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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Mark Twain

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Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Land NRW / der WDR

Hörer schlauer als Journalisten?

Im vormittäglichen Anruf-Radio von WDR5 wurde gefragt, was die Leute von der chinesischen Reaktion auf das Treffen der Bundeskanzlerin mit dem Dalai Lama halten. Als Expertin war WDR-Journalistin Birgit Eger im Studio. Und dann wurde es interessant. Denn die Dame erwies sich als eine, die vor allem die wirtschaftlichen Beziehungen im Blick hatte, die Abhängigkeit der Chinesen vom europäischen und damit auch deutschen Markt beschwor und in den Vordergrund stellte, dass sich eigentlich durch den Besuch des Dalai Lama an der deutschen Haltung gegenüber China nichts geändert hatte: dass man China unterstützt, dass auch Taiwan als integraler Bestandteil der Volksrepublik angesehen wird.

Leider dürfte das wohl stimmen.

Andererseits machten die Hörer am Telefon darauf aufmerksam, dass die Reaktion der Chinesen mehr als übertrieben ist, dass es sich um ein totalitäres System handelt, dass man eben nicht so viel auf die Chinesen geben sollte und wenn sie beleidigt sind, weil der Dalai Lama die Kanzlerin besuchte, dann sollten sie uns den Buckel runter rutschen. Gut, so haben sie es nicht ausgedrückt, aber das ist die Quintessenz dessen, was zu hören war. Auf jeden Fall wurde die Reaktion nicht als eine harmlose und nicht wichtige abgetan, die man nicht weiter beachten sollte – und schon gar nicht wurde gesagt, wir müssten uns darum kümmern, die Beziehungen wieder zu verbessern. Der Schwarze Peter, sollte es ihn geben, war nach Meinung der Hörer bei den Chinesen zu suchen.

Nicht ganz so klar Frau Eger. Sie hatte „differenziertere“ Ansichten, die sich vor allem darauf gründeten, dass China der wichtige Handelspartner ist, den man braucht, der aber auch uns braucht. Und deshalb sei die Reaktion Pekings a) nicht weiter wichtig und b) nicht wirklich verständlich. Nur scheint die Dame auszublenden, dass es sich bei der Volksrepublik China um ein totalitäres System handelt; das chinesische Regime kann es nicht leiden kann, wenn man nicht in allen Einzelheiten nach seiner Pfeife tanzt. Jede noch so geringe Abweichung ist unwillkommen und löst Ärger aus. (Wir kennen das aus anderen totalitären Systemen, von denen eines zur Zeit besonders grün aktuell ist.) Da reicht es nicht, wenn sich eigentlich nichts geändert hat – man muss es auch in allen Einzelheiten demonstrieren. Und dann hat die Kanzlerin den Dalai Lama gefälligst nicht zu empfangen. Basta! Abweichungen werden nicht geduldet.

Das wurde von den Hörern nicht so thematisiert. Aber zum großen Teil schienen sie das doch begriffen zu haben – anders als die WDR-Journalistin, die alles nicht so hoch gehängt sehen wollte, vor allem nicht chinesisches Handeln und Wüten. Doch erwarten wir von Journalisten wirklich etwas anderes?

26.9.07 17:34


’Vermuten’, ‚mehrfach’

WDR2 Radionachrichten um 12.30 Uhr: „Israel greift weiterhin Ziele im Gazastreifen an, hinter denen sie Mitglieder der Führung der Hamas vermuten. Hintergrund ist, dass Palästinenser Israel mehrfach mit Raketen beschossen haben.“

Man sieht wieder: Die Israelis haben nichts Konkretes in der Hand, mit dem sie ihr Tun begründen könnten. Sie vermuten nur. Sie reagieren über – das bisschen „mehrfacher“ Beschuss ist doch nun völlig unerheblich! (hier der aktuelle „Qassam-Kalender“ für Mai!)

Die fortgesetzte, ständige antisemitische Hetze, der feste Wille Israel zu vernichten, die anhaltenden Versuche des Massenmordes an Juden – alles nicht wichtig? Spielt jedenfalls in der Bewertung (statt nüchternen Reportage) des WDR keine Rolle. Israel agiert (mit Angriffen), die Palästinenser machen nichts wirklich Schlimmes. Verteilung von Schuld und Opferrollen sind vorgegeben.

26.5.07 12:40


Stilblüten und Versprecher

Der WDR macht sich einen Spaß daraus, von Peter Zudeick die Politik der zurückliegenden Woche durch den Kakao zu lassen (steht so auf der Internetseite). Dabei werden Aussagen auf’s Korn genommen, Stilblüten, Umstände, Versprecher, was auch immer – und dann kommentiert in die Weltgeschichte posaunt. Das ganze nennt sich Der satirische Wochenrückblick (Archiv, den aktuellen Beitrag gibt’s hier.) Heute durften wir uns wieder über Herrn Steubers neue Lockerheit amüsieren, über Frau Merkels Nichtanwesenheit beim Beginn des Straßenkarnevals oder auch über Herrn Müntefering, der meinte die Fenster des Reichstags würden in Berlin geputzt und nicht in Polen irgendwo. Eine Aussage zum Kringeln – der Reichstag wird abgetragen, auf Laster geladen und nach Stettin gefahren, damit die Fenster dort geputzt werden und dann der ganze Trosse wieder nach Berlin zurückkehrt. Na ja, es hätte ja auch gereicht die Fenster auszubauen, lieber Übertreiber! Oder Hubertus Heil von der SPD, der meint die SPD sei nicht überaltert, sondern in Teilen unterjüngt.

Schade ist, dass der WDR seine eigenen Unsinnigkeiten und Versprecher nicht in solche Läster-Beiträge einbringt. Vielleicht sind sie dafür zu vornehm, vielleicht wollen sie auch nur zeigen, dass lediglich die Politik sich blamiert. Fakt ist, dass es in Köln zunehmend Versprecher gibt, die nicht unbedingt für den Sender sprechen. Auffällig ist dabei, dass es oft die Sprecherinnen sind, die sich einen Lapsus leisten; während die Herren Sprecher gelegentlich über einen fremdländischen Namen stolpern (bzw. ihn nicht korrekt auszusprechen gelernt haben), gelingen den Damen immer wieder Leistungen, die für Komödianten ein gefundenes Fressen sein müssten. Diese haben nicht unbedingt etwas mit fachlichem Wissen oder Nichtwissen zu tun. Heute Mittag war es wieder einmal so weit. Um 14 Uhr verkündete die Nachrichtensprecherin, welchen Gegner Bayer Leverkusen heute hatte:

„Hannover Neunundsechzig“

Das ist kein solcher Versprecher durch nicht vorhandenes Wissen, wie seinerzeit bei Carmen Thomas im Aktuellen Sportstudio mit dem berühmten „Schalke Null-Fünf“. Es handelte sich ja um keine Moderation einer Sportsendung. Die Sprecherin hatte schlichtweg statt einer „96“ zu lesen „69“ gesagt.

Jetzt kann man spekulieren: Hat die Dame schlichtweg falsch gelesen oder hat ihr irgendein Drecksack die falsche Zahl da hin geschrieben?

Angesichts Klöpse, die in den letzten Monaten so alle zu hören waren, fürchte ich, dass sie sich schlichtweg verlesen hat. Ich frage mich, warum das dort mehrheitlich Frauen passiert. Und warum der WDR immer nur andere durch den Kakao zieht, aber nicht den Humor hat, das mit sich selbst auch zu tun.

17.2.07 22:45


Gebührenerhöhung vorprogrammiert

Der WDR protzt die ganze Woche schon mit seinen beiden neuen Regionalbüros. Uns wird permanent erzählt, wie toll das ist. Besonders das in Bonn. Jetzt können die Bonner eine eigene Lokalzeit im Fernsehen ansehen. „Auf Informationen aus Köln müssen die Bonner nicht verzichten“, hieß es in den Nachrichten von 17.30 Uhr – denn die Beiträge über Köln werden im Bonner Programm übernommen.

Da fragt man sich, wozu das denn gut sein soll. Da hätte man doch auch mehr Informationen über Bonn/Rhein-Sieg ins Kölner Programm setzen können. Oder meinen sie beim WDR a) die Kölner sind so lokalegozentrisch, dass sie sich über ausführlichere Informationen aus dem Umland beschwert und den WDR boykottiert hätten oder b) die Kölner sind so wichtig und zu verhätscheln, dass ihnen ausführlichere Informationen aus dem südlichen/südöstlichen Umland nicht zuzumuten sind?

Auf jeden Fall bedeuten die beiden neuen Regionalbüros eins: höhere Kosten. Wenn der WDR das nächste Mal über zu geringe Gebühren meckert, sollte man den Herrschaften mal ihre kostenintensiven Expansionen vorhalten. Das wird sie nicht weiter kümmern, denn sie glauben ja, dass das alles nur unserem Besten dient. Aber vielleicht wachen dann doch mal ein paar Leute auf, die merken, wie das Monopol dieses Rotgrün-Funks sich auswirkt und wie wenig damit zur Pluralität des Rundfunks bei Radio wie Fernsehen beigetragen wird!

1.2.07 18:24


Warum der arabisch-israelische Konflikt unbedingt gelöst werden muss

Der WDR schafft es auch gerne, alle Probleme des Nahen Ostens Israel aufzubürden. So jetzt mit dem Angriff der Hisbollah auf die libanesische Regierung, aus die Terrororganisation ausgetreten ist.

Gegen 13.10 Uhr sprach die Moderatorin mit einem Korrespondenten darüber, wie die Lage in Beirut im Moment ist. Dabei kam eine neue Variante zur Sprache, wieso man Israel dazu bringen muss klein beizugeben und den Arabern ihre Forderungen zu erfüllen: Weil die „Extremisten“ allemal den arabisch-israelischen Konflikt als Basis ihrer Argumentation und zur Begründung ihres extremistischen Tuns anführen, „muss dieser Konflikt endlich gelöst werden“. Auch zur Beruhigung der Lage im Libanon.

Merke: Es spielt keine Rolle, welche Rolle Israel bei innerarabischen Mördereien und Machtspielchen spielt. Es spielt keine Rolle, ob die Behauptungen und Lügen der Extremisten auch nur den Hauch von Wahrheit beinhalten. Man muss ihnen geben, was sie wollen, dann werden sie Ruhe geben und alles wird Friede, Freude, Eierkuchen sein. Es ist unwichtig, dass Israel vorgeschoben wird, wenn Mordbanden ein Land in den Bürgerkrieg zu stürzen versuchen; statt dem Idioten klar zu machen, dass seine verquere Unlogik keine Basis hat, muss diese Basis, die er nicht hat, auch objektiv beseitigt werden, damit er einsieht, dass er nicht richtig handelt. Übertragen wir das auf einen Bankangestellten, der behauptet, er müsse Gelder seiner Bank veruntreuen, weil sein Nachbar ein schöneres Auto hat: Wer würde dem sagen, der Nachbar müsse sein Auto abschaffen, damit der Bankangestellte nicht weiter seinen Arbeitgeber betrügt und beraubt? Jeder normale Mensch würde dem Typen zu verstehen geben, dass er sie nicht alle hat und seine Einstellung ändern müsse, notfalls im Gefängnis. Nur in Sachen Israel ist alles anders. Da zählt nicht, was man sonst überall machen würde. Alleine die Araber dürfen sich verhalten, wie es ihnen passt, egal, wer alles drunter zu leiden hat.

Ich würde das als diskriminierend bezeichnen. Wenn man sich betrachtet, dass einzig der jüdische Staat so behandelt wird, ist die Schlussfolgerung nahe liegend, dass es sich um eine Art von Antisemitismus handelt, den man da betreibt.

2.12.06 13:44


Günter GraSS’ Schmerzempfindlichkeit

„Ich hoffe, dass es schmerzfrei verläuft, denn ich bin sehr schmerzempfindlich.“ So Günter Grass selbst in der Ankündigung der Sendung „Mon-Talk“, in der der „berühmteste deutsche Schriftsteller“ am Montag um 19.05 Uhr auf WDR2 zu Wort gebeten wird.

Hm, die Lobhudelei ging schon in der Ankündigung los, also sind „Schmerzen“ wohl nicht zu erwarten. Die Sendung ist dafür bekannt, dass sie dem Gast Honig um’s Maul schmiert und ihn bauchpinselt, wo immer es geht. Kritisches kommt da nicht vor (außer man auf Leute oder Gremien zu sprechen kommt, die dem Gast nicht gefallen). Sicher auch, weil [nach Ansicht des Senders] kritisierbare Gäste gar nicht erst eingeladen werden.

Ach ja, der arme Mann, der muss jetzt endlich wieder gute Presse bekommen. Schließlich wurde/wird ihm von bösen Neidern so übel mitgespielt, seit er heroisch seine Vergangenheit in der Waffen-SS so verkaufshemmend teil-offen legte. Der Mann darf nicht länger leiden müssen. Oder? Er hat schon genug durchgemacht. 60 Jahre lang hat er sich mit seiner Vergangenheit gequält, das reicht, da dürfen ihm andere nicht auch noch Vorhaltungen machen.

Dass dieser Held ausgeteilt hat ohne Ende, dass er sich zu tierischen Vergleichen und Beleidigungen nicht hinreißen ließ, sondern sie ganz bewusst von sich gab (in den 1980-ern meinte er vom damaligen CDU-Generalsekretär als dem „Schwein Geißler“ reden zu müssen), das steht in bezeichnendem Kontrast zu seiner „Schmerzempfindlichkeit“, wenn es um seine eigene Person geht. Ein Sender wie der WDR ist da nur allzu gerne bereit, das unter den Teppich zu kehren und dem Mann ein Podium zu bieten, damit er sich wieder profilieren kann. Danke, „Rotfunk Köln“, ich habe nichts anderes erwartet. Und ich werde mehr als überrascht sein, wenn dieser Gast am Montag tatsächlich mal etwas kritischer angegangen werden sollte.

21.10.06 14:17


Wenn der Westen „droht“

Ja, dann wird’s ganz schlimm für die, die da bedroht werden: Wie müssen nämlich damit rechnen, dass ihr Tun überhaupt keine Folgen hat! Das ist die schlimmste Strafe, die es gibt!

Ist das nicht toll? Die Nordkoreaner testen einen Atomsprengkopf. Vorher hat es weltweit Warnungen gegeben, sie sollten das nicht tun. Selbst von denen, die sonst immer die USA beschimpfen, wurde Kim gewarnt, er solle das lassen. Wie üblich hat sich der Kommunist darum nicht gekümmert.

Die Folge? In der ganzen Welt werden die Hände gewrungen. Aber sonst? Der UNO-Sicherheitsrat fängt hektisch an zu schwatzen. Mal sehen, welche Maus der Berg beim Kreißen produziert. In Washington fordert der US-Präsident, dass sich der Sicherheitsrat mit dem Thema befasst und Konsequenzen folgen lässt. Welche, das hat er offen gelassen, was aber den WDR in seiner Berichterstattung (ca. 18.15 Uhr) nicht davon abhält, „besonnenere Stimmen“ aus den USA (auch dem Außenministerium) lauthals zu Wort kommen zu lassen: Man dürfe nicht eskalieren, man müsse eine friedliche Lösung finden, es muss zu Verhandlungen zurückgefunden werden“. Ganz nebenbei werden die Zweifel geschürt, dass der Test geklappt hat und ob die Nordkoreaner überhaupt in der Lage seien einen Atomsprengkopf auf eine Rakete zu schrauben. So die Inhalte des „Besonnenen“ à la WDR2.

Was den WDR (und seine Vorzeige-Amerikaner) dabei gerne ignorieren: Wer eskaliert hier eigentlich? Wer hat die Verhandlungen scheitern lassen? Wer widersetzt sich allem und jedem und baut eine Drohkulisse auf?

Macht nichts, beim WDR und seinen Vorzeige-Amerikanern ist das Nachdenken über Sanktionen bereits Aggression und Eskalation. Das Verschießen von ballistischen Raketen über Japan hinweg und die Zündung eines nuklearen Sprengsatzes durch Nordkorea ist dagegen vernachlässigbar. Wenn irgendwo ein Zweifel daran konstruierbar ist, dass die Fakten nicht 150% die Fakten sind, dann gelten sie als nicht faktisch und Reaktion darauf als aggressiv, kriegstreiberisch und nicht akzeptabel.

Kennen wir das? Ja, das kennen wir. Das haben wir im Nahen Osten auch. Da ist es Israel, das durch seine Selbstverteidigung eskaliert und die Region nicht zur Ruhe kommen lässt. Und mit dem Teheraner Atom-Adolf muss man auch reden, da darf nicht eskaliert werden, wenn der seine Völkermord-Fantasien verkündet. Nur Verhandlungen werden ihn davon abbringen, wie die letzten 25 Jahre „kritischer Dialog“ ja zeigen! Und wenn Israel sagt, dass es sich gegen Angriffe des Iran verteidigen wird, dann titelt der „Focus“: Israel droht mit Selbstverteidigung.

Wo leben wir eigentlich? Wird es jemals wieder möglich sein einen Terroristen einen Terroristen zu nennen und einem Verbrecherstaat zu sagen, dass er ein solcher ist? Gibt es irgendwann mal wieder die Möglichkeit, dass Drecksäcke in die Schranken gewiesen werden? Kann man irgendwann mal wieder anfangen sich zu wehren und die Schurken dieser Welt nicht nur ungefährdet von den eigenen, „Eskalation“ und „Aggression“ rufenden Schwachmaten als solche benennen, sondern sie auch Konsequenzen für ihr inakzeptables Tun spüren lassen?

9.10.06 19:08


Die Amis sind Schuld

Diesmal am Unglück iranischer Flugzeugpassagiere, die bei einem Landeunfall umkamen. Das muss jedenfalls aus den Nachrichten des WDR2 (18 Uhr) von heute gefolgert werden. Dort wurde nämlich beschrieben, dass an einer Tupolew Tu-154 bei der Landung zwei Reifen platzten, was das Flugzeug verunglücken ließ. Die Flotte der Iran Air sei hoffnungslos überaltert, weil die Fluggesellschaft seit der Revolution 1979 und der Geiselnahme der amerikanischen Botschaftsangehörigen keinerlei Flugzeuge oder Ersatzteile des Flugzeugherstellers Boeing mehr beziehen kann.

Hm – Ersatzteile für (russische/sowjetische) Tupolews muss man also bei Boeing beziehen? Seit wann hat Iran Air Tupolews? jp airline fleets international, eine Art „Bibel der Luftfahrt“ mit allen Flugzeugen aller Airlines der Welt, führt in der Ausgabe 2005/2006 keine Tupolew in der Flotte der Iran Air an. Es gibt lediglich zwei iranische Airlines, die diesen Typ betreiben: Kish Air (2) und Mahan Air (ebenfalls 2). Könnte man auch im Internet leicht nachschlagen – bei den Airlines selbst und – mit Einschränkungen – z. B. hier.

Dann weitere Fragen: Seit wann haben iranische Fluggesellschaften keine Airbusse und Fokker mehr? Kann eine Tupolew Tu-154 kann nicht ordnungsgemäß gewartet werden? Fragen, die dem WDR gestellt werden müssten und auf die er schlüssige Antworten geben müsste, die er nicht finden wird.

Vor allem aber: Was ist mit der Unfallursache, den geplatzten Reifen? Sind das auch alte Teile, die irgendwann mal in den USA gekauft wurden und nicht gewartet werden können?
Die Sache mit der Unfallursache geplatzte Reifen sollte den Medien, die solchen Unsinn verbreiten, schwer aufstoßen; denn geplatzte Reifen haben nichts damit zu tun, wo die Flugzeuge nicht gekauft werden können. So beispielsweise das ZDF. Es kann sich im Videotext (Tafel 138) den Hinweis nicht verkneifen: „Luftsicherheitsexperten zufolge haben sich im Iran wegen technischer Defekte zahlreiche Flugzeug-Unglücke in den vergangenen Jahren ereignet. Das Land kann wegen US-Wirtschaftssanktionen zudem keine neuen, im Westen hergestellten Flugzeuge kaufen.“

Also auch hier: Der amerikanische Boykott ist die Wurzel allen Übels. Wenn die Amis nicht wären, müssten im Iran keine Flugzeugpassagiere sterben, denn dann hätten die Iraner ordentliche Flugzeuge. Ob sie wohl beim „großen Satan“ kaufen würden? Warum, sie kauften und kaufen doch Europa und in Russland? (Und hier heißt es bei alten Flugzeugen doch immer, die wären praktisch neu, wenn sie aus dem D-Check kommen.) Warum bauen sie inzwischen in Lizenz neu entwickelte, hoch moderne russische Muster? Könnte es sein, dass der Zustand vieler iranischer Flugzeuge eher etwas damit zu tun hat, dass man Geld sparte? Könnte es sein, dass die Amerikaner mal nicht die Wurzel allen Übels sind? Dass es andere Gründe gibt als den US-Boykott, die den Zustand und die Unfälle erklären? Aber doch nicht beim WDR! Ein wenig rudimentäre Recherche kann da nur schaden, da käme das Feindbild durcheinander!

Kleiner Nebenkriegsschauplatz zu den sonstigen Angaben der Medien: Während n-tv in seinem Videotext (Tafel 127) darauf hinweist, dass „mindestens 30“ Todesopfer zu beklagen sind, während zuerst von 90 die Rede war und auch noch hinterher schiebt, dass es in der Vergangenheit immer wieder so war, dass die Opferzahlen „nach unten korrigiert“ wurden, stehen bei den öffentlich-rechtlichen weiterhin die hohen Zahlen in den „Informationen“, mit Ausnahme von „phoenix“, wo auf Tafel 118 schon von 29 Toten nach anfänglich viel höheren Angaben zu lesen ist.

1.9.06 18:57


60 Jahre Medienland NRW

WDR5, 9.20 – 10 Uhr, Sendung „Funkhaus Wallraffplatz“ – zwei Experten und ein Moderator loben nicht nur das Land, sondern auch die Zeitungen (leicht eingeschränkt) und den WDR. Leicht kritische Anmerkungen gab es nur da, wo es dem Land wie dem WDR nicht weh tat – so das Fehlen einer landesweiten Tageszeitung und die Abwanderung von viva nach Berlin und der Rückgang der Unterstützung der Politik in der Entwicklung der Medien.

Nun ist nicht zu bestreiten, dass es in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Medienproduktionsfirmen. Das heißt aber nicht allzu viel. Denn der größte Teil dieser Firmen „produziert“ – arbeitet den Sendern zu. Die Zeitungslandschaft und Radioprogramme sind dagegen doch sehr eingeschränkt und verdienen die Lobhudelei nicht, die von den drei Herren weit gehend betrieben wurde.

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem eingeschränkten Hörfunk-Angebot fand z.B. nicht statt, obwohl ein Anrufer das thematisierte; lediglich dass die wenigen vorhandenen Frequenzen nicht ausreichen, um mehr Radio anzubieten, wurde angegeben und dann dazu der „Vorwurf“ gemacht, dass die Briten immer noch zwei Frequenzen besetzen – für die „wenigen Soldaten“ sei das eigentlich nicht tragbar.
Fragt sich nur, wie das gekommen ist – und das wird totgeschwiegen. Die krakenartige Ausbreitung des WDR, der von der SPD-Landesregierung in den 1980ern haufenweise Frequenzen zugeschanzt bekam und damit verbunden die Verhinderung von privater landesweiter Konkurrenz war nicht gefragt. Ich hätte gerne in der Sendung thematisiert, dass in jedem anderen Bundesland neben dem öffentlich-rechtlichen Sender mindestens ein weiterer Radiosender landesweit sendet; leider bekam ich nur Besetztzeichen.

Und in der Zeitungslandschaft? Wenn ich mir Köln ansehe, dann erlebe ich die „publizistische Vielfalt“ in der Einverleibung der Kölner Tageszeitungen durch den Verlag Neven-Dumont. Daneben gibt es nur noch die BILD. Fertig. Neven-Dumont hat zwar z.B. bei der Übernahme der „Kölnischen Rundschau“ versprochen, dass diese ihr eigenes Profil behalten wird – aber wie lange wird sich eine dem Mutterkonzern gehörende Zeitung deren inhaltlichen und vor allem politischen Denkrichtung entziehen können? Die sonstige Konkurrenz, die sich vor ein paar Jahren in Form von kostenlosen Zeitungen wie 20 Minuten auftat, wurde mit Hilfe von viel Politik und etwas Justiz erfolgreich verdrängt. Monopol als Vielfalt verkaufen ist eine Stärke im Medienland NRW - denn in anderen Regionen sieht es wohl kaum anders aus.

19.8.06 18:24


Monopol-Ausbau

Der Westdeutsche Rundfunk baut seine Regionalberichterstattung weiter aus. In Paderborn, Duisburg und Bonn werden neue Regionalbüros entstehen. „Der WDR kommt mit diesem Projekt den Wünschen des Publikums nach, noch mehr über die Region zu erfahren. Gleichzeitig wird die Landesberichterstattung gestärkt“, betonte Intendant Fritz Pleitgen.

So steht es im Moment auf WDR-Texttafel 454. Wir warten dann mal auf die nächste Heulerei, dass die Gebühren nicht reichen.

“Die Wünsche des Publikums“ – mangels Alternativen wendet sich das Publikum an den WDR. Der „muss“ dann machen. Dass der Platzhirsch sein Meinungsbildungsmonopol so richtig genießen kann, dafür hat die SPD gesorgt. Als der Rundfunkmarkt liberalisiert wird, ist dieses Los am WDR und NRW vorbei gegangen, weil die rote Landesregierung dem WDR für die „Regionalisierung“ der Programme die Frequenzen zur Verfügung stellte, die in anderen Bundesländern die neuen Radiosender erhielten. Glorreicher Höhepunkt der Chose war dann, dass Herr Pleitgen bei der „Gründung“ von WDR5 einer besorgten Hörerin erklärte, es sei billiger einen fünften Sender zu betreiben als die vorhandenen 4. Das hat er tatsächlich so gesagt! (Er erklärte das zwar damit, dass die WDR-Programme untereinander Beiträge austauschen würden und wollte damit sagen, die 5. Kette sei billiger als wenn vier völlig von einander unabhängige Sender betrieben würden, aber das hat er halt nicht gesagt.)

Wie auch immer, der WDR hat sich wie eine Krake über das Land gelegt, über die Landespolitik Konkurrenz verhindert und geht jetzt die Verteuerung erneut an. Die GEZ wird’s demnächst eintreiben, notfalls mit fiesen Tricks bei Hartz-IV-Empfängern. Rechtliche Handhabe gegen diese Strauchdiebereien scheint es ja nicht zu geben, weil das eine staatliche Institution ist. Was dem WDR wiederum nur recht sein kann, denn der Staat sorgt ja besonders gut für Großinstitutionen, die öffentliche Aufträge wahrnehmen. Damit ist alles zu rechtfertigen und nichts dagegen zu unternehmen.

Eine Frage an die jetzige Landesregierung: Wann wird dieses Monopol aufgebrochen?

17.8.06 20:48


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