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Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
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Akademische Mords-Freiheit

Als vor ein paar Monaten ein durchgeknallter Student in den USA massenmordend durch einen Gebäudekomplex seiner Universität zog, „wussten“ wir genauestens Bescheid. Jede Kleinigkeit (vor allem die, die ins antiamerikanische Klischee passten) wurden mehr als ausgebreitet. Und dazu holte man dann alles weitere Fälle von Amokläufen und Mordversuchen in Schulen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen heraus, um zu zeigen, wie waffenstarrend und mörderisch man in den USA ist. (Interessanterweise sind islamisch motivierte Gewalttaten dabei nicht genannt worden!)

Ganz anders, wenn es an gewissen anderen Universitäten „knallt“ – sagen wir in einer oder zwei palästinensischen. Vor Kurzem wurde die Bir Zeit-Universität für’s Erste dicht gemacht, weil dort Fatah- und Hamas-Anhänger auf einander schossen. Jetzt folgt die An-Naja-Universität in Nablus. In unseren Medien findet man dazu nichts. Wahrscheinlich, weil es keine Toten gegeben hat. Schließlich ist eine Meldung von Schießereien und Mordversuchen auf dem Campus nur erwähnenswert, wenn ein Massaker vorliegt und nicht nur (egal wie viele) Verletzte. Oder liegt es daran, dass da nicht nur einseitig geballert wurde, sondern zwei „Parteien“ sich gegenseitig umzubringen versuchten? Vielleicht liegt der Grund ja auch darin, dass der Campus ein palästinensischer ist und kein amerikanischer?

Fakt ist: Wenn in palästinensischen Universitäten Studenten mit Schusswaffen, Stühlen, Messern, Schwertern und wer weiß was sonst noch auf einander losgehen, dann haben unsere Medien nichts dazu zu sagen, es wird nicht einmal berichtet. Es ist uninteressant. Vermutlich, weil man damit weder den Amerikanern noch den Israelis etwas am Zeug flicken kann. Sobald es aber die Möglichkeit gibt, dass die Ursachen und die Schuld für solches Verhalten nicht bei den Palästinensern gefunden werden kann (egal, wie weit her geholt das sein würde), hätten wir Schlagzeilen. Morden sie sich gegenseitig, ohne dass damit ein Machtwechsel herbei geführt wird – ist es uninteressant, reine Spielerei, nicht von Bedeutung. Das ist dann die akademische Freiheit der MSM: Die einen sind frei ihre Schießereien auszutragen, die anderen sind frei sich für Irre zur Verantwortung ziehen und Häme über sich ergehen zu lassen. Hauptsache das Bild von den mörderischen Amis und Israelis und den verzweifelten und nur Frieden suchenden Palästinensern stimmt.

25.7.07 20:57
 



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