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Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

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Moussaoui nicht zum Tod verurteilt

Der Terrorist bleibt lebenslänglich ohne Chance auf Begnadigung im Gefängnis (außer, ein Präsident der Demokratischen Partei amnestiert ihn...). Sein Anwalt meint, dass die Todesstrafe nicht verhängt wurde, sei der Tatsache zu verdanken, dass die Jury „dem Druck der öffentlichen Meinung, der Aggressivität der Staatsanwälte und der legitimen Emotionen der Opfer nicht nachgegeben“ habe. Darüber hinaus findet er, dass eine lebenslange Haftstrafe „extrem hart und unverhältnismäßig“ sei.

Soso, ein Mörder und Totschläger, auch wenn er nicht erfolgreich war, darf nicht so hart bestraft werden. Und schon gar nicht, wenn er sich als völlig resistent gegen alles erwiesen hat, was die zivilisierte Welt angeht. Aber wenn der Herr Anwalt meint...

Vielleicht sollte man sich mal überlegen, was der Herr Moussaoui wollte: Er hat doch die Todesstrafe regelrecht provozieren wollen; damit wäre er ein „Märtyrer“, weil der Große Satan ihn getötet hätte. Und dem hätte die Jury nachgeben sollen? Als Jury-Mitglied hätte ich – abgesehen von meiner Meinung zur Todesstrafe – grundsätzlich abgelehnt, ihn dazu zu verurteilen: Ihm noch diesen Wunsch zu erfüllen, wäre dem Sinn von Bestrafung wohl diametral entgegen gesetzt.

Das hat sich die Jury vielleicht eher überlegt, als – abgeschirmt von der Umgebung, wie es amerikanische Jurys beim Entscheidungsprozess nun mal sind – sich gegen öffentlichen Druck zu wenden.

Über die Vorstellung, dass dem Terroristen die 72 Jungfrauen verweigert wurden, freut sich auch noch jemand anderes. Bin leider also nicht der Erste, dem das einfiel...

4.5.06 16:46
 



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