HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Mark Twain

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Es gibt, so scheint es, nur eine Antwort: Aus dem Nationalsozialismus habt ihr nichts gelernt. Statt zu lernen, dass das Boese bekaempft werden muss, habt ihr gelernt, dass es boese ist zu kaempfen.
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Political Correctness ist geistiges AIDS. Tragt ein intellektuelles Kondom. Nutzt die Blogosphaere.
Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Der Genosse der Bosse

Man könnte es für einen Aprilscherz halten, wenn’s nicht schon seit Tagen durch die Medien ginge: Der Genosse der Bosse, Oberschaumschläger Gerhard „Audi“ (4 Ringe) Schröder und sein Posten bei Gazprom machen weiter Schlagzeilen. Gestern wurde noch heftig dementiert, aber heute gilt es schon fast als sicher, dass die rot-grüne Bundesregierung der russischen Firma für das Pipeline-Projekt durch die Ostsee eine Milliarden-Bürgschaft gewährt hat.

Im WDR2 wurde vorhin richtigerweise gesagt, dass das nichts Ehrenrühriges ist und wahrscheinlich auch von der jetzigen Regierung genehmigt worden wäre. Das ist richtig. Es regt sich ja auch niemand darüber auf, dass die Bürgschaft gewährt wurde. Nur die zeitliche wie personelle Verbindung der Vereinbarungen mit Russland und Gazprom durch die rot-grüne Regierung und den Einstieg des großen Schwadronierers beim Konsortium wie auch sämtliche sonstige Zusammenhänge lassen Verdacht aufkommen. Jetzt könnte man sagen, Schröder habe ja nicht ahnen können, dass er so bald nicht mehr regieren würde. Allerdings ist wohl eher das Gegenteil der Fall: Schröder initiierte seine Hampelmann-Abstimmung für vorgezogene Neuwahlen und zur damaligen Zeit war die SPD derart abgestürzt, dass seine Partei gar nicht daran denken konnte die politische Versenkung zu vermeiden. Und in die Chefetage eines Konsortiums kommt man wohl auch nicht von heute auf morgen.

Viel interessanter wäre die Frage, was wohl mit jemandem von der CDU passiert wäre, der sich so verhalten hätte. Erinnert sich jemand: Ministerpräsident Späth musste zurücktreten, weil er bei einem persönlichen Freund auf der Yacht gewesen war. Bestechlichkeit stand im Raum. Nein, nein, Spät ist ein integrer Mensch, aber der Verdacht dürfe gar nicht erst entstehen! Raus mit ihm! Aber bei einem Roten sollte man jetzt abwiegeln? Das ist das, was ich beim WDR rausgehört habe und was immer wieder aus allen möglichen Medien hinter Wortwahl und Kommentaren steht. Anscheinend auch in der Politik, denn Forderungen nach Untersuchung der Zusammenhänge hört man nicht.

Die Unanständigkeit des ex-Kanzlers zur persönlichen Einkommenssteigerung spricht Bände, verwundert mich aber nicht. Die nicht wirklich statt findende Kritik, die losen Lippenbekenntnisse, das sei nicht gut, stimmt mich aber bedenklich.

1.4.06 12:33


Wenn Unsachlichkeit die politische Diskussion bestimmt

„Es ist kein Zufall, dass schwarz und gelb nicht in der Flagge des Landes (Nordrhein-Westfalen) nicht vorkommt. Das passt nicht.“

So, aus dem Gedächtnis zitiert (also nur fast wortgetreu), der NRW-Landesvorsitzende Jochen Dieckmann der SPD auf dem Landesparteitag, wie gerade im WDR2 zu hören war. Was hat uns das zu sagen?

Eigentlich doch nur, dass die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner an Unsachlichkeit nicht weiter zu überbieten ist. Denn diese Äußerung ist inhaltlicher Schwachsinn und trägt argumentativ nun gar nichts zur Diskussion bei. Damit soll einfach nur Stimmung gemacht, der politische Gegner niedergemacht, aber nicht argumentativ ausgehebelt werden. Applaus hat ihm das anscheinend selbst bei seinen Parteigenossen nicht sonderlich eingebracht. Die sind viel zu sehr damit beschäftigt immer noch die Wunden der verlorenen Landtagswahl vom Mai 2005 zu lecken. Und sind sich sicher, dass die SPD wieder an die Macht kommt, weil „die Schwarzen“ ja auch nichts reißen (Interview im WDR-Beitrag). Wenn das ein Qualitätsmerkmal ist, dann gute Nacht! Da hatte sogar die WDR-Redakteurin im Studio besorgt nachzufragen, ob das denn die einzige Perspektive sei und ob es da nicht bessere Gründe geben würde die SPD wieder an die Macht zu bringen.

Folgen wir aber doch spaßeshalber einmal der Argumentation des SPD-Landeschefs: Dann passt ja Baden-Württemberg enorm gut ins Gefüge und die SPD wird da nie in die Regierung kommen – schließlich ist die Landesflagge schwarz-gelb und sonst nichts! Aber wie verträgt es sich dann mit den Flaggen von Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, denn die haben alle schwarze und gelbe Teile, dazu etwas Rot – heißt das, dass hier unterschiedliche Regierungen legitim sind? Und wie ist es erst mit der Flagge der Bundesrepublik Deutschland? Die müsste ja glatt verboten werden, wenn wieder mal Grüne mitregieren würden! Und die Regierung von Bayern wäre völlig illegitim, weil da blau und weiß zu sehen sind, aber nicht das CSU-Schwarz! Oder Hessen – die Flagge ist rot-weiß, die Regierung schon seit Jahren aus der anderen Hälfte des politischen Spektrums und die Grünen wurden früher völlig unbotmäßig von der SPD an der Regierung beteiligt! Und den Regierungschef von Hamburg stecken wir ins Gefängnis, Hamburg hat eine rein rote Flagge mit ein bisschen weißem Wappen.

Vorschlag: Ab sofort ändern wir am besten nach jedem Regierungswechsel die Flagge, damit die Regierungsparteien dort repräsentiert werden, nicht die Länder, die Regionen und ihre Bevölkerung.

1.4.06 13:45


James Krüss, der kleine Rassist!

Kewil und das Rebellog haben sich in den letzten Tagen bereits ausführlich über die sprachliche „pc crowd“ und ihren Sprachtotalitarismus ausgelassen. Hier mal ein Beispiel aus der realen (Schul-)Praxis:

Klassenlektüre im 3. Schuljahr, eine Ganzschrift: „Die Konferenz der Tiere“ von James Krüss. Ein Buch, das ein einziger, flammender Appell gegen Krieg ist. Friedensbewegt, infolge der Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs. Gibt es etwas Anständigeres?

Und dann die Frage eines Schülers: „Kann es sein, dass das ein kleiner Rassist ist?“

James Krüss ein Rassist? Einer, der unter den Rassisten des „Tausendjährigen Reichs“ gelitten hat wie ein Hund – ein Rassist? Wenn, dann sicher nicht der!

Der Lehrer reagiert zum Glück ganz cool. Mit einer Gegenfrage: „Warum meinst du, der Herr Krüss könnte ein Rassist sein?“
“Der schreibt hier immer von einem Negerjungen. Das ist doch rassistisch Neger zu sagen.“

Ein harmloses, kleines und sehr friedensbewegtes Buch sorgt dafür, dass über den Rassismus des Autors geredet werden muss. Einer Klasse Neunjähriger muss erklärt werden, dass Neger vor fast 60 Jahren, als Krüss das Buch veröffentlichte, eine ganz wertneutrale Beschreibung für sehr dunkel pigmentierte Bewohner Afrikas war. Heute sagt man „Afrikaner“, meint aber damit nicht alle, sondern nur die, die so dunkel sind, dass man als Europäer nicht sieht, wenn die einen Sonnenbrand haben. Hellere sind zwar auch Afrikaner, können aber nicht als solche bezeichnet werden, weil sie nicht zur Ureinwohnerschaft gehören (nördlich der Sahara trifft das allerdings nicht zu, denn da sind auch Afrikaner, die aber nicht so dunkel sind und trotzdem keine Nachkommen der europäischen Kolonialherren sind – aber das wäre jetzt zu viel der Erklärungen, das versucht ihr bitte zu verstehen, wenn ihr größer seid). Das kommt alles daher, dass Leute gefunden und durchgesetzt haben, dass Neger sich zu sehr wie Nigger anhört und deshalb als rassistisch betrachtet werden muss. Das war aber erst lange, nachdem der Herr Krüss das Buch geschrieben hat. Und deshalb steht im „Karneval der Tiere“ immer noch Negerjunge, weil der Herr Krüss das nicht anders kannte. Er ist also kein Rassist (gewesen, er lebt ja nicht mehr). Nur, weil das heute anders gesehen wird, kann man ihm nicht vorwerfen, dass er das so geschrieben hat.

Zum Glück akzeptieren Grundschüler noch, dass sich Sachen einfach so geändert haben (bzw. geändert wurden), auch wenn das für sie wenig einsichtig ist. – Insofern haben sie auch keine Probleme mit der Rechtschreibreform. Die haben nur solche intellektuelle Erwachsene, die zu keinerlei Veränderung bereit sind, wenn die Sinn macht und hinter ihr Logik steckt, sondern nur Veränderungen durchsetzen müssen, die nicht nötig wären, hätten diese Leute keine Probleme Probleme zu finden, die es ohne ihr verqueres Denken nicht geben würde – also die Kreise, die auf Teufel komm raus ihre Art der Toleranz durchsetzen müssen, von der dann niemand mehr abweichen darf, wenn er nicht als intolerant bis faschistisch bezeichnet werden will.

1.4.06 22:43


„Der erste Selbstmordanschlag seit...“

Einmal mehr streuen Medien Desinformation. Als wäre es seit Monaten ruhige gewesen und hätten die palästinensischen Terrorgruppen nichts unternommen, tönt es im größten Teil der Informationsbranche, der Anschlag vom Freitag, bei dem ein als orthodoxer Jude verkleideter Selbstmordbomber vier Israelis ermordete, das sei „der erste Selbstmordanschlag seit Dezember“, „seit mehr als zwei Monaten“ oder auch nur „seit Monaten“ gewesen. Als Variante gibt es „der erste Anschlag dieser Art“. Und der Höhepunkt ist dann „der erste Selbstmordanschlag seit dem letzten Jahr“ oder „in diesem Jahr“. Am weitesten greift die Rheinische Post zurück, indem sie schreibt: Es war der erste Anschlag von Ablegern der Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas seit Beginn des informellen Waffenstillstands im Februar 2005.“ Der Focus will mithalten: Es war der erste Selbstmordanschlag der Brigaden seit mehr als einem Jahr. Seit Februar 2005 hatte nur die Gruppe Islamischer Dschihad ähnliche Anschläge verübt. Österreichische und schweizer Medien betonen, es sei der „erste Anschlag im Westjordanland in diesem Jahr“ gewesen. Erstaunlicherweise hat neben wenigen anderen ausgerechnet der Spiegel auf diesen Hinweis verzichtet, während einige sonst eher nicht antiisraelische Zeitungen wie der Tagesspiegel und Die Welt. sich nicht zu schade waren, das einzustreuen.

All diesen Angaben ist eins gemein: Sie wecken beim Leser die Vorstellung, es habe eine lange Zeit der Ruhe geherrscht. Die Rheinische Post weist wenigstens noch darauf hin, dass der Palästinensische Islamische Jihad „gelegentlich“ Anschläge ausgeführt habe, was aber ebenso in die Irre führt wie alles andere. Fakt ist, dass dies der erste erfolgreiche Selbstmordanschlag seit dem angegebenen Zeitraum (die letzten zwei Monate) war – was aber weder heißt, dass die Terroristen in dieser Zeit nicht versucht hätten solche Anschläge durchzuführen – was die nicht gerade wenigen Meldungen über verhinderte Selbstmordanschläge (z.B. in Israelnetz sowie israelischen Medien) demonstrieren. Abgesehen davon lässt diese Konzentration auf Selbstmordanschläge außer Acht, was sonst an erfolgreichen und verhinderten Anschlägen gewesen ist. Die Berichterstattung versucht – gewollt oder nicht, das muss man schon fragen – den Eindruck zu erwecken, als habe es Ruhe gegeben, seien keine Anschläge erfolgt, seien keine Toten zu beklagen gewesen. Obwohl z.B. gerade erst diese Woche zwei Israelis durch eine Qassam getötet wurden und die Palästinenser in Steigerung ihrer Waffenfähigkeit am Wahltag eine Katjuscha nach Israel feuerte.

Liebe Medien, ist es wirklich zu viel verlangt, das kleine Adjektiv „erfolgreich“ in die Texte einfließen zu lassen, damit die Berichte stimmen und keine falschen Vorstellungen wecken?

2.4.06 12:34


DIE ZEIT lobt Norman Finkelstein

Am Freitag habe ich bei der ZEIT eine Rezension des neuen Buches von Norman Finkelstein gelesen – und bin immer noch sprachlos über so viel Schwachsinn. Alleine die Erkenntnis aus dem letzten Absatz hätte dem Autor sagen müssen, dass mit Finkelstein, Chomsky, Said et. al. etwas nicht stimmt und seine bis dahin erfolgten Lobhudeleien des Buches vielleicht einmal kritisch überdacht werden sollten.

Wer sich das mal ansehen und darauf reagieren möchte, hier der Link:
Wenn Antisemitismus politisch instrumentalisiert wird, geschrieben von Hans-Martin Lohmann.

Der Titel spricht Bände. Für Finkelstein ist alles politisch instrumentalisiert. Was auch immer man anführen möchte, um Missverhältnisse und Falschdarstellungen offen zu legen, bei Finkelstein und seinesgleichen ist das „politisch instrumentalisiert“ und damit illegitim – aber nicht das, was die arabische Seite tut, das ist alles gerechtfertig, maximal leicht übertrieben. Juden wehren sich? Böse Juden! Palästinenser bomben und morden? Die Palästinenser sind Opfer! Juden, die die Erinnerung an den Holocaust wach halten? Profiteure oder geldgeile Halunken! Holocaust-Revidierer? Opfer der Juden.

Finkelstein beschwert sich, Kritik an Israel würde sofort mit Antisemitismus-Vorwürfen gekeult? Klasse, ich werde das Buch sicher nicht lesen. Meine Erfahrung ist die, dass jeder, dem ich vorwerfe, er übertreibe seine „Kritik“ an Israel, sofort kontert, ich würde ihm Antisemitismus vorwerfen – und das ohne je diesen Vorwurf erhoben zu haben. Man muss nur den Mund aufmachen um Israel zu verteidigen, dann wird nicht eine Schublade, sondern ein ganzer LKW an Kategorisierungen ausgekippt: pro Israel = Palästinenserhasser, Philosemit, Staatsterrorismus-Unterstützer, Freiheitsfeind, Antisemitismus-Vorwerfer. Und das ist nur der Anfang. Finkelstein will einmal mehr umdrehen, was wirklich ist. Er sucht Schuld ausschließlich bei Israel und Juden. Die Art und Weise, wie er das tut und grausamste Taten anderer entschuldigt und herunter spielt, kennzeichnet keine „Kritik“, sondern eine ideologische Besessenheit. Und weil er so ist, weil er das, was er Kritik nennt, nur in dieser einseitigen und bösartigen Weise äußert, nur gegen eine Seite, nie gegen eine andere, deshalb ist er für mich ein jüdischer Antisemit. Sollte jemand behaupten, dass ich damit das mache, was Finkelstein anprangert – Kritik mit der Antisemitismuskeule abwürgen zu wollen – dann bitte, es wird nicht richtiger, so oft es auch wiederholt werden mag. Das ist die übliche Masche derer, die nicht zugeben wollen, dass ihre sie selbst diejenigen sind, die keine Kritik vertragen und sich nicht mit Argumenten auseinandersetzen wollen.

Eines der Paradebeispiele, wie Finkelstein sich selbst offenbart: hier und hier.

2.4.06 23:24


Herr Dahrendorf, definieren Sie „Totalitarismus“

In einem Interview bei DRadio (Deutschlandfunk) äußert sich Lord Ralf Dahrendorf auf Anregung des Interviewers dazu, ob der Islamismus der (nach Kommunismus und Nationalsozialismus/Faschismus) „dritte Totalitarismus“ ist. Hier seine Worte:

Ich bin da etwas vorsichtiger als manch andere. Es gibt ja eine Gruppe französischer Intellektueller, die - übrigens wie vorher schon der frühere deutsche Außenminister Fischer - von einem "dritten Totalitarismus" sprechen, heute, und meinen damit den Islamismus. Ich glaube, dass das eine unvorsichtige und eine überzogene Darstellung ist. Aber die Gefahren, die sind immer da. Und sie sind sicher auch in der Ecke des Islamismus da.

Hm. Es wäre schön gewesen, wenn Lord Ralf seine Definition von „totalitär“ oder „Totalitarismus“ abgegeben hätte. Oder wenn der Redakteur nachgehakt hätte. Dann wäre vielleicht einiges klarer.

Ohne diese Hilfe bleibt nur, die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen. Was fehlt dem Islamismus zum Totalitären? „Oben“ steht ein Einzelner oder eine elitäre Gruppe, die bestimmen, wo es lang geht. Es gibt eine ideologische Ausrichtung, die nichts neben sich duldet. Alles und jeder muss sich dem unterordnen, was die „Chefs“ (hier die Mullahs oder Imame) sagen; Bürgerrechte im demokratischen Sinn gibt es nicht. Eine spezielle „Polizei“ wacht über die Einhaltung der ideologischen Ordnung, bei der alle mitmachen müssen; Denkmodelle außerhalb der vorgeschriebenen Richtung werden unter Strafe gestellt. Information wird gefiltert. Es wird die Eroberung der Welt angestrebt, durch Krieg oder Unterwanderung. Feinde werden mit allen Mitteln bekämpft, ob sie nun eine objektive Bedrohung darstellen oder nicht.

All das trifft auf den Islamismus zu. Wenn das nicht totalitär ist, was dann, Herr Dahrendorf?

3.4.06 19:43


München

Was einem da so alles einfällt: Bayerns Hauptstadt; Heimat des meiste geliebten und meist gehassten deutschen Profifußballvereins; Hofbräuhaus; Viktualienmarkt; sonstige Touri-Highlights, die dauerhaft da stehen oder nur zeitweise existieren (Oktoberfest). Derzeit kommt es zu Riesenknatsch, weil der Oberbürgermeister auf Teufel komm raus eine Moschee bauen lassen will, obwohl in der Gegend eigentlich alle dagegen sind.

Das lässt nachdenklich werden. Weil so vieles aus München gekommen ist, was nicht unbedingt so doll war. Da war die erste deutsche Räterepublik, die im Auftrag der Weimarer Reichsregierung von Freikorps beseitigt wurde (beides nicht unbedingt so die Bringer); da gab es einen „kleinen Landstreicher“, der 1923 putschte und seine Bewegung von München aus dann doch noch so groß machte, dass sie uns „1000 Jahre“ Weltherrschaft einbrachte; da gab es den ersten Islam-Verein, gegründet von aus dem 3. Reich übrig gebliebenen Muslimen und eine der ersten Moscheen.

Wenn ich mir das in Erinnerung rufe und sehe, wie ein Oberbürgermeister sich so eklatant über den Willen der Bürger, denen er doch dienen sollte, hinwegsetzt, dann stellt sich so ein bisschen die Frage, ob aus München nicht wieder was kommt, das sich ausbreitet – diesmal die neue Intoleranz der Machthaber in der Demokratie. In Berlin machen sie das ja schon nach, mit derselben Art Objekt.

5.4.06 13:37


Das Schulsystem ist schuld

Das ist der Standardspruch linker Tagtraum-Schwachsinn-Verbreiter, die alles über einen Kamm scheren und die Gleichmacherei bis zum Exzess treiben. Gerade schwafelt wieder eine linksextreme „Bildungs“-Politikerin (PDS, zu sehen bei n-tv in der Live-Übertragung) mit ihrer ideologisch verblendeten Kampfgesinnung im Bundestag, dass das Schulsystem abgeschafft werden müsse. Die Rütli-Schule in Berlin ist der Aufhänger dafür. Es kommt solchen Leuten gar nicht in den Sinn, dass bei den Schülern selbst etwas nicht stimmt, wenn diese Verhältnisse bestehen. Oder wenn sie zu dieser „Erkenntnis“ kommen, dann nur mit der messerscharfen Schlussfolgerung: Sie können nichts dafür, sie sind zwangsläufig so geworden, weil die deutsche Gesellschaft sie dazu macht.

Ich kriege das Kotzen, wenn ich so was höre oder lese. „Das System“ – bessere Gründe finden sie auf dem linken Spektrum anscheinend nie. Dass Probleme von Gewaltanwendung, Anarchie, abwesendem Respekt, Bandenbildung und das Recht des Stärkeren eine andere Ursache haben könnten, kommt solchen Leuten nicht in den Sinn – dass es bei gesellschaftlichen „Nebenräumen“ und „Parallelgesellschaften“ dazu kommen kann, das wird auch nur wieder nur unter dem Thema „System“ abgehandelt, wenn auch nicht Schulsystem.

Das Schulsystem ändern, das ist ein Haupthobby der links und linksaußen stehenden „Bildungs“-Politiker und dafür ziehen sie alles heran, was ihnen in die Finger kommt, ob’s nun passt oder nicht ist völlig egal und notfalls wird’s halt passend geredet. Und für solche Systemänderungen ist dann immer auf einmal haufenweise Geld da. Dass diese Gelder im „System“ vielleicht vorher schon wirkungsvoll hätten eingesetzt werden können, das darf nicht gelten, denn da gab es ja keines, das in die Bildung gesteckt werden konnte. Aber wenn man sich dem eigenen Hobby widmen und sich ein politisches Denkmal setzen kann, dann ist immer Geld da und das nicht zu knapp. Die Lösung muss nur radikal genug sein. Das dreigliedriger Schulsystem muss weg. 6-jährige Grundschule? Reicht nicht, kein Geld vorhanden die bestehenden Schulen umzubauen und zu erweitern. Gesamtschulen einrichten? Kein Problem, das ist die „Alternative“ zum dreigliedrigen Schulsystem, da wird reingebuttert.

Das ist es, was hinter der ständigen Anpreisung des Allheilmittels „Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems“ bei jedem Problem mit Schule und Bildung steckt. Und das macht das ganze Gerede um Änderungen am Schulsystem so unglaubwürdig und scheinheilig. Sollte es eines Tages so weit sein, dass man Systemprobleme losgelöst von nicht im System bedingten Problemen bespricht, dann ist es an der Zeit ernsthaft über ein anderes System nachzudenken und es zu diskutieren. Aber nicht mit diesen fadenscheinigen „Begründungen“ aus dem multikulturellen Nirwana.

5.4.06 16:30


Hamas und was sie sagt

Was haben sie nicht überall posaunt, unsere Medien: „Hamas deutet Anerkennung Israels an“ war DIE Schlagzeile dieser Tage. In einem Brief an die UNO wollte man das herauslesen. Na ja, die Medien waren es nicht alleine, da haben auch andere mitgeholfen – die üblichen Verdächtigen, die den Palästinensern wenig Schlechtes zutrauen, dafür Israel für den einzig wahren Übeltäter halten, dem sie angeblich trotzdem die Stange halten und dessen Freunde sie zu sein behaupten.

Wie dem auch sei, Skepsis war wohl mehr als angebracht, wurde aber kaum geäußert. Vor allem, weil Hamas-Leute anfingen den Arafat zu machen: Auf Englisch etwas sagen, was auf Arabisch genau gegenteilig zu hören war. Der neue Ministerpräsident der PA ist das „moderate“ Sprachrohr auf Englisch, alle anderen (und er selbst auch) reden auf Arabisch das genaue Gegenteil dessen, was der Westen hören will. Eine ganze Reihe auch auf Englisch, aber das ist ja ziemlich unwichtig, wichtig ist immer das, was der Ministerpräsident auf Englisch sagt. Im Westen hat das Alleingültigkeitsstatus (bei den Palästinensern wird’s nicht mal registriert).

Diese Spekulationen, dass die Hamas weniger radikal werden würde, sind ein Lieblingskind der Europäer. Sie werden ums Verrecken nicht absterben. Auch nicht, wenn aus der PA auf Englisch deutliche Worte kommen, wie die des „Außenministers“ Mahmud al-Zahar, der nach dem Hype um die angeblich von der Hamas jetzt befürworteten Zweistaaten-Lösung genau dieses deutlichst zurückwies – nachulesen z.B. hier und hier. Ist egal, was von dort kommt: Man will ein bestimmtes Bild haben, also macht man es sich. Von den Realitäten lässt man sich dabei nicht dazwischenfunken.

6.4.06 20:51


Opfer zählen nicht, die Täter zählen

Leon deWinter hat in seinem „The Free West“-Weblog einen interessanten Gedanken aufgebracht:

Offensichtlich ist es unwichtig, wer ermordet wird; es zählen nur die Täter.

Und das sieht dann so aus: Es kommen Nachrichtenmeldungen, dass zwei als Frauen verkleidete Angreifer sich am Freitag einer schiitische Moschee nördlich von Bagdad in die Luft jagten und mindestens 46 Menschen töteten.
Was wäre wohl los, wären die Täter Juden oder Yankees gewesen? Vor allem in der islamischen Welt, aber genauso in Europa? So war das gerade mal eine Meldung und das war’s dann. Wie in Darfur im Sudan wird kein Aufstand gemacht, sondern es am Rande abgehandelt. Muslimische Opfer sind ausschließlich interessant, wenn die Mörder keine Muslime sind. Ansonsten wird Nichteinmischung verlangt. Aber wehe Dänen malen Bildchen.

8.4.06 17:25


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