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Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
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Bildung+Schule

Das Schulsystem ist schuld

Das ist der Standardspruch linker Tagtraum-Schwachsinn-Verbreiter, die alles über einen Kamm scheren und die Gleichmacherei bis zum Exzess treiben. Gerade schwafelt wieder eine linksextreme „Bildungs“-Politikerin (PDS, zu sehen bei n-tv in der Live-Übertragung) mit ihrer ideologisch verblendeten Kampfgesinnung im Bundestag, dass das Schulsystem abgeschafft werden müsse. Die Rütli-Schule in Berlin ist der Aufhänger dafür. Es kommt solchen Leuten gar nicht in den Sinn, dass bei den Schülern selbst etwas nicht stimmt, wenn diese Verhältnisse bestehen. Oder wenn sie zu dieser „Erkenntnis“ kommen, dann nur mit der messerscharfen Schlussfolgerung: Sie können nichts dafür, sie sind zwangsläufig so geworden, weil die deutsche Gesellschaft sie dazu macht.

Ich kriege das Kotzen, wenn ich so was höre oder lese. „Das System“ – bessere Gründe finden sie auf dem linken Spektrum anscheinend nie. Dass Probleme von Gewaltanwendung, Anarchie, abwesendem Respekt, Bandenbildung und das Recht des Stärkeren eine andere Ursache haben könnten, kommt solchen Leuten nicht in den Sinn – dass es bei gesellschaftlichen „Nebenräumen“ und „Parallelgesellschaften“ dazu kommen kann, das wird auch nur wieder nur unter dem Thema „System“ abgehandelt, wenn auch nicht Schulsystem.

Das Schulsystem ändern, das ist ein Haupthobby der links und linksaußen stehenden „Bildungs“-Politiker und dafür ziehen sie alles heran, was ihnen in die Finger kommt, ob’s nun passt oder nicht ist völlig egal und notfalls wird’s halt passend geredet. Und für solche Systemänderungen ist dann immer auf einmal haufenweise Geld da. Dass diese Gelder im „System“ vielleicht vorher schon wirkungsvoll hätten eingesetzt werden können, das darf nicht gelten, denn da gab es ja keines, das in die Bildung gesteckt werden konnte. Aber wenn man sich dem eigenen Hobby widmen und sich ein politisches Denkmal setzen kann, dann ist immer Geld da und das nicht zu knapp. Die Lösung muss nur radikal genug sein. Das dreigliedriger Schulsystem muss weg. 6-jährige Grundschule? Reicht nicht, kein Geld vorhanden die bestehenden Schulen umzubauen und zu erweitern. Gesamtschulen einrichten? Kein Problem, das ist die „Alternative“ zum dreigliedrigen Schulsystem, da wird reingebuttert.

Das ist es, was hinter der ständigen Anpreisung des Allheilmittels „Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems“ bei jedem Problem mit Schule und Bildung steckt. Und das macht das ganze Gerede um Änderungen am Schulsystem so unglaubwürdig und scheinheilig. Sollte es eines Tages so weit sein, dass man Systemprobleme losgelöst von nicht im System bedingten Problemen bespricht, dann ist es an der Zeit ernsthaft über ein anderes System nachzudenken und es zu diskutieren. Aber nicht mit diesen fadenscheinigen „Begründungen“ aus dem multikulturellen Nirwana.

5.4.06 16:30


James Krüss, der kleine Rassist!

Kewil und das Rebellog haben sich in den letzten Tagen bereits ausführlich über die sprachliche „pc crowd“ und ihren Sprachtotalitarismus ausgelassen. Hier mal ein Beispiel aus der realen (Schul-)Praxis:

Klassenlektüre im 3. Schuljahr, eine Ganzschrift: „Die Konferenz der Tiere“ von James Krüss. Ein Buch, das ein einziger, flammender Appell gegen Krieg ist. Friedensbewegt, infolge der Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs. Gibt es etwas Anständigeres?

Und dann die Frage eines Schülers: „Kann es sein, dass das ein kleiner Rassist ist?“

James Krüss ein Rassist? Einer, der unter den Rassisten des „Tausendjährigen Reichs“ gelitten hat wie ein Hund – ein Rassist? Wenn, dann sicher nicht der!

Der Lehrer reagiert zum Glück ganz cool. Mit einer Gegenfrage: „Warum meinst du, der Herr Krüss könnte ein Rassist sein?“
“Der schreibt hier immer von einem Negerjungen. Das ist doch rassistisch Neger zu sagen.“

Ein harmloses, kleines und sehr friedensbewegtes Buch sorgt dafür, dass über den Rassismus des Autors geredet werden muss. Einer Klasse Neunjähriger muss erklärt werden, dass Neger vor fast 60 Jahren, als Krüss das Buch veröffentlichte, eine ganz wertneutrale Beschreibung für sehr dunkel pigmentierte Bewohner Afrikas war. Heute sagt man „Afrikaner“, meint aber damit nicht alle, sondern nur die, die so dunkel sind, dass man als Europäer nicht sieht, wenn die einen Sonnenbrand haben. Hellere sind zwar auch Afrikaner, können aber nicht als solche bezeichnet werden, weil sie nicht zur Ureinwohnerschaft gehören (nördlich der Sahara trifft das allerdings nicht zu, denn da sind auch Afrikaner, die aber nicht so dunkel sind und trotzdem keine Nachkommen der europäischen Kolonialherren sind – aber das wäre jetzt zu viel der Erklärungen, das versucht ihr bitte zu verstehen, wenn ihr größer seid). Das kommt alles daher, dass Leute gefunden und durchgesetzt haben, dass Neger sich zu sehr wie Nigger anhört und deshalb als rassistisch betrachtet werden muss. Das war aber erst lange, nachdem der Herr Krüss das Buch geschrieben hat. Und deshalb steht im „Karneval der Tiere“ immer noch Negerjunge, weil der Herr Krüss das nicht anders kannte. Er ist also kein Rassist (gewesen, er lebt ja nicht mehr). Nur, weil das heute anders gesehen wird, kann man ihm nicht vorwerfen, dass er das so geschrieben hat.

Zum Glück akzeptieren Grundschüler noch, dass sich Sachen einfach so geändert haben (bzw. geändert wurden), auch wenn das für sie wenig einsichtig ist. – Insofern haben sie auch keine Probleme mit der Rechtschreibreform. Die haben nur solche intellektuelle Erwachsene, die zu keinerlei Veränderung bereit sind, wenn die Sinn macht und hinter ihr Logik steckt, sondern nur Veränderungen durchsetzen müssen, die nicht nötig wären, hätten diese Leute keine Probleme Probleme zu finden, die es ohne ihr verqueres Denken nicht geben würde – also die Kreise, die auf Teufel komm raus ihre Art der Toleranz durchsetzen müssen, von der dann niemand mehr abweichen darf, wenn er nicht als intolerant bis faschistisch bezeichnet werden will.

1.4.06 22:43


Das ist ein Gott, Mensch!

Religionsunterricht im ersten Schuljahr, Thema Ostern - Auferstehung Jesu am Ostersonntag. Ein Schüler meldet Bedenken an: Das geht doch nicht, wenn einer tot ist, dass der wieder lebendig wird.

Ohne Meldung aus den hinteren Reihen die Gegenmeinung: Mann, das ist ein Gott, Mensch!

28.3.06 07:39


Ganz alltäglich und normal

Montags-Erzählkreis im ersten Schuljahr. Schülerin X berichtet, dass ihr Vater ins Krankenhaus muss. Besorgte Frage der Lehrerin: „Was hat er denn?“

Souveräne Antwort der 6-jährigen: „Ist nicht schlimm. Der bekommt nur die Samenleiter durchgeschnitten. Mama hat gesagt, er hat genug Kinder.“

16.3.06 17:07


Hobby: Geifern

Jetzt schimpfen sie wieder auf die Reformkommission – die Schriftsteller, die Journalisten und ich weiß nicht, wer sonst noch alles. Das scheint ihnen ja so richtig gut zu gefallen. Nur: Echte Gründe für die Kritik oder das, was als solche ausgegeben wird, habe ich bisher nicht wirklich gehört. In der Regel strotzten die Anmerkungen dazu von Emotionalitäten oder vor Unwissen. Das fängt an bei „Hörerumfragen“ (WDR im Herbst 2005: Rufen Sie uns an und sagen Sie uns, was sie an der Rechtschreibreform schlecht finden). Bezeichnend z.B. diese Aussage (inhaltlich wiedergegeben): „Ich finde es furchtbar, dass das ß abgeschafft worden ist. Das ist so ein schöner deutscher Buchstabe, mit dem wir uns von anderen Sprachen unterscheiden.“ Bezeichnend, weil so unglaublich beispielhaft für Unwissen wie Emotionalität. Denn das ß wurde mitnichten abgeschafft und was daran so unbedingt toll sein soll, dass sich die deutsche Sprache [sic!] damit von anderen absetzt, ist auch nicht rational nachvollziehbar. Wohl aber, dass eine rationale Regel geschaffen wurde, die für die Schreibung des ß verständlicher ist.

Nun haben sie also wieder das Sagen, wie heute Morgen im WDR um Viertel nach sechs durch Kurt Gerhard. Die Arroganz seiner Aussagen sind kaum zu toppen:

Man hätte keine Professoren in den Rat für Rechtschreibung schicken sollen, keine Wissenschaftler, sondern Ästheten, Dichter - Leute, die durch eigenes Schaffen bewiesen haben, dass sie wissen, was schöne Sprache ist. Denen hätte man ein paar gestandene Lehrer an die Seite stellen sollen, deren Aufgabe gewesen wäre, die Vorschläge der Ästheten auf ihre Brauchbarkeit in der Schule zu prüfen. Dann wäre das Verfahren nicht so quälend lang geworden, und Schülern, Lehrern, Verlagen und sonstigen Sprachgebrauchern wäre viel Verwirrung erspart geblieben.

Ja klar, Professoren (waren ja nie andere dabei!) haben weder Ästhetik noch können sie mit Sprache umgehen bzw. schöne Sprache „machen“/schreiben. Was man Akademikern nicht alles abspricht, wenn’s gerade so schön ist etwas zu verdammen, das man nicht richtig kennt! Vor allem aber wird völlig außen vor gelassen, dass die ganzen Schöngeister, Medienschreiber und wer noch alles was dazu zu sagen hat, Jahre lang Zeit hatten sich an den ganzen Überlegungen zu beteiligen. Auch ein Helmut Karasek, den ich sonst sehr schätze, meint sich despektierlich äußern zu müssen. Ohne rationale Begründungen, sondern rein emotional. Was hat Rechtschreibung mit schöner Sprache zu tun? Ist sprachliche Schönheit nicht viel mehr an Wortschatz, Ausrucksvermögen und Stil zu erkennen? Hier werden Äpfel für das Aussehen von Birnen verantwortlich gemacht – emotionales Lamentieren statt sachlicher Information! Dazu gehört dann eben auch, dass Bandwurmwörter als begrüßenswert und ihre Trennung als „Unrat“ und „Sprachstörung im Gremium“ bezeichnet. Beleidigungen statt sachlicher Auseinandersetzung ist heute „Diskussionskultur“ – und wir wundern uns, wie Schüler mit einander (oder doch lieber: miteinander?) umgehen?

Rufen wir also ein Halleluja - mit wie viel "l" grad noch mal? [kleiner Hinweis, Herr Gerhard: Das wird in der alten wie der neuen RS so geschrieben; das Beispiel ist also – beispielhaft! – falsch gewählt!] - egal, rufen wir es, dass die Agonie vorüber ist. Und wenn noch mal Zeit und Kraft für eine Reform ist, dann, bitte schön, für ein anderes Thema, für die Liebe zur deutschen Sprache - wie man sie stärken kann, bevor die Werbefritzen sie ganz zertreten haben.

Er will „Halleluja“ rufen – nicht „Hallelujah“? – und weiß vermutlich nicht einmal, was das heißt. Oder weshalb wird zu einer solchen Profanität der Allmächtige angerufen? „Lobet den Herrn“, weil Rechtschreibregeln (ist das wirklich übersichtlicher als „Rechtschreib-Regeln“ – was BEIDES möglich ist!) nach gestern geändert werden? Da fehlt nun wirklich jede Verhältnismäßigkeit. Auch ein Zeichen der „Diskussionskultur“ (Diskussions-Kultur) von heute.

So ganz nebenbei: Das „Zertreten“ der deutschen Sprache durch die „Werbefritzen“ ist mitnichten ein Rechtschreibproblem – z.B. wenn Coca-Cola von „unkaputtbaren“ (PET-)Flaschen schwärmt und ein Auskunftdienst „Da werden Sie geholfen“ tönt, dann hat das mit Rechtschreibung nun gar nichts zu tun.

Noch ein erstaunlicher Punkt: Während jede noch so weit hergeholte „Ungereimtheit“ ausgegraben und vernichtend kommentiert wurde, weil sie anders als bisher geregelt, hat nie einer auf die Ungereimtheiten der alten Rechtschreibung hingewiesen und diesbezüglich Vergleiche angestellt. Das lassen wir lieber unter den Tisch fallen, denn wir kennen das und was wir kennen, soll nicht verändert werden. Das ganze Palaver zu den Regeländerungen ist viel mehr ein Zeichen für den Zustand unserer Gesellschaft, ihren Reformunwillen und dass nur ja nichts anders gemacht werden darf. Da werden „progressivste“ Linke auf einmal zu Reaktionären - es ist schon erstaunlich, wie reaktionär der Spiegel mit Chefredakteur Aust auf einmal ausgerechnet bei der Rechtschreibung ist („Wir haben sowieso alle nach der alten Rechtschreibung geschrieben und das dann vom Computer ändern lassen“).

Was wäre erst gewesen, hätten die Mitglieder der Reformkommission konsequent gehandelt und beschlossen die Großschreibung der Nomen abzuschaffen? Das hätte wohl einen Sturm der Entrüstung losgetreten, der mit nichts außer Deutschtümelei zu begründen gewesen wäre – und wahrscheinlich mit am Vehementesten vertreten von Leuten, die sonst alles Nationale verbitten. Oder wie soll sonst begründet werden, dass wir als Einzige die Nomen (Substantive) groß schreiben? „Aber dann erkennt man doch die Nomen nicht mehr“, hielt mir eine Bekannte einmal vor, die völlig vergaß, dass ihre Englisch- und Lateinkenntnisse keinerlei groß geschriebenen Nomen nötig machten. Ich antwortete, wie man denn die gesprochenen Nomen erkennt und ob es nicht vielmehr so sei, dass man, weil man ein Nomen erkennt, dieses Wort dann groß schreibt. Mit anderen Worten: Zur Rechtschreibung ist in manchen Fällen eine gute theoretische Kenntnis der Grammatik vonnöten. Rechtschreibkenntnisse reichen eben nicht. Weil Reform grundsätzlich unerwünscht ist. Und die Schöngeister schon gar nicht wollen, dass sich etwas ändert. Weil sie meinen, Rechtschreibung sei für sprachliche Schönheit verantwortlich. Und schön ist, was man kennt. Und was man kennt, darf nicht geändert werden, dann müsste man sich ja umgewöhnen.

3.3.06 17:49


Das „Arbeits-Du“

Wenn sich Mitglieder einer Berufsgruppe (Lehrer) treffen, zu einem beruflichen Termin (Fortbildung), dann ist das heutzutage manchmal ein etwas chaotisches Gefühlserlebnis. Wenn diese ganze Truppe dann mit Computerfragen beschäftigt/beschäftigen muss, dann haben die Referenten oft Probleme, die Teilnehmer „richtig“ anzusprechen – ein Chaos aus „Sie“ und „Du“ ist die Folge. Schließlich ist das Duzen in der „Community“ Gang und Gäbe, aber gestandene Beamte, wissenschaftlich gebildet und so weiter, einfach mit du anzureden, da geniert man sich dann doch. Also bemüht sich der Referent, was ihm recht oft nicht gelingt.

Deshalb wurde das „Arbeits-Du“ erfunden, damit es einfacher wird. Die Gruppe einigt sich darauf, dass für die Zeit der Maßnahme (Fortbildung) alle geduzt werden. So weit ist es jetzt. Die Frage ist: Was passiert nach Beendigung der Fortbildung? Suchen wir weitere gemeinsame Arbeit, um uns weiterhin duzen zu dürfen? Oder bleibt das Du einfach bestehen? Oder geht man dann wieder zum Sie über?

Letzteres wohl kaum. Grinsen wir uns eins und kennen die halbe (Kollegen)Welt so gut, dass wir sie duzen dürfen. Da diese Duzerei auf allseitigem Einverständnis ruht, ist ja alles paletti.

Anders sah das vor 15 Jahren aus, als eine Hauptseminar-Leiterin ihren gerade frisch eingetroffenen Lehramtsanwärtern und -innen anbot, dass man sich duzt, wenn man wolle, dass aber auch respektiert und darauf Rücksicht genommen würde, wenn jemand das nicht möchte. Ein paar Monate später standen zwei Lehrproben in einer Schule an. Bei der Nachbesprechung tönte es immer „du“ aus dem Mund der Seminar-Leiterin, während die dem damit weiterhin aufgezwungenen Du ablehnend gegenüber stehenden Referendarinnen fleißig „Sie“ sagten. Respektierung der Wünsche der LAAs nicht geduzt zu werden? Pustekuchen!

Das waren dann wohl die Kinderkrankheiten des Arbeits-Du...

2.3.06 19:58


Menschenrecht Bildung

Da hat er nun erforscht, der UNO-Beauftragte Munoz. Und was kommt dabei heraus? Letztlich nur das, was unsere Bildungs-Tr?umer schon seit Jahren sagen, aber nicht auf die Reihe kriegen: z.B. dass die Grundschule l?nger dauern m?sste, nicht schon nach vier Jahren ?selektiert? (was f?r ein Wort! Kennen wir besonders gut aus den Lebensraum-Camps der 1000 ruhmreichen Hakenkreuz-Jahre) werden sollte. Und den ganzen bekannten Katalog an Ma?nahmen, die nur an Symptomen kurieren, nicht aber das Grundproblem angehen. Der UNO-Mann bringt fast nur Kritiken, die von den Kritikern des Systems seit Jahren oder Jahrzehnten vorgebracht wird, aber sonst nichts.

Gut, nehmen wir das Beispiel der 6-j?hrigen Grundschulzeit. Da haben wir direkt ein Problem. Das wird seit Jahren von Bildungsleuten gefordert. Und was bringt es? Jetzt haben sie von der ?Weltregierung? UNO die Best?tigung, dass sie noch eine Instanz mehr haben, von der sie nachgeplappert werden. Folgen? Werden wohl gleich Null sein, denn der Umbau des Bildungssystems in dieser Art w?rde Kosten haben, die derzeit von niemandem bezahlt werden (k?nnen). Denn alle Grundschulen m?ssten erweitert werden ? und bei den meisten weiter f?hrenden Schulen st?nden R?ume leer ohne Ende. Leisten will sich das wohl keine Landesregierung und auch kein Schultr?ger.

Ach ja, die Kinderg?rten. Die sollen als Teil des Bildungssystems genutzt werden. Das w?re dann aber wohl in manchen Teilen eine starke Umorientierung, denn bisher gelten sie nicht als solcher. Bildung nach bisherigem Verst?ndnis bzw. bisheriger Praxis f?ngt in der Schule an.

Einen Exoten gibt es bei den Kritikpunkten: die ?Unterschiede in den L?ndern?. Ach, herrlich! Das ist der einzige Punkt, der unsere Bildungstr?umer nicht passen d?rfte. Denn das bedeutet mehr Zentralit?t und da sind sie empfindlich. Man werfe einmal in eine bildungspolitische Diskussion den Begriff des Zentralabiturs, da gibt?s die sch?nsten Schimpftiraden. Die im vorletzten Schuljahr eingef?hrten Vergleichsarbeiten in Nordrhein-Westfalen setzen erste Schritte in diese Richtung. Aber auf Gegenliebe st??t das weder bei Lehrern noch bei denen, die als Vordenker p?dagogischer Konzepte und Systemreformer gelten. Dass die Politik ? und ausgerechnet noch die SPD ? das eingef?hrt hat, nimmt man z?hneknirschend zur Kenntnis und macht notgedrungen mit.

Es ist schon erstaunlich: Die Bildungstr?umer sitzen ?berall, auch in den amtierenden Regierungen. Nur: Sie reformieren nicht wirklich, sondern bem?hen sich dem Staat Geld zu sparen und das als bildungspolitischen Fortschritt zu verkaufen. Da werden dann Konzepte, die irgendwo funktionieren, ??bernommen?, aber nicht ganz ? n?lich schon mal ohne das entsprechend n?tige Material; da werden neue Schuleingangskonzepte eingef?hrt, ohne dass ausreichend Fortbildungsangebote f?r die Lehrer vorhanden sind; bei einem Regierungswechsel wird aus finanziellen Gr?nden das vorhandene Fortbildungsangebot auch noch gestrichen, weil es daf?r eine Stundenerm?igung gibt.

Und da sind wir beim wirklichen Problem: Staatlicherseits ist zu wenig Geld da, um die Bildungsinstitutionen personell wie materiell so auszustatten, wie es auch nur ansatzweise w?nschenswert ist. Das f?ngt bei Kindergarten-Geb?hren an und geht ?ber die Lehrerstellen, Lehrmaterialien und Ausr?stungen der Schulen weiter.

Wenn es aber um die Grundfragen der Erziehung geht, dann w?re angebracht, dass Eltern ihre Kinder wieder erziehen lernen. Heute geben immer mehr Eltern die Erziehung an Kinderg?rten und Schulen ab. Diese m?ssen dadurch Aufgaben ?bernehmen, die nicht zu ihrem Auftrag geh?ren und die ein Erf?llen des Lehrplans verhindern. Eltern zur Erziehungsf?higkeit zu qualifizieren ? das w?re ein Ding! Aber das kostet nicht nur enorm viel Geld, es w?rde bei uns vor allem als Eingriff in das Privatleben betrachtet. Abgesehen davon d?rfte es wohl sehr problematisch sein, zwangsverpflichteten Eltern die n?tige Motivation zu verschaffen, das umzusetzen, was sie lernen sollten. Man kann nat?rlich weiter meinen, der Staat m?sse alles regeln. Ist nur die Frage, wie effektiv das ist, wenn staatliche Institutionen alles ?bernehmen. Wenn das m?glichst wenig kosten soll ? die Eltern wie den Staat. So kann das nun mal nicht laufen. Man muss investieren. Eltern wie Staat, jeder muss in die Pflicht genommen werden, ohne Aufgaben dem jeweils anderen abzutreten und Schuld zuzuweisen. Dann k?nnten Defizite ausgeglichen werden. Aber nicht, indem der Staat alles ?bernimmt und Familien nur aus Einzelpersonen bestehen, die die Verantwortung f?r einander nicht mehr tragen.

22.2.06 22:08


Bayern erlaubt Homeschooling

In Deutschland ist das eigentlich eine Sensation, was bei ?pro? gemeldet wird: Bayern l?sst Hausunterricht neben der Regelschule und Privatschulen zu. Fast nicht zu glauben. Aber was in anderen L?ndern durchaus ?blich ist, k?nnte jetzt hier bei uns auch langsam kommen. Nat?rlich nur mit deutschen Vorbehalten. Es ist ja nicht weiter von Bedeutung, dass die Schulpflicht von den Nazis eingef?hrt wurde, um alle Kinder unter ihre Propaganda-Fuchtel zu kriegen. Das muss heute auch so sein. Das war immer schon so (nicht mal 80 Jahre, aber ?immer?) und das hat so zu bleiben! Basta!

P?dagogen und Kultusminister stehen dem Konzept des Homeschooling jedoch eher skeptisch gegen?ber: Sie verweisen auf die Schulpflicht, die zudem das Schulrecht beinhalte. Sie fordern, dass "Kinder und Jugendliche nach einem festen Lehrplan unterrichtet werden", sodass die Kinder "eines Tages ein Examen haben, mit dem sie ihr Leben selbst gestalten k?nnen", so der Sprecher des bayrischen Kultusministeriums Ludwig Unger. Nur die Schule k?nne die Einhaltung dieser Standards gew?hrleisten, heißt es in dem Beitrag der FAS weiter.

Das ist die typisch deutsche Umgangsweise mit etwas, das unerw?nscht ist. Hallo? Wenn, wie in Bayern vorgesehen, Pr?fungen an staatlichen Schulen erfolgen, dann d?rfte ja wohl gew?hrleistet sein, dass die Standards eingehalten werden, schließlich m?ssen die in Heimunterricht geschulten Kinder diese Standards erreichen, um ihre Abschl?sse zu bekommen. Und wenn das nicht geschieht, dann wird den entsprechenden Eltern die Genehmigung wieder entzogen. D?mmlicher kann man wohl kaum argumentieren.

Im ?brigen ist diese Argumentation der Gegner des Hausunterrichts dann auch auf alle zu ?bertragen, die in der Entwicklungshilfe oder in Missionen t?tig sind und ihre Kinder dort unterrichten. Die kommen also alle wieder nach Deutschland und sind nicht in der Lage Standards zu erf?llen und ein Examen zu haben, mit dem sie ihr Leben selbst gestalten k?nnen. Na ja, so erledigen sich die Knieschuss-Experten selbst, aber leider sitzen sie an den Hebeln der Macht und gerieren sich zu besser wissenden Selbstgerechtlern, denen man nicht in die Quere kommen darf. Bleiben wir lieber bei Adolfs eingef?hrten Indoktrinations-Mechaniken, die k?nnen wir gut selbst brauchen. Der Staat kann und muss alles machen, die B?rger d?rfen?s nicht ? außer es passt ins ideologische Bild der 68er. Mahlzeit!

14.2.06 14:03


Da staunt der Lehrer

Eine Drittklässlerin, nennen wir sie D., geht jeden Morgen auf dem Weg zur Schule in einen ganz bestimmten Kiosk und kauft sich dort für einen Euro ein Käsebrötchen, das sie in der Frühstückspause nach der zweiten Unterrichtsstunde verzehrt.


Jetzt traf D.s Klassenlehrer auf dem Weg zum Mittagessen in der Stadt den Vater seiner Schülerin. Der Lehrer erfuhr, dass D. eine ganz schlechte Esserin ist; ihr Vater ist heilfroh, dass sie sich jeden Morgen das teure Brötchen im Kiosk holt, weil sie sonst fast nichts essen würde, schon gar nicht zur Frühstückspause in der Schule. Und dann erfuhr der erstaunte Lehrer, wieso seine Schülerin wenigstens dieses tägliche Brötchen aß: Weil er selbst auch jeden Morgen dort in dem Kiosk sein Käsebrötchen für die Frühstückspause holt!

7.2.06 22:29


Statistik verkehrt

WDR Teletext von Montag, 23. Januar 2006, Seite 117, 20:25 Uhr:

Studie: Schulempfehlung h?ufig falsch
Die Empfehlung der Grundschule nach der vierten Klasse f?r den Besuch von Realschulen und Gymnasium erweist sich oft als nicht zuverl?ssig. Dies belegt eine neue Studie des Schulforschers Rainer Block (Universit?t Essen) auf der Basis von repr?sentativen Daten.

So hatten in NRW ?ber 80 Prozent der 15-j?hrigen Hauptsch?ler, die zuvor im Gymnasium oder der Realschule gescheitert waren, eine Empfehlung ihrer Grundschullehrer f?r eben diese Schulformen erhalten.


Frage: Ist der R?ckschluss

?80% der gescheiterten Gymnasiasten und Realsch?ler wurden dorthin empfohlen? => hohe Rate an falschen Empfehlungen

tats?chlich die Schlussfolgerung der Studie? Dann w?rde ich sagen, dass hier falsche Ma?st?be angelegt wurden.

Die richtige Frage w?re: Wie viele der Sch?ler sind an ihren Schulen nicht gescheitert? Diese Empfehlungen waren dann n?mlich richtig. Also muss gefragt werden: Wie hoch ist also die Anzahl der Gescheiterten an der Sch?lerschaft? Dann haben wir die richtige Konstellation und bekommen ein verwertbares Verh?ltnis. Und ich wage zu behaupten, dass diese Quote zumindest dem widerspricht, was der WDR in seiner Meldung behauptet!

Ein typisches Beispiel f?r ?Ich f?lsche meine Statistik lieber selbst? ? damit man sch?n Stimmung machen kann und das ?beweist?, was man unbedingt haben will, ob das nun die Realit?t ist oder nicht!
4.2.06 17:06


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