HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Einen Schröder machen

Der Mann geht eventuell doch noch in die Geschichte ein – vielleicht in Sprachgeschichte. Bisher ist er bekannt dafür, dass er als junger Mann am Zaun des Bonner Kanzleramtes rüttelte und rief, er wolle dort hinein. Hat er auf den letzten Drücker noch geschafft, bevor das Kanzleramt nach Berlin umzog. Berüchtigt war er auch als „Genosse der Bosse“ – aber wer weiß das heute noch, dass der damalige niedersächsische SPD-Ministerpräsident sich so gut mit der Führungsetage nicht nur von VW verstand? Dass er dann noch Bundeskanzler wurde, hatte er ausschließlich Helmut Kohl zu verdanken, der 1998 so verbohrt war noch einmal anzutreten, als ihn keiner mehr wollte. Die zweite Kanzlerschaft verdankte er den Amerikanern und dem deutschen Antiamerikanismus, als er sich gegen etwas „wehrte“, worum ihn niemand gebeten hatte (deutsche Teilnahme am Krieg gegen Saddam Hussein).

Der Mann hat nie wirklich etwas Eigenes gemacht. Er zitierte immer andere, wenn es eng wurde (Adenauer, als er mit Minimalst-Vorsprung die Wahlen 2002 gewann); er klaute hemmungslos bei anderen (Tony Blairs „New Labour“ gab es schon, als „die neue Mitte“ propagiert wurde); Konzepte brachte er nicht auf die Reihe, dafür gab es „Experten“, nach denen die Katastrophen benannt wurden, die heute noch durch die Republik geistern (Riester-Rente, Hartz-IV).

Und dann rief der Mann rief den „Aufstand der Anständigen“ (gegen „Rechts“) aus – anlässlich eines Ereignisses, das, wie sich dann herausstellte, mitnichten von Rechtsradikalen begangen wurde, sondern von zwei durchgeknallten Muslimen.

Das ist wohl die beste Beschreibung dessen, was Gerhard Schröder als Kanzler war – eine Type, die selbst nichts richtig auf die Reihe brachte und das als Erfolge verkaufte.

Dazu stellte er sich selbst ständig auf Seiten derer, die nun wirklich nicht zu den Positiven dieser Welt gehören; z.B. Putin, dem „lupenreinen Demokraten“ (der jegliche Kritik und Opposition vernichten lässt – oft im wörtlichen Sinn); den islamistischen Ministerpräsidenten Erdogan aus der Türkei wollte er gar nicht mehr loslassen; und neuerdings ist er Dr. h.c. in Damaskus.

Das ist natürlich nicht der einzige Grund, sich dort herumzutreiben. Dem syrischen Tyrannen hat er gleich noch versprochen sich dafür einzusetzen, dass er die Golanhöhen zurückbekommt. Schröder hat ein Talent dafür sich gegen Demokratien zu wenden und Gewaltherrscher zu seinen Kumpels zu erklären. Was dazu führte, dass der US-Abgeordneten und Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses des US-Parlaments, Tom Lantos, ihn als „schlimmer als eine Prostituierte“ bezeichnete.

Zwischenbemerkung: Das kann nach Vorstellung einiger Linker anscheinend nur ein Neocon machen, also vermeldet Radio Utopie, Lantos sei ein solcher – während er in Wirklichkeit zur Demokratischen Partei gehört, also den Linken der US-Politik!

Was nun die Unsterblichkeit angeht, so sind all die bisher angeführten „Leistungen“ nicht dafür angetan, Ringe-Gerd dorthin zu befördern. Das schafft er mit einer anderen Glanztat, die als Vorbild für weitere Personen des öffentlichen Interesses dienen könnte. Bekanntlich hat Schröder auf den letzten Drücker seiner Kanzlerschaft noch schnell einen Pipeline-Deal mit Putin verhackstückt, der der russischen Gazprom ein weiteres Stückchen Macht über Westeuropa zuschanzte. Im nächsten Schritt wurde der abgewählte Kanzler dann mal eben Vorstandsmitglied in der Gesellschaft, die Gazprom zur Verwirklichung und Betreibung der Gas-Pipeline durch die Ostsee gründete. Die zeitliche Nähe und die politischen Umstände lassen böse Gedanken zu, die nicht von der Hand zu weisen sind: Der Mann hat sich da ein Einkommen selbst organisiert, dafür sein Amt benutzt und streicht jetzt ein Vermögen ein. Der Begriff Korruption, wird nicht nur hinter vorgehaltener Hand behauptet, könnte hier eine neue Dimension gewinnen.

Genau dieses Verhalten Schröders wird jetzt vom Brussels Journal zum Anlass genommen die Frage zu stellen, ob Tony Blair dieses Wochenende „einen Schröder machen“ wird. Denn der Brite hat vor sich in Sachen EU-Vertrag (= getarnte EU-Verfassung) quer zu stellen. Um ihn umzustimmen, wurde ihm von Nicolas Sarkozy der Job des ersten EU-Präsidenten angeboten. Sollte er die britischen Vorbehalte aufgeben und einen prestigeträchtigen und/oder lukrativen Job bei der EU antreten, dann wäre das nicht anders als die Gazprom-Nummer des Ex-Kanzlers.

Das scheint das Erbe Schröders zu sein. Stolz isser hoffentlich nicht drauf. Beschweren darf er sich allerdings auch nicht. Kotzen dürfen wir trotzdem, wenn einer einen Schröder macht.

22.6.07 21:52


Nur der ganz normale Wahnsinn?

So kann es scheinen.

Abgeordnete der Demokratischen Partei im US-Kongress wollen ein Gesetz einbringen, mit dem die USA die Einwohner von Guam für Verbrechen aus dem Zweiten Weltkrieg entschädigen – die die japanischen Besatzer begangen haben! Hier ist der Vorschlag. Wie wäre das hier: Wir fordern, dass die US-Demokraten die Entschädigung der Zwangsarbeiter in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs übernehmen!

Die grillen nur ein bisschen: Nachdem Nicolas Sarkozy die Wahl gewonnen hatte, gehen die ethnisch wie religionsmäßig nicht zuzuordnenden „Jugendlichen“ wieder ihrem Hobby nach: dem „Carbecue“ (sprich: Karbikju, abgeleitet vom Barbecue, der amerikanischen Vokabel für’s Grillen). Muss man aber nicht ernst nehmen, wenn da gut 350 Autos abgefackelt werden, das ist alles harmlos. So harmlos, dass es in Wirklichkeit 730 Autos waren. Der kleine Unterschied ist doch wirklich zu vernachlässigen! So ist das nun mal in Frankreich. Die Medien dürfen ruhig lügen, sie haben einen Auftrag. Dumm nur, wenn dann doch einer feststellt, dass da was nicht stimmt: Die Zahlen wurden stark nach oben korrigiert, nachdem es so aussah, dass ein erster Bericht sie herunter spielte und mit den Berichten der Polizei vor Ort und von Augenzeugen widersprach, die weit verbreiteten Ärger in zahlreichen französischen Städten nahe legten.
Auch egal, so ist das in Frankreich: Da haben die Medien offen eingestanden, „dass sie das wahre Ausmaß der Gewalt vertuschen werden. Der französische Verfassungsrat hat ein Gesetz verabschiedet, das Berichte über Gewalttaten durch jeden anderen als professionelle Journalisten unter Strafe stellt.
Mit anderen Worten: In Frankreich darf und soll die Presse lügen, aber wenn ein Staatsbürger wahrheitsgemäß weiter gibt, was vor seiner Haustür los ist, dann muss er mit Bestrafung rechnen!
Na ja, ist nur ein amerikanischer Blog, der da Meldungen zitiert. Die sind bestimmt aus dem Zusammenhang gerissen...

Frau Royal kann sich also jetzt genüsslich zurücklehnen: Sie hat eingeheizt, die „Jugendlichen“ haben angefangen das zu tun, was sie heraufbeschworen hat, wenn auch noch nicht in dem Ausmaß, in dem sie es ankündigte. Dankeschön, Madame, Gewalttäter müssen hofiert werden. Wer sie in ihre Schranken weisen will, ist ein böser Mensch. Ihre Anarchistenfreunde halten sich übrigens für „das Volk“, das Sarkozy bekämpfen will. Fragt sich nur, wer den Mann dann ins Amt gewählt hat. „Das Volk“ kann es dann ja nicht gewesen sein.

Der SPIEGEL meint übrigens, das Bestehen Sarkozys auf Recht und Ordnung sei ein „Rechtsruck“. Gut zu wissen, dass das Richtige die Unterstützung der Gegner von Recht und Ordnung ist.

Und die New York Times titelte: Sarkoyz erhält die Chance seine Kritiker zu widerlegen. Man könnte sich vielleicht alternativ vorstellen, dass er zeigt, dass er und seine Unterstützer Recht haben. Aber das wäre wohl unverschämt und böswillig.

Und um noch ein wenig von den Freunden all der Bekloppten zu erzählen: Nach dem Aufstand wegen der „umoralischen Kleidung“ von Frauen im Iran, gibt es jetzt noch ein Schmankerl der Weltverbesserung der eigenen Bevölkerung – alle Nachrichtensendungen und Spielfilme im Fernsehen müssen Szenen mit Gebet beinhalten. Noch nicht klar ist, ob das auch für Spielshows und Sitcoms gilt.

8.5.07 22:40


Sie waren wohl eher Linke

Wer sagte dies:

Wir sind Sozialisten, Feinde, Todfeinde des gegenwärtigen kapitalistischen Wirtschaftssystems, mit seiner Ausnutzung der wirtschaftlich Schwachen, mit seiner Lohnungerechtigkeit, mit seiner unmoralischen Bewertung des Einzelnen nach Reichtum und Geld statt der Verantwortung und dem Erreichten, und wir sind entschlossen dieses System unter allen Umständen abzuschaffen!“

Es kann sein, dass der Wortlaut nicht genau derselbe ist wie im Original, weil dies eine Rückübersetzung aus dem Englischen ins Deutsche ist, entnommen einem Buch von John Toland über den Redner von 1976, auf S. 306. Inhaltlich dürfte es aber keine Unterschiede geben.

Gesagt – oder besser gesagt: gegeifert – hat es: Adolf Hitler in seiner Rede zum 1. Mai 1927!

Und nicht vergessen: Den 1. Mail als Feier-„Tag der Arbeit“ wurde von den Nazis zum gesetzlichen Feiertag gemacht.

Wir leben in manchen Bereichen in erstaunlichen Traditionen...

1.5.07 20:50


Der Kreis ist kreisförmig

Der Dummbatz-Satz des Tages zur Fußball-Bundesliga kommt heute aus dem WDR, wo „Liga Live“-Moderator Kay Hoffmann um 15.12 Uhr die Abgabe zum Vorbericht aus Bochum mit diesen Worten einleitete:

Die Euphorie ist nach zwei Siegen in Folge ziemlich euphorisch.

14.4.07 17:17


Negativfaktor Blogger

Es gibt immer wieder neue, erstaunliche „Argumente“ dafür, wie schlimm das mit den Bloggern ist und wie schlecht ihre Existenz für die Menschheit ist. Andere – u.a. Davids Medienkritik oder Politically Incorrect haben das schon kräftig gesammelt. Aus England kommt jetzt ein neuer Versuch mit neuen „Gedanken“. Im Guardian hat sich ein gewisser Oliver Kamm ausgelassen. Seine „Erkenntnisse“:
  • Politische Blogs verengen die zur Verfügung stehende Meinung in der Öffentlichkeit – weil die Leser in der Lage sind „selektiv das Material auszusuchen, dem sie sich aussetzen“ und „Ansichten ausfiltern, die ihnen unangenehm sind“.

  • Blogs sind „pure Parasiten“ – weil sie sich auf die Presse und andere Medien verlassen und von ihnen profitieren.

  • Und dann sind – wie überall sonst auch – die Blogger für (journalistische) Arbeit nicht qualifiziert.
Das ist doch richtig putzig: Vielfältige Meinungen lesen zu können sorgt für eine Einschränkung der Information. Klasse „Argument“. Ich stelle mir gerade vor, die Printmedien seien diejenigen, auf die man sich verlassen müsste. Da würde ich bestimmt jeden Tag drei Zeitungen kaufen (eine linke, eine rechte, eine in der „Mitte“), um mich zu informieren. Oder würde ich eher die Zeitung kaufen, in der ich meine politische Meinung am ehesten repräsentiert finde?

Wie parasitär sind eigentlich die Printmedien selbst? Verlassen sie sich nicht auch auf Agenturmeldungen? Ach ja, sie zahlen ja dafür. Und sie würden die Informationen nie, nie, nie ohne Bezahlung nehmen, nicht wahr? Und sie schreiben auch nie von anderen ab oder übernehmen deren Informationen. Aber das, was die traditionellen Medien dürfen, ist für Blogger noch lange nicht erlaubt! Schließlich muss es doch wohl Privilegien geben!

Das Kompetenz-Argument ist das beliebteste von allen. Da war neulich auf n-tv auch so eine Veranstaltung, in der eine Redakteurin ständig Kompetenz und Vertrauen der Leserschaft anführt, um aufzuzeigen, dass Blogger eigentlich gar keine Existenzberechtigung hätten. Da stellt sich aber umgekehrt die Frage, ob es denn immer nur kompetente Mitarbeiter sind, die die traditionellen Medien beschäftigen – ganz groß in die Kiste gegriffen: Wie kompetent waren denn die Propagandisten der „Hitler-Tagebücher“? Auf lokaler Ebene konnte ich auch schon feststellen, wie kompetent ein Redakteur zu schreiben in der Lage ist, als nicht nur mein Vor- wie mein Nachname in einem Bericht über den Abschluss eines Kurses an der Volkshochschule falsch geschrieben war (obwohl ich ihm beides in den Block buchstabierte!), sondern auch über die Inhalte wie das Prozedere und Ziele des Kurses wenig von dem stimmte, was er bei der Verleihung der Urkunden erfahren hatte. Komme also keiner und argumentiere mit fehlender Kompetenz bei den Bloggern. Ausbildung schützt nicht unbedingt vor Unsinn schreiben. Abgesehen davon ist nicht immer Ausbildung die Voraussetzung für Kompetenz. Sonst hätte Sebastian Haffner nie verlegt werden dürfen, weil er kein gelernter Historiker war.

Aber das erste „Argument“ finde ich immer noch am bestechendsten. Es ist doch wirklich zu gut aus der Vielfalt von Meinungen die Einschränkung der zur Verfügung stehendenden Meinungen zu konstruieren. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Gehen wir also hin und stellen alle großen Philosophen zum Lesen zur Verfügung. Damit sorgen wir dafür, dass die Philosophie den Bach runter geht. Herrlich!

10.4.07 20:40


History – Schwachsinn des Monats

... oder nur der Woche? Die Sendung ZDF-History über den Kalten Krieg mit dem Thema (Atom-)U-Boote fiel an einer Stelle mit einer bemerkenswerten Einordnung auf (sinngemäß zitiert):

Man (gemeint sind Ronald Reagan und die Amerikaner) wollte das Abschreckungspotenzial zu Gunsten der USA verändern. Deshalb stationierte man Mittelstreckenraketen.

Ja, das war doch wirklich ein Ding. Es hatte ja überhaupt keinen Grund gegeben, dass die Pershings stationiert wurden. Gab es die SS-20? Ach, die paar sowjetischen Raketen! Die waren doch reine Selbstverteidigung der UdSSR! Von Übergewicht der Sowjets kann überhaupt keine Rede sein, die wollten keinem ein Haar krümmen! Die Aufrüstung der NATO war doch wirklich nur überheblicher Imperialismus! Die armen Sowjets!

Kurz darauf der Vorwurf: Die USA wollten den Kalten Krieg nicht mehr nur überleben, sie wollte ihn gewinnen.

Was den Sowjets ja nie in den Sinn gekommen wäre! Die haben sich seit 1945 immer nur gegen die amerikanische und sonstige westliche Aggression zu verteidigen versucht. Gewinnen wollten die nie! Und Hegemonie über Westeuropa erst recht nicht!

Was ist übrigens daran so verwerflich, dass man eine Auseinandersetzung, die Krieg genannt wird, gewinnen will (wollte)? Aber nein, nach heutiger Denkungsart ist es einfach verwerflich Kriege gewinnen zu wollen (außer die gegen Amerikaner, denn denen will ja keiner was, aber die wollen allen anderen an den Kragen).
Noch etwas später in der Sendung soll dann das vor Karlskrona auf Grund gelaufene Sowjet-U-Boot von den Amerikanern mit elektronischen Tricks dorthin gelockt worden sein: Angeblich hätten US-Militärs dem sowjetischen Kapitän vorgaukeln können er habe genug Wasser unter dem Kiel. Das wird zwar durch die Aussage eines der beiden an Bord befindlichen Kapitäne der Roten Marine widerlegt, aber Zweifel werden doch gesät, dass in irgendeiner Weise amerikanische Tricks dabei geholfen haben – wie sonst hätten alle Navigationsgeräte und -möglichkeiten des U-Boots ausfallen können? (Mit Fakten wird das übrigens nicht untermauert, nur mit „Schlussfolgerungen“ eines „Experten“; da der Amerikaner ist, muss es aber stimmen.) Und überhaupt haben die Engländer und Amerikaner sich genauso heftig an Schwedens Küsten getummelt, um der Bevölkerung dort zu suggerieren, dass eine sowjetische Bedrohung und Invasion vorhanden seien.

Während Letzteres durchaus möglich ist, sind die übrigen Verdächtigungen eher in die Kategorie Verschörwungstheorien einzuordnen. Darüber hinaus nimmt man den Amerikanern jegliches Handeln übel, das man den Sowjets eher als normal und ggf. als geschicktes Manövrieren durchgehen lässt. (Schließlich waren die nicht so kriegslüstern wie die schießwütigen und geheimniskrämerischen Amerikaner, die nur auf Konfrontation aus waren.)

Insgesamt ist die von mir früher recht geschätzte Geschichtssendung inzwischen offenbar auf das Niveau abgesunken, das man gemeinhin Medien von sehr zweifelhaftem Ruhm zuordnet. Schade.

2.4.07 12:21


Ablenkung

Die Handball-Nationalmannschaft ist Weltmeister (also „WIR“!). Schalke gewinnt in Bremen. Die Rodler und die Bobfahrer hatten Weltmeisterschaften.
Heute Abend findet das Finale des Malta Cup im Snooker statt.
Und heute Nacht kommt auch noch die Super Bowl....

Wenn dann noch der Hauptschreiber beim Medien-Backspin-Blog ausfällt, dann muss ich hier heute kürzer treten.

4.2.07 20:52


Fauxtographie!!!! Fälschung!!!!

Das Foto von Johnny allein in Bagdad hat die antiamerikanischen Amerikaner auf die Palme gebracht. Sie werfen (unflätig natürlich) den konservativen Bloggern, die das Foto verbreiten, Fälschung und Böswilligkeit vor. Begründet wird das mit den EXIF-Daten des Fotos, die angeben, das Bild sei am 6. Januar 2006 aufgenommen worden. Erwischt! Jetzt können die Blogger aber was erleben! Die haben im Libanon und Israel die Fotos bekrittelt, jetzt fälschen sie selbst!

Dummerweise machen diese „Moonbats“ genau das, was sie den Bloggern in Sachen Qana, Fauxtographie und Rotkreuz-Ambulanz (fälschlicherweise) vorgeworfen haben: Sie stürzen sich auf eine Sache, recherchieren nicht weiter und ziehen Schlüsse aus nicht weiter überprüften Ansichten, die sie als Fakten ausgeben. (Ganz nebenbei bemerkt: Was die Blogger in Sachen Fauxtographie geleistet haben, war alles andere als solche Stümperarbeit; das Ergebnis ist hier zu lesen, leider nur auf Englisch, dafür unglaublich ausführlich.)

Nach Beginn der Vorwürfe haben die Macher von The Power Line wie auch Michelle Malkin nachgehakt, ihre Quellen überprüft und Fakten gesucht, die die Authentizität des Fotos entweder bestätigen oder widerlegen. Und dabei kam eine sehr einfache Lösung heraus, die die Schreihälse schlicht ignorierten. Damit sie diese aber wenigstens ansatzweise hinnehmen, muss etwas weiter ausgeholt werden, denn die Lösung ist zu einfach, um sie einfach zu akzeptieren: Der Besitzer der Kamera hatte Datum und Zeit schlichtweg nicht eingestellt! Aber das kann ja jeder behaupten...

Damit die Brüllhansel Wind aus den Segeln genommen bekommen, werden ihnen weitere Fakten geliefert: Das Foto wurde mit einer Kamera aufgenommen, die im Januar 2006 noch gar nicht auf dem Markt war (ebenfalls den EXIF-Daten zu entnehmen) – das muss man natürlich erst einmal recherchieren, statt gleich aus der Hüfte zu schießen. Außerdem befand sich zum fraglichen Zeitpunkt (6. Januar 2006, kurz vor 13 Uhr), der Senator auf dem Weg über Großbritannien in den Nahen Osten (und noch nicht in London, weshalb er gar nicht irgendwo in England essen konnte). Darüber hinaus ließen sich The Power Line und Malkin „Beweisfotos“ schicken, die mit derselben Kamera (deren Datum immer noch nicht eingestellt wurde) am selben Ort gemacht wurden, mit einer aktuellen Tageszeitung als Beleg.

Auch weitere „Beweise“ für die Falschangaben zum Foto konnten dadurch entkräftet werden: In der Kantine der US-Botschaft in Bagdad hängen massig Koalitionsfahnen, nicht nur die britische und portugiesische (die Portugiesen sind – weiteres „Argument“ der Antiamerikaner: Wieso hängt die Fahne noch da? – längst aus dem Irak abgezogen). Darüber hinaus wäre es sehr verwunderlich, hätte in England zwei Wochen nach Weihnachten noch die Weihnachtsdekoration herumgehangen und wäre dort dieselbe wie in England und wären dort dieselben Lampen an die Decke gehängt worden.
Das weiterhin angeführte Argument gegen die Hysteriker, dass Kerry im Abstand von gut 11 Monaten dasselbe Hemd trägt – belegt durch unstrittige Fotos aus dem Irak – ist für mich nicht stichhaltig; warum sollte er dieses Hemd nicht auch zu anderen Gelegenheiten getragen haben?.

Der interessanteste Aspekt der ganzen Hysterie von links ist m.E. allerdings weniger, dass die linkslastige Schreihalstruppe sich aufregt, hier würde gefälscht; und dass sie Fakten vermutlich nicht akzeptiert. Wirklich interessant ist (wieder einmal), wie sie sich als unflätigste Hetzer betätigen, die Gülle spucken und hauptsächlich unter die Gürtellinie schießen. Ausgerechnet die, die sich als diejenigen gerieren, die die moralischen Maßstäbe setzen und Toleranz propagieren – natürlich nur ihre Toleranz, nicht die, die andere Meinungen zu lässt. Und wenn man keine wirklichen Argumente oder Fakten hat, dann muss gepöbelt werden; als Ablenkungsmanöver, damit sich der Bepöbelte aufregt und Fehler macht. Diese Genugtuung tut ihnen glücklicherweise kaum jemand.

1.1.07 23:04


Kommentar zu 'Oma Bumm'

Den gemeinsten (= herrlichsten) Kommentar zu "Oma Bumm" fand ich auf dem rebellog gesehen. Schnell hin und lesen, sonst ist es auf den hinteren Seiten verschwunden!
28.11.06 13:24


Die ‘New York Times’ sonnt sich im eigenen Erfolg

Die New York Times hat eine “managing editor”, die gelegentlich Fragen von Lesern beantwortet. Sie wurde neulich gefragt, was die NYT tut, um junge Leser zu gewinnen. Selbstsicher antwortete sie: „Die Leute sind immer überrascht, wenn ich ihnen sage, dass wir hier eine Menge Abonnements nach West Point verkaufen.“

Das ist nun nicht gerade eine Antwort auf die gestellte Frage. Das drückt eher die Haltung aus: „Brauchen wir nicht. Wir sind so gut, dass sogar der Offiziersnachwuchs unser Blatt abonniert.“ (West Point ist die Offiziersschule der amerikanischen Armee.)

Es stellte sich heraus, dass die arrogante Haltung der Dame reichlich unberechtigt ist. James Taranto von Best of the Web beim Wall Street Journal bekam von einem Leser seiner Rubrik eine sehr eindrückliche Erklärung für die vielen West Point-Abos:

Die Kadetten werden zum Abo der New York Times verpflichtet (die Gebühren werden vom Gehalt abgezogen, es gibt keine Alternativen). Und wenn sich die Dinge seit den späten 80-ern nicht geändert haben, als ich dort war, ist der jüngste Jahrgang verpflichtet sich über jeden Artikel der Titelseite und der ersten Seite des Sportteils unterhalten zu können, bevor der erste Appell statt findet (d.h. früh). Das ist eine Gedächtnisleistung-Entwicklungstechnik mit dem Nebeneffekt, dass jeder gezwungen wird etwas darüber zu lernen, was im Großen und Ganzen in der Welt los ist. In den höheren Jahrgängen war es hilfreich Schieflagen ind er Berichterstattung zu erkennen – und so viel Gelegenheit zu haben genau das zu tun...

Es ist eine Sache die (New York) Times zu abonnieren, wenn man das freiwillig tun kann. Etwas ganz anderes ist es, wenn man Zwangsabonnements nimmt, um seine Popularität zu beweisen. Die Legende besagt, dass die Times die Kadetten wegen der Welle von Pfuscher-Skandalen in West Point „humorlos, verklemmt und getrieben“ nannte. Als Antwort hängten die Kadetten ein Banner auf, mit dem sie fragten: „Wie kann eine Zeitung ohne Comics es wagen irgendjemanden humorlos zu nennen?“ Ich wäre überrascht, wenn mehr als 10 Prozent der Kadetten die Meinung der Chefredaktion der Times egal zu welchem Thema tragen würde.“

Ein anderer Leser (ebenfalls Absolvent von West Point) ergänzte:

“Selbst in den 1980-er Jahren wussten wir von dem linken Einschlag der Times und fragten unsere Vorgesetzten, warum wir diese Zeitung lesen sollten, sie sei nicht gerade für das Militär. Oft wurde geantwortet: Es ist gut zu wissen, was der Feind denkt.

Das nenne ich auf den Punkt gebracht. Und so lautete die Überschrift bei Best of the Web treffenderweise auch: „Kenne deinen Feind“. Ob die Dame immer noch so stolz auf ihre West Point-Abos ist, wenn sie das erfährt?

16.11.06 23:17


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