HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

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Medien+Nahost

Sie stimmen ab - mit Mörsern und ihren Füßen

This Ongoing War, 17. Oktober 2007

Drei Mörser wurden heute Morgen von palästinensisch-arabischen Kräften in Israels westlichen Negev abgefeuert. Zum Glück gab es keine Verletzen oder Schäden. Das entsprach allerdings nicht der Absicht derer, die den Beschuss vornahmen.

Mörser – klein, tödlich und relativ einfach abzufeuern – sind eines der Waffensysteme, die Terroristen gerne benutzen.

Die israelischen Streitkräfte durchkämmten als Sicherheitsmaßnahme Nablus, eine Stadt, die von der palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert wird; sie verhafteten gestern Abend zwei gesuchte pal-arabische Terrorverdächtige. Die beiden standen auf einer „Liste zu befragender Personen“, die in Beziehung zu Terrorakten gegen israelische Zivilisten stehen und bei ihrer Durchsuchung wurde festgestellt, dass sie im Besitz einiger Mörsern und großen Mengen Munition waren.

Nur die israelischen Nachrichtenmedien berichteten von diesen Vorgängen. Zahlreiche Zeitungen der ganzen Welt berichteten gestern und heute darüber, dass Israel in den letzten Tagen Vorstöße in Orten wie Nablus unternahm, mit einer Reihe von Fotos. Aber ohne den fehlenden Zusammenhang machen diese Berichte wenig mehr als das unehrliche Bild von Israelis immerzu zu wiederholen, dass die nichts Besseres zu tun haben als ihre Nachbarn zu unterdücken.

Kontext ist alles. Die Berichte über Mörser und Waffenlager gehen oft Hand in Hand mit Behauptungen, dass die PalAraber verzweifelt sind. Dass für sie nichts wichtiger ist als die israelische Beherrschung, Besatzung und Kolonisierung abzuschütteln. Der Preis spielt kaum eine Rolle, denn weil sie verzweifelt sind, gibt es für solche Leute keine vernünftige Option.

Für die, deren Sicht des israelisch-arabischen Konflikts dieser krude vereinfachten und völlig unehrlichen Darstellung folgen, haben wir ein paar Fragen:

Wenn Sie einem PalAraber begegnen, der sagte: „Wenn es hier eine Abstimmung gäbe, würde niemand für die palästinensische Autonomiebehörde stimmen“? Wir würden Sie antworten? Und wenn der Mann der Bürgermeister einer arabischen Gemeinde wäre...?

Wie würden Sie die “Verzweiflung” eines palästinensischen Arabers charakterisieren, der einem Journalisten sagte, dass er glücklich sein würde eines Tages in einem anständigen unabhängigen palästinensischen Staat leben, aber nicht in einem, der auch nur irgendwie so aussieht wie die von Korruption durchzogenen und von Gewalt gebeugten Gebiete, die zwischen den Krieg führenden Hamas- und Fatah-Parteien geteilt sind.

Was, wenn er dies hinzufügte: „Ich glaube nicht an diese Parteien [die wetteifernden Terrorgruppen Fatah und Hamas]. Ich glaube nur an Brot auf dem Tisch für meine Kinder. Ich kämpfe nur für sie. Wenigstens gibt es in Israel Gesetze.

Was, wenn ein pal-arabischer Lokalpolitiker Ihnen sagte, dass in den letzten fünf Jahren 5.000 PalAraber aus anderen Teilen der Westbank in den israelische kontrollierten Teil von Ostjerusalem gezogen sind?

Und dass einer der Hauptgründe dafür die Angst war, dass sie ihre israelischen Personalausweise verlieren könnten, wenn sie nicht umzögen?

Und wie würden Sie es interpretieren, dass ein arabischer Führer voraus sagt, es wird einen Massenexodus in andere Teile Israels geben, wenn die PalAraber das Gefühl bekommen würden, Israel sei drauf und dran sich von ihnen zu trennen? Zehntausende, vielleicht Hunderttausende, die darum betteln unter israelische Herrschaft gebracht zu werden?

Diese Ansichten und weitere dieser Art können überall gefunden werden, wenn man danach sucht. Fangen Sie mit diesem Artikel an: „In Ostjerusalem sagen Einwohner, dass sie gegen eine Übergabe an das Abbas-Regime kämpfen würden“ (siehe auch hier).

Wir wollen nicht für oder gegen diesen Standpunkt Werbung betreiben. Nur herausstellen, dass all das Gerede von Verzweiflung, das von den Palästinenser-Apologeten und den sanft gesinnten Reportern, die unkritisch ihre Propaganda nachplappern, so geliebt wird, ist bedeutungslos, wenn man genau darauf achtet, was tatsächlich in der palästinensisch-arabischen Welt vorgeht. Vor allem müssen wir und sie die Terroristen stoppen. Dann können wir anfangen Szenarien der Zukunft auf die Reihe zu bekommen – aber nicht davor.

19.10.07 16:31


Was nicht von Interesse ist

Wir bekommen von unseren Medien immer nur dann etwas vom palästinensischen Terror vermittelt, wenn diese etwas Spektakuläres machen. Spektakulär bedeutet: entweder schaffen sie es so viele Menschen auf einmal zu ermorden, wie bisher noch nicht. Alles andere schafft Gewöhnungseffekte – der Raketenregen der Hisbollah auf Israel war schnell „normal“ und wurde weit gehend ignoriert; der Raketenregen der Hamas spielt keine Rolle mehr, wird nicht einmal mehr erwähnt, auch nicht die Opfer dieses Terrors in Sderot. Schließlich gibt es keine Toten zu berichten – ab und zu sind es dann nicht genug Tote. Erst wenn ein Qassam-Angriff mehr als einen Menschen auf einmal tötet oder Raketen größeren Kalibers verschossen werden, gibt es seitens unserer Medien wieder so etwas wie einen Moment der Aufmerksamkeit. Ähnlich sieht es mit den Selbstmord-Anschlägen aus. Jeder erfolgreiche Anschlag wird gemeldet, wenn er spektakuläre Opfer nach sich zieht. Und unweigerlicher Begleiter der Meldung ist, dass es „der erste Anschlag seit...“ war – weil die Berichterstattung sich weigert ein einzelnes Wörtchen einzubauen, das die Lage korrekt beschreibt: „erfolgreich“. Denn die Terroristen ruhen nicht. Aber gute Nachrichten sind keine Nachrichten, schon gar nicht, wenn es um Israel geht. Da ist nur wichtig, was die Juden den Arabern antun und was letztere für Beschwerden haben. Welche Folgen ein Einknicken der Israelis gegenüber den Forderungen nach Beseitigung des Selbstschutzes des jüdischen Staaten haben würde, ist im besten Falle uninteressant, normalerweise werden sie negiert. Deshalb ist ein kurzer Eintrag auf dem Blog This Ongoing War wichtig zu lesen; dieser Blog der Eheleute Roth hat seinen Namen aus gutem Grund: Der Krieg gegen Israel geht weiter, auch wenn es eine scheinbare Ruhe gibt.

Reaktion auf sieben weitere verhinderte Massenmörder

This Ongoing War, 11. Oktober 2007

der Internationale Gerichtshof in Den Haag sagt über Israels Sicherheitszaun er sei illegal. Er zwinge den palästinensischen Arabern Bewegungs- und Zugangsbeschränkungen auf. Und die Bischöfe von Exeter, Winchester und Coventry stellten gerade erst hilfreich heraus, dass es sich dabei um eine „Rassentrennungs-Barriere“, deren Wirkung ist die „Palästinenser von Ackerland und Wasserversorgung abzuschneiden“. Darüber hinaus degradieren die Kontrollpunkte die palästinensischen Araber, die dort durch wollen, verzögern ihre Weiterreise und demoralisieren sie.

Ob die Kritik gerechtfertigt ist oder nicht, das wirkliche Problem mit Israels Sicherheitssperre und mit Israels Terrorbekämpfungsmaßnahmen besteht darin, dass sie weit gehend effektiv sind.

Die Sicherheitskräfte vereitelten in den letzten eineinhalb Monaten sieben Selbstmord-Bombenanschläge in Israel, sagte Shin Bet-Chef Yuval Diskin am Sonntag dem Kabinett. Diskin sagte, dass die weiter geführten Anstrengungen der IDF, des Shin Bet und der Polizei für die derzeitige scheinbare Ruhe im Land gesorgt haben.

Haben Ihre Medien diese sieben verhinderten Bombenanschläge berichtet? Haben Ihre Politiker davon gehört? Wissen Ihre Meiden-Analysten oder Reporter davon? Haben Sie irgendwelche Bilder oder Videos dieser sieben Personen oder der Hunderte von Helfern und Planern gesehen, die dafür sorgen, dass diese Terrorakte weiter gehen? Wenn Sie wüssten, dass diese Terroristen auf dem Weg zu Ihrer Schule oder Ihrem Einkaufszentrum wären, was würden Sie tun? Was würden Sie von den Behörden Ihrer Gemeinde verlangen, das sie tun sollen?

11.10.07 23:40


Verwirrend? Vielleicht, aber wir alle müssen das richtig sehen.

The-View-From-Ramot, This Ongoing War, 28. September 2007


Herauszufinden, wo man steht in dem verwirrenden, halb-faktischen, regelmäßig kontextfreien Sturbach von Vorwürfen und Gegen-Vorwürfen kann schwer sein. Aber es ist absolut wesentlich, wenn man versucht den Terror zu stoppen.

Die Ereignisse der letzten zwei Tage sind ein klassischer Fall der Optionen, denen wir alle uns gegenüber sehen. Ebenfalls für die Unehrlichkeit gewisser Nachrichtenmedien-Profis, für die, wenn um Berichterstattung über Terror geht, „Kontext“ eine politische Kategorisierung ist, die ohne Rücksicht auf Verluste vermieden werden muss.

Während israelische Soldaten sich nach einer Operation im Gazastreifen heute Morgen auf den Weg zurück in sichere Gebiete machen (s. AFP-Foto oben), möchten wir eine subjektive Auswahl an Nachrichten-Meldungen mit Kommentaren dazu weiter geben, was AFP „eine Reihe Operationen, durch die mehr als ein Dutzend Menschen getötet wurden“ nennt.

Tatsächlich Menschen. Lesen Sie weiter:

Das „Massaker“: IDF-Flugzeuge feuerten mehrere Raketen in ein Fahrzeug im Zeitun-Viertel südlich von Beit Hanun, in dem sich fünf „unschuldige“ palästinensische Araber befanden
Der Kontext: Alle der fünf unschuldigen Zaungäste waren bewaffnete Terroristen. Alle waren aktive Mitglieder der Army of Islam, einer Organisation, die von Mumtaz Durmusch angeführt wird. Ihr Fahrzeug war bis unter das Dach mit Raketen beladen. Dabei handelt es sich um die Bande, die vor kurzem den BBC-Korrespondenten Alan Johnston entführte. Sie war auch an der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Shalit beteiligt. Ihre Namen sind Fawzi al-Ashram, Hussein Ahl, Ayman Dalul, Osama al-Sifi und Samer al-Zaim. Heute Morgen wurde Shadi Abu Suraya (30), ein örtlicher Kommandeur der Army of Islam der sechste „unschuldige“ Gangster derselben Bande, der sich auf den Weg zu seinen 72 Jungfrauen begab.

Das „Massaker“: Mittwochnachmittag feuerte ein IDF-Panzer auf eine Gruppe Palästinenser, die in der Nähe von Beit Hanun dabei waren eine Rakete zum Abschus nach Israel vorzubereiten. Vier „unschuldige“ palästinensische Araber wurden hier ebenfalls massakriert. Die Rakete wurde nicht abgeschossen.
Der Kontext: Die Namen der toten und wo sie dazu gehörten: Hayri Hamdan, Mitglied der Volkswiderstandskomitees; Tair al-Basiuni vom Islamischen Jihad; Mohammad Adwan (20) und Mohammad al-Basiuni (24), die beide nicht als Mitglieder einer der Terrororganisationen des Streifens bekannt sind, aber durch und durch im Geschäft verstrickt sind Sprengstoff in unsere Häuser zu schicken.

Das „Massaker“: Donnerstagmorgen, gegen 2 Uhr nachts, feuerte ein IDF-Hubschrauber auf zwei „unschuldige“ palästinensische Araber und tötete sie.
Der Kontext: Beide sind Hamas-Militante: Raji Hamdan und Mohammed Abu Rakba. Beide waren dabei Qassam-Raketen abzuschießen. Der Erfolg war ihnen versagt.

Das „Massaker“: Donnerstagabend schoss eine IDF-Einheit eine Rakete auf eine kleine Gruppe palästinensischer Araber, die eifrig damit beschäftigt waren Qassam-Raketen nach Israel abzuschießen.
Der Kontext: Hussam al-Hawihi (21), ein Militanter der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, die mit der Fatah verbunden sind, starb nach dem Angriff und der Raketenangriff auf Israel war abgewendet.

Die Reaktion der Hamas: Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri sagte: „Israel wird einen hohen Preis für seine Angriffe im Gazastreifen zahlen... Palästinensische Organisationen würden alles in ihrer Macht stehende tun, um den israelischen Angriffen zu widerstehen.“ Haaretz interpretiert das so, dass es eine Wiederaufnahme der „Selbstmord“-Bombenanschläge bedeutet. Nichts Neues also. Mohammed Madhoun, ein Top-Berater von Hamas-Führer Ismail Haniyeh, sagte, „die israelischen Operationen würden die Entschlossenheit der Gazaner stärken... ehrenhaftes palästinensisches Blut, vergossen von dieser Nazi-Armee, wird uns nur standhafter machen“. Wenn die Hamas von Nazis spricht, dann sagen wir, das sollte beachtet werden. Das ist ein Thema, das wir gut kennen.

Die Reaktion der Fatah: Mahmud Abbas, Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, veruteilt Israels Angriffe im Gazastreifen und „fordert die Mitglieder es Sicherheitsrats in New York auf einzugreifen“. Mit eingreifen meint er bestimmt: „eingreifen, um die Terrorangriffe rund um die Uhr durch zügellose Jihadisten einzuschränken, für die ein guter Jude nur ein toter oder ein verstümmelter Jude ist“. Oder auch nicht. Vermerken Sie bitte, dass die der „moderate“ palästinensisch-arabische Führer ist, dessen Kräfte in den letzten Wochen von Hamas-„Militanten“ in krawallartigem inneren pal-arabischen Auseinandersetzungen massakriert wurden. Seine Fatach-Fraktion gab eine offizielle Erklärung aus, in der sie die Palästinenser zur Einheit aufrief – wegen des „[israelischen] Missbrauchs, der Aggression und Kriegsverbrechen“. (Verwirrt? Denken Sie über diesen Bericht von heute aus London nach: „Die Hamas hat in Folge der die Krise der PA seit der gewalttätigen Übernahme des Gazastreifens im letzten Juni einen neuen Plan für die Aussöhnung mit der rivalisierenden Fatah formuliert, berichtete die Londoner arabischsprachige Zeitung Al-Sharq al-Awsat am Freitag.“)

Andere schreiben:

Schlagzeile: Aus Gaza verschossene Raketen schaden nur palästinensischen Zivilisten
Zitat: „...es muss festgestellt werden, dass die Raketen, die weiterhin israelische Städte wie Sderot treffen, nicht als Instrumente des Widerstands beschrieben werden können... die Raketen dienen keinem solchen Zweck. Ungenau und ohne eine Kampfladung, die ausreicht Schaden von Bedeutung an anderen als weichen Zielen anzurichten, ist ihre einzige Funktion die, einen regelmäßigen Vorwand für israelische Angriffe zu liefern...“ Quelle: der Daily Star aus dem Libanon.

Das International Middle East Media Center („entwickelt in Zusammenarbeit von palästinensischen und internationalen Journalisten, um eine unabhängige englischsprachige Medienberichterstattung im Gazastreifen und der Westbank zu bieten“) sagt, die israelische Armee „führe wiederholte Invasionen und Angriffe im Gazastreifen und der Westbank aus... [und] richtete fünf Kämpfer außergerichtlich hin.“ Wir sagen: Diese Darstellung als „außergerichtlich“ ist besonders ärgerlich. Männer, die willentlich Raketen, Granaten und andere Flugkörper in Städte auf der anderen Seite der Grenze verschießen, sind keine Kleinkriminellen. Was sie tun, sind Kriegshandlungen. Außergerichtlich ist hier eine völlig irrelevante und unverantwortliche Vorstellung im Krieg einer zivilisierten Gesellschaft gegen Barbaren.

Unglücklicherweise gibt es nichts Sauberes und Nettes an all dem. Dennoch müssen Sie sich für eine Seite entscheiden.

Entweder stehen Sie bei den Leuten, die seit Jahren auf Raketen, Granaten und alles andere mit Sprengstoff zurückgegriffen, haben, dass sie in unsere Häuser, Städte, Spielplätze und Schulen werfen können. Oder Sie können sich auf die Seite des israelischen Volkes stellen, das versucht eine ganze Gesellschaft gegen einen jihadistischen Ansturm zu verteidigen.

29.9.07 11:21


Öffentlich-rechtlicher Gehirnschiss

Bund, Länder und Kommunen haben mit Ausländerorganisationen und anderen gesellschaftlichen Gruppen einen breit angelegten Pakt für eine neue Integrationspolitik geschmiedet. Viele halten den Integrationsplan für eine wirkliche Neuerung. Türkische Migranten fühlen sich vor allem durch die Verschärfung der Regeln bei der Familienzusammenführung diskriminiert.

So leitet 3sat eine Online-Umfrage ein. Einmal abgesehen davon, dass „türkische Migranten“ sehr allgemein gefasst ist und vielleicht auch durch „türkische Verbandsvertreter und ihre ihnen alles nachplappernden Schafe“ ersetzen könnte, ist der angestrebte „Umkehrschluss“ der Betonung der Bundesregierung, dass es sich bei den erforderlichen Sprachkenntnissen um nicht mehr als 200 bis 300 Wörter handele:

Welches sind die wichtigsten türkischen Wörter, die man unbedingt kennen und können muss?

Äh, wie bitte? „Die man kennen muss“? Wer muss die kennen und können? Die Deutschen? Im eigenen Land? Oder wie?

Sind die eigentlich durchgeknallt? Das wäre für Leute von Bedeutung, die in die Türkei auswandern wollen! Aber hier? Welchen Sinn soll das haben? Haben die noch was anderes als Weichmasse im Kopf?

13.7.07 23:49


Leserreaktion an den Focus

Sehr geehrte Redaktion,

unter den Fotos des Tages haben Sie heute (8.7.07) an zwölfter Stelle (http://www.focus.de/politik/deutschland/galerie_did_10869.html?slide=12) eines eingestellt, das mit "Israelische Waffen, die in den Gaza-Streifen gefeuert werden sollen" unterschrieben ist. Auf dem Foto zu sehen sind mindestens 6 (wahrscheinlich 8) grob zusammengeschweißte Gestellte; auf einem steht ein Flugkörper. Offensichtlich handelt es sich also um Abschussrampen.

Nun sind meines Wissens von den Israelis bisher weder der Verschuss von Boden-Boden-Raketen gegen Palästinenser im Gazastreifen (noch sonstwo) verschossen worden. Sollten doch solche Waffen verwendet werden, dann sicherlich solche, die von fahrbaren Abschussrampen gestartet werden, nicht solche kruden Gestelle.

Fragt sich also, wie Sie auf die Idee kommen, dass es sich hier um israelische Waffen handelt, die in den Gazastreifen gefeuert werden sollen. Nicht ganz zufälligerweise habe ich heute eine Meldung gesehen:

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3422013,00.html

Israeli forces from the Givati Brigade have uncovered eight Qassam rocket launchers in the Beit Hanoun area in the northern Gaza Strip. Some of the launchers were installed with a timer in order to launch the rockets without human intervention. The forces left the Palestinian area a short while ago. There were no reports of unusual incidents during their operation.

Könnte es sein, dass jemand bei ihnen des Englischen so schlecht mächtig ist, dass er/sie diese Meldung umgedeutet hat?
Oder ist es gar Absicht gewesen?

Mit Kopfschütteln


Ich bin gespannt, wie lange das Teil eingestellt bleibt, weil es ja nur die Fotos des 8.7.07 sind; sicherheitshalber habe ich mir einen Screenshot gemacht (bei PI steht die gesamte Seite als pdf-Datei).

Update, 09.07. 13.46 Uhr: Antwort vom Focus: Sehr geehrter Herr,
vielen Dank für Ihren Hinweis: In der Tat ist uns bei der Bildunterschrift ein Fehler unterlaufen. Wir bitten dies zu entschuldigen.

8.7.07 22:29


Vor wem die BBC niederkniet

In Großbritannien hat ein Quartett dafür gesorgt, dass die BBC zu Kreuze kroch. Diesem Quartett gehören an:

  • Arab Media Watch aus London beschwerte sich, dass international Tel Aviv als Israels Hauptstadt akzeptiert sei – voraus gesetzt, es gibt eine Verhandlungslösung zwischen Israel und den Palästinensern. Mit anderen Worten: Selbst Tel Aviv als Hauptstadt ist noch nicht sicher, so lange die Palästinenser den Judenstaat nicht anerkennen.

  • Das Institute of Islamic Political Thought - geleitet von Azzam Tamimi, einem Hamas-Unterstützer und Mitglied des britischen Zweigs der Muslimbruderschaft, der den Briten ihre zu judenfreundliche Haltung im Konflikt vor der Staatsgründung vorwirft und verspricht er würde in das Haus seiner Mutter in Hebron zurückkehren. Hebron würde niemals ein „zionistischer Ort“ werden. Er bezeichnet Israel als rassistisches Gebilde, das die Palästinenser als Untermenschen und die Juden als Herrenmenschen betrachte. Er erkennt Israels Existenzrecht nicht an und würde als Selbstmordbomber hin gehen. Die Finanzfirma Merryll Lynch zog letztes Jahr ihr Sponsoring einer Veranstaltung zurück, weil Tamimi daran teilnahm.

  • Das Muslim Public Affairs Committee hat ständig mit Vorwürfen des Extremismus und Antisemitismus zu tun. In den Parlamentswahlen von 2005 führte es Kampagnen gegen Abgeordnete, die für Israel oder für den Irak-Krieg waren und versuchte den Ruf einer Abgeordneten zu schädigen, indem sie behaupteten sie sei Jüdin. Dafür entschuldigten sie sich, als die erfuhren, dass sie keine Jüdin war. Die Zeitung Observer fand heraus, dass Asghar Bukhari, Mitbegründer des Committee, den Holocaust-Leugner David Irving finanziell unterstützte.

  • Die Friends of Al-Aksa erklären auf ihrer Internetseite, dass die Zerstörung des ersten Tempels „400 Jahre nach seiner Erfindung“ das Ende Israels darstellt. Es gibt das Volk der Juden also nicht mehr. Die Royal Bank of Scotland hat 2005 alle Konten der Organisation aus Leicester geschlossen (was die natürlich als rassistisch bezeichneten).
Es ist „beruhigend“ zu sehen, vor wem die BBC kriecht: Vor Leuten und Organisationen, die Hass predigen, gegen Juden und Israel hetzen, Geschichtsverfälschung und –verdrehung betreiben, Terroristen unterstützen, Terror befürworten und begehen wollen. Deren Empfindlichkeiten und Ansichten müssen berücksichtigt und geschützt werden.

Im Gegensatz dazu fehlen Entschuldigungen der BBC für ihre einseitig verleumderische „Berichterstattung“ über den Nahen Osten, die Lügen und Falschdarstellungen ihrer Korrespondenten vor Ort. Der Hinweis darauf, dass ihr Journalist Alan Johnston eine Videobotschaft unter Druck seiner Entführer verlas, war neulich gar nicht nötig – weil sie sich inhaltlich von Johnstons sonstigen Berichten nicht wesentlich unterschied.

Es passt also alles zusammen bei der BBC. Und ändern wird sie sich wohl nicht. Sie lügen dort weiter, ohne mit der Wimper zu zucken oder rot zu werden. Nur den Dreck wischen sie sich immer schnell aus dem Gesicht, der verraten würde, wem sie ständig in den A... kriechen.

17.6.07 15:27


Es lebe die Fehlinformation

Israel Continues Air Raids Despite New Gaza Truce - Israel fährt trotz Waffenruhe mit Luftangriffen fort. Was für eine Entlarvung der schießwütigen Juden!

Wäre ja nichts Neues, oder? Kennen wir. Welchen Waffenstillstand, fragt der Israel-Unterstützer und weist darauf hin, dass der vom November eh nicht mal das Papier wert war, auf dem er nicht geschrieben wurde, weil ständig Qassams flogen und ein ganze Reihe Selbstmord-Bomber und sonstige Attentäter nur deshalb nicht zum Zuge kamen, weil sie gerade noch rechtzeitig festgenommen wurden

Aber dann kommt der Hammer der Australian Broadcast Corp., gleich im ersten Absatz: Der gemeinte Waffenstillstand betrifft Israel überhaupt nicht! Der von Israel verletzte Waffenstillstand ist der inzwischen fünfte zwischen Hamas und Fatah!

Inzwischen ist die Überschrift bei der ABC geändert worden („Israel continues air raids amid Palestinian truce“ – Israel führt inmitten palästinensischer Waffenruhe fort); wenigstens haben sie genug Hirn, um nicht den ganzen Irrsinn stehen zu lassen; die Verbindung von israelischen Angriffen und einer palästinensischen Waffenruhe für die neue Schlagzeile zeugt auch nicht unbedingt von echter Information. Wie eine solche Schlagzeile wie die erste aber überhaupt zustande kam, fragt man sich trotzdem. Wahrscheinlich hat der Schlagzeilen-Macher einfach nicht richtig gelesen und seine typischen Vorurteile und Denkzusammenhänge laufen lassen. Schlimm genug, entlarvt es doch, was für Schemata in den Köpfen von Medienleuten herrschen.

Ein weiterer schlechter Scherz kommt von Reuters, wobei nicht die Nachricht an sich, sondern der Ort ihrer Veröffentlichung das Kopfschütteln auslöst. Inhaltlich geht es um Ratschläge für die Terroristen: Die Hamas ließ ihre „Freiheits“-Terroristen anweisen keine Mobiltelefone zu benutzen (vor allem keine von Jawwal, dem palästinensischen Netz. Sie sollten sich auch nicht in Gruppen treffen und Verkehrsmittel benutzen, weil „die Flugzeuge der Zionisten ständig am Himmel“ seien.

Die Meldung erschien auf der Internetseite „alertnet.org“ der Reuters Stiftung. Deren Wahlspruch ist „Alerting humanitarians to emergencies“ – Humanitäre (Menschen) auf Notfälle aufmerksam machen“. Wir haben also jetzt gelernt, dass die Gefährdung von Terrordrahtziehern und Terrorausführenden ein Notfall ist, den die Menschheit unbedingt erfahren muss. Und wenn die Terroristen in Not sind, dann sind die Israelis diejenigen, die sie in Not bringen und damit die Übeltäter.

Was ist die Welt doch schön, wenn man die Juden Zionisten niedermachen kann!

22.5.07 18:31


Overstatement der Woche

Es muss nicht immer subtil sein, auch wenn eben das durch die Fotos und die Bildunterschriften gleichzeitig geschieht. Aber die Deutsche Welle braucht’s dazu auch etwas gröber: Israel fliegt Luftangriffe titeln sie am Donnerstag, 17.05.2007.

Das ist die Überschrift für einen Artikel, der nebenher erzählt, wer die meisten palästinensischen Toten verursacht hat: Die Palästinenser. Aber das ist nicht weiter wichtig. Wichtig ist, dass Israel bombt. Staatsterrorismus, der dem Waffenstillstand entgegen steht, wie gleich der fett gedruckte Unterüberschrifts-Absatz vermittelt:

Eigentlich hatten Israel und die Palästinenser eine Waffenruhe vereinbart. Doch jetzt fühlt sich Ministerpräsident Olmert provoziert. Die internen Kämpfe zwischen rivalisierender Hamas und Fatah dauern an.

Man führe sich zu Gemüte: Seit Tagen schlachten sich die Terrorgruppen gegenseitig ab – und „Ministerpräsident Olmert fühlt sich provoziert“. Von den internen Kämpfen, muss man bei dieser Darstellung annehmen. Dazu das Bildchen von qualmenden Häusern mit der Beschriftung „Keiner hält sich an die Waffenruhe“. Aktiv schießend: Israel. Die Terroristen haben nur „interne Kämpfe“ – kein Wort vom Morden.

Der nächste Absatz geht weiter ausführlich auf israelische Bomben ein. Es wird schön genau geschildert, was die Luftwaffe verschießt und welche Wirkung das hat („mindestens 15 Verletzte“, „sechs Hamas-Mitglieder getötet“). Und dann ein kleiner Nachsatz, dass „bei Kämpfen“ „seit Mittwoch mindestens 23 Menschen ums Leben“ kamen. Fällt dem geneigten Leser etwas auf? Von Israel wird aktiv getötet und verletzt; Palästinenser töten keine Palästinenser, sondern da kommen sie ums Leben, passiv und ohne jedes echte Zutun...

In den nächsten beiden Absätzen wird zwar einiges von den internen Kämpfen der Palästinenser beschrieben. Aber danach kommt wieder die ausführliche Schilderung israelischen Tuns: „Vergeltungsmaßnahmen“, gleich zwei Stück, eine Mittwoch, eine Donnerstag. Die dazu gelieferten Zahlen und Angaben über den Raketenbeschuss zeigen die relative Harmlosigkeit und damit die Überreaktion der Israelis. Zehn Raketen sollen es gewesen sein, die ein bisschen Sachschaden an einer leeren Schule anrichteten – im Konjunktiv formuliert, damit die Zweifelhaftigkeit der Angaben auch unterstrichen wird. Die DW-Zahlen sind allerdings mehr als untertrieben. Alleine Dienstag und Mittwoch waren es mindestens 25 Qassams, die für mindestens 21 Verletzte in Israel sorgten. Letztere erwähnt die Deutsche Welle nicht einmal, warum? 15 durch eine israelische Militäraktion verletzte Palästinenser sind der Erwähnung wert, 21 von Qassams verletzte Israels nicht. Der Leser des Beitrags muss meinen, dass die „Vergeltung“ Israels absolut ungerechtfertigt ist. Schließlich ist doch nicht wirklich etwas passiert!

Gewürzt wird das Ganze dann mit Fotos – dem ersten mit den qualmenden palästinensischen Häusern, einem Maskierten mit AK-47 („Erneute Machtkämpfe zwischen Hamas und Fatah“), eine schreiende Frau, die geborgen wird („Folgen einer ‚kleinen Einsatztruppe’ Israels – wieso wirkt der eine Helfer, als hätte er einen Kippa auf dem Kopf?), ein Mann, der die Arme gegen eine Wand lehnt und den Kopf darauf stützt („Bilanz: 50 Tote seit dem Wochenende“).

Über die Platzierung der Bilder darf der Leser Israel die Hauptschuld der Toten zuschreiben, auch wenn der Text das inhaltlich nicht direkt wieder gibt. Das Ausmaß der Beschreibungen des Handelns Israel, das nicht vorhandene Beschreiben der Kämpfe der Terroristen untereinander, die Platzierung des „Kleine Einsatztruppe“-Bildes reichen deutlich, um den gewünschten Effekt zu erzeugen. Dazu hätte es noch nicht einmal des fehl leitenden Anfangs des Berichts bedurft.

Bravo, Deutsche Welle. Ein Bravour- und Lehrstück deutscher Medientätigkeit gegen Israel ist hervorragend gelungen!


Nur, dass man nicht meint, andere Publikationen wären sonderlich besser:

  • Netzzeitung: Gewalt in Nahost eskaliert: Israel fliegt wieder Luftangriffe
  • 20Minuten: Israel schlägt zurück
Es geht auch anders, jedenfalls den Überschriften nach:

Nachtrag: Der WDR fährt eine Art „wenn schon nicht Israel alleine, dann sind beide Seiten gleich Schuld“-Berichterstattung: In den 12 Uhr-Nachrichten vom 18.05. auf WDR2 „schaukelt sich die Gewalt im Gazastreifen weiter hoch“ – weil die Israelis Panzer in den Streifen schicken und die Palästinenser deswegen schießen. Die Aktion der Israelis ist nach Angaben des WDR eine Reaktion auf einen palästinensischen Beschuss Israel in der letzten Nacht – als hätte es die „Schüsse“ der ganzen Woche nicht gegeben. Israel reagiert nur auf ein einzelnes Ereignis – also völlig über – und nicht auf eine lange Kette von Terror. Gut, dass wir wissen, dass die Palästinenser nicht anders können, die Israelis aber wohl. Dank der neutralen Berichterstattung des WDR.

Einen weiteren „Leckerbissen“ – diesmal vom ZDF – hat Weapons of Modern Democracy parat. Da wird Sderot zu einer „israelischen Siedlung“, Selbstverteidigung wird zu „Vergeltung“ und über die „anhaltende Gewalt“ berichtet man so erst, wenn Israel zu den Waffen greift. Das Ganze aber nur über die Fernsehschirme, nicht auf der Internetseite. Methode?

Update, 21.05.07: Dass man von der Linksaußenpresse nichts Brauchbares erwarten kann war klar. Man könnte höchstens noch fragen, ob die taz (PI berichtet darüber) den Ton vorgibt oder sich in diesem Fall nur an die MSM angehängt hat.

18.5.07 00:29


Was sollen wir mit Umfragen?

In den Nachrichten eines öffentlich-rechtlichen Senders (ich weiß nicht mehr, welcher es war, aber Ähnliches gab es auch bei den Privaten) machte man uns dieser Tage weis ein Rücktritt von Ehud Olmert wegen des Winograd-Berichtes sei unwahrscheinlich, weil (!) die Israelis dies noch Neuwahlen wollten, denn befürchten, dass Benjamin Netanyahu Ministerpräsident werden könnte.

Das kam so selbstverständlich rüber, dass ich mich fragte, woher diese Zuversicht wohl kommt. Denn Umfragen widersprechen dieser Aussage:

In der Jerusalem Post wird aus einer Umfrage berichtet, in der 59% den Rücktritt Olmerts forderten und Benjamin Netanyahu mit Vorsprung der gewünschte Premierminister sein sollte. Shvakim Panorama, eine Sendung von Israel Radio, stellte bei einer repräsentativen Telefon-Umfrage fest, dass 62,8% der israelischen Staatsbürger den Rücktritt Olmerts fordern, 51,5% wollen Neuwahlen. Außerdem finden fast zwei Drittel der Wähler der Arbeitspartei, dass (nach einem Wechsel in der Parteiführung Ende des Monats) keine weitere Beteiligung an der Regierung Olmert mehr erfolgen sollte.

Diese Umfragewerte sehen doch etwas anders aus als in den Nachrichten behauptete Stimmung. Fragt sich also, wo sie ihre Informationen her haben. Oder waren da nur die „richtigen“ Kontaktpersonen vorhanden, die die Stimmung beschrieben – so aus dem Gefühl heraus und ohne Umfragen zu starten, einfach das, was sie und ihr Umfeld so denken?

Einmal mehr ist festzustellen, dass man den Einschätzungen der Medien recht kritisch gegenüber stehen muss. Fakten findet man bei ihnen immer seltener.

3.5.07 21:31


Wer belagert hier wen?

Al-Reuters ist immer bemüht, den Terroristen nach dem Maul zu schreiben. Dazu ändern sie anscheinend sogar ihre Wörterbücher. Es gibt da so ein Wort, das sehr beliebt ist: „Belagerung“. Die Terroristen und ihre Regierungsterroristen lassen es nur so aus sich heraus fließen, wenn sie sich mal wieder darüber beschweren, dass Israel ihnen nicht genug Raum für ihren Terror gibt. Und so hat „Präsident“ Abbas neulich in Kairo auch von ganz vielen Belagerungen der PalAraber durch Israel geredet, nämlich nicht nur von einer einfachen Belagerung, sondern auch von einer finanziellen Belagerung und einer politischen Belagerung.

Richtig interessant wird es dann bei Reuters; die übernehmen den Sprachgebrauch und lassen ihn gerne und überall einfließen, wie ElderofZiyon aufzeigt. Ganz anders, als eine pakistanische Zeitung, die das Wort „Belagerung“ im Zitat des Pali-Chefterroristen in Anführungszeichen setzt und ansonsten von einem Embargo schreibt. Aber was selbst in muslimischen Ländern möglich ist, wird von Reuters schlicht nicht akzeptiert.

Vielleicht sollten man ihnen massenhaft E-Mails, Faxe und Briefe schicken, die ihnen die Definition von „Belagerung“ kenntlich machen:

Belagerung ist eine militärische Taktik, die angewendet wird, um befestigte Anlagen zu erobern, deren Kampfkraft abzunutzen oder zumindest zeitweise zu neutralisieren. Hierbei wird der Ort dergestalt von eigenen Truppen umschlossen, dass möglichst jeder Verkehr zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Belagerungsrings unterbunden wird. Insbesondere soll der Nachschub an Soldaten, Waffen und Nahrung unterbunden werden. Belagerungen sind zumeist mit dem Einsatz von Belagerungsgerät, Artillerie und Sappeuren verbunden. (Wikipedia)

(Es gibt natürlich auch eine Definition im englischsprachigen en Wikipedia, die sollte man für eventuell vorhandene Betonköpfe vielleicht gleich mitschicken, damit sich keiner rausreden kann.)

Einige wichtige Merkmale einer Belagerung fehlen da zum Beispiel im Gazastreifen: Die Befestigungen des Gazastreifens ebenso wie Bemühungen der Israelis ebendiese zu durchbrechen; außerdem wird der Straßen- und Warenverkehr nicht eingestellt, sondern nur zeitweise – und das aus konkreten Anlässen – unterbrochen. Die einzigen, die Anstalten machen an der Grenze etwas zu zerstören, sind die Terroristen. Diese sind es auch, die ständig über die Grenze hinweg auf die anderen schießen. Wenn schon, dann versuchen die Terroristen die Israelis zu belagern. Aber das ist für Reuters sicherlich zu hoch.

2.5.07 16:42


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