HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Political Correctness ist geistiges AIDS. Tragt ein intellektuelles Kondom. Nutzt die Blogosphaere.
Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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"Das wird die Zeit zeigen"

Der Newsletter der israelischen Botschaft gibt Informationen von YNet weiter:

Libanesische Regierung: „Die Hisbollah rüstet auf“

Kriegsvorbereitungen: Die libanesische Regierung teilte der UNO mit, dass der Schmuggel von Kampfmitteln aus Syrien in den Libanon auch in den vergangenen Wochen andauerte.


Dies berichtete heute Nacht (Dienstag, 31.10.06) der UNO-Sonderbeauftragte für den Nahen Osten, Terje Roed-Larsen. All dies geschehe trotz der UNO-Sicherheitsrats-Resolution 1701, die unter anderem ein Waffen-Embargo beinhaltet.

Larsen sagte, dass die libanesischen Vertreter öffentlich und auch in Gesprächen mit der UNO erklärt hätten, dass Kampfmittel über die Grenze in den Libanon geschmuggelt werden. Die offizielle Position der syrischen Regierung besagt, dass der Schmuggel von Kampfmittel über die Grenze wahrscheinlich sei, es sich jedoch um eine durchbrochene, schwer kontrollierbare Grenze handle. Larsen betonte, dass die UNO keinerlei Informationen über die Menge oder die Art der Waffen sowie deren Herkunft habe.

Der UNO-Sondergesandte lobte die Anstrengungen der libanesischen Regierung zur Unterbindung des Waffenschmuggels an die Hisbollah im Süden des Libanon. „Ich denke, dass die libanesische Regierung alles unternimmt, um den Schmuggel von Kampfmitteln entlang der Grenze zu verhindern. Ob diese Bemühungen ausreichend sind? Das wird die Zeit zeigen.“

Auch der amerikanische UN-Botschafter John Bolton zeigte sich besorgt darüber, dass Syrien und der Iran versuchen, die Stabilität des Libanon dadurch zu erschüttern, dass das Waffenembargo der UNO untergraben wird. Er betonte, dass die Verpflichtung Syriens, das Embargo umzusetzen, besonders wichtig sei, da Syrien außer Israel das einzige Land sei, das eine gemeinsame Grenze mit dem Libanon habe. Er rief den syrischen Präsidenten Bashar Assad auf, die UNO-Resolution umzusetzen, wozu er sich gegenüber UNO-Generalsekretär Kofi Annan verpflichtet hatte. (Ynet.co.il, 31.10.06)

Das ist alles recht neutral formuliert. Kein Hinweis darauf, dass die libanesische Regierung bisher stets darauf bestand, dass man die Hisbollah nicht entwaffnen wird, dass der „Widerstand“ der Hisbollah rechtmäßig sei usw. Auch kein Wort darüber, dass die UNIFIL sich bisher ausschließlich darauf versteifte Israel Vorwürfe zu machen und zu betonen, dass es nicht ihre Aufgabe sei die Hisbollah zu entwaffnen oder nach Waffen zu suchen – weil das ja die libanesische Armee machen solle (die sich natürlich so verhält wie ihre Regierung).

Inwiefern Roed-Larsen da noch behaupten kann, er sei überzeugt die libanesische Regierung unternehme sicher alles, um den „Schmuggel von Kampfmitteln entlang der Grenze zu verhindern“, spricht Bände. Das ist eine Verhöhnung nicht nur Israels, sondern auch der UNO selbst. Sie wird von ihren eigenen Leuten zum Hampelmann gemacht. Man kann natürlich auch semantische Verrenkungen machen: „Schmuggel entlang der Grenze verhindern“ heißt eben nicht „Schmuggel über die Grenze verhindern“. Also wird nur geguckt, was entlang der Grenze läuft. Wenn etwas direkt rüber und weiter nach Westen gebracht wird, dann ist das kein Grund zu beobachten. (Und die Regierung Olmert ist begeistert, dass es die UNIFIL gibt.)

Eins macht dieser Bericht allerdings sehr deutlich: Die UNIFIL, der Sonderbotschafter wie auch die beteiligten Staaten und Organisationen vor Ort haben keinerlei Interesse aktiv zu werden – „muss die Zeit zeigen“ ist das Motto der „internationalen Gemeinschaft“, ohne Rücksicht darauf, wer davon negativ betroffen ist oder ob es Leute gibt, die die Zeit nicht haben. Sind ja nur die Israelis. Die müssen zur Friedfertigkeit gezwungen werden, nicht der Libanon, nicht Syrien, nicht die Hisbollah. Sehr Vertrauen weckend. Vor allem aber sehr bequem. Fresst die Israelis und lasst euch dann Zeit. Wir sind erst als Letzte dran. Vor uns kommen bitte noch die Amerikaner.

1.11.06 15:54


Hoffentlich gibt das nicht auch einen Aufstand

...aber bestimmt eine Fatwa. Ein neues Rezept im Newsletter und auf der Internetseite von „Chefkoch.de“ heißt:

Der Imam fällt in Ohnmacht
(Na wenigstens wissen wir jetzt, was mit dem Mufti von Australien neulich los gewesen sein könnte...)

Das Rezept gibt’s hier.

Pst: Das Rezept kommt aus der Türkei. Der Name auch!

1.11.06 15:56


Jeder versteht, was ihm passt

Ulrich Sahm berichtete auf n-tv Neues über die Vorfälle zwischen deutscher Marine und israelischer Luftwaffe:

Die "Entschuldigung" des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert für die militärischen Vorfälle zwischen deutschen Hubschraubern und dem Spionageschiff Alster sowie israelischen Kampfflugzeugen in der vergangenen Woche war keine Entschuldigung und kein Schuldbekenntnis Israels. Gegenüber CDU/CSU Fraktionschef Volker Kauder hatte sich Olmert für die "Missverständnisse" entschuldigt, was auch nicht als Eingeständnis eigenen Fehlverhaltens gewertet werden kann. Das Telefongespräch von Jerusalem nach Berlin sollte nur dazu dienen, Kanzlerin Angela Merkel innenpolitisch zu stärken. Olmert telefonierte mit Merkel nach einer Absprache mit Verteidigungsminister Amir Peretz. Der Inhalt des Gesprächs wurde von der israelischen Regierung mit ungewöhnlich vielen Details öffentlich gemacht.

Bitte bei n-tv weiter lesen.
Leider gibt es keinen Link zu den veröffentlichten Details. Wenn aber eine Seite „ungewöhnlich viele Details“ veröffentlicht, dann könnte es sein, dass sie glaubwürdiger ist als die andere. Es wird sicher Leute geben, die sagen: Gerade die Detailfülle soll über ausgelassene Wichtigkeiten hinwegtäuschen. Und glaubwürdiger macht sich keine Seite mit solchem Verhalten (letzter Satz im Absatz):

Israel dementiert weiterhin, dass bei der Gelegenheit Schüsse aus Bordkanonen der F-16 Kampfflugzeuge abgegeben worden seien, was die Bundesmarine angeblich mit Aufnahmen ihrer Zeiss-Objektive an Bord der Alster "beweisen" könne. Israelische Militärs sagten dazu: "Jeder kann sich unserem Manövergebiet nähern und Filmen, wie wir von morgens um sechs bis in die Nacht hinein in diesem Gebiet Übungsflüge machen und dabei auch Leuchtraketen abschießen." Beide Seiten behaupten jetzt, entsprechende gefilmte Beweise ihrer Darstellung zu besitzen. Aber beide erklärten, dass die Filme nicht öffentlich gemacht werden sollten.

Allerdings bin ich weiterhin der Meinung, dass die Marine sich bei den Vorfällen weniger klug verhalten bzw. glaubwürdig geäußert hat als die Israelis. Caroline Glick hat auch so ihre Gedanken dazu – und stellt fest, dass es insgesamt zwei Vorfälle gab (die erste genaue Angabe, die mir vor Augen kommt):

Letzte Woche gab es zwei Vorfälle zwischen deutschen Marineeinheiten und der IAF. Letzten Dienstag und Donnerstag wurden IAF-Jets alarmiert und losgeschickt, als ein deutscher Marinehubschrauber in den israelischen Luftraum eindrang, nachdem er von einem deutschen Schiff vor Rosh Hanikra ohne Erlaubnis oder vorherige Koordination abhob.
Was an dieser Geschichte überaus bemerkenswert ist, ist seine Wiederholung. Letzten Dienstag löste der deutsche Hubschrauber eine heftige israelische Reaktion aus. Statt von weiteren Provokationen der IAF Abstand zu nehmen, wiederholten die Deutschen ihr Handeln am Donnerstag. Was als bedauerlicher Vorfall hätte betrachtet werden können, wurde zu einer Provokation.“

Das mit dem Eindringen in israelischen Luftraum kann man anders sehen; rechtlich ist das wohl nicht ganz richtig – dass die israelische Luftwaffe in dieser Region ständig trainiert steht allerdings außer Frage. Und nachdem die Deutschen den Israelis eine Böswilligkeit unterstellten, ist es wohl auch verständlich, dass eine Frau wie Caroline Glick mit ihrer scharfen Zunge bzw. spitzen Feder sozusagen im Gegenzug nach einer Woche den Deutschen das Gleiche vorwirft. Beides hilft nicht. Vorrangig sollte darauf geachtet werden, dass die Marine ihre Flug- und sonstigen Einsätze den Israelis mitteilt; dann kann man davon ausgehen, dass die Vorfälle sich nicht wiederholen. Und es wäre ein Minimum an anständigem Verhalten, auch um der eigenen Sicherheit willen, das die Bundesmarine an den Tag legen sollte.

1.11.06 20:18


Wenn gar nichts mehr hilft, dann war’s der Mossad

So wie immer also.
Den Deutschen geht die Puste aus in der Verteidigung ihrer Sichtweise der Vorfälle zwischen Marine und IAF. Aber keine Sorge, es gibt einen neuen Rettungsanker. Der Kölner Stadtanzeiger lässt ddp-Informationen sprechen:

Das deutsche Spionageboot "Alster" ist offenbar auf Bitten des Mossad von der israelischen Luftwaffe "ins Visier genommen worden". Der israelische Geheimdienst sei über das deutsche Spionageschiff, das in internationalen Gewässern vor der libanesischen Küste kreuzt, verärgert, erfuhr die Nachrichtenagentur ddp am Montag in Tel Aviv. Der israelische Geheimdienst empfinde das mit modernsten Spionagegeräten ausgestattete Schiff als "Dorn im Auge". Dies erkläre die drei Zwischenfälle der vergangenen Tage, in die auch deutsche Hubschrauber verwickelt gewesen seien.

Jetzt sind es also wieder drei Vorfälle (obwohl: Das war einen Tag VOR der Kolumne von Caroline Glick). Und Verteidigungsminister Jung verteidigt den Einsatz des Spionageschiffs als völlig legitim, weil es sich in internationalen Gewässern bewege. „Legitim“ ist immer Klasse. Aber lassen wir nach den tatsächlichen oder vermeintlichen Schüssen der Polen auf das deutsche Butterschiff doch mal polnische Aufklärungseinheiten in internationalen Gewässern vor der deutschen Küste agieren, weil die Polen wissen wollen, was da in der Ostsee so läuft und ob man das Schiff eventuell aufbringen kann (oder was die deutschen Behörden so tun) – mal sehen, was der Minister dann sagt.

Zurück zum Mossad. Quellen werden natürlich nicht genannt, aber das braucht man nicht, denn man ist ja nicht in einer offiziellen Gerichtsverhandlung. Warum sollte der Mossad das anordnen? Der kann auch keine Militärs in Gang setzen, das muss die Regierung bzw. das Verteidigungsministerium anordnen! Außerdem geht es völlig am Thema vorbei: Die nicht erfolgte Koordination der Marine mit den Israelis, zudem von einem Schiff aus, das nicht zur UNIFIL-Truppe gehört! (Ob das angemeldet oder unangemeldet geschah ist ebenfalls strittig.) Man kann reichlich viel heiße Luft ablassen, ohne den Kern der Sache auch nur ansatzweise zu berühren. Aber die heiße Luft sorgt dafür, dass viele sich auf sie konzentrieren und das eigentliche Problem nicht weiter beachten. Ablenkung ist alles.

Diese Strategie wird zumindest von ddp noch weiter geschürt, allerdings „auf Veranlassung“ (sprich Informationen) deutscher Militärs und Politiker hin:

„Das war ein Glück, so komisch das klingt", wurde von Marineoffizieren betont. Hätten die israelischen F-16-Jets nämlich eine der beiden schwer bewaffneten Fregatten des Verbandes beschossen, wäre es "wahrscheinlich zu einem Desaster gekommen", berichtete ein Offizier. Beim Beschuss eines Kriegsschiffes aktivieren sich automatisch Abwehrsysteme. Der Kommandant braucht nur noch auf einen Knopf drücken, um eine Rakete abzufeuern.

Dem muss dann natürlich zur Verdeutlichung ein schlimmer Vorfall aus dem 6-Tage-Krieg folgen:

Am 8. Juni 1967 bombardierte die israelische Luftwaffe im Sechs-Tage-Krieg das amerikanische Spionageschiff USS "Liberty". 34 Marinesoldaten starben, 174 wurden verwundet. Die Israelis hatten die "Liberty" für ein ägyptisches Kriegsschiff gehalten.

Wenigstens wird hier nicht weiter kolportiert, die Israelis hätten bewusst das Schiff der mit ihnen Verbündeten Amerikaner angegriffen (was deutscher Adel durchaus auch anders zu sehen in der Lage ist und reichlich breit tritt). Und „deutsche Soldaten wissen, dass dies die Vorbereitung für einen Waffeneinsatz ist“, wenn ein Flugzeug kommt und sein Zielradar eingeschaltet hat. Die haben offenbar noch nie gehört, dass das in so einem Fall wohl eher die Warnung darstellt, dass man auch vor Ort ist und sieht, was die anderen da treiben. Was hätten die Deutschen wohl gesagt, wenn die Israelis ohne Vorwarnung aufgetaucht wären?

Auch hier gilt wieder: Hätten die Israelis gewusst, was los ist, hätten die deutschen Soldaten auf dem Schiff nicht in der Gefahr gestanden, die Uniform mit Angstschweiß zu durchtränken. Mal völlig davon abgesehen, dass die Alster mit ihrer umfangreichen elektronischen Ausrüstung einen abgefeuerten Flugkörper entdeckt hätte. So lange das nicht der Fall war, konnten die Leute an Bord einfach ganz normal durchatmen. (Für Schüsse mit der Bordkanone wäre das Zielradar völlig unsinnig gewesen.) Was soll also diese Dramatisierung? Damit man ein „militärisches Déjà vu im Mittelmeer“ (Liberty 1967) konstruieren kann, um die Israelis als die Aggressoren darstellen zu können?

Anscheinend sucht man verzweifelt nach Gründen, das „robuste Mandat“ gegen die Hisbollah in eines gegen Israel zu verwandeln.

Weiteres Indiz dafür, welche Darstellung wohl eher stimmt, liefert die deutsche Regierung höchstselbst: Kanzleramtsminister Thomas de Mezière gab kund: „Nach meinen Informationen ist nicht geschossen worden.“ Dem musste schnell gegengesteuert werden und Israel wird umgehend wieder zum Gemaßregelten, der erstmal lernen muss, sich richtig zu verhalten, wenn der große Onkel das Kommando übernimmt. Gernot Erler vom Auswärtigen Amt:

„Ich glaube, hier werden wir Zeuge von einem Prozess, bei dem die israelischen Streitkräfte, die ja diese schwierige Aufgabe des Schutzes des Landes seit vielen Jahrzehnten, kann man schon sagen, allein in ihrer Verantwortung haben, sich erst noch gewöhnen müssen an diesen Prozess, der jetzt als eine Internationalisierung dieser Schutzkomponente bezeichnet werden kann.“

Mit anderen Worten: Israel hat die Verantwortung für seine Sicherheit abzugeben. Basta. Und da ist man großzügig, wenn das störrische Kind da nicht gleich pariert: „Das braucht offenbar Zeit, das ist das Gleiche wie mit den Überflügen, bis die israelischen Streitkräfte das akzeptieren und umsetzen, dass es jetzt hier eine internationale Verantwortung gibt und nicht nur ihre eigene Verantwortung.“

Ist doch immer wieder erfrischend, wie die Nachfahren der Massenmörder den Nachfahren der Opfer des Massenmords die Welt erklären, sie maßregeln und über das Schicksal des jüdischen Staates bestimmen wollen. Dass die Israelis das nicht so hinnehmen wollen, will man nicht akzeptieren. Und dass die Israelis auch noch mächtig Grund dazu haben, sich die Bevormundung nicht gefallen zu lassen, weil die angeblichen Friedensstifter alles tun, nur nicht die Vorbereitung des nächsten Versuchs der Judenvernichtung durch die Hisbollah zu be- bis verhindern, das will man erst recht nicht akzeptieren. Fakten spielen in diesem Konflikt nicht mehr die geringste Rolle. Wenn Israel sich auf diese „Pädagogen“ verlässt, dann ist es dem Untergang geweiht. Aber es hat sich zu fügen und das klaglos hinzunehmen.

Juden, die das nicht hinnehmen und sich verteidigen wollen, sind halt nicht akzeptabel. Juden als (tote) Opfer – die sind akzeptabel.


Lizas Welt hat weitere gute Gedanken zum Thema zu bieten.

2.11.06 20:39


Entwarnungen

Da können wir ja aufatmen: Der Libanon gibt die 6-Meilen-Zone zur internationalen Überwachung frei.
Oder sollten wir uns jetzt Sorgen machen, weil die deutschen Schiffe auch von Land aus durch israelische Überflieger „angegriffen“ werden könnten?

Aber das soll ja jetzt nicht weiter passieren. Die Israelis haben in Person von Verteidigungsminister Peretz Abstimmung gelobt – so jedenfalls kann man die Verlautbarungen verstehen, die nach dem Treffen von Minister Jung in Israel ausgegeben wurden; oder dass nach Medienberichten (Fernseh-Nachrichten etc.) Peretz verkündete, Israel und Deutschland werden sich miteinander abstimmen. Da hat die deutsche Seite dann wieder alles gerade gerückt man kann sagen, dass die Israelis ihr falsches Tun eingesehen haben. Umgekehrt geht’s für den Michel nicht. Und so kann man auch den Libanesen gegenüber damit protzen, sogar schon vor dem Eintreffen in Israel: Jung sprach den libanesischen Vertretern gegenüber die Zwischenfälle vor der libanesischen Küste an. "Derartige Überflüge" werde Israel unterlassen, lautete die Einschätzung Jungs laut einem Bericht der "Tagesschau". Der Minister forderte Israel vor seinem Flug nach Tel Aviv auf, keine Flugzeuge mehr über Schiffen der deutschen Marine vor der libanesischen Küste fliegen zu lassen. (Quelle) – Entwarnung also auch an der Heimatfront, die Deutschen haben alles richtig gemacht, die Israelis sind die Übeltäter.


Auch erfreulich: der südliche Libanon ist „strahlungsfrei“ – wissenschaftlich zertifiziert, da der Präsident des libanesischen Nationalrats für Wissenschaftliche Forschung am Dienstag verkündete: Der Südlibanon „ist frei von Anzeichen“ für Strahlung, die vom einen Monat dauernden israelschen Bombardement des Libanon stammen könnte. „Wir bleiben bei der Tatsache, dass im letzten Krieg keine auf Uran basierende Munition benutzt wurde. Wir haben keinerlei Strahlung entdeckt, die das Vorhandensein von abgereichertem Uran belegt“, sagte Mouin Hamzeh.

Entwarnung? Nicht ganz. Die Organisation Environment Hotline traut dem nicht und behauptet, aus einem Bombenkrater (der auch von den Libanesen untersucht wurde) und will eine Untersuchung durch ein Team des UNO-Umweltschutzprogramms (UNEP) in einem Labor in Spitz in der Schweiz abwarten. Das geht ja auch nicht, dass die Israelis ausgerechnet von ihren Opfern entlastet werden!
Allerdings ist der Libanesische Wissenschaftler jetzt sauer: „Kein Experte oder sonstige Person ist berechtigt Proben zu nehmen und sie ins Ausland zu schicken, damit sie dort analysiert werden... Das ist illegal und schadet Leuten, die Opfer unbegründeter Vorwürfe sein könnten.“ Wenn die Araber das doch öfter mal beherzigen würden...
Die Proben der UNEP wurden von 20 ihrer Umweltexperten über zwei Wochen Anfang Oktober im Libanon gesammelt; die Analyseergebnisse sollen am 29. November veröffentlicht werden.

Wir dürfen erwarten, dass da nichts Sinnvolles bei heraus kommt. Die Amerikaner hatten Munition mit abgereichertem Uran entwickelt, um schwere (metallene) Panzerungen zu durchschlagen. Die Israelis haben schon vor Jahren, als unser aller Friedensheiliger Yassir Arafat Vorwürfe in die Welt setzen ließ, die Israelis setzen Uranmunition ein, vehement erklärt, sie hätten zwar einmal solche Munition (der Amerikaner) überprüft, aber deren Einsatz als nicht sinnvoll verworfen. Für den Krieg im Libanon wäre sie unbrauchbar gewesen, weil keine gepanzerten Ziele existierten. Was den Schluss nahe legen könnte, dass man der IDF gerne Bösartigkeit anhängen möchte: Sinnlose Verstrahlung unschuldiger Libanesen, nur um dort Schaden anzurichten.

Angesichts der weiter bestehenden Besorgnis über das Vorhandensein von Uran drängte der britische Experte Dai Williams die Libanesen vorbeugende Maßnahmen zu treffen, z. B. den Stopp von Wiederaufbauarbeiten in verdächtigen Gebieten. Was „verdächtige Gebiete“ sind, definiert man nicht im Libanon, sondern weit entfernt. Soll man jetzt die Besorgnis des britischen Experten folgen? Wäre doch praktisch, dann könnte man Israel für die andauernden schlechten Lebensbedingungen verantwortlich machen können, unter denen die Ausgebombten leben. Das ist Propagandamaterial erster Güte, das kann man sich nicht entgehen lassen, egal, wie unsinnig es ist.

Entwarnungen? Ja, aber sehr bedingt. Es kommt halt immer drauf an, wie man mit der Faktenlage umgeht und doch noch Probleme draus bastelt.

3.11.06 22:04


Da war nichts, außer gefährlichen Dokumenten
oder: Blix fand nix


Die New York Times kann einen manchmal doch mächtig erstaunen. Normalerweise sind sie die führenden Bush-Basher der USA, immer gerne mal an der Grenze zur Verleumdung und zum Hochverrat. Dort war man natürlich auch immer stramm auf der Linie des „Im Irak war nichts, Bush hat gelogen!“

Jetzt brachte die NYT einen Artikel, in dem man berichtete, dass die US-Regierung auf Nachfragen ihr Nachfragen hin eine Internetseite abschaltete, weil sie dort Dokumente veröffentlicht wurden, die praktisch eine Anleitung zum Bau von Atombomben darstellten. Gegen die US-Regierung schießen macht halt immer Spaß. Dummerweise waren das Dokumente aus Saddams Irak, die aufzeigten, dass die Wissenschaftler von Präsident Hussein im Jahr 2002 etwa ein Jahr von der Fertigstellung einer Atombombe entfernt waren – berichtet die New York Times!

Aber Blix fand nix und – abgesehen davon, dass die Massenvernichtungswaffen beileibe nicht der einzige und der oberste Grund für den Einmarsch waren – jetzt muss berichtet werden, dass da doch was war. Wird’s Wellen schlagen? Wohl kaum. Man konzentriert sich nur darauf, dass die US-Regierung wieder mal was falsch gemacht hat. Ist schöner, macht mehr Spaß und lenkt vom Problem ab, das damit aufgeworfen wird.

[aufgegriffen bei Best of the Web]

4.11.06 13:05


Wie die Israelis den Gazastreifen aushungern

Trotz fortgesetzter Terrordrohungen gegen die Übergänge zu Lasten der palästinensischen Bevölkerung wurden 210 LKW-Ladungen Lebensmittel, medizinische Versorgungsgüter und andere Lebensmittel-Rohstoffe im Verlauf des Tages über den Karni-Übergang in den Gazastreifen gebracht. Zusätzlich passierten 250 Kälber, 39 LKW-Ladungen medizinische Ausrüstung und 42.000kg Mehl den Sufa-Übergang.

Das sind nur die Lieferungen vom 2. November. Über die nicht berichtet wird, weil man ja mit der „humanitären Katastrophe“ beschäftigt ist, die sich seit Februar im Gazastreifen „ankündigt“.
Mit der ist es aber wie mit dem israelischen Völkermord an den Palästinensern – deren Zahl habt sich infolge des mörderischen Tuns der Israelis allein in den „besetzten Gebieten“ nur verachtfacht! Ich würde mir wünschen die humanitären Katastrophen überall in der Welt sähen so furchtbar aus wie im Gazastreifen.

4.11.06 13:10


Jetzt heult er wieder

Der so genannte Palästinenserpräsident, der in Wirklichkeit nur Behördenvorsitzender ist, jammert der Welt mal wieder etwas vor. Die bösen Israelis gehen gegen seine Terroristen vor! Sie haben eine Offensive im Gazastreifen gestartet und jagen – wie das ZDF es audrückt – „militante Palästinenser, die angeblich mit selbst gebauten Raketen Israel beschießen“.

Die Heulsuse will mal wieder alles auf einmal: Erstens sollen die Juden umgebracht werde, zweitens sollen die Juden sich nicht wehren und drittens sollen die Terroristen auch noch alimentiert werden. Und wenn nicht alles geht, dann ist Israel der Verbrecher und die UNO soll einschreiten. Es ist zum Kotzen.

Noch mehr allerdings würgt es einen mal wieder, wenn man die Berichterstattung betrachtet. Das oben angeführte ZDF-Zitat offenbart die ganze Bigotterie der Medien. Mit einem kurzen Satz wird schlicht negiert, dass Israel von den Palästinenser-Organisationen massiv terrorisiert wird, gleich auf zweierlei Weise: die Terroristen schießen „angeblich“ und die Raketen sind „selbst gemacht“, also so harmlos, wie Arafat mal sagte: Die knallen doch nur. (Aber wenn die Israelis wirklich nur knallen und nicht schießen, wird ihnen Staatsterror vorgeworfen.)

Auf die Gefahr der Wiederholung: Halten wir nochmal fest, was das ZDF da im heute journal kurz nach 23 Uhr eigentlich gesagt hat: Vermeintliche Militante (nicht Terroristen!) verschießen angeblich, aber nicht wirklich, selbst gebastelte Knallkörper und die Israelis reagieren auf diese Harmlosigkeiten mit Massenmord: 44 getötete Palästinenser haben sie umgebracht.

Kein Wort davon, dass diese Palästinenser zum allergrößten Teil entweder damit beschäftigt waren die Israelis zu beschießen (wenn nicht die kämpfenden Soldaten, dann Zivilisten jenseits der Grenze) oder ihren Terroristen als menschliche Schutzschilde zu dienen. Warum auch? Ist ja unwichtig, dass die Heulsuse mit dem Schnauzer die israelische Offensive ganz einfach und auf der Stelle dadurch beenden könnte, dass er a) Gilat Schalit zurückgibt und b) den Raketenbeschuss bekämpfen lässt.

Aber so weit wag der Jammerlappen genauso wenig zu denken wie die Redaktion des heute journal. Das wäre ja auch zu einfach und würde Israel vom Haken lassen. Vor allem Letzteres geht einfach nicht. Der Unterschied zwischen Abbas und ZDF ist: Abbas weiß sehr genau, was er tun könnte. Beim ZDF scheinen sie dafür zu kultiviert zu sein.

4.11.06 23:19


Der Gazastreifen – sicherster Landstrich des Planeten

Elderofziyon, 2. November 2006

Es wurde bereits mehrfach erwähnt, dass es in der PA eine höhere Quote an Sicherheitspersonal auf die allgemeine Bevölkerung gibt als irgendwo sonst. Die letzte Zählung (von Elderofziyon) ergab 90.000 „Polizisten“, zu denen noch 3.000 Hamas-Sicherheitsleute kommen.

Der veröffentlichte gerade einen Bericht des Internationalen Währungsfonds (IMF) darüber, wie schlecht die PA ihr Geld mis-verwaltet und die Ergebnisse können kaum überraschen:

Mehr als 80% der €394 Millionen Einkommen der letzten sechs Monate wurde für die ständig wachsende Gehaltsliste der Regierung und auf Treibstoff-Importe verwendet, was wenig für andere Budgetposten wie Wohlfahrtsprogramme, heißt es in dem Bericht.

Nach Aussage des Berichts wuchs die Zahl der Regierungsangestellten dieses Jahr um 5.400 auf mehr als 142.000 Mitte Juni. Die meisten Einstellungen wurden bei den Sicherheitsdiensten getätigt und rund 20.000 neue Rekruten werden derzeit ausgebildet und könnten in der Zukunft auf die Gehaltsliste kommen, hieß es im Bericht.

Es kostet jetzt etwa 79 Millionen Euro im Monat, die Gehälter für Regierungsangestellte zu bezahlen; im Vergleich dazu waren es Mittel 2005 etwa 64 Millionen Euro monatlich. Die Steigerung ist auch Folge einer allgemeinen Gehaltserhöhung Ende 2005.

“Die Gehaltsliste der Regierung ist schon Ende 2005 unbezahltbar geworden“, heißt es im Bericht. „Den derzeitigen Finanzproblemen liegt eine zunehmend unhaltbare Finanzlage zugrunde.“

Hleileh warnte, dass das jetzige Zahlungssystem Jahre finanzieller Reformen zurückwirft, die der frühere Finanzminister Salam Fayyad durchführte, der ein einziges Konto für die Staatsfinanzen aufbaute, um das zügellosen Verhältnisse von Mismanagement und Korruption zu bereinigen.

Wenn dies wahr ist, dann bedeutet das, dass es jetzt rund 96.000 „Sicherheitsleute“ gibt. Und zu diesen sollen weitere 20.000 hinzukommen.

Die Gesamtsumme wird dann 116.000 Sicherheitsbedienstete betragen, die 3,5 Millionen Menschen beschützen – oder ein Polizist auf 30 PalAraber.

Es ist ein totales Rätsel, wie an einem solch sicheren Ort solche Sachen stattfinden können wie ein Fußball-Krawall oder die Zerstörung eines Radiosenders (um nur zwei Beispiele von Mittwoch zu nennen).

5.11.06 13:37


Diese Woche gelernt:

Die Woche hat einige sehr lehrreiche Aspekte gehabt. Möchte ich niemandem vorenthalten:

Die Holländer sind schuld daran, dass bei ihnen mörderische Islamisten herumlaufen; sie sind auf die falsche Weise tolerant, nämlich gleichgültig ihren Neumitbürgern gegenüber, verhindern dadurch deren Beitritt zum Club und reagieren über, wenn dann ein bekloppter Islamist einen bekloppten Filmemacher umbringt. „Der radikale Islam ist keine totalitäre Gefahr.“ (taz, 2.11.2006)

Weiter bekräftigt wurde die Rolle der UNIFIL als Schutztruppe für die Hisbollah gegen Israel unter gleichzeitiger Ignorierung all dessen, was an Versprechungen zum Waffenstillstand geführt hat, insbesondere der Inhalte der UNO-Sicherheitsresolution 1701. Israel ist es nicht erlaubt nachzusehen, ob und wie sich die Hisbollah auf den nächsten Krieg vorbereitet. Diese Abschirmung der Hisbollah vor Kontrolle und die Beschränkung der Informationsfähigkeit Israels hat dazu geführt, dass Scott Johnson von The PowerLine die UNIFIL als Prätorianergarde der Hisbollah bezeichnet. (auf Englisch) Nicht ganz unpassend.

Alles, was deutsche Soldaten militärisch tun, hat ausschließlich eine Verbindung zum Nationalsozialismus oder ahmt das Verhalten der Nazi-Wehrmacht nach bzw. benutzt Hitler-Symbole. So auch die Palme, die KSK-Soldaten auf ihre Autos in Afghanistan malten. Keine Ahnung, wieso dann die Afghanistan-Palme nicht die Formgebung der Palme des Afrika-Korps hat; unwichtig auch, dass das statt kein Hakenkreuz, sondern ein Eisernes Kreuz eingearbeitet ist, denn auch das ist ein Nazi-Symbol. (20 minuten, Schweizer Ausgabe, 2.11.2006) Dass die Nazis das Kreuz auf militärischen Fahrzeugen anders darstellten als in der Palme und dass das Eiserne Kreuz ein weit älteres Symbol und Auszeichnung ist, also mitnichten ein Nazisymbol, spielt keine Rolle. Weiter als bis zum 31. Januar 1933 wird nicht zurückgedacht (außer, man kann deutsche Kolonialverbrechen und Kaiser Wilhelm II. zur [ggf. Selbst-]Beschimpfung der Deutschen heranziehen.

Erst gestern (Samstag) haben alle Nachrichtensendungen berichtet, dass Israel den Nahen Osten destabilisiert, weil es Terroristen jagt und dabei Menschen tötet, die entweder genau diese Terroristen sind und sich nicht festnehmen lassen wollen oder diese Terroristen zu schützen versuchen und gleichzeitig ihnen Deckung geben, um weiter auf Israelis zu schießen. Die These der Oberheulsuse in Ramallah wurde als Fakt wieder gegeben, kein Wort dagegen gesagt.
Da fragt man sich, warum es die Region mehr destabilisiert, wenn Israel versucht die Terroristen fest, wie es die Sesselfurz-Friedensengel in Europa immer forderten, wenn ein Terrorführer per Rakete zu seinen 72 Jungfrauen befördert wurde. Das war ja immer „exzessive Gewaltanwendung“, weil es gelegentlich weitere Tote dabei gab. Vielleicht jubeln die Gutmenschen ja heimlich, dass bei diesem Einsatz gleich 44 Terroristen und ihre Helfer als Leichen zurückblieben. Ich befürchte, es wird eher so sein, dass den Israelis jetzt wieder Massenmord vorgeworfen wird. Es bleibt halt alles beim Alten: Die Terroristen dürfen alles, die Israelis müssen sich abschlachten lassen. Anders sind Juden nicht akzeptabel.

Ganz nebenbei bemerkt: Die 44 Toten wurden immer wieder aufgelistet, wenn es darum ging das Vorgehen der Israelis im Gazastreifen zu beschreiben. Die Zahl der innerpalästinensischen Morde ist nicht erwähnenswert. Dafür müsste man ja auch selber recherchieren, die Stringer bringen einem dazu nichts. Da aber nur deren Material verwendet wird, „weiß“ man nichts darüber. Wie leicht sich feststellen lässt, wie hoch die Minimalanzahl der Toten in innerpalästinensischer Gewalt ist, hat elderofziyon (in Englisch) hatte bis 30. Oktober 142 von PalArabern umgebrachte PalAraber seit dem Einmarsch der Israelis im Juli gezählt. Und wie unsere Korrespondenten vor Ort kann der auch kein Arabisch...

Ganz was Neues: Die palästinensischen Araber haben nicht genug Waffen. Deshalb werden die Israelis der Fatah – d.h. deren „Polizeikräften“ – mal eben weitere 5.000 Gewehre liefern. Warum suchen sie dann eigentlich nach den Schmuggeltunneln und zerstören die?

Da hilft sicher der wahre Grund für den Libanonkrieg dieses Sommers: Israel wollte Konkurrenten ausschalten, die Milchprodukte herstellen und israelischen Firmen einen Auftrag wegschnappten. (The Media Line, 2.11.06, im Mitgliederbereich)

Der Nahe Osten wird uns also weiter sein Absurditäten-Theater vorführen. Und wir werden unser Verhalten dem gerne weiter annähern.

5.11.06 13:41


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