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Die tief gehenden Wurzeln des Antiamerikanismus

Die derzeitige Welle der Feindseligkeit wird abebben. Aber es geht um mehr als den Irak-Krieg.

Robert Kagan, The Washington Post, Montag, 19. Juni 2006, S. A21

Neulich nahm ich an einer Podiumsdiskussion in London über Bürgerkriege und „gescheiterte Staaten“ der Welt teil, die sich auf die interessante Arbeit des britischen Wirtschaftswissenschaftlers Paul Collier stützte. Zu den Podiums-Teilnehmern gehörten der Sohn eines berühmten afrikanischen Befreiers-Führers-heut Diktators, dem ehemaligen Führer einer südamerikanischen Guerilla-Gruppe, einem pakistanischen Journalisten, einem UNO-Beamten und dem Leiter einer humanitären Nichtregierungs-Organisation. Natürlich verwandelte sich die vernünftige und gelehrte Diskussion schnell in eine ausgedehnte, umfassende Brandmarkung der amerikanischen Außenpolitik.

Interessant war, dass der Irak-Krieg sich weitab des Hauptthemas befand. George W. Bush kam kaum vor. Die Diskutierenden konzentrierten sich statt dessen auf eine lange Liste von Klagen gegen die Vereinigten Staaten, die sich über sechs Jahrzehnte zurück erstreckten. Es gab viel Diskussion über das „koloniale Erbe“ und „Neokolonialismus“, besonders im Nahen/Mittleren Osten und Afrika. Und obwohl die fraglichen Kolonien von Europäern regiert wurden, bestanden die Teilnehmer darauf, dass diese koloniale Vergangenheit die Quelle der meisten der Ressentiments der Welt gegen die USA seien. Es gab viel Kritik an der amerikanischen Politik im Kalten Krieg wegen der Einsetzung bösartiger Regime, der Verursachung von Armut und Leiden in der ganzen Welt und der Blockierung nationaler Befreiungsbewegungen als Dienst an den Ölfirmen und multinationaler Konzerne. Als der Moderator die Verbreitung von Nuklearwaffen und den Iran aufbrachte, sprachen die Podiumssprecher über Hiroshima und Nagasaki.

Was die „gescheiterten Staaten“ und Bürgerkriege angeht, so stimmten mehrere auf dem Podium darin überein, dass diese immer und überall der Fehler der USA seien. Der Afrikaner bestand darauf, dass Bosnien und der Kosovo von den amerikanischen Militär-Interventionen zerstört wurden, nicht von Slobodan Milosevic; und dass Somalia wegen der amerikanischen Politik ein gescheiterter Staat ist. Der Pakistani insistierte, dass die USA für Afghanistans Abrutschen in die Anarchie während der 90-er Jahre verantwortlich war. Der ehemalige Guerilla-Führer bestand darauf, dass die meisten, wenn nicht alle Probleme der westlichen Hemisphäre das Produkt von mehr als einem Jahrhundert amerikanischen Imperialismus seien.

Einige dieser Vorwürfe hatten mehr sachlichen Gehalt als andere, aber selbst der Moderator verzweifelte angesichts der allgemeinen Ablehnung jeglicher Verantwortung der Völker und Führer der Länder, die von Bürgerkriegen geplagt sind. Doch die Podiums-Teilnehmer gaben nicht nach. Als jemand anführte, dass die Jungen, die in afrikanischen Stammes- und ethnischen Kriegen kämpfen, kaum gegen den amerikanischen „Imperialismus“ kämpfen, bestand der Sohn des afrikanischen Diktators darauf, dass sie das genau das tun. Als der Leiter der Nichtregierungs-Organisation beim Zähneknirschen über die amerikanischen Politik ein Pause einlegte und andeutete, dass die USA eventuell nicht für den Völkermord in Ruanda verantwortlich gemacht werden könnten, argumentierte der Sohn des afrikanischen Diktators, dass sie wohl verantwortlich seien, weil sie nicht eingegriffen hätten. Den USA müsste die Verantwortung für das Leiden zugewiesen werden, das sie verursachten und für das Leiden, das sie nicht minderten.

Die Diskussion war erhellend. Es besteht keine Frage, dass der Irak-Krieg in der ganzen Welt Feindseligkeit gegenüber den USA aufgestachelt hat. Und man kann viele legitime Kritik wegen der Kriegsführung an Amerika üben. Aber es ist von Wert festzuhalten, dass diese Wut über die USA auch tief gehende Wurzeln hat.

Der Irak-Krieg hat unzählige alter Ressentiments gegen die USA wieder entfacht, tausend verschiedene Beschwerden, jede davon einer Zeit und einem Ort zuzuordnen, weit entfernt vom derzeitigen Konflikt. Der hat ein sehr unterschiedliches Spektrum antiamerikanischer Ansichten in gemeinsamer Solidarität vereint – die marxistischen Afrikaner sind immer noch wütende wegen der amerikanischen Politik der 1960-er und 1970-er Jahre, die Pakistanis schäumen noch wegen Amerikas Unterstützung des Diktators General Mohammed Zia ul-Haq in den 1970-er und 1980-er Jahren, die französischen Theoretiker, die in den 90-ern gegen die amerikanische „Hyperpower“ zu wettern begannen, die südamerikanischen Ex-Guerillas, die immer noch ihren Jahrzehnte alten Kampf gegen den nordamerikanischen Imperialismus führen, die arabischen Aktivisten, die immer noch wegen 1948 wütend sind. Auf einer Konferenz im Nahen Osten vor ein paar Monaten hörte ich einen moderaten arabischen Gelehrten sich bitterlich darüber beklagen, wie die amerikanische Politik die arabischen Völker in den letzten Jahren den USA entfremdet habe. Ein ehemaliger Clinton-Beamter, der neben ihm saß, nickte energisch, hörte aber damit abrupt auf, als der arabische Gelehrte klar machte, dass er mit „letzte Jahre“ die Zeit seit 1967 meinte.

Der Irak-Krieg hat den Antiamerikanismus auch wieder respektabel gemacht, wie es während des Kalten Krieges war, aber seit dem Untergang der Sowjetunion nicht gewesen ist. Leute, denen vor zehn Jahren keine Bühne gegeben worden wäre um die Art von Argumenten auszuspucken, wie ich sie von diesem Podium hörte, werden heute in den westlichen und Welt-Medien wie Stars behandelt. Solche Leute gab es immer, aber niemand hörte ihnen zu. Heute dominieren sie den Äther und das hilft im Gegenzug eine zunehmend feindselige öffentliche Meinung in der Welt zu schaffen, wie sie in der Pew-Umfrage nachgewiesen wurde.

Zwei Lehren sind daraus zu ziehen. Eine ist, dass mit der Zeit die derzeitige Flut des Antiamerikanismus abebben wird, wie es in der Vergangenheit auch war. Eine smartere amerikanische Politik könnte natürlich helfen, so wie auch Erfolg an Orten wie dem Irak. Aber die andere Lehre ist sich der Illusion nachzugeben, dass Amerika bis zum Sommer 2003 geliebt wurde und wieder geliebt werden wird, wenn George W. Bush das Amt abgibt. Mancher scheint zu glauben, dass Amerika mit einer Rückkehr zur Politik von Harry Truman, Dean Acheson und John F. Kennedy in der Welt wieder beliebter werden wird. Ich mag deren Politik auch, aber wir sollten uns nichts vormachen. Sie lösten auch enorme Ablehnung bei Millionen Menschen in vielen Länder aus, Ressentiments, die jetzt wieder in den Vordergrund treten. Fakt ist: Weil Amerika die dominierende Macht in der Welt ist, wird es immer Kritik ernten und verantwortlich gemacht werden für das, was es tut und das, was es nicht tut.

Niemand sollte die derzeitige Feindseligkeit gegenüber den USA leicht abtun. Internationale Legitimität ist wichtig. Sie an sich ist wichtig und sie beeinflusst die Bereitschaft andere mit uns zu arbeiten. Aber wir sollten auch nicht von den unvermeidlichen Ressentiments lähmen lassen, die unsere Macht schafft. Wenn wir aus Angst, dass andere auf dieser Welt sich über uns ärgern, nicht handeln würden, dann würden wir überhaupt nichts mehr tun. Und darauf können Sie Gift nehmen: Auch das wird uns vorgeworfen werden.

9.7.06 22:26
 



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