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’In zwei verschiedenen Galaxien’

In deutschen Schulen herrscht Lehrermangel. Besonders im Grundschulbereich, trotz vorhandener arbeitsloser Lehrer! Eine interessante und leider sehr wahre Beschreibung der Lage findet sich aktuell bei SPIEGEL online:

Eine Germanistin ohne Didaktik-Kenntnisse und jegliche Ausbildung für’s Lehramt beschreibt unter dem Titel Der ganz normale Wahnsinn ihre Erfahrungen als Aushilfs-Grundschullehrerin: Die Zusammensetzung der Klasse (teilweise mit Behinderung und psychologischen Problemen). Ihr Fazit nach der ersten Anstellung für vier Wochen: Die vier Wochen vergehen wie im Flug. Ich lerne viel. Zum Beispiel, dass ich keinen blassen Schimmer hatte, auf was ich mich da einlasse. Dass dieser Beruf ein hartes Brot ist. Und dass sich Schulverwaltung und Schulpraxis in zwei verschiedenen Galaxien bewegen.

Davon können reichlich Lieder gesungen werden. Vor allem auch im Zusammenhang mit dieser Meldung nebenher im Kasten links: Schulen in Nordrhein- Westfalen suchen zum Beispiel derzeit 320 Lehrer- Aushilfen - dem stehen 3600 ausgebildete Grundschullehrer ohne Anstellung gegenüber, die aber oft kein Interesse an Kurzzeiteinsätzen, wenigen Wochenstunden oder weiten Anfahrten haben.

Da gibt es „herrliche“ Geschichten zu erzählen. Ich kenne eine Schule, die hat vor den Sommerferien Bewerbungen entgegen genommen und einen Kandidaten für die vakante Stelle gehabt. Der wollte allerdings lieber eine volle Stelle (28 Unterrichtsstunden die Woche). Von Seiten der Schulverwaltung hieß es: geht nicht, mehr als 20 Stunden ist nicht drin. Daraufhin sagte der Kandidat ab. (Was man ihm vielleicht auch ankreiden kann – außer er hat ein weiteres Angebot für eine volle Stelle an der Hand.) Am Ende der Sommerferien führte die Schulleitung wieder Bewerbungsgespräche, weil immer noch niemand für die zu belegenden Stunden eingestellt werden sollte/musste. Nur sollte jetzt eine 28-Stunden-Kraft eingestellt werden – 20 Stunden in der Schule und 8 Stunden Vertretungsreserve! Die Stelle bekam jemand wie Frau Furthkamp aus dem SPIEGEL-Artikel: Magisterstudium abgeschlossen, keine Ausbildung zur Lehrerin, nicht einmal Pädagogik- oder Didaktik-Seminare. Sie wird in’s kalte Wasser geworfen, wenn auch nur auf Zeit. Will sie längerfristig im Schuldienst arbeiten, dann muss sie die zweite Phase der Lehrerausbildung (Referendariat oder Lehramtsanwärterdienst) nachholen. Aber haben die in der Schulverwaltung wirklich NACHgedacht, was sie da machen?

Interessant aber auch Frau Furthkamps Beobachtungen zur integrierten Eingangsphase. Da trifft die brutale Wirklichkeit samt gesundem Menschenverstand auf pädagogische Spielwiesen-Theorie/Praxisvorstellungen. Die jahrgangsübergreifende Eingangsphase wurde so mancher Schule auf’s Auge gedrückt. Eine mir bekannte Schule musste sich praktisch über Nacht entscheiden, ob sie sie einführen wollte, um so wenigstens ein einzelnes erstes Schuljahr mit deutlich über dreißig Kindern zu vermeiden – aus der Schulaufsicht kam die unmissverständliche Botschaft, dass es erst bei mehr als 35 Schülern zwei Klassen geben würde – sozialer Brennpunkt und schwierige Klientel hin oder her. Dass die Kinder wie die Sardinen in der Klasse hocken, spielt auch keine Rolle. Und wenn dann der obligatorische „Besuch vom Schulrat“ (gibt es wieder!) statt findet und die Lehrerin die Schüler in den von den Lehrplänen geforderten offenen (weil individuellen) Unterrichtsformen arbeiten zu lassen, kommt noch der Kommentar, das sei ja wohl nicht angebracht, weil nicht genügend Platz dafür vorhanden sei.

Frau Furthkamp schließt ihren Artikel mit zwei Absätzen, die hoffentlich Kreise ziehen. Es kann gar nicht genug Leute geben, die sich das zu Herzen nehmen und anfange Druck zu machen:

Ich bin wütend auf Schulamt und Ministerium, weil sie Leute wie mich an Brennpunktschulen schicken. Ohne pädagogische Grundlagen, das ist kaum zu verantworten. Für richtige Lehrer ist kein Geld da? Wie kurzfristig kann man denken?

Ich habe vor Ort gesehen, was die Debatte um die sogenannte neue Unterschicht, um Kinderarmut, um Verwahrlosung der Kinder deutlich macht: Hier muss investiert werden. Denn diese Kinder haben sonst keine Chance.

Und nicht nur diese. Schule in Deutschland ist heutzutage oft nur noch reine Krisenverwaltung. Eltern müssen an die Kandare genommen und zur Erziehung ihrer Kinder befähigt werden; Kinder müssen Familie haben und erleben; Lehrer müssen sich auf ihren eigentlichen Job konzentrieren können. Bisher wurde immer nur am System Schule herumgedoktert – das System, das krankt, ist nicht das dreigliedrige Schulsystem – bei einem eingliedrigen, wie es der SPD neuerdings wieder mal vorschwebt, liefe es auch nicht anders. Ideologische Schulreformen sollten wir uns sparen. Die sozialen und pädagogischen Probleme müssen angegangen werden. Dazu muss der Staat Geld ausgeben, in die Zukunft der Gesellschaft investieren. Allerdings muss das sinnvoll geschehen.

Und was die neuen Konzepte angeht, von denen wir in den letzten Jahren überschwemmt worden sind: Die meisten davon – jedenfalls die, die auf ministerielle Anordnung in den Schulen ankamen – waren Augenwischerei, weil sie zwar als pädagogische Weiterentwicklungen verkündet wurden, aber nur versteckte Sparmaßnahmen waren. Wenn Schule die gewünschten Ergebnisse bringen soll, dann muss das Umfeld bearbeitet werden. So „einfach“ ist das in den meisten Fällen!

29.8.07 19:03
 



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