HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Mark Twain

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Es gibt, so scheint es, nur eine Antwort: Aus dem Nationalsozialismus habt ihr nichts gelernt. Statt zu lernen, dass das Boese bekaempft werden muss, habt ihr gelernt, dass es boese ist zu kaempfen.
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Political Correctness ist geistiges AIDS. Tragt ein intellektuelles Kondom. Nutzt die Blogosphaere.
Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06

Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige toeten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige toeten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
Steven Weinberg, Physiker, USA

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Medien+Nahost

Oh, armes Bethlehem der reinen Medien

Nachrichten auf N24 kurz nach Mitternacht. Also so früh an Heiligabend, wie es nur irgend geht. Und natürlich mit DEM Weihnachts-Nahostthema schlechthin: den fehlenden Pilgern/Touristen in Bethlehem.

Da kommt ein arabischer Christ zu Wort, nachdem der Korrespondent „die Mauer“ für alle Probleme verantwortlich gemacht hat: „Alle denken, dass Bethlehem eingemauert ist. Das ist aber nicht so!“ Und der Sender zeigt dann, wie gut man durch die Kontrollpunkte nach Bethlehem hinein kommt.

Fällt bei N24 eigentlich niemandem dieser Widerspruch auf? Erst wird „die Mauer“ (bei Bethlehem ist sie zum großen Teil tatsächlich eine) als Ursache des Problems genannt, dann sagt einer der Betroffenen, dass sie es nicht ist!

Natürlich soll der Nahost-Konflikt, hauptsächlich natürlich die Israelis an dem falschen Bild Bethlehems Schuld sein! Wer sonst? Die Medien etwa, die seit mindestens einem Jahr immer wieder behaupten Bethlehem sei „eingemauert“? Nein, das geht doch nicht! Die Medien berichten doch nur! Fakten, Fakten, Fakten! Die Medien können nichts dafür, wenn die Menschen durch die Fakten falsche Vorstellungen entwickeln. Oder etwa nicht?

Die Unschuldslämmer winden sich nicht. Sie merken nicht einmal, was sie da geschaffen haben. Ihnen fällt nicht auf, was sie verbrochen haben. Sie merken ja nicht einmal, dass sie Widersprüchliches „berichten“! In ihrem Märchen-Wunderland der israelischen Schuld und palästinensischen so-gut-wie-Unschuld gibt es nichts, was ihnen anzulasten wäre. Sie sind nur Beobachter. Sie berichten. Was daraus wird, das liegt nicht ihrer Verantwortung.

24.12.06 00:37


BBC kriegt was in die Fresse

Dass die BBC in Israel vom Satelliten genommen und durch Al-Jazrias englisches Programm ersetzt wurde, ist ein Schlag für die Briten. Reaktionen darauf in der Bloggerszene müssen für die Mutter aller Sender allerdings erniedrigend klingen:

Ace of Spades drückt sich drastisch aus: Warum sich mit einem Mittelsmann beschäftigen, wenn man die Propaganda aus erster Hand kriegen kann?
Das ist deutlich! Und kann Häme nicht verbergen.

Sachlicher, aber mit nicht weniger Schadenfreude, äußert sich Helen von EU Referendum: Was die Internetseiten angeht, gibt es keinerlei Wettbewerb zwischen den beiden: Al-Jazira ist in seiner Berichterstattung wesentlich besser informiert und ausgewogen. Ich würde, wenn ich wählen müsste, auch sie der BBC vorziehen.
Und das von einer Britin!

Aber diese Bewertung ist alles andere als unberechtigt. Ein „schönes“ Beispiel für die so genannte Berichterstattung der BBC, das bei ElderofZiyon zu finden ist:

Im wachsenden Chaos in der Westbank schätzt sie [eine palästinensische Menschenrechtsorganisation], dass im Schnitt ein Mensch pro Tag getötet wird, weil er der Kollaboration [mit Israel] beschuldigt wird.

ElderofZiyon hat seit Juni (dem Beginn des Zwei-Fronten-Kriegs) akribisch verfolgt, wer in den Palästinensergebieten von Palästinensern umgebracht wurde. Dazu hat er Berichte von neben den englischsprachigen Medien auch Nachrichtenagenturen, palästinensische und arabische Zeitungen, Internet usw. verfolgt. Und wundert sich:

Ein Mord pro Tag wegen Kollaboration? Ich kann Clan-Kämpfe finden, innnerpalästinensische Kämpfe der Sicherheitsdienste, Ehrenmorde und die immer spaßigen Arbeitsunfälle, aber all diese Leute sind völlig geräuschlos getötet worden?
Und welche „Menschenrechts“-Organisation sagt das? Ich beobachte sechs und bin keiner solchen Statistik begegnet.

Angesichts solcher „Berichterstattung“ muss sich wirklich niemand wundern, welche negativen Meinungen selbst von Briten gegenüber der Beep geäußert werden.

17.12.06 22:59


Olmerts ‚Eingeständnis’

Viel Bohai wurde diese Woche darum gemacht, dass Premierminister Olmert zugegeben haben soll, dass Israel Atomwaffen besitzt. Damit habe er die bisherige israelische Politik der Zweideutigkeit verlassen.

Ulrich Sahm hat sich die Mühe gemacht den englischen Originaltext des Interviews bei N24 zu suchen und an honestly-concerned zu schicken, die sie in ihrer täglichen Mailingliste weitergaben. Hier die Übersetzung:

Wie können Sie einen solchen Vergleich anstellen? Amerika hat Atomwaffen, Russland hat Atomwaffen, warum müssen Sie sich dann an Israel wenden? Sie können mit Amerika und Russland und Frankreich und Großbritannien anfangen und sagen, hier habt ihr Atomwaffen. Sie sprechen von zivilisierten Staaten, die die Grundlagen der Welt nicht bedrohen oder zerstören, das ist der große Unterschied. Israel ist eine Demokratie, Israel bedroht kein Land mit irgendetwas, hat das nie getan; alles, was wir getan haben, war zu versuchen ohne Terror zu leben, aber wir bedrohten nie eine andere Nation mit Vernichtung. Iran droht offen, ausdrücklich und öffentlich Israel von der Landkarte zu wischen; können Sie sagen, dass sei dieselbe Ebene, wenn sie danach streben Atomwaffen zu besitzen wie Amerika, Frankreich, Israel und Russland?“

Ulrich Sahm meint dazu: Der letzte Satz, der die Schlagzeilen gemacht hat, scheint sich eher auf die „zivilisierten Länder“ zu beziehen, als auf Länder mit Atomwaffen, die Olmert eingangs aufgezählt hat.

Mir kommt es etwas konstruiert vor, Olmert vorzuwerfen, er habe Israels Politik der Zweideutigkeit verlassen und zugegeben, dass Israel Atomwaffen besitzt. Wie üblich wird hier mehr hineingedeutet, als tatsächlich da ist. Olmert hat nichts zugegeben.

Wir sind alle überzeugt, dass Israel Atomwaffen besitzt; aber das ist hier nicht das Problem. Die Frage ist die, die Olmert stellt: Was beschäftigt ihr euch mit Israel, wenn die Bedrohung woanders herkommt? Beschäftigt euch endlich mit den tatsächlichen Problemen, nicht mit den eingebildeten! Der Iran mit seinem Atomprogramm ist das Problem. Also hört auf abzulenken!


PS: In Israel wirft die Opposition Olmert jetzt wegen der Bemerkung Unfähigkeit vor und fordern seinen Rücktritt. Für diese Forderung gibt es vernünftige Gründe. Mit so was machen sie sich lächerlich.

13.12.06 22:35


’Heilige’ Lügen

Oder auch mal wieder: Kirchenführer für die Vernichtung Israels:

Er ist eine Ikone des Widerstands gegen das südafrikanische Apartheidsregime: Der anglikanische Bischof Desmond Tutu. Und als Ikone kann man sich einiges erlauben, was anderen eventuell angekreidet würde oder wofür sie sich verantworten müssten – sollte es nicht in den Mainstream passen.

Nun passte es wunderbar in den Mainstream, dass Tutu in seiner Rolle als Widerständler gegen die Rassisten Südafrikas eher einen Weg einschlug, der in Richtung gewaltloser Widerstand ging. Dazu setzte er sich für weitere Freiheitsbewegungen ein, so die Unabhängigkeitsbewegung in Westpapua. Diese Art Aktivitäten (aber auch der Friedensnobelpreis und weitere „Friedens“-Preise) machen den Mann zu einem absolut unantastbaren Heiligen.

Da passt es gut, dass er auch in der „Palästina-Frage“ die „richtige“ Seite unterstützt: Er tritt so vehement für die „Rechte“ der Palästinenser ein, dass er ausschließlich kritische Worte für Israel findet. Wirklich wundern sollte das nicht. In Südafrika besteht nicht nur, aber in besonderem Maße bei der schwarzen Bevölkerung eine Disposition gegen Israel, die aus den 1980-er Jahren herrührt, als es militärtechnologische Kooperationen der beiden Staaten gab. Dieses schlechte Ansehen Israels hat sich verfestigt und spielt den Israelis bis heute einen bösen Streich. Einmal auf der falschen Seite, immer der Buhmann und auf ewig verdammt.

Das gilt anscheinend besonders für den Bischof mit den vielen Preisen. Er hat in seiner politisch-öffentlichen Laufbahn bisher kein positives Wort für Israel gefunden. Der Judenstaat gilt für ihn als Verkörperung des Bösen, auch wenn er immer wieder Lippenbekenntnisse abgibt, dass die Israels Sicherheitsinteressen gewahrt werden müssten. Das machen schließlich alle selbst erklärten „Freunde“ Israels. Mindestens so schlimm wie das Apartheids-Südafrika findet er die Israelis, weil sie den Palästinensern verweigern, was die wollen. Dabei verschließt er vor den Untaten der pal-arabischen Terroristen mehr oder weniger die Augen und rechtfertigt deren Mordzüge – bis auf die Selbstmord-Anschläge.

Tutu ist eine herausragende Figur für eine ganze Reihe von Positionen, die Israel-Unterstützern deutlich Hinweise auf mehr als einseitige und verleumderische Aktivitäten und Haltungen liefert. Er gehört z. B. Sabeel International an, einer Organisation der christlichen Befreiungstheologie, die aus dem christlichen Glauben ein sozialistisch-irdisches Projekt macht, das nichts mehr mit der Bibel zu tun hat; diese Organisation ergreift einseitig Partei für die pal-arabischen Terroristen und gegen Israel und ist in De-Investitinoskampagnen gegen Israel aktiv – was Tutu mächtig gut findet. Freiheit gilt halt nicht für Juden, die um ihr Überleben kämpfen.

Weiterhin vertritt er die üblichen Verschwörungstheorien über die „jüdische Lobby“. Nett, wie er dabei 2002 in Boston Vergleiche anstellte (Übersetzt aus dem englischen Wikipedia-Artikel zu Tutu; der deutsche gibt bezeichnenderweise nichts dazu her!): „Die Leute in diesem Land [gemeint sind die USA] haben Angst zu sagen, dass Falsches falsch ist, weil die jüdische Lobby so mächtig ist – sehr mächtig. Nun, was soll’s? Um alles in der Welt, dies ist Gottes Welt! Wir leben in einem moralischen Universum. Die Apartheit-Regierung war sehr mächtig, aber heute existiert sie nicht läner. Hitler, Mussolini, Stalin, Pinochet, Milosevic und Idi Amin waren alle sehr mächtig, aber am Ende sind sie alle von der Bildfläche verschwunden.“

Wunderbare Vergleiche, nicht wahr? Israel ist gleichzusetzen mit den schlimmsten Despoten, Massenmord-Verantwortlichen, die das 20. Jahrhundert zu bieten hat!

Politisch gewitzt, wie er ist hat der fromme Mann die Neuveröffentlichung seiner Tiraden im Jahr 2005 etwas abgeändert. Er weiß, wie gefährlich der Begriff „jüdische Lobby“ ist und hat das – wie alle guten Antisemiten – in „Pro-Israel-Lobby“ geändert.

Jetzt ist die UNO auf die glorreiche Idee gekommen, den Verleumder-Bischof zum Anführer einer „fact finding mission“ zu machen, die untersuchen soll, wie es zu den Toten von Beit Hanoun im Oktober gekommen ist. Was dabei rauskommen wird, ist schon im Vorhinein absehbar. Dass aber das Lügen einer UNO-Kommission schon vor Beginn der Arbeit anfängt, das ist ziemlich neu.

Denn unsere Medien melden Böses: Bischof Tutu wurde von Israel die Einreise verweigert.

Andere gehen weiter und melden, dass Israel gleich der ganzen Untersuchungskommission die Einreise verweigert habe.

Diese unglaubliche Frechheit der Israelis steht in keinem Verhältnis zu ihren Verbrechen an den Palästinensern, nicht wahr? Erst morden sie, dann vertuschen sie, dann verhindern sie die Aufklärung! Und das einem der angesehensten Menschen, den die Welt zu bieten hat!

Das Problem an der Sache: Sie stimmt nicht!

Israel hat weder Tutu noch der Kommission die Einreise verweigert!

Das hat natürlich niemand nachrecherchiert. Ist ja nicht nötig. Wenn Tutu sagt, er sei nicht nach Israel hinein gelassen worden, dann reicht das – und mit ihm ist die ganze UNO-Truppe abgelehnt worden.

Die Initiative honestly-concerned hat eine Reaktion des israelischen Außenministerium per E-Mail weitergegeben (die leider noch nicht online steht):

„Desmond Tutu hat einen Visumsantrag bei uns eingereicht, woraufhin wir ihm erklärten, daß wir den Antrag prüfen würden. Daraufhin hat er seinen Antrag wieder zurückgezogen, noch ehe wir einen Beschluss gefasst haben. Israel hat jedenfalls Tutu das Visum nicht verweigert.“ Das sagte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums auf Anfrage.
Tutu habe nicht als Tourist einreisen wollen, sondern in offizieller Mission. Deshalb habe er ein Visum beantragen müssen.

Desmond Tutu stellt sich den Unwahrheiten offensichtlich nicht entgegen. Wie üblich bei selbstgerechten „Israelkritikern“ geht er davon aus, dass für ihn als Beauftragten der UNO andere Regeln gelten als für sonstige Sterbliche. Und wenn er die Privilegien nicht erhält, dann ist er beleidigt. Und schon gibt es verleumderische Falschmeldungen.

Fragt sich jetzt nur, wer die Lüge in die Welt gesetzt hat, Israel hätte ihm das Visum verweigert. Und wer sie erweitert, die ganze Kommission sei nicht nach Israel hineingelassen worden.

Der Bischof widerspricht den Lügen nicht. Damit macht er sich zum Mitlügner. Warum auch nicht, wenn es der eigenen Stilisierung zum Opfer dient? Und wenn man den Israelis eins auswischen kann? Hauptsache, die Juden Israelis stehen als die Schweine da, die sich der angeblichen Weltregierung verweigern und bösartig Aufklärungen ihrer „Untaten“ verhindern. Das passt in die Agenda des frommen Mannes mit seinen heiligen Lügen. In die der Medien ohnehin. Haut drauf, die Juden müssen endlich lernen zu parieren! Egal, wie ehrlich man dabei ist oder nicht.

12.12.06 21:34


Ist das jetzt amtlich?

WDR2, Nachrichten von 16 Uhr (nicht wörtlich, aber inhaltlich korrekt): „Der palästinensische Ministerpräsident bekräftigte in Teheran, dass die Hamas Israel niemals anerkennen wird.“ Das wurde in der Nachricht sogar noch wiederholt!

Vielleicht kapieren unsere Heinis das jetzt endlich. Wenn das nächste Mal einer behauptet, die Hamas würde Israel „indirekt“ anerkennen, dann sollten wir ihm die Nachricht aus dem WDR um die Ohren hauen, damit das endlich durchkommt!

(Ich fürchte, es wird noch verdammt viele Sätze heiße Ohren benötigen, bis die Mär von der „indirekten Anerkennung“ nicht mehr behauptet wird!)

8.12.06 21:14


Direkt von der Quelle

Wer hier klickt, bekommt Abdallah Ramadan Schalah, den Führer des Palästinensischen Islamischen Jihad zu sehen, wie er im Al Manar-Fernsehen erklärt, dass die Selbstmordbombardierung Israel weiter gehen wird, die Möglichkeit das aus der “Westbank” heraus zu tun aber von Israels Sicherheitssperre gestört wird.

Gibt es diese Information irgendwo im öffentlich-rechtlichen (oder auch privaten) Fernsehen/Radio? (Geht wohl nicht, denn das würde den wilden Anschuldigungen von der "Apartheitmauer" zuwider laufen...)

29.11.06 23:14


Halbwahrheiten-Irrealität

Das war ja zu erwarten. Zweierlei: Erstens schießen die Terroristen weiter Qassams, nachdem die Israelis sich auf Anweisung des Regierungs-Trottels aus Jerusalem aus dem Gazastreifen zurückzogen. Die Terroristen finden ihr Vorgehen offensichtlich ganz in Ordnung. Der Palästinensische Islamische Jihad behauptet auf einmal, man habe dem „Waffenstillstand“ gar nicht zugestimmt; die Hamas sagt, man habe geschossen, weil Israel noch nicht alle Truppen zurückgezogen habe. Wie üblich wird von Israel Maximales gefordert, seine Nichteinhaltung unterstellt und keinerlei Geduld zugestanden. Umgekehrt müssen die Israelis alles erdulden, dürfen sich nicht wehren und haben gefälligst ihre Gräber auszuheben.

Und zweitens „berichten“ die deutschen Medien weitgehend verfälschend. Die 12 Uhr-Nachrichten des WDR2 erzählen den Hörern zwar, dass „militante Palästinenser“ im Gazastreifen weiter Qassams schießen („die israelische Regierung reagiert gereizt“ – so was aber auch!); aber der WDR behauptet dabei auch, der Rückzug der Israelis aus dem Terrorland sei „Präsident“ Abbas von Olmert für eine komplette Einstellung der Gewalt (seitens der Palästinenser) zugesagt worden.

Weiter geht es bei dpa: Laut ‚Haaretz’ Einigung auf Waffenruhe. Im Text ist nicht davon die Rede, dass ausdrücklich nur der Verschuss der Qassams gemeint ist, die Palästinenser aber alle anderen Terroraktionen weiter führen wollen.

Noch weiter geht AP: Israelisch-palästinensische Waffenruhe im Gazastreifen vereinbart heißt es in der Überschrift; im Text kommt dann diese Fehlinformation: Abbas habe Olmert telefonisch darüber informiert, dass er mit allen palästinensischen Gruppierungen eine Vereinbarung über die Einstellung gewaltsamer Aktionen gegen Israel erzielt habe, sagte eine Sprecherin des israelischen Regierungschefs, Miri Eisin. Zugleich habe der Präsident Olmert ersucht, ebenfalls alle Militäraktionen im Gazastreifen einzustellen und alle Soldaten zurückzuziehen. Dem habe Olmert zugestimmt.

Anders AFP - nach der irreführenden Überschrift “Einigung mit Palästinensern auf Waffenstillstand“ folgt wenigstens im Text als erster Satz: Im Gegenzug für ein Einstellen des palästinensischen Raketenbeschusses will sich die israelische Armee am Sonntag aus dem Gazastreifen zurückziehen. Wer nur die Überschrift liest, bekommt das allerdings nicht mit.

Der Tagesspiegel schrieb wenigstens im fett gedruckten ersten Absatz, dass der Rückzug der Armee gegen Einstellung des Raketenbeschusses erfolgt und schreibt in der Folge von einem „begrenzten Waffenstillstand“. Das ist der ehrlichste Bericht, der mir in den deutschen Medien begegnete.

Natürlich ist heute Mittag schon nur noch von der „gebrochenen“ bzw. „brüchigen Waffenruhe“ die Rede. In der Süddeutschen Zeitung beschäftigt man sich ob dieses Themas hauptsächlich damit, dass Israel „mit neuer militärischer Gewalt droht“ – der Vorwurf ist unmissverständlich. „Jeder versuchte Raketenbeschuss in Richtung Israel werde wie eine Verletzung des Waffenstillstands betrachtet.“ Ja, was denn ist das denn sonst?

Die Rheinische Post bringt keinerlei Andeutungen über die Beschränktheit des Waffenstillstands seitens der Palästinenser auf die Qassams. Genauso wenig der Kölner Stadtanzeiger (Link funktionierte vorhin nicht), die FAZ oder die Welt, die sich allesamt auf Meldungen von Agenturen verlassen. Eigenes Nachsehen? Fehlanzeige.

So ganz kann man es den deutschen Medien vielleicht nicht verdenken, wie schief sie über den „Waffenstillstand“ berichten; schließlich überschreiben die großen Zeitungen in Israel ihre Artikel auch mit diesen fehl leitenden Titeln (YNet News ebenso wie die Jerusalem Post), die allerdings durch die vollständige Information im Text ergänzt wird, wenn auch ohne Hinweis darauf, dass der übrige Terror nach der getroffenen Vereinbarung weiter gehen „darf“. Den umgekehrten Weg ging Ha’aretz: Während in der Überschrift steht, dass Olmert den Rückzug für eine Einstellung des Raketenbeschusses bietet, ist im Text von dieser Einschränkung nicht mehr die Rede.

Nachtrag - Von heute Morgen gibt es eine Stellungnahme der israelischen Regierung, dass die Vereinbarung des Waffenstillstands „alle Terroraktivitäten einschließlich des Baus von Waffen abdeckt“. Von palästinensischer Seite ist diesbezüglich nichts zu hören/lesen.

26.11.06 13:28


Die hilf- und ratlose israelische Armee

Nach dem, was gestern so durch die Medien ging, ist man zumindest im Presse-Deutschland ziemlich begeistert, dass die Palästinenser endlich einen Weg gefunden haben den Israelis so richtig eins auszuwischen und ihre Mord- und Zerstörungspläne zunichte zu machen. Dadurch, dass sich Hunderte Freiwillige in einer Telefonketten-Aktion als menschliche Schutzschilde für einen Terroristen bereit stellten, feiern diese selbst ihren „Sieg“ über die israelische Armee und die europäischen Medien befinden, dass Israel ratlos ist – und die Palästinenser auf einmal Gandhi entdeckt haben. Jetzt sind sie alle friedliche Protestler, die den Weg der Gewaltfreiheit gehen werden. Mit dem kleinen Unterschied, dass Gandhi sich nicht schützend vor Mordbuben stellte und seine Leute auch nicht mit Raketen und Bomben hantieren ließ.

Das Triumphgeschrei der deutschen Medien könnte etwas voreilig sein. Vielleicht sollte man dort einmal wieder anfangen zu denken. Wenn israelische Vorwarnungen auf diese Weise von den Palästinensern genutzt werden, dann wird es wohl in Zukunft keine Vorwarnungen mehr geben. Es wird wohl mehr gezielte Tötungen geben. Oder Verhaftungsaktionen, bei denen es ein Vielfaches der Toten von gezielten Exekutionen gibt. Alles sehr erstrebenswert, nicht wahr? Oder vielleicht überlegen die Israelis sich etwas ganz anderes.

Einige Stunden nach einem solchen „Sieg“ der Terroristen und ihrer Helfershelfer schon zu behaupten, die israelische Armee habe keine Antwort und ein (implizit festgestelltes, nicht lösbares) Problem, kann man wohl als ein wenig voreilig bezeichnen. Na ja, nichts Neues im Westen. Denn es spielt ja keine Rolle, wer da geschützt wurde; es spielt auch keine Rolle, was die Leute des Geschützten da anstellen und weiter treiben werden. Es spielt auch keine Rolle, dass der Mann gar nicht getötet werden sollte. Hauptsache, die Israelis werden in ihrem Tun behindert. Das ist das Einzige, was zählt.

Und so machen sich die Medien zu Propagandisten von Terroristen, zu Helfern der Mordbanden und stellen sich auf die Seite der Feinde Israels. Sehr neutral und völlig unvoreingenommen natürlich. Nicht immer so offensichtlich wie bei der Jungen Welt und ähnlichen Kampfblättchen; aber doch annähernd in der Qualität der Süddeutschen Zeitung, bei der man mal eben Hamas-Aktivitäten als Durchkreuzung von Plänen der Hamas definiert. Von hinten durch die Brust ins Auge. Und vermutlich merken sie nicht einmal, welchen Stuss sie da produzieren. Weil sie so fest an das glauben, was sie da von sich geben.

20.11.06 22:01


Ironie der Woche

Tom Gross kann vermelden, was wohl nur als Ironie bezeichnet oder mit Kopfschütteln registriert werden kann:

Al-Jazira nutzt israelische Firma als Satelliten-Provider

Diese E-Mail-Liste/Website kann enthüllen, dass R.R. Satellite Communications, ein Satelliten-Provider mit Sitz in Israel, der weltweite Verbreitung von Fernseh-, Radio- und Daten-Kanälen via Satellit anbietet, al-Jazira zu seinen Kunden zählt.

Al-Jazira startet heute [am 15.11.2006] seinen englischsprachigen Nachrichten- und Informationskanal.

R.R. Satellite Communications bedient mit seinem Service CNN, NBC, Fox News, ABC, CBS, ESPN, Sky News, Reuters und MSNBC. Die unvollständige Liste kann hier eingesehen werden.

Scheik Yussuf al-Qaradawi, einer der regelmäßigen “Gaststars” des arabischsprachigen Programms von al-Jazira, hat die palästinensischen Selbstmord-Bomber im Programm gelobt und sagte, die israelischen Juden sollten sterben. Es ist nicht bekannt, ob er sich der Geschäftsbeziehungen zwischen al-Jazira und dem israelischen Satelliten-Anbieter bewusst ist.

Da wollen wir mal hoffen, dass er jetzt aus Protest gegen diese unerlaubte Beziehung den Sender boykottiert, oder?

17.11.06 19:18


"Israel kündigte Vergeltung an"

Man kann es nicht oft genug aufzeigen, auch wenn ich in diesem Blog für die Leser vielleicht Eulen nach Athen trage: Die eingefahrenen Wortschienen liegen fest verankert und unverrückbar fest, wie das ZDF mit seinem heute journal einmal mehr bewies. Der Nachrichtensprecher verkündete, dass
  • bei einem Raketenangriff militanter Palästinenser auf die Stadt Sderot

  • eine Frau ums Leben kam.

  • Nach Angaben der israelischen Armee wurden mehrere Raketen auf Israel abgeschossen.

  • Dies war der erste palästinensische Raketenangriff seit (irgendwann im Jahr) 2005, bei dem ein Mensch getötet wurde.

  • Israel kündigte Vergeltung an.
Es ist doch immer wieder „erfrischend“:
  • Die Terroristen sind nur „militant“,

  • es wird nicht gebracht, die wievielte Rakete auf Sderot oder Israel das war, die aus dem Gazastreifen abgeschossen wurde, sondern

  • ein erster Fall konstruiert, der alles Vorhergehende unter den Teppich kehrt und die Palästinenser-Terroristen zu eigentlich ganz lieben Leuten macht,
  • die Auswirkungen auf Wirtschaft (immerhin 7,3 Millionen Euro in den letzten drei Jahren allein bei Sderot) und Psyche bei den Israelis ist nicht der Rede oder Erwähnung wert (klar, wenn der Raketenregen nicht bekannt ist),

  • der Mann, der seine Beine durch die Raketenexplosion verlor, ist nicht erwähnenswert und

  • dann hat Israel auch noch die Unverfrorenheit Vergeltung üben zu wollen.
Der letzte Punkt ist der perfideste. Denn wie immer wird Israel damit „archaische Rachsucht“ unterstellt, die es nicht übt. Wenn schon, dann kündigt Israel an, dass es gegen die Raketen-Terroristen vorgehen wird. „Vergeltung“ sähe so aus, dass man gezielt auf palästinensische Zivilpersonen schießen würde. Welche Vorstellungswelt und Begriffsverwirrung beim ZDF – wie so ziemlich sämtlichen anderen deutschen Medien – herrscht, wird damit wieder einmal mehr als klar. Oder ist es doch gezielte Meinungsmache? Immerhin berichtete Ulrich Sahm in einem Vortrag vor drei Jahren schon, dass er aus der Redaktion einer deutschen Presseagentur weiß, dass dort jegliche Aktion Israels nach einem Terroranschlag einer Kampfaktion der heldenhaft-verzweifelten palästinensischen Freiheitskämpfer als „Vergeltung“ zu bezeichnen sei. Geändert hat sich daran nichts. Und das ZDF bezieht solche „Kleinigkeiten“ in der Regel als Agenturmeldungen.

Insgesamt werden von den seriösen deutschen Medien Kunstgriffe angewandt, die Israel in ein schlechtes Licht setzen und den Terror verharmlosen. Dazu gehört die Suche nach einem „Erstfall“, wie heute mit dem „ersten Mal seit..., dass ein Mensch bei einem Raketenangriff getötet wurde“. So sehr diese Angabe in sich stimmen mag, mit der Realität vor Ort hat das reichlich wenig zu tun.

Ein weiteres Beispiel der verbiesterten Suche nach Entlastung der Terroristen dokumentiert Weapons of Modern Democracy mit der verzweifelten Suche der taz nach einem Dreh, wie man den Lesern vermitteln kann, dass die Hamas gar nicht das will, was sie sich zum einzig zählenden Ziel gemacht hat.

15.11.06 22:19


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