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Es gibt, so scheint es, nur eine Antwort: Aus dem Nationalsozialismus habt ihr nichts gelernt. Statt zu lernen, dass das Boese bekaempft werden muss, habt ihr gelernt, dass es boese ist zu kaempfen.
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Political Correctness ist geistiges AIDS. Tragt ein intellektuelles Kondom. Nutzt die Blogosphaere.
Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Israel

Anarchie mit ernsten Hintergrund

Die einen Beinahe-Anarchisten sind Mitglieder einer amerikanischen Wohlfahrts-Organisation aus Chicago. Und ihr Anarchismus ist durch die israelische Regierung verursacht:

Nach Monate langen Verhandlungen mit der israelischen Regierung hat eine Wohlfahrtsorganisation aus Chicago gesagt, sie würde nicht mehr darauf warten, dass die israelische Regierung ihr bei dem Versuch hilft mehrere Dutzend Millionen Dollar auszugeben, die von amerikanischen Christen gespendet wurden. Statt dese wird die International Fellowship of Christians and Jews direkt mit örtlichen Organisationen und dem Israeli Home Front Command zusammenarbeiten, um private Schutzräume im Norden Israels wiederherzustellen. Die fraglichen Gebäude wurden von Raketen beschädigt, die die paramilitärische Hisbollah-Terrororganisation während des Zweiten Libanon-Krieges im letzten Sommer abschoss. Der Vorsitzende der Wohlfahrtsorganisatino, Rabbi Yechiel Eckstein, sagte, dass die Wahl, die Regierung zu umgehen, nach Monaten zunehmender Frustration getroffen wurde. „Wir versuchten die Ziele mit und durch die Regierung zu erreichen, aber an einem bestimmten Punkt – besonders, wenn die Möglichkeit eines weitere Krieges besteht – wechselt man die Gangart“, sagte Eckstein. (Quelle: englischer ICEJ-Newsletter vom 2. August)

Es scheint so, als habe es die Regierung Olmert zur Hauptaufgabe gemacht den Schutz des eigenen Volkes möglichst zu verhindern: In Sderot unternimmt die Regierung nichts und musste von Gerichten dazu verdonnert werden zum Schuljahresanfang wenigstens die Schulen mit Schutzmaßnahmen zu versehen; der Aufbau im Norden wird nicht nur so gut wie nicht betrieben, sondern mögliche private Hilfe aufgehalten. Jetzt fehlt nur noch, dass der Nichtsnutz auf dem Sessel des Regierungschefs die Hilfe verbietet, weil sie nicht über die Regierung läuft! Zuzutrauen ist es ihm.

Weitere „Anarchisten“, die die Sache in die eigene Hand nehmen, gibt es an der Grenze zum Gazastreifen. Dort rückten Soldaten eilig aus, um zu erkunden (und zu stoppen), was wie Raketenangriffe von israelischer Seite auf den Gazastreifen aussah. Sie stellten fest, dass der Eindruck nicht ganz falsch war. Von israelischen Privatpersonen wurden mit Hilfe selbst gebastelter Raketenwerfer matschige Tomaten, Eier, Mangos, Mais und anderes Gemüse auf palästinensisches Territorium geschossen. Ab hier gehen die Berichte auseinander: Während z.B. DIE WELT und der Berliner Kurier berichten, dass die Armee dem Treiben ein Ende setzte und das anvisierte Ziel Beit Hanoun nicht erreicht wurde, schreibt Arutz-7 in seinem Nachrichten-Newsletter vom 3.8.07, dass der Armee-Kommandeur angesichts der „Munition“ erlaubte, dass die Aktion zu Ende geführt wurde und die Eier tatsächlich in Beit Hanoun nieder gingen.

Ausgelöst wurde die Aktion durch den Frust einiger Bürger Tel Avivs über den ständigen Beschuss des südwestlichen Israel mit Hamas-Raketen und die Untätigkeit der Regierung. Die Bio-Schützen wollten auf die Lage der Menschen in der Nähe des Gazastreifens aufmerksam machen – und schafften es sogar, dass endlich einmal ein Lächeln auf Gesichtern der Einwohner von Sderot auftauchte.

Der Erfinder der „Bio-Werfer“ will jetzt eine größere und stärkere Version bauen, mit der auch Kohlköpfe verschossen werden können. Und er deutete an, dass auch die Knesset zu den Zielen des „friedlichen Beschusses“ gehören könnte.

4.8.07 17:16


Unterirdisch schlecht

Es gibt immer wieder neue Überraschungen, wie idiotisch israelische Behörden und Ministerien sich verhalten – und jedes Mal geht’s wieder eine Etage grausig unterirdischer zu (Information aus dem Newsletter von Arutz-7): Das Bildungsministerium hat unter der Führung von Yuli Tamir dafür gesorgt, dass in den arabischen Schulen in Israel ab dem nächsten Schuljahr gelehrt wird, dass der Sieg Israels im Unabhängigkeitskrieg eine Katastrophe war (also die arabische Verzerrung der Geschichte). Es gibt entsprechende Verurteilungen, die sich vor allem darauf konzentrieren, dass damit die Araber Israels ermutigt werden sich gegen den Staat zu stellen und ihnen die Legitimität gibt Israel nicht als Staat des jüdischen Volkes anzuerkennen. Mosche Feiglin vom Likud bringt es auf den Punkt:

Wenn es in Ordnung ist israelisch-arabische Schulkinder zu lehren, dass der jüdische Sieg im Unabhängigkeitskrieg und die Gründung des jüdischen Staates tatsächlich eine Katastrophe waren, dann bedeutet das, dass der Staat Israel nicht legitim ist.

Warum sind da Leute an der Regierung, die fast alles unternehmen, um den eigenen Staat zugrunde zu richten?

Dass das so eine Art Hobby der Regierung Olmert zu sein scheint, wird durch ein weiteres aktuelles Beispiel deutlich (über den Newsletter von The Media Line):

Israels... Premierminister hat eine neue Front eröffnet – diesmal gegen die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs. Am Freitag brach es aus Olmert heraus, als er auf eine Gerichtsentscheidung antwortete, die festlegte, dass die Regierung bis zu Beginn des neuen Schuljahres im Herbst Schutzschilde an Schulen in der Nähe des Gazastreifens anzubringen habe. Der Premierminister antwortete verärgert: „Alleine die Regierung – und keinesfalls die Gerichte – werden entscheiden, wo und wie Schutzsysteme installiert werden.“ Am Sonntag schoss die Präsidentin, Dori Beinisch, die nächste Salve, indem sie ihren Mitarbeitern sagte: „Der Premierminister versucht dieses System zu zerstören, weil es das ist, das in seinem Fall entscheiden wird.“ Es gibt vier Ermittlungen zu Vorwürfen von Fehlverhalten Olmerts, die derzeit von den Behörden durchgeführt werden.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Regierung des Staates hat die Pflicht ihre Bürger zu schützen. Und dazu gehören mit Sicherheit auch die Schwächsten Staatsbürger, die Kinder. Seit Jahren „regnet“ es in Städten wie Sderot Qassams und die Regierung unternimmt kaum etwas zum Schutz der Bevölkerung. Jetzt haben sich die Betroffenen durch das gesamte System bis zum Obersten Gerichtshof durchgekämpft und die Regierung bekommt mitgeteilt, dass sie zumindest für die passivste Form des Schutzes in einem kleinen Teil des betroffenen Gebiets sorgt und die Schulen mit „Schilden“ versieht. Und Olmert fängt an auf das Gericht zu schimpfen, weil es ihm nicht nach dem Mund redet und behauptet, es habe in dieser Sache nichts zu sagen!

Wie viel Hochmut und Arroganz darf dieser Mann eigentlich noch demonstrieren? Er hat die Polizei und die unteren Gerichtsebenen schon so weit manipuliert, dass nicht nur gewaltloser Widerstand, sondern schon die Äußerung einer anderen Meinung als seiner z.B. zum Abzug aus dem Gazastreifen und dem nördlichen Samaria als Straftatbestand gehandelt wird, für den es Urteile wie für Gewaltverbrechen hagelt. Genauso diktatorisch will er den Obersten Gerichtshof unter seiner Knute haben und reagiert heftig, wenn der nicht pariert.

Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass die Regierung Olmert sich von einer demokratischen Grundordnung weg bewegt – was sein Vorgänger Sharon bereits eingeleitet hatte. Darüber ninaus hat diese Regierung durch Korruptionsuntersuchungen schon eine Reihe Minister „verloren“, Olmert selbst hat Ermittlungen am Hals und mindestens ein Minister wurde trotz Verurteilung in sein Amt gehievt. Die demonstrativ erwiesene Unfähigkeit hält sie aber genauso wenig davon ab weiter zu machen, wie die erwiesenermaßen falschen Einschätzungen und Maßnahmen, die sie bisher unternommen hat. Die Stümper wiederholen ihre Fehler immer und immer wieder, sie lernen nichts und sie weigern sich etwas zu lernen. Sie sorgen nicht für ihr Volk, sondern ausschließlich für sich selbst. Diese Regierung der Unfähigen muss dringend weg. Man kann nur hoffen, dass die Veröffentlichung des kompletten „Winograd-Berichts“ zum Libanonkrieg des letzten Jahres ihr endlich den Garaus macht.

22.7.07 18:07


Vertrauen ist doch alles

Ehud Olmert macht Frieden mit Mahmud Abbas. Das ist ja auch das A und O der jetzigen Lage. Er ist ja auch der entscheidende Partner dafür, weil er soooo mächtig ist.

Spaß beiseite: Frieden macht der Herr Olmert dadurch, dass er fast 180 Terroristen von der Liste der gesuchten Terroristen nimmt. Und dadurch, dass er 250 weitere Terroristen aus israelischer Haft entlässt. Beides natürlich unter Bedingungen:

Die 180 freien Terroristen geben ihre Waffen an die „Sicherheitskräfte“ der Fatah; diese Sicherheitskräfte sind die einzigen Personen in Judäa und Samaria, denen erlaubt ist Waffen zu tragen. Das ist nicht weiter schwierig, weil ein Großteil dieser ihre Waffen abgebenden Terroristen ja ohnehin zu den „Sicherheitskräften“ gehören und der Rest in sie eingegliedert werden soll. Die Bewaffneten entwaffnen sich also freiwillig, indem sie ihre Waffen mehr oder weniger an sich selbst abliefern. Und schon ist die Sache geritzt. Die Terroristen werden sich nie wieder terroristisch betätigen.

Ähnlich ist es mit den 250 Gefängnisinsassen. Sie haben alle „kein Blut an den Händen“ – denn die meisten wurden festgenommen bevor sie ihre Sprengstoffgürtel zünden konnten, bevor sie auf fahrende Autos schießen konnten, bevor sie jemandem ihr Messer in den Leib rammen konnten, usw. Ist also alles kein Problem, die haben nur versucht einen Anschlag zu machen. Und weil sie jetzt eine Verpflichtung unterschreiben, dass sie sich nie, nie, nie wieder am Terror beteiligen werden, ist alles gut. Was sie unterschreiben, werden sie auch einhalten. Dass sich unter diesen Leuten der eine oder andere Lügner befindet wäre sicher viel zu weit hergeholt!

Eigentlich müssten sämtliche Meldungen, die die Nachrichten von der Einigung zwischen Olmert und Abbas verbreiten, den Vermerk „Achtung! Satire!“ tragen. Leider ist dieser ganze Unsinn ernst gemeint. Olmert hat so viel Mühe sich im Amt zu halten, dass er jede Gefährdung seines Volkes in Kauf nimmt, um vor den Wolkenkuckucksheimern im Inland und den friedensbesoffenen Traumtänzern im Westen einen „Erfolg“ vermelden zu können und damit den Posten nicht räumen zu müssen. Letztlich begeht der Mann Verrat an Staat und Volk. Denn im Gegensatz zu seinem träumenden Vorgänger Rabin müsste er inzwischen mehr als genau wissen, welche Folgen sein Tun haben wird.

Nicht nur Zyniker werden wohl demnächst von „Friedensopfern“ oder „Friedenstoten“ sprechen – Toten, die die verfehlte Politik zur Folge hat, die Olmert hier an den Tag legt.

17.7.07 20:04


Deutliche Worte an Olmert

Der Plan: Unterstützung von Mahmud Abbas, mit Geld, medial, politisch und auch mit Waffen, damit er der Hamas stand hält (oder sie sogar besiegt).

Olmerts Plan – eine Mischung aus krimineller Verdrehung und purer Dummheit

Arieh Eldad, MK, 15. Juli 2007

Wir haben diese Idee in der Vergangenheit schon viele Male ausprobiert – und sie ist uns jedes Mal ins Gesicht geflogen.

Wir haben Anfang der 70-er versucht die „Dorf-Unionen“ zu gründen, um Arafat und die PLO zu bekämpfen.
Wir haben versucht die Hamas und Scheik Yassin zu stärken, um Arafat zu bekämpfen (es gibt Experten, die behaupten wir hätten die Hamas erst geschaffen).
Wir haben Arafat und seine Bande aus Tunis hierher geholt, um andere arabische Terroristen zu bekämpfen und Rabin glaubte, dass sie das tun könnten, weil sie weder „Bagatz noch B’Tselem“ (den Obersten Gerichtshof und eine „Menschenrechts“-Organisation auf Linksaußen) haben.
Jetzt versuchen wir schon wieder Abu Mazen zu unterstützen, damit er die Hamas bekämpft.
Wir haben gesehen, was im Gazastreifen passierte: Die mutigen Krieger der Fatah haben ihre Waffen der Hamas übergeben und sich ihnen angeschlossen.

Olmert weiß das alles: Deshalb ist seine Darstellung kriminell.

Er weiß, dass die meisten Juden, die während der Zweiten Intifada ermordet wurden, von den Tanzim und den „Märtyrern von Al-Aksa“ getötet wurden – beide gehören zur Terrororganisation Fatah.

Und doch hofft er, dass seine Verdrehung ihm mehr Zeit als Premierminister einbringen wird – und das ist Dummheit.

15.7.07 13:17


Ein Rechtsstaat manipuliert

Die Farce um das illegal besetzte Grundstück in Jerusalem geht weiter. Der Eigentümer, Yitzhak Hershkovitz, hatte für die Dienste der Polizei bezahlt, jetzt soll das nicht genug gewesen sein – die Polizei war nur bereit zwei Ordnungshüter abzustellen, die zusehen, aber nicht eingreifen. Darüber hinaus sagt der Gerichtsbeschluss ausdrücklich: Die Räumung wird nicht von Polizei oder Gerichtsvollzieher durchgeführt. Toller Rechtsstaat!

Am Montag hielt die Polizei (wie berichtet) Hershkovitz und seine Helfer auf, als sie das Grundstück betreten wollten. Ein neuer Gerichtsbeschluss verschob die Räumung auf den 5. Juli. Nur Stunden später hatten die illegalen Siedler eine gerichtliche Anhörung für den 9. Juli erwirkt. So lange wird der Eigentümer weiterhin sein Grundstück nicht betreten dürfen. Der Anwalt der illegalen 10 Erwachsenen und 40 Kinder verlangte von Hirshkovitz $15.000 dafür, dass sein Klient das Grundstück verlässt – der Klient aber will von einem solchen Angebot nichts wissen. Darüber hinaus meinte der Anwalt: „Ich kann dafür sorgen, dass das hier noch Jahre weiter geht.“

Das Verhalten des Anwalts kann man als unanständig bewerten, aber er vertritt nur seine Klienten (selbst wenn er dabei lügen sollte). Nicht verständlich ist das Handeln der israelischen Justiz und ihrer Ausführungsorgane. Ein Gericht beschließt eine Räumung und sogar rückwirdende Miete und Entschädigung durch die illegalen Besetzer; aber dann wird ebenfalls gerichtlich entschieden, dass dies nicht vom Staat durchgesetzt wird? Wer sollte sich motiviert fühlen ein solches Urteil anzuerkennen?

Ein Sprecher der Jerusalemer Polizei ist „mit dem Fall nicht vertraut“. Die Stadtverwaltung sagt, sie habe mit Räumungen nichts zu tun, das sei Sache der Polizei. Verwaltungssprecher Tenenmbaum erklärt: „Normalerweise ist das der Job der Polizei oder der Armee. Es ist nicht vorgesehen, dass sie dafür bezahlt werden. Es ist nicht vorgesehen, dass die Stadtverwaltung Räumungsbefehle ausführt.“

Im umgekehrten Fall geht das anders, immer, nicht nur in dem folgenden Fall: Als im Frühjahr in Hebron jüdische Siedler ein Haus kauften und einzogen, wurden sie in Null-Komma-Nichts von der Polizei und Armee da wieder raus geholt. Auf die pure Behauptung hin, die Kaufurkunde sei gefälscht. Da wurde nicht mit Gerichtsbeschlüssen herummanipuliert oder nach Recht und Ordnung gefragt, sondern gehandelt – gegen Juden. Das stinkt gewaltig. Nach Diskriminierung von Juden durch die israelische Justiz, Polizei und Verwaltung zu Gunsten von illegalen im Land befindlichen Arabern. (Aber Darfur-Flüchtlinge werden wieder abgeschoben!)

5.7.07 13:22


Eine Säule des Rechtsstaats

Neben den Gerichten ist die Polizei eine der wichtigen Säulen des Rechtsstaat. Sie hat auch die Aufgabe, Recht und Gesetz durchzusetzen. Oder nicht?

Wenn die israelische Polizei gegen arabische Rechtsverletzer vorgeht, dann stehen Medien und Menschenrechtler Schlange, um das Unrecht zu bejammern, das an den Arabern begangen wird. Geht die israelische Polizei zu Gunsten von Arabern gegen Israelis vor, dann herrscht Schweigen. Fälle, wo die israelische Polizei zu Gunsten von Arabern Israelis ihr Recht vorenthält, finden im deutschen Mediendschungel gar nicht statt.

Im südlichen Jerusalem gibt es ein Grundstück, das 1972 von einem armenischen Christen an einen Amerikaner verkauft wurde. 1992 erwarb es ein Israeli, der sich vorher sehr genau mit der Geschichte der Besitzverhältnisse beschäftigt hatte. Daraufhin wurde dieses Grundstück von einer arabischen Familie besetzt, die gefälschte Dokumente vorlegte, um zu „beweisen“, dass der Besitzer das Grundstück nicht rechtmäßig erworben hat. Dieser konnte das überzeugend widerlegen.

Die Polizei weigerte sich das Grundstück ohne Gerichtsbeschluss zu räumen. 15 Jahre brauchte der Eigentümer des Grundstücks, um diesen Gerichtsbeschluss zu bekommen. Jetzt hatte die Polizei bestimmt, dass er den Einsatz bezahlen soll – und dass er nur einen Tag hat, den Einsatz durchführen zu lassen. Er soll die Kosten für 30 Polizisten aufbringen, um sich illegal in Israel aufhaltende Gesetzesbrecher von seinem Grundstück zu entfernen. Gericht und Polizeisprecher wollten jeweils, dass der andere erklären sollte, wieso der Grundstückseigentümer den Einsatz bezahlen soll.

Als ob es nicht reicht, dass die Durchsetzung von Recht und Ordnung nach 15 Jahren gerichtlichen Kampfes auch noch privat bezahlt werden soll, wurde heute verhindert, dass Unterstützer des Grundstückseigentümers bei der Räumung halfen – sie wurden von der Polizei vor dem Grundstück aufgehalten. Die illegalen Besetzer haben gegen Zahlung von 10.000 Schekeln einen Aufschub der Räumung erreichen können. Jetzt muss der Grundstückseigentümer wieder auf einen neuen Räumungstermin warten.

Israel ist ein Rechtsstaat – man könnte aber auf die Idee kommen, dass er einer ist, der Ex-Präsidenten und -Premierminister vor Strafverfolgung und Gefängnis schützt und arabischen Illegalen den Vorzug vor den eigenen jüdischen Staatsbürgern gibt. Umgekehrte Fälle – wenn ein Araber seine Ansprüche gegen einen Juden durchsetzt/durchsetzen muss – erhalten internationale Aufmerksamkeit und werden zügig gelöst.

Wer wird also in Israel diskriminiert? Araber? Nö, wenn schon derart grob, dann eher Juden!

2.7.07 22:23


Ein arroganter Ignorant

Ministerpräsident Ehud Olmert hat gestern, am 18. Mai Sderot besucht. Das ist die israelische Stadt, die tagtäglich vom Gazastreifen aus mit Qassam-Raketen beschossen wird. Die Menschen dort beschweren sich seit Monaten, dass die Regierung (bzw. das Militär, aber das kann ja nur tun, was die Regierung ihm gestattet) nicht genug gegen den Raketenterror unternimmt – wenn sie es überhaupt tut.

Der allseits sehr beliebte Ministerpräsident hatte den Einwohnern von Sderot nun Folgendes zu sagen:

In Jerusalem hatten wir Anschläge, die 150 Menschen innerhalb eines Monats töteten.

Diesen einen Monat sollte man nicht herunterspielen, er war schlimm. Aber was Olmert sich hier leistet, ist letztlich den Menschen von Sderot zu sagen:

Ihr Weicheier, ihr habt gar keinen Grund zu jammern, wir hatten es in Jerusalem viel schlimmer. Ihr habt ja noch nicht einmal eine anständige Zahl Tote zu beklagen!

Geht’s noch?

Kein Wunder, dass Dr. Aaron Lerner von IMRA ihm einiges zu erklären versucht:

Die Terrorwelle, die Jerusalem erfuhr, war schwierig und belastend, aber es gibt einen grundsätzlichen Unterschied zum Wohnen in einer Stadt, die Terroranschlägen ausgesetzt ist und einer Gemeinde, die Opfer ungezielten Raketenfeuers ist.

Selbst auf der Höhe der Terroranschläge waren diese auf öffentliche Orte beschränkt und konzentrierten sich selbst dabei auf bestimmte Orte. Die Einwohner konnten sich entscheiden, in welchem Maß sie sich dem Terror aussetzten, indem sie ihre Zeitpläne und Gewohnheiten änderten. In wie weit sie den Anschlägen ausgesetzt waren, ließ sich durch Raum und Zeit beschränken.

In scharfem Gegensatz dazu ist die Bedrohung durch die Qassams völlig willkürlich. Man kann von einem direkten Treffer getötet werden, während man in seinem Wohnzimmer sitzt und fern sieht.

Herrn Olmerts Bemerkung deutet darauf hin, dass er keine Wertschätzung dafür hat, wie hart es ist, der „Raketen-Lotterie“ ausgesetzt zu sein.

Das mag wenigstens zum Teil erklären helfen, was man großzügig als unbekümmerte Haltung gegenüber der Bedrohung durch die Raketenangriffe bezeichnen könnte, die Kennzeichen der Regierungspolitik ist.

Dem möchte ich noch hinzufügen: Es ist ein deutlicher Unterschied, ob man in einer Stadt lebt, in der es inzwischen nur noch gelegentlich zu Anschlägen kommt, weil die Sicherheitsvorkehrungen ausreichen, oder in einer Stadt, in der es seit Monaten (im Grunde genommen seit Jahren, spätestens seit Sommer 2005) ohne bemerkenswerte Unterbrechung ständig knallt und man sich dem nicht entziehen kann.

Ehud Olmert ist ein arroganter Ignorant, der menschenverachtend mit den Sorgen, Ängsten,Nöten und der Bedrohung seiner Bürger umgeht. Und wenn die Arbeitspartei nicht so feige wäre (und aufhören würde die Koalition zu stützen), gäbe es diesen Ministerpräsidenten nicht mehr. Was für Israel deutlich besser wäre.

19.5.07 12:28


Der Gilad Shalit-Realitycheck

Dr. Aaron Lerner von IMRA kommentierte die Lage zum von den Hamas-Terroristen entführten Soldaten Gilat Shalit – aber eigentlich zur schizophrenen Haltung solchen Taten gegenüber und den dabei angewandten zweierlei Maßstäben:

Eine Gruppe radikaler, extremistischer Israelis stahl sich in den Gazastreifen, entführte einen Palästinenser und halten ihn als Geisel an unbekanntem Ort fest. Die Gruppe gab einer Reihe Forderungen an die Palästinenser aus. Die israelischen Regierungsvertreter sagten, sie unterstützten die Forderungen der Gruppe und schlugen vor, die beste Möglichkeit für die Palästinenser den Vorfall zu beenden sei die Forderungen zügig zu erfüllen. Die US-Regierung hat ihre Hilfe zur Beschleunigung der Verhandlungen zwischen den Geiselnehmern und den Palästinenser angeboten. Während die israelische Regierung nicht offiziell in die Entführung verwickelt ist, haben der Premierminister und anderen hochrangige Mitglieder seiner Partei als Repräsentanten der Entführer an den Verhandlungen teilgenommen.

Das klingt natürlich absurd.

Weil es das ist.

Weil es niemals passiert ist.

Und nie passieren wird.

Nicht von Seiten der Israelis.

Aber die arabische Seite ist eine ganze andere Geschichte.

Das ist genau das, was passierte, als Gilad Shalit als Geisel genommen wurde.

Offizielle Palästinenservertreter bestanden nicht auf Shalits bedingungsloser Freilassung und der Bestrafung seiner Entführer – sie forderten Israel auf, die Forderungen der Entführer zu erfüllen.

Ägypten setzte die Hamas und die verschiedenen, direkt an der Operation beteiligten Gruppen nicht unter Druck – es hat statt dessen Versuche unternommen, für die Entführer etwas Lohnendes aus Israel herauszuholen.

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Wir Israelis sind so zynisch geworden, dass wir das als selbstverständlich ansehen.

Wir haben den Punkt erreicht, dass es Allgemeingut ist, dass man Palästinenser als „moderate“ bezeichnet, wenn sie sagen sie würden nur versuchen uns zu ermorden, wenn sie ihren Willen nicht anders bekommen als auf Gewalt zurückzugreifen.

Dieser Zerfall der Standards ist keine Werbung für Frieden und Aussöhnung.

17.3.07 23:32


Olmert wieder. Ob das stimmt?

Neueste Schote von Premier Olmert: Er behauptet, auf den Libanonkrieg sei Israel schon Monate lang vorbereitet gewesen. Angezweifelt wird das vom Vorsitzenden des Außen- und Verteidigungsausschusses, Yuval Steinitz. Der führt an, dass es keinerlei Diskussionen über die Möglichkeit eines Krieges im Norden oder dessen Vorbereitung gegeben hat. Außerdem kürzte die Regierung Olmert erst zwei Monate vor Kriegsausbruch das IDF-Budget um eine halbe Million Schekel.

Olmert behauptete am 1. Februar vor dem Untersuchungsausschuss seine Entscheidung auf die Entführung der beiden Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev mit einer groß angelegten Militäroperation zu antworten sei schon vier Monate vor Kriegsausbruch getroffen worden.

Sollte das stimmen, dann fragt sich natürlich, wie es kommt, dass Israel derart unvorbereitet und konfus in den Libanon ging. Die Probleme sind bekannt: unzureichendes Training, teilweise mangelhafte Ausrüstung, unzusammenhängende Aktionen, widersprüchliche Befehle, Chaos in den Bodenoperationen.

Einen Entschluss für eine groß angelegte Militäraktion zu treffen und dann die Truppen nicht darauf vorzubereiten bzw. sich vorbereiten zu lassen, das würde allerdings zur selbstmörderischen Politik der derzeitigen Chaos-Regierung passen.

Der Winograd-Ausschuss hatte gegenüber Olmert drei Hauptbereiche, in denen er Auskunft haben wollte: wie die Entscheidung in den Krieg zu ziehen getroffen worden war, warum Olmert sich entschied im Libanon 48 Stunden vor der Feuereinstellung eine groß angelegte Bodenoperation zu beginnen, die noch 33 Soldaten das Leben kostete und die Umstände um Amir Peretz’ Ernennung zum Verteidigungsminister.

Der Meisterplaner im Premier-Sessel will bereits am 8. Januar 2006, nur vier Tage nach seiner Ernennung zum Premierminister in Folge von Sharons Krankheit, ein erstes Treffen abgehalten haben; diese seien im März, April, Mai und Juli (nach der Entführung von Gilad Shalit durch die Hamas) fortgeführt worden. Olmert will weiterhin Generalstabschef Halutz angewiesen haben, dass eine Entführung von IDF-Soldaten, begleitet von Raketenbeschuss über die Grenze Israels Abschreckungsfähigkeit beeinträchtigen würde. Halutz habe geantwortet, dass Israel in einem solchen Fall keine Zurückhaltung üben könne. Olmert habe Halutz’ Rat angenommen.

Hm, das spricht wohl dafür, dass da entschieden wurde etwas zu unternehmen, aber nicht, was. Vergleichbar mit einem Fußballtrainer, der seinem Co-Trainer sagt, wenn die Gegner ein Tor schießen, müsse man stürmen wie wild. Und der Co-Trainer sagt: Klar, das ist nicht akzeptabel, wenn die anderen ein Tor schießen, dann müssen wir volle Kanne nach vorne spielen. Aber die Mannschaft lassen sie weder Torschüsse noch Laufwege und Spielzüge dafür trainieren.

Was den Verteidigungsminister angeht, wäscht Olmert seine Hände in Unschuld: Das Verteidigungsministerium sei nach den Koalitionsverhandlungen an die Arbeitspartei gegeben worden, die habe den Minister ausgewählt. So kann man sich auch aus der Affäre ziehen: Ich hab keine Verantwortung dafür, ich habe nichts falsch gemacht, da müsst ihr die anderen fragen. Wenn wir Blindfische in der Regierung haben, kann ich nichts dafür.

Vielleicht hätte er nicht so machtgeil nur nach dem Amt schielen und besser verhandeln oder die Avoda nicht einbeziehen sollen! Notfalls verzichtet man auch auf so ein Amt, um eine so unmögliche Lage nicht zu schaffen. Aber das kann der Mann nicht, der musste um jeden Preis seinen Posten haben.

9.3.07 23:19


Blindfisch

Das Bild hat Symbolwert: Israels Verteidigungsminister Amir Peretz ließ sich von Generalstabschef Gabi Aschkenasi bei einem Manöver auf dem Golan erklären, was es zu sehen gibt – und nach israelischen Presseberichten nahm er dabei dreimal das Fernglas, so wie es auf dem Foto zu sehen ist, vor die Augen und nickte verstehend. Nur was sieht er da? Wahrscheinlich, das, was ihn ohnehin in seinem Amt bestimmt: Nichts! (außer Schwarz)


HotAir verlinkt verständnisvoll auf eine andere Seite, in der US-Präsident Bush anscheinend durch ein Fernglas mit nicht entfernten Kappen schaut. Auch CBS News führt weitere Politiker mit gleichem Problem an. Nur gibt es bei diesen keine Berichte darüber, dass die das dreimal machten, ohne dass sie die Kappen abnahmen.

24.2.07 23:13


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