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Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

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Int'l.Politik allgemein

Selbstmord-Bomben und
der Jihadisten “Liebe zum Tod”


Jeffrey Imm, Counterterrorism Blog, 5. Oktober 2007

Wie bekämpft Amerika einen Feind in einem Krieg, wenn der Feind seinen Tod begrüßt?

Das ist eine der wichtigen ungelösten Fragen, die ein taktischer „Krieg gegen den Terror“ nicht angeht, denn die größeren, noch lebenswichtigeren Fragen der Politik Amerikas gegen den Jihad und Amerikas Politik zum politischen Islamismus bleiben nicht bearbeitet, wie früher schon diskutiert wurde. Der afghanische Jihadist Maulana Inyadulla formulierte es kurz und bündig so: „Wir haben keine Angst vor dem Tod. Die Amerikaner lieben Pepsi Cola, wir lieben den Tod ... Wir kämpften für die Sache des Islam, weil Allah uns das geboten hat. Wir begrüßten den Tod, wir waren bereit Märtyrer zu sein.“

Der Knotenpunkt des derzeitigen Krieges, den Anschlägen vom 11. September, selbst waren eine Reihe von Selbstmord-Bombenanschlägen mit Opfermassen auf das amerikanische Festland. Selbstmord-Bombenanschläge bieten einen definitorischen Unterschied zwischen dem jihadistischen Feind und anderen Bedrohungen Amerikas. Der fortgesetzte Erfolg der Selbstmord-Bomber im Irak, Pakistan, Afghanistan demonstriert die jidhadistische Motivation als „Märtyrer“ ein Leben nach dem Tod zu bekommen, was das vornehmlichste Ziel einer jeden wahren jihadistischen supranaturale Existenz ist.

Heute fordern die Taliban verstärkte Selbstmord-Bombenanschläge, sowohl in ganz Afghanistan wie auch Pakistan, trotz der Bemühungen der beiden Präsidenten Karzai und Musharraf, mit den Taliban Friedensverträge auszuhandeln und ihnen eine Rolle in der afghanischen Regierung als politische Organisation des Mainstreams anzubieten. Das sollte keine Überraschung für diejenigen sein, die die Ideologie des Jihad und seiner Basis im politischen Islamismus verstehen.

In Afghanistan ermahnte Talibanführer Mullah Monsour Dadullah in einer Videobotschaft am 3. Oktober 200 maskierte Jihadisten Selbstmord-Bombenanschläge überall in Afghanistan durchzuführen: „Jeder einzelne Mudschahid muss sich selbst vorbereiten sich wie Haji Dadullah [sein Bruder] zu opfern.“ Mullah Mansours Ermahnungen zu vermehrten Selbstmord-Bombenanschlägen wurden deutlich gehört und heute forderte eine weitere Selbstmord-Bombe in Afghanistan das Leben von zwei Kindern. Nur einen Tag davor tötete ein weiterer afghanischer Selbstmord-Bombenanschlag 13 Menschen, darunter Frauen und Kinder. Am Tag, an dem Karzai den Taliban eine Rolle in der afghanischen Regierung anbot, jagte ein Taliban-Selbstmordbomber einen Bus in die Luft, wobei 30 Menschen getötet wurden.

Das sind dieselben Taliban, von denen das US-Außenministerium und die UNO glauben, sie verdienten Verhandlungen und eine Rolle in der afghanischen Regierung. Das Fehlen einer übergeordneten Strategie gegen den Jihad als Grundlage für taktische Entscheidungen ist schmerzhaft offensichtlich. Wie kann eine Organisation mit einer Ideologie, die „den Tod liebt“ ein Friedenspartner oder in irgendeiner Art von friedlichen Regierung sein?

In Pakistan haben die Taliban in diesem Land auf Musharrafs Jirga-Angebot mit vermehrtem Hass und Gewalt geantwortet. Heute gehörte dazu eine Drohung der Taliban mit weiteren Selbstmord-Bombenanschlägen in Pakistan, wenn Benazir Bhutto am 18. Oktober zurückkehrt, außerdem mit dem Tod und der Verstümmelung entführter pakistanischer Soldaten und dem Versprechen, dass mehr Leichen folgen werden. Die Londoner Times berichtet, dass Pakistans “radikale” Lal Masjid-Moschee wieder eröffnet und vom Obersten Gerichtshof Pakistans ihren ehemaligen, jihadistischen klerikalen Führern zurückgegeben. Die Jihadistischen klerikalen Führer der Lal Masjid sind bei ihrer Rückkehr kaum von Reue erfüllt und strahlten sofort eine Rede ihres Klerikers Abdul Aziz Ghazi aus, in der er erklärte: „Unsere Bewegung zur Durchsetzung der Scharia ist mit unserem Blut befleckt worden und muss weiter gehen... Die Probleme dieses Landes können nur mit dem islamischen Gesetz überwunden werden... Wir sind zum Opfer bereit!“

In derselben Wache wird berichtet, dass die Hamas ihre Fernsehprogramme weiter ausstrahlt, die Jihad propagieren und kleine Kinder dazu ermutigen das „Märtyrertum“ zu begrüßen und „Mudschaheddin“ zu werden; dabei wurde auch gezeigt, wie ein zweijähriger Junge das Töten gelehrt bekommt. IPT berichtet, dass die Hamas-Sendung erklärt, dass ein Kind als Erzähler sagt: „Wir werden den Kampfanzug der Selbstopferung tragen und dem Weg der Schahiden folgen“, während sich der jüngere Junge, mit verdecktem Gesicht, mit seiner Waffe niederbeugt.

In Großbritannien wurde diese Woche die Londoner Polizei vor Gericht geführt, um sie wegen ihres Fehlschlags zu kritisieren, der den Tod eines unschuldigen Mannes zum Ergebnis hatte, von dem man glaubte er sei ein Selbstmordbomber; gleichzeitig wurde, in einem anderen Gericht, entdeckt, dass ein Möchtegern-Selbstmordbomber aus dem Vereinigten Königreich eine Bombenliste mit Notizen über „Schritte zum Märtyrertum“ dabei hatte. Welche militärischen und polizeilichen Taktiken kann man auf Selbstmordbomber mit supranaturalen Ideologien anwenden? Auf welche Strategie könnten solche Taktiken gegründet werden, wenn Jihadisten „den Tod lieben“?

Gibt es irgendeinen Zweifel daran, dass Jihadisten im Iran (obwohl sie einer anderen islamischen Konfession angehören) – oder andere Staaten, mit denen Amerika in Konflikt steht – die gleiche Sichtweise zu Gegenstand und Gebote des Jihad haben wie die der Lal Masjid-Kleriker? Während Irans Präsident Ahmadinedschad die Vernichtung Israels fordert, berichtet APF, dass Ahmadinedschads Widerstand gegen die Atom-Sanktionen durch seinen Glauben an einen 12. Imam angesprochen wird, den er nahe bevor stehend sieht: „Lass es wissen, dass, was immer wir tun, ich die Hand Gottes und den versteckten Imam zu jedem Augenblick sehe.“ Diese „göttliche Mission“ ist fundamental für seine islamistische Regierung und seine Entschlossenheit für den Jihad.

In dem Hagel der taktischen Debatte und der ausschließlichen Konzentration auf den irakischen Kriegsschauplatz geht das große Bild verloren, das all diese Geschichten verbindet. Die politische Führung der Amerikaner hat keine wirkliche strategische Basis, um „die Liebe zum Tod“ des Jihad oder die Selbstmordbomber des Jihad zu bekämpfen, weil es keine Einigung zur Definition von Jihad oder einen strategischen Ansatz für den globalen Jihad selbst hat.Sie hat eine Reihe nicht verbundener Taktiken, die die supranaturale Ideologie und Dimension des Feindes ignorieren.

General George S. Pattons regelmäßig zitierte Bemerkung zum Krieg war, dass ein Krieg dadurch gewonnen wird, indem man den anderen armen dummen Kerl dazu bringt für sein Land zu sterben. Das bleibt ein Kernglaube traditioneller taktischer Planung. Aber der Jihadist stellt ein anderes Problem dar – die jihadistische Ideologie begrüßt den Tod, was der Grund ist, dass Selbstmordbomber eine so effektive Strategie sind. Tatsächlich ist es die einzige Strategie, die einen Angriff durch Ausländer auf das amerikanische Festland seit dem Krieg von 1812 erlaubt hat, bei denen es massenhaft Opfer gab. Die jihadistische Strategie der Begrüßung des Todes negiert die Taktik der Sichergestellten gegenseitigen Vernichtung; sie negiert traditionelle militärische Taktik; sie negiert traditionelle diplomatische Taktik; und sie verlangt ein neues Denken und eine neue Strategie auf Grundlage der Realität der jihadistischen Ideologie.

Einen Feind zu bekämpfen, dessen Fokus supranatural ist und der „den Tod liebt“, ist zu allererst ein ideologischer Krieg. Das muss derselbe ideologische Krieg sein, von dem man unsere Gesetzeshüter glauben macht, dass sie darin keine Rolle spielen. Traditionelle Kriegsführungs-Taktiken werden die gleichen begrenzten Ergebnisse haben, als würde man eine Feindarmee von Untoten bekämpfen, da das Konzept des Todes als Worst Case-Ergebnis nicht Teil der jihadistischen Ideologie ist.

Amerika und der Westen bleiben bei der Leugnung des supranaturalen Charakters der Ideologie des Feindes. Den Feind nur als „Terroristen“ anzusehen, bedeutet mit aufgesetzten Scheuklappen zu kämpfen. Eine Politik zur Ideologie des Jihad und eine Politik zum politischen Islam gibt es in Amerikas Kriegstaktiken weiterhin nicht. Anfangs des Krieges entschied sich FOX NEWS, dass es dem Feind nicht das Recht geben würde ihre „Märtyrer“ den Begriff „Selbstmordbomber“ zu geben und hat sie statt dessen Jahre lang “homicide bombers (Mörder-Bomber) genannt. Aber der „Selbstmord“-Aspekt der Selbstmord-Bombenanschläge ist entscheidend wichtig, um die Ideologie der Jihadisten zu begreifen. Ist die Ignorierung oder Leugnung der supranaturalen Ziele des Feindes ein Weg zum Erfolg?

Es war diese Ideologie, auf die Osama bin Laden sich im As Sahab-Video vom 14. Juli 2007 berief, als er die Muslime aufforderte „Märtyrer“ zu werden; dort zitierte er Mohammed in Hadeetz Sunnah Sahih Bukhar, Band 4, Buch 52, Nummer 54; bin Laden sagt:
“Er selbst sagt: ‚Bei Ihm, in Dessen Händen mein Leben liegt! I würde liebend gerne angreifen und zum Märtyrer werden, dann wieder angreifen und zum Märtyrer werden, dann wieder angreifen und zum Märtyrer werden.’ So ist sein ganzes Leben zusammengefasst von dem, der von Gott inspiriert war, dem Herrn der Himmel und der Erde, gelobt und erhoben sei Er. Der glorreiche Prophet, der von Gott inspiriert war, fasste sein gesamtes Leben durch diese Worte zusammen. Er wünschte sich diesen Status herbei. Glücklich ist der, der von Gott zum Märtyrer erwählt wurde.“

Koran, Sure 9,111 besagt: „Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung - bindend für Ihn - in der Thora und im Evangelium und im Qur’an. Und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die große Glückseligkeit.“

Jihadisten interpretieren dies als supranaturalen Aufruf und Bestätigung ihres Tuns. Diesen „Krieg der Ideen“ und seine supranaturale Dimension des Feindes nicht anzusprechen und zu bekämpfen entwaffnet jegliche taktische Maßnahme, die auf früheren Kriegen oder früheren militärischen Einsätzen gründet. Beim Kampf gegen einen neuen Feind mit supranaturaler ideologischer Basis ist die einzige Strategie, die zu effektiven Taktiken führen kann, diejenige, die eine Politik erkennt und entwickelt, die gegen die Ideologie des Jihad und die Unterstützung der Ideologie des politischen Islam selbst vorgeht.

Für jeden Mufti Abd Al-’Aziz bin Abdallah Aal Al-Sheikh, der vom Jihad „entmutigt“, scheint es zahlreiche Mufti Khalid Shas zu geben, die den Jihad als Pflicht der Muslime verlangen. Doch selbst der saudische Mufti Abd Al-’Aziz bin Abdallah Aal Al-Sheikh riet nur von „nicht autorisiertem“ Jihad ab, der nicht von einem islamischen Herrscher voran getrieben wird – nicht vom Jihad an sich. Und die Amerikaner betrachten die Fatwa des saudischen Mufti als „wertvollen Fortschritt“. Das spricht Bände über die verzweifelte Kluft zwischen dem strategischen Begreifen des Jihad und dem politischen Islamismus einerseits und seinem Einfluss auf die nationale Sicherheit Amerikas andererseits.


Quellen:
24. September 2001 - The Daily Telegraph -'The Americans love Pepsi Cola, but we love death'
2. Oktober 2007 - AP: Suicide bomber kills 13 in Kabul
3. Oktober 2007 - Reuters: Taliban leader exhorts suicide bombers in video
3. Oktober 2007 - Australia Daily Telegraph: Taliban leader exhorts suicide bombers
5. Oktober 2007 - Reuters: Suicide bomber kills two children in Afghan south
2. Oktober 2007 - AFP: Suicide car bomber kills six near Baghdad
1. Oktober 2007 - AFP: Suicide bomber in burqa kills 16 in Pakistan
2. Oktober 2007 - London Times: De Menezes marksmen told to expect determined bombers
4. Oktober 2007 - Daily Telegraph: Bomb plot 'helper' had 'list of bomb parts'
4. Oktober 2007 - The Investigative Project on Terrorism: Hamas Indoctrinates Children... Again
1. Oktober 2007 - New Kerala - Is the 'War on Terror' in Afghanistan coming full circle?
29. September 2007 - Reuters: Suicide bomb on Afghan army bus kills 30 in Kabul
29. September 2007 - AP: Afghan president offers Taliban a place in government for peace deal
2. Oktober 2007 - Afghanistan's Taliban: US Tactics - Defeat or Negotiate? -- Jeffrey Imm, CTB
29. September 2007 - Are the Taliban "The Enemy" or Not? -- Jeffrey Imm, CTB
13. August 2007 - Pakistan President Seeks Mainstream Taliban
5. Oktober 2007 - Pakistan Daily Times: Taliban commander Baitullah executes three soldiers
5. Oktober 2007 - Pakistan Dawn: Mutilated bodies of 3 hostage soldiers found
5. Oktober 2007 - Pakistan Daily Times: Taliban commander Baitullah says his bombers are waiting for Benazir Bhutto
4. Oktober 2007 - The London Times: Survivors defiant as siege mosque reopens
5. Oktober 2007 - AFP: Ahmadinejad vows to abolish Israel
4. Oktober 2007 - AFP: Ahmadinejad defiant as EU worries over sanctions call
15. Januar 2006 - Daily Telegraph - 'Divine mission' driving Iran's new leader
Wikipedia: George S. Patton
28. Juli 2005 - Nuke Mecca? Nope. -- by Robert Spencer
14. September 2007 - Washington Times: Inside the Ring - FBI stated during 9/11 congressional hearing that has no role in "war of ideas"
18. Juli 2007 - Family Security Matters: Preventing the West from Understanding Jihad -- Dr. Walid Phares
3. Oktober 2007 - Saudi Mufti Issues Fatwa Prohibiting Saudi Youth From Engaging In Jihad Abroad
17. August 2007 - Pakistan Daily Times - Fatwa against 'friends of US, Jews' -- Mufti Khalid Shah
14. Juli 2007 - Newly Released Message: Osama Bin Laden Calls for Islamic Martyrdom
Osama Bin Laden zitiert: Hadeeth Sunnah Sahih Bukhari, Book 52. Fighting for the Cause of Allah (Jihaad), specifically in Volume 4, Book 52, Number 54.
Sahih Bukhari is a collection of sayings and deeds of Muhammad, also known as the sunnah. The specific reference states: "By Him in Whose Hands my life is! Were it not for some men amongst the believers who dislike to be left behind me and whom I cannot provide with means of conveyance, I would certainly never remain behind any Sariya' (army-unit) setting out in Allah's Cause. By Him in Whose Hands my life is! I would love to be martyred in Allah's Cause and then get resurrected and then get martyred, and then get resurrected again and then get martyred and then get resurrected again and then get martyred."
Qu'ran Sure 9:111
9/11 and the Inconvenient Truths about Jihad and Islamism -- Jeffrey Imm

9.10.07 19:18


Prioritäten

Als Deutscher muss man ja dem Iran gegenüber aufgeschlossen und dialogbereit sein. Vor allem muss man differenzieren zwischen dem radikalen, aber doch eigentlich liebenswürdigen und harmlosen derzeitigen Staatspräsidenten, den harten und den moderaten konservativen Mullahs, den fortschrittlichen Mullahs und vor allem dem iranischen Volk. Alles andere ist Nebensache. Weil die Mullahkratie von den Amerikanern diskriminiert wird. Dieser Fakt triumphiert über allem, was am Iran negativ gesehen werden könnte: Todesstrafen für „Vergehen“ wie Homosexualität, vergewaltigt werden, Ehebruch, Abfall vom Islam usw. Das alles ist zwar für Menschenrechtsgruppen ein Grund der Besorgnis, aber dagegen wird nicht lauthals und wirkungsvoll protestiert; schon gar nicht werden Sanktionen des Regimes gefordert. Die sind ja alle Opfer der Amerikaner.

Darüber hinaus gibt es weitere Felder, die unsere grün-ökologischen Verbände und Parteien auch nicht ansprechen. Eines davon ist die Luftfahrt. Während bei uns die Umwelt-Unverträglichkeit der Luftfahrt immer wieder in die Medien gespült wird und höhere Besteuerungen bis zu Verboten bestimmter geringer Streckenlängen sowie Lärmpegel beschimpft werden, ist das in Sachen gewisser Terror-Regime kein Thema. Dabei wäre es höchste Zeit, dass dort auch angesetzt würde.

Das amerikanische Luftfahrtmagazin Airways hat sich in den letzten Monaten in Nostalgiepflege geübt: In der Mai-Ausgabe (wenn ich mich recht erinnere) berichtete ein begeisterter Reporter über den tollen, nostalgischen Inlandflug im 70-er-Jahre-Ambiente mit einer Boeing 707 und war begeistert. In der aktuellen Ausgabe (Oktober, erschienen Anfang September) wird jetzt von einem Iran Air-Flug von Teheran nach Caracas (Venezuela) geschwärmt – ebenfalls mit dem tollen Service im wunderbaren 70-er-Jahre-Ambiente.

Der Autor des Nostalgie-Schwalls heißt übrigens Sebastian Schmitz. Und er empfiehlt Flug-Enthusiasten dringend, diesen Flug von Teheran nach Caracas bald durchzuführen. Schließlich werden inzwischen Iran-Air-Piloten auf der A340 geschult und man weiß nicht, wie lange die 747SP noch diesen Nostalgietrip versorgen.

Diese Flüge sind umweltpolitisch mehr als bedenklich. Wegen des US-Embargos fliegt Iran Air Uralt-Boeings, die heutigen Umweltstandards nicht einmal ansatzweise gerecht werden. Wirklich nur deswegen? Hätten die Mullahs weniger Geld in den Terror gesteckt, dann hätten sie sich mehr moderne Flugzeugmuster besorgen können, wie sie jetzt im Laufe der nächsten Jahre kommen sollen: Airbusse, die mit nicht amerikanischen Komponenten gebaut wurden (Triebwerke, Radar, Avionik – alles aus Europa erhältlich). [Ich finde die Geschäfte Europas mit dem Iran ja nicht gut, aber diese Optionen gab und gibt es nun mal.] Die Schuld hierfür bei den Amerikanern zu suchen, ist also Augenwischerei.

Die nächste Frage wäre die, ob es wirklich billiger ist, vier verkürzte uralt-Jumbos zu betreiben (zwei davon müssen überhaupt erst noch wieder in den Stand versetzt werden fliegen zu können!), als sich ein paar neue oder gebrauchte Langstrecken-Maschinen zu besorgen. Aber das braucht uns ja nicht zu kümmern, um Wirtschaftlichkeit geht es nicht.

Darüber hinaus ist es doch wohl mehr als fraglich, wenn ein (an sich schon unwirtschaftliches) Flugzeug (die Boeing 747SP) von Teheran über Damaskus nach Caracas fliegt und statt der möglichen 305 nur 120 Passagiere mitführen darf, um die Strecke ab Damaskus ohne Zwischenstopp fliegen zu können – und dann beispielsweise auf einem Flug gerade mal 3 Dutzend Passagiere von einer Crew von 30 (einschließlich Cockpit-Personal) versorgt wird. Und das alles nur aus politischen Gründen, weil die Mullahs ein gutes Verhältnis zu Hugo Chavez demonstrieren wollen. Welcher Dreck da in die Luft geblasen wird, können die grünen Flugverkehr-Feinde sicherlich problemlos ausrechnen.

DAS wäre also mal ein Grund, dass die Umwelt-Aktivisten an das moralische Gewissen und gegen die Verschmutzung demonstrieren und mahnen. Aber auch dies wird nicht geschehen, weil die Prioritäten „richtig“ gesetzt werden müssen: Gegen die Amerikaner und für alle und alles, die auch gegen die sind.

Flieger-As Schmitz schreibt nicht, wie und mit wem er von Caracas zurück nach Köln flog. Für ihn zählt nur, dass er 70-er-Jahre-Flair erleben und genießen wollte. Für einen Luftfahrtfreak sicherlich in Ordnung. Für Leute mit politischen Ansprüchen – wie den Umweltschützern – ist das Wegsehen verlogen. Da werden gut gepflegte Animositäten und Hassegefühle vor die angeblichen eigentlichen Ziele gestellt. Aber das kennen wir ja.

24.9.07 10:49


Echte Gründe beleidigt zu sein

Aufregung in Pakistan, dem Iran und ein bisschen auch in Schweden – wegen einer Zeichnung, die weder sonderlich gut noch geistreich ist. Aber wieder wird gedroht und Rabatz gemacht. Warum nicht auch mal umgekehrt?

Eigentlich wird’s Zeit, dass die Deutschen jetzt auch mal Rabatz machen und beleidigt sind. Es sind zwar weder Pakistanis noch Iraner, die einmal mehr auf Deutschland eindreschen, aber ehrlich gesagt: Das ist mir im Moment egal. Mit den Türken kann man sehr schön anfangen. Denn einmal mehr halten sich national-islamistische Hetz-Propagandisten für den absoluten und einzig gültigen Nabel der Welt, weil die deutsche Nazi-Regierung ausschließlich zu Ungunsten und zur Diskriminierung von Türken ein Zuwanderungsgesetz eingeführt hat, von dem niemand sonst betroffen ist – keine Thais, keine Philippinas oder sonst wer: ausschließlich Türken sind betroffen und ausschließlich gegen Türken ist dieses Gesetz gerichtet. Was auch sonst?

Also ist Angela Merkel der „zweite Hitler“ und die Türken die neuen Juden (wenn denn der Holocaust überhaupt statt gefunden hat), weil die bösen Tante sie frisst, dass ihr das Blut von den Vampirzähnen tropft. Und das ausgerechnet von Typen, die eine antisemitische Hetzschrift verbreiten (weshalb das „Blatt“ in Deutschland verboten wurde), die Nazi-Karte ziehen und sich als Opfer der neuen Nazis in Deutschland darstellt, die aber gleichzeitig auch noch eigentlich zionistische Ziele verfolgen.

Das, was aus der Türkei schon an selbstgerechter Verleumdergülle auf Deutschland ausgekippt wurde, kann durch keine Mohammed-Karikaturen aufgewogen werden. Da können mir die übrigen Beleidigtsein-Profis fast schon leid tun.

Angesichts der Tatsache, dass das diese Hetze verbreitende Blatt Vakit vom neuen Präsidenten Gül „gerne gelesen“ wird und Premier Erdogan immer auch einen „Berichterstatter“ dieser „Zeitung“ im Schlepptau hat, wenn er auf Reisen geht, sollte vielleicht beim nächsten Thema über die Türkei und ihre Regierung, am liebsten bei Berichten über Auslandsreisen von türkischen Regierungsmitgliedern, als Standard-Karikatur ein Bild erscheinen, bei dem Herr Gül den Stürmer liest und ein Goebbels-Kopf in der Entourage des Premiers zu finden ist!

Meine Zeichenkünste reichen leider nicht einmal an die grausige Qualität der aktuellen Mohammed-Bildchen heran. Wer macht’s?

3.9.07 23:04


Der Jihad des Islam und linke Träume

Am Prozess gegen einen zum Islam konvertierten gerade noch verhinderten Terroristen in den USA macht Robert Spencer deutlich, wie verschoben die Perspektive unserer multikulti-politisch korrekten Szene gegenüber dem islamischen Terrorismus ist. Die intrinsischen Widersprüche der Halal-Hippies ihren Liebesobjekten gegenüber werden nicht wahrgenommen oder geleugnet. Die irren Folgen für den Westen und die westlichen demokratischen Freiheiten stellen keinen Diskussionspunkt dar, der von den linkslastigen Tagträumern auch nur ansatzweise akzeptiert würde.

Robert Spencer
FrontPageMagazine.com, 22.08.2007

Abdullah Al-Muhajir, auch bekannt als Jose Padilla, wurde am Donnerstag wegen Unterstützung terroristischer Aktivitäten verurteilt und – nach Angaben von Associated Press – dazu wegen „Verschwörung zu Mord, Entführung und der Verstümmelung von Menschen im Ausland“. Auf der linken Internetseite Daily Kos wurde Padilla als „amerikanischer Märtyrer des ‚Kriegs gegen den Terror’“ bejubelt; sein Verfahren wurde mit der Hexen-Hysterie verglichen: „Wie es während der Hexen-Verfahren von anno dazumal war, enden nur die gesellschaftlich Unpopulären, die Geisteskranken und die politisch Gefährlichen am Ende einer Schlinge oder in einem neuen Freudenfeuer der politischen Eitelkeit.“ Der ziemlich analphabetische Eintrag fuhr mit der Beschwerde fort, dass das Verfahren gegen Padilla „an ein einzelnen Stück Papir [sic] aufgehängt ist: einem Antragsformular mit seinen Fingerabdrücken.“ Nicht erwähnt wurde die Tatsache, dass dieses „einzelne Stück Papir“ zufällig ein Antrag auf Aufnahme in die Al-Qaida war.

Der Eintrag bei Kos war nur ein kleines Beispiel der Tendenz der Linken praktisch überall die Verteidigungsbemühungen gegen den globalen Jihad als Manifestationen der Übergriffe des Bushitlerischen Polizeistaates zu sehen. Michael Moore sagte vor ein paar Jahren: „Es gibt in diesem Land keine Terrorbedrohung. Das ist eine Lüge. Es ist die größte Lüge, die uns je erzählt wurde.“ Das ist bei der Linken Allgemeingut geworden; es verbindet sich geschmeidig mit einer bemerkenswerten Besorgtheit gegenüber islamischen Jihadisten: Ein berüchtigtes Beispiel war die radikal-feministische Anwältin Lynne Stewart, die später die Wasserträgerin des blinden Scheik Omar Abdel Rahman wurde, der jetzt wegen seiner Rolle beim Bombenanschlag auf das World Trade Center von 1993 im Gefängnis sitzt. Die Aktivitäten des „nicht gewalttätigen“ International Solidarity Movement haben zahlreiche Fragen zu ihren Verbindungen zu gewalttätigen Jihadisten aufkommen lassen.

Welche Welt wird besser für die Linken sein, die gegenüber dem Jihad ein Auge zudrücken, wenn die Jihadisten ihre Ziele erreichen? In der Unterhaltungszeitschrift TimeOut London schrieb der flüchtige TimeOut-Redakteur Michael Hodges im Juni seine Vorstellung eines islamischen London nieder. London unter dem Gesetz der Scharia, schrieb Hodges, würde gesünder sein: „Der muslimische Akt des Gebets ist so gestaltet, dass er die Betenden fit, die Gelenke geschmeidig und bei fünf täglichen Gebeten den Bauch schlank.“ Es wäre nüchtern: „Verbieten Sie landsweit den Alkohol und Sie vermeiden viele der 22.000 Toten, die mit Alkohol in Zusammenhang stehen; und die Rechnung von 7,3 Millionen Pfund, die die Nation wegen Verbrechen und Unruhen in Zusammenhang mit Alkohol zahlt.“ Es wäre auch ökologisch vernünftig und die islamische Bildung würde „das allgemeine Level von Disziplin und Selbstrespekt bei den jungen Leuten Londons“ erhöhen.

Unterdessen „würde die Anwendung von halal-Speisevorschriften (halal = Arabisch für ‚erlaubt’) in ganz London uns auf einen Schlag von unserer Sucht nach Junkfood befreien und die allgemeine Anwendung südasiatischer Speisen mit ihrer Reichhaltigkeit an Fruchtsäften, Reis und Gemüse mit gelegentlichen Hammelfleisch oder Huhn drastische Auswirkungen auf Fettleibigkeit, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefiziten und mit allen verbundenen Gesundheitsproblemen.“ Religiöser Fanatismus würde verschwinden, da Juden, Christen und – wahrscheinlich – Hindus unter der wohlwollenden Herrschaft des islamischen Gesetztes geschützte Dhimmis würden.

Unglücklicherweise für die Zukunft der Dhimmis (und für gleich gesinnte Liberale) jedoch ließ Hodges ein paar Dinge seines islamisch-linken Paradieses aus. Er erwähnte nicht, dass religiöse Minderheiten im Tausch für den von ihren neuen islamischen Herren erhaltenen „Schutz“ einen erniedrigende Zweite-Klasse-Status akzeptieren müssten, der ihre Erniedrigung institutionalisierne und ihnen gleiche Rechte wie den Muslimen auf zahlreiche Art verweigern würde – mit denen sicher gestellt wird, dass sie „sich unterworfen fühlen“ (Koran, Sure 9,29). Außerdem würde das Leben für trendige liberale Atheisten auch nicht komfortabler sein.

Ein islamisiertes Land im Westen würde unterdessen mit liberalem Quatsch angefüllt sein: Schulgebet; Abtreibung für illegal erklärt (außer, was am wahrscheinlichsten ist, in Fällen, die das Leben der Mutter betreffen); (unterschiedlich drakonische) Bestrafungen von Homosexuellen; und sogar legalisierte Polygamie (Koran, Sure 4,3) und Prügel für die Ehefrau (Koran, Sure 4,34). Freiheit der rede würde vermutlich ebenso verschwinden, zumindest, was die Diskussion der Elemente des Islam angeht, die zur Gewalt aufhetzen – aber angesichts ihres Hangs zu Verleumdung statt ihren Gegnern zu antworten, würden die Linken das wohl nicht sehr vermissen.

Nichtdestotrotz gibt es keinen Zweifel, dass eine Welt, in der Jose Padillas Aktivitäten ungehindert weiter gehen und die Jihadisten letztlich damit Erfolg haben ihren Willen dem Rest von uns aufzuzwingen, für Liberale kaum bequem sein würde. Offensichtlich glauben sie, dass von der islamischen Welt keine wirkliche Gefahr für den Westen ausgeht und dass das Christentum (wie ich in meinem buch Religion of Peace? detailliert ausführe) die wahre theokratische Bedrohung des westlichen Pluralismus und der konfessionslosen Regierung darstellt. Der multikulturelle Antiamerikanismus, dem diese Täuschung entspringt, mag für die amerikanische Republik kurzfristig gefährlicher sein als der Jihad selbst; aber langfristig verschmelzen die beiden Bedrohungen recht leicht.

25.8.07 12:14


Die Protokolle der Weisen

Joseph Klein, FrontPageMagazine.com, 23. Juli 2007

Sie nennen sich die „Weisen“, eine Gruppe, die sich selbst als „weise Männer und Frauen“ bezeichnet, die vom früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela letzte Woche anlässlich seines 89. Geburtstages ins Leben gerufen wurde. Jimmy Carter, Kofi Annan und Mary Robinson (ehemalige irische Präsidentin und UN-Hochkommissarin für Menschenrechte) schließen sich Mandela und einem Schwarm weiterer Ehemaliger an, um ihre Dienste als umherschweifende frei schaffende Diplomaten anzubieten. Sie werden vom Britischen Tycoon Richard Branson und Ted Turners UN Foundation finanziert.

„Die Weisen werden sich nicht an der Lieferung von Auffangnetzen für Malaria-Prävention beteiligten“, sagte Jimmy Carter. „Die Sache ist Vakuen zu füllen – wichtige Fragen anzusprechen, die nicht angemessen behandelt werden.“

Übersetzt heißt das, dass die Weisen nichts Brauchbares für leidende Menschen tun werden. Statt dessen werden sie ihr Vermächtnis der falsch gelaufenen Lösungen für Probleme, die sie nicht begreifen, weiterführen. Als einzelne waren sie schlimm genug. Zusammen haben sie einen Klub gebildet, dem kein klar denkender Mensch beitreten oder konsultieren würde.

Jimmy Carter selbst ist das blendendste Beispiel einer herumlaufenden Vakuums, ohne jegliche sinnvolle Vorstellungen oder Verständnis dafür, was in unserem Kampf gegen den globalen Terrorismus auf dem Spiel steht. Seine Mit-„Weisen“ sind nicht besser.

Carters Präsidentschaft war die Antithese effektiver Führung der Welt. In seiner Amtszeit übernahm im Iran die den Terror finanzierende Theokratie die Macht und hielt prahlerisch über ein Jahr amerikanische Geiseln gefangen ohne dafür irgendeinen Preis zu zahlen. Die islamischen Terroristen haben zugesehen. Die UdSSR erweiterte ihr Reich mit Gewalt, was in der Invasion in Afghanistan gipfelte, die im Gegenzug zur Geburt der Terrororganisation des Osama bin Laden führte. Carter tat nichts außer einen kleinen Schlag auf die Finger zu geben, indem er unsere Athleten von den Olympischen Spielen in Moskau fern zu halten.

Seitdem er von Ronald Reagan klar geschlagen wurde, hat Carter sich weiter zum Idioten gemacht und sein Land in Verlegenheit gebracht. Nachdem er aus seinen fruchtlosen Verhandlungsversuchen zur Freilassung der Geiseln während seiner Präsidentschaft gelernt hat, verlangt Carter heute, dass wir weitere fruchtlose Verhandlungen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad eintreten, der geschworen hat Israel von der Erdoberfläche zu wischen. Dieser Wahnsinnige nahm Berichten zufolge an der Geiselnahme der Amerikaner 1979 teil und ist jetzt der Kopf der jüngsten willkürlichen Gefangennahme von iranisch-amerikanischen Bürgern, die zum Besuch im Iran waren.

Carter hat nie ein unfreundliches Wort über Ahmadinedschad, Saddam Hussein, Castro, Hugo Chavez oder irgendeinen anderen Diktator zu sagen gehabt. Deren grauenhafte Menschenrechts-Statistik haben keinerlei Aufmerksamkeit dieses selbst ernannten Menschenrechts-Vertreters auf sich gezogen. Mit all denen kann man vernünftig reden, glaubt Carter.

Genauso tritt Carter für Terroristen ein. Er hat sich überschlagen, um die vom Iran bewaffnete Terrorgruppe Hamas zu loben und sagte kürzlich, dass es „kriminell“ sei, dass die USA, Israel, die Europäische Union und die Arabische Liga diese Mörder ihres eigenen Volkes meiden, die weiterhin schwören Israel zu vernichten.

Natürlich hat Carter kein Interesse am Überleben der einzig wirklichen Demokratie im Nahen Osten. Statt dessen vergleicht er in seinem aufhetzenden neuen Buch „Palestine: Peace, Not Apartheid“ Israel mit dem Südafrika der Apartheid-Ära. Carter, der Weise, schrieb eine würdige Fortsetzung der berüchtigten „Protokolle der Weisen von Zion“.

Vierzehn Vertreter seines eigenen Carter Center traten aus Protest gegen die Lügen und Verdrehungen in Carters Propaganda-Wälzer von ihren Posten zurück. In einem gemeinsamen Brief an Carter erklärten sie: „Wir können nicht länger Ihre scharfe und kompromisslose Haltung mittragen. Das ist nicht das Carter Center oder der Jimmy Carter, den wir respektiert und unterstützt haben.“ Ein Mitglied des Vorstands des Carter Center ging noch weiter und erklärte, dass Carter „seine traditionelle Position als ehrlicher Vermittler verlassen“ hat und „so weit geht Terrorismus so lange zu dulden, bis ein palästinensischer Staat erreicht ist“.

Tatsächlich hat sich Jimmy Carter sich überhaupt nicht geändert hat – unglücklicherweise haben einige seiner Unterstützer mehr als zwanzig Jahre gebraucht, was die ganze Zeit schon da war. Der verstorbene demokratische Senator Daniel Patrick Moynihan hatte es begriffen. Er drückte es am besten als, als er Carter schon 1980 so beschrieb: „Unfähig zwischen unseren Freunden und unseren Feinden zu unterscheiden, hat er die Weltsicht unserer Feinde übernommen.“

Dann gibt es da Carters Mit-Weisen, den ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan. In seiner Amtszeit beschwichtigte Annan einige der schlimmsten Diktatoren und staatlichen Sponsoren des Terrorismus dieser Welt. Er verlieh ihnen, was er die „einzigartige Legitimität“ der UNO nannte, um zu zeigen, wie „unvoreingenommen“ er war.

Zum Beispiel erklärte Annan, dass Saddam Hussein jemand war, „mit dem ich, denke ich, Geschäfte machen kann“ (was die UNO in gewissem Sinne über die Ausbeutung des Öl-für-Lebensmittel-Programms auch tat, an der Annans Mitarbeiter teilnahmen). Und er bezeichnete das islamo-faschistische Regime im Iran als „Partner“ für Verhandlungen. Annan zog es vor die Hände der Gangster des Iran zu schütteln und mit ihnen fotografiert zu werden, statt sich ihnen im Namen der Menschenrechte entgegenzustellen. 2003, bei einem seiner Besuch im Iran, kritisierten studentische Dissidenten Annan, er sei „taub gegenüber dem Schreien der Demonstranten unten auf der Straße, während Elemente des Regimes drohend Knüppel und Ketten schwingend die Knochen iranischer Arbeiter, Mütter und Studenten zerschlagen“.

Annans „Partner“ für Verhandlungen, der Iran, ist außerdem ein staatlicher Sponsor von Terror-Organisationen. Irans Führer haben das Töten unschuldiger Menschen an die Hamas und die Hisbollah abgegeben. In Leugnung allen Realitätssinns haben die Vereinten Nationen unter Kofi Annan es sogar abgelehnt anzuerkennen, dass die Hamas oder die Hisbollah Teil eines gefährlichen globalen Terrornetzwerks sind, deren gemeinsamer Nenner der islamische Faschismus ist, ganz zu schweigen von der Verbindung des Iran dorthin.

Hier ist ein verräterischer Austausch mit Kofi Annans Pressesprecher bezüglich der Hamas bei einer der täglichen Pressekonferenzen im Januar 2006:

Frage: Betrachtet der Generalsekretär die Hamas als terroristische Organisation?
Sprecher: Der Generalsekretär hat mit klaren Worten jedes Mal jegliche Organisation verurteilt, die eine terroristische Tat begangen hat, einschließlich der Taten, für die die Hamas die Verantwortung übernommen hat.
Frage: Aber das beantwortet meine Frage nicht.
Sprecher: Meines Wissens gibt es bei den Vereinten Nationen die Bezeichnung einer terroristischen Organisation nicht.

Während des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah im letzten Jahr, den die Hisbollah heraufbeschwor, konzentrierte Kofi Annan seine Kritik auf Israel. Er erklärte der Welt gegenüber fälschlicherweise, dass Israel „offensichtlich der gezielten Beschießung“ eines Beobachtungspostens der UNO schuldig sei, bei der vier Beobachter getötet wurden. Selbst nachdem heraus kam, dass die Hisbollah-Terroristen sich um den gesamten Beobachtungsposten der UNO herum positioniert hatten und damit Feuer auf ihn lenkten, was zu dem tragischen Unfall mit dem Tod der UNO-Beobachter führte, entschuldigte sich Kofi Annan nicht für seine vorschnellen Vorwürfe an Israel.

Mary Robinson, eine weitere der „ausgezeichneten“ Weisen, war Kofi Annans Wahl als UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte. Wie Annan und Carter war sie gegenüber Diktatoren nachgiebig, während sie westliche Demokratien verurteilte.

Robinson war z.B. die Vorsitzende der „Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit verbundene Intoleranz“, die sich in eine ununterbrochenes Hass-Festival gegen Juden und Israel verwandelte. Sie schwieg, während ihre Kommission die Entscheidung traf Selbstmord-Bombenanschläge als legitimes Mittel zur Erzielung eines eigenen Staates zu legitimieren. Sie hat seitdem gejammert, dass die USA nicht Jimmy Carters fehl geschlagene Politik fortgeführt haben und unsere weise Entscheidung kritisiert gegen das Zerrbild des neuen UN-Menschenrechtsrats zu opponieren.

Nelson Mandela, der führende „Weise“, hat jegliche moralische Autorität vertan, das er erwarb, während er die pluralistische Demokratie im Nach-Apartheid-Südafrika einleitete. Er hat starke Unterstützung für Diktatoren wie Fidel Castro und Libyens Muammar Ghaddafi geäußert, während er erklärte: „Wenn es ein Land gibt, das in der Welt unsägliche Gräuel verübt hat, dann sind es die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Mandela beschuldigte Präsident Bush wie auch Tony Blair während Kofi Annans Amtszeit die Vereinten Nationen zu untergraben; er fragte rhetorisch, ob das so sei, „weil der Generalsekretär der UNO [der Ghanaer Kofi Annan] ein Schwarzer ist? Sie haben das nie gemacht, als die Generalsekretäre Weiße waren.“

Mandela blieb seltsam still bezüglich der Brutalitäten, die täglich auf seinem eigenen Kontinent gegen Schwarzafrikaner verübt werden. Beispielsweise hat er sich nicht entschieden die Diktatur Mugabes in Zimbabwe wegen der Leiden zu verurteilen, die diese bei der eigenen Bevölkerung verursacht hat und hat sich gegen jegliche Sanktionen gegen Mugabe ausgesprochen. Adotei Akwei, Afrika-Direktor von Amnesty International USA wird mit der Aussage über das Schweigen Mandelas zitiert: „Würde Mandela sich dazu äußern, dann wäre das ein großer Durchbruch. Aber zusätzlich zu seiner Abneigung der Vergangenheit Mugabe, den ‚Befreier’ Zimbabwes, zu attackieren, ist Mandela eine sehr loyale Person. Und er kennt Mugabe seit langem.“

Mit anderen Worten: Mandelas blinde Loyalität einem brutalen Diktator gegenüber überwiegt gegenüber dem Aufstehen gegen die furchtbaren Verletzungen der Menschenrechte, die heute in Mandelas eigenem Hinterhof stattfinden. Das ist kein Erbe, auf das man stolz sein kann. Ihm steht es mit Sicherheit nicht zu uns zu sagen, wie wir uns in der Welt verhalten sollen.

Nelson Mandela, Jimmy Carter, Kofi Annan, Mary Robinson und ihr Club der Narren haben einen grundlegenden Fehler. Jeder von ihnen hat hin und wieder die Bereitschaft demonstriert die Feinde der Freiheit unter allen Umständen gefällig zu sein, um einen illusorischen Frieden anzustreben. Es ist Zeit, dass diese „Weisen“ sich auflösen, bevor sie zusammen noch mehr Schaden anrichten können.

27.7.07 21:37


Zu früh gefreut

Der „John Doe“-Gesetzeszusatz, den die demokratischen Senatoren erst gekippt haben, ist jetzt doch durch – jubeln einige, u.a. auch Politically Incorrect. Das könnte zu früh gewesen sein. Denn der beschlossene Entwurf setzt entscheidende Einschränkungen, die im ursprünglichen so nicht vorhanden waren – der Teufel steckt, wie immer, im Detail:

Jede Person, die, in gutem Glauben und gegründet auf einen objektiv vernünftigen Verdacht, eine Meldung über verdeckte Aktivitäten bei autorisierten Offiziellen macht oder veranlasst, soll für eine solche Meldung von ziviler Haftbarkeit unter Bundes-, Staats- und örtlichem Recht immunsein.

Im ursprünglichen Entwurf hieß es:

Jede Person, die in gutem Glauben eine Meldung über verdeckte Aktivitäten...“ (und dann werden die möglichen Beamten und sonstigen Personen genannt, bei denen diese Meldung gemacht werden könnte)

Mit anderen Worten: Es wird gefordert, dass der Verdacht „objektiv vernünftig“ ist – was dazu führt, dass Rechtsanwälte wie der CAIR-Aktivist, der die „Fliegenden Imame“ vertritt, dieses „objektiv“ und „vernünftig“ so weit verdrehen können, dass davon nichts mehr übrig bleibt. Man wird argumentieren, dass laut geäußerte islamische Glaubensbekenntnisse an Flughäfen für streng gläubige Muslime völlig vernünftig sind und daher die Meldung solchen Verhaltens als „verdächtig“ mit einer Klage beantwortet werden kann. Außerdem wird man argumentieren, dass jede Verdächtigung von Muslimen durch Nichtmuslime nicht objektiv, sondern nur subjektiv sein kann, getrieben von „Islamophobie“.

Diese Forderung nach „objektiv vernünftigem“ Verdacht ist ein Schlupfloch, das ziemlich gut ausgehebelt werden kann. Jede für die Islamisten negative Entscheidung werden diese in die nächsten Instanzen tragen können. Die „John Does“ wahrscheinlich nicht. Und da für jeden Fall einzeln entschieden werden muss, ob tatsächlich ein „objektiv vernünftiger Verdacht“ vorliegt, kann es keine Grundsatzentscheidung geben.

Die Halal-Hippies von der Demokratischen Partei haben zwar dem „John Doe“-Zusatz nachgegeben, aber gleichzeitig dafür gesorgt, dass ihre Sicht der Dinge Erfolg hat. Das Gesetz dürfte in dieser Form genauso nutzlos sein, wie es ohne den Zusatz war. Und wir haben ein deutliches Beispiel dafür, wie die PC-Soldateska manipuliert, um den gesunden Menschenverstand beiseite zu schieben.

26.7.07 23:18


John Doe – ab vor den Kadi!

Im Fall der Fliegenden Imame gibt es wieder unangenehme Neuigkeiten – diesmal allerdings nicht von den klagenden Unschuldslämmern, sondern von ihren Halal-Hippies im US-Kongress. Diese fahren eine ganz miese Tour.

Da die selbst ernannten Diskriminierungsopfer mit Hilfe ihrer Extremisten-Lobbygruppe CAIR nicht nur die Fluggesellschaft US Airlines verklagt haben, sondern auch die bisher unbekannten Passagiere, die das auffällige Verhalten gemeldet haben, wurde eine Gesetzesinitiative in Gang gebracht, die solche „Whistleblower“ vor dieser Art der versuchten Einschüchterung schützt. Das Gesetz wurde im Repräsentantenhaus mit einer überwältigenden Mehrheit angenommen. Doch im Senat ist es gescheitert.

Grund dafür sind die Senatoren der Demokratischen Partei. Im Repräsentantenhaus haben sie sich nicht getraut das durchzuziehen; dafür haben sie im Nachhinein daran gearbeitet den entscheidenden Teil scheitern zu lassen, weil das Gesetz ja schließlich auch noch durch den Senat musste. Und hier haben sie dafür gesorgt, dass die Immunität der „John Does“ heraus fiel. Und das war offensichtlich gut geplant, denn Senatoren, die 2008 zur Wahl stehen und unsichere Wahlkreise haben, stimmten zwar demonstrativ für den Immunitäts-Zusatz, aber alle anderen dagegen (alle Republikaner stimmten bis auf einen, der nicht teilnahm, alle für den Zusatz). Vorher wurde also sehr genau gezählt, wie viele Stimmen für den Schutz der Bürger man sich leisten konnte, um eigene Kandidaten für die nächsten Wahlen nicht zu sehr zu gefährden und trotzdem ein Scheitern der Vorlage sicherzustellen. Drei Stimmen fehlten zur Annahme. Hillary Clinton mit ihrem Wackel-Senatssitz stimmte dafür; Barak Obama stimmte nicht ab.

Es könnte allerdings sein, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist: Vor allem Blogger haben die Telefonnummern (und E-Mail-Adressen) der demokratischen Abgeordneten und Senatoren veröffentlicht, die inzwischen von ihren Wählern unter Druck gesetzt werden. Aufgenommen wurden die Hinweise der Blogger auch von Talk Radio-Moderatoren, die weiteres Publikum erreichten. Vielleicht werden die Demokraten dann doch noch gezwungen den gesunden Menschenverstand walten zu lassen – wenn schon nicht ihren eigenen, dann wenigstens den ihrer Wähler.

All das liegt weit außerhalb des Tellerrandes der deutschen Medien. Die konzentrieren sich darauf, wie toll die Kandidaten für die Präsidentschaftskandidatur sich gestern im Fernsehen mit den YouTube-Fragevideos geschlagen haben. Da konnte dann schön gezeigt werden, wie nahe sie am (Wahl-) Volk sind. Erstaunlich allerdings, dass von den Antworten nur die gezeigt wurden, die keinerlei Substanz oder sinnvollen Inhalt hatten. Warum nur? (Die sarkastischen möglichen Antworten darauf verkneife ich mir hier.)

24.7.07 23:44


Die modernen Weisen von Zion?

Der britische Telegraph hat einen interessanten Bericht über die Gründung einer neuen Gruppe, die sich nicht weniger zur Aufgabe gemacht hat als die Welt zu retten.

Diese Gruppe der (selbst ernannten) „Weisen der Welt“ ist eine Idee und Initiative von Sir Richard Branson (von Virgin Records und Virgin Atlantic Airlines) und dem Musiker Peter Gabriel. Sie boten 2001 Nelson Mandela die Leitung der Gruppe an, der sich das anscheinend sehr lange überlegte. Finanziert wird das angestrebte Dutzend von Branson, Gabriel, der United Nations Foundation und einer Reihe privater Gönner. Die „Weisen“ sollen sich zweimal im Jahr treffen und darüber hinaus regelmäßig Kontakt via Videokonferenzen halten.

Bei der Gründungszeremonie in Johannesburg äußerte sich Mandela zu den Zielen der Initiative, die sich globaler Probleme durch das Angebot von Sachverständigenwissen und Führung annehmen will: „Die Weisen können eine ausgesprochen unabhängige und robuste Kraft des Guten werden, die Konflikte und schwer handhabbare Fragen angeht, besonders diejenigen, die unpopulär sind.“ Die Gruppe werde „frei und mutig das Wort ergreifen, öffentlich und hinter den Kulissen arbeiten, wo immer unsere Hilfe benötigt wird“.

Dann fügte er noch hinzu: „Diese Gruppe erhält ihre Stärke nicht aus militärischer, politischer oder wirtschaftlicher Macht, sondern aus der Unabhängigkeit und Integrität derer, die hier sind.“

Das muss eine großartige Truppe sein. Schauen wir einmal, wird bisher schon dazu gehört:
- Nelson Mandela und seine Frau Graca Machel
- Desmond Tutu, ehemaliger anglikanischer Erzbischof von Kapstadt
- Jimmy Carter, ehemaliger Präsident der USA
- Mary Robinson, ehemalige Präsidentin Irlands (und ex-Menschenrechtsbeauftragte der UNO, was der Telegraph unterschlägt)
- Kofi Annan, ehemaliger UNO-Generalsekretär
- Mohammed Yunus, Nobelpreisträger und Gründer der „Grünen Bank“ in Bangladesch

Daneben will man weitere Weise gewinnen, so zum Beispiel Li Zhaoxing, bis vor zwei Monaten chinesischer Außenminister; Ela Bratt, indische Gründerin eines Frauenverbandes; Gro Harlen Bruntland, früher einmal norwegische Ministerpräsidentin und Direktorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Und eine „geniale“ Geste: Ein Stuhl wird immer frei sein für Aung San Suu Kyi, burmesische Oppositionsführerin und Gefangene der dortigen Militärjunta.

Da ist also ein gewaltiger Club aufmarschiert. Es wird spannend sein zu sehen, welche „unpopulären“ Fragen sie als erstes angehen werden. Ich fürchte, die Einstellungen einiger dieser Personen wird bald dafür sorgen, dass sie dem Beispiel des UNO-Menschenrechtsrat folgen wird. Denn zufälligerweise haben einige dieser Weisen eine sehr auffällige Gemeinsamkeit:

- Mary Robinson war eine entscheidende Persönlichkeit der UNO-Menschenrechtskommission während der berüchtigten Konferenz von Durban: Anti-Israel. Anti-Israel. Anti-Israel.

- Jimmy Carter, der gerade dank seines Israel-Hasses einen Bestseller gelandet hat: Anti-Israel. Anti-Israel. Anti-Israel.

- Nelson Mandela hat nie einen palästinensischen Terroristen getroffen, den er nicht mochte: Anti-Israel. Anti-American.

- Desmond Tutu findet, dass alle Probleme der Welt auf die USA und Israel zurückgeführt werden können: Anti-Israel. Anti-Israel. Anti-Semitisch?

Eine kleine Auswahl. Daneben ist Peter Gabriel ein prima Kumpel von Cat Stevens/Yussuf Islam - ein netter Liedermacher mit vielen friedlichen Auszeichnungenen, aber einer sehr selektiven Menschenfreundlichkeit. Wo Gabriel sich wohl in Sachen Israel und USA positioniert?

Die übrigen bekannten Weisheits-Besitzer kommen aus Gegenden und sind dort erfolgreich oder hoch angesehen, die nicht gerade für Israel- und/oder Amerikafreundlichkeit bekannt sind.

Mithin dürfte es nicht allzu fern liegen, dass ein gewisser Verdacht über die zukünftigen Aktivitäten der „Weisen“ geäußert wird. Wir werden sehen, was dabei heraus kommt, dass diese Superklugen sich zusammenrotten.

19.7.07 23:30


Geier

Das Wort war mir neu. Ich hörte es heute im WDR zum ersten Mal: Geierfonds. Scheint, ich hatte da etwas verpasst. Und wenn es Leute gibt, die aus Geld Geld machen, dann müssen sie mit negativ besetzten Tieren benannt werden. Die vor nicht allzu langer Zeit von Vizekanzler Müntefering in die Welt gesetzte „Heuschrecken“-Denunzierung ist heute gängig, wenn auch immer in der Formulierung „von Müntefering so bezeichnet“. So kann man, indem man den Strippenzieher mit dem roten Schal zitiert, die eigene Meinung wunderbar unschuldig kund tun und trotzdem entsprechende negative Gefühle beim Leser festigen.

Weniger bis gar keine Scham gibt es jetzt bezüglich dieser „Geierfonds“. Das sind nach Erklärung von heute im WDR Fonds, die Schulden von Dritte Welt-Ländern beim Geberland für’n Appel und’n Ei aufkaufen und dann das meist afrikanische Land unter Druck setzen, die Schulden zu begleichen, sonst würden sie verklagt – was zur Folge hätte, dass beispielsweise die Weltbank keine Gelder mehr fließen lassen würde.

Dieses Verhalten kann im Dritte Welt-romantisierten Europa kein gutes Wort finden. Nein, das ist regelrecht kriminell, muss verboten werden. Und klar, Bush ist nicht dieser Meinung, was nur die Richtigkeit der Abscheu gegen die „Geier“ unterstreicht. Diktatoren oder Misswirtschaftern in der Dritten Welt darf man einfach nicht in Rechnung stellen, was sie bekommen.

Wenn man dann liest, was ein Afrikaner über die europäische Entwicklungshilfe denkt und dass nach einem Schuldenerlass genau die Länder, die schuldenfrei da standen, heute 50% mehr Geld aufgenommen haben als ihnen je erlassen wurde. Mit anderen Worten: Die Entwicklungshilfe-Politik ist kontraproduktiv bis zum Geht-nicht-mehr.

Die Gewinnmargen der „Geierfonds“ sind alles andere als anständig. Ein Beispiel wurde im WDR gebracht: Rumänien verkaufte für 3 Millionen Dollar einen afrikanischen 15-Millionen-Schuldschein, weil es inzwischen überzeugt war, von dem Geld nie wieder etwas zu sehen. Über eine Klage kassierten die Geier dann 20 Millionen von dem betroffenen Staat.

Da gibt es einiges, was kritisiert werden kann. Aber könnte es sein, dass diese Geier insofern etwas Richtiges tun, als Schuldnern die Zurückzahlung abverlangt wird? Dass sich einige Staaten zu überlegen anfangen, ob sie nicht doch irgendwann mal anfangen zu wirtschaften statt sich auf Dauer alimentieren zu lassen?

Ich weiß, das ist in Europa – und besonders in Deutschland – alles andere als populär ist, so etwas zu denken, geschweige denn auch noch von sich zu geben. Doch vielleicht gibt es irgendwo ein Körnchen Denkansatz, das aus den alten Schemata ausbricht und Kreativität nicht nur innerhalb der alten Schablonen fordert, sondern im Ansatz überhaupt beginnt.

22.5.07 18:30


Warum ist Darfur uninteressant?

WDR2, kurz vor 19 Uhr. Die Moderatorin kündigt an, dass nach 19 Uhr über Darfur gesprochen werden soll. Sie nennt Daten: 200.000 Ermordete; Flüchtlinge, um die sich „unzählige“ Hilfsorganisatinen kümmern (hätte das nicht umgekehrt lauten müssen?); berichtet wird nur sporadisch, das Thema verschwindet immer wieder aus dem Blickfeld.

Dann die gewichtige Frage: Warum ist das so?

Dem wolle man in der Sendung nachgehen. Die Aussagen dazu habe ich dann leider nicht hören können. Aber die Frage nach dem Warum, die kann man auch so beantworten – jedenfalls als Zyniker:

Zum Einen ist Darfur weit weg. Irgendwo in der Einöde, wo ohnehin keiner hin kommt. Warum also großes Aufheben machen? Ist übrigens viel zu mühsam, da rumzugurken.
Dann sind die Mordbanden extremistische Muslime. Also ist das Morden nicht der Rede wert. Oder man will ihnen auch aus der Ferne nicht in die Quere kommen – es könnte gefährlich sein, sich zu intensiv negativ mit ihnen zu beschäftigen. Dort im Land selbst sowieso. Da nutzen einem Presseausweise überhaupt nichts.
Darüber hinaus haben sich die Amerikaner noch nicht eingemischt. So lange die nicht mitmischen, lohnt sich das nicht, man kann ihnen nichts anhängen.
Und zu guter Letzt hat Israel mit der ganzen Sache nun überhaupt nichts zu tun. Also ist sie sowieso uninteressant.

Wirklichkeit der westlichen Journaille, der westlichen Politik. Alles moralisch überlegen, insbesondere den Amerikanern und den Israelis. Wie gut, dass wir so gut sind!

20.3.07 21:51


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