HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Es gibt, so scheint es, nur eine Antwort: Aus dem Nationalsozialismus habt ihr nichts gelernt. Statt zu lernen, dass das Boese bekaempft werden muss, habt ihr gelernt, dass es boese ist zu kaempfen.
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Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
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Bannmeilen

G8-Gipfel-Bannmeilen beschäftigen Gerichte und jeder fühlt sich im Recht. Die Polizei und die Innenminister (Letztere jedenfalls in Teilen), die die Bannmeile um „den Zaun“ gelegt und vom Verwaltungsgericht Greifswald bestätigt bekommen haben. Aber auch die „G8-Gegner“, die meinen, sie müssten direkt „am Gipfel“ demonstrieren und „nicht in Garmisch-Partenkirchen“.

Aus dem Protestler-Bereich gibt es die üblichen übelsten Verdächtigungen gegen Polizei und Politik. Die wollen eine Diktatur, einen Polizeistaat, den Rechtsstaat abschaffen, alle Demonstranten kriminalisieren. Die bereits begangenen Gewalttaten spielen keine Rolle, weil das keine Demonstranten waren – die „Argumentation“ kennen wir doch irgendwoher...

Richtig niedlich war dann, was ein Reporter von sat.1 news zu berichten hatte, nachdem ansonsten alles mit viel Sympathie für die „G8-Gegner“ formuliert war. Er hatte gefälligst Abstand zu halten, die Demonstranten wollten nicht, dass er aus der Nähe filmte, was in ihrem Zelt so abgeht. Weil die Polizei die Bilder benutzen könnte, um Demonstranten zu kriminalisieren.

Eine Bannmeile für Journalisten im Lager der Bannmeilen-Gegner also. Wenn das keine Ironie ist!

1.6.07 18:42


Gipfelstürmer

Seit gestern machen die Sicherheitskräfte ernst: Heiligendamm ist eine Enklave der Kontrolle, der ausgesetzten Bürgerrechte, der massiven Aussperrung anders Denkender und Kritiker. Oder noch besser: Heiligendamm ist besetzt. Von 8 Gipfelteilnehmern und ihrer Entourage, die sich gegen die Bevölkerung und ihren Willen stellen, den gesunden Menschenverstand (oder was die Linke dafür hält) ablehnen und die Welt ausbeuten wollen.

Dass sie so unbeliebt sind, dass gegen sie mobil gemacht wird, das sind sie natürlich alle selbst Schuld. Die sind es, die sich einigeln in ihrer Festung. Die sind es, die die Polizei antreten lassen, die auf Demonstranten los gehen soll. Die sind es, die allein durch ihre Anwesenheit die Gegner aufmarschieren lassen, meint Hans Magnus Enzensberger, die G8-Leute selbst sind es selbst, die „die Sicherheitsrisiken, mit denen sie zu kämpfen haben, selber herbeiführen“ und die jene „gewaltbereite Minderheit anlocken und ihr für ihre Auftritte eine unwiderstehliche Bühne verschaffen“.

Mit anderen Worten also: Wenn es die G8-Gipfler nicht gäbe, gäbe es keinen Protest und keine Gewalt. Dass die Verteidigungsanlagen gegen die Belagerung durch „G8-Gegner“ auf das Verhalten eben dieser zurückzuführen sein und durch Erfahrungen der Vergangenheit getragen sein könnten, darauf scheinen weder Herr Enzensberger noch die grünen und roten Politik-Vertreter oder ihre NGO-Ableger zu kommen. Diejenigen, die in der Vergangenheit Gewalt gegen „die G8“ geübt haben schon mal gar nicht, denn die definieren sich ja als Opfer von Polizeigewalt, wenn sie „den Gipfel sprengen“, stürmen oder „schließen“ (shut down) wollen. „Fight G8“ (Bekämpft G8), „Block G8“ (Blockiert G8), „When the going gets rough“ (Wenn die Bedingungen rau werden/Wenn das Vorankommen problematisch wird) sind doch so herrlich friedliche und gewaltfreie Parolen! Wenn die Sicherheitskräfte da so paranoid sind geplante Gewalttaten zu vermuten, ist das einfach verleumderisch. Klar. Lasst uns diesen Gipfel stürmen, damit die gestürmten Gipfler sehen, wie harmlos wir sind, wenn wir ihnen die Eier um die Ohren werfen oder sie verteidigende Polizisten verprügeln, damit die endlich lernen, dass „Volkes Wille“ (der von zwar nicht winzigen, aber doch wenig repräsentativen) Anarchistengruppen vertreten wird und nicht von gewählten Staats- und Regierungschefs und daher ein Schutz Letzterer vor „Protest“ nicht zu erfolgen hat.

Hector Clavelli führt in konsequenter Fortsetzung der “Die G8 sind an allem (selbst) Schuld“-Denke ein paar Beispiele an, wer noch alles selbst verschuldet, was er über sich ergehen zu lassen hat – von den ethischen (Migranten-)Minderheiten im Osten Deutschlands über die Schüler des jüdischen Gymnasiums in Berlin bis hin zu Israel. Und kommt zum Schluss, dass „die Mauer“ in jeder Hinsicht von Vorteil ist – wobei offen ist, welche „Mauer“ er nun tatsächlich konkret meint oder ob es nicht nur eine „Mauer“ ist, die er da lobt.

Lasst den Gipfel die Regierungschef erklimmen. Die Stürmer des Gipfels haben seit Wochen genügend Propaganda-Aufmerksamkeit in den Medien, um ihre Anliegen öffentlich zu machen, was auch die G8-Teilnehmer registriert haben. Oder geht es darum vielleicht gar nicht?

Update (ZDF heute, 18.35): Die Großdemo in Rostock war größtenteils friedlich. Bis ein Trupp von 1.000 „Autonomen“ das änderte. Und was hat der Organisator der Demo dazu zu sagen? Er bedauert die Ausschreitungen, kritisiert aber die Polizei, die falsch agiert und reagiert habe – sie sei gewalttätig vorgegangen. Dass die Polizei es offenbar geschafft hat, die friedlichen und die gewalttätigen Demonstranten zu trennen, ist dem Mann wohl egal. Dass die Polizisten angegriffen wurden, ebenfalls. Wo die Bösen stehen, ist also klar: auf Seiten der Staatsorgane. Ähnliche Kritik an den gewalttätigen „Autonomen“? Fehlanzeige. Es wird langsam Zeit, dass die „G8-Gegner“ oder „Antiglobalisten“ oder „No-Globals“ oder wie sie sich sonst nennen, endlich einmal so etwas wie eine realistische Perspektive entwickeln, wer hier Aggressor und wer Angegriffener ist, wer hier angreift und wer sich wehrt. Motolow-Cocktails müssen vorbereitet sein. Pflastersteine heutzutage auch. Dass beides geflogen ist, spricht mehr als deutlich dafür, wer hier die Gewalt wollte und wer mit ihr begonnen hat.

Update 2: Bei Weapons of Modern Democracy und bei Zettels Raum finden sich kommentierende Beschreibungen der negativen wie auch der - seltenen - positiven Aspekte der "Demonstrationen" der Gipfelstürmer. (Bitte auch die Kommentare zu den Einträge lesen!)

2.6.07 12:58


Mitarbeit möglich

Es gibt ein neues Projekt in den Blogosphäre: das politisch inkorrekte Wörterbuch.

Mitarbeit durch Vokabular-Vorschläge oder auch fertig formulierte Einträge (an den Blogger zu schicken) sind ausdrücklich erwünscht und erhofft.

Das Projekt stellt sich so vor:

Es gibt inzwischen einige Seiten, die sich mit dem Vokabular von Taquiya-Muslimverbänden oder dem ihrer westlichen Fans befassen. Was mir bisher fehlte, war eines, das generell politisch inkorrekte Begriffe aufzeigt und gegebenenfalls definiert, über die genau diese Leute sich aufregen und daher um so mehr genutzt werden sollten.

Hier ist dieses "Lexikon" - natürlich erst in seinen Anfängen - und muss gefüllt werden. Ideen sind also gewünscht, damit es wächst und gedeiht.

Sein Sinn ist es natürlich politisch inkorrekt zu sein, nicht nur, um den PC-Wahn zu durchbrechen, sondern auch ausdrücklich, damit die PC-Truppen sich so richtig schön ärgern können, dass ihrem Druck Widerstand geleistet wird.

2.6.07 13:22


Wo sind die Feministinnen?

Michelle Malkin greift einen „alten“ Fall wieder auf: Letztes Jahr beantragte eine malaysische Frau, die vom Islam zum Christentum konvertiert war und ihren Namen in Lina Joy änderte, dass die Regierung sie nicht mehr als Muslimin klassifiziert. Sie will einen Christen heiraten. Im vorwiegend muslimischen Malaysia, das als sehr offen und moderat gilt, ist das eine Sünde und hat ihr und ihrer Anwältin Todesdrohungen eingebracht. Die katholische Kirche, in der die Frau getauft wurde, ist von der Polizei angegriffen worden (hey, sollte die Polizei die Kirche nicht vor Angreifern schützen????).

Den Christen kann die Frau nicht heiraten, so lange sie als Muslimin klassifiziert wird, weil Muslimas keine Andersgläubigen heiraten dürfen.

Jetzt ist das Urteil des obersten Gerichts Malaysias in ihrem Fall gefällt worden. Die Scharia siegte: „Sie können nicht nach Lust und Laune von einer Religion zu einer anderen wechseln“, sagte der oberste Richter des Bundesgerichts bei der Urteilsverkündung.

“Nach Lust und Laune“ – als wenn das so wäre. Die Frau hat sich durch ihren Übertritt zum christlichen Glauben der Wut und den Rachegelüsten des gesamten Landes ausgesetzt und ist trotz aller Drohungen und Gefährdungen bei ihrer Entscheidung geblieben, ganz zu schweigen von den Konsequenzen für ihr Berufs- und Privatleben, das so ziemlich zerstört ist. Was das mit „Lust und Laune“ zu tun haben soll, könnte der Richter vielleicht auch einmal erklären.

Michelle fragte letztes Jahr schon, wo die Feministinnen bleiben, um die Rechte von Lina Joy einzufordern. Was ist mit den Menschenrechtsorganisationen, gerade den sich immer um die Rechte der freien Religionsausübung kümmernden muslimischen? „Oder sollen wir alle so tun, als gäbe es Lina Joy nicht und Kumba ya singen?“

Worauf ihr ein Leser eine E-Mail schrieb: „Entschuldige, Michelle, aber Kumba ya zu singen, dürfte unter der Scharia wahrscheinlich nicht erlaubt sein.“

Wohl wahr...

2.6.07 22:05


Schaschlik

Wahrscheinlich wieder so ein teuflischer Verschwörungsplan der Zionisten: Weil es im Gazastreifen keinen Herzchirurgen gibt, werden im Schnitt drei palästinensische Kleinkinder pro Woche aus dem Streifen nach Israel in israelische Krankenhäuser verlegt – und dort umsonst behandelt. Und das unabhängig vom Qassam-Beschuss, also unter Feuer. Wahrscheinlich müssen jetzt die Judenhasser Gründe suchen, weshalb Israel Schuld ist, dass es im Gazastreifen keine Herzchirurgen gibt...

Bissige Feststellung von Mark Steyn: Ein arabischer Gelehrter erklärte auf die Frage, ob was denn die „Märtyrerinnen“ bekommen – auch 72 Jungfrauen? – dass die Damen im Paradies von Zwergen bedient werden werden. Schneewittchen hatte sieben Zwerge – wie viele bekommt dann „Knallwittchen“?

Alle sind sind gegen die Al-Qaida-Filiale im Libanon, deshalb kann sie so ungehindert bekämpft werden. Alle? Nein, da gibt es welche, die behaupten zwar, sie seien nicht für die Fatah al-Islam, aber ihr Oberboss erklärt, dass die Truppe anzutasten gefährlich ist, absolut tabu. Das Beste an der Tirade: Nasrallah meint, dass das Vorgehen gegen die Sunni-Terroristen im Palästinenserlager zu einem Kampf zwischen der Al-Qaida und den USA im Libanon wird – selbst wenn der Libanon die Hilfe aus den USA nicht anfordert. Ja, klar, es kann immer nur der Kampf zwischen dem Licht des fanatisierten Islam und den Mächten des Bösen in Gestalt des Großen Satan sein.

Ob die Schnapsidee der schweizerischen Bundespräsidentin (so der unten verlinkte Artikel der Weltwoche; mir war die Dame nur als Außenministerin bekannt) eine Folge von Besoffenheit ist, kann man wohl verneinen – jedenfalls, wenn es um ein von Alkohol verursachte geht, denn den wird sie in Teheran nicht zur Verfügung gehabt haben, als sie die Idee bekam: Ein Seminar „zur unterschiedlichen Perzeption des Holocaust“ in der Schweiz. Worum es da gehen soll, wird weitschweifig zu begründen versucht, gelingt aber nicht; denn wo soll die Vermittlung zwischen der Position „Der Holocaust hat nicht stattgefunden“ und der historischen Tatsache des Holocaust liegen?
Es hat einen nicht ganz so großen Holocaust gegeben und den sollte man heute nicht so hoch hängen?
Ein bisschen Holocaust und einen Haufen jüdische Lügen, die wir heute als wahr anerkennen?
Der Holocaust hat nur in der europäischen Geschichtsschreibung statt gefunden und für alle anderen Kontinente nicht?

Den Blödsinn von Frau Calmy-Rey, wie sie sich jetzt windet und wie die Terror-Mullahs das alles „perzipieren“ und was sie daraus machen, steht in der Weltwoche und ist vorläufig als pdf-Datei bei honestly-concerned.org zum Download verfügbar.

Außenministerin Livni tourt durch Europa, um deutlich zu machen, dass die Terrororganisation Hamas eine ideologisch-extremistische Organisation ist, die nicht die Interessen des palästinensischen Volkes vertritt. Israel könne nur mit Palästinensern zusammenarbeiten und dazu beitragen einen Palästinenserstaat ins Leben zu rufen, wenn die Sicherheit Israels und seiner Einwohner gesichert sei.
Dass die Kadima-Regierung von Ehud Olmert und Tzipi Livni aber mit einer anderen Terrororganisation (in Person ihres Vorsitzenden Mahmud Abbas) Gespräche führt und Abkommen schließen will, ist ein Widerspruch, den Livni nicht erklären kann – den aber in Europa auch keiner anspricht.

Nur „Feuerwerkskörper“? Die Palästinenser denken über ihre Qassam-Raketen anders, auch wenn sie das in israelischen Medien und gegenüber sonstigen Westlern nicht äußern. In ihren eigenen Medien und auf Arabisch lauten ihre Stellungnahmen ganz anders, wie ElderofZiyon berichten kann: Die neue Nasser 4-Rakete wurde erstmals erfolgreich gegen Sderot getestet...“ und feiern ihre Fortschritte (vergrößerte Reichweiter, erhöhte Sprengstoffkapazität) – das Ganze in einem Flugblatt an Ma’an News. Damit haben wir für die Einwohner von Sderot ein weiteres Merkmal: Sie sind die Versuchskaninchen der pal-arabischen Terror-Waffenbauer. Aber die spielen ja nur...

Es sieht so aus, als würden die PalAraber – wieder einmal – versuchen über Kinderopfer die Öffentlichkeit gegen Israel aufzubringen (und damit von den internen Kämpfen abzulenken). Nach palästinensischen Angaben sollen israelische Soldaten zwei palästinensische Jungen kaltblütig ermordet haben. Allerdings widersprechen sich die Angaben der PA-Presse in vielerlei Hinsicht. Und die israelische Presse – sogar Ha’aretz – berichtet, dass mehrere Palästinenser versuchten einen Gegenstand am Grenzzaun zu platzieren, auf Zurufe nicht reagierten und schließlich beschossen werden mussten.

Wir kriegen euch nicht, aber wir haben eure Kinder.“ Das war der Satz der Kommunisten, der 1952 meine Großeltern veranlasste aus der DDR zu flüchten. Ähnlich scheint es zum Teil in den Palästinensergebieten zu sein. Eine Amerikanerin filmte und interviewte 2004 Terroristen; dabei wurde sie auch in Schulen gebracht, wo sie ermutigt wurde mit den Schülern zu reden. „Ich hatte diese schönen Kinder auf dem Schoß und mein Übersetzer übersetzte Worte des Hasses“, berichtet sie. Die Geschichte war immer dieselbe: „Kein Kind sagte je, es wolle kein Märtyrer sein. Sie sprachen von Ruhm, Paradies, Jungfrauen und Riesenräder nach dem Tod. Sie war glücklich mir erzählen zu können, dass sie die Juden hassen.“
Bemerkenswert ist dabei, dass viele Eltern nicht an den Selbstmordzirkus glauben, die Kinder aber fanatisch sind. Erinnert mich auch an die gehirngewaschenen HJ-Bubis, die im „Endkampf“ Helden sein wollten, während ihre Eltern den Wahn zwar erkannten, aber nicht stoppen konnten. Nur, dass diese „Helden“ damals noch nicht einmal die Versprechen der Freuden im Jenseits brauchten. Wie viel stärker wirkt sich die Gehirnwäsche dann mit diesem Anreiz auf die Kinder-Terroristen aus?

Es gibt ein Lebenszeichen des von palästinensischen Terroristen entführten BBC-Journalisten Alan Johnston. Der Clou: Was Johnston dort von sich gibt, deckt sich anscheinend so ziemlich mit dem, was er ohnehin aus dem Nahen Osten verkündete, bevor er entführt wurde. Wozu also das ganze Theater?

Die Gefährlichen und Verbrecher wandern ins Gefängnis, die Harmlosen und Unschuldigen lässt man laufen. Sollte man meinen. Nicht unbedingt so in Ägypten. Während der Blogger Sandmonkey abgetaucht ist und ein anderer im Knast schmachtet, wurde ein bloggender Muslimbruder am Samstag nach 45 Tagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Der saß aber auch nicht wegen seines Blogs ein, sondern weil er der Muslimbruderschaft angehört. Demokratisches, moderates, westlich orientiertes Ägypten!

Die toleranten und friedfertigen Marokkaner ganz Europas – nicht nur Hollands! – haben sich auf einen Marokkaner gestürzt, der gegen die niederländische Praxis agitierte, dass marokkanischen Staatsbürgern in niederländischen Meldeämtern bei der Anmeldung ihrer neu geborenen Kinder ein Liste mit von der marokkanischen Regierung erlaubten (ausschließlich arabisch-islamischen) Namen vorhielt, aus der sie den Namen des Kindes auszusuchen hatten. Der Mann hat sein Weblog vom Netz genommen, nachdem hunderte wütende und drohende Einträge von Besuchern eingegangen sind.
Wenn Eltern nicht einmal den Namen ihres Kindes frei bestimmen können und – das in einem EU-Staat! – dann ist es mit der Freiheit nicht mehr weit her. Und wenn ein Eintreten gegen die Diktatur des Namensgebungszwangs ein solches Feuerwerk an Bedrohungen auslöst, dann weiß man, wie es um die Toleranz und Integration der entsprechenden Bevölkerungsteile steht. Aber wehe, man sagt etwas dazu.

Mulsimisch anständige Kleidung ist ein Streitfall selbst unter den Muslimen. Die einen finden, Frauen sollten ein (islamisches) Kopftuch tragen; andere gehen weiter und fordern, dass die Frauen sich komplett verhüllen, so dass man gar nichts mehr von ihnen sehen kann - der sprichwörtliche „Pinguin“ des Ralph Giordano also. Im Chaos der Hetze und Gewalt im Gazastreifen ist seit einigen Monaten eine Truppe unterwegs, die sich „Gerechte Schwerter des Islam“ nennt und die mit ziemlicher Sicherheit Verbindungen zu Al-Qaida hat. Diese Gruppe hat bisher Internet-Cafés gesprengt, Musikgeschäfte in die Luft gejagt, Frauen Säure ins Gesicht gespritzt und ein paar andere nette Kleinigkeiten veranstaltet. Jetzt haben sie sich gemeldet, mit einem Flugblatt. Darauf wird gefordert, dass alle Frauen auch einen Schleier tragen. Besonders die Sprecherinnen des palästinensischen Fernsehens werden angegriffen: Sie demonstrieren ihre Unmoral, indem sie ihre Gesichte nicht verhüllen. Sollte sich das nicht ändern, werden ihre Häuser gesprengt, ihre Arbeitsplätze in die Luft gejagt, sie selbst abgeschlachtet. Die Talibanisierung der Palästinenser macht anscheinend Fortschritte, auch wenn die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden behaupten, sie wollten die Frauen des Fernsehens schützen.

Ob die “Beschneidung” (= genitale Verstümmelung) von Frauen Teil des Islam ist oder nicht, ist, sagen wir einmal, sehr umstritten. Aber an der Al-Azhar-Universität in Kairo (und in vielen Dörfern in Ägypten) scheint es absolut klar zu sein: Sie gehört zur Sunna. Der islamische Kleriker Farahat Sa’id al-Mundschi erklärt, sie ersetze die Keuschheitsgürtel von früher: Der Prophet sagte, dass die Beschneidung für Männer verpflichtend ist; für Frauen ist sie edel. Sie ist also nicht verpflichtend, aber gut. Sie muss aber nicht total sein; der Prophet habe gesagt: „Kürze sie [die Klitoris], aber schneide sie nicht ab.“ Na, wenn das nicht beruhigend ist.

3.6.07 14:26


Ab 5 Uhr 45...

...will er zurückschießen lassen. AchmachmermalJihad eifert einmal mehr seinem Gefreiten-Vorbild aus dem letzten Jahrhundert nach. Eben berichtete N24 (sinngemäß, nicht wörtlich wieder gegeben), dass Israel, wenn es wieder einen Krieg gegen die Palästinenser oder den Libanon vom Zaun bricht, es eine Welle des Widerstands und seine Vernichtung erleben wird.

Natürlich, Völkermord-Aspiranten brauchen immer selbst geschaffene Anlässe. Adolf den vom Sender Gleiwitz, AchmachmirdenJihad blendet aus, dass Israel angegriffen wird und definiert Verteidigung als Angriffskrieg.

Das Problem ist nicht, dass solche Drecksäue sich so verhalten, sondern dass sie hier bei uns ständig massenhaft Helfershelfer finden, die die Sauereien für rechtens erklären und die Opfer zu Tätern machen. Es kann gar nicht konstruiert genug sein, damit diese Leute glauben, dass die Juden/Israelis die Teufel sind und die Terroristen eigentlich ganz friedliche Engel. Es kotzt mich an!

3.6.07 23:27


Was für ein Boykott!

Was reden sie nicht alle davon die Palästinenserregierung zu boykottieren. Die Hamas darf kein Geld bekommen. Deshalb gibt es keine offiziellen Zahlungen an die PA-Regierung.

Aber ach, die armen anderen dürfen nicht drunter leiden! Die palästinensische Bevölkerung braucht Hilfe. Sie darf nicht dafür bestraft werden, dass sie die Hamas ins Regierungsamt gewählt haben – mit Zweidrittel-Mehrheit! Also müssen Auswege her. Und die wurden im Jahr 2006 schon ausreichend gefunden, so dass gut 900 Millionen Dollar in die Taschen der Bewohner des Gazastreifens und der „Westbank“ flossen.

Äh, wohin? Und was haben sie damit gemacht? Funktioniert jetzt die Müllabfuhr, gibt es eine Abwasser-Kanalisation? Verbesserte Infrastruktur? Höhere Einkommen? Eine positivere Rate bei der Kindersterblichkeit? Funktionieren die Krankenhäuser und die sonstige Gesundheitsversorgung? Gibt es mehr Arbeitsplätze?

Nö – in allen Fällen. Die um die Hälfte erhöhte Finanzierung auf Umwegen hat dafür gesorgt, dass heute mehr Qassams nach Israel geschickt werden als je zuvor; dass es die Intrafada gibt, bei der sich mehr Palästinenser gegenseitig abmurksen als von den Israelis getötet werden.

Und jetzt werden die Geld-Einsätze „ein wenig“ erhöht: Die Niederlande, Schweden und die Vereinigten Arabischen Emirate nehmen die direkten Zahlungen an die PA wieder auf, damit die Hamas nicht zu kurz kommt. Nicht ganz so direkt machen es die USA; die US-Regierung zahlt mal eben 18,8 Millionen Dollar auf ein PLO-Konto (die Hamas ist – bisher – kein Mitglied der PLO), vorgeblich um Mahmud Abbas im Kampf gegen die Hamas zu unterstützen. Dazu schickte das Weiße Haus gerade erst 59 Millionen Dollar für Training und Waffen für die von Abbas kontrollierten bewaffnete Gruppen auf genau dasselbe PLO-Konto.

Wundert es, dass die Hamas damit protzt von den Waffen einen erklecklichen Anteil eingesackt zu haben? Wundert es, dass die Israelis einen der Empfänger des Trainings festgenommen haben, weil der haufenweise Anschläge beaufsichtigte?

Die Holländer stellen in den nächsten Monaten 6,3 Millionen Euro zur Verfügung. Nach den Worten ihres Außenministers ist das in Israels Interesse, weil das Geld die humanitäre Lage von 17.000 Bewaffneten und ihrer Familien verbessern wird. Die Bewaffneten werden es danken – mit ein paar Schüssen auf Juden vermutlich.

Die Vereinigten Arabischen Emirate verletzten die US-Terrorbekämpfungs-Gesetze ebenfalls nicht, indem sie ihre 80 Millionen Dollar auf das PLO-Konto überweisen, da die Hamas der PLO nicht angehört. Herzlichen Dank von den Al Aksa-Märtyrerbrigaden!

Ein wenig anders die folgenden Horte der Verteidigung des Menschenrechts auf Leben: Qatar zahlte in den vergangenen Wochen $44 Millionen direkt an die PA, Norwegen $10 Millionen, die Saudis $50 Millionen. Japan überlegt die direkten Zahlungen wieder aufzunehmen (seit 1993 kamen von dort etwa $900 Millionen). Und die EU will natürlich nicht zurückstehen; Außen-Kommissarin Ferrero-Waldner würde gerne – abhängig von der Entscheidung am 18. Juni – $30 Millionen monatlich schicken.

Wann kommt der nächste Aufschrei der Menschenrechtler wegen der humanitären Katastrophe in den Palästinensergebieten? Und die Beschwerde Israel würde nicht genug Geld rein stecken? Oder die EU? Oder die Amerikaner? Das würde zum Bild passen. Nur wird sich niemand fragen, warum die vermeintliche humanitäre Katastrophe bevor steht, wo doch ständig mehr Geld in die PA gepumpt wird.

Aber eins ist klar: Je weniger man mit massiven finanziellen Zuschüssen bei den Palästinensern erreicht, desto mehr Gelder müssen hinein gepumpt werden. Mit Geld regelt man alles. Nur die Israelis, diese sturen Böcke. Die sind immer noch der Meinung, dass Terroristen, die den jüdischen Staat vernichten wollen, besser bekämpft. Jedenfalls die meisten außer Olmert. Und weil sie so sind, muss der arme Premier militant werden, sonst fliegt er doch noch vor Ende der Legislaturperiode aus dem Amt und Netanyahu kommt.

Ach ja, die Terroristen sind doch das geringste Problem. Die brauchen Geld? Wir haben genug für sie! Und da wir die schlimmsten Terroristen (noch) boykottieren, sind die anderen Terroristen keine Terroristen mehr, sondern Moderate, die dringend unsere Hilfe brauchen. Dass sie Israel immer noch vernichten wollen, was macht das? Sie sind moderat! Sie müssen geholfen werden!

4.6.07 22:16


Die Maschine läuft

Der „Sechstage-Krieg“ – Epizentrum der Falschinformationen zum Nahost-Konflikt, also dem Konflikt zwischen den Arabern und den Israelis/Juden. Sein vermeintlicher Beginn jährt sich diese Woche zum 40. Mal. Und er gibt Anlass für die „schönsten“ Verdrehungen der Geschichte, damit der jüdische Staat als kriegslüstern, rassistisch, ungerecht, imperialistisch, unterdrückerisch und friedensfeindlich dargestellt werden kann.

Jonathan Gurwitz beginnt seine Klage über die Revision der Geschichte anhand des Krieges von 1967 so: Wissenschaftler glauben, die Geschichte begann von 13,7 Milliarden Jahren. Die Eigentümer des gerade eröffneten Kreationsmuseums in Petersburg (Kentucky) glauben, dass die Geschichte vor 6.000 Jahren begann. Die Verteidiger von arabischem Terrorismus und Tyrannei glauben, dass die Geschichte vor 40 Jahren begann.

Das scheint so ziemlich zu stimmen. Oder zumindest gibt es in der Geschichte dieser Leute eine Lücke. Denn da wird der Vorspann in seinem Ausmaß und/oder in seiner Wirkung völlig ignoriert: dass Nasser die UNO-Friedensschützer aus dem Sinai befohlen hatte (und die das ohne mit der Wimper zu zucken befolgten), dass er sein Militär über den Suezkanal und an die Grenze zu Israel verlegte und dass er die Straße von Tiran blockierte – die maritime Lebensader Israels, dessen wichtigster Importhafen Eilat damit von der Außenwelt abgeschottet war. Dazu kamen „Verteidigungs“-Verträge der Ägypter, Syrer und Jordanier untereinander, die mehr als ein klares Signal waren, dass man das „zionistische Gebilde“ umgehend ausradieren wollte; ständige Hetze in den Medien, die den Krieg ankündigten und die Bevölkerung der arabischen Staaten für den bevorstehenden Krieg bereit machten.

Die geschickteren der Relativierer lassen all diese Dinge nicht außen vor oder leugnen sie. Sie setzen sie anders um: Da wird aus dem Vernichtungsszenario eine nicht ernst zu meinende Kulisse, die nicht ganz harmlos, aber völlig ohne tatsächliche Gefahr war, weil die Ägypter und Syrer gar nicht wirklich angreifen wollten. Die haben nur geredet. Und überhaupt war Israel gar nicht der „David“, wie beispielsweise Jeremy Bown von der BBC so „schön“ „erklärt“. Und das hätten sie alle gewusst. Mit der ganzen Weisheit des Rückblicks und der ideologisch verklärten Brille heißt es heute, die Israelis hätten nur etwas durchhalten und verhandeln müssen, dann wäre überhaupt nichts passiert.

Die sehr realen Vernichtungsambitionen, das sehr reale Abwürgen der israelischen Überlebensbasis durch die Sperrung des wichtigsten Hafens, die gelten alle nicht. Nein, Israel hätte nicht zuschlagen dürfen, Israel hätte tun müssen, was es in den letzten 14 Jahren erfolglos versucht. Damals schon, als das Konzept der heutigen Terrorapologeten die heutigen Konzepte des Redens um des Redens willen und das Nachgebens und Beschwichtigens um der eigenen Selbstdarstellung willen noch gar nicht existierten!

Die Widersprüche und Falschheiten interessieren aber nicht. Jeremy Bowen hat am 4. Juni zum Jubiläum in der BBC die antiisraelische Propaganda-Hetze begonnen. Andere werden folgen bzw. mitziehen. Keiner wird anerkennen oder auch nur erwähnen, dass der Krieg im Mai begann, Wochen vorher, mit der Sperrung der Straße von Tiran. Keiner wird anerkennen, dass Israels Präventivschlag mehr als gerechtfertigt war. Als Begründung wird herhalten müssen, dass die Araber überhaupt noch keinen Schuss abgegeben hätten (unter eklatanter Missachtung der Guerillaoperationen und Terroropfer seit 1948). Sie werden die Ängste der Israelis als unbegründete Hysterie definieren, das israelische Militär als allen anderen bekannt überlegen und die Massen der arabischen Waffen herunter spielen. Und vor allem werden sie den Israelis vorwerfen, dass sie Palästinenser vertrieben hätten, Land besetzt hätten und nicht wieder hergegeben haben. Und so wird die nächste Lücke in der Geschichte der Terror-Apologeten zu überspielen versucht: die „drei Nein“ von Karthoum, wo die arabischen Staaten schworen, dass sie nie mit Israel verhandeln, Israel nie anerkennen und nie mit Israel Frieden schließen. Dass die Israelis die eroberten Gebiete wie sauer Brot anboten, fällt unter den Tisch, damit das Bild stimmt.

Es wird interessant sein zu sehen, ob irgendwo objektiv richtige und faktisch korrekte Berichte zum 40-jährigen „Jubiläum“ stehen werden.

Und nächstes Jahr kommt „60 Jahre Israel“ – die Unterschiede zwischen „40 Jahre Israel“ und „50 Jahre Israel“ sind schon gravierend und sprechen Bände. Jetzt wird's noch "besser" werden.

Update 07.06.07: Ich hab’s nicht selbst gesehen, aber die Dokumentation auf arte muss wohl recht in Ordnung gewesen sein. Anders das Magazin Freitag in seiner Ausgabe Nr. 22 vom 1. Juni, in dem Ludwig Watzal, Uri Avnery und ein paar andere Geschichtsrevision par excellence betreiben: Alles, was Israel positiv darstellt ist wahrheitswidrig – die Abschnürung des Seewegs durch die Straße von Tiran war kein casus belli, sondern Legende, und der Angriffskrieg Ergebnis einer Sinnkrise des Staates Israel wie des Zionismus. Die „Besetzung“ durch Siedler ging angeblich überall sofort los (in Wirklichkeit passierte das lediglich im Gush Etzion-Block und in Teilen Jerusalems). Fakten und Aussagen werden schön aus dem Zusammenhang gerissen und gegen Israel gedreht. Damit dieser Staat das ist, was sie unbedingt draus machen wollen.

5.6.07 23:28


Sechs Tage Krieg – seit vierzig Jahren

Gestern habe ich ja schon geklagt, dass die ganzen Verdreher und Umdeuter des Sechstage-Krieges überall ihr Podium haben (werden). Sie „andere Seite“, die derjenigen, die die Fakten noch ernst nehmen und die Geschichte nicht entgegen der Wahrheit umschreiben wollen, ist aber zum Glück nicht ganz untätig geblieben. Allerdings muss man, wie so oft, des Englischen mächtig sein, um das verstehen und anerkennen zu können.

Die Organisation CAMERA (Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America = Komitee für die Genauigkeit der Berichterstattung aus dem Nahen Osten in Amerika) hat eine Seite aufgebaut, die ausschließlich dem Sechstage-Krieg, seinem Vorspann, Verlauf und seinen Folgen gewidmet ist: The Six-Day War.

Zum Stöbern, Suchen und vollständigen Informieren gibt es genug zu sehen, lesen und vor allem: Munition gegen Lügner und Fälscher, die sich heutzutage überall breit machen.

Darüber hinaus hat das Shalem Center eine Liste interessanter Artikel zum Sechstage-Krieg und seinen Folgen.

Neben dieser umfangreichen Seite gibt es natürlich auch andere, die im größeren Kontext mit dem Krieg von 1967 behandeln. Eine ganz wichtige davon ist die von Mitchell Bard gegründete Jewish Virtual Library.

Ein Artikel von Martin Kloke im online Merkur (auch bei anderen Bloggern verlinkt) gibt Einblick in die Entwicklung der politischen Linken seit 1967.
Weitere englische Texte findet man auch bei EU Referendum mit einem Vorspann hier und einem interessanten Link hier.

6.6.07 20:47


Stoff für’s Hirn

Die Linke läuft Amok“ – schreibt ein Linker, meint es und erklärt, warum. Die Begründung überzeugt. Nicht nur den das Gespräch führenden Tobias Kaufmann vom Kölner Stadt-Anzeiger.

Wie werden die Palästinenser während des „Boykotts“ finanziert? Dazu hat israel-network einen ausführlichen Artikel eingestellt, der ein wenig aufschlüsselt, was die EU (und der sonstige Westen) so an Geld in dieses Fass ohne Boden pulvert. Der Titel ist auch nicht von schlechten Eltern: Klimakatastrophe bei der EU – eingefrorene Gelder tauen auf und drohen Palästina zu überfluten.

Die Irrwege gut meinender Israelfreunde, die einfach nicht begreifen wollen, wer die Terroristen sind und welche Ziele sie haben, macht Gudrun Eussner anhand der Fehltritte des EU-Parlamentariers Hans-Gert Pöttering deutlich. Fakten-Ignorierung ist das DAS Kennzeichen schlechthin für Leute wie ihn, die einfach nicht begreifen, dass sie ein paar geliebte Vorurteile endlich in den Orkus werfen sollten.

Zum gleichen Thema – der unsäglich peinlichen Vorstellung des EU-Paralmentspräsidenten Hans-Gert Pöttering – steht auf Lizas Welt ein mehr als ausgezeichneter Text, der beleuchtet, wie unterbelichtet sich europäische Politiker gegenüber Israel verhalten.

Daniel Pipes hat ein Buch gelesen, das einen völlig neuen Blick auf den Sechstage-Krieg von 1967 wirft: Es könnte sein, dass dieser Krieg von der Sowjetunion initiiert war, die verhindern wollte, dass die Israelis mit Hilfe ihres Atomreaktors in Dimona Atombomben bauen. Etwas mehr dazu bei Pipes unter dem oben einbebauten Link.

Dass man europäisches Denken und seine Kategorien im Nahen Osten und besonders gegenüber gewissen Terrorgruppen in „Regierungs“-Ämtern nicht anwenden kann, lässt sich bei Lizas Welt gut nachlesen. Dort wird anhand des Beispiels der Kindererziehung und –manipulation aufgezeigt, was dem europäischen Denken so fremd ist. Und was das Wirken gewisser Politiker (vor allem aus dem roten Spektrum) hier bei uns so unglaublich realverlustig macht.

Für Israel-Fans gibt es bei ynet ein kleines ABC des „Land des Hummus und der Pita“, wenn auch leider nur auf Englisch. Übrigens steht gleich im ersten Eintrag: „Obwohl die Israelis das Eigentum am Hummus beanspruchen, wird es von niemandem besser zubereitet als von unseren arabischen Nachbarn.“ Komme also keiner und behaupte die Juden würden stehlen.

Ralph Giordano wehrt sich in der FAZ gegen die Verleumdungen, die ihm seit seinem „Pinguin“-Gespräch im Kölner Stadt-Anzeiger entgegenschwallen; Auszug des lesenswerten Gesamttextes:
Wo sind wir denn, dass wir uns überlegen müssten, ob unser Tun und Handeln radikalen Muslimen gefällt oder nicht? Wo sind wir denn, dass wir uns in vorauseilendem Gehorsam von religiösen und anderen Fanatikern vorschreiben ließen, was wir sagen dürfen oder nicht? Wo sind wir denn, dass wir in die Knie gehen vor jenen offenbar jederzeit von irgendwelchen hiesigen Imamen abrufbaren islamischen Zorn- und Empörungskollektiven zwischen Kairo und Bali, wie der Streit um die dänischen „Mohammed-Karikaturen“ sie uns vorgeführt hat? Ich bin der Traditionen, Sitten und Gebräuche überdrüssig, die jede Kritik in Beleidigungen umfälschen, selbst aber höchst verschwenderisch mit Verbalinjurien gegen Andersgläubige zur Hand sind.
Ich wehre mich gegen ein Erpresserpotential, das uns unter islamischer Beobachtung halten will und seine Tentakeln von Zentral- und Vorderasien bis in die Mitte Europas ausgeworfen hat: Wer nicht kuscht, der lebt gefährlich! Soll ich nun schweigen und alle meine erkämpften und erlittenen Kriterien verraten, weil auch mir mit Mord gedroht wurde?

FrontPageMagazine.com wundert sich: Während die erniedrigenden Spielchen einer Lynndie England und ihrer Genossen in Abu Ghraib Monate lang Schlagzeilen machten, ins Kleinste beschrieben wurden und weitere Spekulationen veranlassten, schweigen die Medien über einen Fund der Amerikaner: Die Folterinstruktionen und –werkzeuge von Al-Qaida, die bei der Befreiung von fünf Irakern (darunter ein 13-jähriger Junge) aus einem Keller gefunden wurden. Wenn also Terroristen foltern – und zwar „richtig“ und heftigst – dann ist das keiner Erwähnung wert – oder würde es dazu führen, die Untaten der Amerikaner in einem anderen als dem gewollten Licht sehen zu können? Nein, da verbreitet man lieber, dass ein Guantánamo-Häftling über psychische Folter beschwert: eine Gefängniszeitung, unparfümierte Seife, nicht gut springende Bälle. Wie furchtbar, das muss an die Öffentlichkeit! (Link in Englisch)

Wer ein wenig darüber wissen will, was die EU so an Geldern in die PA gesteckt (allerdings auch nicht vollständig, die Gründe sind Spekulation) hat und wie es im Verhältnis dazu in anderen Teilen der Welt mit EU-Hilfen aussieht oder welche Kriterien dafür (nicht) angewendet werden, der sollte Milde Gabe auf Die Waisen von Zion lesen.

Matthias Küntzel hat eine Antwort auf Stumpfsinn des französischen Juden und Israel-Verleumders Alfred Grosser gegeben. Er schreibt sehr klar und verständlich, was an Grossers „Kritik“ an Israel idiotisch falsch, ignorant und verlogen ist. Das macht seinen Text zu einer Art kleiner Anleitung für Antworten auf ignorante Israel-„Kritik“ jeglicher Couleur.

7.6.07 20:29


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