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Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Amtlich: 'Jüdische Antisemiten' geht

Jetzt ist es amtlich: Juden können Antisemiten sein. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt entgegen den Behauptungen von Hajo Meyer und seinen Verleger, GRÖVAZ Abraham „Abi“ Melzer, festgestellt, ins Urteil geschrieben und keine Revision zugelassen.

Das ist ein Urteil, das eine Selbstverständlichkeit ausspricht. Nur, dass diese Selbstverständlichkeit seitens der politisch korrekten Prediger der Unfreiheit und der Verleumdung geleugnet wurde. Diese gingen sogar noch weiter; bei uns fing ein gewisser Mümmelmann Möllemann damit an, das publik und „modern“ zu machen. Er verbreitete die „Weisheit“, dass Araber schon deshalb keine Antisemiten sein könnten, weil sie ja selbst Semiten sind.

Diese haarsträubende Erkenntnis zeugte und zeugt entweder von völliger Unkenntnis der Herkunft des Begriffs „Antisemitismus“ oder von böswilliger Ignoranz. Denn dieser Begriff wurde von dem deutschen Wilhelm Marr explizit dazu geprägt, die Juden als (minderwertige) Rasse zu definieren. Die Araber als Semiten in diese spezifische Form des Rassenhasses einzubeziehen, ist also völliger Unsinn.

Aber selbst, wenn man den Begriff auf Teufel komm raus so umdeuten wollte, dass er andere Semiten mit einbezieht, dann ist die Selbstverständlichkeit jetzt gerichtlich festgestellt und damit amtlich: Wenn auch Juden antisemitisch sein können, dann können ja wohl auch andere Semiten antisemitisch sein. Das werden die Halal-Hippies und „Antizionisten“ sicher für ihre eigene Darstellungen und Denkwelten nicht akzeptieren, aber vielleicht nimmt man ihnen etwas Wind aus den Segeln.

Übrigens: Wer bei Wikipedia „Antisemitismus“ eingibt, der wird auf „Judenfeindlichkeit“ umgeleitet, unter der der Antisemitismus mit abgehandelt wird. Erstaunlich allerdings, dass Wilhelm Marr dort nicht einmal erwähnt wird; im Eintrag über Marr wird dessen Isolierung im deutschen politischen Spektrum betont, was wohl dafür herhalten muss, dass die Prägung des Begriffs durch ihn beim Eintrag über Antisemitismus fehlt. Weitere Überraschung: Der Abschnitt „Antisemitismus bis 1945“ hat nur knapp zwei Drittel der Länge des Abschnittes über „Antizionismus“ – wo natürlich der notorische Uri Avnery mit seinen „Friedensvorschlägen“ nicht fehlen darf. Ein jüdischer Antisemit, sauber unter „Antizionismus“ eingeordnet, der auf keinen Fall etwas mit Antisemitismus zu tun hat. Avnery, nicht der Antizionismus. Denn da heißt es: „Antizionismus ist deshalb nicht prinzipiell mit Judenhass gleichzusetzen.“ Dass dafür Arafats Pudel angeführt wird, das ist schon „witzig“.

9.11.07 16:38


Herzallerliebste Rechtfertigungen

Vor ein paar Tagen hatte Henryk M. Broder auf der Achse des Guten ein Antwortschreiben von Martin Kloke an den Verlag 2001 eingestellt, als Letzterer sich beim Kunden „wieder ins Gedächtnis rufen“ wollte. Kloke beklagte darin „krude Schnittmengen mit judenfeindlichen und rechtsextremen Ideologemen“ seitens des Verlages, was er über Veröffentlichungen von antiisraelischen, verschwörungstheoretischen und Büchern eines „Neuen Historikers“ beispielhaft belegte.

Jetzt wehrt sich der Geschäftsführer des Verlags (und Broder hat das wieder eingestellt). Er findet die Vorwürfe „bizarr“ – dem Verlag wie Ilan Pappe gegenüber. Begründung?

Fangen wir mit dem Verlag an: Wir haben viele wichtige Bücher über die Shoa gemacht. Sie ist unvergleichlich. Aber sie führt nicht zum Verbot einer Kritik an der politischen Führung Israles.

Klasse. Wir haben über die Shoa veröffentlicht, dann dürfen wir auch die Verunglimpfung Israels und Lügen über seine Entstehung veröffentlichen. (Nur, dass das ja keine Lügen sind, wie Pappnase Ilan „beweist“.) Wenn das als Begründung reicht Scheiße zu Gold zu erklären, dann habe ich keine Probleme bei meiner Bank ein paar neue Einlagen zu tätigen.

Was Pappe angeht, so beginnt der Herr Geschäftsführer mit dieser Glanzleistung: In dem Buch wird durchaus wissenschaftlich, anhand neuer Quellen, gezeigt, was vor sich ging, als die zionistische Führung die Palästinenser vertrieb.

Welche „neuen Quellen“ sind das? Aber bevor ich darauf eingehe: wissenschaftlich? Der Mann stellt doch mit einen Kollegen von den „neuen Historikern“ sämtliche Prinzipien seiner Wissenschaft auf den Kopf! Für diese „Wissenschaftler“ gilt als Geschichte und historisch nicht das, was damals tatsächlich passierte (Fakten), sondern das, was heute die Araber in und um Israel darüber erzählen (Märchen und Propaganda)! Das haben sie explizit so gesagt! Dieser Aspekt fehlt leider bei der Beschreibung der „Neuen Historier“ in Wikipedia, im Gegensatz (neben der Kritik, dass sie zu sehr von ihrem marxistischen Hintergrund beeinflusst sind) zu ihrem Ansinnen, diese (einzig richtige) arabische Sichtweise aus den israelischen und britischen Dokumenten erkennen zu wollen ohne arabische Quelldokumente zu benutzen (!). Welche Wissenschaftlichkeit kann man an einem solchen Schreiberling und Propagandisten zugestehen?

Was sein Wissenschaftsverständnis angeht, so hat Herr Pappe das besonders deutlich gemacht, als er sich lauthals darüber beschwerte, dass einem Jünger seiner historischen Sicht ein Doktortitel der Universität Haifa aberkannt wurde. Dieser hatte nämlich für seine Dissertation arabische Palästinenser interviewt, um die Gräueltaten der Zionisten 1948 zu dokumentieren – nur, dass diese Interviews ihm nicht genug Stoff gegen den Staat Israel hergaben und er die Verschriftlichung der Interviews fälschte! Das wurde ihm vor Gericht nachgewiesen; dieses ordnete daraufhin die Aberkennung der Dissertation an. Pappnase Ilan kann das nicht verwinden und schreit „Diskriminierung“ und „Betrug“. Wobei er den Betrüger als Betrogenen betrachtet!

Aus ähnlicher Ecke – Interpretation von Dokumenten nach Art der Darstellung der Ereignisse durch heutige Araber von der „Katastrophe“, nach 60 Jahren Indoktrination durch die arabischsprachigen Medien, insbesondere aber durch die Hetze der PA – kommen offensichtlich die „neuen Quellen“ des Ilan Pappe. Wie sonst sollten sich die diametral entgegengesetzten Darstellungen ergeben, die alles „widerlegen“, was zur Gründungszeit des Staates Israel bisher geschrieben wurde? Wie sollten die damaligen Staatsgründer alles unter der Decke haben halten können, was die „neuen Erkenntnisse“ des Ilan Papper ausgiften?

„Heute wissen wir, daß Exekutionen, auch an Frauen und Kindern, das Niederbrennen von Dörfern, die Massenvergewaltigungen, Enteignungen etc. keine Kollateralschäden waren, sondern daß es einen Plan gab, der umgesetzt wurde“, schreibt der Herr Geschäftsführer. Woher „wissen“ „wir“ das? Aus der antisemitischen arabischen Propaganda! Die Herr Pappe und Konsorten als Wissenschaft verkaufen! Weil ein jüdischer „Historiker“ sich diese wüsten Verschwörungen zu eigen macht, müssen sie ja stimmen. Das ist das klassische Beispiel für den jüdischen Kronzeugen, den Hausjuden, den Hampelmann und Alibijuden, der alles andere rechtfertigt, was man gegen die Juden unternimmt.

Weiter fragt der gute Mann: „Warum darf man darüber nicht berichten?“ Das ist die Keule Möllemanns. „Berichten“ tut jeder, aber sobald Kritik daran geäußert wird, ist das Berichten angeblich verboten. Verlogener geht’s kaum, aber es muss unbedingt doch noch eins drauf gesetzt werden:

Im übrigen befolgen Sie, als guter Deutscher, in meinen Augen auch wieder nur eine Obrigkeitsvorgabe, nämlich “Kritisiere nie die Führung Israels, egal wie menschenverachtend sie sich verhält”. Das ist so widersinnig, dass man gar nicht mehr weiß, wie oft man dem Mann seinen Unsinn um die Ohren hauen soll. Es ist die übelste Mümmelmann-Propaganda, gefördert von und genährt von linkem Hass gegen die Wirklichkeit, die wir hier in Deutschland haben. Die Veröffentlichung des Machwerks von Pappe durch diesen Verlag ist der schreiende Gegenbeweis der Behauptung. Weiterhin strafen die Verkaufszahlen von anderen Lügen-Pamphleten wie der „Israel-Lobby“ oder Carters „Israel-Apartheid“-Schinken Herrn Till Tolkemitt Lügen. Wer so vor der Wirklichkeit die Augen, Ohren und den Verstand verschließt, von dem kann man allerdings nicht erwarten, dass er logisch schreibt, geschweige denn handelt.

Lesen Sie das Buch und urteilen Sie selber, bevor Sie uns Antisemitismus vorwerfen“, empfiehlt der große Geschäftsdenker dem Kritiker. Und beweist damit einmal mehr, dass sein Denken "ein wenig" in Schieflage geraten ist. Aus dem Schreiben Klokes geht nirgendwo hervor, dass er dem Verlag Antisemitismus vorwirft. Er hat aufgezeigt, dass von diesem Verlag veröffentlichte Werke von Leuten kommen, die Antisemitisches verbreiten und beim falschen Publikum Applaus finden. Diese zu veröffentlichen, das findet Kloke kritikwürdig. Daraus einen Antisemitismus-Vorwurf gegen den Verlag zu konstruieren, ist – wie drückte der Manager es umgekehrt aus? – „bizarr“. Außer, der Verlag macht die Meinungen und Vorstellungen der Antisemiten zu seinen eigenen. Dann wäre der Vorwurf allerdings unberechtigterweise nicht erhoben. Sollten wir das nicht vielleicht nachholen?

Herr Kloke hat dem Verlag klar gesagt, warum er dort nicht mehr kauft, mehr nicht. Diese Meinung gefällt dem Geschäftsführer nicht. Sie zum Anlass zu nehmen über die mögliche Berechtigung der Kritik einmal nachzudenken, ist nicht drin. Reflexartig werden „Argumente“ (argumentative Keulen!) ausgepackt und zum Besten gegeben, die bei genauerem Hinsehen einfach zu schwachsinnig sind, als dass sie für stichhaltig gelten könnten. Wahrscheinlich aber ist genau das der Grund, weshalb sie immer weiter in Gebrauch bleiben. Was so unteriridsch schwachsinnig ist, das muss schon wieder stimmen. Und Antisemitisches darf schon mal gar nicht mehr antisemitisch genannt werden, wenn es nicht krude neonazistisch daher kommt. Danke für die Lektion!

4.11.07 15:14


Konsequente Verteidiger der Unfreiheit

Sie behaupten allerdings, sie wären die Hüter der Freiheit. Schaun ’mer mal:

Nicht nur Stefanie Galla vom Transatlantik Forum schreibt über Linkgutmenschen-Empörungsprofi Claudia Roth und ihre Hetzkampagne gegen katholische Bischöfe und deren Familienpolitik: „Durchgeknallter, spalterischer Oberfundi aus Augsburg“ mit „Aufrechterhaltung seines vollkommen verkrusteten Familienbildes“ sind die gängigen (noch harmloseren) Geifereien in dieser Sache. Ohne das inhaltlich bewerten zu wollen, stellt Galla völlig zu Recht fest:

Vergleicht man aber Lebensumstände katholischer Frauen mit denen von islamischen, stellt man schnell fest, wo dringender Hilfe für Frauen erforderlich ist.

Vor diesem Hintergrund erstaunt es um so mehr, dass auf der Homepage von Frau Roth in einer Stellungnahme zu den Büchern “Die fremde Braut“ von Necla Kelek, „Ich klage an“ von Ayaan Hirsi Ali und „Große Reise ins Feuer“ von Seyran Ates zu lesen ist, die Vorwürfe der Autorinnen, dass der Islam eine patriarchale und reaktionäre Religion sei, wären gebetsmühlenartig wiederholte Klischees und dass sie daher um eine Versachlichung in der Debatte um den Islam bittet.

Erste Feststellung: Was katholischen Bischöfen verboten wird, ist überhaupt kein Problem bei Muslimen. Katholische Bischöfe sind frauenfeindlich und aus dem Mittelalter, Imame mit Steinzeit-Vorstellungen über Frauen sind Kulturbereicherung. Das ist konsequent – verlogen.

outcutTV schaut auf die “willigen Vollstrecker”:

Ein Fahrzeug mit Anders Gravers (SIOE) und Begleitern [wurde] von vermummten Autonomen mit Eisenstangen angegriffen. Unter den Verletzten befindet sich auch eine 70-jährige Dame. Die Gruppe befand sich, und das ist das Bemerkenswerte, auf dem Weg zu einer Demonstration gegen Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien. Vertreter der Wüstendiktatur befinden sich zur Zeit in Dänemark, um den Dänen Nachhilfe in Toleranz gegenüber Muslimen zu erteilen. Linksfaschisten, die sich auf Marx und Hegel berufen, verteidigen die Sklavenhaltermonarchie gegen Kritik von Menschenrechtlern.

Der Kommentar des Geschehens sagt alles: Die Linken dort, die alles Gute für sich gepachtet haben und anderen gerne vorwerfen Gewalt zu verüben (vor allem Israel und den USA), sind sich nicht zu schade in Parteinahme von Leuten, die alles missachten, was diese Linken angeblich an Werten so hoch halten, Leute gewaltsam davon abzuhalten gegen das unmenschliche Verhalten der Wüstensöhne zu demonstrieren. Einmal mehr wird der einen Seite verwehrt, was die andere Seite für sich beansprucht und bei denen, für die diese anderen Partei ergreifen, selbst nicht einmal ansatzweise bekämen.

Gleich gelagerte Beispiele finden wir bei einer ganzen Reihe von Schwulen (Herrn Tatchet habe ich diesen Monat schon zweimal als unrühmliches Beispiel erwähnt; der grüne Herr Beck treibt es vielleicht sogar noch wilder), die sich über islamkritische Menschen nicht nur aufregen, sondern auch mit übelstem Vokabular herziehen und Partei für die ergreifen, von denen sie im günstigsten Fall inhaftiert würden – die ungünstigeren Fälle sehen etwas fataler aus. Und es ließen sich weitere gleichermaßen Verirrte anführen, die aus dem feministischen Lager kommen, aus dem liberalen, aus den Kirchen...

Wie ist solches Verhalten einzuschätzen? Die Methoden (Diffamierung in den Medien, Einschüchterung bis hin zu Drohungen und tätlichen Angriffen) gegenüber denen mit den ungewünschten Meinungen und Einstellungen, keinerlei Eingehen auf geschweige denn Widerlegung von deren Argumenten – das kennen wir aus dem Faschismus, dem Nationalsozialismus und von den Kommunisten. Sie als faschistisch zu bezeichnen ist also durchaus nicht weit hergeholt, sondern zutreffend (die Kommunisten und die Nazis haben da sehr viel von einander gelernt). Der von outcutTV benutzten Begriff „Linksfaschisten“ passt sogar noch besser.

Was diese Art der faschistoiden Unterdrückung anders Denkender angeht, so hat sie von ihren Vorbildern nicht die oben beschriebene Schizophrenie übernehmen können – die hatten diese Totalitarismen alle nicht. Faschisten/Nazis und Kommunisten haben die, die ihre „Werte“ nicht teilten, brutal bekämpft. Nicht ihre Feinde aufgeteilt in solche, die sie bekämpfen und solche, die sie hätscheln und denen sie sich unterordnen. Aber im Fortschritt der Geschichte wiederholt sich nichts wirklich – Wiederholungen laufen so ab, dass der Irrsinn neue Varianten entwickelt, die schlimmer sind als ihre Vorläufer. Und eine solche Variante erleben wir hier.

24.10.07 14:12


'Bock als Gärtner' ist viel zu harmlos

Da die Achse des Guten nur den englischen Auszug aus einem Artikel im FrontPageMagazine.com bringt, hier noch mal der kurze Hinweis, wie krass bescheuert linke Akademiker sein können:

Die Oxford Union, ein sehr alter Debattierclub, hatte zu einer Diskussion über die Lösung des Nahost-Konflikts geladen, wobei debattiert werden sollte, ob eine Ein-Staaten-Lösung oder eine Zwei-Staaten-Lösung verfolgt werden soll. Dazu gilt die Ein-Staaten-Lösung als die „israelfeindliche“, weil sie in Folge des demographischen Faktors ein fast sofortiges Ende des jüdischen Staates sicher stellt. Ganz klar, dass für diese Option Israelfeinde eintreten, die nichts sehnlicher Wünschen als die Vernichtung dieses Staates.

Anders sollte es – nach normalen Dafürhalten – bei der Zwei-Staaten-Lösung aussehen; da diese den Staat Israel erhält, vielleicht sogar als jüdischen Staat (sofern nicht gefordert wird, dass Israel sämtliche „Flüchtlinge von 1948“ ins Land „zurückkehren“ lässt), sollte man meinen, dass hier Verteidiger des Staates Israel auf dem Podium stehen.

Bei der Oxford Union sind solche Spielregeln anscheinend unüblich. Auf der „antiisraelischen“ Seite standen natürlich Feinde des Staates, bei denen es üblich ist entlang der Linie zu argumentieren, dass ein binationaler Staat keine Alternative für, sondern eine solche zu Israel ist.

Und auf der „pro-Israel-Seite“? Da tummelte sich als erster Peter Tatchet, der neulich auf seiner Al-Quds-Demo in London nichts gelernt hatte: ein Israel hassender, linksextremer Schwulen-Aktivist, der sich noch nie darüber beschwert hat, wie unterdrückt seine sexuell gleich orientierten Muslime in ihren arabischen Heimatländern sind, sich aber schon einmal gegen einen Boykott einer Demonstration für Schwule in Israel aussprach – der einzigen Form des Boykotts Israels, die er nicht akzeptiert. Der war also „pro-Israel“.

Es kommt noch besser und das kann man sich nicht ausdenken: Einer der beiden anderen „pro-Israel-Aktivisten“ war Norman Finkelstein! Im FPM-Artikel schreibt Alan M. Dershowitz, er sei „ein antisemitischer Eiferer, der Israel mit Nazi-Deutschland gleich setzte und sagte er könne sich nicht vorstellen, warum Israels Apologeten beleidigt sind von ihm mit der Gestapo verglichen zu werden“. Ist ja nicht alles: „Finkelstein ist beliebt bei Neonazis wie Ernst Zündel [ob der ein Neonazi ist, müsste man noch feststellen], der Finkelstein zuschreibt ihm bei der Werbung der Holocaust-Leugnung geholfen zu haben. Finkelstein ist außerdem ein offener Unterstützer der Hisbollah, die für die Vernichtung Israels eintritt. Er hat Israel-Unterstützer, einschließlich mir [Dershowitz] ‚Kriegsverbrecher’ genannt.“

Diese selbstverliebte Hassspritze auf die pro-Israel-Seite zu stellen ist die endgültige Verhöhnung des gesunden Menschenverstandes. Aber wo hat der in der Welt der intellektuellen Linkslastigkeit auf Universitätsniveau schon noch einen Platz?

19.10.07 23:13


Entscheidet euch doch endlich mal!

In Großbritannien hat die University College Union (UCU) wieder einmal eine Boykott anvisiert. Dabei will man sich vor allem dem Vorwurf des Antisemitismus wahren. Dazu hat man folgende Formel verbreitet: „Israels 40-jährige Besatzung“ bedeutet, dass „Passivität oder Neutralität inakzeptabel ist und Kritik an Israel kann nicht als antisemitisch konstruiert werden“.

Fantastisch! Und das bestätigen sie dann mit Einträgen auf einer pro-Boykott-Liste, die nichts zu wünschen übrig lässt. Harry’s Place fasst das so zusammen:

Es gab viele Gelegenheiten, bei denen Kritik an Israel rote Linien überschritt, wo der Ton und der Inhalt der Debatte nicht mehr akzeptierbar wurde... Der Staat Israel wurde dämonisiert als das einzige Übel des Planeten; seine jüdischen Einwohner als brutale, militaristische Rassisten charakterisiert; wer ihn unterstützt als blutrünstiger Zionist, der unbarmherzig jede Gelegenheit benutzt das Boykott-Lager mit Vorwürfen des Antisemitismus zu verleumden. Das sagt uns viel über das Selbstbild der Boykotteure. Blind für die echten Befürchtungen ihrer Gegner, stellen sie sich selbst als Mutige hin, die der Macht der zionistischen Lobby Widerstand leisten, als einzige, die auf dem hohen moralischen Boden stehen. Ein paar von ihnen machten sogar auf ihre jüdischen Wurzeln und tragische Familiengeschichten aufmerksam (im Holocaust ermordete Verwandte), um ihren Worten mehr Gewicht zu verleihen; als ob die eigenen Identität als Entschuldigung dienen kann, etwas straflos von sich zu geben.

Eine der Äußerungen in dem (geschlossenen) Forum der UCU war: ‘Ethnic Cleansing of Israeli territory in 1948-9 caused the Palestinian refugee problem’ – Die ethnischen Säuberungen des israelischen Territoriums 1948/49 verursachte das palästinensischen Flüchtlingsproblem.

Abgesehen von der ungeheuren Lüge, die hier zur Tatsache hoch stilisiert wird: Was müssen die Juden/Israelis doch für Stümper sein! Da machen sie ethnische Säuberungen – und dann bleiben genug von den Gesäuberten übrig, dass heute gut 20% der Bevölkerung Israels Araber sind? „Palästinenser“? Wie passt das zu der abgefeimten Hinterhältigkeit derselben Juden, die die „Palästinenser“ unterdrücken, besetzen und vernichten? Die sich geschickt und trickreich durch die Weltgeschichte mogeln, damit ihre Verbrechen keine Konsequenzen haben? Was sind sie nun? Idiotische Stümper oder die allglatten Betrüger und Verbrecher? Beides geht nicht.

Was hat darüber hinaus 1948/49 mit der „40-jährigen Besatzung“ zu tun, auf die das Forum abhebt?

Was für eine Argumentation zum Beispiel das hier: Ich versuche nicht zusagen, dass israelisches Handeln im Gazastreifen dasselbe ist wie das der Nazis in Warschau oder Lodz vor 1942; was ich aufzeige, ist, dass der Prozess der Erniedrigung, Verelendung und Entmenschlichung, die Verweigerung der normalen Würde des menschlichen Lebens in Gaza, die die Schatten und Schattierungen der Ghettos zum Leben erwecken, von denen wir dachten, wir hätten sie 1945 hinter uns gelassen.

Mit anderen Worten: „Ich will ja nicht sagen, dass...“ – um genau das zu sagen, was ja angeblich nicht gesagt werden sollte.

Was also wollen die Boykotteure?

Sie wollen unabhängig von allen Fakten bestimmen, was wahr ist. So auch in Sachen Universitäten: Mein Vorwurf an die israelischen akademischen Institutionen ist, dass sie darin versagt haben wirklich nützliches Wissen zu produzieren und darüber hinaus dem israelischen Staat halfen Palästina zu kolonisieren und zu besetzen. Ausgerechnet die „akademischen Institutionen“! Die, wo die antiisraelischen bis antisemitischen Israelis der Marke Mosche Zimmermann und Ilan Pappe großen Einfluss haben und lehren, dass Israel grausam ist? Deren „neue Historiker“ Geschichtsfälschung betreiben, weil für sie nicht Fakten, sondern die heutige Darstellung seitens der Araber als Geschichte und Wirklichkeit zu gelten haben? Die Orte, wo die boshafteste Kritik am ganzen Staat an sich geübt wird, wo der Staat untergraben wird, ausgerechnet dort verorten UCU-Schwadronierer die Stütze des Staates?

Es spricht Bände, dass diese Leute solchen Schwachsinn von sich geben. Dass sie nicht in der Lage sind Fakten zu sehen. So haben sie sich entschieden Lügen für wahr zu erklären, Boshaftigkeit eine Tugend zu nennen, Hass und Gewalt zu rechtfertigen und Selbstverteidigung als Aggression zu bezeichnen. Und heraus kommt: Israel hat kein Recht zu existieren und sein Volk muss erobert, zum Teil ausgewiesen und von Besatzung misshandelt werden.

Was sie nicht entschieden haben: Sind die (jüdischen) Israelis nun Stümper oder übermenschlich intelligente Verbrecher? Als solche bezeichnen sie sie nach Bedarf, was gerade gebraucht wird. Und das jeweils andere wird dann gerade mal ausgeblendet. Aber wehe, man weist sie auf diese Widersprüche hin. Schon gar nicht darauf, dass sie selbst der lebende Beweis dafür sind, dass ihre Vorwürfe im Großen und Ganzen nicht stimmen – vor allem der, dass die jüdische Lobby/pro-Israel-Lobby die freie Meinungsäußerung unterdrückt und die Unterstützer der Palästinenser zum Schweigen gebracht werden sollen.

14.10.07 10:29


Mythenfabrikanten für Nahost

Barry Rubin, Global Research in International Affairs, 19. September 2007

Die Leute drohen nicht oft von Angesicht zu Angesicht mir mit Mord. Aber Alexis Debat, der Direktor des Terrorismus-Programms am Nixon Center und Berater von ABC News tat es im Frühjahr 2007.

Warum genau, ist mir bis heute nicht klar, aber es schien Teil eines Musters bizarrer Instabilität zu sein, die er ausstrahlte. Ich hatte nie zuvor jemanden getroffen, der mir offensichtlicher als Fabulierer erschien. Nach dreißig Jahren Studium des Nahen Ostens war es für mich allerdings nicht überraschend, solche Leute zu treffen. Die Region ist voll von ihnen, selbst in den höchsten politischen und intellektuellen Kreisen; und sie sind alles andere als im Studienfeld dieses Themas im Westen abwesend.

Ich traf Debat, weil Robert Leiken darauf bestand, ein ehemaliger Mittelamerika-Experte, der sich schnell zum Experten für Einwanderung und dann für den Islam ernannte; das war auch am Nixon Center. Es war in der Zeit, bevor Leiden entschied, dass die Muslimbruderschaft eine moderate demokratische Gruppe sei, die von der US-Politik eingebunden werden sollte. Sie müssen Debat treffen, darauf bestand er. Und es war klar, dass dieser Typ sein Guru war und einen starken Einfluss auf ihn hatte.

Beim Mittagessen redete Debat ewig lange über seine Insider-Verbindungen zum Terrorismus und seinen Schlüsselfiguren und lieferte eine Menge Details. Natürlich konnte niemand diese Details bestätigten, was bedeutete, dass ihm frei gestellt war sie zu erfinden. Ich wandte das alte arabische Sprichwort an: „Wie erkennst du, dass es eine Lüge ist? Weil sie so groß ist.“ Seine Behauptungen waren einfach zu gut, um wahr zu sein. Und sein Geprahle, er habe mit dem französischen Geheimdienst gearbeitet, ließ mein Misstrauen nur wachsen, denn diese Organisation ist bekannt für ihre Tendenz, sagen wir, ein wenig zu enthusiastisch in ihren Ansprüchen zu sein fabelhafte Insider-Informationen zu haben.

Vielleicht machte ich meinen Gefühlen etwas zu deutlich klar, denn als wir das Restaurant verließen, bestand Debat darauf mich zur U-Bahn zu begleiten. Und dort, an der Ecke zur Q Street, sagte er: „Ich bin ein großer Bewunderer ihres Werks. Eines Tages könnte ich vielleicht die große Ehre haben Sie zu töten.“

„Was haben Sie da gesagt?“, fragte ich erstaunt. Er war ein wenig aufgeregt, bestritt aber nicht, was er gesagt hatte. Ich fragte ihn, ob er mir drohe, aber er lächelte nur, um mich wissen zu lassen, dass seine Botschaft angekommen war.

Ich nahm das nicht als wirkliche Drohung wahr, dass er irgendetwas unternehmen würde. Jahre des Umgangs mit Revolutionären, Terroristen, Soldaten und allgemein Menschen, die Waffen trugen und Gewalttaten verübten, haben mich gelehrt zwischen wirklichen potenziellen Killern und Großmäulern zu unterscheiden. Doch dies war ganz klar jemand, dem man aus dem Weg gehen und dem man kein Vertrauen schenken sollte.

Es erinnerte mich an einen Vorfall von vor dreißig Jahren. Auf verschiedenen Nahoststudien-Treffen erschien ein Typ, der sagte, es sei vom „Armee-Geheimdienst“ und das er alle möglichen internen Dokumente über die Entscheidungen der neuen revolutionären Führung im Iran habe. Er zog bei solchen Veranstaltungen große Zuhörerschaften an und wurde von einem führenden Iran-Experten zu einem Elite-Seminar eingeladen, wo der Professor erklärte, der Mann sei ein großer Experte.

Ein wenig Nachforschung durch einen Gruppe von Leuten, zu denen auch ich gehörte, entdeckte, dass er ein einfacher Soldat bei einer Feldnachrichten-Einheit war – ohne Zugang zu politischen Informationen auf hoher Ebene der Art, wie er sie fabrizierte. Einer meiner Kollegen griff ein, damit eine große Universität ihn nicht einstellte. Der Mann bekannt eine Stelle an einer kleineren Schule.

Schwindler, die unter psychologischen Problemen, Gier, Ambitionen leiden und oft eine politische Agenda haben, sind nichts Ungewöhnliches, wenn es um das Studium und Schreiben über den Nahen Osten geht. Das liegt teilweise an der Bedeutung der Region und teilweise an der Tatsache, dass man offenbar mit allem davon kommen kann.

Die Regeln der Logik gelten für eine Region nicht, wo Terroristen von Zauberhand in Freiheitskämpfer verwandelt werden; Antiamerikanismus wird vertuscht oder wegerklärt; in Arabisch oder Persisch wird das eine gesagt, auf Englisch das Gegenteil; Verschwörungstheorien grassieren und erwerben selbst in den höchsten Kreisen amerikanischer Intellektueller und Verleger Glaubwürdigkeit; und so weiter.

Es handelt sich hier um ein Thema, wo völlig unqualifizierte Leute wie Leiken und Debat eine große Kampagne durchführen können, um die amerikanische Politik gegenüber der Muslimbruderschaft umzukehren und sogar US-Regierungsaufträge bekommen können, um das zu erledigen. In Universitäten in den Vereinigten Staaten werden heute viele Kurse zum Nahen Osten gelehrt, als würden sie an der Universität von Damaskus oder Teheran gehalten – von Leuten, die dieselben Ideologien vertreten.

Tatsächlich war der größte zeitgenössische Guru dieser Schule, Edward Said, eine gigantische Fälschung. Und was spricht deutlicher, als dass, als einige seiner autobiographischen Lügen aufgedeckt wurden, die Angriffe sich gegen den Forscher richteten, der diese Informationen veröffentlichte, und nicht gegen den der sie fabrizierte?

Die Arbeiten von Walt und Mearsheimer haben ungefähr so viel mit der tatsächlichen Gestaltung der US-Außenpolitik gemein wie die Idee, dass die amerikanische Regierung die Anschläge vom 11. September selbst ausgeführt hat, die Sonne um die Erde kreist oder die Welt eine Scheibe ist.

Yassir Arafat, der selbst ein Schwindler erster Güte ist, erzählte einmal einem arabischen Führer, der sich über seine Fantasien beschwerte, dass, wenn er bereit ist für Palästina zu sterben, er mit Sicherheit bereit ist für Palästina zu lügen.

Allerdings soll es Überprüfungmöglichkeiten zu solchem Verhalten geben. Zwei der wichtigsten sind Universitäten und die Medien. Wenn allerdings große Teile in beiden dazu über gegangen sind, faktisch Märchen zu erfinden oder, was wahrscheinlicher ist, analytisch Märchen zu erfinden, wer wird uns dann davor schützen, dass Lügen, Wahnsinn und antidemokratische Kräfte in unser Leben eindringen? Nichts sagt das besser als Woody Guthries „Ballad of Pretty Boy Floyd“:

„Yes, as through this world I’ve wandered
I’ve seen lots of funny men;
Some will rob you with a six-gun,
And some with a fountain pen.”

(Ja, während ich durch diese Welt wanderte,
habe ich jede Menge lustige Männer gesehen;
einige werden dich mit einem Revolver ausrauben
und einige mit einem Füllfederhalter.)

29.9.07 16:31


Tun wir ihm was Gutes...?

Einer der schlimmsten jüdischen Hetzer gegen die Juden hat den Stuhl vor die Tür gesetzt bekommen. Natürlich meckert er und schimpft wie ein Rohrspatz. Ehrliche Menschen sind angesichts seines Rauswurfs erleichtert. Und dann gibt es noch nette Leute, die sich um sein Liebesleben sorgen. So wie die Leute von Arutz-7:


Kontaktanzeige für Norman Finkelstein

Back to Sanity, 4. September 2007

Lasst uns helfen, dass Norman, der Neo-N., ein Date bekommt!

Wie Sie wissen wird Norman Finkelstein aus der DePaul University in Chicago geworfen. Er wurde früher schon aus Lehrtätigkeiten am Hunter College und an der NYU in New York entlassen. Finkelstein war der führende akademische Neonazi Nordamerikas; er machte Karriere damit Holocaust-Überlebende zu verhöhnen und zu verleumden. Er verbrachte außerdem Jahre damit der Hisbollah zuzujubeln, besonders wenn diese Raketen auf jüdische Kinder verschoss. Seine größte Gelehrten-Leistung war die Veröffentlichung einer von einem brasilianischen Neonazi gemachten Karikatur, die Alan Dershowitz zeigt, wie er masturbiert, während libanesische Kinder umgebracht werden.

Die DePaul-Universität verweigerte ihm nicht nur die Professur, sondern verbot ihm auch im kommenden Jahr (dem letzten seines Vertrages) zu lehren und warf ihn aus seinem Büro. Finkelstein Wutanfall und kündigte an in einen Hungerstreik zu treten (mag er auch ein Jahr andauern!) und seine „Juden raus“-Lektionen in der öffentlichen Bibliothek zu halten. Zwischenzeitlich will ein Kontingent Antisemiten nach DePaul kommen, um ihre Unterstützung für Herrn Finkie zu zeigen; zu diesen gehören der stalinistische Sprecher der Roten Khmer Noam Chomsky, Walt „die jüdischen Kabbalisten kontrollieren die Welt“ Mearsheimer, Braunhemd Tony Judt, Jihadnik Tariq Ali und natürlich Neve Gordon, Finks Antiisrael-Groupie von der Ben Gurion-Universität.

Schön und gut, aber zwischen all dem versteckt ist die Tatsache, dass Finkelstein Junggeselle ist. Er hat nie geheiratet. Vielleicht hat er darauf gezählt, selbst 72 Jungfrauen zu bekommen. Gibt es da nicht einen Film über eine 53-jährige Neonazi-Jungfrau, die versucht ein Date zu bekommen?

Wie auch immer, jetzt, wo er eine Menge Zeit zur Verfügung hat, dachten wir, wir helfen ihm, indem wir eine Kontaktanzeige entwerfen, damit er ein paar Dates bekommt. Es geht los:

“53-jähriger, arbeitsloser Ex-Lehrkörper und Junggeselle, nie verheiratet, wegen vollständigen Fehlens ernsthafter Gelehrtentätigkeit aus einer Reihe akademischer Lehraufträge gefeuert, ohne Aussicht auf neuen Job, allgemein als Holocaust-Leugner angesehen, bei Terroristen aller Art beliebt, zu dessen Hauptarbeitsfertigkeiten die Fähigkeit Frikadellen umzudrehen gehört, mit Empfehlungsschreiben von Noam Chomsky und Avi Shlaim, in der Lage obszöne Grußkarten für alle möglichen Gelegenheiten zu entwerfen, verbreitet politische Meinungen, die Alexander Cockburn und der Präsident des Iran gut heißen,
sucht weibliche Person jeglicher Größe oder Form, die bereit ist still zu sitzen und mir zu erlauben sie über die verdammten Juden verdammten Juden zu belehren; sie darf Alan Dershowitz nicht leiden können und muss bereit sein mit mir in den Iran und nach Syrien zu reisen, darf meinen Ernst Zündel- und David Irving-Postern im Schlafzimmer widersprechen. Hausfrauliche Fertigkeiten sind ein Plus, Hakenkreuz-Tätowierungen kein Problem. Abtörnend: Juden, Dekan Suchar. Törnt mich an: Terroristen.

6.9.07 21:29


Links-amerikanischer Wahn

Seit Jahren – eigentlich fast seit Amtsantritt von George W. Bush – bekommen wir den Untergang der amerikanischen Demokratie als Tatsache vorgesetzt. Die USA sind zur Diktatur verkommen, Demokratie gibt es nicht mehr und das Volk wird von der eigenen Regierung bedroht, weil ihm alle Freiheiten genommen werden – wenn nicht sogar die eigene Bevölkerung direkt von Bush & Co. insgeheim schon umgebracht wird. Auf jeden Fall ist es so, dass die USA heute eine bösartige Theokratie ist, schlimmer als der Iran oder jeder andere Despoten-Staat (außer Israel). Amerika steht jedenfalls kurz vor dem Untergang.

Dass die, die das behaupten, dies überhaupt tun können, zeigt, wie schwachsinnig ihre Darstellung der angeblichen Wirklichkeit ist. Das hinter Leute linke Milliardäre und verhinderte Politiker, Medienmacher und Akademiker nicht daran, die Tirade immer neu aufzukochen und mit neuem Blödsinn zu „untermauern“. Dabei ist nichts dumm genug, um es Bush et al anzuhängen und nichts ist abstrus genug, um es zu behaupten, dass es statt finden wird. Und so ist die neueste Masche – entlang der Behauptung, dass Israel nur aus dem Gazastreifen abzog, um die Westbank ethnisch zu säubern – die, dass man erklärt Terror-Schutzübungen dienten in Wirklichkeit dazu einen wirklichen Anschlag auszuführen, um ihn den Terroristen in die Schuhe zu schieben und so nach dem Beispiel des Senders Gleiwitz am 31.8./1.9.1939 den nächsten Krieg vom Zaun zu brechen – mit dem Unterschied, dass Hitler ein paar „Verbrecher“ als Leichen hinlegen ließ, während die Neocons gleich ein paar Tausend Amerikaner über die Klinge springen lassen wollen. Weshalb das US-Regime mindestens mit den Nazis gleichzusetzen ist, sollte es nicht gar schlimmer sein. (Und „Europa“ übernimmt das liebend gerne.)

Den Wahn dieser Leute hat Joseph Farah vom WorldNetDaily.com dokumentiert:

Neue Atomübung löst Angst vor Verschwörung aus

Von Soros gestützte Medienorgane warnen vor Komplott zur Einführung des Kriegsrechts

Joseph Farah
WorldNetDaily.com, 19. August 2007

Eine militärische Übung zur Verbesserung der Landessicherheit der USA für den Fall eines atomaren terroristischen Anschlags hat dazu geführt, dass einige von Milliardär George Soros finanzierte Offizielle und Medienorgane warnen, es könne eine „falsche Flagge-Operation“ sein, die zur Detonation eines atomaren Sprengsatzes führen könnte, die die Bühne für das Kriegsrecht bereiten soll.

Die Übung ist Teil des „Noble Resolve“-Programms des U.S. Joint Forces Command und soll von morgen [Montag, 20.08.07] bis Freitag in Portland (Oregon) statt finden. Wie frühere Übungen gehört dazu die Koordination mit örtlichen Beamten bei einem angenommenen Atomanschlag.

Die Serie der „Noble Resolve“-Experimente begann am 23. April in Suffolk (Virginia). Sie sind Nachfolgeübungen zu einer ähnlichen Serie von Übungen aus dem Jahr 2006, die „Urban Resolve“ genannt wurde.

Die Übungen bringen JFCOM, das Northern Command, das Ministerium für Heimatsicherheit und Beamte von Staat und Stadt zusammen, um Modelle für Antworten auf atomare terroristische Anschläge zu finden.

Während der Experimente, die weit gehend anhand von Computermodellen ablaufen, explodiert in der Simulation die „Bombe“. „Noble Resolve“ strebt nach Angaben der Planer an Prozesse für die Interaktion von lokalen, Bundesstaats-, nationalen und internationalen Offiziellen zu schaffen.

Im April fand in Virginia eine ähnliche „Noble Resove“-Übung statt.

Doch trotz des vergleichbaren Falls schlagen einige von Soros unterstützte Offizielle und die IndyMedia-Organisation Alarm – wobei sie sogar behaupten, dass bei einer ähnlichen Übung Präsident Bush die Zerstörung des World Trade Center am 11. September 2001 befahl und die Schuld radikal-islamischen Terroristen zuschob.

In NewOrleans.IndyMedia.org schreibt Captain Erich H. May, Militärkorrespondent der Agentur, und stellt die folgende Frage zur Übung in Portland: „Was aber, wenn sie sich entscheiden eine echte Bombe zu benutzen, statt sie zu simulieren?“

„Ein Falscher-Alarm-Anschlag ist einer, bei dem man das eigene Volk angreift und dann eine Gruppe von Leuten beschuldigt, die man angreifen will“, schrieb May. „Das ist eine radikale List, um sofortigen Hass zu schaffen. Historisch gesprochen ist das üblich, von ganz früh in der Vorzeit bis in die Moderne.“

May gab folgende Beispiele:

  • Der römische Kaiser Nero brannte Rom ab und machte dann die aufkommende Christenheit dafür verantwortlich
  • Der deutsche Führer Hitler brannte den Reichstag ab und machte dann die kommunistischen Juden dafür verantwortlich.
  • Der amerikanische Präsident Bush schleifte das World Trade Center und machte dann den radikalen Islam dafür verantwortlich.
Die Nervosität in Portland veranlasste – nach Angaben von May – den Abgeordneten Peter DeFazio (Demokrat aus Oregon) die Bush-Administration wegen der präsidialen Direktive 51 zur nationalen Sicherheit in die Mangel zu nehmen (erstmals bei WND berichtet), die die Exekutive autorisiert im Fall eines nationalen Notstandes außergewöhnliche Macht auszuüben.

„Vielleicht haben die Leute, die glauben, dass es dort eine Verschwörungstheorie gibt, recht“, sagte DeFazio dem Portland Oregonian. DeFazio, Mitglied des Heimatschutz-Ausschuss des Repräsentantenhauses, sagte, ihm sei die Gelegenheit verweigert worden geheime Dokumente zu untersuchen, die mit der Direktive 51 in Zusammenhang stehen.

„In dieser Phase des Bush-Regimes und seines vom Terror getriebenen globalen Krieges ist eine Verschwörungstheorie nicht beschämend, denn sie ist die einzige Theorie, die beständige, zusammenhängende Antworten auf unsere zunehmend geheime Regierung und ihre Terror-Politik“, schrieb May.

Inzwischen wirft Portlands Version von IndyMedia sogar weitere Besorgnisse zu den bevorstehenden Übungen auf. „Es hat wachsende Sorgen über die Schein- bzw. simulierten Vorgänge (antomarer Anschlag und Kriegsrecht) gegeben, die in Portland, Oregon von der Emergency Management Agency (FEMA) und anderen Regierungsinstitutionen statt finden sollen und jetzt Operation Noble Resolve genannt werden“, berichtet die Agentur in einem Artikel mit der Schlagzeile „Keine Atombombe auf Portland“. „Dieses Probe-Ereignis hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass mancher befürchtet dass in Portland in den Monaten August und September das Kriegsrecht Gültigkeit erhält, aber neuere Informationen haben Sorgen über schlimmere Ängste ausgelöst.“

In der Fortsetzung spekuliert der Artikel dann über einen tatsächlichen atomaren Anschlag der US-Regierung während der Übung spekuliert. Dann wird behauptet, dass die Anschläge vom 11.9.2001 eine Falscher-Alarm-Operation war und man drängt diejenigen, die für die Übung eingestellt wurden oder als Freiwillige daran teilnehmen, dass sie ihre Teilnahme verweigern. „Warum an einer Simulation teilnehmen, die einen Angriff auf die USA von außen annimmt, wenn es mehr interne Bedrohungen von Feinden der Demokratie aus dem Inneren zu geben scheint?“, fragt der Artikel.

Abgesehen von großzügigen Geldgaben von Soros hat IndyMedia.org auch Unterstützung von Teresa Heinz Kerrys Tides Foundation erhalten. Die Ford Foundation hat ebenfalls Unterstützung angeboten. Auch Ralph Naders Organisation Public Citizen unterstützt IndyMedia.org.

Als der Football-Star Pat Tillman in Afghanistan getötet wurde [er hatte nach 9/11 seine Karriere aufgegeben und war den Marines beigetreten], stellte die Portlander Abteilung von IndyMedia.org die Nachricht von Tillmans Tod in Begleitung dieser Schlagzeile ins Internet: „Blöder Enthusiast in Afghanistan getötet“

Nach Angaben ihrer Website ist „Indymedia ein Kollektiv unabhängiger Medienorganisationen und Hunderter von Journalisten, das nicht an Firmen gebundene Berichterstattung von der Basis bietet. Indymedia ist ein demokratisches Medienorgan für die Schaffung radikaler, genauer und leidenschaftliche Erzählung der Wahrheit.“ Es betreibt Internetseiten in 50 großen amerikanischen Märkten, fünf Ablegern in Afrika, 13 in Kanada, 39 in Europa, 15 in Lateinamerika, 8 in Asien und 9 in Ozeanien.

Angesichts der Angstmach-Stories sprach sich der Portland Oregonian in einem Editorial für die Übung aus und viele örtliche Beamte nehmen an ihr teil, weil sie glauben, dass es notwendig ist sich auf ein Worst-Case-Szenario vorzubereiten. Ein Experte zu atomarem Terror sagte Anfang des Jahres, die Chancen einer Detonation in den USA im nächsten Jahrzehnt stünden bei 50 Prozent. Zur gleichen Zeit sagte auch Vizepräsident Dick Cheney, dass die Bedrohung durch atomaren Terrorismus sehr real ist.

„Tatsache ist, dass die Drohung eines neuen 9/11 für die USA durch eine Gruppe Terroristen mitten in einer unserer Städte, die nicht mit Flugscheinen und Teppichmessern, sondern mit einer Atomwaffe bewaffnet ist, ist die größte Bedrohung, der wir uns gegenüber sehen“, sagte er. „Das ist eine sehr reale Bedrohung. Es ist etwas, über das wir uns täglich sorgen und das wir täglich zurückschlagen müssen.“

Inzwischen ist die ausführlichste Studie über die Auswirkungen eines solchen Anschlags zu den Schluss gekommen, dass die USA erbärmlich schlecht darauf vorbereitet sind, insbesondere, wenn sich das Geschehen in einem wichtigen Bevölkerungszentrum ereignet.

20.8.07 21:16


Echt krank

Der Arme! Michael Moore wird von US-Behörden verfolgt!

Grund: Der Doku-Lügner ja einen neuen Film gemacht, „SiCKO“. Darin will er zeigen, wie verrottet, ungerecht und furchtbar das amerikanische Gesundheitssystem ist. Gut, da ist er ja nicht der einzige, der solche Ansichten vertritt. Andere aber nehmen sich nicht 10 Rettungskräfte, die gesundheitlich unter den Folgen des 11.9.2001 leiden, und fliegen mit denen nach Kuba, um sie dort behandeln zu lassen – und das kubanische Gesundheitssystem als vorbildlich hinzustellen.

Auch vom amerikanischen Boykott und der kompletten Abschottung Kubas (so weit man das so nennen kann, denn die Amerikaner verhindern für andere als US-Staatsbürger gar nichts) kann man halten, was man will. Wenn man aber als Amerikaner dort hin geht, um den USA zu zeigen, was für ein Scheißstaat sie sind, dann muss man sich nicht wundern, wenn die US-Behörden wegen der Verstöße gegen US-Gesetze ermitteln.

Michael Moore stellt sich jetzt also als der Verfolgte dar, der Unterdrückte. Und Bush ist schuld. Das wird gut ankommen in Cannes, wo er in den nächsten Tagen seinen Bilderstreifen vorstellt. Dumm nur, dass die Leute vermutlich völlig ignorieren, was es an sonstigen Informationen über das kubanische Gesundheitswesen gibt. Ein paar Schnipsel findet man (auf Englisch) hier und hier.
Dass ihn Castros Manipulatoren als Propagandamittel nutzen könnten und ihm reichlich vorspielen, was jenseits der Normalität ist, das kommt dem Dokumentator natürlich nicht in den Sinn. Außer Bush und den Republikanern gibt es keine Lügner!

Richtig lustig dürfte eine Dokumentation der Hilfsbereitschaft Kubas für Moore werden. Dort wird nämlich „die Zensur des Dokumentarfilmers Michael Moore“ durch die USA beklagt:

Die Tageszeitung der kommunistischen Partei, Gramna, nannte die Reise- und Handelssanktionen „ein Verbrechen, das Leben gekostet hat und schwer wiegende Folgen für die Einwohner der Insel wie auch Amerikaner hatte... Jede Ähnlichkeit zum McCarthyismus ist kein Zufall...“ Dass die US-Regierung gegen Moore vorgeht, „bestätigt die imperialistische Philosophie der Zensur“ durch amerikanische Beamte.

Jawoll, die bösen USA zensieren ungerechtfertigt. So etwas gibt es in Kuba nicht! Huch, gibt’s. Ach nein, das ist ja gerechtfertigt. Denn die Zensierten und Inhaftierten haben es gewagt abweichende Meinungen zu veröffentlichen. Und die Staatsmeinung Kubas ist die, die überall frei sein muss, ungehindert und unzensiert. Alle anderen sind frei sich zensieren lassen zu müssen.

Dass Sicko Moore – wieder einmal – seine Verbündeten dort sucht und findet, wo Menschenrechte außer Kraft sind, Freiheit ein Schimpfwort ist, Lügen zur Staatsdoktrin erhoben werden und der Staat an sich übelst vor die Wand gefahren wurde, spricht Bände darüber, wer er ist und dass krank nicht so sehr die USA sind, sondern der Doku-Lügner selbst.

13.5.07 12:14


Wettlauf um die Eselsmütze

Unter der Überschrift „The Fools on the Hill“ (Die Dummen auf dem Hügel, kann auch mit Die Hofnarren auf dem Hügel übersetzt werden) hat Henryk M. Broder einen englischen Text über eine Podiumsdiskussion zwischen Uri Avnery und Ilan Pappe auf der Achse des Guten eingestellt.

Die beiden Linksausleger streiten sich. Nicht darüber, wie sich Israel dem palästinensischen Terrorismus ergeben soll, sondern darüber, was als Begründung angeführt werden muss. Die beiden Herren haben nämlich grundsätzliche Probleme.

Ilan Pappe redet am liebsten über die „ethnischen Säuberungen“ von 1948. Er ist einer der „Neuen Historiker“, die sich so gerne mit diesem Thema beschäftigen. Pappe ist der Meinung, dass die Verbrechen von 1948 wieder gut gemacht werden müssen. Darauf basiert sein Konzept der Aussöhnung mit den Palästinensern.
Problematisch ist dabei nur, wie Pappe und die „Neuen Historiker“ diese „Verbrechen von 1948“ definieren: Für sie ist Wahrheit, was die Palästinenser heute über den israelischen Unabhängigkeitskrieg erzählen, nicht was damals tatsächlich passiert ist. Wer so einen Völkermord und ethnische Säuberungen konstruiert, ist natürlich prädestiniert für den Preis die Eselsmütze zu erhalten. Darüber hinaus glaubt Pappe nicht, dass „die Siedlungen“ rückgängig gemacht werden können und strebt daher eine Einstaaten-Lösung an.

Anders als Pappe hält Avnery die Ergebnisse des Krieges von 1948 nicht für umkehrbar, so sehr er auch die „Verbrechen Israels“ beklagt und anprangert. Er will die Ungerechtigkeiten von 1967 ungeschehen machen. Und damit meint er garantiert nicht die Kriegsdrohungen und –handlungen (Sperrung der Straße von Tiran), den Aufmarsch der Ägypter samt Rauswurf der amerikanischen Truppen aus dem Sinai oder das Eingreifen der Jordanier. Auch nicht den bis dahin 19 Jahre andauernden Beschuss Galiläas durch Syrien. Er meint vor allem die jüdischen Siedlungen, die Israel aufgeben soll, auch ohne im Gegenzug wenigstens leere Worte vom Frieden zu erhalten. Natürlich muss Israel „entschädigen“. So können zwei Staaten entstehen, die schiedlich-friedlich neben- und miteinander leben.

Und so streiten die beiden Herren darüber, ob es einen (Pappe) oder zwei (Avnery) Staaten in „Palästina“ geben soll. Und sind sich einig darin, dass palästinensischer Terror gerechtfertigt ist, dass die Israelis die Bösen sind – und dass der Frieden ausbricht, wenn Israel einfach nur klein bei gibt und aufhört sich gegen seine Vernichtung zu wehren.

Dass das ein Friedhofsfrieden sein wird, glauben beide nicht. Sie glauben, was ihnen die Palästinenser über die Vergangenheit vorlügen; was die Terroristen über die Zukunft sagen, glauben sie nicht.

Wie wär’s, wenn die zwei Typen sich die Eselskappe teilen? Gibt es eine, die groß genug für beide ist?

12.5.07 22:54


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