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Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

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Mal wieder die falsche Front

Ach, was könnten die Halal-Hippies und die Multikulti-Soldateska mit der McDonalds-Filiale in Kreuzberg für sich werben! Die neu eröffnete Filiale wird von einer Türkin arabischer Abstammung, die im Kiez geboren ist, dort aufwuchs und sich von der einfachen Auszubildenden im McDonalds-Konzern zur Filialleiterin hoch gearbeitet hat. Gäbe es ein besseres Beispiel für eine integrierte Frau mit Migrationshintergrund?

Aber das spielt auf einmal alles keine Rolle. McDonalds ist der Feind, McDonalds muss verhindert werden, Döner ist immer besser, selbst mit Gammelfleisch. Macht nichts, dass der Konzern alle Behauptungen über Umweltvernichtung mit Fakten zu widerlegen versucht, Herr Ströbele verlangt, dass die Vernichter des Regenwaldes keine Chance bekommen. Macht nichts, dass McDonalds-Produkte in Verbrauchertests immer wieder weit vorne in der Qualitäts-Bewertung stehen. Was „billig“ ist (ich finde McDonalds nicht wirklich preisgünstig), muss schlecht sein. Jedenfalls, wenn ein US-Konzern dahinter steht, denn es gilt nicht für jeden. Die Billig-Döner dagegen sind Kult und gut. Egal, wie alt oder wie viel Hackfleisch drin ist.

Und so muss der „Widerstand“ gegen die Filiale in Kreuzberg weiter gehen. Man hat ja sonst keine Probleme – schon gar nicht mit Jugendbanden, Gewalt an Schulen und wer weiß was noch. Statt die wirklichen Probleme anzugehen, stürzt man sich auf Schein-Schwierigkeiten, auf ideologische Ziele, nicht auf irgendetwas, das tatsächlich für Unfrieden sorgt.

Wie schön muss es sein, wenn man sonst keine Probleme hat! Oder sich das zumindest einbildet. Aber was tut man nicht alles, wenn man für echte Probleme keinen Sinn oder keine Lösungen findet? Da muss man halt ablenken und sich auf Dinge konzentrieren, die man zwar auch nicht ändern kann, an denen man sich aber wenigstens ideologisch profiliert. Es müssen halt Prioritäten gesetzt werden; und dann passt eine erfolgreiche Migrantenhintergründlerin dann eben doch nicht ins Bild. Statt dessen müssen Feindbilder kräftig gepflegt werden.

16.9.07 14:17
 



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