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25% verkappte Nazis?

Oder zumindest Unbelehrbare? Ahnungslose in Sachen Geschichte? In Gefahr NPD zu wählen?

Im Moment geistert eine Umfrage im Auftrag des stern sogar durch internationale Medien: 25% der Deutschen finden, der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten.

Abgesehen von der Pauschalität der Fragestellung (und damit auch der Ja/Nein-Antwortmöglichkeit) ist diese Frage eigentlich müßig. Welcher Totalitarismus hatte nichts Gutes? Ohne jegliche guten Seiten oder Merkmale hätte weder der Nationalsozialismus, noch der Kommunismus, Titoismus, Maoismus, Fidelismus, Peronismus, „Pinochetismus“, Faschismus der Sorten Mussolini/Franco) oder die Totalitarismen der afrikanischen Tyrannen, selbst die Apartheid nicht funktionieren können. Sie hätten schlichtweg keine Anhänger gefunden, die sich für sie aufopfern und sie durchsetzten.

Natürlich muss man auch den Nationalsozialismus, das „Dritte Reich“ von seinem Ende her sehen, wie Stern-Chefredakteur Andreas Petzold schreibt. Denn natürlich waren die Errungenschaften der Nazis auf undemokratische bis unmenschliche Ziele ausgerichtet. Aber müssen wir deshalb hin gehen und möglicherweise positive Dinge ablehnen? Das wird ohnehin so nicht gemacht (siehe Autobahnen, 1. Mai als gesetzlicher Feiertag, gesetzliche Krankenversicherung für Rentner - oder auch die Olympia-Fackel quer durch den Kontinent zu tragen), zumindest in einem Punkt wird sogar die Argumentation der Nazis übernommen (Schulpflicht mit Ablehnung und Verbot von Hausunterricht)! Konsequent müsste die Argumentation Petzolds dazu führen, dass wir eben auch keine Autobahnen haben wollen, weil Hitler sie zwar nicht erfunden, aber doch gebaut hat und zwar als militärstrategische Maßnahme zur Eroberung Europas. Das geht doch nicht.

Aber wir neigen in Deutschland nur allzu gerne dazu, die positiven Dinge, die in die eigene ideologische Konzeptionierung passen still schweigend zu übernehmen, als eigenes zu deklarieren und die dazugehörige Nazi-Vergangenheit zu verdrängen. Andere Bereiche werden pauschal in den Müll gekippt. Die Kunst zum Beispiel. Müssen wir, weil die Nazis bestimmte Kunstformen als „entartet“ bezeichnet haben, heute alles ablehnen, was als „Nazi-Kunst“ definiert wird? Müssten wir dann nicht hingehen und zum Beispiel die Statuen von Römern und Griechen auch ablehnen, weil sie denen der Nazis gleichen? Oder müssen wir sie zwar als wertvoll und historisch behandeln, aber ihre Ästhetik nicht mögen, weil die Nazis auch haufenweise solche Art von Statuen in die Welt gestellt haben?

Das Problem ist doch, dass offensichtlich nicht mit der Nazi-Vergangenheit umgegangen werden darf, wenn man nicht ganz bestimmte ideologische Kriterien erfüllt, die sauber gewaschen werden, ob sie nun sauber sind oder nicht. Die links sind, aber auf keinen Fall konservativ. Wer von Werten redet, die den 68-ern und ihren Nachfolgern nicht in den Kram passen, bekommt die Nazi-Keule in die Fresse. Familie mit der Mutter Zuhause und „am Herd“ – das ist ein rotes Tuch. Eine Frau, die das für sich so entscheidet, gilt schon per se als rückständig und unemanzipiert. Kommt eine daher und propagiert das auch noch als gut, dann steht sie jenseits allen Akzeptierbaren: rechts, braun, Nazi. Eine emanzipierte Frau, die sich in den Dienst ihrer Familie stellt, ist nach dieser Diktion ein Widerspruch. Warum eigentlich? Warum darf eine Frau nur als emanzipiert (und damit gut) gelten, wenn sie einer bezahlten Arbeit nachgeht? Kann einer Frau nur dann keine Nazi-Nähe nachgesagt werden, wenn sie keine „Nur-Hausfrau“ ist und die sonstigen Kriterien für Fortschritt erfüllt, die Alice Schwarzer und Renate Künast oder Claudia Roth vorgeben?

“Autobahn geht halt nicht“, konstatierte Kerner. Warum nicht? Weil selbst die Hardcore-Umweltschützer sie nicht ganz abschaffen, sondern nur Neubauten verhindern und die Höchstgeschwindigkeit drastisch beschränken wollen?

Noch einmal zurück zu Chefredakteur Petzold und der Betrachtung des Dritten Reichs vom Ende her: Konsequent geht er hin und will, dass abgelehnt wird, was den nicht akzeptablen Zielen Hitlers diente. Unabhängig davon, ob die Wertschätzung oder Wirkung an sich gut war oder nicht. Der Missbrauch und die Zweckentfremdung einer Wertvorstellung oder eines Verhaltens ist nicht Teil dieses Wertes oder Verhaltens, sondern die andere Seite der Medaille, eben die schlechte, abzulehnende. Wer das Kind mit dem Bad ausschüttet, muss sich nicht wundern, wenn die Wanne dann ganz leer ist.

Was den Nationalsozialismus (oder auch jegliche andere Diktatur) angeht, so ist innerhalb desselben der (ggf. positive) Wert bzw. das (ggf. positive) Handeln nicht getrennt zu betrachten. Aber eben für diese Zeit. Danach muss ein Wert oder ein Handeln wieder losgelöst von den Nazis bewertet werden. Und da ist eben die Autobahn ein hervorragender Verkehrsweg, Statuen im Stil der Griechen und Römer eben auch ästhetisch ansprechend, „entartete“ Kunst gefällt genauso wie andere und die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit bleibt abzulehnen, ganz zu schweigen von ihrer industriell organisierten Vernichtung. Und positive familiäre Werte sind positive familiäre Werte, gerade ohne den Missbrauch durch die Nazis (oder die Kommunisten oder sonst wen), die hochzuhalten kein Ausdruck einer braunen Gesinnung ist. So gerne die Familienvernichtungs-Gesinnten es dazu machen wollen. Ansonsten sollten die Meinungs-Terroristen wenigstens konsequent sein und das Verbot auf alles aussprechen, was die Nazis gemacht haben: Autobahnen abschaffen, den 1. Mai nicht mehr als Feiertag, Sütterlin und Fraktur statt lateinischer Buchstaben, Krankenkasse für Rentner usw. Vielleicht würde dann auch Hausunterricht in Deutschland wieder erlaubt – aber das ginge dann wohl doch zu weit; die Kinder und Jugend muss unter staatlich kontrollierte Bildungserziehung gestellt werden, sonst könnten Eltern ja machen, was sie wollen. (Ob der Gesinnungspolizei die Nähe zwischen Nazis und Kommunisten gerade in solchen Bereichen jemals auffallen wird? Und ob sie dann hin gehen und die links laufenden Praktiken, Meinungen, Gesinnungen auch endlich einmal angehen?)

Das hysterische „Aufklären“ darüber, dass 25% der Deutschen (zum Glück vorwiegend bei den alten, die nichts gelernt haben) den Nazis etwas Gutes abgewinnen können, zeigt nur, wie undifferenziert und platt hier gedacht und agiert wird; wie sehr hier ideologische Zielsetzung ins Spiel kommt, die mehr auf Diffamierung politisch und gesellschaftlich anders Denkender setzt als auf offene Diskussion unterschiedlicher Standpunkte, damit sich jeder ein eigenes Bild machen und eine eigene Meinung bilden kann.

Die Feststellung, dass in „bildungsferneren“ Schichten die Meinung weiter verbreitet ist, dass die Nazizeit auch gute Seiten hatte, wird dazu genommen die Frage zu stellen, „wie ahnungslos man sein“ darf. Das kann auch umgedreht werden: Es zeigt, wie sehr die weniger bildungsfernen Bevölkerungsteile die politisch korrekten, aber durchaus nicht unbedingt historisch oder auch gesellschaftspolitisch richtigen Sichtweisen verinnerlicht (bekommen) haben. Ob Herr Petzold darüber auch einmal nachdenkt?

Der schweizerische Blog Winkelried.info hat diesbezüglich einen kurzen und prägnanten Absatz geschrieben, den sich unsere Empörungsindustrie einmal zu Herzen nehmen sollte: Das Ersetzen einer Lüge durch eine andere ist letztlich gefährlicher als das Vergessen. Die Deutschen müssen nun lernen, mit positiven und negativen Aspekten des Nationalsozialismus zu leben. Es ist im Interesse aller in Europa, den Deutschen diese Freiheit zuzugestehen, selbst dann, wenn die eigenen Erfahrungen anders sind.

Nachtrag: Auch Michael Holmes von der Achse des Guten ist der Meinung, dass Herr Petzold Unsinn verzapft.

21.10.07 14:09
 



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