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Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
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Ein ganz Schlauer

Das holt mal wieder einer die ganz falschen „Argumente“ aus dem Keller, wie man in einem Bericht der New York Times über eine Konferenz in Qatar nachlesen kann. Bischof Desmond Tutu jammerte über die Veröffentlichung der „dänischen Karikaturen“:

„Stellen Sie sich vor, das Thema wäre der Holocaust gewesen und er wäre so behandelt worden, dass die Juden das beleidigend gefunden hätten und die Reaktion der dänischen Regierung und der internationalen Gemeinschaft wäre so gewesen wie jetzt...“

Vorstellen sollen wir uns das. Hm. Hat der gute Mann etwas verpasst? Oder macht er nur die Augen zu, denn schließlich sind solche Aussagen und auch Karikaturen, ja sogar wissenschaftliche Arbeiten durch arabische Geistesgrößen (s. Mahmud Abbas alias Abu Mazen, Moskau 1980) Gang und Gäbe. In Belgien gibt es eine Karikaturen-Serie, bei der unter anderem Adolf Hitler mit Anne Frank nach dem Sex abgebildet ist. Vorstellen? Brauchen wir nicht, gibt es zuhauf, Herr Bischof!

Dann setzt er noch einen drauf:

Er beklagte die negative Stereotypisierung von Muslimen und fragte sich, warum Nordirdlands Protestanten und Katholiken, die Bomber von Oklahoma City oder selbst die Nazis nie „christliche Terroristen“ genannt worden sind.

Klar, das wäre dringend nötig – oder halt: Waren die Nazis nicht Heiden, von denen einige sogar die Wikinger- und Germanen-Götter wieder einführen wollten? Noch etwas: Hat irgendeiner von denen ausdrücklich im Namen Christi oder des christlichen Glaubens gemordet? Oder Jesus als Mord-Auftraggeber angeführt? Das haben noch nicht einmal die Terroristen in Nordirland hinbekommen! Der Bomber von Oklahoma City, Timothy McVeigh hat ausdrücklich gesagt, dass er die Verbindung zu seiner katholischen Erziehung und Religion „verloren“ habe. Und dann hätte ich gerne von Herrn Bischof Tutu die Liste mit den Priestern und Pfarrern, die vertreten, dass im Namen des christlichen Glaubens Angehörige anderer Religionen zu ermorden sind. Die dürfte sehr kurz sein – bzw. ein leeres Blatt. Gleiches gilt übrigens für Rabbiner.

Wenn Bischof Tutu auf einer Konferenz ist, die sich mit der Religionsfreiheit und dem Respekt gegenüber Religionen beschäftigt, dann wäre es sicherlich nicht falsch gewesen auf die Freiheiten der Nichtmuslime z.B. im Iran oder Saudi-Arabien hinzuweisen, statt „mutig anzugreifen“, was so nicht vorhanden ist. Wieder mal ein Fall von Kriechen wir den Extremisten in den Hintern. Dhimmis „überleben“ (fragt sich nur, wie). Aber nicht ihre Zivilisation und Kultur (oder notfalls „Unkultur“).


Wer weitere Kommentierungen zu dieser witzigen Veranstaltung in Qatar lesen will, muss Englisch können: PowerLine blog.

1.3.06 18:22


Demokratieverständnis a la Nahost?

Dass die Wahlverlierer der PA – die Fatah von Herrn Abbas – sich nicht unbedingt mit dem Ergebnis abfinden, kann man dran erkennen, dass sie jetzt vermehrt den Terror übernommen haben, um sich in den Augen der Palästinenser besser zu stellen. Eine neue Variante hat jetzt Saeb Erekat in einem Beitrag in der New York Times geliefert, wie honestreporting.com’s backspin berichtet. Dort behauptet er:

Israels unaufrichtige Verkündigung, es habe „keinen Partner“ für Friedensverhandlungen und dass Herr Abbas „nicht länger relevant“ [das ist bisher die Einzelmeinung einer Ministerin] sei, sollte in diesem einseitigen Licht gesehen werden. Die Palästinensische Befreiungsorganisation, die Herr Abbas führt, ist der einzige Repräsentant der Palästinenser überall und der einzige wirkliche Verhandlungspartner. Ihr Mandat bleibt von den Parlamentswahlen unberührt.

Wenn Israel weiterhin den Hamas-Sieg ausnutzt um zu behaupten, es habe “keinen Partner” für Gespräche und Verhandlungen umgeht – und wenn die internationale Gemeinschaft dem gegenüber gleichgültig bleibt – kann der Konflikt sich nur verschlimmern.

Das wäre für den Frieden ein nicht verzeihbarer Verlust. Während der palästinensische demokratische Prozess keine Gefahr für die Lösung des Konflikts ist, stellen Israels „kein Partner“-Mantra und die politische Feigheit der internationalen Gemeinschaft eine solche dar.

So weit dieser Propaganda-Heini mit seinen Nebelwerfern. Der einzige legitime Repräsentant der Palästinenser kann nur der von ihnen gewählte sein. Das ist nicht die PLO, denn diese wurde einmal dem Volk aufs Auge gedrückt, als die „internationale Gemeinschaft“ keine Alternative sehen wollte. Sehr demokratisch.

Die PLO ist eine Dachgesellschaft mehrerer Terrororganisationen. Sie ging im Zuge der Oslo-Verträge Verpflichtungen ein. Eine davon war die, die Terrorinfrastruktur zu beseitigen. Statt dessen hat der PLO-Mann Mahmud Abbas eine der schlimmsten Terrortruppen – die allerdings nicht in der PLO mitorganisiert ist – mit der Regierungsbildung beauftragt. Alle dieser Terrorgruppen haben keinerlei Hemmungen Terroranschläge durchzuführen, wie diesen heutemorgen.

Mit den Wahlen haben die Palästinenser ihre legitimen Repräsentanten gewählt. Die PA ist mit den Wahlen vom Januar demokratisch legitimiert. Die Palästinenser haben gewählt. Die Hamas. Jetzt müssen sie mit dem Ergebnis zu leben lernen. Und das kann nicht heißen, dass die PLO erneut als einziger legitimer Repräsentant der Palästinenser anerkannt wird. So sehr Herr Erekat auch das Wahlergebnis ignorieren lassen würde.

1.3.06 22:49


Das „Arbeits-Du“

Wenn sich Mitglieder einer Berufsgruppe (Lehrer) treffen, zu einem beruflichen Termin (Fortbildung), dann ist das heutzutage manchmal ein etwas chaotisches Gefühlserlebnis. Wenn diese ganze Truppe dann mit Computerfragen beschäftigt/beschäftigen muss, dann haben die Referenten oft Probleme, die Teilnehmer „richtig“ anzusprechen – ein Chaos aus „Sie“ und „Du“ ist die Folge. Schließlich ist das Duzen in der „Community“ Gang und Gäbe, aber gestandene Beamte, wissenschaftlich gebildet und so weiter, einfach mit du anzureden, da geniert man sich dann doch. Also bemüht sich der Referent, was ihm recht oft nicht gelingt.

Deshalb wurde das „Arbeits-Du“ erfunden, damit es einfacher wird. Die Gruppe einigt sich darauf, dass für die Zeit der Maßnahme (Fortbildung) alle geduzt werden. So weit ist es jetzt. Die Frage ist: Was passiert nach Beendigung der Fortbildung? Suchen wir weitere gemeinsame Arbeit, um uns weiterhin duzen zu dürfen? Oder bleibt das Du einfach bestehen? Oder geht man dann wieder zum Sie über?

Letzteres wohl kaum. Grinsen wir uns eins und kennen die halbe (Kollegen)Welt so gut, dass wir sie duzen dürfen. Da diese Duzerei auf allseitigem Einverständnis ruht, ist ja alles paletti.

Anders sah das vor 15 Jahren aus, als eine Hauptseminar-Leiterin ihren gerade frisch eingetroffenen Lehramtsanwärtern und -innen anbot, dass man sich duzt, wenn man wolle, dass aber auch respektiert und darauf Rücksicht genommen würde, wenn jemand das nicht möchte. Ein paar Monate später standen zwei Lehrproben in einer Schule an. Bei der Nachbesprechung tönte es immer „du“ aus dem Mund der Seminar-Leiterin, während die dem damit weiterhin aufgezwungenen Du ablehnend gegenüber stehenden Referendarinnen fleißig „Sie“ sagten. Respektierung der Wünsche der LAAs nicht geduzt zu werden? Pustekuchen!

Das waren dann wohl die Kinderkrankheiten des Arbeits-Du...

2.3.06 19:58


Hobby: Geifern

Jetzt schimpfen sie wieder auf die Reformkommission – die Schriftsteller, die Journalisten und ich weiß nicht, wer sonst noch alles. Das scheint ihnen ja so richtig gut zu gefallen. Nur: Echte Gründe für die Kritik oder das, was als solche ausgegeben wird, habe ich bisher nicht wirklich gehört. In der Regel strotzten die Anmerkungen dazu von Emotionalitäten oder vor Unwissen. Das fängt an bei „Hörerumfragen“ (WDR im Herbst 2005: Rufen Sie uns an und sagen Sie uns, was sie an der Rechtschreibreform schlecht finden). Bezeichnend z.B. diese Aussage (inhaltlich wiedergegeben): „Ich finde es furchtbar, dass das ß abgeschafft worden ist. Das ist so ein schöner deutscher Buchstabe, mit dem wir uns von anderen Sprachen unterscheiden.“ Bezeichnend, weil so unglaublich beispielhaft für Unwissen wie Emotionalität. Denn das ß wurde mitnichten abgeschafft und was daran so unbedingt toll sein soll, dass sich die deutsche Sprache [sic!] damit von anderen absetzt, ist auch nicht rational nachvollziehbar. Wohl aber, dass eine rationale Regel geschaffen wurde, die für die Schreibung des ß verständlicher ist.

Nun haben sie also wieder das Sagen, wie heute Morgen im WDR um Viertel nach sechs durch Kurt Gerhard. Die Arroganz seiner Aussagen sind kaum zu toppen:

Man hätte keine Professoren in den Rat für Rechtschreibung schicken sollen, keine Wissenschaftler, sondern Ästheten, Dichter - Leute, die durch eigenes Schaffen bewiesen haben, dass sie wissen, was schöne Sprache ist. Denen hätte man ein paar gestandene Lehrer an die Seite stellen sollen, deren Aufgabe gewesen wäre, die Vorschläge der Ästheten auf ihre Brauchbarkeit in der Schule zu prüfen. Dann wäre das Verfahren nicht so quälend lang geworden, und Schülern, Lehrern, Verlagen und sonstigen Sprachgebrauchern wäre viel Verwirrung erspart geblieben.

Ja klar, Professoren (waren ja nie andere dabei!) haben weder Ästhetik noch können sie mit Sprache umgehen bzw. schöne Sprache „machen“/schreiben. Was man Akademikern nicht alles abspricht, wenn’s gerade so schön ist etwas zu verdammen, das man nicht richtig kennt! Vor allem aber wird völlig außen vor gelassen, dass die ganzen Schöngeister, Medienschreiber und wer noch alles was dazu zu sagen hat, Jahre lang Zeit hatten sich an den ganzen Überlegungen zu beteiligen. Auch ein Helmut Karasek, den ich sonst sehr schätze, meint sich despektierlich äußern zu müssen. Ohne rationale Begründungen, sondern rein emotional. Was hat Rechtschreibung mit schöner Sprache zu tun? Ist sprachliche Schönheit nicht viel mehr an Wortschatz, Ausrucksvermögen und Stil zu erkennen? Hier werden Äpfel für das Aussehen von Birnen verantwortlich gemacht – emotionales Lamentieren statt sachlicher Information! Dazu gehört dann eben auch, dass Bandwurmwörter als begrüßenswert und ihre Trennung als „Unrat“ und „Sprachstörung im Gremium“ bezeichnet. Beleidigungen statt sachlicher Auseinandersetzung ist heute „Diskussionskultur“ – und wir wundern uns, wie Schüler mit einander (oder doch lieber: miteinander?) umgehen?

Rufen wir also ein Halleluja - mit wie viel "l" grad noch mal? [kleiner Hinweis, Herr Gerhard: Das wird in der alten wie der neuen RS so geschrieben; das Beispiel ist also – beispielhaft! – falsch gewählt!] - egal, rufen wir es, dass die Agonie vorüber ist. Und wenn noch mal Zeit und Kraft für eine Reform ist, dann, bitte schön, für ein anderes Thema, für die Liebe zur deutschen Sprache - wie man sie stärken kann, bevor die Werbefritzen sie ganz zertreten haben.

Er will „Halleluja“ rufen – nicht „Hallelujah“? – und weiß vermutlich nicht einmal, was das heißt. Oder weshalb wird zu einer solchen Profanität der Allmächtige angerufen? „Lobet den Herrn“, weil Rechtschreibregeln (ist das wirklich übersichtlicher als „Rechtschreib-Regeln“ – was BEIDES möglich ist!) nach gestern geändert werden? Da fehlt nun wirklich jede Verhältnismäßigkeit. Auch ein Zeichen der „Diskussionskultur“ (Diskussions-Kultur) von heute.

So ganz nebenbei: Das „Zertreten“ der deutschen Sprache durch die „Werbefritzen“ ist mitnichten ein Rechtschreibproblem – z.B. wenn Coca-Cola von „unkaputtbaren“ (PET-)Flaschen schwärmt und ein Auskunftdienst „Da werden Sie geholfen“ tönt, dann hat das mit Rechtschreibung nun gar nichts zu tun.

Noch ein erstaunlicher Punkt: Während jede noch so weit hergeholte „Ungereimtheit“ ausgegraben und vernichtend kommentiert wurde, weil sie anders als bisher geregelt, hat nie einer auf die Ungereimtheiten der alten Rechtschreibung hingewiesen und diesbezüglich Vergleiche angestellt. Das lassen wir lieber unter den Tisch fallen, denn wir kennen das und was wir kennen, soll nicht verändert werden. Das ganze Palaver zu den Regeländerungen ist viel mehr ein Zeichen für den Zustand unserer Gesellschaft, ihren Reformunwillen und dass nur ja nichts anders gemacht werden darf. Da werden „progressivste“ Linke auf einmal zu Reaktionären - es ist schon erstaunlich, wie reaktionär der Spiegel mit Chefredakteur Aust auf einmal ausgerechnet bei der Rechtschreibung ist („Wir haben sowieso alle nach der alten Rechtschreibung geschrieben und das dann vom Computer ändern lassen“).

Was wäre erst gewesen, hätten die Mitglieder der Reformkommission konsequent gehandelt und beschlossen die Großschreibung der Nomen abzuschaffen? Das hätte wohl einen Sturm der Entrüstung losgetreten, der mit nichts außer Deutschtümelei zu begründen gewesen wäre – und wahrscheinlich mit am Vehementesten vertreten von Leuten, die sonst alles Nationale verbitten. Oder wie soll sonst begründet werden, dass wir als Einzige die Nomen (Substantive) groß schreiben? „Aber dann erkennt man doch die Nomen nicht mehr“, hielt mir eine Bekannte einmal vor, die völlig vergaß, dass ihre Englisch- und Lateinkenntnisse keinerlei groß geschriebenen Nomen nötig machten. Ich antwortete, wie man denn die gesprochenen Nomen erkennt und ob es nicht vielmehr so sei, dass man, weil man ein Nomen erkennt, dieses Wort dann groß schreibt. Mit anderen Worten: Zur Rechtschreibung ist in manchen Fällen eine gute theoretische Kenntnis der Grammatik vonnöten. Rechtschreibkenntnisse reichen eben nicht. Weil Reform grundsätzlich unerwünscht ist. Und die Schöngeister schon gar nicht wollen, dass sich etwas ändert. Weil sie meinen, Rechtschreibung sei für sprachliche Schönheit verantwortlich. Und schön ist, was man kennt. Und was man kennt, darf nicht geändert werden, dann müsste man sich ja umgewöhnen.

3.3.06 17:49


Hauptsache, Bush wird verkloppt

Hach, was ist das schön, wenn wir auf Bush einprügeln können. Und die deutschen Medien outen sich als Papageien – was sich weniger durch das Nachplappern alleine, sondern vor allem durch die unkritische Übernahme von Äußerungen amerikanischer „liberaler“ Medien auszeichnet.

So wieder einmal zu sehen, wie jetzt der Wirbelsturm Katrina wieder hoch gekocht wird. Die Mainstream-Medien in den USA „vergessen“ in ihrem Eifer des Bush-Bashing, dass es da ganz andere gibt, deren Rolle mal genauer unter die Lupe genommen werden müsste. Bürgermeister Nader z.B., der die Leute in den Super Dome und das Konferenzzentrum schickte, von der er wie auch die Gouverneurin von Louisiana seit Jahren wussten, dass sie nicht sicher waren. Die Behörden vor Ort, die die Schulbusse statt für den Abtransport von obdachlos gewordenen Bewohnern bereit zu halten, auf Parkplätzen absaufen ließen. Die Frage, warum die Regierung Bush der Gouverneurin erst massiv drohen musste, damit die den Notstand ausrief – die Voraussetzung dafür, dass die Bundesbehörden überhaupt erst helfen durften! – kommt vorsichtshalber erst gar nicht auf, weil da ja nicht der Präsident mit diffamiert werden kann.

Ein kleines Bisschen Nachdenken und Kenntnisse, dann würden einige Dummheiten nicht verbreitet. Aber darum geht es ja nicht. Man will Stimmung machen, auf Teufel komm raus. Vor ein paar Jahren gab es eine Dumpfbacke, die das Motto ausgab: „Es ist geil, ein Arschloch zu sein!“ Dem folgen heute leider nur allzu viele, die ihr Publikum in eine bestimmte Richtung marschieren sehen wollen. Aber die Unehrlichen und Dämagogen sind immer nur die anderen.

3.3.06 18:59


Nachtrag: Hauptsache, Bush verkloppen

Nachdem gestern in n-tv die „Bush hat versagt“-Tirade, die meinen Blog-Eintrag verursachte, mit dem einem Video „belegt“ wurde, das – wer auch immer aus dem Personal um Bush – der Nachrichten-Agentur AP zuspielte, stellt sich nun heraus, dass man sich durch reines Ansehen des Videos und Zuhören hätte informieren können, dass der verbreitete Unsinn eben dieses ist: Unsinn.

Inzwischen sind wir also so weit, dass das Erwecken von Eindrücken „Nachrichten“ sind und Fakten außen vor bleiben sollen. Das Video, so musste AP nämlich zugeben und veröffentlichte eine Richtigstellung, zeigt, dass der Präsident über die Wahrscheinlichkeiten informiert wurde, dass das Meer über die Deiche in New Orleans läuft – nicht, dass sie brechen. Das ist ein qualitativer Unterschied, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Da es sich beim Überlaufen um eine weitaus geringere Problematik handelte, ist das ganze Geschrei, Bush habe „gewusst“ und nicht gehandelt, noch mehr aus der Luft gegriffen, als es ohnehin schon war.

Dokumentiert ist der ganze falsche Hype bei PowerLine (nur auf Englisch):

- MORE LEAKS; THIS TIME, KATRINA (1.3.06) nimmt die beginnende Schmierenkomödie auseinander

- MORE KATRINA NONSENSE (2.3.06) zeigt auf, wie die Falschmeldung von AP zur Führung einer unehrlichen Kampagne benutzt wird

- THE AP CLARIFIES WHAT THE AP MUDDIED (3.3.06) gibt die Klarstellung von AP wieder und wertet sie aus

4.3.06 12:33


Fußball-„Spielereien“

Vor gar nicht so langer Zeit, da hatte der FC Bayern München ein Problem, aus dem er sich so elegant-pragmatisch wie verlogen herauslavierte: Die Bayern sollte in der Champions-League in Haifa spielen. Einer ihrer wichtigen Spieler war ein Iraner. Dem war von Staats wegen verboten nach Israel zu reisen. Damit dann keiner das Gesicht verlor, „verletzte“ sich der gute Mann rechtzeitig vor dem Spiel in Haifa und der FC Bayern konnte ruhigen Gewissens ohne ihn nach Israel fliegen.

Ein weniger einfaches Problem könnte jetzt der FC Arsenal bekommen. Die haben nämlich jetzt einen Werbevertrag mit dem israelischen Tourismus-Ministerium abgeschlossen. Der über 600.000 Dollar abgeschlossene Vertrag verpflichtet den Fußballverein in den nächsten zwei Jahren für Israel als Reiseziel zu werben.

Das Problem ist jetzt der Hauptsponsor der Clubs, der auch Namensgeber des neuen Arsenal-Stadions ist, das im August eingeweiht werden soll: Emirates Airlines aus Dubai. Dubai gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und wirbt seit Monaten massiv als Touristik-Ziel – mit Damen in knappen Bikinis und hoch luxuriösen Hotels, europäischen Managern und Managerinnen usw. Dubai stellt sich enorm weltoffen und nicht verknöchert-islamistisch dar. Dabei gehört es aber zu den arabischen Staaten, die einen konsequenten Israel-Boykott verfolgen. Im Internet kann man z.B. auf Regierungsseiten lesen, dass allen Menschen außer Israelis die Einreise nach Dubai gestattet wird. Produkte aus Israel sind nicht gestattet.

Vor diesem Hintergrund begreift man, dass Emirates sich über den neuen Werbepartner der Gunners beschwert; erst recht, wenn man weiß, dass es sich bei Emirates um eine Staatsfirma handelt. Diese Airline ist nun gar nicht „amused“ und erklärt, sie wolle ihr Bestes tun um Arsenal zu überzeugen, dass sie diesen Vertrag auflösen.

Nur dumm, dass Emirates im Vorfeld informiert war: „Bevor wir einen Vertrag unterzeichnen, diskutieren wir darüber mit unseren Partnern. Das war auch hier der Fall“, so Keith Edelman. Jetzt zu jammern ist etwas schwach und man kann nur hoffen, dass der Club so standhaft bleibt, wie es im Moment scheint. Und die Reaktion des Pressesprechers des israelischen Tourismus-Ministeriums finde ich richtig gut: „Unser Generaldirektor Eli Cohen hat die Firmenspitze der Fluggesellschaft nach Israel eingeladen. Sie können sich hier ein Bild von unserem Land machen.“ Wetten, dass die der Einladung nicht folgen werden?

Ob der Jens Lehmann gedacht hat, dass er als deutscher Fußballer eines englischen Premier League-Clubs einmal von Berufs wegen mit dem Nahost-Konflikt konfrontiert sein könnte...

4.3.06 14:47


Krawall in Nazareth

Seit gestern geht’s in Nazareth “rund”. Ein jüdischer Mann „schlich“ sich mit Frau und ältester Tochter als Beter „getarnt“ und mit einem Kinderwagen versehen in die Verkündigungskirche ein. Dort zündeten die drei während eines Gottesdienstes Knallkörper (die waren im Kinderwagen versteckt), was zwar eigentlich harmlos war, aber die Gottesdienstbesucher verständlicherweise in Panik versetzte – was ja wohl auch das Ziel war. Gottesdienstbesucher überwältigten die drei Täter, wobei der Mann k.o. geschlagen wurde.

Bei Bekanntwerden der Tat versammelten sich viele Bewohner Nazareths vor der Kirche, drohten diese zu stürmen und verkündeten, dass sie die Täter lynchen wollten. Die israelische Polizei konnte sie durch geheime Gänge in Sicherheit bringen. Statt der erhofften Täter lynchte der Mob dann Autos (darunter ein Polizeifahrzeug).

Da ist fraglich, worüber man mehr den Kopf schütteln soll: Die durchgeknallte Familie oder den Lynchmob. Oder auch über die palästinensische Propagandamaschinerie, die jetzt wieder behauptet, das sei eine typisch israelische Reaktion und das Ergebnis einer „Hasskultur, die Israel seiner Öffentlichkeit gegen die Palästinenser einimpft“ (so Hamas-Premier in spe Islamil Hanniyeh).

Erstaunlich auch, wer sich dann alles so zum „Protest“ versammelte – anscheinend die „Betreiber“ der Kirche nicht so sehr und vordergründig wie z.B. der lateinische Patriarch und notorische Israel-Hasser mit antisemitischen Anklängen Michel Sabah und ähnliche Gestalten. Natürlich auch viele Ortsansässige. Der Mob und die geifernden Kirchenführer sollten allerdings mal z.B. erklären, wie sie zu dem Schild stehen, das da vor ihnen hoch gehalten wird:


„Moscheen bomardieren, Kirchen bombardieren“? Diese bombardierten Moscheen und Kirchen gibt es nicht, ich bitte um eine Liste von Kirchen und Moscheen, die von den Israelis (oder Juden) bombardiert wurden. Mir fallen für die letzten 60 Jahre nur Synagogen ein, die vernichtet wurden, zuletzt im Gazastreifen.

Die „Demonstranten“ rasen – offensichtlich am meisten, weil sie die Täter nicht lynchen konnten. Die israelische Polizei hat ihnen das verweigert. Dafür muss Israel jetzt „büßen“.

Ich bin gespannt, was mit der bescheuerten Familie passiert. Die gehören eingesperrt. Man kann nur hoffen, dass sie keinen Richter finden, der sie wegen ihrer mentalen Störungen frei spricht – diese Leute sind bekannt, ihnen wurden mehrere Kinder weggenommen, sie haben vor einigen Jahren „politisches Asyl“ bei Arafat gesucht (der sie bald wieder raus warf). Die gestrige Aktion sollte klar machen, dass sie inzwischen eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen, auch wenn die Kracher selbst harmlos waren.

5.3.06 14:14


Die Bösen sind immer die ...

Nein, nicht die Juden, die sind immer Schuld. Die Bösen, das sind die Amerikaner. Immer. Egal, was sie machen. Selbst, wenn sie versuchen in Ordnung zu bringen, was sie (im Verein mit den Europäern) versaut haben. Oder auch, was die Europäer alleine versaut haben. Und wenn jemand es wagt, den Amerikanern dabei zu helfen – und sei es nur, um das Leben von Unschuldigen zu retten – dann ist der ein Grund für einen mit viel Medien-Getöse eingeforderten Untersuchungsausschuss.

Und heute Morgen konnten wir im WDR2 wieder einmal bewundern, wie ein Linksextremer sich dazu outet. Der WDR hatte unbedingt einen SED-Mann – ach nein, die hießen ja bis vor Kurzem PDS und jetzt Linkspartei... – ans Mikrofon holen müssen, Bodo Ramelow. Der schwafelte dann u.a. davon, dass es nicht sein könne, dass die USA überall auf den Welt den Polizisten spiele und „uns“ damit in Geiselhaft nehme.

Sehr schön, Herr Ramelow, die Vorurteile bringen alles wieder ins Lot. Nicht die Geiselnehmer – Al Qaida und andere Terroristen und Islamofaschisten – sind die Geiselnehmer, sondern die Polizei höchst selbst, um mal beim üblichen (nicht immer nur) linken Bild zu bleiben. Hauptsache, wir prügeln die Amerikaner, dann werden die Terroristen vielleicht nicht zu Unschuldslämmern, aber zu Opfern des amerikanischen Imperialismus und stehen auf der richtigen Seite. Helft ihnen!

Es gibt sie weiterhin, die große Koalition zwischen den Amerikahassern und den Medien, die alles rechtfertigt, was gegen die Amerikaner geht. Da sind dann auch die Linksextremisten gerne gesehen. Fragt sich nur, ob dann nicht deren Pendant auf der rechten Seite vielleicht mit dem bei denen vorhandenen intensivem antiamerikanischem Vokabular bald mal endlich genauso salonfähig wird, damit die Ausgewogenheit stimmt. Oskar wird seine Freude haben, denn er wird genügend „Schnittmengen“ in den Vorstellungen und Zielen finden, die das rechtfertigen, so wie bei seinem Lob der Islamofaschisten.

7.3.06 12:27


AP und die Terroristen

Honestreporting.coms Backspin berichtet von einem Anfangssatz eines Berichtes von AP, in dem Al-Qaida als „Terror-Organisation“ bezeichnet wird, während die Hamas eine „Militante Gruppe“ ist:

Hamas-Offizielle taten die von Al-Qaida’s Nr. 2 angebotene Unterstützung ab und sagten Sonntag, die palästinensische militante Gruppe habe eine andere Ideologie als das Terrornetzwerk und gewann die Wahlen durch eine moderate Sichtweise des Islam.

Nett, nicht? „Militant“ vs. „Terrorist“. Vielleicht sollte man den Unterschied einmal definieren. Aber warum ist die Hamas nicht terroristisch? Weil es gegen Israel geht? Weil sie „nur“ eine Befreiung „Palästinas“ will? Weil sie noch keine Amerikaner massengemordet hat? Weil sie sich in ihren „Aktionen“ offiziell auf das Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer beschränkt?

Was qualifiziert eine Gruppe, die gezielt (jüdische) Zivilisten umbringt, möglichst viele (jüdische) Zivilisten ins Jenseits befördern will und dazu Raketen, Gewehre, Bomben und Selbstmord-Bomber loslässt dazu, nicht als terroristisch bezeichnet zu werden?
Einmal mehr macht sich eine Nachrichtenagentur lächerlich, weil sie ideologisch verklausuliert eine Terrorgruppe verharmlost. Nur wird das anscheinend nicht so recht wahr-, sondern immer weiter übernommen.

7.3.06 15:49


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