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Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

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Klaus Kleber war erschrocken

Erzählt er in der Anmoderation des nächsten Berichts aus dem Nahen Osten im heute journal am Freitagabend. Erschrocken war er letzte Woche, als er in Israel war. Darüber, „mit welcher Selbstverständlichkeit“ alle – Israelis wie Palästinenser – davon ausgehen, dass es im nächsten Sommer wieder Krieg gibt. Begründung: Es ist ja nichts entschieden worden in diesem Sommer. Die Hisbollah „soll wieder aufgerüstet sein“. Im Konjunktiv, es ist also fragwürdig. (ROFL)

Kleber macht sich also Sorgen. Nicht darüber, dass der Krieg wahrscheinlich ist, weil die Hisbollah einfach weiter macht wie vorher auch, sondern darüber, dass die Menschen die Situation so einschätzen, wie sie es tun - also realistisch sind.

Der von ihm anmoderierte Beitrag hätte ihm eigentlich klar machen müssen, dass die Menschen dort nichts Erschreckendes Denken, sondern dass die Lage an sich so ist, dass sie nicht anders denken können. Es ist purer Realismus. Nicht das Wunschdenken und die Wolkenkuckucksheime der Europäer, die doch durch die UNIFIL alles gesichert sehen wollen. Die sich nicht vorstellen können, dass die Hisbollah die „Friedensschützer“ nur als Deckung benutzt. Der Beitrag des heute journal zeigte ganz deutlich auf, wie offen die Grenze zwischen Syrien und dem Libanon ist; wie wenig dafür getan wird, dass der Waffenschmuggel unterbunden wird. Der Korrespondent ließ sich von einem Libanesen durch das Grenzgebiet kutschieren. Er war unkontrolliert ins syrische Staatsgebiet und zurück gefahren. Kein Mensch zu sehen, der irgendetwas hätte kontrollieren wollen. Libanesische Soldaten? Fehlanzeige.

Das ganze Ausmaß der Lächerlichkeit der Praxis der Resolution 1701 wird in diesem Bericht deutlich gemacht. Aber warum, wenn er diesen kennt, erschreckt sich der Moderator der Sendung immer noch vor dem Realismus der Israelis und Palästinenser? Weil er nicht glauben mag, dass sie Recht haben könnten? Weil er nicht bereit ist zu sehen, was so offensichtlich ist? Weil er immer noch glaubt, die Terroristen könnten mit „Verhandlungen“ und Zugeständnissen dazu gebracht werden ihre judenmörderischen Ambitionen aufzugeben?

Ist er so naiv? Oder so dumm? Oder so verblendet? Oder einfach nur „politisch korrekt“ (also alles zusammen)?

30.12.06 00:19
 



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