HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Weshalb ‘Islamophobie’ ein brillanter Begriff ist

Dennis Prager
Townhall.com, 31. Juli 2007

Was haben Antisemitismus, Rassismus und Islamophobie gemein?

Faktisch nichts.

Aber nach dem Verständnis islamistischer Gruppen, westlicher Medien und den Vereinten Nationen haben sie alles gemein. Antisemiten hassen alle Juden, Rassisten hassen alle Mitglieder anderer Rassen und Islamophobe hassen alle Muslime.

Wer immer den Begriff „Islamophobie“ geprägt hat, war ziemlich gewieft. Man muss sich hier die Kunstfertigkeit ansehen. Hier wird nicht gesagt „Mulim-Phobie“ oder „antimuslimisch“, es heißt Islam-ophobie – Angst vor dem Islam – aber Angst vor dem Islam ist keineswegs dasselbe wie Hass auf alle Muslime. Man kann richtigerweise oder falscherweise vor dem Islam Angst haben – oder eher: vor Auffassungen des Islam – und doch absolut nicht gegen alle Muslime eingenommen sein, ganz zu schweigen davon, dass man ein Rassist ist.

Die Gleichsetzung von Islamophobie mit Rassismus ist zum Teil unehrlich. Muslime gibt es in jeder rassischen Gruppe und der Islam hat nichts mit Rasse zu tun. Trotzdem erklären westliche Mainstream-Medien, islamistische Gruppen, die sich selbst muslimische Bürgerrechtsgruppen nennen, und verschiedene westliche Organisationen wiederholt, dass Islamophobie Rassismus ist.

Drei der unzähligen Beispiele: Der Guardian veröffentlichte einen Kommentar mit der Überschrift „Islamophobie sollte so inakzeptabel sein wie Rassismus“; die Europäische Union hat das Europäische Beobachtungszentrum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegründet; und die B’nai B’rith Anti-Defamation Commission of Australia vermerkt: „Muslime sind auch das Ziel von Rassismus in Australien gewesen, der oft Islamophobie genannt wird.“

Selbst wenn man zugesteht, dass es Leute gibt, die Angst vor dem Islam haben, wie bekommt man das mit Rassismus auf die Reihe? Wenn die Angst vor einer Ideologie einen zum Rassisten machen, dann sollten alle, die Angst vor Konservatismus oder Liberalismus haben, als Rassisten betrachtet werden.

Natürlich mögen manche argumentieren, dass zwar Konservatismus und Liberalismus Ideen sind, der Islam aber eine Religion und dass man zwar Ideen angreifen kann, aber eine Religion nicht attackieren darf. Es ist allerdings für Religionen beleidigend ihnen abzusprechen, dass sie Ideen sind. Religionen sind natürlich mehr als Ideen – sie sind theologische Glaubenssysteme – aber sie sind ebenfalls Ideen davon, wie eine Gesellschaft funktionieren sollte, genauso wie es der Liberalismus und der Konservatismus sind. Daher sollten der Islam – oder das Christentum oder das Judentum oder der Buddhismus – genauso Kritik unterworfen sein wie Konservatismus und Liberalismus.

Die einzige Religion jedoch, zu der der Westen Kritik erlaubt, ist die christliche. Leute schreiben Bücher, halten Vorträge und Seminare über darüber, wie falsch christliche Behauptungen sind; oder über die unmoralische Geschichte des Christentums. Und niemand greift sie deshalb wegen Rassismus oder Bigotterie an oder greift sie gar körperlich an. Der Kopf der Anti-Defamation League verkündete, dass konservative Christen heute die größte Bedrohung Amerikas sind und niemand warf ihm Rassismus oder Christiophobie vor.

Diese Äußerung mag ein Ausdruck von Hysterie oder Ignoranz sein, ist aber nicht rassistisch. Wenn aber jemand sagt, dass der Islam nicht kompatibel mit der Demokratie erscheint oder dass der islamische Umgang mit Frauen dem des Westen unterlegen ist, wird er oder sie als rassistischer Islamophober tituliert.

Man könnte dem entgegen halten, dass Menschen wegen Kritik zu verleumden nicht nur auf diejenigen zutrifft, die den Islam kritisieren; es trifft ebenfalls auf Kritiker Israels oder Amerikas zu – Erstere werden – so wird gesagt – sofort als „antisemitisch“ bezeichnet, Letztere sofort als „unpatriotisch“. Beides stimmt überhaupt nicht. Beides ist – und ich benutze diese Vokabel selten – Lügen.

Niemand wird als antisemitisch bezeichnet, nur weil er Israel kritisiert. Leute werden Antisemiten genannt, weil sie Israel das Existenzrecht absprechen, weil sie sich auf die Seite derer stellen, die es auslöschen wollen, oder weil sie unter allen Nationen der Welt nur den jüdischen Staat für Angriffe auswählen, die andere Länder weit mehr verdienen.

Und niemand in irgendeiner Position mit Verantwortung hat jemanden „unpatriotisch“ genannt, nur weil er Amerika kritisiert. Senatorin Hillary Clinton behauptete während der letzten Präsidenten-Debatte der Demokraten, dass das Verteidigungsministerium sie „unpatriotisch“ genannt hatte, weil sie fragte, ob es eine Plan zum Rückzug der Truppen aus dem Irak habe. Allerdings wurde das Wort „unpatriotisch“ in der Antwort an die Senatorin nicht nur nicht genannt, es wurde noch nicht einmal angedeutet.

Die Tatsache bleibt, dass der Begriff „Islamophobie“ einen Zweck hat – jegliche Kritik am Islam, legitim oder nicht, zu unterdrücken. Und angesichts der Feigheit der westlichen Medien und dem Einverständnis der Linken beim Verbot jeglicher derartiger Kritik (während man das Christentum und die Christen damit zuschüttet), funktioniert das auch.

Jüngster Beweis: In der vergangenen Woche wurde ein Mann in New York wegen zweier Straftaten angeklagt, weil im Pace College einen Koran in eine Toilette zu stecken als Hass-Verbrechen bezeichnet wird. Keine leichten Vergehen, stellen Sie sich vor, sondern Straftaten. Währenddessen wird die Kunst des Mannes, der ein Kruzifix in einem Krug Urin steckte – „Piss Christ“ – weiterhin in Galerien und Museen ausgestellt. Ein Koran in einer Toilette ist ein Hass-Verbrechen; ein Kruzifix in Pisse ist ein Kunstwerk. Zum Teil Dank dieses brillanten Begriffs „Islamophobie“.

1.8.07 18:26


Was der EU-Vertrag zeigt

Nach der Ablehnung des Entwurfs der EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass genau diese Verfassung doch durchgesetzt wird. Das Problem war einzig, wie man weitere Referenden umgehen konnte – die waren einfach zu gefährlich. Jetzt sieht es so aus, als hätten sie es geschafft. Überall wird einerseits erzählt, dass es ein anderer Vertrag ist als der Verfassungsentwurf; und dann wird wieder behauptet bis geprahlt, es sei „praktisch nichts“ verändert worden. Ja, was denn nun? Die Quadratur des Kreises ist nicht möglich.

Was dieser EU-Vertrag über die EU aussagt, ist unten zusammengefasst:

Prof. Roland Vaubel im Wall Street Journal vom 30. Juli 2007

Das Demokratie-Defizit der Europäischen Union ist berüchtigt… Schauen Sie sich die Einrichtung der so genannten Konferenz der Regierungen von letzter Woche an, mit der die Details des „Reform-Vertrags“ ausgearbeitet wurden, das sich auf die Vereinbarungen gründet, die die politischen Führer auf einem Gipfel im Juni erzielten. Es ist ziemlich dasselbe wie der Verfassungs-Vertrag, den die französischen und holländischen Wähler vor zwei Jahren ablehnten... Der Reform-Vertrag ist nichts als der alte Entwurf in neuer Verkleidung, um eine weitere Runde an Volksabstimmungen zu vermeiden. Und das Ergebnis davon ist, dass das Demokratie-Defizit der EU sich nicht verringert, sondern erweitert.

1.8.07 22:41


Schweigen zu Nahr al-Bared

Khaled Abu Toameh
commentarymagazine.com, contentions – July 31, 2007

In den letzten drei Monaten ist palästinensisches Flüchtlingslager im Nahen Osten angegriffen worden, was den Tod von Hunderten Menschen und die Flucht von fast der Hälfte der 40.000 Einwohner des Lagers zur Folge hatte. Aber der UNO-Sicherheitsrat hat keine Dringlichkeitssitzung abgehalten, um den Angriff zu verurteilen. Auch haben die Regierungen von Frankreich und Großbritannien keine Erklärungen abgegeben, die die „Gräuel“ gegen die palästinensischen Flüchtlinge im Lager Nahr al-Bared im Norden des Libanon verurteilen. Denen, die sich fragen mögen, warum es keinen öffentlichen Aufschrei gibt, kann eine einfache Antwort gegeben werden. Die Armee, die das Lager mit schwerer Artillerie und Kampfhubschraubern angreift, ist nicht die IDF. Es ist eine arabische Armee – die libanesische Armee.

Palästinensische Flüchtlingslager in den palästinensischen Gebieten und im Libanon haben lange verschiedenen Terrorgruppen als Basis gedient. In der Westbank und dem Gazastreifen ist die IDF in den letzten Jahren gezwungen gewesen gezielte Operationen gegen die Terroristen der Hamas, der Fatah und des Islamischen Jihad durchzuführen, die unter Zivilisten Schutz finden. Die meisten israelischen Militäroperationen haben scharfe Kritik der internationalen Gemeinschaft und der arabischen Welt nach sich gezogen, selbst wenn die Angriffe mit der Tötung oder Gefangenname nur der Terroristen endeten.

Ich war einer der Journalisten, die über die Schlacht im Flüchtlingslager Jenin in der Westbank im Jahr 2002 berichtete. Damals verloren die Israelis 23 Soldaten, weil sie keine Artillerie und Panzer einsetzen wollten, aus Angst, dass Zivilisten verletzt werden könnten. Ich erinnere mich noch immer daran, wie IDF-Offiziere vor dem Einsatz ihre Soldaten instruierten und sie aufforderten ihr Äußerstes zu tun, um zivile Opfer zu vermeiden. Obwohl mehr als 80 Prozent der Opfer der folgenden Schlacht Mitglieder bewaffneter Gruppen waren, die frei im Lager operierten, bezeichnen viele Menschenrechts-Organisationen (und einige Regierungen) weiterhin die Ereignisse dort als „Massaker von Jenin“.

Im Fall von Nahr al-Bared liegt die Sache völlig anders. Niemand scheint sich um die Tatsache zu kümmern, dass Dutzende Zivilisten in den Kämpfen zwischen libanesischen Truppen und Terroristen der zur mit Al-Qaida verbundenen Fatah al-Islam getötet worden. Ein Palästinenser, der vor zwei Wochen aus dem Lager floh, erzählte mir, dass in den Kämpfen mehr als 200 Häuser komplett zerstört wurden und dass Leichen Wochen lang auf den Straßen lagen.

„Wir selbst haben diese Tragödie über uns gebracht“, gab er zu. „Wir haben dieser Gruppe Terroristen erlaubt im Lager ihre Basis zu schaffen und jetzt zahlen wir den Preis dafür. Die Welt kümmert sich nicht mehr um uns, weil sie sagt, wir haben Terroristen beherbergt und ihnen Lebensmittel und Medikamente besorgt.“ Haben palästinensische Flüchtlinge in anderen Lagern des Nahen Ostens denselben Schluss gezogen? Die Antwort ist ein großes Nein. Milizionäre und bewaffnete Gangs operieren weiterhin in den meisten dieser Lager, besonders in den Palästinensergebieten und im Libanon. Die libanesische Armee und die IDF haben immer noch eine Menge schwieriger Arbeit vor sich. Leider werden viele Zivilisten weiterhin den Preis dafür bezahlen – außer sie wachen eines Morgens auf und entscheiden sich die Terroristen aus ihren Straßen zu jagen.

3.8.07 15:26


Schaschlik

Schuld sind immer die Juden. Vor allem da, wo es keine gibt. Im Sudan zum Beispiel. Da sind „24 jüdische Organisationen“ aktiv und schüren nicht nur den Konflikt, sondern blasen ihn auch völlig übertrieben auf – in Darfur gibt es nur 9.000 Tote. Und überhaupt, der Holocaust wird da als Stimmungsmache genutzt. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, ermutigen sie auch noch Sudanesen nach Israel zu kommen! Wie verlogen das ist, was die Terror-Regierung in Karthoum von sich gibt, kann man allein schon am letzten Punkt sehen: Israel ermutigt die Leute nicht, sondern wirft sie wieder hinaus und hat von den Ägyptern verlangt sudanesische Flüchtlinge abzufangen. Die Lügenbarone sollten langsam mal zur Rechenschaft gezogen werden. Wird aber nicht passieren, weil die Völkermord-Olympioniken in Peking und die islamischen Staaten ihre Hand drüber halten. Sind bloß minderwertige Schwarzafrikaner, die da umgebracht werden.

Die völlige Überbewertung der Darfur-Krise hat vermutlich auch dazu geführt, dass ägyptische Soldaten mal eben ein paar sudanesische Flüchtlinge an der Grenze zu Israel erschossen und zwei weitere zu Tode geprügelt haben. (u.a. ICEJ-Newsletter vom 3.8.07)

Dass die Durchsetzung von angeblichen Rechten für Muslime in vielen Fällen alles andere als Gleichstellungen schafft, sondern statt dessen Sonderprivilegien für Muslime, zeigt einmal mehr ein Beispiel aus den USA: In San Diego hatte eine staatliche Schule eingeführt, dass der Unterricht unterbrochen wird, um den muslimischen Schülern Gelegenheit für Gebete zu geben. Jüdischen oder christlichen Schülern waren Gebete in der Schule untersagt, weil Religion Privatsache ist und nicht in die staatliche Schule gehört!
Inzwischen ist das auf öffentlichen Druck wieder zurückgenommen worden.

Eine gute Frage vom Guardian (Wunder gescheh’n…): Warum hat die Regierung [des Iran] es so eilig Uran anzureichern, wenn sie noch nicht einmal ein Atomkraftwerk hat, in dem sie es nutzen kann?

Alles ist eine jüdische Verschwörung (Newsletter von Israel heute). Selbst Harry Potter. Der ist „von einer britischen Person mit bekannten Verbindungen zu Israel“ nur dazu erfunden die jüngere Generation davon abzulenken, dass die Juden die Weltherrschaft erlangen wollen. So die iranische Zeitung Kayhan, die der Regierung nahe steht (andere gibt’s praktisch nicht mehr).

Die Pressefreiheit wird entdeckt und zwar vom palästinensischen Legislativrat – bzw. ihrem Vorsitzenden. Und sogar die PFLP beschwert sich über die „Executive Force“ der Hamas, weil diese Journalisten festgesetzt hatte und die Einfuhr von Zeitungen kurze Zeit stoppte. Begründung der Terror-Organisation: „Das gibt ein schlechtes Bild ab.“ Ach ja, manches ändert sich nicht – wenn die schlechte PR nicht wäre, dann wäre es wohl nicht weiter schlimm die Journalisten zu bedrohen! (So, wie das mit dem Terror auch ist.)

Wie wär’s mit gleichem Recht für alle? Nirgendwo hört man wirkliche Kritik daran, dass Venezuelas Amerika-Hasser und Chef-„Antizionist“ Hugo Chavez ausländische Kritiker aus dem Land werfen will. Dann sollte es doch auch kein Problem sein, wenn Israel feindlich gesinnte NGOs wie das International Solidarty Movement des Landes verweist!

Olmerts jüngste Schnapsidee hat eine Rückweisung aus dem Ausland erfahren: Jordanien lehnt den Vorschlag vehement ab jordanische Truppen nach Judäa und Samaria zu lassen, um dort für Sicherheit zu sorgen.

Ein heller Moment der Erkenntnis für einen ARD-Korrespondenten: Er zählt auch auf, wie die Hamas versucht „schöne Welt“ zu zeigen, aber dabei offensichtlich schummelt. Das dürfte ein Fortschritt sein, der aber wohl nur daher stammt, dass es heute en vogue ist die Hamas als „radikal“ und die Fatah als „moderat“ zu bezeichnen und damit die Radikalen zu den Bösen, die anderen zu den Guten zu stempeln. Wenn der Korrespondent kapiert, dass die „Moderaten“ auch nicht zu den Guten gehören, dann wäre wirklich ein Fortschritt erzielt.

Mal wieder ein Beispiel dafür, dass die Einmischung des Westens einfach schlichtweg falsch ist, wenn Israel Terroristen bekämpft. War nicht letztes Jahr das Credo aller Europäer und selbst der Amerikaner, dass die Kämpfe im Libanon möglichst schnell aufhören müssten? Und jetzt kommt einer der führenden Köpfe der Hisbollah und gesteht ein, dass sie kurz davor standen sich zu ergeben! Der Waffenstillstand war „eine Rettungsweste“ – noch 10 Tage und die bewaffneten Hisbollah-Leute hätten sich ergeben. Dank des Westens kam es nicht dazu.

Nicht nur einen Atomreaktor bekommt der libysche Terror-Regierer. Jetzt gibt’s noch 296 Millionen Euro teure Panzerabwehrraketen und ein militärisches Kommunikationssystem. Der Deal ist angeblich schon im Februar vereinbart worden. Und natürlich überhaupt nichts mit den Todesurteilen bzw. deren Aufhebung zu tun haben. Was wäre jetzt eigentlich schlimmer? Dass die Franzosen über die EADS (die ein gemeinsames deutsch-französisches Unternehmen ist) zum Urteils-Deal auf diese Weise beitrugen oder dass sie es vorher trotz des noch nicht ausgehandelten Deals schon machten? (Ghaddafis Sohn – also: einer von den Söhnen – legte Wert darauf, dass dieser Waffenhandel besonders wichtig für die Umwandlung der Todesurteile gewesen ist.)

Ein weitere „Meilenstein“ ist überwunden: Die PalAraber haben das halbe Tausend überschritten. Mit dem heutigen Freitag sind im Laufe dieses Kalenderjahres mindestens 501 PalAraber von PalArabern getötet worden.
Eines der jüngsten Opfer ist ein Mitglied der „Executive Force“ der Hamas – erschossen bei einer Hochzeit, weil er mit seinen Kollegen die Hamas-Anordnung durchsetzen wollte, dass bei Hochzeiten nicht mehr geschossen werden darf.

Hier im Westen wollen uns Halal-Hippies und ihre Helden immer noch erzählen, dass Ehrenmorde nichts mit dem Islam zu tun haben und gaaanz große Ausnahmen. Das ist nichts, worüber man sich Sorgen machen sollte – außer man ist „islamophob“ und wolle Muslime rassistisch verunglimpfen. Seltsam ist dann, dass der Top-Kleriker der libanesischen Schiiten eine Fatwa gegen Ehrenmorde erlassen hat. Grund dafür seien Berichte über eine Zunahme dieser Taten in der gesamten arabischen Welt – und die ist dominiert von welcher Religion?

4.8.07 10:18


Anarchie mit ernsten Hintergrund

Die einen Beinahe-Anarchisten sind Mitglieder einer amerikanischen Wohlfahrts-Organisation aus Chicago. Und ihr Anarchismus ist durch die israelische Regierung verursacht:

Nach Monate langen Verhandlungen mit der israelischen Regierung hat eine Wohlfahrtsorganisation aus Chicago gesagt, sie würde nicht mehr darauf warten, dass die israelische Regierung ihr bei dem Versuch hilft mehrere Dutzend Millionen Dollar auszugeben, die von amerikanischen Christen gespendet wurden. Statt dese wird die International Fellowship of Christians and Jews direkt mit örtlichen Organisationen und dem Israeli Home Front Command zusammenarbeiten, um private Schutzräume im Norden Israels wiederherzustellen. Die fraglichen Gebäude wurden von Raketen beschädigt, die die paramilitärische Hisbollah-Terrororganisation während des Zweiten Libanon-Krieges im letzten Sommer abschoss. Der Vorsitzende der Wohlfahrtsorganisatino, Rabbi Yechiel Eckstein, sagte, dass die Wahl, die Regierung zu umgehen, nach Monaten zunehmender Frustration getroffen wurde. „Wir versuchten die Ziele mit und durch die Regierung zu erreichen, aber an einem bestimmten Punkt – besonders, wenn die Möglichkeit eines weitere Krieges besteht – wechselt man die Gangart“, sagte Eckstein. (Quelle: englischer ICEJ-Newsletter vom 2. August)

Es scheint so, als habe es die Regierung Olmert zur Hauptaufgabe gemacht den Schutz des eigenen Volkes möglichst zu verhindern: In Sderot unternimmt die Regierung nichts und musste von Gerichten dazu verdonnert werden zum Schuljahresanfang wenigstens die Schulen mit Schutzmaßnahmen zu versehen; der Aufbau im Norden wird nicht nur so gut wie nicht betrieben, sondern mögliche private Hilfe aufgehalten. Jetzt fehlt nur noch, dass der Nichtsnutz auf dem Sessel des Regierungschefs die Hilfe verbietet, weil sie nicht über die Regierung läuft! Zuzutrauen ist es ihm.

Weitere „Anarchisten“, die die Sache in die eigene Hand nehmen, gibt es an der Grenze zum Gazastreifen. Dort rückten Soldaten eilig aus, um zu erkunden (und zu stoppen), was wie Raketenangriffe von israelischer Seite auf den Gazastreifen aussah. Sie stellten fest, dass der Eindruck nicht ganz falsch war. Von israelischen Privatpersonen wurden mit Hilfe selbst gebastelter Raketenwerfer matschige Tomaten, Eier, Mangos, Mais und anderes Gemüse auf palästinensisches Territorium geschossen. Ab hier gehen die Berichte auseinander: Während z.B. DIE WELT und der Berliner Kurier berichten, dass die Armee dem Treiben ein Ende setzte und das anvisierte Ziel Beit Hanoun nicht erreicht wurde, schreibt Arutz-7 in seinem Nachrichten-Newsletter vom 3.8.07, dass der Armee-Kommandeur angesichts der „Munition“ erlaubte, dass die Aktion zu Ende geführt wurde und die Eier tatsächlich in Beit Hanoun nieder gingen.

Ausgelöst wurde die Aktion durch den Frust einiger Bürger Tel Avivs über den ständigen Beschuss des südwestlichen Israel mit Hamas-Raketen und die Untätigkeit der Regierung. Die Bio-Schützen wollten auf die Lage der Menschen in der Nähe des Gazastreifens aufmerksam machen – und schafften es sogar, dass endlich einmal ein Lächeln auf Gesichtern der Einwohner von Sderot auftauchte.

Der Erfinder der „Bio-Werfer“ will jetzt eine größere und stärkere Version bauen, mit der auch Kohlköpfe verschossen werden können. Und er deutete an, dass auch die Knesset zu den Zielen des „friedlichen Beschusses“ gehören könnte.

4.8.07 17:16


Stoff für’s Hirn

Euopa-Skeptiker“ werden die genannt, die die EU – sagen wir mal – „nicht gut finden“. Dass „Europa-Skeptiker“ nicht Europa skeptisch gegenüber stehen, sondern die EU am liebsten abgeschafft sehen wollen (zumindest in der Art, wie sie sich derzeit darstellt und wie sie voran getrieben wird), würde wohl „EU-Gegner“ zum treffenderen Begriff machen. Einer davon ist der Blogger „Fjordman“, dessen neueste Breitseite bei PI auf Deutsch zu lesen ist.

Die kruden Vorstellungen von „Amerika“ und was eine deutsche Universität dagegen zu tun versucht, nimmt Lizas Welt ausführlich und gekonnt auf’s Korn – und weit genauer und inhaltlich kompletter als es dem Mainstream lieb sein dürfte.

Wer wissen will, wie die Selbstüberschätzung eines absoluten Verlierers kennen lernen möchte, der kann bei der Jerusalem Post (auf Englisch) nachlesen, wie ein ungenannt wollender Fatah-„General“ verkündet, auf welche Weise er es der Hamas so richtig gezeigt hat, bevor sie ihn gefangen nahmen und wie die vor der Fatah zittern und sich deshalb nicht getraut haben ihn umzubringen. Er kommt sich so stark vor, dieser Typ! Und ist doch ein ganz armes Würstchen.

Die liebevollen Verbindungen zwischen deutscher Extrem-Linken und den schlimmsten Terroristen dieser Welt – und wie bizarr das Ganze ist – zeigt Christian Hannover bei den Weapons of Modern Democracy auf.

Es ist einfach herrlich, welche Ideen Claudio Casula bei Spirit of Entebbe ins Netz schreibt. Diesmal ist es der zweite Brief von Abu Mazen an „Olmi“ in Jerusalem, der einerseits das Zwerchfell angreift, andererseits aber den bitteren Ernst aufzeigt, mit dem man an der Entfernung eines gewissen Ministerpräsidenten aus dem Amt und der Regierung arbeiten sollte, weil er seinen Staat ins Verderben führt.

Eine kleine, aber wichtige Anmerkungen hat Martin Hagen in Sachen Waffenlieferungen an die Saudis und an die Fatah.

Es gibt vermutlich wenige Bücher, die einfach nur beschreiben, was jemand in einem Land erlebt hat, das eine völlig andere Kultur hat. Oft wird die exotische Kultur auch bewundert und über manches hinweg gesehen, weil es schließlich eine andere Kultur ist. Nicht so in einem Buch einer niederländischen Diplomatengattin. Eine lesenswerte Rezension darüber hat Necla Kelek in der WELT veröffentlicht. Ich bin gespannt, ob es Abgeordnete im Bundestag gibt, die darauf aufmerksam machen, dass sie das Schriftstück gar nicht lesen konnten, das genehmigt werden soll.

Henryk M. Broder hat einen launigen Text über eine „Friedensaktion“ geschrieben, in der er sehr schön klarstellt, was bei dieser Aktion so seltsam ist – worüber sich aber die Teilnehmer keinesfalls Gedanken machen werden. Die haben ein Ziel, das aber nicht wirklich etwas mit den Menschenrechten zu tun hat, die sie zu vertreten behaupten.

Eine herrliche Analyse europäischer Scheinheiligkeit gegenüber den USA ist auf No Blood for Sauerkraut zu finden. Paul13 nimmt die Heucheleien der Kritik Deutschlands (und Europas) an den US-Waffengeschäfte mit den Golfstaaten und Saudi-Arabien auseinander. Kritik an diesen Lieferungen ist sicher nicht grundfalsch – es fragt sich nur, mit welcher Argumentation man da hantiert und wie man bisher nicht nur geredet, sondern auch gehandelt hat!

5.8.07 19:41


Kirche dumm und dreist

Das Sonntagsblatt der Evangelischen Kirche in Bayern hat einen Johannes Zang über das „humanitäre Fiasko“ im Gazastreifen schreiben lassen. Das Ergebnis entspricht dem heutigen Zustand eines Großteils dieser Kirche.

Kommentierte Auszüge:

Vor eineinhalb Jahren hat die Hamas in demokratischen Wahlen die Mehrheit im palästinensischen Autonomierat errungen. Israel hat den Wahlgewinner geächtet, ebenso verfuhren die meisten Staaten der Welt.
Der Herr Zang beliebt zu vergessen, dass demokratisch gewählte Terroristen immer noch Terroristen sind. Und er erwartet offensichtlich, dass man sich freuen soll mit Leuten an einem Tisch zu sitzen, die einem den Tod geschworen haben und das nicht aufgeben wollen? Muss man alles gut heißen und unterstützen, nur weil es „demokratisch“ entstanden ist? Ich würde gerne sehen, was Herr Zang sagen würde, wenn die NPD demokratisch gewählt irgendwo mehr als eine unangenehme, störende Marginal-Fraktionen bilden könnte.

Der Wahlsieger musste drei Bedingungen erfüllen, die Besatzungsmacht Israel dagegen keine einzige.
Und Israel hat ja in den letzten 14 Jahren überhaupt nichts für die Palästinenser getan, ist nirgendwo abgezogen, hat keine Terroristen frei gelassen. Und Israel liefert ja auch keinen Strom, Treibstoff und was weiß ich noch an die Terroristen. Ach, übrigens: Was hat Herr Zang dagegen einzuwenden, dass die Hamas auf die Vernichtung Israels verzichten soll? Was hat Herr Zang dagegen einzuwenden, dass die Hamas den von ihrer Charta vorgeschriebenen Terror gegen Israel einstellen soll? Was hat Her Zang dagegen einzuwenden, dass die Hamas dem Staat Israel das Existenzrecht nicht weiter absprechen soll? Nein, Herr Zang verlangt, dass Israel und der Westen der Hamas den roten Teppich ausrollen soll. Ausgerechnet der Hamas, die seine Glaubensbrüder und –schwestern ins Abseits drängt, dabei ist ihnen die Lebensgrundlagen zu entziehen und sie als Menschen dritter Klasse behandelt. Das ist natürlich richtiger als die Forderung des Westens, dass die Terroristen den Terror aufgeben und sich wie anständige Menschen verhalten.

Israel inhaftierte nach dem Wahlsieg von Hamas Menschen allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Hamas, darunter auch gemäßigte Köpfe.
Wie definiert Herr Zang „gemäßigte Köpfe“? Wenn ein Hamas-Mitglied sich zwar der Vernichtung der Juden verschrieben hat, das aber nicht unbedingt nur durch Terror, sondern auch durch die demographische Bombe erzielen will – nicht schon dieses Jahr, sondern erst in zwei, drei oder fünf Jahren?
Im Übrigen hat Israel Hamas-Leute festgesetzt, nachdem die Hamas einen Überfall auf Israel beging: weil diese zur Gruppe der Täter gehören, die einen entführten Soldaten nicht frei geben, nichts gegen den Raketen- und sonstigen Terror unternehmen sowie ihn selbst aktiv betreiben. Und den allein aufgrund seiner Zugehörigkeit zum israelischen Staat „inhaftierte“ Gilat Shalit wird von Herrn Zang nicht einmal erwähnt.

Und so geht es weiter: Herr Zang prangert ausschließlich israelische Maßnahmen an, während er geflissentlich „vergisst“ zu erwähnen, wodurch diese ausgelöst sind. Er lässt beispielsweise unerwähnt, dass die Hamas den Warenfluss aus Israel durch Beschuss der Grenzübergänge mit Raketen und Mörsern unterbindet; er lässt unerwähnt, dass die Hamas aber offensichtlich genug Geld hat um sich massenhaft Waffen zu beschaffen, statt es dafür zu verwenden die eigene Bevölkerung zu versorgen. Und vor allem vergisst er zu erwähnen, dass Israel alle diese Maßnahmen aufgeben könnte und würde (!), wenn es von der Hamas, dem Islamischen Jihad, der PFLP, der PFLP-GC, der DFLP und welche Gruppen sonst noch alles vorhanden sind nicht weiter in seiner Existenz bedroht würde. Er wird im Gegenteil diese Bedrohung abstreiten. Er ist nicht bereit Ursache und Wirkung zu betrachten, sondern stellt die Wirkung als Ursache dar. Und diese Lüge ist nicht verzeihbar. Schon gar nicht, wenn sie aus einer Kirche kommt, die nichts dagegen unternommen hatte, dass das Volk vergast wurde, das er jetzt so übel verunglimpft. Die Einseitigkeit, mit der Herr Zang Israel nieder macht und die Palästinenser zu Opfern stilisiert, kann nur mit einem Begriff bezeichnet werden: Er diskriminiert. Gewaltig. In einer Weise, dass die Bemerkung nicht unangebracht ist, das, wer, wie Herr Zang, die Schuld nur beim Juden sucht, sich auch nicht wundern darf, sollte ihm eine Nähe zum Antisemitismus unterstellt werden.

6.8.07 17:06


Das Vaterunser wäre beleidigend gewesen

... und das Tischgebet „Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast“ mit Sicherheit genauso.

Die britische Sun berichtet über eine „Schönschreib-Übung“ in einer Grundschule in der Nähe von Leeds:

Verärgerte Eltern haben eine Lehrerin angegriffen, weil sie den Zehnjährigen aufgegeben hatte ein muslimisches Gebet abzuschreiben. Die Lehrerin sagte, sie habe den muslimischen Gebetsruf als Schönschreib-Übung ausgesucht. Dazu gehört die Zeile „Allah ist am größten“ und „ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt“.

Die Stiefmutter einer Schülerin sagte: „Die Erklärung war, dass die Kinder über den Islam lernen. Aber das war wie ein Schwur. Ein muslimisches Kind würde niemals aufgefordert werden einen Vers aus der Bibel zu schreiben. Warum hat sie nicht einen Text aus einem normalen Geschichtenbuch ausgewählt um die Handschrift zu üben?“

Die Lehrerin, die auch stellvertretende Schulleiterin der Schule ist, gab zu, dass es sich um „eine sensible Sache“ handele, weil drei der Selbstmordbomber vom 7. Juli 2005 aus Leeds kamen, das nur 25km entfernt sei.

Klar, so kann man es auch sehen. Die Sensibilität der Sache hat mit dem Anschlag von vor zwei Jahren zu tun, nicht mit dem, was sie da gemacht hat – und was sie umgekehrt niemals gewagt hätte. Oder wollte sie die Schüler bloß schon mal an die neue Ordnung gewöhnen, die demnächst in Großbritannien herrschen soll?

6.8.07 20:12


Was mal Seen waren…

...sind heute Preistreiber. Es war sicherlich nicht schlecht gemeint, dass die Agrar-Subventionen der EU so gelenkt werden sollten, dass alle Überschuss-Produktion gedeckelt wird. Und so gibt es Quoten für allerlei Produkte, auch und gerade für alles, was mit Milch zu tun hat.

Jetzt ist es dummerweise so, dass in Asien Milch boomt. Von dort werden unsere Milch und unsere Milchprodukte so massiv aufgekauft, dass bei uns eine Knappheit entstehen könnte.

Eine normale Marktwirtschaft würde auf Engpässe mit einer Erhöhung der Produktion reagieren. Warum machen wir das hier nicht auch?

Na ja, da könnte einmal das Problem auftauchen, dass Milchkühe nicht einfach hergezaubert werden können. Sie müssen erst einmal aufwachsen, dann mindestens einmal trächtig werden und dann erst gibt es die Möglichkeit einer Steigerung der Milchproduktion. Es braucht also etwas Zeit. Aber nicht allzu viel. Wenn man jetzt reagiert.

Und die EU reagiert! Gestern habe ich im Fernsehen erlebt, wie. Ein EU-Agrarsprecher erklärte, dass man über die Lockerung der Quotierung nachdenken müsse. Dieses Nachdenken könnte dann dazu führen, dass die Quotierung ab 2015 gelockert werden könne.

Wer wahre Größe besitzt, der denkt natürlich in großen Zeiträumen, nicht „von heute auf morgen“. Langfristig. Und schreibt immer und allen vor, was sie dürfen und was nicht. Kurzfristige Reaktionen ausgeschlossen.

Der ganze Irrsinn der Politik der EU wird an diesem Beispiel deutlich. Volle acht Jahre gibt man sich erst einmal zum Reagieren. Was bis dahin wird? Egal. Unternehmerische Freiheit? Vergiss es! Die Bauern dürfen nicht mehr produzieren, sonst drohen ihnen Strafen. Alles wird von Brüssel diktiert. Womit wir letztlich beim entscheidenden Aspekt sind: Wo diktiert wird, ist eine Diktatur am Werk. In diesem Fall eine, die dafür sorgt, dass die Preise hoch getrieben werden, die Menschen deutlich mehr für lebenswichtige Grundversorgung zahlen müssen – und somit besonders die getroffen werden, die ohnehin am wenigsten haben. Womit die angebliche Sorge um die Armen und Benachteiligten ad absurdum geführt wird. Und in Deutschland werden der kleine IM samt dem Saar-Napoleon und weiten Kreisen der angeblichen Volkspartei mit den S am Anfang wieder weiter danach schreien, dass „ungerecht umverteilt“ würde und deshalb „von oben nach unten umverteilt werden muss“ – womit wir den Kreislauf nach unten weiter anheizen, weil „die oben“ Mittel und Wege genug finden werden sich dem zu entziehen. Was wiederum zu Lasten derer geht, die ihre Arbeitsplätze verlieren, die ins Ausland verschoben werden. Wodurch die Sozialkassen stärker belastet werden. Was wiederum das Allheilmittel der stärkeren Inanspruchnahme der besser Verdienenden führen soll, die sich wiederum ins Ausland absetzen, ...

„Europa“ macht sich selbst kaputt. Sehenden Auges. Gewollt. Und behauptet natürlich, es handele im Interesser der Europäer. Fragt sich nur: welcher?

7.8.07 22:43


Extremismus und ein heiliges Buch

Eine Meldung von AP: Insassen des größten Gefängnisses im Gazastreifen können ihre Strafe jetzt um ein Jahr verkürzen, wenn sie fünf Kapitel des Koran, des heiligen Buches des Islam, auswendig lernen, verkündete der Gefängnisdirektor am Montag.
Das Gefängnis wird von der militanten Hamas-Bewegung kontrolliert, sie die Gruppe den Gazastreifen im Juni gewaltsam übernahm; von den 350 Gefangenen befinden sich 30 in der Todeszelle.
Das neue Schrift-Programm versucht die Gefangenen dazu zu bringen sich entsprechend dem Gesetz des Koran zu verhalten, sagte Gefängnis-Direktor Oberst Abu a-Abed Hamid in einer Erklärung.
Die meisten der Insassen wurden verurteilt, bevor die Hamas die Macht übernahm – für Verbrechen, die von Mord über Korruption bis zur Kollaboration mit Israel reichen.

Weshalb wohl sollte die Hamas wollen, dass Menschen den Koran auswendig lernen? Damit diese Leute erfahren, wie friedlich der Islam ist? Könnte es nicht sein, dass die Lernenden etwas entdecken, was der Ideologie der Extremisten entgegen steht? Könnte es nicht sein, dass die Gefangenen die wahre, friedliche Version des Islam kennen lernen, statt der militante der Hamas?

Das ist ein Phänomen, das nicht nur in Sachen Gaza zu hoch gezogenen Augenbrauen führen sollte. Ist es nicht erstaunlich, dass gerade die Koranschulen, die ausschließlich den Koran lehren, die Extremisten hervorbringen? Wenn denn „der wahre Islam“, der nichts mit dem Terrorismus zu tun hat, der menschenfreundlich sein soll, der keine intoleranten Lehren kennt, wenn dieser Islam gefunden werden kann, dann muss er doch wohl im Koran zu finden sein. Wieso sollten dann Extremistengruppen Menschen dazu anhalten ihn auswendig zu lernen? Sie müssten doch Gefahr laufen, dass diese Menschen die Wahrheit erkennen – also sollte die Hamas ein Interesse haben, dass die Menschen den Koran eben NICHT kennen, wenn sie die Leute mit ihrer Vorstellung des Islam füttern wollen – so, wie die katholische Kirche einst die Bibel auf den Index setzte.

Müsste es nicht so sein, dass Menschen, die ausschließlich den Koran studieren und auswendig lernen, seinen wahren Inhalt kennen? Dass sie am besten wissen, was im Koran steht? Sollten wir ihnen wirklich absprechen, dass sie wissen, was der Koran sagt?

Wir bekommen immer und immer wieder zu hören und zu lesen, dass Leute wie die Hamas und Al-Qaida den Islam missbrauchen. Wie können sie das, wenn sie diejenigen sind, die sich am genauesten mit den Aussagen des Koran beschäftigen? Und wie kommt es, dass diejenigen, die propagieren, dass der Islam friedlich und tolerant ist, friedlicher und toleranter als der Westen gar, dass diejenigen immer wieder in Erklärungsnot kommen, umständliche Uminterpretierungen von Koranstellen vornehmen müssen und die Behauptung „das ist aus dem Zusammenhang gerissen“ zu einem Hauptargument ihrer Thesen machen müssen?

In den USA gibt es einen Koran-Kenner, dem immer wieder vorgeworfen würde, er verbreite Hass gegen Muslime. Pauschal wird behauptet, er lüge und verdrehe. Einen Beleg dafür, einen konkreten Beweis für diese Pauschal-Behauptung, haben seine „Kritiker“ nicht vorlegen können. Inzwischen ist Robert Spencer dazu übergegangen den Koran zu bloggen (der jüngste Teil steht hier). Er hat Bücher geschrieben, in denen er lediglich den Koran und die Hadithe zitiert und anhand dieser – umfangreichen, nicht verkürzten! – Zitate aufzeigt, wieso er die Darstellung des Islam als friedlich und tolerant für falsch und verlogen hält. Durch bloßes Zitieren des heiligen Buches der Muslime sorgt er dafür, dass als Islamisten und Terroristen-Freunde und –Helfer bekannt sind, sich wie das HB-Männchen aufführen, ihn aber nicht widerlegen können.

Vor diesem Hintergrund wundert es mich persönlich nicht, dass die Hamas Gefängnisinsassen dazu bringen will den Koran auswendig zu lernen. Sie braucht sich wohl keine Sorgen zu machen, dass diese Leute den friedlichen und toleranten Islam entdecken, der sie den Extremisten entfremdet – weil er im Koran nicht zu finden ist. Aber das ist ein Gedanke, den unsere Halal-Hippies wahrscheinlich niemals akzeptieren werden.

8.8.07 22:55


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