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Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Nicht nur Desmond Tutus Märchenstunden

Es gibt in dieser Zeit eine Neuauflage unrühmlicher „innerer“ Kämpfe im Lager der Unterstützer Israels und Islamkritischer Organisationen. In Europa versuchen SIOE und andere sich von vermeintlichen Neonazis zu distanzieren; Little Green Footballs versucht mit aus dem linken Lager kommenden (teilweise klaren Falsch-)Informationen das Brussels Journal in die Naziecke zu drängen. Und in den USA bekriegen sich die Anti-Defamation League und die Zionist Organization of America.

Wie schädlich das ist, versucht Jonathan Tobin in einer Kolumne darzustellen, die sich mit einer Streit der beiden Organisationen über die Einschätzung des südafrikanischen anglikanischen Bischofs Desmond Tutu beschäftigt, der seit Jahren Israel beschimpft und die übelsten Verleumdungen gegen den Staat ausstößt – aber nicht nur dabei bleibt.

Die Frage ist, ob man sich um solche Idioten scheren oder einen Dreck scheren sollte. Tobin sagt ganz klar, dass es wichtig ist, sich darum zu kümmern, weil sie diejenigen sind, die das Klima bestimmen, in dem über Israel und das Judentum gesprochen wird.


Tanzen mit Desmond

Wer kümmert sich schon um die falschen Vorwürfe eines südafrikanischen Geistlichen? Sollten wir vielleicht alle!
Jonathan Tobin, Jewish World Review, 12. November 2007

Im Verlauf dieses Monats sollen Repräsentanten der Regierung Israels an einem neuen Friedensgipfel in Annapolis (Maryland) teilnehmen, der von der Bush-Administration die Schirmherrschaft übernommen hat.

Außenministerin Condoleezza Rice hat das Ziel einen palästinensischen Staat zu schaffen, bevor die Amtszeit ihres Bosses im Januar 2009 zu Ende geht. Um nicht als Verhinderer dieses Zieles da zu stehen, hat Premierminister Ehud Olmert die Konferenz enthusiastisch begrüßt. Angesichts der Tatsache, dass die Geschichte der Nahost-„Friedens“-Gipfel zeigt, dass solche Sitzungen im Konklave genauso wahrscheinlich die Gewalt erhöhen, wie sie Versöhnung hervor bringen, steht für die Zukunft Israels in Annapolis enorm viel auf dem Spiel.

Kann es in diesem dramatischen Kontext etwas unlogischeres geben als Streit unter amerikanisch-jüdischen Gruppen darüber, was an den Antworten an Israels Feinde richtig und falsch ist?

Dem ersten Anschein nach ist die Antwort auf diese Frage ein klares „Nein“.

Letzten Monat führten die Anti-Defamation League und die Zionist Organization of America zum wer weiß wievielten Mal ein Wie du mir so ich dir Abstauben des Zweikampfs der Zitate zwischen ihren jeweiligen Anführern Abraham Foxman und Morton Klein. Ihr Disput konzentrierte sich darauf, ob es für Juden eine gute Idee war, sich gegen eine Einladung des südafrikanischen Geistlichen Desmond Tutu zu wenden, der an der University of St. Thomas in St. Paul (Minnesota) sprechen sollte. Tutu wurde eingeladen und dann wieder ausgeladen, nachdem einige örtliche Juden mit Zitaten aus der Recherche der ZOA zum anglikanischen Erzbischof protestierten. Dann, nachdem die ADL sich gegen den Protest ausgesprochen hatte, wurde Tutu wieder eingeladen.

Der Angelpunkt der Diskussion war, ob eine Presseerklärung der ZOA, die sich auf Tutus Geschichte antiisraelische Äußerungen konzentrierte, genau war. Ein Bericht der Jewish Telegraphic Agency (JTA) besagte, dass das vernichtendste, von der ZOA aufgenommene Zitat aus einer in Boston gehaltenen Rede von 2002 eine ungenaue Zusammenfassung statt eines behaupteten direkten Zitats sei. Aber eine darauf folgende Veröffentlichung seitens der ZOA mit weiteren Zitaten Tutus ließ es so aussehen, dass die Substanz ihres ursprünglichen Schreibens tatsächlich korrekt sein könnte.

Am Ende war ein Kommentar Kleins gegenüber einem JTA-Reporter, der es so aussehen ließ, als ob es Klein die Genauigkeit seiner Recherche gleichgültig sei, so lange die beabsichtigten Ziele die Bösen sind, der schlimmste Fehler, den die ZOA machte. Das sorgte dafür, dass Klein schlechte Presse bekam, ließ mich aber mit der Frage zurück, warum irgendjemand sich um irgendetwas kümmern sollte, das der 76-jährige Tutu sagt, schon gar in einer Schule in Minnesota, von der ich (und wahrscheinlich die meisten von Ihnen) bis dato niemand je gehört hat. Tutu mag den Friedensnobelpreis erhalten haben, aber außer dieser zweifelhaften Ehre (die ihn in eine entschieden gemischte Gesellschaft bringt): Was hat Tutu in den letzten 20 Jahren getan außer Reden zu halten?

Sicher ist er nicht all dieses Gezänk wert, außer als Entschuldigung dafür die sinnlose Fehde zwischen den Führern der größeren und einflussreicheren ADL und der weit kleineren ZOA immer wieder fortzuführen.

Aber ein paar Wochen danach kehrte Tutu zu der Rede zurück, die die ZOA angeblich falsch dargestellt hatte und sagte – mehr oder weniger – genau das alles noch einmal. Der Boston Globe berichtete, dass Tutu am 27. Oktober auf einer Konferenz sprach, die von den Friends of Sabeel, einer virulent antizionistischen, linken Gruppe christlicher Palästinenser gesponsert wurde und in Bostons historischer Old South Church statt fand. Diejenigen, die den Berichten über die Rede nicht glauben mögen, können direkt zu ihrer Verschriftlichung gehen: www.boston.com/news/daily/29/102907speechtext.pdf

Wie in der Vergangenheit behauptete Tutu als Freund der Juden und „geistiger Nachfahre“ des Judentums zu sprechen. Aber sein Reden zielte auf die Delegitimierung des jüdischen Staates. Er behauptete fälschlich, dass dessen Anstrengungen sich gegen den palästinensischen Terror und den fortgesetzten Vernichtungskrieg seitens der arabischen und muslimischen Welt (Themen, die er für der Erwähnung unwürdig befindet) zu verteidigen, dasselbe oder schlimmer sind als die Apartheid, gegen die er in Südafrika kämpfte.

Aber Tutu ging noch weiter und berief sich gegen die Juden auf die Bibel und die jüdische Geschichte: „Erinnert euch, was euch in Ägypten und vor gar nicht langer Zeit in Deutschland geschah – erinnert euch und handelt danach.“ Sich auf den Auszug aus Ägypten wie auf den Holocaust zu berufend, predigte der Südafrikaner, dass der Gott Israels die Juden wegen der ihnen vorgeworfenen Übertretungen gegen die Palästinenser verurteilen und bestrafen werde.

„Eines Tages fallt ihr in euch zusammen“, donnterte Tutu.

Haarspalter sind eingeladen darüber zu diskutieren, ob das Antisemitismus ist oder lediglich eine weniger schwer wiegende Variante von Hassrede. Interessant war die Tatsache, dass er über die angeblichen Sünden der „Juden“ sprach statt die des Staates Israel. Und da seine Sabeel-Gastgeber wiederholt in ihrem Reden gegen Israel den Gottesmord-Mythos über die Mörder Christi angeführt haben, fällt es schwer Tutu die zweifelhaften Umstände günstig auszulegen. Aber wie auch immer man diese Rede und andere, die er früher gehalten hat, benennen will, in denen er sagte, Israel und „die jüdische Lobby“ würden wie Hitler und andere Tyrannen zu Fall gebracht werden, sind die Folgen bedenklich.

Der Publizist Martin Peretz (der auch ein Vertrauter des neuesten Friedenspreis-Gewinners Al Gore ist) schrieb in seinem Blog für The New Repbulic: „Tutu hat sogar Jimmy Carter übertroffen... was eine gewisse Bitterkeit mit sich bringt... Natürlich ist Tutus Moralisieren historisch blind... Warum ermutigt er solche Selbsttäuschung zum Preis von Blutvergießen und besonders palästinensischem Blut?“

Noch bedeutsamer ist der Fakt, dass einige bei uns hier wieder versucht haben Tutu zu verteidigen. Matthew Duss nahm Peretz in dem einflussreichen liberalen Journal American Prospect heftig unter Beschuss und behauptete, es sei „verleumderisch“ Tutu, den er als „einen der größten moralischen Lehrer unseres Zeitalters“ bezeichnete, zu beschuldigen er sage irgendetwas Falsches.

Bei all dem wunderte ich mich wieder, ob wir nicht doch genauer darauf achten sollten, was Leute wie Tutu sagen.

Verglichen mit den Ereignissen, die sich bald in Annapolis entfalten werden, mag die ermüdende Aufregung über Tutu unwichtig sein und Gegenangriffe der pro-Israel-Kräfte, die sich auf ihn konzentrieren, Verschwendung von Zeit und Kraft sein. Aber diejenigen, die sich fragen, ob die Besessenheit der Regierung mit der palästinensischen Eigenstaatlichkeit Olmert Gegenwind geben werden, müssen lange und genau über die Art und Weise nachdenken, wie die Schwätzer dieses Landes sich zum Konflikt äußern.

Die wachsende Akzeptanz antiisraelischer Schmähungen, die im besten Fall Anklagen des Judentums als Ganzes zu sein scheinen, sind schlicht zu missbilligen. Sie sind der Zusammenhang, in dem sich die Debatte über Israel und die Palästinenser nach Annapolis abspielen wird.

Die Kämpfe, die amerikanische jüdische Gruppen gegen einander führen mögen nicht mehr als ein Gähnen wert sein. Aber Tutu, Jimmy Carter und Bücher wie Stephen Walts und John Mearsheimers „Die Israel-Lobby“ werden mit Sicherheit eine entscheidende Rolle darin spielen zu bestimmen, wie der jüdische Staat in der kommenden Krise und denen, die darauf folgen werden, gesehen wird. Der Einfluss dieser Personen und die Falschheit, die sie verfechten, werden den intellektuellen Kräften helfen, die dazu in Stellung gebracht wurden alle Schuld bei Israel zu suchen (egal, was es alles abgibt und einräumt) und die Palästinenser für unschuldig halten (egal, welche Gräueltaten sie begehen).

Und das ist etwas, worüber Freunde Israels sich tatsächlich Sorgen machen sollten.

12.11.07 23:33
 



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