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Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
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UNO-Einsicht?

Der Präsident des UNO-Menschenrechtsrats, Doru Costea, hat eine Klage – eine außergewöhnliche, die niemand so erwartet hätte. Denn sie richtet sich gegen das, was diese UNO-Einrichtung als Credo ihrer Existenz ansieht: den verlogenen Verdammungs-Umgang mit Israel!

Man höre (na ja: lese) und staune:

Der palästinensisch-israelische Konflikt sei sehr komplex. Der Rat müsse das Verhalten aller Parteien und nicht nur eines Staates unter die Lupe nehmen, sagte der rumänische Botschafter bei der UNO in Genf. Der Menschenrechtsrat habe in dieser Frage versagt.

Costea sprach sich für eine Reform des UNO-Organs aus. (Wortlaut NZZ). Anscheinend hat er sich die Vorwürfe von US-Präsident Bush zu Herzen genommen. Was ja in Europa eigentlich gegen ihn spricht, denn von dem Typen darf man sich nichts sagen lassen, der will ja immer nur Krieg. Vielleicht – und spräche tatsächlich für Costea – ist ihm aber auch selbst aufgefallen, was für eine Truppe er da leitet.

Das war’s dann aber wohl auch mit den positiven Nachrichten. Denn im Anschluss an die Erkenntnis folgen sofort Relativierungen:
- Kein neues Organ, schließlich ist der Rat erst 2006 gegründet worden. Das ist noch verständlich, schließlich muss sich die Substanz ändern, nicht die äußere Form.
- Der Rat habe gute und schlechte Arbeit geleistet. Worin die gute Arbeit bestehen soll, da die Probleme alle ausgeschlossen und praktisch nur gegen Israel gehetzt wurde, ist mir schleierhaft.
- Zum Vorwurf, im Rat beherrschten Blöcke die Szene sagte Costea, es habe Beschlüsse gegeben, die über die Logik von Blöcken hinausgegangen seien. Nun, die wenigen Beschlüsse, die sich nicht gegen Israel richteten, waren alle derart belanglos, dass es dazu keine Blöcke brauchte. Ansonsten kann man die Blockbildung aber deutlich erkennen, vor allem, wenn es um Menschenrechte und den Nahen Osten geht. Oder wieso werden die Ereignisse in Darfur und andere alle Menschenrechte verachtenden Aktionen in Kuba, China, arabischen Staaten und so weiter immer wieder abgeschmettert? Ausgerechnet hierzu jetzt auf einmal Darfur als Beispiel für Nicht-Block-Verhalten zu nehmen, ist der reine Hohn. Und die Sondersitzung zu Birma/Myanmar muss erst noch statt finden, um feststellen zu können, was dabei heraus kommt.

„Die Körperschaft, der ich vorstehe, muss das Handeln beider Seiten gleich stark untersuchen und wir haben das nicht getan“, sagt Costea. „Es ist klar, dass die Dinge sich ab nun ändern müssen.“ Da bin ich gespannt. Änderungen hatte die UNO vollmundig schon bei der Ersetzung der Menschenrechtskommission durch den Menschenrechtsrat angekündigt. Bisher ist es eher schlimmer geworden, statt besser. Obwohl Kofi Annan am Ende seiner Amtszeit bereits auf die Zustände im Rat hingewiesen hat, hat sich nichts geändert. Warum sollte das jetzt anders werden?

Dass Herr Costea sich zu seinen Erkenntnissen hat durchringen können, ist relativ erstaunlich. Was dann kam, schon nicht mehr. Es lässt befürchten, dass Konsequenzen nicht folgen werden. Er mag wohl niemandem auf die Füße treten.

1.10.07 21:23


Islamstaaten gegen Terroristen

Sie sind ja alle gegen Terror. Sogar Syrien und der Iran. Und sie bekämpfen den Terror. Stellt sich die Frage: Welchen Terror?

Syrien hat das immer klar gemacht: Es ist eines der ersten Terroropfer und hat sich immer gewehrt. Wobei der Terrorist meist Israel ist/war und ansonsten gelegentlich ein Oppositioneller als Terrorist gegen das Regime verhaftet wurde. Für den Iran gilt ähnliches, wenn auch hauptsächlich der „große Satan“ (USA) der Terrorist ist. Nur sind die Schurkenstaaten weniger interessant. Von ihnen erwartet man nichts anderes als diese Verlogenheit – auch wenn sie weiter hofiert.

Spannender wird es bei den moderaten islamischen Staaten, denen, die der Westen als Freunde betrachtet. Und hier gibt es wieder einmal ein zweifelhaftes Beispiel dafür, wie der Terror im Namen des Islam bestraft wird. Weil der Ramadan ein Monat ist, in dem auch gerne Gnade gegenüber Straftätern gezeigt wird, gibt es hier oft Amnestien und Strafnachlässe. Bezeichnend ist, wer von solchen Maßnahmen profitiert. In Indonesien sind es dieses Jahr offenbar die Bali-Bomber, die vor einigen Jahren 200 Tote herbeigeführt haben.

Man sollte meinen, dass Leute, die den Islam derart missverstehen, dass sie Massenmord für Allah begehen, von ihren islamischen Regierungen weggesperrt würden, um keinen Schaden mehr anrichten zu können. Im Gefängnis bleiben aber eher Andersgläubige, die wegen angeblicher Beleidigung des einsitzen. Massenmörder im Auftrag Allahs werden zwar per Lippenbekenntnis verurteilt und sogar ins Gefängnis gesteckt, aber danach geht man gerne barmherzig mit ihnen um und gibt ihnen Gelegenheit ihr „Handwerk“ wieder ausüben zu können. Wie gesagt: in angeblich westlich orientierten Staatswesen.

Und hier ist einen Parallele zu vielen Muslimverbänden in Europa zu finden: Die Taten werden zwar gerügt, aber es wird nichts unternommen, was weitere zu verhindern hilft. Auf der Ebene der Moscheegemeinden genauso wie auf Staatsebene.

Wie soll da Vertrauen in eine Religion entstehen, die behauptet Frieden zu heißen oder zu sein, aber andererseits denen Tür und Tor offen hält, die Massenmord begehen und angeblich nichts mit dieser Religion zu tun haben?

3.10.07 10:03


Olmerts Chancen im November

Im November soll es in den USA eine von den Amerikanern anberaumte Friedenskonferenz geben. Yaakov Kirschen meint in seinen DryBones, dass Olmert dort keine Chance hat irgendetwas durchzusetzen:

4.10.07 19:50


Das jüdisch-israelische Dilemma

"Eine sehr außergewöhnliche Falle" nennt Melanie Philipps ihre Beschreibung der moralischen Klemme, in der die Israelis aus eigener Ethik stecken.
4.10.07 19:53


Von Helden und Schurken

Melanie Philipps, diary, 3. Oktober 2007

Es gibt viele wichtige Innen-Einsichten in diesem Bericht über die jährliche Internationale Konferenz zur Terrorismusbekämpfung an Interdisciplinary Centre in Herzliya. Eine davon ist diese des berühmten Steven Emerson, Direktor des Investigative Project on Terrorism, über die außergewöhnliche Übertragung des Opferstatus, der in Amerika genauso wie in Großbritannien statt gefunden hat:

Die Ironie, deckte er auf, ist die, dass es in den USA zehnmal mehr Hass-Verbrechen gegen Juden als gegen Muslime gibt. Trotzdem gibt es, was die Berichterstattung angeht, 100-mal mehr Artikel und Nachrichtenmeldungen über die Hass-Verbrechen gegen Muslime. Und was stellt für diese Menschenrechtsgruppen ein Hass-Verbrechen dar? Schauen Sie sich ihre Liste an. Dazu gehört die Verhaftung eines prominenten Hamas-Agenten mit dem Verdacht auf Verbindungen zum Terrorismus.

Ein Grund für diese faktische und moralische Umkehrung ist das Gruppendenken der Linken, die annimmt, dass Menschen aus der Dritten Welt per Definition Opfer sind und daher nichts Falsches tun können. Der ikonenhafte Held dieser Weltsicht ist Nelson Mandela – und nicht der Hauch einer Kritik wurde im Westen gegen den African National Congress wegen seines Kampfes gegen das illegitime Apartheid-Regime gerichtet. Aber in der realen Welt hinter dem karikativen Mechanismus der Linken könnten diejenigen, die gegen ein Schurken-Regime kämpfen, selbst Schurken sein. Hussein Solomon, muslimischer Professor an der Universität von Pretoria in Südafrika und Direktor des Centre for International Political Studies an seiner Universität, sagte auf der Herzliya-Konferenz, das der ANC mit dem jihadistischen und antijüdischen Terror in einem Bett liegt:

„Ich habe bis heute sieben Todesdrohungen erhalten“, gab er gegenüber Metro bekannt. „Was war mein großes Verbrechen? Von der South African Zionist Federation (SAZF – Südafrikanische Zionisten-Vereinigung) in Johannesburg eingeladen worden zu sein, um mir die Bühne mit Juden zu teilen und die israelisch-palästinensische Frage zu diskutieren! Dass ich gegen die Besatzung der Westbank bin, war irrelevant. Die bloße Tatsache, dass ich eine öffentliche Einladung der ‚Zionisten’ angenommen hatte, war in den Augen der örtlichen muslimischen Gemeinde Verrat. Als nächstes wurde ein Gerücht verbreitet, dass die SAZF nur Mossad-Agenten einlädt; daher musste ich ein solcher Agent sein. Bald wurde das Gerücht zur akzeptierten Tatsache und ich war ein legitimes Ziel geworden, um umgelegt zu werden.“

Solomon ist nicht einverstanden mit einer naiven Welt, die “immer noch vom 1994-er ‘Wunder’ von Südafrika eingeschlossen ist, als Nelson Mandela Präsident wurde. Sie haben dieses Bild eines Landes, zeitlich eingefroren, im Licht der ewigen Moral angestrahlt. Mein Land hat sich seitdem fortbewegt und ja, es ist zwar viel erreicht worden, aber es hat auch ernste Fehler gegeben, die ethisch und moralisch verstörend sind. Leider ist Südafrika ein Nährboden für jihadistsiche Aktivitäten geworden.“ Er machte keinen Hehl daraus,d ass Al-Qaida und die Hamas Zellen in Südafrika eingerichtet haben. Die muslimische Gemeinschaft repräsentiert nur 1,5 bis 2 Prozent der Gesamtbevölkerung Südafrikas, aber, sagt Solomon, es wäre ein Fehler zu glauben, dass sie keine Gefahr darstellt. „Sie müssen verstehen, dass die jihadistischen Aktivisten heute nicht an das Modell des Nationalstaats gebunden sind. Ihre Ansprüche sind global und sie betrachten sich als Krieger für die Beherrschung der Welt. Südafrika ist für diese Typen nur ein Steinchen auf dem Weg zur Schaffung des Kalifats.“

Es ist tragisch, dass ein ehemals unterdrücktes Volk, die Schwarzen Südafrikas, sich nicht mit den Juden Israels identifizieren, die unter ihre Existenz bedrohenden Angriffe durch die Araber leben, die ihnen ihre Recht auf Selbstbestimmung in ihrem einzigen Zuflucht vor globaler historischer Unterdrückung verweigern, sondern mit denen, die die Juden auslöschen wollen und darüber hinaus das Licht der Freiheit überall ausblasen wollen. Der ANC verhält sich so, weil er eine revolutionär-marxistische Bewegung ist, die letztlich für die Auslöschung der Freiheit steht – eine Ideologie, die ihr ehemaliges, nobles Ziel der Sicherstellung der Freiheit ihres eigenen Volkes vor Unterdrückung auf fatale Weise verbiegt und übertrumpft. Die groteske Verdrehung ist: Israel wird derzeit von den ANC-Vertretern dämonisiert und delegitimisiert – damit beteiligen sie sich an dem, was mit Sicherheit „Apartheid-Leugnung“ genannt werden kann, da solch falsche Vergleiche nicht nur Israel verleumden, wo israelische Araber gleiche Rechte haben (und die Araber in den umstrittenen Gebieten, die in einem Verteidigungskrieg besetzt wurden sich überhaupt nicht in Israel befinden und statt dessen vorgeben Bürger eines ganz anderen Landes zu sein), sondern auch dazu dienen, die brutale Realität des wirklichen Apartheids-Regimes Südafrikas zu negieren.

5.10.07 16:34


Schaschlik

Da ist ein Gesprächspartner gefunden und dann? Es gibt jetzt den Islamrat als Dachorganisation (die aber kaum einen Muslim vertritt) und dann muss festgestellt werden, dass schon wieder einer von denen doch ein Extremist ist – und dann auch noch ein deutscher Konvertit! Verdammt, da gehen wieder Weltbilder den Bach runter...

Londoner Busse stehen für Werbung zur Verfügung (wir kennen das auch von unserem ÖPNV). Jetzt wird dort mächtig dafür geworben, dass Islam Frieden ist (im Link gibt’s nette Fotos). Es fragt sich, warum die das nötig haben – könnte es sein, dass die erlebten Fakten dagegen sprechen? Und wäre es nicht besser, wenn die britischen Muslime statt Werbeflächen zu mieten etwas dafür tun würden, dass aus ihren Reihen weniger Extremisten kommen? So weit geht die Liebe dieser Organisation dann doch nicht, die die Werbung schaltet. Sie will vor allem „Islamopobie“ beobachten und bekämpfen. Jihadisten auf den richtigen (friedlichen) Weg bringen? Fehlanzeige. Kann man doch nicht verlangen!

Toleranz-Alarm: Der Staatsklimatologe der University of Virginia, Patrick J. Michaels, ist von seinem Posten zurückgetreten. Er kann dort nicht weiter arbeiten, weil ihm vorgeschrieben wird, seine „klimakritische“ Meinung nicht zu äußern bzw. veröffentlichen. Er ist Klimatologe – also Experte für dieses Fach. Und Dissens gegen die menschgemachte Klimakatastrophe ist nicht zulässig. Also verbietet man dem Mann den Mund. Die freie Wissenschaft lebe hoch!

Präsident AchmachmirdenJihad will den Spieß umkehren: Jetzt hat er durch sein „Parlament“ die CIA und die US-Armee zu terroristischen Organisationen erklären lassen. Na ja, jeder, der nichts wirklich Eigenes zu schaffen in der Lage ist, imitiert halt andere und versucht denen ein Verhalten anzuhängen, das er selbst an den Tag legt.

Beim PR-Kampf um die Gunst des Westens hat die Fatah zwei Coups zu landen versucht. Zum einen behauptete sie, in der Westbank hätten ihre „Sicherheitskräfte“ Qassam-Raketen gefunden und konfisziert – ein Großangriff auf Israel wurde verhindert. Oder auch nicht: Die „Raketen“ waren einfache Rohre, mit denen Kinder „Hamas“ gespielt hatten!
Die zweite Lüge betrifft eine auf Tonband aufgezeichnete angebliche Ermordung einer 16-jährigen Palästinenserin im Gazastreifen. Der Mord fand in Wirklichkeit (aus demselben Grund: „Ehre“) im Irak statt.

Die Al-Aksa-Moschee ist mal wieder bedroht – die Kuwait News Agency berichtet, dass die ISECO (Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization) am Samstag eine weitere jüdische zionistische Untat verurteilte: Die Eröffnung eines Tempels durch jüdische Extremisten im westlichen Teil der heiligen Al-Aqsa-Moschee. Da werden ja auch massenhaft Juden, vor allem extremistische Juden, hin gelassen, nicht wahr?

Burkas für alle! Dann wissen wir wenigstens überhaupt nicht mehr, wer uns gegenüber steht. Und dann wird der Generalverdacht wenigstens auf alle ausgedehnt und nicht nur auf ganz strengte Muslimas: Ein mit einer Burka verkleideter Attentäter (männlich!) hat in Pakistan einen Terroranschlag verübt, bei dem 11 – 15 Menschen ermordet wurden. Es geht doch nichts über harmlose Pinguine.

Ach ja, der Bosnier mit dem Sprengstoff, Nägeln und islamischen Schriften im Rucksack, der in Wien verhaftet wurde, hat mit Sicherheit auch nichts mit der Religion des Friedens zu tun.

Dhimmi-Watch: Rauchen ist nie gleich rauchen. Und wer raucht, bestimmt nicht die Tätigkeit, sondern Verordnungen. Und so darf in Vancouver in muslimischen Läden/Cafes weiterhin (Wasserpfeife) geraucht werden, obwohl das überall sonst untersagt ist: In Geschäftsvierteln (selbst auf den Gehwegen), an Bushaltestellen und selbst in Taxen, die lediglich die Stadt passieren. Das nennt sich dann Gleichbehandlung – oder so.

Dhimmi-Alarmin Spanien: In Katalonien hat ein Gericht eine Schule in Girona dazu verdonnert eine verschleierte 7-jährige (!) aufzunehmen. Dem Mädchen reicht das Kopftuch nicht, sie hat es von ihrer marokkanischen Großmutter, bei der sie bisher lebte, anders gelernt. Das hat die Schule gefälligst zu respektieren.

Bentton ist die neueste Zionistische Bedrohung der islamischen Welt – zumindest im Iran. Warum die dann überhaupt dort Geschäfte haben dürfen, bleibt dabei schleierhaft.

Die von den USA angestrengte Friedenskonferenz im November ist thematisch noch nicht einmal ganz vorbereitet, da „warnt“ die Fatah schon davor, dass es hinterher schlimmer kommen könnte als nach dem von Arafat geschmissenen gescheiterten Camp David-Gipfel des Jahres 2000, sollten die Ziele der Palästinenser (also der Terroristen) nicht erreicht werden. Und diese Sicherstellung sollte schon vorher gegeben sein. Worüber dann noch verhandeln? Abgesehen davon: Wenn die Fatah jetzt schon ankündigt, dass sie den Terrorkampf verstärkt, wie wird die US-Regierung darauf antworten, wenn sie gefragt wird, warum sie die Terroristen bis an die Zähne bewaffnet? Damit, dass sie sagt, Abbas und Konsorten müssten wenigstens gut ausgestattet sein, wenn sie schon Juden morden wollen?

Die nächste Forderung, ohne dass überhaupt verhandelt wurde: Sechs Monate nach dem November-Gipfel soll der selbstständige palästinensische Staat gegründet werden. Hat ja auch immer nur mit Zeitspannen zu tun, nie mit Umständen oder Leistungen...

Der französische Chargé d’Affairs im Iran wurde (in Abwesenheit des Botschafters als dessen Stellvertreter) ins Außenministerium zitiert. Die Mullahs sind sauer wegen der neuen französischen Haltung gegenüber der Islamischen Republik. Da fallen enorme Mengen an Adjektiven an wie radikal, negativ, unrealistisch, unverantwortlich, diskriminierend - natürlich alle auf Frankreich angewandt, den Terrorchefs kann man so etwas nicht vorwerfen. Wenn die allerdings so aufgeregt und verärgert reagieren, dann ist da wohl gewaltig getroffen worden – die Franzosen dürften genau richtig liegen.

Erst waren sie in Marokko auf der Palme, dann in Ägypten – und jetzt flippen sie in Großbritannien aus, weil muslimische Händler Datteln aus Israel verkaufen. Im Ramadan ist das noch schlimmer als sonst. Aber wieso fiel den Empörungs-Experten das nicht früher auf?

Da müssen die Scheichs wohl einen Umweg machen, wenn sie in der Schweiz Ski fahren gehen – Zermatt ist gesperrt. Schließlich wird dort (künstlicher) Schnee mit einer israelischen Schneekanone gemacht. Da dürfen ordentliche Muslime und Araber gar nicht erst fahren!

Drei der selbst ernannten Weisen von New York haben erleben dürfen, wie wenig Anerkennung und Achtung ihnen an ganz bestimmten Stellen entgegen gebracht wird: Die Sudanesen verwehrten Jimmy Carter, Richard Branson und (Nelson Mandelas Frau) Graca Machel durften nicht zu Vertretern der Flüchtlinge aus Darfur. Statt dessen sollten solche später zu ihnen kommen. Aufgetaucht sind sie nie. So viel zum Einfluss der großen Leute.

5.10.07 21:42


Al-Quds-Tag feiern

Seit Imam Khomeini ihn 1979 anordnete, feiern – inzwischen nicht nur Schiiten – jedes Jahr am letzten Freitag des Ramadan den „Al-Quds-Tag“ (auf nicht-Dhimmi-Deutsch: Jerusalem-Tag; gestern war es wieder so weit), auf dem die „islamische Befreiung Jerusalems“ gefordert wird. Nicht unüblich ist dabei – zumindest in Teheran – die Forderung nach der „Vernichtung des zionistischen Staates“. In Berlin bringt dann auch schon mal ein Palästinenser seine kleine Tochter mit einem nachgemachten Sprengstoffgürtel mit zur Demo, damit auch klar wird, was mit diesen Demonstrationen erreicht werden soll.

Mit diesem Tag soll der muslimische Anspruch auf Jerusalem demonstriert und eingefordert werden. Lässt sich dieser Anspruch aus den islamischen Schriften und Künsten herleiten? Lässt er sich über islamische Schriften und Künste begründen? Einmal abgesehen davon, dass die Existenz der Al-Aqsa-Moschee der koranischen Erwähnung der „fernen Moschee“ deutlich „hinterher hinkt“, findet man Erstaunliches, wenn man untersucht, wann, wo und wie Jerusalem ins Interesse der islamischen Welt gerückt wird. Wenn die Stadt für die Muslime eine so entscheidende Bedeutung hat (Stichwort: drittheiligster Ort des Islam), dann muss doch reichlich Material zu finden sein, das diese Heiligkeit aufzeigt und verdeutlicht.

Zuerst fällt auf, dass Jerusalem unter muslimischer Herrschaft praktisch keinerlei Bedeutung zugemessen wurde – man ließ es verfallen, es war einer der rückständigsten Orte der Welt. Das gilt für die Zeit vor den Kreuzzügen, nach den Kreuzzügen bis zum britischen Mandat und selbst noch für die 19 Jahre jordanischer Herrschaft nach zwischen Unabhängigkeitskrieg und 6-Tage-Krieg.

Wenn also Jerusalem unter weltlicher muslimsicher Herrschaft so vernachlässigt wurde, dann muss es andere Möglichkeiten geben, die die Bedeutung der Stadt für den Islam aufzeigen. Solch wichtige Städte sind Wallfahrtsorte, dort siedeln sich Gläubige zuhauf an. Also muss es immer viele Muslime dort gegeben haben. Leider auch wieder ein Fehlschlag: 1910 bestand die Bevölkerung Jerusalems zu drei Vierteln aus Juden – und viele Bewohner waren es nicht, die Jerusalem damals hatte.

Gut, im praktischen Leben zeigt sich die Bedeutung Jerusalems für die Muslime nicht unbedingt – außer über den Aufstand, den sie machen, wenn andere die Stadt beherrschen. Wie wäre es dann auf der künstlerischen Ebene? Eine Stadt dieser Bedeutung müsste doch in der islamischen Kunst jede Menge zum Ausdruck gebracht worden sein. Eine Internetsuche ergab genau – NULL. Dafür kann man sich bei Elderofziyons drittem Teil zum Thema ein paar alte jüdische Darstellungen ansehen.

Machen wir weiter, vielleicht finden wir ja doch etwas. Gedichte! Die Araber sind doch große Poeten, berühmt für ihre Literatur! In dieser MUSS sich Jerusalem finden lassen, es ist doch von großer Bedeutung! Leider wieder dasselbe Ergebnis: NULL islamische Funde, dafür reichlich jüdische (einer wieder angeführt). Was ist das nur? Wie kommt es, dass eine so wichtige Stadt auch im islamischen kulturellen Leben nicht zu finden ist?

Noch ein Test: Archäologische Funde. Gibt es nicht arabisch-islamische Artefakte, die die Bedeutung der Stadt belegen? Gibt es Abbildungen von „Al-Quds“ auf Münzen? Münzen werden überall gefunden, die zeigen, was den Menschen und vor allem den Herrschern wichtig war. Wenn diese sich nicht selbst darauf abbilden ließen, dann wurden Orte geprägt. Das Ergebnis der Suche – man kann es sich schon denken: NULL. Es gibt Münzen mit arabischer Schrift und Jerusalem, aber das sind Münzen der Kreuzfahrerzeit, ausgegeben von den Christen, die das Land beherrschten! Jüdische Münzen mit Darstellung der heiligsten jüdischen Stadt sind – wie sollte es anders sein – kein Problem; ElderofZiyon zeigt eine aus der Zeit des Bar Kochba-Aufstandes.

Letzter Versuch: Wenn Jerusalem schon in nichts Weltlichem im Islam auftaucht, dann sollte das religiöse Leben doch wenigstens etwas zu bieten haben. Der Koran nicht, das wissen wir (spätestens aus dem Anfang dieses Textes). Aber dann vielleicht in Gebeten? Auch diese Suche hinterließ ein sehr, sehr leeres Blatt (bzw. Bildschirm). Im Gegensatz dazu – und das ist nur ein kleiner Ausschnitt – beten Juden dreimal täglich um Gottes Rückkehr nach Jerusalem und die baldige Wiedererrichtung des Thrones Davids in ihr; nach jedem Essen für den Wiederaufbau Jerusalems; und am Ende des Passah-Seders und am Ende der Gebete zu Yom Kippur: Nächstes Jahr in Jerusalem!

Angesichts dieser Erkenntnisse sollten vielleicht demnächst Juden und Christen den „Quds-Tag“ zum Anlass nehmen Jerusalem zu feiern. Angemessen zu feiern, nicht mit Gewaltaufrufen und Gewaltversprechen, sondern einfach nur als fröhliches Fest in der Freude, dass Gott sein Volk am Leben erhalten und ihm seine Heilige Stadt wieder gegeben hat. Und natürlich mit all den Liedern, Gebeten und Schriftstellen, die Jerusalem beinhalten – mit allem, was der Islam nicht zu bieten hat.

Nachtrag: „Auch am Al-Quds-Tag beten die Muslime Richtung Mekka, die auf dem Tempelberg eingeschlossen. Jerusalem wenden sie dabei den Hintern zu.“ (Claudio Casula in seinem Beitrag zum Al-Quds-Tag auf Spirit of Entebbe - mit dem bezeichnenden Titel „Mad Men Walking“!)

6.10.07 09:40


Zitate!

Die Muslime und ihre Gesellschaften sind fortschrittlicher und erhabener als der Westen und seine Gesellschaften... Ihre Zivilisation ist älter und hat ein perfekteres Wertesystem und Menschlichkeit. Die Tatsache, dass es viele gibt, die glauben, dass die westlichen Werte so sind – das ist eine Täuschung und falsch, denn die Muslime sind die Herren der Welt, ihre Führer und Lehrer, auch wenn der Westen das ablehnt.“
Dr. Hamza Dhib Mustafa, von Mahmud Abbas zum Mitglied des Obersten Fatwa-Rates ernannt, in Al-Quds, 28.08.2007

Das Kernproblem ist, dass unsere Leute, statt alles zu tun, um die Nation zu bauen, nur nach ‚Frieden’ gesucht haben.“
Batya Medad, Shilo Musings

Die Vorstellung einer Atombombe in den Hand von Apokalyptikern und Wahnsinnigen, macht Angst, weshalb die arabische Welt von Jidda bis Jordanien ihrerseits damit begonnen hat, sich um Atomwaffen Gedanken zu machen: Bezeichnenderweise lösten die Enthüllungen über das israelische Atomprogramm durch Mordechai Vanunu in 1986 bei keiner arabischen Macht derartige Aktivitäten aus.“
Matthias Küntzel am 29. September in Wien.

Taiwan wird von den Bush-Leuten offen bevorteilt, während China immer wieder mal von ihnen rhetorisch attackiert wird. Die Erklärung ist einfach: Die Taiwanesen müssen in den USA eine starke Lobby haben.
Hannes Stein (auf Englisch) auf der Achse des Guten in Erwiderung auf den „Israel-Lobby“-Unsinn von Walt&Mearsheimer.

Wie beeinflussen sie [die Israel-Lobby] die US-Politik, um sie dazu zu bringen die USA zum größten Waffenlieferanten zu machen für – Saudi-Arabien? Wie haben sie davon Nutzen?“
Stephen Colbert, konservativ-humoristischer amerikanischer Radio-Talkmaster, zu Herrn Mearsheimer über dessen aktuelles Buch Die Israel-Lobby.

Er [Lee Bollinger, Präsident der University of Columbia, die Mahmud Ahmadinedschad einlud] ist ein Mann mit vielen guten Absichten, der – wie andere Liberale – Politik in erster Linie über Absichten beurteilt. Und die Liberalen wissen, dass ihre Absichten ehrenhaft sind (deshalb geben sie selten zu, dass Konservative gute Menschen sein können). Aber Absichten spielen in der Ausführung von Politik eine geringe Rolle. Weisheit ist unendlich wichtiger. Und es gibt bei der Linken sehr wenig Weisheit.“
Dennis Prager, townhall.com, 02.10.2007

14 Jahre sind wirklich eine lange Zeit. Eine Bitte an alle Funktionäre: lesen Sie Ihre Publikationen und Reden von 1993 und dann treten Sie alle zurück. Oder haben Sie sich vielleicht verändert?“
Kommentar auf einen Propaganda-Artikel des „Abu Bakr“ Rieger in der Islamische Zeitung, in dem er Islamkritikern ein Verhalten vorwirft, dass er und seine Genossen selbst an den Tag legen – also die Wirklichkeit umkehrt. Zur Erinnerung: Rieger ist der Muslim-Vertreter, dessen antisemitischen Äußerungen zu seinem Rücktritt als Stellvertreten Vorsitzenden des Islamrats führten und möglicherweise die Einstellung der Islamischen Zeitung zur Folge haben könnten.

Nach dem Koran ist homosexuelle Betätigung unter Strafe verboten. Da der Koran jedoch kein Strafmaß nennt, bietet sich den islamischen Rechtsgelehrten ein weites Feld. Unterschiedliche Varianten der Scharia bieten unterschiedliche Strafmaße an, wodurch sich wieder einmal die Schönheit und bunte Vielfältigkeit des Islams zeigt. In Anlehnung an die Bestrafung von Ehebrecherinnen reicht die Palette von Steinigung, Auspeitschen, Aufhängen bis zum Eingraben.“
Kommentar von Yaab Buchner auf der Gegenstimme als Nachtrag zu einem Beitrag über zwei Homosexuelle, die in Saudi-Arabien zu je 7.000 Peitschenschlägen verurteilt wurden.

Übrigens: Auch am Al-Quds-Tag beten die Muslime Richtung Mekka, die auf dem Tempelberg eingeschlossen. Jerusalem wenden sie dabei den Hintern zu.“
Claudio Casula in seinem Beitrag zum Al-Quds-Tag auf Spirit of Entebbe - mit dem bezeichnenden Titel „Mad Men Walking“!

6.10.07 19:12


Israels Lobby verblasst neben dem bösartigen saudischen Einfluss

Youssef Ibrahin
The New York Sun, 25. September 2007

Es ist eine Weile her, seitdem ein Buch über amerikanische Juden so viel Streit hervorgerufen hat, wie „The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy“, in dem die Professoren John Mearsheimer von der University of Chicago und Stephen Walt von der Harvard University argumentieren, dass Amerikas Israel-Lobby „ungerechtfertigten“ Einfluss ausübt und andere Sichtweisen zum Nahen/Mittleren Osten abblockt.

In der lautstarken Debatte, die zwischen ihren vielen Kritikern und wenigen Verteidigern entstanden ist, ist die Frage unglücklicherweise auf das Offensichtliche verengt worden: wie mächtig die Lobby ist oder nicht und ob es angemessen ist das in diesen Begrifflichkeiten zu diskutieren. Völlig verloren gegangen ist eine Gelegenheit das Thema in einem breiteren Zusammenhang zu untersuchen.

Dass es in Amerika eine jüdische Lobby gibt, die sich mit dem Wohlergehen Israels beschäftigt, ist eine dumme Frage. Es ist schwachsinnig zu fragen, ob die sechs Millionen amerikanischen Juden sich um die sechs Millionen israelischen Juden sorgen sollten; insbesondere angesichts des Massakers an weiteren sechs Millionen Juden im Holocaust. Das ist elementar: Jedes Volk, das sich nicht um seine Leute kümmert, ist der Sorge nicht wert.

Was die Israel-Lobby tut, das machen in dieser Demokratie alle ethnischen Lobbys: die Griechen, Armenier, Letten, Iren, Kubaner und andere. Es ist eine natürliche Entwicklung des Schmelztiegels, der dieses Land zu dem macht, was es ist und uns hilft eine Brücke zu unserer jeweiligen Herkunft zu schlagen.

Was alle verpasst haben: all diese ethnischen Lobbys sind von unten aufgebaut worden. Es gibt lediglich eine einzige Ausnahme, eine unheilvolle Lobby, die von oben nach unten arbeitet: die amerikanische Lobby für Saudi-Arabien.

Vielleicht könnten jetzt einmal ein paar mehr Bücher einen Blick darauf werfen, wie solch eine riesige Lobby existieren kann, obwohl es – anders als bei den anderen Gemeinschaften, die ihre Lobby betreiben – es kaum saudische Amerikaner gibt. Und doch haben wir eine Lobby, die sich aus amerikanischen Geschäftsleuten, Öl-Magnaten und Akademikern – wie auch aus arabischen Amerikanern aus Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Libanon und andernorts – zusammensetzt und die alle geliehen, gekidnappt und – tatsächlich – bestochen worden sind, um die Lücke zu füllen.

Sicher, eine Hand voll Saudis vielleicht haben doppelte Staatsbürgerschaften, aber eine ernsthafte Lobby bilden sie nicht. Aber der auf dem Capitol Hill, im Pentagon und im Weißen Haus veranstaltete Lärm zu Gunsten des Wüstenkönigreichs kann ohrenbetäubend sein. Wenn Saudi-Arabien amerikanische Waffen haben will, bekommt Saudi Arabien die Waffen; wenn Saudi-Arabien wegen der bin Laden-Sippschaft meckert, die hier einen Tag, nachdem einer aus ihrer Verwandtschaft das World Trade Center am 11. September 2001 in Schutt und Asche legen ließ, fest saß, ließ Präsident Bush alle 50 gehen, ohne Fragen zu stellen. Was soll’s?

Die mächtige saudische Lobby wird aus konzentrischen Kreisen gebildet, die von der saudischen Botschaft in Washington ausgehen, die als Girokonto agiert. Die Dollars fließen an saudisch finanzierte Moscheen und theologische Unternehmungen, an Amerikas akademische Institutionen, die nach saudischen Dollars lechzen, an die amerikanische Öl- und Waffenindustrie und an bedürftige arabische Amerikaner. Ob diese Interessengemeinschaften irgendwelche familiären, sozialen oder Immigranten-Verbindungen nach Saudi-Arabien haben, ist völlig ohne Bedeutung. Auf diese Weise wird eine Lobby von oben nach unten aufgebaut.

Nehmen wir den Fall des Alwaleed bin Talal, den saudischen Prinzen, dessen 10 Millionen Dollar-Scheck für den Twin Towers Fund von Bürgermeister Giuliani zurück gab, als der Prinz die Anschläge vom 11. September mit der Veränderung amerikanischer Politik im Nahen/Mittleren Osten verknüpfte. Vor ein paar Jahren schmuggelte der Prinz seine Bucks zurück nach Amerika, indem er der Harvard University 20 Millionen Dollar gab.

Wozu das Geld? Um saudische Traditionen, die Beduinen-Gesellschaft oder die Wüsten-Gemeinden zu studieren? Nein. Wie beim Geschenk zur Auflage gemacht, war es einzig dafür gegeben worden den Islam zu studieren, islamische Gerichtsbarkeit und islamische Geschichte.

Vergessen Sie den Kultur übergreifenden Dialog oder das Studium saudischer Traditionen oder einfach einander kennen zu lernen. Es ist der Islam, insbesondere die saudische Marke des wahhabitischen Islam, der finanziert wird. Harvard-Offizielle sind viel zu klug, um das zu übersehen, aber hey, selbst bei der finanziellen Ausstattung von 33 Milliarden Dollar sind weitere 20 Millionen ganz brauchbar.

Anders als bei der israelischen, griechischen oder armenischen Lobby stellt die Agenda der saudischen Lobby eine reale und gegenwärtige Gefahr für Amerikas nationale Interessen dar, insbesondere, wenn wir uns daran erinnern, dass es Saudi-Arabien war, das 15 der 19 muslimischen fundamentalistischen Flugzeugentführer produzierte, nährte und förderte, die dieses Land am 11. September angriffen. Saudische Schulen lehren weiter denselben Grundlagenstoff – „Hass deinen Nächsten“ – und ihre Lobby will das Wort in die Welt tragen.

Aus meiner Sicht ist nichts falsch daran das Geld zu nehmen. Aber es ist kein Geschenk von amerikanischen Muslimen oder amerikanischen Arabern; und das erwartete quid pro quo könnte der Verkaufs der Seele Amerikas sein.

7.10.07 10:43


Wochenend-Schaschlik

Man könnte meinen, wann immer ehemalige US-Politgrößen (Ex-Präsidenten, Ex-Minister, Ex-Beamte) sich zu Israel oder dem Nahen Osten äußern, kommt nur Müll raus (das letzte Beispiel war die „Irak-Kommission“): In einer Art „ausgleichender Gerechtigkeit“ soll Israel (Ost-?)Jerusalem an die Palästinenser geben, das dann Hauptstadt beider Staaten sein soll und die palästinensischen „Flüchtlinge“ nur in den PA-Staat „zurückkehren“ können und deswegen von Israel, dem Palästinenserstaat und anderen entschädigt werden. Darüber hinaus haben sie die Vision weiterer Konferenzen, an denen dann auch die Hamas teilnehmen soll. Dabei sollen die arabischen „Verbündeten“ der USA auf die Hamas Druck ausüben, damit sie Israel anerkennt und den Terror einstellt – wofür diese Verbündeten dann auch erst einmal die Unterstützung des Terrors einstellen müssen (wie auch die antiisraelische und antijüdische Hetze). Ein bisschen viel auf einmal, was die Araber da alles erledigen müssen; vor allem, wenn man überlegt, wie der „Frieden“ zwischen Israel und Ägypten aussieht: Hetze allerorten in Ägypten und sie wird Jahr um Jahr schlimmer. Erfreuliche Aussichten – die Träume der sieben Herren sind ja so was von Realismus bestimmt...

Die DITIB wird einen Fehler der katholischen Kirche nicht wiederholen, sagte ihr Vorsitzender Sadi Arslan in einem Interview mit dem Kölner Express. Und dieser Fehler war der Verzicht auf Kontaktaufnahme mit anderen Religionen gewesen. So weit, wo gut. Allerdings beantwortete er damit die Frage, ob die DITIB in einem Vertrag auf den hörbaren Ruf des Muezzins verzichten würde. Mit anderen Worten: Der Ruf des Muezzin ist „Kontaktaufnahme mit anderen Religionen“. Ich werde also demnächst Kontakt zu Muslimen suchen, indem ich das apostolische Glaubensbekenntnis spreche – und das ist weniger dominanzansprüchlich als der Ruf des Muezzin, oder? Vielleicht sollte ich mir ein etwas kräftigeres Bekenntnis überlegen? Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn ich jeden Morgen mit Johannes 14, 6 als Begrüßung auf der Arbeit erscheine.

Der Europarat – d.h. seine parlamentarische Versammlung – widerspricht seinem Auftrag. Gerade erst ist folgender Beschluss gefasst worden, wie idea berichtet: „Die Schöpfungslehre darf nicht als gleichberechtigte Wissenschaftsdisziplin neben der Evolution behandelt werden.“ Wie verträgt sich das hiermit: „Der 1949 gegründete Rat will nach eigenen Angaben gemeinsame demokratische Prinzipien für ganz Europa entwickeln.“ Offensichtlich ist demokratische Meinungsbildung nicht gefragt. Abweichende Konzepte dürfen nicht sein, nicht einmal diskutiert werden. Mündige Bürger haben zu lernen was ihnen vorgeschrieben wird. Eigene Meinungsbildung? Nur im von oben erlaubten Rahmen, sonst ist es undemokratisch.

Syrien ärgert sich über Einflussverlust im Libanon. Es beliefert die pro-syrischen Kräfte mit Waffen. Es liefert der Hisbollah Waffen. Es droht seinen Gegnern im Libanon. Und dann werden eine ganze Reihe antisyrischer Politiker ermordet. Von wem? Natürlich von Israel! Von wem sonst? Schließlich hat keiner außer Israel Interesse an einem instabilen Libanon. Arabische Logik. Die glauben das vielleicht sogar selbst, wenn sie es sich oft genug erzählen.

Jetzt ist schon egal, wer und wo etwas malt – wenn man sich als Muslim nur genug drüber aufregen und Ungläubige umbringen kann: Eine von einem Muslim (!) in Bangladesh (!) gezeichnete Karikatur hat in Nigeria (!) für solche Empörung gesorgt, dass die Empörten mal eben los zogen und ein paar Christen abschlachteten, ihre Familien aus deren Häusern warfen und diese dann niederbrannten. Die tolerante Religion des Friedens in Aktion?!

Die Abschaffung der deutschen Kultur in Europa wird von den Deutschen selbst betrieben, wie es scheint: Das Pariser Goethe-Institut hat eine neue „Bibliothek“ erhalten, die aber nur noch etwa ein Drittel des Bestandes enthält – und auch gar nicht mehr Bibliothek heißt, sondern „Informationszentrum“. Und warum? Weil sich ein Architekt selbst verwirklichen musste (und durfte), statt der Sache zu dienen! So gesehen ist verständlich, dass grün beflaggte Agitatoren gar nicht mit Widerstand rechnen, wenn sie Vorrechte für ihre Religion einfordern – und sie bekommen ja auch immer wieder bestätigt, dass ihre Forderungen ankommen.

Sollten wir uns wirklich wundern, dass der türkische Regierungschef so böse ist, wenn Importbräute für Deutschland ein paar Wörter Deutsch lernen sollen, bevor sie zu ihren Ehemännern nach Deutschland kommen? Schließlich hat die Türkei eine ausgesprochen einseitige Sprach-Gesetzgebung: Seit 10 Jahren ist es in der Türkei verboten die aramäische Sprache zu lehren.

Entweder, Israel unterwirft sich schon vor der Friedenskonferenz und es gibt eine entsprechende Vereinbarung, bevor die Konferenz stattfindet, oder wir kommen gar nicht erst. Inhaltlich das, was „PA-Chef-Unterhändler“ Ahmed Qureia gerade zur anstehenden Nahost-Friedenskonferenz von sich gab. Alles klar, der Frieden ist gesichert.

Und auch Syrien verbreitet weiter Friedensbotschaften: Zu den Feiern des „Befreiungskrieges“ von 1973 (da haben die Syrer ja mächtig gewonnen, weil die Israelis von der UNO und dem Westen kurz vor Bagdad gestoppt wurden) verkündet die offizielle Zeitung von Präsident Bashar Assad, dass Syrien nicht zögern wird einen Krieg mit Israel anzufangen, um die Kontrolle über die Golanhöhen zurückzugewinnen. Die Juden sind die Kriegstreiber – Sieg heil!

Demokratie à la Ehud Olmert: Jede Vereinbarung, die mit den Palästinensern während der Winter-Sitzungsperiode der Knesset erzeilt wird, braucht nicht die Zustimmung des Plenums. Weiter geht’s: Der Premierminister sagte, die Regierung müsse auf eine Veränderung des Regierungssystems hin arbeiten und eine Verfassung entwerfen, „um das politische System zu stabilisieren“. Soll wohl heißen: Was kümmert mich ein Parlament, wenn ich ohne es regieren kann...

Die Hamas behauptet, Mitglieder der „Volkswiderstandskomitees“ hätten eine Katjuscha-Rakete, begleitet von Mörsergranaten, auf das „seit 1948 besetzte Netivot in der Region Naqab“ abgeschossen. Was wohl die Terror-Freunde in Europa dazu sagen, dass die Waffenstillstandslinien von 1948/49 von den „Freiheitskämpfern“ nicht anerkannt werden, sondern das „ganze historische Palästina“ als besetzt gilt?
(Inzwischen meldet Ha’aretz eine Bestätigung der Polizei, dass der Angriff statt gefunden hat.)

Saudi-Arabien hat jetzt eine Internetseite aufgebaut, auf der „authentische“ Fatwas aufgelistet sind. Damit will man verhindern, dass die muslimische Jugend durch „oberflächliche Fatwas radikaler Gruppen“ auf falsche Wege gebracht werden. Wer wissen will, was nach saudischer Lehre authentische Fatwas sind: http://www.alifta.com/. Die Saudis betonen übrigens die Notwendigkeit der Zusammenstellung religiöser Erlasse, um die Muslime zu vereinigen. Ob das klappt ist zweifelhaft, weil es genügend Muslime und muslimische Autoritäten geben wird, die sich an die saudische Bevormundung nicht halten werden.

7.10.07 20:41


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