HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Mark Twain

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Es gibt, so scheint es, nur eine Antwort: Aus dem Nationalsozialismus habt ihr nichts gelernt. Statt zu lernen, dass das Boese bekaempft werden muss, habt ihr gelernt, dass es boese ist zu kaempfen.
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Political Correctness ist geistiges AIDS. Tragt ein intellektuelles Kondom. Nutzt die Blogosphaere.
Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Nachdenkliches

Stoff für’s Hirn

Wie n-tv.de meldet, will Malaysia gemeinsam mit dem Iran und der Türkei ein „islamisches Auto“ bauen. Claudio Casula vom Spirit of Entebbe hat schon “Informationen” über die Karre!

Was von der „Gegenüberstellung“ der „westlichen Lebensart gegen Scharia“ zu halten ist, hat Gideon Böss in seinem Fuchsbau ein wenig genauer abgehandelt.

Letztens habe ich mich irgendwo darüber ausgelassen, dass sich die, die an einem gemeinsamen Ziel arbeiten sollten, sich so gerne gegenseitig ans Bein pinkeln und madig machen. Ähnlich beklagenswert findet das offensichtlich „Sir Winston“ von der Gegenstimme.

Das politisch inkorrekte Wörterbuch ist um den Begriff Plötzliches Jihad-Syndrom erweitert worden. Und dazu gibt es noch das Bionade-Biedermeier.

18.11.07 23:39


Die riesige nichtjüdische Verschwörung

ElderofZiyon, 6. November 2007

Nachdem ich hörte, wie ein britischer Professor eine gehässige Hetze darüber los ließ, wie die Juden die Medien in den USA kontrollieren, entschied sich Carol Gould, dem nachzugehen:

Wenn man akzeptiert, dass die Sulzbergers Espikopale sind, kann man sie als „jüdische“ Kontrolleure der New York Times ausschließen. Die Knight Ridder-Gruppe kontrolliert viele Zeitungen. Betty Scripps, die eine treue Anhängerin meiner örtlichen Washington National Opera-Kompanie ist, ist nicht gerade eine Hadassah-Lady. Das mächtige Scripps Howard-Reich, das vor einem Jahrhundert an der Seite der Cowles-Dynastie zu Ruhm kam, kontrolliert immer noch zahlreiche Organe. Namen wie Gannett, Robinson und McClatchey dominieren andere Medien-Reiche, genauso Sumner Redstone von Viacom und Boisfueillet Jones von der Washington Post. Dann gibt es das Southern Tennant-Bryan-Reich. Fügen Sie zu diesem Mix noch Ted Turner, Murdoch, Dow Jones, Luce und Hearst hinzu, dann kann ich keine jüdische Verschwörung erkennen.

Katie Couric, Brian Williams and Charles Gibson sind die drei Schwergewichte der Netzwerk-Nachrichtensprecher und ich kann mich nicht erinnern, dass Zeit meines Lebens je ein Jude auf einem solchen Stuhl gesessen hätte. Peter Jennigs war ein heftiger Kritiker der israelischen Politik und sorgte dafür, dass das in seinen Berichten bei ABC auch durchkam. Über Israel wird im amerikanischen Fernsehen unendlich weniger stark berichtet als in den britischen Medien, aber wenn, dann wird oft mit kritischem Auge über den Staat berichtet, ganz besonders von CNN.

Die Meinungsmacher in den Vereinigten Staaten zur besten Sendezeit sind Nichtjuden: Gwyn Ifyl, Stephen Colbert, Lou Dobbs, Christ Matthews, Bill Moyers, Bill O’Reilly and schließlich Keith Olbermann, der deutsch-lutherischer Herkunft ist. Fakt ist, dass außer dem gelegentlichen Auftauchen von Bill Kristol die große Phalanx der Fernseh- und Radio-Expertenschaft eine Exklusiv-Sphäre christlicher Kommentatoren.

Es könnte an der Zeit sein eine NichtjudenWatch-Website zu schaffen!

8.11.07 22:06


US-Präsidentschaftswahlkampf 2008

Was wird das Hauptthema des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs 2008 sein? DryBones-Zeichner Yaakov Kirschen hat so seine eigene Idee.

23.10.07 22:46


25% verkappte Nazis?

Oder zumindest Unbelehrbare? Ahnungslose in Sachen Geschichte? In Gefahr NPD zu wählen?

Im Moment geistert eine Umfrage im Auftrag des stern sogar durch internationale Medien: 25% der Deutschen finden, der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten.

Abgesehen von der Pauschalität der Fragestellung (und damit auch der Ja/Nein-Antwortmöglichkeit) ist diese Frage eigentlich müßig. Welcher Totalitarismus hatte nichts Gutes? Ohne jegliche guten Seiten oder Merkmale hätte weder der Nationalsozialismus, noch der Kommunismus, Titoismus, Maoismus, Fidelismus, Peronismus, „Pinochetismus“, Faschismus der Sorten Mussolini/Franco) oder die Totalitarismen der afrikanischen Tyrannen, selbst die Apartheid nicht funktionieren können. Sie hätten schlichtweg keine Anhänger gefunden, die sich für sie aufopfern und sie durchsetzten.

Natürlich muss man auch den Nationalsozialismus, das „Dritte Reich“ von seinem Ende her sehen, wie Stern-Chefredakteur Andreas Petzold schreibt. Denn natürlich waren die Errungenschaften der Nazis auf undemokratische bis unmenschliche Ziele ausgerichtet. Aber müssen wir deshalb hin gehen und möglicherweise positive Dinge ablehnen? Das wird ohnehin so nicht gemacht (siehe Autobahnen, 1. Mai als gesetzlicher Feiertag, gesetzliche Krankenversicherung für Rentner - oder auch die Olympia-Fackel quer durch den Kontinent zu tragen), zumindest in einem Punkt wird sogar die Argumentation der Nazis übernommen (Schulpflicht mit Ablehnung und Verbot von Hausunterricht)! Konsequent müsste die Argumentation Petzolds dazu führen, dass wir eben auch keine Autobahnen haben wollen, weil Hitler sie zwar nicht erfunden, aber doch gebaut hat und zwar als militärstrategische Maßnahme zur Eroberung Europas. Das geht doch nicht.

Aber wir neigen in Deutschland nur allzu gerne dazu, die positiven Dinge, die in die eigene ideologische Konzeptionierung passen still schweigend zu übernehmen, als eigenes zu deklarieren und die dazugehörige Nazi-Vergangenheit zu verdrängen. Andere Bereiche werden pauschal in den Müll gekippt. Die Kunst zum Beispiel. Müssen wir, weil die Nazis bestimmte Kunstformen als „entartet“ bezeichnet haben, heute alles ablehnen, was als „Nazi-Kunst“ definiert wird? Müssten wir dann nicht hingehen und zum Beispiel die Statuen von Römern und Griechen auch ablehnen, weil sie denen der Nazis gleichen? Oder müssen wir sie zwar als wertvoll und historisch behandeln, aber ihre Ästhetik nicht mögen, weil die Nazis auch haufenweise solche Art von Statuen in die Welt gestellt haben?

Das Problem ist doch, dass offensichtlich nicht mit der Nazi-Vergangenheit umgegangen werden darf, wenn man nicht ganz bestimmte ideologische Kriterien erfüllt, die sauber gewaschen werden, ob sie nun sauber sind oder nicht. Die links sind, aber auf keinen Fall konservativ. Wer von Werten redet, die den 68-ern und ihren Nachfolgern nicht in den Kram passen, bekommt die Nazi-Keule in die Fresse. Familie mit der Mutter Zuhause und „am Herd“ – das ist ein rotes Tuch. Eine Frau, die das für sich so entscheidet, gilt schon per se als rückständig und unemanzipiert. Kommt eine daher und propagiert das auch noch als gut, dann steht sie jenseits allen Akzeptierbaren: rechts, braun, Nazi. Eine emanzipierte Frau, die sich in den Dienst ihrer Familie stellt, ist nach dieser Diktion ein Widerspruch. Warum eigentlich? Warum darf eine Frau nur als emanzipiert (und damit gut) gelten, wenn sie einer bezahlten Arbeit nachgeht? Kann einer Frau nur dann keine Nazi-Nähe nachgesagt werden, wenn sie keine „Nur-Hausfrau“ ist und die sonstigen Kriterien für Fortschritt erfüllt, die Alice Schwarzer und Renate Künast oder Claudia Roth vorgeben?

“Autobahn geht halt nicht“, konstatierte Kerner. Warum nicht? Weil selbst die Hardcore-Umweltschützer sie nicht ganz abschaffen, sondern nur Neubauten verhindern und die Höchstgeschwindigkeit drastisch beschränken wollen?

Noch einmal zurück zu Chefredakteur Petzold und der Betrachtung des Dritten Reichs vom Ende her: Konsequent geht er hin und will, dass abgelehnt wird, was den nicht akzeptablen Zielen Hitlers diente. Unabhängig davon, ob die Wertschätzung oder Wirkung an sich gut war oder nicht. Der Missbrauch und die Zweckentfremdung einer Wertvorstellung oder eines Verhaltens ist nicht Teil dieses Wertes oder Verhaltens, sondern die andere Seite der Medaille, eben die schlechte, abzulehnende. Wer das Kind mit dem Bad ausschüttet, muss sich nicht wundern, wenn die Wanne dann ganz leer ist.

Was den Nationalsozialismus (oder auch jegliche andere Diktatur) angeht, so ist innerhalb desselben der (ggf. positive) Wert bzw. das (ggf. positive) Handeln nicht getrennt zu betrachten. Aber eben für diese Zeit. Danach muss ein Wert oder ein Handeln wieder losgelöst von den Nazis bewertet werden. Und da ist eben die Autobahn ein hervorragender Verkehrsweg, Statuen im Stil der Griechen und Römer eben auch ästhetisch ansprechend, „entartete“ Kunst gefällt genauso wie andere und die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit bleibt abzulehnen, ganz zu schweigen von ihrer industriell organisierten Vernichtung. Und positive familiäre Werte sind positive familiäre Werte, gerade ohne den Missbrauch durch die Nazis (oder die Kommunisten oder sonst wen), die hochzuhalten kein Ausdruck einer braunen Gesinnung ist. So gerne die Familienvernichtungs-Gesinnten es dazu machen wollen. Ansonsten sollten die Meinungs-Terroristen wenigstens konsequent sein und das Verbot auf alles aussprechen, was die Nazis gemacht haben: Autobahnen abschaffen, den 1. Mai nicht mehr als Feiertag, Sütterlin und Fraktur statt lateinischer Buchstaben, Krankenkasse für Rentner usw. Vielleicht würde dann auch Hausunterricht in Deutschland wieder erlaubt – aber das ginge dann wohl doch zu weit; die Kinder und Jugend muss unter staatlich kontrollierte Bildungserziehung gestellt werden, sonst könnten Eltern ja machen, was sie wollen. (Ob der Gesinnungspolizei die Nähe zwischen Nazis und Kommunisten gerade in solchen Bereichen jemals auffallen wird? Und ob sie dann hin gehen und die links laufenden Praktiken, Meinungen, Gesinnungen auch endlich einmal angehen?)

Das hysterische „Aufklären“ darüber, dass 25% der Deutschen (zum Glück vorwiegend bei den alten, die nichts gelernt haben) den Nazis etwas Gutes abgewinnen können, zeigt nur, wie undifferenziert und platt hier gedacht und agiert wird; wie sehr hier ideologische Zielsetzung ins Spiel kommt, die mehr auf Diffamierung politisch und gesellschaftlich anders Denkender setzt als auf offene Diskussion unterschiedlicher Standpunkte, damit sich jeder ein eigenes Bild machen und eine eigene Meinung bilden kann.

Die Feststellung, dass in „bildungsferneren“ Schichten die Meinung weiter verbreitet ist, dass die Nazizeit auch gute Seiten hatte, wird dazu genommen die Frage zu stellen, „wie ahnungslos man sein“ darf. Das kann auch umgedreht werden: Es zeigt, wie sehr die weniger bildungsfernen Bevölkerungsteile die politisch korrekten, aber durchaus nicht unbedingt historisch oder auch gesellschaftspolitisch richtigen Sichtweisen verinnerlicht (bekommen) haben. Ob Herr Petzold darüber auch einmal nachdenkt?

Der schweizerische Blog Winkelried.info hat diesbezüglich einen kurzen und prägnanten Absatz geschrieben, den sich unsere Empörungsindustrie einmal zu Herzen nehmen sollte: Das Ersetzen einer Lüge durch eine andere ist letztlich gefährlicher als das Vergessen. Die Deutschen müssen nun lernen, mit positiven und negativen Aspekten des Nationalsozialismus zu leben. Es ist im Interesse aller in Europa, den Deutschen diese Freiheit zuzugestehen, selbst dann, wenn die eigenen Erfahrungen anders sind.

Nachtrag: Auch Michael Holmes von der Achse des Guten ist der Meinung, dass Herr Petzold Unsinn verzapft.

21.10.07 14:09


Politisch korrekte Diskriminierung

Was bei uns multikulti, das ist in den USA im Bereich der akademischen Eliten und großen und kleinen – wenn politisch korrekten – Firmen „diversity“. Das lässt sich übersetzen mit Vielfältigkeit, breit gefächert sein, Unterschiedlichkeit, in Verbindung mit „cultural“ bekommt „diversity“ vom PONS-Wörterbuch auch die Vokabel multikulturell zugeschrieben. Der Langendscheidt gibt Verschiedenheit, Ungleichheit, Mannigfaltigkeit an.

Diese diversity wird von der politischen Linken (also vor allem den Demokraten und dem größten Teil der Medienschaffenden) überall und ständig eingefordert. Gibt es irgendwo einen zu geringen Anteil von Afro-Amerikanern, Latinos, oder sonstigen beliebten Minderheiten, wird Alarm geschlagen, Rassismus beschworen und Dampf gemacht. Diejenigen, die vermeintlich oder tatsächlich zu wenig diversity praktizieren stehen am Pranger.

Im Sinne der diversity gibt es inzwischen jede Menge Bildungseinrichtungen und Firmen mit Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften, die ihre Zulassungs- und Einstellungsregelungen so angepasst haben, dass es für ethnische Minderheiten Mindestquoten gibt, die erfüllt werden müssen – und das meist ohne Rücksicht auf tatsächliche Qualifikationen. Mit anderen Worten: Die Hautfarbe (vor allem, aber gelegentlich das Geschlecht, manchmal sogar die sexuelle Orientierung) spielen eine größere Rolle als die Qualifikation. Beispielsweise nehmen Universitäten inzwischen eine ganze Reihe an Studenten an, die unter normalen Umständen überhaupt nicht in Frage kämen, weil sie gar nicht die geforderten Qualifikationen mitbringen. Um des Friedens mit den politisch Korrekten willen.

Da es sich in der Regel um eine ethnische Einsortierung vor allem von Schwarzen und Latinos handelt, muss man sich fragen, ob diese Praxis nicht eine rassistische ist. Weißen und Ostasiaten werden keine Mindestquoten gesichert (obwohl letztere auch eine Minderheit sind). Im Gegenteil: Aus ihren Kreisen kommen die, die zwar sehr qualifiziert sind, aber aus Gründen der diversity abgelehnt werden.

Es gibt andere Bereiche, in denen wird diversity offensichtlich nicht gewünscht. Jedenfalls nicht, wenn die „richtigen“ Leute an den richtigen Stellen sitzen. Und dies trifft besonders auf die amerikanische Akademikerwelt zu. Sie ist allgemein mehr als linkslastig. Aber weil doch diversity so wichtig ist, sollte man meinen, es gäbe auch konservative Akademiker, die in politischen und historischen Fakultäten eine Stelle bekommen. Doch dem ist nicht so, das ist offensichtlich nicht gewünscht und wird sehr aktiv verhindert. Jüngstes Beispiel dafür ist der Fall der Historischen Fakultät der University of Iowa. Dort war eine Dozentenstelle zu besetzen. Von den vorhandenen 26 Dozenten gehörten 100% der demokratischen Partei an. Eine Stellenbesetzung für einen 27. Posten stand an und ein höchst qualifizierter Akademiker bewarb sich, der bisher an der U.S. Marine Corps University lehrt. Dummerweise hatte er ein Buch geschrieben, das mehr als gute Kritiken bekam und von dem gesagt wird, es werde zur Standardliteratur über den Vietnamkrieg werden. Nur passt es nicht in das gängige und einzig akzeptierte Weltbild der linken Beherrscher der akademischen Institutionen. Und so steht es jetzt in Iowa 27:0 für die Gegner der Konservativen. Meinungs-diversity ist nicht gefragt, Meinungsfreiheit nur für die „richtigen“ Meinungen. Und so bestätigt sich der Verdacht der aktiven Diskriminierung der amerikanischen Form des Multikulti erneut (denn in anderen Universitäten sieht es nicht unbedingt besser aus). Diversity gilt nur für Ethnien – das ist Rassismus.

Wer jetzt wegen der Amerikaner die Augen verdreht, sollte sehr vorsichtig sein. Sieht es bei uns wirklich viel anders aus? Wann immer ein Angehöriger bestimmter Minderheiten als Opfer in eine tatsächliche oder vermeintliche Straftat verwickelt wird, läuft die Empörungsmaschinerie an. Vorausgesetzt, der Täter ist nicht selbst Angehöriger einer Minderheit. Dann wird darüber hinweggegangen (außer man kann ihn durch seinen Pass zum lupenreinen Deutschen machen, wie bei dem Messerattentäter in Frankfurt). Ist der Täter (die Täterin – darf man das schreiben oder ist das schon frauenfeindlich?) unbekannt oder gehört er (sie) zur Mehrheitsgesellschaft, dann gibt es Aufstände von „Anständigen“. Stellt sich dann heraus, dass das Tätermuster nicht zutrifft, geht man zum Stillschweigen über. Sollte sich dann noch herausstellen, dass das Opfer nicht unbedingt eines war, wird die Stille höchstens davon übertroffen, dass trotzdem am falschen Bild festgehalten wird.

Beispiele? Der Anschlag auf die jüdischen Sprachschüler in Düsseldorf, für den Superkanzler Schaumschläger den „Aufstand der Anständigen“ gegen „rechts“ ausrief – und der von zwei arabischen Muslimen begangen wurde (einer mit deutschem Pass, einer ohne); der Fall Ermyas, bei dem Stück für Stück heraus kam, dass das Opfer gar nicht so sehr Opfer und die Täter keineswegs aus rassistischen Gründen zugeschlagen hatten; davon kann man weitere anführen (so den schon erwähnten Frankfurter Rabbi-Abstecher). Die Besessenheit der Multikulti-Jünger mit „rechten“ und rassistischen Tätern ist legendär; ihr Wegsehen, Rechtfertigen und Herunterspielen bei multikulturellen Verbrechern nicht minder.

Denn es herrscht großes Schweigen, wenn die Täter einer Minderheit angehören, selbst wenn die Tat noch so rassistisch war (wie bei dem Massenangriff von 30 Türken in Fürth auf Kirchweih-Besucher am 13.10. – Link s.u.). Da wird dann von politisch korrekten Multikulti-Jüngern sogar zensiert: Die Betreiber der Seite abgeordnetenwatch.de witterten hinter der Frage eines Users an die Empörungsbeauftragte (Claudia Roth) eine Kampagne der erfolgreichsten Politik-Bloggerseite Deutschlands und war deshalb nicht bereit, die gestellte Frage aufzunehmen. Statt dessen wurde die Mail ohne die E-Mail-Adresse des Fragestellers an die grüne Politikerin weiter geleitet. Mit anderen Worten: Frage nicht erwünscht, Antwort geben ist praktisch nicht drin; die Empörungsbeauftragte sollte nur wissen, was für fiese Typen es gibt.

So ist Multikulti meistens: Kritik nicht erwünscht, anders Denkende ausgesperrt, besonders geliebte Gruppen von allem ausgenommen außer grundsätzlichem Rundumschutz. Angegriffene Minderheitler? Großes Getöse. Verbrechen durch Minderheitler? Totschweigen, herunterspielen, wegreden. Deutsche Täter? Hochspielen. Sie sind gar keine Täter? Egal. Das Etikett „rechts“ rechtfertigt alles, besonders dann, wenn es nicht angebracht ist.

So gesehen ist Multikulti also auch eine Art Rassismus. Weil Minderheitler/Migranten geschützt werden, wenn sie Verbrecher sind oder ihr Migrantenstatus ausgeblendet wird, wenn sie einen deutschen Pass haben und die Täterschaft so wenig zu unterdrücken ist, wie die Boshaftigkeit der Tat und die Verdorbenheit der Motive; und weil eingeborene Deutsche grundsätzlich in den Dreck gezogen werden, wenn noch nichts genaues fest steht und dort gefälligst zu bleiben haben, auch wenn sich herausstellt, dass die Vorwürfe von unmittelbar nach dem Geschehen sich als falsch herausstellen.

20.10.07 22:00


Israels Lobby verblasst neben dem bösartigen saudischen Einfluss

Youssef Ibrahin
The New York Sun, 25. September 2007

Es ist eine Weile her, seitdem ein Buch über amerikanische Juden so viel Streit hervorgerufen hat, wie „The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy“, in dem die Professoren John Mearsheimer von der University of Chicago und Stephen Walt von der Harvard University argumentieren, dass Amerikas Israel-Lobby „ungerechtfertigten“ Einfluss ausübt und andere Sichtweisen zum Nahen/Mittleren Osten abblockt.

In der lautstarken Debatte, die zwischen ihren vielen Kritikern und wenigen Verteidigern entstanden ist, ist die Frage unglücklicherweise auf das Offensichtliche verengt worden: wie mächtig die Lobby ist oder nicht und ob es angemessen ist das in diesen Begrifflichkeiten zu diskutieren. Völlig verloren gegangen ist eine Gelegenheit das Thema in einem breiteren Zusammenhang zu untersuchen.

Dass es in Amerika eine jüdische Lobby gibt, die sich mit dem Wohlergehen Israels beschäftigt, ist eine dumme Frage. Es ist schwachsinnig zu fragen, ob die sechs Millionen amerikanischen Juden sich um die sechs Millionen israelischen Juden sorgen sollten; insbesondere angesichts des Massakers an weiteren sechs Millionen Juden im Holocaust. Das ist elementar: Jedes Volk, das sich nicht um seine Leute kümmert, ist der Sorge nicht wert.

Was die Israel-Lobby tut, das machen in dieser Demokratie alle ethnischen Lobbys: die Griechen, Armenier, Letten, Iren, Kubaner und andere. Es ist eine natürliche Entwicklung des Schmelztiegels, der dieses Land zu dem macht, was es ist und uns hilft eine Brücke zu unserer jeweiligen Herkunft zu schlagen.

Was alle verpasst haben: all diese ethnischen Lobbys sind von unten aufgebaut worden. Es gibt lediglich eine einzige Ausnahme, eine unheilvolle Lobby, die von oben nach unten arbeitet: die amerikanische Lobby für Saudi-Arabien.

Vielleicht könnten jetzt einmal ein paar mehr Bücher einen Blick darauf werfen, wie solch eine riesige Lobby existieren kann, obwohl es – anders als bei den anderen Gemeinschaften, die ihre Lobby betreiben – es kaum saudische Amerikaner gibt. Und doch haben wir eine Lobby, die sich aus amerikanischen Geschäftsleuten, Öl-Magnaten und Akademikern – wie auch aus arabischen Amerikanern aus Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Libanon und andernorts – zusammensetzt und die alle geliehen, gekidnappt und – tatsächlich – bestochen worden sind, um die Lücke zu füllen.

Sicher, eine Hand voll Saudis vielleicht haben doppelte Staatsbürgerschaften, aber eine ernsthafte Lobby bilden sie nicht. Aber der auf dem Capitol Hill, im Pentagon und im Weißen Haus veranstaltete Lärm zu Gunsten des Wüstenkönigreichs kann ohrenbetäubend sein. Wenn Saudi-Arabien amerikanische Waffen haben will, bekommt Saudi Arabien die Waffen; wenn Saudi-Arabien wegen der bin Laden-Sippschaft meckert, die hier einen Tag, nachdem einer aus ihrer Verwandtschaft das World Trade Center am 11. September 2001 in Schutt und Asche legen ließ, fest saß, ließ Präsident Bush alle 50 gehen, ohne Fragen zu stellen. Was soll’s?

Die mächtige saudische Lobby wird aus konzentrischen Kreisen gebildet, die von der saudischen Botschaft in Washington ausgehen, die als Girokonto agiert. Die Dollars fließen an saudisch finanzierte Moscheen und theologische Unternehmungen, an Amerikas akademische Institutionen, die nach saudischen Dollars lechzen, an die amerikanische Öl- und Waffenindustrie und an bedürftige arabische Amerikaner. Ob diese Interessengemeinschaften irgendwelche familiären, sozialen oder Immigranten-Verbindungen nach Saudi-Arabien haben, ist völlig ohne Bedeutung. Auf diese Weise wird eine Lobby von oben nach unten aufgebaut.

Nehmen wir den Fall des Alwaleed bin Talal, den saudischen Prinzen, dessen 10 Millionen Dollar-Scheck für den Twin Towers Fund von Bürgermeister Giuliani zurück gab, als der Prinz die Anschläge vom 11. September mit der Veränderung amerikanischer Politik im Nahen/Mittleren Osten verknüpfte. Vor ein paar Jahren schmuggelte der Prinz seine Bucks zurück nach Amerika, indem er der Harvard University 20 Millionen Dollar gab.

Wozu das Geld? Um saudische Traditionen, die Beduinen-Gesellschaft oder die Wüsten-Gemeinden zu studieren? Nein. Wie beim Geschenk zur Auflage gemacht, war es einzig dafür gegeben worden den Islam zu studieren, islamische Gerichtsbarkeit und islamische Geschichte.

Vergessen Sie den Kultur übergreifenden Dialog oder das Studium saudischer Traditionen oder einfach einander kennen zu lernen. Es ist der Islam, insbesondere die saudische Marke des wahhabitischen Islam, der finanziert wird. Harvard-Offizielle sind viel zu klug, um das zu übersehen, aber hey, selbst bei der finanziellen Ausstattung von 33 Milliarden Dollar sind weitere 20 Millionen ganz brauchbar.

Anders als bei der israelischen, griechischen oder armenischen Lobby stellt die Agenda der saudischen Lobby eine reale und gegenwärtige Gefahr für Amerikas nationale Interessen dar, insbesondere, wenn wir uns daran erinnern, dass es Saudi-Arabien war, das 15 der 19 muslimischen fundamentalistischen Flugzeugentführer produzierte, nährte und förderte, die dieses Land am 11. September angriffen. Saudische Schulen lehren weiter denselben Grundlagenstoff – „Hass deinen Nächsten“ – und ihre Lobby will das Wort in die Welt tragen.

Aus meiner Sicht ist nichts falsch daran das Geld zu nehmen. Aber es ist kein Geschenk von amerikanischen Muslimen oder amerikanischen Arabern; und das erwartete quid pro quo könnte der Verkaufs der Seele Amerikas sein.

7.10.07 10:43


Manchmal ist Frieden ein Schimpfwort

Burt Prelutsky
townhall.com, 21. September 2007

Damals in den 1950-ern wurde ein Journalist aus dem Süden namens Harry Golden berühmt, indem er eine Reihe von Bestseller-Büchern auswarf, deren erstes er „Only in America“ (Nur in Amerika) nannte. Der Titel nahm Bezug auf einen populären Ausdruck, der die Gefühle der meisten seiner Landsleute wiederspiegelte, dass Amerika besonders war, ein einzigartiger Ort, der Millionen Menschen unbegrenzte Freiheit anbot sich auszudrücken und Träume zu verwirklichen, die überall sonst auf der Welt unvorstellbar waren.

In dem halben Jahrhundert seit Mr. Golden sein Buch schrieb, haben sich die Dinge in diesem Land enorm verändert. Teilweise ist die Veränderung durch Vietnam und Watergate gekommen. Hauptsächlich aber durch die Baby Boomer-Generation, die mit Sicherheit die selbstsüchtigste und infantilste Generation unserer Geschichte ist; sie haben Machtposition und Einfluss erlangt – zum Teil, weil die Víerte Gewalt durch Fünfte Kolonnen infiziert wurde, Reporter und Kommentatoren,d ie glauben, dass sie ihr Schicksal nur erfüllen können, wenn sie das Land und seine traditionellen Wert und Symbole niederreißen; zum Teil auch durch den Kommunismus, den man hätte sterben lassen und in der Sowjetunion beerdigen sollen, aber auf amerikanischem Universitätsgelände Wurzeln schlug und prächtig gedieh; und zum Teil durch Jimmy Carter, einen scheinheiligen Scharlatan, der nie einen Despoten traf, den er nicht verehrte, und Bill Clinton, einen unmoralischen Opportunisten, der es irgendwie von einem in Kriegszeiten schlecht über Amerika redenden Punk in England zu einem das Militär hassenden Obersten Kommandeurs schaffte, und die beide in das höchste Amt des Landes gewählt wurden.

Das Endergebnis all dessen ist: Wir haben es mit einer Gesellschaft zu tun, die nicht aus nützlichen Idioten, sondern aus nutzlosen solchen besteht. Wir haben uns selbst derart durcheinander gebracht, dass die Menschen, die Amerika am stärksten verachten, sich selbst als unsere größten Patrioten betrachten. Sie nennen Amerika eine imperialistische Macht, obwohl wir im Verlauf meines Lebens nicht einen einzigen Hektar fremdes Land für uns beansprucht haben. Sie bestehen darauf, dass wir wegen Öl in den Krieg ziehen, obwohl wir nichts unternommen haben die Ölfelder in Kuwait oder im Irak zu konfiszieren. Während sie alles und jedes verurteilen, das George W. Bush in den letzten sechs Jahren getan hat, ihn beschuldigen er trample auf unseren Bürgerrechten herum, ohne dass sie ein einziges davon aufzählen können, und ihn mit Hitler gleich setzen, singen sie Loblieder auf Diktatoren wie Fidel Castro und Hugo Chavez.

Eines, auf das all diese verdammten Blödmänner sich einigen könnten, ist, dass Krieg ohne Rücksicht auf Verluste vermieden werden muss. Um diese schräge Vorstellung voran zu treiben, geben sie sogar vor sich um die Sicherheit der Krieger Amerikas zu sorgen, obwohl wir nur zu gut wissen, dass sie Amerikas Militär verachten.

Bruce Bawer, Autor von „When Europe Slept“, schrieb vor kurzem einen furchtbaren Artikel mit der Überschrift „All Aboard the Peace Racket“ (Alle an Bord beim Friedensspektakel), in dem er die Peaceniks bedeutungslos machte. Er begann mit dem Zitat des römischen Generals Flavius Vegetius Renatus, der im fünften Jahrhundert feststellte: „Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor.“ Heutzutage ist dieser weise Rat von Typen wie Ohios Dennis Kucinich auf den Kopf gestellt worden, der still daran arbeitet ein Friedensministerium auf Kabinettsebene zu schaffen.

Ein ehrlicher Frieden, stellt Bawer heraus, ist etwas Gutes. Pazifismus aber ist es nicht. Statt dessen „wirbt er für eine Mentalität, die direkt in der Hände der Despoten spielt“. Wie könnte es anders sein? Immerhin war der Grund, dass Gandhi und Martin Luther King in ihren Missionen relativ erfolgreich waren, dass England und die USA zivilisierte Nationen waren. Gibt es jemanden, der tatsächlich glaubt, dass Stalin, Hitler, die Taliban oder Saddam Hussein gleichermaßen vernünftig gewesen wären?

Nach Angaben von Bawer ist der Gründungsvater der globalen Friedensbewegung ein 77-jähriger norwegischer Professor namens Johan Galtung, der 1959 das International Peace Research Institute (Internationales Friedensforschungs-Institut) gründete. Wenn das für Sie wie der Name einer kommunistischen Organisation anhört, wie es für mich klingt, dann sollten Sie nicht überrascht sein, dass Galtung Amerika einen „Mörderstaat“ nennt, der „neofaschistischem Staatsterrorismus“ frönt. Andererseits ist er nicht immer ein so großer Nörgler. Damals in den 70-ern schrieb er glühend über Mao Tse-tungs China und selbst jetzt, wo er fast 80 ist, schießt er immer noch aus der Hüfte. Vor nicht allzu langer Zeit forderte er die Schaffung eines Wahrheits- und Versöhnungs-Komitees im Iraq – nicht, um die Gräuel Saddam Husseins und seiner Schlächter aufzuarbeiten, sondern, vorhersagbar, die, die er den USA zuschreibt.

Unglücklicherweise ist Prof. Galtung nicht der einzige linkslastige Fischkopp in den oberen Regionen der akademischen Welt. Der Vorsitzende der Friedensstudien an der Brandeis-Universität sagte über die Selbstmord-Bombenanschläge, sie böten „Wege Rache an einem Feind zu nehmen, der nicht in der Lage oder nicht willens zu sein scheint auf rationale Bitten nach Diskussion und Gerechtigkeit zu antworten“.

Genauso törichte Bemerkungen sind von Professoren gemacht worden, die in der Friedensbewegung an den Universitäten von Purdue, Notre Dame und Maine beteiligt sind. Was in so genannten Friedensstudien-Abteilungen überall in diesem Land gelehrt wird, ist ganz einfach, dass Amerika die Wurzel allen Übels ist. Einer der Lieblingssätze, wie sie von professoralen Linken in Umlauf gesetzt werden, ist George Santayanas oft falsch zitierter Satz: „Diejenigen, die sich nicht an die Vergangenheit erinnern können, sind dazu verurteilt sie zu wiederholen.“ Und doch ist es genau das, was sie tun – und das mit einer Hartnäckigkeit, die selbst die dümmsten Mulis beeindrucken würde. Wie ein ängstliches Schulkind sind sie nur zu glücklich den Forderungen des Schlägers nach seinem Taschengeld nachzukommen. Sie verschlimmern ihre feige Sünde des Appeasement noch, indem sie sich dann selbst für ihre Reife und ihre coole Entscheidung applaudieren. Vor weniger als 70 Jahren kehrte Neville Chamberlain, das Schirm schwingende Aushängeschild des Pazifismus, nach England zurück, nachdem er die Tschechoslowakei an Hitler verkauft hatte und schwor, es würde „Frieden in unserer Zeit“ geben. Was in Erinnerung behalten werden sollte: Er hatte kaum die Zeit den Koffer seines fehl geleiteten Trips nach München auszupacken, als Deutschland in Polen einmarschierte.

24.9.07 22:37


Einfacher Test auf Gefährlichkeit

Auf CNN lieft in der letzten Woche eine Serie (durch die die bekanntermaßen anti-israelische Journalistin Christiane Amanpour führte), die sich mit religiösen Extremisten beschäftigte und dabei schon gleich zu Beginn die falsche Behauptung als Fakt festlegte, dass jüdische (und christliche) religiöse Leidenschaft mit der gewalttätigen muslimischen gleichzusetzen ist. Eine solche Gleichsetzung kann natürlich nur erfolgen, wenn man jüdische und christliche Extremisten von anno dazumal heranzieht, deren Taten seit Jahren nicht mehr auffindbar sind – und ohnehin Eignisse waren, die von fanatischen Einzeltätern begangen wurden, während wir gewalttätigen muslimischen Extremismus tagtäglich auf üble Weise erleben „dürfen“. Genau das machen CNN und Frau Amanpour – und bemerken nicht einmal, dass sie damit ihrer Hauptthese den Boden unter den Füßen wegziehen (u.a. weil die jüdische/israelische/christliche Öffentlichkeit im Gegensatz zu der der muslimischen Staaten diese Gewalttaten vehement verurteilen und sich alle Mühe geben sie zu verhindern). Sie bleiben bei ihrer Gleichsetzung, dass die von ihnen als Extremisten bezeichneten Christen und Juden (mindestens) so gefährlich sind wie die muslimischen Extremisten.

Hier setzt ein Vorschlag von ElderofZiyon an, um festzustellen, wer tatsächlich gefährlich ist:

Können Muslime durch willkürlich ausgewählte jüdische oder christliche „Extremistenzonen“ gehen, ohne ihr Leben zu gefährden? Kann ein Muslim in vollem religiösen Outfit unbelästigt durch Boro Park oder Brooklyn in New York laufen? Kann er den Petersplatz in Rom aufsuchen?
Können Christen oder Juden durch Viertel in Gaza oder irakische Städte oder Riyadh gehen und sich verhalten, wie sie es für richtig verhalten, ohne ihr Leben zu gefährden?

Vielleicht kann ja Frau Amanpour dazu Stellung nehmen. Mal sehen, ob dabei mehr als Unwahrheiten, Verdrehungen oder heiße Luft heraus kommt. Aber das wird wohl nichts, denn nachdem offene Israel-Feinde wie Jimmy Carter, Bush senior, James A. Baker und John Mearsheimer erklärten, dass die manipulativen Juden „gefährlicher als Foggy Bottom“ (die CIA) sei (von Amanpour tatsächlich benutzte Formulierung!), werden offene Verachtung und Trotz gegen die Regierung bei den (jüdischen) Diamantenhändlern in New York verortet: „Mit Lächeln und einem Lied ignorieren sie die Politik ihrer Regierung.“ Und praktisch im selben Atemzug kommen „illegale Siedlungen“ und natürlich (der ermordete Extremist) Meir Kahane ins Spiel.

Wer weitere Begutachtungen zur CNN-Miniserie lesen will, braucht Englisch-Kenntnisse:
- ElderofZiyon: Guest poster Sphia on the CNN „religious warriors“sham
- CAMERA: God’s Jewish Warrios – CNN’s Abomination
- Dhimmi Watch: Fitzgerald: The point of CNN’s religious fundamentalism series
- Jihad Watch: CNN pretends that Judaism, Christianity, Islam all equally likely to incite violence

Ich würde gerne sehen, wie Frau Amanpour in der Burqa über den Petersplatz läuft. Und auch, wie sie in Jeans und T-Shirt durch Mekka spaziert....

26.8.07 13:19


Wochenend-Schaschlik

Wie bejubelt, so falsch? Ein Norwegischer Minister dementiert, dass die Kontakte zur Hamas abgebrochen werden. So weit, so schlecht. Da sind sie in Norwegen wohl doch auf dem britischen Trip. Oder auf dem, den sie ohnehin gerne einschlugen.

Die Blogs sind voll davon – die MSM schweigen: Der Bürgermeister von Brüssel hat die für den 11. September geplante Demonstration gegen die Islamisierung Europas und zur Erinnerung an die Opfer des 11. September 2001 verboten. Er könne die Sicherheit der Demonstranten nicht gewährleisten (weil es mehr gewalttätige Muslime als Polizisten gibt oder so) und er wolle die Muslime provozieren. So weit ist Europa also schon. Der Stadtchef beugt sich der möglicherweise eintretenden Gewalt und außerdem will er es sich mit den Gewalttätern nicht verderben. Was davon zu halten ist, kann man in einem Offenen Brief an die Europäer lesen. Wie der Kriecher aus der „Hauptstadt Europas“ unterlaufen werden kann, ist bei der Gegenstimme nachzulesen.

Was tut man nicht alles, um sich der drohenden Niederlage gegen die Islamisten zu beugen: Eine Dokumentation des britischen Channel 4 über extremistische Moscheen und Imame wird jetzt von der britischen Polizei „verdrehend“ bezeichnet – ohne dass die Polizei dafür den geringsten Beweis anführen kann (Link in Englisch). Die dokumentierten Hass-Predigten bleiben für die entsprechenden Imame und Moscheen übrigens ohne Folgen. Geht ja nicht, dass man den zukünftigen Herren quer kommt, das könnte dann später gefährlich werden.

Vier Organisationen haben einen Appell an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und die Hochkommissarin Louise Arbour geschrieben: Sie sollen die Aufrufe und Fatwas von „Klerikern“ (sprich: Imamen und Mullahs) verurteilen, die das Töten im Namen Gottes (sprich: Allah) propagieren. Die Mühe dürfte umsonst sein, befürchte ich.

Eine umstrittene arabische Schule in New York, die im September eröffnet werden soll, hat einen wahrscheinlich folgenlosen Rückschlag erlitten: Die vorgesehene Schulleiterin ist zurückgetreten. Nicht aus freien Stücken. Die Frau musste die Konsequenzen aus Aktivitäten ziehen, die die jemenitisch-amerikanische Verbindung unterstützte, deren Repräsentantin sie ist. Eine Aktivistengruppe verkaufte T-Shirts mit dem Aufdruck „Intifada NYC“ – was nach „Erkärung“ der Dame ein Zeichen dafür sei, dass Frauen „Unterdückung abschütteln“. Mit dieser verlogenen Behauptung kam sie zum Glück nicht durch – und niemand kann mir erzählen, das sei wirklich so gemeint gewesen, wie sie es gesagt hat. Diese Leute wussten genau, was sie damit propagierten und propagieren wollten: Krieg.

Extremisten-Logik: CAIR (die man jetzt straflos als mit einer Terror-Organisation verbunden bezeichnen darf) schießt weiter mit Lügen gegen Robert Spencer von Jihad Watch. Dabei sind sie sich völliger Widersprüche nicht zu schade und haben auf ihrer Internetseite ein pdf-Dokument eingestellt, das u.a. behauptet, Spencer würde einerseits (heimlich) Osama bin Laden und den globalen Jihad unterstützen und gleichzeitig behaupten alle Muslime seien Terroristen, die Amerikaner umbringen wollten. Beides ist nicht nur nicht belegbar; es ist haarsträubend idiotisch, denn es unterstellt Spencer ein Denken, das er höchstens in absurden verschwörungstheoretischen Denkmustern haben kann. Es würde voraussetzen, dass Spencer will, dass Osama und mit ihm alle Muslime jede Menge Amerikaner ermorden, um bestätigt zu bekommen, dass Muslime nur Terroristen sind. Ich hoffe, so bescheuert sind nicht einmal die Halal-Hippies (es sollen ja noch Wunder geschehen).

Kennzeichnend für solche Aktivitäten von CAIR (und ihren westlichen Helfershelfern) ist: a) keine Belege für den Dreck zu liefern, der über anderen ausgeschüttet wird, oder b) schlichtweg zu lügen und angebliche Aussagen anzuführen, die nie gemacht wurden (letzteres allerdings ausschließlich in den Medien, nicht bei Verleumdungsklagen; dort ist Version a) absolut vorherrschend). Auf diese Weise tut CAIR genau das Gegenteil von dem, was sie angeblich beabsichtigen: Statt für freie Meinungsäußerung und Bürgerrechte zu kämpfen, bekämpfen sie diese Rechte – jedenfalls für alle, die etwas Kritisches über CAIR, Islamisten und Jihadisten zu sagen haben. Ähnliche Tendenzen finden sich interessanterweise auch bei uns und „unseren“ „großen“ Islamvertretern – wenn auch bisher eher in Ansätzen, dafür aber kräftig unterstützt von wichtigen Institutionen wie einigen Gerichten, Medien und Politikern. Erkennen kann man das z.B. an den hysterischen „Islamophobie“-Vorwürfen, wie gerne verbreitet werden.

Deutschland EU-isiert: Seit einiger Zeit gibt es die Autobahn-Maut. Über einen Vertrag der Bundesrepublik Deutschland mit den Betreibern ist vereinbart, wie das funktioniert. So weit, so gut – oder auch nicht: Diesen Vertrag können die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht einsehen. Im Luclog wird das treffend so kommentiert: Eine merkwürdige Demokratie ist das, in der nicht einmal Mietglieder des Bundstages Einblick in ein solches Vertragswerk bekommen. Wenn es so gehandhabt wird, können natürlich die Wirtschaft und der Beamtenapparat sich bald jeder Kontrolle entziehen. Warum auch nicht, die lernen doch nur von „Brüssel“! Und so ist für mich eher diese Bemerkung verwunderlich: Dass der eigentliche Souverän, der Wähler, nicht informiert wird und keinen Einblick bekommt, ist eigentlich schon undemokratisch, dass aber das Parlament nicht an zentral wichtige Informationen gelangen kann hat mich dann doch noch überrascht. Mich überrascht es nicht.

Der getötete Terrorist von der Altstadt Jerusalems ist – gar nicht in der Lage so etwas zu tun. Sagt jedenfalls seine Familie. Der Mann ist unschuldig. Wegen nichts umgebracht worden. Er wollte keinen Überfall mit einer Waffe veranstalten. Das war schlicht und einfach ein Mord. Vielleicht sollten diese Leute mal zuhören, wenn die Terrortruppen sagen, dass sie diese „Operation“ gestartet haben: der „bewaffnete Arm“ der PFLP (die Abu Ali Mustafa-Brigaden), die Al-Quds-Brigaden des Islamischen Jihad und die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden der Fatah verkünden stolz, dass es ihr Werk war. Ob sie das gemeinsam gemacht haben, sagen sie dabei nicht. Und ob die israelischen Überwachungsvideos die Verwandten des Terroristen zu überzeugen vermögen, dass die Wachmänner nichts erfinden, um einer Mordanklage zu entgehen, steht wohl auch in den Sternen.

Eine neue Variante des „das Opfer ist für das Verbrechen verantwortlich“ bringen die „Volkswiderstandskomitees“ (PRC) ins Spiel: Ihrer Meinung nach ist die Familie von Gilat Shalit Schuld, dass der junge Mann immer noch nicht frei ist, weil sie nicht genug Druck auf „die diplomatischen Ränge in Jerusalem“ ausübt. Die Terroristen können natürlich nie etwas dafür, wenn einem Israeli/Juden etwas Negatives widerfährt.

Bekannte Palästinenser versuchen eine neue Partei zu gründen. Angeblich hat Mahmud Abbas dazu sogar seinen Segen gegeben. Und was für eine Partei ist das? „Eine Art palästinensische Kadima“, sagte einer der Teilnehmer an einem Treffen. Können die wirklich – außer Terror – nichts eigenes? Müssen die wirklich alles an Israel orientieren? Hoffen wir, dass das nicht der Fall ist. Ein palästinensischer Ehud Olmert wäre wohl nicht erstrebenswert.

Die Hisbollah bereitet sich auf den nächsten Überfall auf Israel vor. Dazu kauft sie im Moment im Südlibanon Land von Christen und anderen Nicht-Schiiten auf, um dort ihre Stellungen auszubauen. Nette Aussichten. Und was macht UNIFIL?

Die Regierung Olmert hat für sich eine neue Version von perversem Handeln entdeckt: Sicherheitskräfte einen Terroristen bei den Terror unterstützenden Aktivitäten festgenommen. Der Mann war gerade erst im Zuge der Geste des guten Willens an Mahmud Abbas entlassen worden. Und was macht man mit Leuten, die auf der Liste der zu entlassenden Terroristen stehen? Man lässt sie wieder laufen! Macht nichts, dass diese Leute unterschrieben haben, sie würden sich an keinen Terror-Aktivitäten mehr beteiligen. Die einzigen, die sich an Abmachungen halten und sie übererfüllen, sind die Olmert-Israelis; die Terroristen können sich verhalten, wie sie wollen. Konsequenzen darf es nicht geben – einmal auf der Liste der Freigelassenen, immer in Freiheit!

12.8.07 22:55


Wissenschaftliche Unvernunft

Innerhalb des heutigen Westens (dem außerhalb der islamischen Parallel- und Nichtparallel-Gesellschaften) werden „Glaubenskriege“ im Namen der Wissenschaft ausgetragen. Das bedeutet allerdings, dass vor allem Wissenschaftler gegen jeden toben, der sich als an einen Gott (den jüdischen/christlichen, Allah) glauben. Als Begründung wird angegeben, dass Wissenschaft per Definition unreligiös ist, Göttliches jeglicher Art darin nichts zu suchen hat und Glaube schlicht unwissenschaftlich ist sowie dazu führt, dass wissenschaftliche Arbeit nicht möglich ist.

Abgesehen davon, dass sich unsere Wissenschaften von heute von einigen der entscheidenden Erkenntnisse trennen müssten, weil die Leute, die diese Dinge heraus gefunden haben, tief gläubige Christen waren (Isaac Newton zum Beispiel) und ihre Arbeit also als unwissenschaftlich gewertet werden müsste, verträgt sich diese Kampfbehauptung atheistischer Wissenschaftler nicht mit ihrem Anspruch der Wissenschaftlichkeit. Melanie Philipps hat das hervorragend herausgearbeitet:

Das Zeitalter der Unvernunft

Melanie Philipps, Daily Mail, 6. August 2007

Unser meist gefeierter Atheist, der Biologe Prof. Richard Dawkins, hat kürzlich seine Aufmerksamkeit vom Einschlagen auf Menschen, die an Gott glauben, abgewendet. Statt dessen ist er drauf und dran auf Menschen einzuprügeln, die sich „New Age“-Therapien verschreiben, von denen er sagt, dass sie auf „irrationalem Aberglauben“ gründen.

In einer Fernsehsendung, die im Verlauf dieses Monats ausgestrahlt werden soll, betrachtet Dawkins eine Reihe absurder Therapien und Gurus, darunter Glaubensheiler, psychische Medien, „Engel-Therapeuten“, „Aura-Fotografen“, Astrologen und andere. Es überrascht nicht, dass ihn solch weit verbreiteter Irrationalität entsetzt, ganz zu schweigen von der das ausnutzenden Industrie, die die Menschen schröpft, während sie sie ermutigt vor der Wirklichkeit davon zu laufen.

Er hat Recht alarmiert zu sein. Was früher in den Bereich der Kurpfuscher und Scharlatane gehörte, ist zum Mainstream geworden. Der NHS [der nationale Gesundheitsdienst in Großbritannien] finanziert Schamanen, während der „NHS-Direktor für Alternative und Ergänzende Medizin“ wirbt für „Wünschelrutengänger“, „Blumentherapeuten“ und „Kristall-Heiler“.

Solche Therapien sind nicht einmal die Hälfte des Ganzen. Millionen von uns sind nur allzu bereit zu glauben, dass die Welt von Verschwörungen und verdeckten Kräften kontrolliert ist, für die es nicht eine Spur von Beweisen gibt, weil solche Theorien schlicht verrückt sind.

So treiben Artikel in der Presse und Fernseh-Dokumentationen den Glauben an, dass die Anschläge auf Amerika vom 11. September von der US-Regierung selbst aufgezogen wurde. Gleichermaßen glauben Tausende, dass Prinzessin Diana durch eine Verschwörung des Duke of Edinburgh, Prinz Charles und das MI5 ermordet wurde.

Der ehemalige TV-Sportreporters David Icke, der verkündete, dass er „der Sohn Gottes“ ist, argumentiert in Bestseller-Büchern, dass Großbritannien von Flugwellen und Erdbeben vernichtet werden wird und dass die Welt von einer geheimen Gruppe namens „Globale Elite“ oder „Illuminati“ beherrscht wird, die für den Holocaust, den Bombenanschlag von Oklahoma City und den 11. September verantwortlich war.

Diese Trends sind nicht nur einfach bescheuert, sondern unheimlich. Tausende von Kulten kombinieren jetzt ähnlich verrückten Glauben mit Programmen zur Kontrolle des Denkens und Verhaltens der Menschen. Zu ihren Techniken gehören Entzug von Essen und Schlaf; die Herbeiführung von Trancezuständen durch Hypnose und ausgedehntes rhythmisches Skandieren; und „Bombardement mit Liebe“, bei dem Mitglieder des Kultes von an Bedingungen geknüpfter Liebe bombardiert werden, die immer dann entzogen wird, wenn eine Abweichung von den Diktaten des Führers vorliegt.

In der Tat verstörend. Aber Dawkins rennt mit seiner Annahme in die falsche Richtung, dass all das genauso irrational ist wie der Glaube an Gott. Die Wahrheit ist, das es der Zusammenbruch des religiösen Glaubens ist, der das Aufkommen solcher Irrationalität hervor gerufen hat.

Wir leben in einem wissenschaftlichen, weit gehend postreligiösen Zeitalter, in dem Glaube als unwissenschaftlicher Aberglaube dargestellt wird. Doch haben wir paradoxerweise solchen Galuben durch Glaube an erwiesenen Unsinn ersetzt. Es war G. K. Chesterton, der berühmt spottete: „Wenn die Menschen aufhören an Gott zu glauben, glauben sie nicht an nichts – sie glauben an alles.“ Das hat sich als wahr erwiesen. Aber wie lief das ab?

Der große Fehler ist es, die Religion und die Vernunft als diametrale Gegensätze zu betrachten. Sie sind es nicht. Tatsächlich ist die Vernunft wesentlich für die jüdisch-christlichen Tradition.

Die Bibel liefert das Bild eines rationalen Schöpfers und ein geordnetes Universum – die entsprechend die Schablone für die Ausübung der Vernunft und die Entwicklung der Wissenschaft liefert.

Dawkins schüttet seinen Hohn besonders über biblische Wunder aus, die nicht mit der wissenschaftlichen Realität korrespondieren. Aber religiöse Gläubige haben andere Arten diese Ereignisse zu betrachten, wobei viele sie entweder als Metaphern oder als natürliche Geschehnisse ansehen, die mit einer größeren Bedeutung umgeben sind.

Das Herz der jüdisch-christlichen Tradition ist der Glaube an das Konzept der Wahrheit, das die Vernunft aufkommen lässt. Aber unser postreligiöses Zeitalter hat proklamiert, dass es so etwas wie objektive Wahrheit nicht gibt, sondern nur das was „für mich wahr“ ist.

Der Grund dafür ist, dass unsere Gesellschaft nichts duldet, was dem, „was ich will“, im Weg steht. Wie wir uns bei etwas fühlen ist zum Wichtigsten überhaupt geworden. Und so ist die Vernunft von der Emotion entthront worden und das Denken wurde durch Gefühle ersetzt.

Das bedeutet, dass unsere Gesellschaft nicht länger zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden kann, indem sie Beweise und Logik nutzt. Und dieser Zusammenbruch der objektiven Wahrheit hat im Gegenzug dazu geführt die Gesellschaft selbst zu untergraben, die eine Rolle spielt, für die sie nicht gerüstet ist.

Als die Wissenschaft sich im Westen erstmals entwickelte, dachte sie sich selbst nur als ein Werkzeug zur Erkundung der natürlichen Welt. Sie schüttete keinen Hohn über Religion aus; in der Tat waren die Wissenschaftler überwältigend religiös Gläubige (wie es heute noch viele sind).

In modernen Zeiten hat die Wissenschaft allerdings dem „Scientismus“ zum Aufstieg verholfen – das ist der Glaube, dass die Wissenschaft alle Fragen der menschlichen Existenz beantworten kann. Das stimmt nicht. Die Wissenschaft kann nicht die Herkunft des Universums erklären. Dennoch maßt sie sich an, das tun zu können und das Ergebnis davon ist, dass sie in die Irrationalität abgeglitten ist.

Das auffälligste Beispiel dafür wird von Dawkins selbst geliefert, der die Regeln der wissenschaftlichen Beweisführung bricht, indem er zu behaupten versucht, dass Darwins Theorie der Evolution – die erklären wollte, wie sich komplexe Organismen durch zufällige natürliche Selektion entwickelten – auch für die Herkunft des Lebens selbst erklärt.

Dafür gibt es keinerlei Beweise und es ist nicht logisch. Immerhin, wenn die Leute sagen, dass Gott das Universum nicht geschaffen haben kann, weil das die Frage aufwirft wer Gott geschaffen hat, dann folgt daraus, dass Wissenschaftler, die sagen das Universum begann mit einem Urknall, eine weitere Frage aufgeworfen wird: „Was hat den Urknall geschaffen?“ Tatsächlich würde, wenn der Ursprung des Lebens wirklich spontan wäre, dies etwas darstellen, das religiöse Menschen ein Wunder nennen würden. Daher ähnelt diese Behauptung an sich weniger der Wissenschaft, als mehr dem Aberglauben, über den sich Dawkins lustig macht.

Mehr noch: Da die Wissenschaft uns im Endeffekt überall hin bringt, wohin die Beweise uns führen, haben die Erkenntnisse von mehr als 50 Jahren DNA-Forschung – die die beinahe unglaubliche Komplexität der Anordnungen, die zur Produktion des Lebens nötig sind – die Theorie in Zweifel gebracht, dass das Leben spontan in einem zufälligen Universum entstand.

Diese Theorie steht – natürlich – heftiger Gegenargumentation offen, aber Leute wie Prof. Dawkins und andere haben sich mächtig ins Zeug gelegt zu verhindern, dass sie überhaupt verbreitet wird; ihr Grund dafür: sie leugne wissenschaftliche Beweise wie die dokumentierten fossilen Funde und sei daher wertlos.

Dennoch sind angesehene Wissenschaftler gejagt und ihre Karrieren gefährdet worden, weil sie dafür eintraten, dass die fossilen Funde ein gigantisches Loch aufweisen. Vor etwa 570 Millionen Jahren, in einer Periode, die wir als kambrische Explosion kennen, entstanden die meisten Formen tierischen Lebens scheinbar ohne jegliche evolutionäre Vorgeschichte. Diese Wissenschaftler führen an, dass nur „rationale Agenten“ die Fähigkeit gehabt haben können solch komplexe und durchorganisierte Systeme zu schaffen.

Ob sie recht haben oder nicht (und ich weiß das nicht), ihre wissenschaftliche Argumentation zur Abwesenheit von Beweisen, um die Behauptung zu unterstützen, dass Leben sich selbst spontan schuf, wird unterdrückt – mit der total perversen Begründung, dass diese Argumentation den Regeln der Wissenschaft, wonach Beweise zur Stützung einer Theorie gebraucht werden, nicht entspräche.

Der Ergebnis dieser Arroganz ist, dass der Westen – der Schmelztiegel der Vernunft – die Uhr in ein vormodernes Zeitalter der Aufklärungsfeindlichkeit, der Dogmen und säkularen Hexenjagden zurückdrehen. Weit davon entfernt die Vernunft hoch zu halten, ist die Wissenschaft selbst unvernünftig geworden. Wenn also Prof. Dawkins gegen „New Age“-Irrationalität wettert, dann kommt unweigerlich das Bild vom Topf und Deckel auf.

11.8.07 19:09


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