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Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

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Erfolgsstrategie verlorene Klagen

Die fliegenden Imame klagen. Gegen US Airways. Mit Hilfe eines New Yorker Anwalts, der gleichzeitig dortiger Orts-Vorsitzender von CAIR ist. Das heißt, dass da eine Menge Geld hinter steckt, das die Organisation zur Verfügung hat, um den Gang durch die juristischen Institutionen anzutreten – weil CAIR die Kosten übernimmt.

Bei der Fluggesellschaft dürfte es ebenfalls so sein, das genug anwaltliche Muskelmasse und Kontoinhalte vorhanden sind. Aber die ist offenbar nicht unbedingt das Ziel dieser Klage. Denn es wird nicht nur die Airline verklagt. Die Klageschrift nennt gleichzeitig einige „John Does“ als Beklagte, also nicht weiter benannte Personen, die noch einzufügen sind. Und diese „Leerplätze“ sollen durch Namen der Passagiere gefüllt werden, die die Besatzung des Flugzeugs auf das verdächtige Verhalten der sechs „Diskriminierungsopfer“ aufmerksam machten.

Diese Passagiere sind einfache Bürger, Otto Normalverbraucher, die nicht den Geldsack Zuhause stehen haben, mit dem sie solchen Klagen begegnen können. So schwachsinnig die Klage ist und so wenig Erfolg sie haben wird, diese Leute müssen erst einmal die Kosten für die Abwehr der Klage aufbringen. Und das kann teuer werden (nicht nur in den USA, auch hier bei uns). Außerdem bedeutet ein solcher Prozess Unannehmlichkeiten. Man muss vor Gericht auftauchen, das heißt ggf. eine Reise auf sich und Verdienstausfall in Kauf nehmen.

Und so kann man davon ausgehen, dass CAIR eigentlich ein anderes Ziel hat als diesen Prozess zu gewinnen. Sie können davon ausgehen, dass viele Menschen davor zurückscheuen, diese Unannehmlichkeiten einzugehen. Dass sie es sich sparen werden, auf auffälliges Verhalten aufmerksam zu machen, weil sie damit rechnen müssen einen Prozess angehängt zu bekommen. Einschüchterung nennt man das wohl. Daniel Pipes nennt es „Gegner durch Gerichtsprozesse zum Schweigen bringen“. Das ist eine Methode, die die Organisation schon mehrfach angewandt hat und von der sie sich auch Erfolg versprechen kann.

Die Ansätze zu ähnlichem Verhalten gibt es bei uns auch, siehe die „bedruckte Klorolle“ (das auch noch vor Gericht Erfolg hatte). Man ist beleidigt, klagt – und ob man gewinnt oder verliert, hat man Wirkung erzielt. Fragt sich, wo sie mehr Erfolg haben werden – in den USA oder hier? Nicht vor Gericht, in der Psyche der Normalbürger.

16.3.07 21:26
 



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