HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Kaffiyah Y'Israelit

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die Welt+Nahost

Gut gemeinte falsche Ansicht

Im Vorfeld der Konferenz von Annapolis ist wieder einmal von den heiligen Orten die Rede. Dabei wird immer gerne betont, dass der Tempelberg in Jerusalem der drittheiligste Ort des Islam ist. Dazu wird dann natürlich auch gerne die muslimische Bezeichnung „Haram al-Scharif“ verwendet, um den muslimischen Anspruch per Namensgebung zu verdeutlichen. Das geschieht natürlich unabhängig von der Glaubwürdigkeit der Behauptung und dem Umgang der Muslime mit dem Ort im Lauf der Geschichte.

Im Gegensatz dazu ist vom „heiligsten Ort des Judentums“ weniger oft die Rede. Vor allem wird dann gerne die „Klagemauer“ (Kotel/Westmauer/Tempelbergmauer) als heiligster Ort der Juden genannt. Diese Bezeichnung ist aber nicht nur falsch, sie führt auch in die Irre.

Die Westmauer ist ein kleiner Teil der Stützmauer eines Plateaus mit der die heiligste Stätte der Juden eingefasst war, der Tempelberg und die Stelle des Allerheiligsten im Tempel.

Man kann vielen Menschen sicherlich zu Gute halten, dass sie diese Unterscheidung nicht böswillig machen, viel eher aus Bequemlichkeit und weil man die Juden an der Mauer so intensiv beten sieht:

Wenn man aber den Hasmonäer-Tunnel besucht, dann kann man sehen, dass es viele „Hardcore-Orthodoxe“ lieber dort beten, weil man sich dort näher am Allerheiligsten befindet. Das sehen auch viele so, die ihre Notizen mit Gebetsanliegen lieber hier in die Mauerritzen stecken als an der Mauer unter freiem Himmel.

Aber der Glaube, dass die Mauer die heiligste Stätte der Juden ist, führt auch dazu, dass an eine einfachere Lösung der Teilung Jerusalems zwischen Israel und den Palästinensern geglaubt wird, bei der der Tempelberg (das Plateau) den Muslimen und die Mauer den Juden überlassen wird. Diese „einfache“ Lösung zu vertreten verhindert, dass über verschiedenes nachgedacht wird.

Wird zugegeben, dass der ganze Tempelberg den Juden heilig ist, als Ganzes ihre heiligste Stätte weltweit, dann müsste man sich fragen, warum der Felsendom absichtlich auf dem heiligsten Ort der Juden gebaut wurde. Man müsste anfangen Fragen darüber zustellen, ob der Koran Jerusalem erwähnt (tut er nicht ein einziges Mal) oder ob Mohammed je auf seinem geflügelten Pferd dorthin flog. Man könnte beginnen Analogien zwischen der islamischen Zerstörung von Buddha-Statuen, Hindu-Tempeln und jüdischer heiliger Stätten (bspw. dem Josephgrab in der „Westbank“) zu sehen.

Man könnte sogar anfangen sich zu fragen, warum der Felsendom, wenn er doch eine so bedeutende muslimsche heilige Stätte ist, bis in die 1920-er Jahre hinein eine ziemliche Ruine war

Nein, es ist weniger mühsam vorzugeben, dass die „Klagemauer“ der heiligste Ort des Judentums ist und dass die Juden keine religiösen Ansprüche auf den Tempelberg haben. Dass selbst Israelfreunde dieses Missverständnis pflegen, macht es den Gegnern Israels leichter Ansprüche der Araber durchzusetzen, die Israel schaden.

17.11.07 12:39


Nicht nur Desmond Tutus Märchenstunden

Es gibt in dieser Zeit eine Neuauflage unrühmlicher „innerer“ Kämpfe im Lager der Unterstützer Israels und Islamkritischer Organisationen. In Europa versuchen SIOE und andere sich von vermeintlichen Neonazis zu distanzieren; Little Green Footballs versucht mit aus dem linken Lager kommenden (teilweise klaren Falsch-)Informationen das Brussels Journal in die Naziecke zu drängen. Und in den USA bekriegen sich die Anti-Defamation League und die Zionist Organization of America.

Wie schädlich das ist, versucht Jonathan Tobin in einer Kolumne darzustellen, die sich mit einer Streit der beiden Organisationen über die Einschätzung des südafrikanischen anglikanischen Bischofs Desmond Tutu beschäftigt, der seit Jahren Israel beschimpft und die übelsten Verleumdungen gegen den Staat ausstößt – aber nicht nur dabei bleibt.

Die Frage ist, ob man sich um solche Idioten scheren oder einen Dreck scheren sollte. Tobin sagt ganz klar, dass es wichtig ist, sich darum zu kümmern, weil sie diejenigen sind, die das Klima bestimmen, in dem über Israel und das Judentum gesprochen wird.


Tanzen mit Desmond

Wer kümmert sich schon um die falschen Vorwürfe eines südafrikanischen Geistlichen? Sollten wir vielleicht alle!
Jonathan Tobin, Jewish World Review, 12. November 2007

Im Verlauf dieses Monats sollen Repräsentanten der Regierung Israels an einem neuen Friedensgipfel in Annapolis (Maryland) teilnehmen, der von der Bush-Administration die Schirmherrschaft übernommen hat.

Außenministerin Condoleezza Rice hat das Ziel einen palästinensischen Staat zu schaffen, bevor die Amtszeit ihres Bosses im Januar 2009 zu Ende geht. Um nicht als Verhinderer dieses Zieles da zu stehen, hat Premierminister Ehud Olmert die Konferenz enthusiastisch begrüßt. Angesichts der Tatsache, dass die Geschichte der Nahost-„Friedens“-Gipfel zeigt, dass solche Sitzungen im Konklave genauso wahrscheinlich die Gewalt erhöhen, wie sie Versöhnung hervor bringen, steht für die Zukunft Israels in Annapolis enorm viel auf dem Spiel.

Kann es in diesem dramatischen Kontext etwas unlogischeres geben als Streit unter amerikanisch-jüdischen Gruppen darüber, was an den Antworten an Israels Feinde richtig und falsch ist?

Dem ersten Anschein nach ist die Antwort auf diese Frage ein klares „Nein“.

Letzten Monat führten die Anti-Defamation League und die Zionist Organization of America zum wer weiß wievielten Mal ein Wie du mir so ich dir Abstauben des Zweikampfs der Zitate zwischen ihren jeweiligen Anführern Abraham Foxman und Morton Klein. Ihr Disput konzentrierte sich darauf, ob es für Juden eine gute Idee war, sich gegen eine Einladung des südafrikanischen Geistlichen Desmond Tutu zu wenden, der an der University of St. Thomas in St. Paul (Minnesota) sprechen sollte. Tutu wurde eingeladen und dann wieder ausgeladen, nachdem einige örtliche Juden mit Zitaten aus der Recherche der ZOA zum anglikanischen Erzbischof protestierten. Dann, nachdem die ADL sich gegen den Protest ausgesprochen hatte, wurde Tutu wieder eingeladen.

Der Angelpunkt der Diskussion war, ob eine Presseerklärung der ZOA, die sich auf Tutus Geschichte antiisraelische Äußerungen konzentrierte, genau war. Ein Bericht der Jewish Telegraphic Agency (JTA) besagte, dass das vernichtendste, von der ZOA aufgenommene Zitat aus einer in Boston gehaltenen Rede von 2002 eine ungenaue Zusammenfassung statt eines behaupteten direkten Zitats sei. Aber eine darauf folgende Veröffentlichung seitens der ZOA mit weiteren Zitaten Tutus ließ es so aussehen, dass die Substanz ihres ursprünglichen Schreibens tatsächlich korrekt sein könnte.

Am Ende war ein Kommentar Kleins gegenüber einem JTA-Reporter, der es so aussehen ließ, als ob es Klein die Genauigkeit seiner Recherche gleichgültig sei, so lange die beabsichtigten Ziele die Bösen sind, der schlimmste Fehler, den die ZOA machte. Das sorgte dafür, dass Klein schlechte Presse bekam, ließ mich aber mit der Frage zurück, warum irgendjemand sich um irgendetwas kümmern sollte, das der 76-jährige Tutu sagt, schon gar in einer Schule in Minnesota, von der ich (und wahrscheinlich die meisten von Ihnen) bis dato niemand je gehört hat. Tutu mag den Friedensnobelpreis erhalten haben, aber außer dieser zweifelhaften Ehre (die ihn in eine entschieden gemischte Gesellschaft bringt): Was hat Tutu in den letzten 20 Jahren getan außer Reden zu halten?

Sicher ist er nicht all dieses Gezänk wert, außer als Entschuldigung dafür die sinnlose Fehde zwischen den Führern der größeren und einflussreicheren ADL und der weit kleineren ZOA immer wieder fortzuführen.

Aber ein paar Wochen danach kehrte Tutu zu der Rede zurück, die die ZOA angeblich falsch dargestellt hatte und sagte – mehr oder weniger – genau das alles noch einmal. Der Boston Globe berichtete, dass Tutu am 27. Oktober auf einer Konferenz sprach, die von den Friends of Sabeel, einer virulent antizionistischen, linken Gruppe christlicher Palästinenser gesponsert wurde und in Bostons historischer Old South Church statt fand. Diejenigen, die den Berichten über die Rede nicht glauben mögen, können direkt zu ihrer Verschriftlichung gehen: www.boston.com/news/daily/29/102907speechtext.pdf

Wie in der Vergangenheit behauptete Tutu als Freund der Juden und „geistiger Nachfahre“ des Judentums zu sprechen. Aber sein Reden zielte auf die Delegitimierung des jüdischen Staates. Er behauptete fälschlich, dass dessen Anstrengungen sich gegen den palästinensischen Terror und den fortgesetzten Vernichtungskrieg seitens der arabischen und muslimischen Welt (Themen, die er für der Erwähnung unwürdig befindet) zu verteidigen, dasselbe oder schlimmer sind als die Apartheid, gegen die er in Südafrika kämpfte.

Aber Tutu ging noch weiter und berief sich gegen die Juden auf die Bibel und die jüdische Geschichte: „Erinnert euch, was euch in Ägypten und vor gar nicht langer Zeit in Deutschland geschah – erinnert euch und handelt danach.“ Sich auf den Auszug aus Ägypten wie auf den Holocaust zu berufend, predigte der Südafrikaner, dass der Gott Israels die Juden wegen der ihnen vorgeworfenen Übertretungen gegen die Palästinenser verurteilen und bestrafen werde.

„Eines Tages fallt ihr in euch zusammen“, donnterte Tutu.

Haarspalter sind eingeladen darüber zu diskutieren, ob das Antisemitismus ist oder lediglich eine weniger schwer wiegende Variante von Hassrede. Interessant war die Tatsache, dass er über die angeblichen Sünden der „Juden“ sprach statt die des Staates Israel. Und da seine Sabeel-Gastgeber wiederholt in ihrem Reden gegen Israel den Gottesmord-Mythos über die Mörder Christi angeführt haben, fällt es schwer Tutu die zweifelhaften Umstände günstig auszulegen. Aber wie auch immer man diese Rede und andere, die er früher gehalten hat, benennen will, in denen er sagte, Israel und „die jüdische Lobby“ würden wie Hitler und andere Tyrannen zu Fall gebracht werden, sind die Folgen bedenklich.

Der Publizist Martin Peretz (der auch ein Vertrauter des neuesten Friedenspreis-Gewinners Al Gore ist) schrieb in seinem Blog für The New Repbulic: „Tutu hat sogar Jimmy Carter übertroffen... was eine gewisse Bitterkeit mit sich bringt... Natürlich ist Tutus Moralisieren historisch blind... Warum ermutigt er solche Selbsttäuschung zum Preis von Blutvergießen und besonders palästinensischem Blut?“

Noch bedeutsamer ist der Fakt, dass einige bei uns hier wieder versucht haben Tutu zu verteidigen. Matthew Duss nahm Peretz in dem einflussreichen liberalen Journal American Prospect heftig unter Beschuss und behauptete, es sei „verleumderisch“ Tutu, den er als „einen der größten moralischen Lehrer unseres Zeitalters“ bezeichnete, zu beschuldigen er sage irgendetwas Falsches.

Bei all dem wunderte ich mich wieder, ob wir nicht doch genauer darauf achten sollten, was Leute wie Tutu sagen.

Verglichen mit den Ereignissen, die sich bald in Annapolis entfalten werden, mag die ermüdende Aufregung über Tutu unwichtig sein und Gegenangriffe der pro-Israel-Kräfte, die sich auf ihn konzentrieren, Verschwendung von Zeit und Kraft sein. Aber diejenigen, die sich fragen, ob die Besessenheit der Regierung mit der palästinensischen Eigenstaatlichkeit Olmert Gegenwind geben werden, müssen lange und genau über die Art und Weise nachdenken, wie die Schwätzer dieses Landes sich zum Konflikt äußern.

Die wachsende Akzeptanz antiisraelischer Schmähungen, die im besten Fall Anklagen des Judentums als Ganzes zu sein scheinen, sind schlicht zu missbilligen. Sie sind der Zusammenhang, in dem sich die Debatte über Israel und die Palästinenser nach Annapolis abspielen wird.

Die Kämpfe, die amerikanische jüdische Gruppen gegen einander führen mögen nicht mehr als ein Gähnen wert sein. Aber Tutu, Jimmy Carter und Bücher wie Stephen Walts und John Mearsheimers „Die Israel-Lobby“ werden mit Sicherheit eine entscheidende Rolle darin spielen zu bestimmen, wie der jüdische Staat in der kommenden Krise und denen, die darauf folgen werden, gesehen wird. Der Einfluss dieser Personen und die Falschheit, die sie verfechten, werden den intellektuellen Kräften helfen, die dazu in Stellung gebracht wurden alle Schuld bei Israel zu suchen (egal, was es alles abgibt und einräumt) und die Palästinenser für unschuldig halten (egal, welche Gräueltaten sie begehen).

Und das ist etwas, worüber Freunde Israels sich tatsächlich Sorgen machen sollten.

12.11.07 23:33


Mullah knapp daneben…

Wenn Kommunisten und Islamisten sich aneinander aufgeilen wollen, um dem gemeinsamen Feind so richtig eine reinzuwürgen, dann kann das gelegentlich schon mal nach hinten losgehen:

Tumult auf dem islamisch-marxistischen Gipfel in Teheran

GatewayPundig, 16. Oktober 2007

Es sollte eine gesegnete Zeit sein, um zusammen zu kommen und den Großen Satan zu dissen… Aber statt dessen Die islamistisch-marxistische Konferenz brach in Chaos aus, nachdem Aleida Guevara, Che Guevaras Tochter, die Zuhörerschaft mit einer blasphemischen Bemerkung.

Alles begann damit, dass Hadsch Sayid Qassemi, der Koordinator der Vereinigung der Freiwilligen für Selbstmord-Märtyrertum, darauf bestand, dass der Kommunismus auf den Müllhaufen der Geschichte verfrachtet wurde. Von da an ging es nur noch bergab.

Traurigerweise musste man Aleida und ihren Bruder Camilo schnell verschwinden lassen, nachdem die Konferenz in Tumult ausartete. Amir Taheri berichtet in der New York Post:

Die Konferenz hieß „Che wie Chamran“, ein Wortspiel, das die „gemeinsamen Ziele“ des Marxismus und des Islamismus betonen sollte. Sie ehrte Mostafa Chamran am 26. Jahrestag seines Todes, der mit dem 40. Jahrestag des Todes der kubanisch-argentinischen Guerilla-Ikone Che Guevara zusammen fiel.

Chamran war ein militanter Khomeini-Anhänger iranischer Herkunft, der in den 1960-er Jahren US-Bürger wurde, bevor in den Libanon reiste, wo er die Guerillagruppe Amal gründete. Er reiste 1979 in den Iran ein und half den Mullahs bei der Machtergreifung. Von Khomeini wurde er 1981 zum stellvertretenden Verteidigungsminister ernannt. Einige Monate später starb er bei einem Verkehrsunfall.

Die Konferenz hatte drei Ehrengäste: Mahdi Chamran, Bruder von Mostafa und Kumpan von Ahmadinedschad, und Ches Tochter Aleida und seinen Sohn Camilo.

Aleida ist Kinderärztin und lebt in Havanna; sie trug den vorgeschriebenen khomeinistischen Hijab, während ihr Bruder Designer-Stummel im Gesicht hatte wachsen lassen, um seinen Gastgebern zu gefallen. Außerdem nahmen eine Reihe alternder europäischer und lateinamerikanischer „Guevaristas“ und libanesische Hisbollah-Kader teil...

Alles ging dank eines Schlüsselsprechers schief, Hadsch Sayid Qassemi, der den Titel „Koordinator der Vereinigung der Freiwilligen für Selbstmord-Märtyrertum“ trägt. Er pries den verstorbenen „Che“ als „einen wahren Revolutionär, der dem großen amerikanischen Satan vor Angst erzittern ließ.“ Dann „enthüllte“ er, dass Guevara „ein wahrhaft religiöser Mann war, der an Gott glaubte und den Kommunismus und die Sowjetunion hasste“.

Heute ist der Kommunismus auf den Müllhaufen der Geschichte verfrachtet worden, wie es der Imam Khomeini vorher sah“, sagte Qassemi. „Daher müssen überall die Progressiven die Führung unsere religiöse, für Gerechtigkeit eintretende Bewegung akzeptieren.“

Aleida forderte das Recht eine Antwort zu geben und erklärte der Konferenz, dass Qassemis Behauptung auf einer schlechten Übersetzung gründen könnte: „Mein Vater hat Gott nie erwähnt“, sagte sie, während die Halle in gekränktem Unglauben aufseufzte. „Er hat Gott nie getroffen.“

Diese Bemerkung verursachte ein Spektakel, inmitten dessen man Aleida und ihr Bruder schnell in der Versenkung verschwinden ließ, in ein Auto verfrachtete und mit Eskorte in ihr Hotel fuhr.

Wer von denen ist friedlicher und toleranter? Oder: Gibt es eventuell die Möglichkeit, dass die einen – die hartnäckigen Kommunisten – etwas aus ihrer Erfahrung bei den Gesinnungsgenossen von der grünen Flagge lernen?

17.10.07 21:21


Von Helden und Schurken

Melanie Philipps, diary, 3. Oktober 2007

Es gibt viele wichtige Innen-Einsichten in diesem Bericht über die jährliche Internationale Konferenz zur Terrorismusbekämpfung an Interdisciplinary Centre in Herzliya. Eine davon ist diese des berühmten Steven Emerson, Direktor des Investigative Project on Terrorism, über die außergewöhnliche Übertragung des Opferstatus, der in Amerika genauso wie in Großbritannien statt gefunden hat:

Die Ironie, deckte er auf, ist die, dass es in den USA zehnmal mehr Hass-Verbrechen gegen Juden als gegen Muslime gibt. Trotzdem gibt es, was die Berichterstattung angeht, 100-mal mehr Artikel und Nachrichtenmeldungen über die Hass-Verbrechen gegen Muslime. Und was stellt für diese Menschenrechtsgruppen ein Hass-Verbrechen dar? Schauen Sie sich ihre Liste an. Dazu gehört die Verhaftung eines prominenten Hamas-Agenten mit dem Verdacht auf Verbindungen zum Terrorismus.

Ein Grund für diese faktische und moralische Umkehrung ist das Gruppendenken der Linken, die annimmt, dass Menschen aus der Dritten Welt per Definition Opfer sind und daher nichts Falsches tun können. Der ikonenhafte Held dieser Weltsicht ist Nelson Mandela – und nicht der Hauch einer Kritik wurde im Westen gegen den African National Congress wegen seines Kampfes gegen das illegitime Apartheid-Regime gerichtet. Aber in der realen Welt hinter dem karikativen Mechanismus der Linken könnten diejenigen, die gegen ein Schurken-Regime kämpfen, selbst Schurken sein. Hussein Solomon, muslimischer Professor an der Universität von Pretoria in Südafrika und Direktor des Centre for International Political Studies an seiner Universität, sagte auf der Herzliya-Konferenz, das der ANC mit dem jihadistischen und antijüdischen Terror in einem Bett liegt:

„Ich habe bis heute sieben Todesdrohungen erhalten“, gab er gegenüber Metro bekannt. „Was war mein großes Verbrechen? Von der South African Zionist Federation (SAZF – Südafrikanische Zionisten-Vereinigung) in Johannesburg eingeladen worden zu sein, um mir die Bühne mit Juden zu teilen und die israelisch-palästinensische Frage zu diskutieren! Dass ich gegen die Besatzung der Westbank bin, war irrelevant. Die bloße Tatsache, dass ich eine öffentliche Einladung der ‚Zionisten’ angenommen hatte, war in den Augen der örtlichen muslimischen Gemeinde Verrat. Als nächstes wurde ein Gerücht verbreitet, dass die SAZF nur Mossad-Agenten einlädt; daher musste ich ein solcher Agent sein. Bald wurde das Gerücht zur akzeptierten Tatsache und ich war ein legitimes Ziel geworden, um umgelegt zu werden.“

Solomon ist nicht einverstanden mit einer naiven Welt, die “immer noch vom 1994-er ‘Wunder’ von Südafrika eingeschlossen ist, als Nelson Mandela Präsident wurde. Sie haben dieses Bild eines Landes, zeitlich eingefroren, im Licht der ewigen Moral angestrahlt. Mein Land hat sich seitdem fortbewegt und ja, es ist zwar viel erreicht worden, aber es hat auch ernste Fehler gegeben, die ethisch und moralisch verstörend sind. Leider ist Südafrika ein Nährboden für jihadistsiche Aktivitäten geworden.“ Er machte keinen Hehl daraus,d ass Al-Qaida und die Hamas Zellen in Südafrika eingerichtet haben. Die muslimische Gemeinschaft repräsentiert nur 1,5 bis 2 Prozent der Gesamtbevölkerung Südafrikas, aber, sagt Solomon, es wäre ein Fehler zu glauben, dass sie keine Gefahr darstellt. „Sie müssen verstehen, dass die jihadistischen Aktivisten heute nicht an das Modell des Nationalstaats gebunden sind. Ihre Ansprüche sind global und sie betrachten sich als Krieger für die Beherrschung der Welt. Südafrika ist für diese Typen nur ein Steinchen auf dem Weg zur Schaffung des Kalifats.“

Es ist tragisch, dass ein ehemals unterdrücktes Volk, die Schwarzen Südafrikas, sich nicht mit den Juden Israels identifizieren, die unter ihre Existenz bedrohenden Angriffe durch die Araber leben, die ihnen ihre Recht auf Selbstbestimmung in ihrem einzigen Zuflucht vor globaler historischer Unterdrückung verweigern, sondern mit denen, die die Juden auslöschen wollen und darüber hinaus das Licht der Freiheit überall ausblasen wollen. Der ANC verhält sich so, weil er eine revolutionär-marxistische Bewegung ist, die letztlich für die Auslöschung der Freiheit steht – eine Ideologie, die ihr ehemaliges, nobles Ziel der Sicherstellung der Freiheit ihres eigenen Volkes vor Unterdrückung auf fatale Weise verbiegt und übertrumpft. Die groteske Verdrehung ist: Israel wird derzeit von den ANC-Vertretern dämonisiert und delegitimisiert – damit beteiligen sie sich an dem, was mit Sicherheit „Apartheid-Leugnung“ genannt werden kann, da solch falsche Vergleiche nicht nur Israel verleumden, wo israelische Araber gleiche Rechte haben (und die Araber in den umstrittenen Gebieten, die in einem Verteidigungskrieg besetzt wurden sich überhaupt nicht in Israel befinden und statt dessen vorgeben Bürger eines ganz anderen Landes zu sein), sondern auch dazu dienen, die brutale Realität des wirklichen Apartheids-Regimes Südafrikas zu negieren.

5.10.07 16:34


Schweigen zu Nahr al-Bared

Khaled Abu Toameh
commentarymagazine.com, contentions – July 31, 2007

In den letzten drei Monaten ist palästinensisches Flüchtlingslager im Nahen Osten angegriffen worden, was den Tod von Hunderten Menschen und die Flucht von fast der Hälfte der 40.000 Einwohner des Lagers zur Folge hatte. Aber der UNO-Sicherheitsrat hat keine Dringlichkeitssitzung abgehalten, um den Angriff zu verurteilen. Auch haben die Regierungen von Frankreich und Großbritannien keine Erklärungen abgegeben, die die „Gräuel“ gegen die palästinensischen Flüchtlinge im Lager Nahr al-Bared im Norden des Libanon verurteilen. Denen, die sich fragen mögen, warum es keinen öffentlichen Aufschrei gibt, kann eine einfache Antwort gegeben werden. Die Armee, die das Lager mit schwerer Artillerie und Kampfhubschraubern angreift, ist nicht die IDF. Es ist eine arabische Armee – die libanesische Armee.

Palästinensische Flüchtlingslager in den palästinensischen Gebieten und im Libanon haben lange verschiedenen Terrorgruppen als Basis gedient. In der Westbank und dem Gazastreifen ist die IDF in den letzten Jahren gezwungen gewesen gezielte Operationen gegen die Terroristen der Hamas, der Fatah und des Islamischen Jihad durchzuführen, die unter Zivilisten Schutz finden. Die meisten israelischen Militäroperationen haben scharfe Kritik der internationalen Gemeinschaft und der arabischen Welt nach sich gezogen, selbst wenn die Angriffe mit der Tötung oder Gefangenname nur der Terroristen endeten.

Ich war einer der Journalisten, die über die Schlacht im Flüchtlingslager Jenin in der Westbank im Jahr 2002 berichtete. Damals verloren die Israelis 23 Soldaten, weil sie keine Artillerie und Panzer einsetzen wollten, aus Angst, dass Zivilisten verletzt werden könnten. Ich erinnere mich noch immer daran, wie IDF-Offiziere vor dem Einsatz ihre Soldaten instruierten und sie aufforderten ihr Äußerstes zu tun, um zivile Opfer zu vermeiden. Obwohl mehr als 80 Prozent der Opfer der folgenden Schlacht Mitglieder bewaffneter Gruppen waren, die frei im Lager operierten, bezeichnen viele Menschenrechts-Organisationen (und einige Regierungen) weiterhin die Ereignisse dort als „Massaker von Jenin“.

Im Fall von Nahr al-Bared liegt die Sache völlig anders. Niemand scheint sich um die Tatsache zu kümmern, dass Dutzende Zivilisten in den Kämpfen zwischen libanesischen Truppen und Terroristen der zur mit Al-Qaida verbundenen Fatah al-Islam getötet worden. Ein Palästinenser, der vor zwei Wochen aus dem Lager floh, erzählte mir, dass in den Kämpfen mehr als 200 Häuser komplett zerstört wurden und dass Leichen Wochen lang auf den Straßen lagen.

„Wir selbst haben diese Tragödie über uns gebracht“, gab er zu. „Wir haben dieser Gruppe Terroristen erlaubt im Lager ihre Basis zu schaffen und jetzt zahlen wir den Preis dafür. Die Welt kümmert sich nicht mehr um uns, weil sie sagt, wir haben Terroristen beherbergt und ihnen Lebensmittel und Medikamente besorgt.“ Haben palästinensische Flüchtlinge in anderen Lagern des Nahen Ostens denselben Schluss gezogen? Die Antwort ist ein großes Nein. Milizionäre und bewaffnete Gangs operieren weiterhin in den meisten dieser Lager, besonders in den Palästinensergebieten und im Libanon. Die libanesische Armee und die IDF haben immer noch eine Menge schwieriger Arbeit vor sich. Leider werden viele Zivilisten weiterhin den Preis dafür bezahlen – außer sie wachen eines Morgens auf und entscheiden sich die Terroristen aus ihren Straßen zu jagen.

3.8.07 15:26


Der pure Realismus?

„Das ist ein ideologischer Kampf. Wir sehen vor uns den Unterschied zwischen einer Gruppe von Leuten, die diejenigen Palästinenser repräsentieren wollen, die an Frieden glauben, die wollen, dass es ihrem Volk besser geht, die an die Demokratie glauben – sie brauchen Hilfe, um die Institutionen aufzubauen, die notwenig sind, damit die Demokratie blühen kann und sie brauchen Hilfe, um Sicherheitskräfte aufzubauen, damit sie am Ende durchsetzen können, was die meisten Menschen wollen: in Frieden zu leben – und das gegen eine Gruppe Radikaler und Extremisten, die bereit sind Gewalt zu benutzen, manchmal unaussprechliche Gewalt, um ein politisches Ziel zu erreichen.“

Worte von Präsident Bush bei der Pressekonferenz mit Ehud Olmert.

Da fragt man sich, was die Jahre seit 1993/94 los gewesen ist. Wer hat in diesen Jahren die Demokratie NICHT aufgebaut? Wer hat in diesen Jahren die Sicherheitskräfte NICHT zu Polizisten, sondern Judenmördern ausgebildet? Wer hat in diesen Jahren bewiesen, dass er NICHT an den Frieden glaubt, NICHT für den Frieden arbeitet und NICHT auf Gewalt verzichtet? Wer hat in diesen Jahren bewiesen, dass er Gewalt, manchmal unaussprechliche Gewalt nutzt, um seine politischen Ziele zu erreichen? Nur die Hamas?

Es ist schon erstaunlich, was der Präsident da in Gegenwart des israelischen Ministerpräsidenten unwidersprochen von sich geben kann; wie die Erfahrungen der letzten 14 Jahre ausgeblendet werden und wie wenig man aus der Geschichte zu lernen bereit ist. Olmert wie Bush kommen offenbar gar nicht auf die Idee zu berücksichtigen, dass die Hamas NICHT das große Problem der Zeit nach Oslo war, sondern die PLO/Fatah. Heute hofieren sie Abbas genauso, wie sie früher Arafat hofiert haben. Und so soll es anscheinend überall weiter gehen.

Was hat die Fatah vorzuweisen, um diese positive Bewertung zu rechtfertigen? Hat sie ihre Hetze in den Medien aufgegeben? Die Gehirnwäsche der Schüler? Die Hasserzeugung in den Medien? Die Geiferei in den Moscheen?

Die Fatah hat in den Jahren seit 1993/94 die Grundlagen gelegt. Sie hat nicht einen einzigen Schritt zum Frieden getan. Sie hat dafür gesorgt, dass die Hamas auf dieser Grundlage argumentieren kann: Seht, wir machen es konsequent, nicht so wie die Schlappschwänze der korrupten Fatah!

Dass bei aller angekündigten Unterstützung und Lippenbekenntnisse mit den Israelis verhandeln zu wollen bei der Fatah nichts substanziell anders läuft als bei der Hamas, ist offenkundig – außer, man will auf Teufel komm raus die gegenüber der Hamas „gemäßigte“ Fatah sehen, die damit schon zu den Guten zählen muss. Als wenn die Wahl zwischen Hamas und Fatah nicht die zwischen Pest und Cholera sei! Als würde es keine Fatah-Leute geben, die gemeinsam mit anderen Terrorgruppen Juden morden!

Da kann man sich nur dem Kommentar von IMRA anschließen: Unter Ignorierung der Fatah-Gangster, die derzeit in die Planung und Ausführung von Terroranschlägen involviert sind, sollte betont werden, dass der „moderate“ Mahmud Abbas nicht „an Frieden glaubt“ – er glaubt, dass es nicht effizient ist Israelis zu ermorden, so lange man seinem Ziel näher kommt, ohne einen Schuss abzugeben. Und wenn das Reden einen nicht länger deinem Ziel näher bringt – dann geht man eben wieder zurück zum „Widerstand“.

Genau diese Strategie betreibt wird ignoriert. Sei wird von der Fatah nicht einmal durchgängig eingehalten, weil oft genug „Widerstand“ und Gerede nebeneinander her laufen. Und wenn sie nicht selbst morden – das hat die Hamas von ihnen übernommen – dann tun sie erst rechts nichts dagegen, dass andere diese Rolle übernehmen. Und diesen Massenmördern wollen Bush und Olmert (und praktisch ganz Europa) helfen – die väterlichen Freunde, die schützend ihre Hand über die weniger schlimmen Mordbrenner halten, weil die eben nicht anders können und doch entgegen aller Fakten am Ende dem Gerede nachgeben.

Da bleibt nur der Hinweis auf einen realistischeren Ansatz (habe ich per E-Mail erhalten): Um den Palästinensern zu helfen, sollten wir ihre Führung vernichten, ihre Waffen konfiszieren, ihre Grenzen für weitere Waffenlieferungen undurchdringlich machen.

Kann man nicht besser sagen. Realistisch gesehen sind Bush und Olmert Lichtjahre von der Lösung der innerpalästinensischen Probleme entfernt. Von der Lösung des arabisch-israelischen Konflikts sollten wir lieber gar nicht erst anfangen.

20.6.07 22:53


Die Maschine läuft

Der „Sechstage-Krieg“ – Epizentrum der Falschinformationen zum Nahost-Konflikt, also dem Konflikt zwischen den Arabern und den Israelis/Juden. Sein vermeintlicher Beginn jährt sich diese Woche zum 40. Mal. Und er gibt Anlass für die „schönsten“ Verdrehungen der Geschichte, damit der jüdische Staat als kriegslüstern, rassistisch, ungerecht, imperialistisch, unterdrückerisch und friedensfeindlich dargestellt werden kann.

Jonathan Gurwitz beginnt seine Klage über die Revision der Geschichte anhand des Krieges von 1967 so: Wissenschaftler glauben, die Geschichte begann von 13,7 Milliarden Jahren. Die Eigentümer des gerade eröffneten Kreationsmuseums in Petersburg (Kentucky) glauben, dass die Geschichte vor 6.000 Jahren begann. Die Verteidiger von arabischem Terrorismus und Tyrannei glauben, dass die Geschichte vor 40 Jahren begann.

Das scheint so ziemlich zu stimmen. Oder zumindest gibt es in der Geschichte dieser Leute eine Lücke. Denn da wird der Vorspann in seinem Ausmaß und/oder in seiner Wirkung völlig ignoriert: dass Nasser die UNO-Friedensschützer aus dem Sinai befohlen hatte (und die das ohne mit der Wimper zu zucken befolgten), dass er sein Militär über den Suezkanal und an die Grenze zu Israel verlegte und dass er die Straße von Tiran blockierte – die maritime Lebensader Israels, dessen wichtigster Importhafen Eilat damit von der Außenwelt abgeschottet war. Dazu kamen „Verteidigungs“-Verträge der Ägypter, Syrer und Jordanier untereinander, die mehr als ein klares Signal waren, dass man das „zionistische Gebilde“ umgehend ausradieren wollte; ständige Hetze in den Medien, die den Krieg ankündigten und die Bevölkerung der arabischen Staaten für den bevorstehenden Krieg bereit machten.

Die geschickteren der Relativierer lassen all diese Dinge nicht außen vor oder leugnen sie. Sie setzen sie anders um: Da wird aus dem Vernichtungsszenario eine nicht ernst zu meinende Kulisse, die nicht ganz harmlos, aber völlig ohne tatsächliche Gefahr war, weil die Ägypter und Syrer gar nicht wirklich angreifen wollten. Die haben nur geredet. Und überhaupt war Israel gar nicht der „David“, wie beispielsweise Jeremy Bown von der BBC so „schön“ „erklärt“. Und das hätten sie alle gewusst. Mit der ganzen Weisheit des Rückblicks und der ideologisch verklärten Brille heißt es heute, die Israelis hätten nur etwas durchhalten und verhandeln müssen, dann wäre überhaupt nichts passiert.

Die sehr realen Vernichtungsambitionen, das sehr reale Abwürgen der israelischen Überlebensbasis durch die Sperrung des wichtigsten Hafens, die gelten alle nicht. Nein, Israel hätte nicht zuschlagen dürfen, Israel hätte tun müssen, was es in den letzten 14 Jahren erfolglos versucht. Damals schon, als das Konzept der heutigen Terrorapologeten die heutigen Konzepte des Redens um des Redens willen und das Nachgebens und Beschwichtigens um der eigenen Selbstdarstellung willen noch gar nicht existierten!

Die Widersprüche und Falschheiten interessieren aber nicht. Jeremy Bowen hat am 4. Juni zum Jubiläum in der BBC die antiisraelische Propaganda-Hetze begonnen. Andere werden folgen bzw. mitziehen. Keiner wird anerkennen oder auch nur erwähnen, dass der Krieg im Mai begann, Wochen vorher, mit der Sperrung der Straße von Tiran. Keiner wird anerkennen, dass Israels Präventivschlag mehr als gerechtfertigt war. Als Begründung wird herhalten müssen, dass die Araber überhaupt noch keinen Schuss abgegeben hätten (unter eklatanter Missachtung der Guerillaoperationen und Terroropfer seit 1948). Sie werden die Ängste der Israelis als unbegründete Hysterie definieren, das israelische Militär als allen anderen bekannt überlegen und die Massen der arabischen Waffen herunter spielen. Und vor allem werden sie den Israelis vorwerfen, dass sie Palästinenser vertrieben hätten, Land besetzt hätten und nicht wieder hergegeben haben. Und so wird die nächste Lücke in der Geschichte der Terror-Apologeten zu überspielen versucht: die „drei Nein“ von Karthoum, wo die arabischen Staaten schworen, dass sie nie mit Israel verhandeln, Israel nie anerkennen und nie mit Israel Frieden schließen. Dass die Israelis die eroberten Gebiete wie sauer Brot anboten, fällt unter den Tisch, damit das Bild stimmt.

Es wird interessant sein zu sehen, ob irgendwo objektiv richtige und faktisch korrekte Berichte zum 40-jährigen „Jubiläum“ stehen werden.

Und nächstes Jahr kommt „60 Jahre Israel“ – die Unterschiede zwischen „40 Jahre Israel“ und „50 Jahre Israel“ sind schon gravierend und sprechen Bände. Jetzt wird's noch "besser" werden.

Update 07.06.07: Ich hab’s nicht selbst gesehen, aber die Dokumentation auf arte muss wohl recht in Ordnung gewesen sein. Anders das Magazin Freitag in seiner Ausgabe Nr. 22 vom 1. Juni, in dem Ludwig Watzal, Uri Avnery und ein paar andere Geschichtsrevision par excellence betreiben: Alles, was Israel positiv darstellt ist wahrheitswidrig – die Abschnürung des Seewegs durch die Straße von Tiran war kein casus belli, sondern Legende, und der Angriffskrieg Ergebnis einer Sinnkrise des Staates Israel wie des Zionismus. Die „Besetzung“ durch Siedler ging angeblich überall sofort los (in Wirklichkeit passierte das lediglich im Gush Etzion-Block und in Teilen Jerusalems). Fakten und Aussagen werden schön aus dem Zusammenhang gerissen und gegen Israel gedreht. Damit dieser Staat das ist, was sie unbedingt draus machen wollen.

5.6.07 23:28


Was für ein Boykott!

Was reden sie nicht alle davon die Palästinenserregierung zu boykottieren. Die Hamas darf kein Geld bekommen. Deshalb gibt es keine offiziellen Zahlungen an die PA-Regierung.

Aber ach, die armen anderen dürfen nicht drunter leiden! Die palästinensische Bevölkerung braucht Hilfe. Sie darf nicht dafür bestraft werden, dass sie die Hamas ins Regierungsamt gewählt haben – mit Zweidrittel-Mehrheit! Also müssen Auswege her. Und die wurden im Jahr 2006 schon ausreichend gefunden, so dass gut 900 Millionen Dollar in die Taschen der Bewohner des Gazastreifens und der „Westbank“ flossen.

Äh, wohin? Und was haben sie damit gemacht? Funktioniert jetzt die Müllabfuhr, gibt es eine Abwasser-Kanalisation? Verbesserte Infrastruktur? Höhere Einkommen? Eine positivere Rate bei der Kindersterblichkeit? Funktionieren die Krankenhäuser und die sonstige Gesundheitsversorgung? Gibt es mehr Arbeitsplätze?

Nö – in allen Fällen. Die um die Hälfte erhöhte Finanzierung auf Umwegen hat dafür gesorgt, dass heute mehr Qassams nach Israel geschickt werden als je zuvor; dass es die Intrafada gibt, bei der sich mehr Palästinenser gegenseitig abmurksen als von den Israelis getötet werden.

Und jetzt werden die Geld-Einsätze „ein wenig“ erhöht: Die Niederlande, Schweden und die Vereinigten Arabischen Emirate nehmen die direkten Zahlungen an die PA wieder auf, damit die Hamas nicht zu kurz kommt. Nicht ganz so direkt machen es die USA; die US-Regierung zahlt mal eben 18,8 Millionen Dollar auf ein PLO-Konto (die Hamas ist – bisher – kein Mitglied der PLO), vorgeblich um Mahmud Abbas im Kampf gegen die Hamas zu unterstützen. Dazu schickte das Weiße Haus gerade erst 59 Millionen Dollar für Training und Waffen für die von Abbas kontrollierten bewaffnete Gruppen auf genau dasselbe PLO-Konto.

Wundert es, dass die Hamas damit protzt von den Waffen einen erklecklichen Anteil eingesackt zu haben? Wundert es, dass die Israelis einen der Empfänger des Trainings festgenommen haben, weil der haufenweise Anschläge beaufsichtigte?

Die Holländer stellen in den nächsten Monaten 6,3 Millionen Euro zur Verfügung. Nach den Worten ihres Außenministers ist das in Israels Interesse, weil das Geld die humanitäre Lage von 17.000 Bewaffneten und ihrer Familien verbessern wird. Die Bewaffneten werden es danken – mit ein paar Schüssen auf Juden vermutlich.

Die Vereinigten Arabischen Emirate verletzten die US-Terrorbekämpfungs-Gesetze ebenfalls nicht, indem sie ihre 80 Millionen Dollar auf das PLO-Konto überweisen, da die Hamas der PLO nicht angehört. Herzlichen Dank von den Al Aksa-Märtyrerbrigaden!

Ein wenig anders die folgenden Horte der Verteidigung des Menschenrechts auf Leben: Qatar zahlte in den vergangenen Wochen $44 Millionen direkt an die PA, Norwegen $10 Millionen, die Saudis $50 Millionen. Japan überlegt die direkten Zahlungen wieder aufzunehmen (seit 1993 kamen von dort etwa $900 Millionen). Und die EU will natürlich nicht zurückstehen; Außen-Kommissarin Ferrero-Waldner würde gerne – abhängig von der Entscheidung am 18. Juni – $30 Millionen monatlich schicken.

Wann kommt der nächste Aufschrei der Menschenrechtler wegen der humanitären Katastrophe in den Palästinensergebieten? Und die Beschwerde Israel würde nicht genug Geld rein stecken? Oder die EU? Oder die Amerikaner? Das würde zum Bild passen. Nur wird sich niemand fragen, warum die vermeintliche humanitäre Katastrophe bevor steht, wo doch ständig mehr Geld in die PA gepumpt wird.

Aber eins ist klar: Je weniger man mit massiven finanziellen Zuschüssen bei den Palästinensern erreicht, desto mehr Gelder müssen hinein gepumpt werden. Mit Geld regelt man alles. Nur die Israelis, diese sturen Böcke. Die sind immer noch der Meinung, dass Terroristen, die den jüdischen Staat vernichten wollen, besser bekämpft. Jedenfalls die meisten außer Olmert. Und weil sie so sind, muss der arme Premier militant werden, sonst fliegt er doch noch vor Ende der Legislaturperiode aus dem Amt und Netanyahu kommt.

Ach ja, die Terroristen sind doch das geringste Problem. Die brauchen Geld? Wir haben genug für sie! Und da wir die schlimmsten Terroristen (noch) boykottieren, sind die anderen Terroristen keine Terroristen mehr, sondern Moderate, die dringend unsere Hilfe brauchen. Dass sie Israel immer noch vernichten wollen, was macht das? Sie sind moderat! Sie müssen geholfen werden!

4.6.07 22:16


Überfüllung verursacht Terrorismus

Dann dürfte es jetzt langsam an der Zeit sein, dass wir die Terroristen aus Monaco, Mumbai, Seoul, New York, Macao, Singapur und Hongkong begrüßen müssen!

ElderofZiyon hatte sich schon vor längerem die Mühe gemacht Statistiken auszuwerten; hier die Ergebnisse. Zuerst der Vergleich mit dem gesamten Gazastreifen:

Land/RegionBevölkerungFläche (km2)Bevölkerungsdichte
Macau449.19825,417.685
Monaco32,4091,9516.620
Singapur4.425.720692,76.389
Hongkong6.898.8681.0926.317
Gibraltar27.8846,54.290
Gazastreifen1.376.2893603.823

Da der Gazastreifen nicht einmal die Hälfte der Bevölkerungsdichte von Macau oder Monaco hat, müssen wir jetzt besonders auf diese beiden Brutstätten des Terrors achten?

Dann noch der Blick auf den Städtevergleich:

StadtEinwohner pro km2
Kairo35.420
Dhaka30.403
Mumbai29.042
Seoul17.008
New York10.439
Moskau9.644
Sao Paulo7.247
Gaza Stadt6.834
London4.697
Los Angeles2.980

Einer der überfülltesten Orte der Welt? Wohl kaum.

Wie üblich verflüchtigt sich diese pro-palästinensische „Argumentation“ in dem Moment, wo harte Zahlen und Fakten ins Feld geführt werden.

18.5.07 11:53


Moonbatting

Es gibt sie natürlich weiter, die Blindfische, Faktenresistenten, Ahnungslosen und Ignoranten. Dazu gibt es einiges an Widersprüchlichem, über das man lediglich den Kopf schütteln kann.

Zu welcher Kategorie der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck gehört, weiß ich nicht, aber er wird schon noch deutlich machen, in welche er sich einordnen will. Auf jeden Fall hat er erst einmal vorgelegt, damit jeder weiß, dass er in eine hinein will. Bei seinem Besuch in Ramallah zu Gesprächen mit Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde zollte Platzeck der palästinensischen Regierung Respekt für die Bemühungen zur Eindämmung der Gewalt. Das ist interessant. Diese „Bemühungen zur Eindämmung der Gewalt“ hätte ich gerne gesehen. Herr Platzeck behauptet diese „Eindämmung“ ausgerechnet unmittelbar nach der Verstärkung selbiger durch die Hamas, die ihren „Waffenstillstand“ kündigte. Wo die „Eindämmung“ in den vergangenen fünf Monaten war, sollte er vielleicht auch einmal genauer definieren: Bestand sie darin, dass die Hamas und ihre Kumpane in der Terror-Regierung den übrigen Terrororganisationen nichts in den Weg stellten, als diese ihre Terror-Tätigkeiten ausübten? Das könnte man dann wirklich „Eindämmung“ nennen, allerdings nur dahin gehend, dass es keine weiteren innerpalästinensischen Kämpfe gab. Darin erschöpft es sich allerdings schon. Und worin die „Eindämmung“ der innerpalästinensischen Gewalt ansonsten besteht, fragt sich auch noch – immerhin haben es die PalAraber geschafft in 20 aufeinander folgenden Wochen per Gewalttaten mehr tote PalAraber zu verursachen als die israelische Armee. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass der Mann keine Ahnung hat, wovon er redet, sondern seinen Dialüg-Partnern einfach abnimmt, was die behaupten.

Weiter mit den Weltverbesserern mit dem verwirrenden Verhalten – diesmal auf der anderen Seite des Atlantiks: Norwegen nimmt die vollen Beziehungen zu den Terroristen wieder auf und hat dann noch die Frechheit zu behaupten, man würde zu den Prinzipien des „Quartetts“ stehen. Wie das ohne die Anerkennung Israels durch die palarabischen Terror-Organisationen auf die Reihe gehen soll, entzieht sich wohl jeder Logik. Noch erstaunlicher ist aber, dass US-Außenministerin Rice die norwegische Verlogenheit nicht kritisiert, sondern auch noch deren angebliche Bemühungen für den Frieden lobt.

Aber was soll man erwarten, wenn die USA selbst ihre Prinzipien in den Wind schreiben? Sie finanzieren einen Terroristen im Amt eines vermeintlichen Staatsoberhauptes – Mahmud Abbas – während dessen Leute gleichzeitig feiern, dass US-Soldaten im Irak abgeschlachtet werden und davon träumen, dass die USA bald besiegt und „vom muslimischen Land vertrieben“ sein werden. Kein Wunder, wenn die Araber den Westen für schwachsinnige Idioten und reif für die Unterwerfung halten – immerhin spielt inzwischen selbst die stärkste Militärmacht des Westens das Spiel „Füttere die, die dich vernichten wollen und mach sie stark“.

27.4.07 21:41


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