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Ein Theologe hat gesprochen...

Heutemorgen wachte ich fast wie üblich auf: vom Radiowecker um kurz vor 6 aus dem Schlaf geholt, hörte ich mir das an, was einmal die „Morgenandacht“ war und heute „Kirche im WDR“ genannt wird – womit alleine schon ein ganzer Teil Christen ausgegrenzt wird, weil die nicht alle in den katholischen und evangelischen Kirchen Zuhause sind. Aber ich schweife ab.

An diesem etwas kühlen und dunklen Morgen holte mich die Stimme des Sprechers eigentlich enorm schnell aus den normalerweise noch etwas trägen Gedankenmöglichkeiten: künstlich bis dorthinaus gesprochen meinte der Herr Pfarrer sich über Kain und Abel vergleichend mit Israel und seinen lieben Nachbarn auslassen zu müssen. (Wie ich später am Computer feststellte, hatte der gute Mann die ganze Woche schon zum Thema Kain und Abel gesprochen – ich hatte in der Zeit aber oft schon im Bad gesessen.) Und der erste Satz war gleich ein echter Wachmacher:

Kain erschlägt Abel. Die alte Geschichte von dem Brudermord ist im Nahen Osten zu Hause.

Woher weiß der studierte Theologe das? Hat er die Lokalitäten geortet, an denen Adam und Eva ihre Kinder in die Welt setzten? Da hat er mehr erreicht als alle Archäologen und Bibelforscher zusammen! Mir schwante, was da kommen würde, aber auf das, was dann tatsächlich kam, war ich nun wiederum doch nicht vorbereitet:

Da ließ er erst einmal den Ballon steigen, dass vielleicht die Araber Kain seien, Abel erschlagen wollten und führte die Beispiele an: Die Juden sollen ins Meer getrieben werden. Der Staat Israel soll ausradiert werden von der Landkarte. Arabische Selbstmordattentäter sprengen ganze Busse in die Luft, Raketen werden aus dem Land der Araber auf das israelische Kernland abgeschossen. Ist Kain, der Brudermörder, in den Arabern wieder zu erkennen?

So falsch, so schlecht, dachte ich noch, da kam auch schon die Gegenposition: Die Araber sind nicht Kain: Aber wenn ich ihr Land ansehe, meine ich: Das sieht nicht nach Kain aus, sondern so sieht Abels Land aus. Zerstörte Flughäfen, Brücken, Straßen, Häuser, obdachlose Flüchtlinge, traumatisierte Kinder, hungernde Familien. Wie ein ohnmächtiger Abel, der längst am Boden liegt und vom stärkeren Kain wie zum Krüppel geschlagen wird.

Womit der Boden bereitet ist, den wahren Kain zu outen – und der kann ja nur einer sein: Von einem sehr starken Kain. Der macht es nicht mehr mit Steinen in der Hand. Er hat die modernste Waffentechnologie. Mit der Klage auf den Lippen: „Abel will mir das Land nehmen!“ nimmt er Abel ein Stück Land nach dem andern weg, Siedlungsgebiete für die Kain-Familie. Mit den Worten “Ich will mich nur selbst verteidigen! Das ist mein Recht“ dringt Kain gewalttätig in das Land Abels ein und zerstört, was Abel zum Leben braucht.

Warum ich mir ab diesem Zeitpunkt den Wahn des Herrn Pfarrers noch weiter angehört habe, weiß ich nicht. Wahrscheinlich, um zu erfahren, wer das diese Gülle verzapft: Burkhard Müller, der vom „Wort zum Sonntag“ und dem „gewalttätig wütenden Israel“ bzw. der tollen Religion der anderen. Na, wenn das keine Überraschung ist!

Der Herr Pfarrer Müller ist nämlich ein ganz besonders guter Kenner der Region und der Juden und des dort unten vorherrschenden Islam. Er Geschichtskenntnisse, die die Wirklichkeit übertreffen und damit unwiderlegbar sind, weil sie in Sphären schweben, die der gemeine Nichttheologe, der nur die Bibel und die weltlichen Fakten hat, gar nicht erkennen kann! Denn Israel raubt Stück für Stück das Land von Abel: durch Rückzüge aus dem Sinai (1956, 1979-82), durch Abzug aus dem Südlibanon (2000), durch Abzug aus dem Gazastreifen (2005). Das ist in Wirklichkeit alles Landraub, muss man wissen! Wahrscheinlich, weil die Araber aus den blühenden Landwirtschaftsbetrieben, die die Siedler hinterlassen haben, Schutthaufen machten?

Und Kain (Israel) dringt gewalttätig in das Land Abels ein und zerstört, was Abel zu Leben braucht? Hm. Da hat es nie einen Kriegsakt gegeben. Verteidigung? Vorgeschoben! Herr Pfarrer Müller weiß es besser!

Aber jetzt ein kleiner Schritt zurück – Israel ist doch nicht Kain: Es benimmt sich nur so. Israel ist in einer schwachen Position. Kain gewinnt zwar bis jetzt in den Schlägereien mit Abel, haushoch. Aber Abels Hass wächst. Immer mehr stellen sich auf seine Seite gegen Kain. Kain scheint also alles zu tun, sich viel Feinde zu verschaffen. Israel führt sich jetzt auf wie Kain, aber wenn es so weiter macht, wird es eines Tages wie Abel wirklich zum Opfer werden. Es ist auf dem besten Weg dahin.

Ja, was isses denn nun? Kain? Abel? Beides? Nichts davon? Tja, das dürfte wohl die moderne Theologie sein: Jemandem etwas vorwerfen, was der nicht ist, um dann zu sagen, dass er’s aber eigentlich doch ist und deshalb der andere werden wird.

Tatsache ist allerdings, dass Herr Pfarrer Müller ein paar Dinge einfach draußen vorlässt – was ja bei moderner Theologie auch gerne gemacht wird. Er setzt einen Grundstein: Der Hass erwächst aus dem Tun Israels. Und dieser Grundstein hat einfach zu stimmen; was daran nicht stimmt, stimmt doch! Geschichte? Quatsch! Unter der Monokausalität von Hass und Gewalt kann es dann nicht anders sein, als es ist. Und Israel ist als einziges in der Lage das zu ändern. Und schon machen die anderen auch nicht mehr, was sie tun. Gut, sie könnten eine Weile brauchen, das muss Israel aber dann eben durchleiden. Schließlich hat es die Gewalt angefangen.

Da liegt aber auch der Hase im Pfeffer. Herr Pfarrer Müller – wie gesagt, moderne Theologie lässt gerne was aus – ignoriert, dass nicht Israel die Gewalt angefangen hat, sondern seine Nachbarn. Schon lange vor der Staatsgründung. Und dass sie das seitdem fortgeführt haben; seit dem Yom Kippur-Krieg mit anderen Mitteln, die sie aber auch schon vorher ausprobierten: dem Terror gegen alles und jeden in Israel. Da waren sie erst etwas zu weit gegangen, die Europäer fanden die PLO sei ein Terrorverein. Dann durfte Yassir Arafat vor der UNO sprechen und terrorisierte in erster Linie nur noch die Israelis und schon war er ein angenehmer Zeitgenosse (dass seine Kohorten gleichzeitig die Linksterroristen Europas ausbildeten, darf man getrost vernachlässigen).

Dass Israel das „geraubte“ Land in Verteidigungskriegen gewann – alles nur vorgeschoben, wie wir hören bzw. lesen können, weil ja für die Familie Kains, der nicht Kain ist, sich aber wie dieser aufführt und so zum Abel werden wird, vorgesehen. Ignorieren wir, dass die Israelis – mit der Ausnahme des Gush Etzion-Blockes, der von den Jordaniern 1948/49 ethnisch gesäubert wurde – Jahre lang das eroberte Land wie sauer Brot anboten und erst dann die Siedlungstätigkeiten in Gaza und dem Westjordanland aufnahmen. Vergessen wir, dass bereits seit den 1920-er Jahren das „dreifache Nein“ der Konferenz von Karthoum nach dem Sechstagekrieg auf die verschiedensten Weisen vom Hitler-Spezi Hadsch Amin al-Husseini verkündet und durchgesetzt wurde. Vergessen wir, was Israel alles getan hat, um in seiner Verzweiflung einen Frieden zu bekommen. Es hat der Landräuber da zu stehen, der dem wahren Abel den Hahn abdreht.

Und so kommt es, dass beim Herrn Pfarrer Müller die Ziele der arabischen Feinde Israel zwar genannt werden, aber eine unbedeutende Randnotiz sind, die er immer dann anführen kann, wenn ihm jemand vorwirft, er rede einseitig negativ über Israel. Genauso der Satz: Die Araber brauchen Freunde, von denen es sich die Steine aus der Hand nehmen lässt. Kurz angemerkt, um sofort wieder bei den Juden zuzuschlagen: Aber auch Israel braucht solche Freunde. Nicht die falschen Freunde, die Israel ermutigen den falschen Weg weiterzugehen: „Israel, du hast recht, mach weiter so, wir sind dir solidarische Freunde!“ Sondern gute Freunde, die widersprechen und sagen: „So nicht, geliebtes Israel, hör auf zu wüten, leg den Stein aus der Hand. Dein Weg ist falsch!“

Was die Verhältnismäßigkeit aufzeigt, mit der gegen Israel vorgegangen wird. „Verhältnismäßigkeit“ – DAS Wort schlechthin, weil ja immer Israel unverhältnismäßig agiert, nicht wahr? Stellen wir mal ins Verhältnis, was der Herr Pfarrer Müller kritisch über die arabische Seite dieses Konflikts zu sagen hat und was über Israel, so kommt man zu dem Ergebnis: Er redet und redet und redet und nur ein winziger Bruchteil seines Redens ist gerade eben so als Kritik an TerroristenOpfern der Israelis wertbar; aber Israel hat er sehr viel zu sagen, da hat er Haufen von negativen Attributen und Zuschreibungen. Und „guten“ Ratschlägen. Vor allem, dass es die Waffen niederlegen soll. Den Arabern braucht man nur den Stein wegzunehmen; Israel muss vom falschen Weg geführt werden. Die Araber machen etwas falsch und können nicht einmal was dafür, weil sie schließlich von Israel dazu getrieben werden; die Israelis aber, die sind völlig schief gewickelt, die können nicht nur was dafür, sie tun es bewusst, obwohl sie wissen, dass es falsch ist! Und ein guter Freund Israels kann nur der sein, der sich auf die Seite der Opfer Israels stellt.

So die gängige moderne Theologie zum Nahen Osten. So, wie der nächste Knaller. Schließlich soll am deutschen Pazifistenwesen die Welt genesen: . Frieden für das Heilige Land kommt nicht durch Waffen und Kriegslärm. So besiegt man keine Feinde, so schafft man nur neue. Es gibt einen besseren Weg, als den, den ihr sei Jahrzehnten gegangen seid. Deinen Feind hast dann besiegt, wenn du ihn zum Freund gemacht hast. Daran arbeite! Ja, er ruft tatsächlich beide auf. Und attestiert der Seite, die den Krieg gegen und zur Vernichtung von Israel zu ihrem Daseinsgrund gemacht hat, sie habe seit Jahrzehnten einen guten Weg beschritten: den, seien Feinde zu Freunden machen zu wollen.

Wo bitte hat das jemand auf der arabischen Seite gemacht, außer Ägyptens ermordeter Präsident Sadat und der inzwischen verstorbene König Hussein von Jordanien? (Letzterer allerdings entweder nur heimlich oder als taktischen Schachzug im Eigeninteresse.) Wo, bitte ist das heute zu hören oder zu sehen?

Viele wirkliche Freunde Israels, die entgegen der Meinung des Herrn Pfarrer Müller nicht bloß rufen „Mach weiter so, mach Krieg!“, sondern sich solidarisch zu Israel stellen, weil seine Feinde es vernichten wollen und weil es sich leider wehren MUSS, nennen Menschen wie diesen Theologen gerne dumm. Das sind sie nicht, die Herrschaften Terrorversteher. Wer ein Theologiestudium hinter sich bringt, der hat einiges geleistet, gerade auch intelligenzmäßig. Solche Menschen sind auch nicht verbohrt. Sie haben Moral und Gewissen. Aber sie sind blind. Gefangen in einem Denken, das in Schemata gepresst ist, deren Begrenzungen sie nicht zu durchbrechen in der Lage sind. Sie sind Gefangene einer Weltsicht, die sich von dem entfernt hat, was sie in ihrer Bibel lesen könnten, aber nicht tun, weil sie auch diese nur innerhalb ihrer Schemata wahrnehmen. Weil sie Grundaussagen der Bibel nicht mehr registrieren. Weil sie nur sehen, dass Jesus der Ehebrecherin sagte ihr sei vergeben und dann aufhören – und nicht mehr mitbekommen, dass er sie auch warnte: „und sündige nicht mehr“. Auf diese Weise kommen sie dahin, dass sie Terroristen verstehen und diejenigen, die sich gegen die Terroristen wehren müssen, als Täter hinstellen.

Ich habe heute zum ersten Mal, seit ich Internetzugang habe, um 6.30 Uhr an der Kiste gesessen im WWW gesucht. Den gefundenen Link zu Herr Pfarrer Müllers Ergüssen im Radio habe ich dann an Blogger und Journalisten verschickt. Einige haben das zum Anlass genommen sich dazu zu äußern. Ich kann diese Äußerungen richtig gut verstehen. Aber es nagte etwas in mir, dass ich den Mann kritisieren und auch deutliche Worte muss, ihn aber nicht verdammen sollte. Das ist er schon von selbst. Weil er – ausgerechnet ein Theologe – seine Bibel nicht wirklich kennt, auch wenn er über ihre Inhalte redet. Und weil er seinen Gott nicht wirklich kennt. Weil er – brutal gesagt und ich bitte um Vergebung – eine arme Sau ist.

31.8.06 19:12
 



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