das nicht, hat er versagt – schließlich hat die Schule den Auftrag den Lernerfolg zu garantieren.

Herr Ramseger geht mit seinem Vorschlag völlig am Problem vorbei. Nicht Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zum Abholen der Schüler, dort wo sie sind; Sprachvermittlungskenntnisse sind gefordert – die Didaktik muss überarbeitet werden. Gezielte Sprachförderung durch gut ausgebildete Lehrer sind nötig – und da muss Schule ansetzen können: indem Schülern mit schwachen Sprachkenntnissen in intensiven Kursen die deutsche Sprache vermittelt wird. Und das gibt es in Grundschulen bisher so gut wie nicht. In Nordrhein-Westfalen gibt es ein Förderprogramm, bei dem Kinder eingeladen sind ein halbes Jahr vor der Einschulung zwei Wochenstunden Deutsch-Förderung zu bekommen – und das einen Tropfen auf dem heißen Stein darstellt, weil diese Förderung weder intensiv noch häufig genug statt findet. Das soll sich angeblich ändern, wozu die Sprachstandsfeststellung im Kindergarten durchgeführt wurde. Ob das die notwendige Intensität haben wird, muss abgewartet werden. Aber hier wäre ein Punkt, an dem anzusetzen wäre, vor allem mit qualifiziertem Personal (was wahrscheinlich der Knackpunkt sein wird). Die Forderung nach dem Erwerb einer Migrantensprache durch die Lehrer ist hohler Blödsinn, der nur im Wolkenkuckucksheim eines Universitätshirns wachsen kann.

27.9.07 11:38


Feindbilder und eigenes Handeln

„Amerikanische Verhältnisse“ – das ist ein Schimpfwort in Deutschland. Keiner will sie, jeder fürchtet sie, jeder beklagt sie und jeder nimmt sie als schlimmstes Beispiel für alles Schlechte. „Russische Verhältnisse“? Da gibt es höchstens potemkische Dörfer, aber auch die nur in der Vergangenheit; heute stehen sie woanders, am besten in Amerika oder Israel.

Aber was ist das? Da berichtet der Tagesspiegel heute (15.9.07), dass an 13 Neuköllner Schulen in Berlin Wachleute beschäftigt werden sollen/müssen, die Herbst für Schutz sorgen werden. Und der erste Absatz des Artikels spricht Bände: Neukölln wird zum deutschlandweiten Modellfall. Heißt: Was da passiert (Wachleute für die Schulen) wird sich nicht auf Berlin beschränken lassen können, sondern über die ganze Republik ausgebreitet werden (müssen). Verkündet wurde die Modellfall-Funktion vom (SPD-)Bildungsstadtrat.

Könnte es etwas Bezeichnenderes geben? Die links geführte Stadtverwaltung, eine links regierte Stadt, schafft „amerikanische Verhältnisse“! Das würden sie vermutlich nie zugeben, aber ich denke jeder kennt die Blicke, die die Anmerkung begleiten, dass in amerikanischen Schulen die Schüler am Eingang auf Waffen kontrolliert würden. Und jetzt führen die Linken selbst diese Maßnahmen ein.

Diese Widersprüche zwischen Reden und Handeln sind nicht neu. Die ideologisierte Einführung und Durchsetzung der Gesamtschulen ist ein weiteres Beispiel. Einerseits mokiert man sich über „amerikanische Verhältnisse“ (auch und gerade an Schulen), andererseits wird genau dieser Massenbetrieb von dem Feinden der amerikanischen Verhältnisse als Nonplusultra und Lösung aller Probleme im Bildungswesen propagiert und voran getrieben. (Heute heißt das in Schleswig-Holstein nach Beseitigung der Hauptschule „Gemeinschaftsschule“ und soll angeblich etwas Neues sein – und ist doch nichts anderes als die sächsische Mittelschule.)

Das nächste Mal, wenn einer – und das sind in der Regel moderne, linke, gutmenschliche Multikulti-Anhänger mit Hang zur weiteren Kulturbereicherung durch eine einzelne Religion – über „amerikanische Verhältnisse“ die Nase rümpft, dann sollte man ihn mal auf die Verhältnisse aufmerksam machen, für die seinesgleichen hier bei uns sorgt, nachdem über genau diese immer die Nase gerümpft wurde, weil sie „amerikanisch“ waren.

15.9.07 17:24


’In zwei verschiedenen Galaxien’

In deutschen Schulen herrscht Lehrermangel. Besonders im Grundschulbereich, trotz vorhandener arbeitsloser Lehrer! Eine interessante und leider sehr wahre Beschreibung der Lage findet sich aktuell bei SPIEGEL online:

Eine Germanistin ohne Didaktik-Kenntnisse und jegliche Ausbildung für’s Lehramt beschreibt unter dem Titel Der ganz normale Wahnsinn ihre Erfahrungen als Aushilfs-Grundschullehrerin: Die Zusammensetzung der Klasse (teilweise mit Behinderung und psychologischen Problemen). Ihr Fazit nach der ersten Anstellung für vier Wochen: Die vier Wochen vergehen wie im Flug. Ich lerne viel. Zum Beispiel, dass ich keinen blassen Schimmer hatte, auf was ich mich da einlasse. Dass dieser Beruf ein hartes Brot ist. Und dass sich Schulverwaltung und Schulpraxis in zwei verschiedenen Galaxien bewegen.

Davon können reichlich Lieder gesungen werden. Vor allem auch im Zusammenhang mit dieser Meldung nebenher im Kasten links: Schulen in Nordrhein- Westfalen suchen zum Beispiel derzeit 320 Lehrer- Aushilfen - dem stehen 3600 ausgebildete Grundschullehrer ohne Anstellung gegenüber, die aber oft kein Interesse an Kurzzeiteinsätzen, wenigen Wochenstunden oder weiten Anfahrten haben.

Da gibt es „herrliche“ Geschichten zu erzählen. Ich kenne eine Schule, die hat vor den Sommerferien Bewerbungen entgegen genommen und einen Kandidaten für die vakante Stelle gehabt. Der wollte allerdings lieber eine volle Stelle (28 Unterrichtsstunden die Woche). Von Seiten der Schulverwaltung hieß es: geht nicht, mehr als 20 Stunden ist nicht drin. Daraufhin sagte der Kandidat ab. (Was man ihm vielleicht auch ankreiden kann – außer er hat ein weiteres Angebot für eine volle Stelle an der Hand.) Am Ende der Sommerferien führte die Schulleitung wieder Bewerbungsgespräche, weil immer noch niemand für die zu belegenden Stunden eingestellt werden sollte/musste. Nur sollte jetzt eine 28-Stunden-Kraft eingestellt werden – 20 Stunden in der Schule und 8 Stunden Vertretungsreserve! Die Stelle bekam jemand wie Frau Furthkamp aus dem SPIEGEL-Artikel: Magisterstudium abgeschlossen, keine Ausbildung zur Lehrerin, nicht einmal Pädagogik- oder Didaktik-Seminare. Sie wird in’s kalte Wasser geworfen, wenn auch nur auf Zeit. Will sie längerfristig im Schuldienst arbeiten, dann muss sie die zweite Phase der Lehrerausbildung (Referendariat oder Lehramtsanwärterdienst) nachholen. Aber haben die in der Schulverwaltung wirklich NACHgedacht, was sie da machen?

Interessant aber auch Frau Furthkamps Beobachtungen zur integrierten Eingangsphase. Da trifft die brutale Wirklichkeit samt gesundem Menschenverstand auf pädagogische Spielwiesen-Theorie/Praxisvorstellungen. Die jahrgangsübergreifende Eingangsphase wurde so mancher Schule auf’s Auge gedrückt. Eine mir bekannte Schule musste sich praktisch über Nacht entscheiden, ob sie sie einführen wollte, um so wenigstens ein einzelnes erstes Schuljahr mit deutlich über dreißig Kindern zu vermeiden – aus der Schulaufsicht kam die unmissverständliche Botschaft, dass es erst bei mehr als 35 Schülern zwei Klassen geben würde – sozialer Brennpunkt und schwierige Klientel hin oder her. Dass die Kinder wie die Sardinen in der Klasse hocken, spielt auch keine Rolle. Und wenn dann der obligatorische „Besuch vom Schulrat“ (gibt es wieder!) statt findet und die Lehrerin die Schüler in den von den Lehrplänen geforderten offenen (weil individuellen) Unterrichtsformen arbeiten zu lassen, kommt noch der Kommentar, das sei ja wohl nicht angebracht, weil nicht genügend Platz dafür vorhanden sei.

Frau Furthkamp schließt ihren Artikel mit zwei Absätzen, die hoffentlich Kreise ziehen. Es kann gar nicht genug Leute geben, die sich das zu Herzen nehmen und anfange Druck zu machen:

Ich bin wütend auf Schulamt und Ministerium, weil sie Leute wie mich an Brennpunktschulen schicken. Ohne pädagogische Grundlagen, das ist kaum zu verantworten. Für richtige Lehrer ist kein Geld da? Wie kurzfristig kann man denken?

Ich habe vor Ort gesehen, was die Debatte um die sogenannte neue Unterschicht, um Kinderarmut, um Verwahrlosung der Kinder deutlich macht: Hier muss investiert werden. Denn diese Kinder haben sonst keine Chance.

Und nicht nur diese. Schule in Deutschland ist heutzutage oft nur noch reine Krisenverwaltung. Eltern müssen an die Kandare genommen und zur Erziehung ihrer Kinder befähigt werden; Kinder müssen Familie haben und erleben; Lehrer müssen sich auf ihren eigentlichen Job konzentrieren können. Bisher wurde immer nur am System Schule herumgedoktert – das System, das krankt, ist nicht das dreigliedrige Schulsystem – bei einem eingliedrigen, wie es der SPD neuerdings wieder mal vorschwebt, liefe es auch nicht anders. Ideologische Schulreformen sollten wir uns sparen. Die sozialen und pädagogischen Probleme müssen angegangen werden. Dazu muss der Staat Geld ausgeben, in die Zukunft der Gesellschaft investieren. Allerdings muss das sinnvoll geschehen.

Und was die neuen Konzepte angeht, von denen wir in den letzten Jahren überschwemmt worden sind: Die meisten davon – jedenfalls die, die auf ministerielle Anordnung in den Schulen ankamen – waren Augenwischerei, weil sie zwar als pädagogische Weiterentwicklungen verkündet wurden, aber nur versteckte Sparmaßnahmen waren. Wenn Schule die gewünschten Ergebnisse bringen soll, dann muss das Umfeld bearbeitet werden. So „einfach“ ist das in den meisten Fällen!

29.8.07 19:03


Was kümmern Prinzipien?

Eines der als am drängendsten eingestuften Probleme der nordrhein-westfälischen Bildungslandschaft galt schon zu Zeiten der SPD-Landesregierung Unterrichtsausfall. Deswegen durfte es keine Lehrerausflüge vor Ende der Unterrichtszeiten mehr geben, keine Fortbildungen im Vormittagsbereich (geschweige denn über mehrere Tage hinweg) usw.

Die neue Landesregierung machte dann ernst: Als erstes wurden alle Lehrer eingestellt, derer man habhaft werden konnte. Die Hysterie um den Unterrichtsausfall trieb allerdings weitere Blüten. Obwohl es mangels einstellbaren Personals keinerlei Möglichkeiten gibt Vertretungskräfte einzustellen, wenn Lehrer erkranken – und einen Vertretungspool gibt es schlichtweg nicht mehr – darf kein Unterricht ausfallen. Das führt dann dazu, dass im Grundschulbereich beispielsweise Klassen aufgeteilt werden: die Schüler setzen sich – mit irgendwelchen Arbeiten versorgt oder auch nicht – in Kleingruppen in andere Klassen geschickt. Das ist natürlich sehr sinnvoll, weil die lehrerlosen Schüler nichts Neues lernen und die durch zusätzliche Schüler beglückten Klassen auch nicht so gut voran kommen (größere Enge, mehr Unruhe, weniger Aufmerksamkeit, mehr Störungen). Es ist immer sinnvoller, eine Menge mehr Schüler in volle Klassen zu quetschen, als einen Vertretungsplan aufzustellen, bei dem zwar Stunden ausfallen, aber dann wenigstens Unterricht für die lehrerlose Klasse wie für die übrigen statt findet.

Nun gut, das ist Ansichtssache, darüber kann man streiten oder es lassen – es geht ja auch nicht wirklich um die Vertretungsprobleme. Denn die Sahnehaube kommt ja erst, in Form der „Sprachstandsfeststellungen“ in den Kindergärten.

Für diese Sprachstandsfeststellungen werden Lehrer losgeschickt. Besonders in der „zweiten Runde“, die gerade abläuft, sind ausschließlich die Grundschulen im Einsatz. Besser gesagt, ihre Lehrer (dort, wo keine Sozialpädagogen vorhanden sind – und das sind rund 3000 der schätzungsweise 3800 Grundschulen in NRW). Und dafür fällt Unterricht aus! Es geht nicht anders, weil die Tests im Vormittagsbereich statt finden.

Auf einmal ist es also nötig, dass Unterricht ausfällt? Wie geht das? Wo bleibt die Aufregung darüber? Wo die Schelte?

Ach nein, das kommt ja von oben, das ist verordnet. Macht nichts, dass die Lehrer mehr als kurzfristig erst mit ihrem Material versorgt wurden. Macht auch nichts, dass die Ausbildung für die Tests und das Testmaterial beinahe in die Hose ging, weil kaum Zeit dafür vorhanden war.

Die Grundschulen können ca. 50 Stunden nicht auffangen. Der Unterricht findet entweder nicht statt oder es gibt eine „Aufbewahrung“ der betroffenen Schüler in anderen Klassen, die einen geregelten Unterricht in diesen anderen Klassen auch nicht möglich sein lassen.

Herzlich willkommen in der Schulwelt von heute!

Kleine Frage: Wo doch so viel privatisiert wird – warum wird die Durchführung der Tests nicht „privatisiert“? Warum wird das nicht professionell Ausgebildeten übertragen, die das im Auftrag der Schulen und der Schulaufsicht machen?

Oh, wahrscheinlich, weil das Kosten verursachen würde. Und die Bildung unserer Kinder darf nicht mehr kosten. Investitionen in die Zukunft – in die Kinder, die nächsten Generationen – werden anders definiert.

14.5.07 21:45


Bildungsbürokraten

Eine weitere Panne beim Zentralabitur: Nach dem Ding mit dem Gedicht und der Mathe-Panne ist jetzt neben der Bio-Panne von heute ein weiterer Problemfall aufgetaucht, der aber vom Ministerium heruntergespielt wird: In der Abiturklausur im Fach Sozialwissenschaffen gab es als Text eine Rede von Kofi Annan zur Rolle der UNO als peace keeping force zur Interpretation, der im letzten Jahr bereits Englisch-Grundkurslern vorgelegt wurde. Wer „damals“ schon dabei war, hatte einen deutlichen Vorteil, weil er sich mit dem Text schon beschäftigt hatte.

Das Ministerium sieht das anders. In der Englisch-Klausur ging es um Sprachkompetenz, jetzt ginge es in Deutsch um Inhalte. (WDR2-Nachrichten von 17 Uhr)

Dieser Unsinn kann nur Bildungsbürokraten einfallen. Und niemand anderem einleuchten!

Wenn ich der „Logik“ des Ministeriums folge, dann war es im Englisch-Grundkurs egal, was zum Thema inhaltlich geschrieben wurde. Es hätte auch der größte Quatsch sein können, haarsträubender Blödsinn, so lange er nur in adäquatem Englisch zu Papier gebracht worden wäre. Kann mir bitte jemand sagen, wo das tatsächlich akzeptiert wird?

Ich bin ja nicht mehr up to date, was den heutigen Oberstufen-Fremdsprachenunterricht angeht und vielleicht hat sich da alles geändert. Ich vermute trotzdem mal, dass es sich auch heute noch weit gehend um so etwas wie „Deutschunterricht in einer anderen Sprache“ handelt, in dem nicht akzeptiert wird – weder im Unterricht noch in den Bewertungen – wenn ein Schüler in einer Klausur inhaltlichen Dünnschiss von sich gibt, sondern angehende Abiturienten angehalten werden sich mit Hilfe der Inhalte in der Fremdsprache zu äußern.

Dazu würde mich interessieren, wie man sich mit einem Text einmal „rein fremdspach-kompetenzmäßig“ und losgelöst vom Inhalt und dann später rein inhaltlich-sozialwissenschaftlich auseinandersetzen können soll. Für mich gehört zu Sprachkompetenz auch immer noch, dass man sich mit den Inhalten des in einer Fremdsprache vorliegenden Textes beschäftigen, ihn verstehen und sich mit ihm auseinandersetzen kann. Zu behaupten, dass ein Schüler, der sich in einer Englisch-Klausur mit dem Text beschäftigten musste, keinen Vorteil hatte, ist einfach hanebüchen. Das ist so theoretisch, dass es mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat. So etwas kann nur einem Bürokraten einfallen, der in einem Sessel abgehoben von der Unterrichts- und Schullebens-Realität sitzt und einfach nur Scheinargumente sucht, um einen gravierenden Fehler schön zu reden und keine Konsequenzen ziehen zu müssen.

Schöne neue Bildungswelt. Was mit Brachialgewalt eingeführt wird, kann nicht klappen. Etwas mehr Ruhe bei solchen Dingen wäre angebracht (gewesen). Man kann nur hoffen, dass die nächsten Jahrgänge solche vermeidbaren Pannen nicht auch noch erleben müssen.

19.4.07 18:01


Ausfall-Hysterie und die Folgen

Stumtief „Kyrill“ sorgte für das absolute Chaos. Alles stand still. Die Bahnen in ganz NRW und (großen Teilen des Restes der Republik zum Beispiel). Am späten Nachmittag war bei uns der Aldi praktisch leblos – es „tummelten“ sich mehr Aldi-Mitarbeiter in der Filiale als Kunden. Und in vielen Schulen war tote Hose – die Schulleitungen hatten die Ermächtigung erhalten die Schüler ab 12 Uhr nach Hause zu schicken, damit sie nicht vom Winde verweht wurden. Und diese Chance wurde weidlich genutzt.

Und gleich am nächsten Tag konnte dann noch eine Lücke im neuen Schulgesetz des Landes genutzt werden: Um 11 Uhr machten die Schulen dicht, weil Zeugnisse ausgegeben wurden. Darauf hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufmerksam gemacht, die für ihren Grundschultag warb und den Lehrkräften landesweit versuchte ihn dadurch früher besuchen zu können, dass man beschloss am heutigen Freitag NICHT um 11 Uhr nach Hause zu gehen, sondern die Stunden nach 11 Uhr dazu zu nutzen, sie als vorgearbeitete Zeit anrechnen zu lassen, die dann für einen früheren Unterrichtsschluss am Grundschultag rechtfertigen, damit man schon vormittags in Köln konferieren kann.

Und das im Land des „Es darf kein Unterricht ausfallen“! Was ist passiert?

Da kein Unterricht ausfallen darf, wird halt bei Ausfall von Lehrkräften – jedenfalls in Grundschulen – eine Notversorgung ausgerufen: Erst einmal wird die Klasse aufgeteilt, weil es nicht genügend Lehrkräfte gibt, die einspringen könnten. Und das bedeutet, dass bis zu 30 Kinder sich mehr oder weniger gleichmäßig auf die übrigen Klassen verteilt irgendwo mit reinsetzen, ohne richtige Sitzplätze zu haben und ohne am dortigen Unterricht aktiv teilnehmen zu können. Denn entweder sind sie in der Parallelklasse bei einem anderen Thema oder im Stoff etwas voraus (oder zurück); oder die Schüler befinden sich in einer anderen Jahrgangsstufe, wo sie entweder noch nicht viel verstehen („höhere“ Klasse) oder den Stoff längst hinter sich haben. Wenn sie Glück haben, dann gibt es in ihrem Material Arbeitshefte, in denen sie Aufgaben bearbeiten sollen. Haben sie Pech, dann sind die behandelten Themen bereits alle bearbeitet. Neue Themen eigenständig zu erarbeiten ist in der Regel etwas problematisch für 6- bis 11-jährige. So wird also nur dafür gesorgt, dass die Kinder einigermaßen ruhig bleiben, die eigene Klasse nicht allzu sehr gestört im Arbeitstempo gebremst wird. In der Praxis heißt „Kein Unterrichtsausfall“ also: Kein Ausfall von Stunden, aber Unterricht gibt’s für die betroffenen Schüler nicht wirklich.

Diese hysterische Fixierung auf Ausfallstunden und die Praxis der Wirklichkeit im Schulleben zeugt von Augenwischerei seitens der Politik. Ein vernünftiger Vertretungsplan, bei dem alle anderen Klassen ein bisschen abgeben und die Klasse der ausfallenden Lehrkraft so auch Unterricht erhält, weil zumindest in Maßen ordentlich weiter gearbeitet werden kann, wäre da allemal besser. Aber Vernunft zählt hier offensichtlich nicht. Hauptsache, die Statistik stimmt. Und damit sind „alte Gewohnheiten“ abgeschafft worden, wie der Unterrichtsschluss am letzten Schultag vor den Ferien nach der dritten Stunde.

Der Unmut der Praktiker über die ministeriell-politische Realitätsferne der rein emotional besetzen Vorgabe „kein Unterrichtsausfall“ wirkt sich dann so aus, dass jede Gelegenheit genutzt wird, sich Kürzungen zu genehmigen, ob es nun Sinn macht oder nicht. Bei Eltern beispielsweise dadurch, dass ihre Kinder auf einmal am letzten Schultag krank sind (um vor den Staus schon Strecke hinter sich zu bringen). Bei Schulleitern so, dass sie um 12 Uhr die Schule schließen, weil für den späteren Nachmittag ein Orkan angekündigt ist. (Sie dürfen sich dann wahrscheinlich seitens der Politik anhören, dass sie faule Säcke seien.)

Das mit dem Unterrichtsausfall scheint in gymnasialen Oberstufen übrigens kein Problem zu sein. Die Tochter eine Freundin (12. Klasse) traf gestern pünktlich zur ersten Stunde in der Schule ein, um dort zu erfahren, dass die ersten zwei Stunden (Philosophie) ausfielen. Sie setzte sich in die Cafeteria – um nach der Pause zu erfahren, dass auch die nächste Doppelstunde ausfiel. Na ja, wozu gibt es die Cafeteria, wenn nicht, um dort auf die nächsten Unterrichtsstunden zu warten? Dummerweise fanden die auch nicht statt, denn es wurde rechtzeitig vor der zweiten Pause verkündet, dass wegen des bevorstehenden Sturms der weitere Unterricht ebenfalls ausfiel. Sinnfreier kann man seinen Tag in der Schule sicher nicht verbringen...

19.1.07 18:19


Was ist mutig?

Klausur in Philosophie, 12. Schuljahr, angesetzter Zeitrahmen: 4 Stunden. Thema: Was ist mutig?
Schüler J. gibt nach relativ kurzer Zeit seine Arbeit ab. Auf dem Blatt steht:

Das ist mutig.

Sonst nichts. Da hat der Schüler Recht. Volle Punktzahl!

24.11.06 13:24


Übertrieben

Lange nichts mehr über Schul-Alltag geschrieben. Hier was ganz Frisches:

Im vierten Schuljahr von Lehrer H. gibt es eine selbst erstellte Rechtschreibkartei. Die Schüler üben damit in einem eigens dafür vorhandenen Heft, der Lehrer kontrolliert die Übungen und streicht an, was nicht falsch ist. Die damit verbundenen Übungskarten müssen die Schüler wieder ins erste Fach des Karteikastens stellen, also von vorne anfangen.

Als heute die Hefte ausgeteilt wurden, meinte ein Schüler lauthals: „Herr H., finden Sie nicht, dass das etwas übertrieben ist, dass Sie da so viele Fehler angestrichen haben? Das ist ja alles rot!“

13.11.06 14:45


Schuluniform als Mittel gegen Islamismus?

Nach Worten der Nachrichten in sat.1 ist Brigitte Zypries der Überzeugung, dass durch Schuluniformen muslimischen Mädchen das Tragen von Kopftüchern (oder mehr) auszureden ist.

Mal abgesehen von brauchbareren Argumenten für (oder auch wider) Schuluniformen (die sie z.T. auch nannte), ist das wohl ein Beispiel für schwachsinnige Argumentation. Man braucht nur mal einen Blick nach Großbritannien zu werfen, wo Schuluniformen ziemlich gängig sind und das Problem „unmuslimischer“ Kleidung trotzdem immer wieder aufgelegt wird. Höhepunkte sind dann Streitigkeiten bzw. Gerichtsverfahren (da gibt’s auch Links in die komplette Geschichte von Anfang an), bei denen extra für Musliminnen anhand pakistanischer Kleidungsvorgaben entworfene Schuluniformen für noch immer zu unanständig befunden wurden und (angeblich die Mädchen selbst) Klage erhoben, um sich stärker zu vermummen – was die Gerichte bis zum obersten britischen Gerichtshof über Jahre hinweg beschäftigte und jetzt vermutlich von den „entrüsteten“ Muslimen auch noch vor den europäischen Gerichtshof geschleppt wird.

Bitte, Frau Zypries, wenn man für Schuluniformen plädiert, dann doch nur mit stichhaltigen Argumenten und nicht mit nachgewiesenem Unsinn!

8.5.06 17:27


Schlagfertig

4. Schuljahr, Wochenplanarbeit. Die Schüler sitzen an ihren Aufgaben. Sind sie mit einer Aufgabe fertig, können sie damit zu Lehrerin oder zum Lehramtsanwärter gehen, um diese nachsehen und abzeichnen zu lassen.

Bei Marco ist das ein wenig anders. Der macht erst einen ganzen Batzen Aufgaben, bevor er sie nachsehen lässt. Dazu muss er von seiner Tischgruppe aus zum Lehrerpult kommen – Abstand ca. 2 Meter. Weil es ziemlich viele Aufgaben sind, stapelt er auf den Wochenplan-Schnellhefter zwei Schulbücher, ein weiteres Buch und noch ein paar Kleinigkeiten. Nachdem alles durchgesehen ist, rafft er am Pult seine Sachen wieder zusammen und will zu seinem Platz zurückkehren. Es kommt, wie es kommen muss: Alles fällt auf den Boden. Macht ja nichts, das kann man aufheben, kein Problem. Allerdings fällt auf halbem Weg wieder alles runter.

An der ersten Tischgruppe sitzt Dennis, Marcos Nachbar und bester Freund. Der betrachtet das Schauspiel und fragt mit Unschuldsmiene, während Marco zum zweiten Mal alles aufsammelt: „Marco, was machst du da?“ Fast aus der Pistole geschossen kommt die Antwort:

“Erdkunde!“

Die beiden Lehrkräfte mussten sich erst einmal umdrehen und konnten die nächsten gut 5 Minuten keine Aufgaben zur Kontrolle entgegen nehmen.

10.4.06 02:29


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