HEPLEV - abseits vom Mainstream...


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An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

Mark Twain

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Geistesgrößen

Dhimmi Carter rät den Juden

ElderofZiyon, 11. Mai 2007

Dhimmi Carter spielt nach dem Script seiner saudischen Finanzierer und versucht einen Spalt zwischen die Juden und die christlichen Zionisten zu treiben. The Jewish Week berichtet:

Der ehemalige Präsident Jimmy Carter watete in die sensible Auseinandersetzung über die Allianz zwischen Juden und proisraelischen Evangelikalen; von ihm wird berichtet, dass er sagte, die Juden machten eine Fehler solche Verbindungen zu akzeptieren und er arbeite daran die Südlichen Baptisten davon zu überzeugen ihre Sichtweise zum Judentum und dem Nahen Osten zu ändern.

Christliche Zionisten könnten bessere Freunde Israels sein, indem sie die Regierungspolitik in Frage stellen und das Judentum als legitimen Weg zu Gott akezptieren, sagte Carter letzte Woche einer Gruppe, die von Rabbi Michael Lerner organisiert waren. Das berichtete der Rabbi.

“Er sagte, es sei ein furchtbarer Fehler, dass die Juden sich mit christlichen Zionisten verbündeten, die in Wirklichkeit wünschten, dass sie sich bekehrten oder in der Hölle schmoren“, gab Rabbi Lerner Dienstag in einem Interview weiter.

Carter sagt also den Evangelikalen, sie sollten Israel hassen; und er sagt den Juden, sie sollten die Evangelikalen hassen.

Wie christlich von ihm!

Ich würde gerne noch anmerken: Die Lüge, Evangelikale wollten Juden, die sich nicht bekehren, in der Hölle schmoren sehen, ist ein typisches „Argument“ von Antisemiten, die sich als Freunde Israels ausgeben. Nur zu Ihrer Information, Herr Carter: So sehr ein Evangelikaler sich wünscht, dass alle Menschen – auch Juden – den Messias erkennen, so wenig hat ihre Liebe zu Israel und den Juden mit einer Bekehrung zu tun! Ein Evangelikaler wünscht niemandem die Hölle, er betrauert jeden Menschen, der sich des ewigen Lebens beraubt, egal, zu welcher religiösen oder unreligiösen Gruppe oder zu welchem Volk dieser sich zugehörig zählt.

12.5.07 15:57


Jüdischer Dialüger

Jeder hat einen oder mehrere davon. Was den USA ihre Norman Finkelsteins und Noam Chomskys, sind Israel seine Uri Avnerys und die „neuen Historiker“. Und in Südafrika gibt es halt den „roten Ronnie“ Kasrils, den Geheimdienstminister der immer meint man könne nicht heftig genug auf Israel eindreschen. Und obwohl er gelegentlich auch mal eins auf den Deckel bekommt, werden wir wohl nicht erleben, dass er daraus etwas lernt.

Und so erntet er zwar derzeit heftige Kritik, aber die ist ihm egal, denn er ist ja im Recht – so sieht er es jedenfalls: Ihm werden Vorwürfe gemacht, weil er den palästinensischen Premierminister Ismail Haniyeh zu seinem ersten Besuch außerhalb der muslimischen Welt eingeladen hat. Es sei „kurzsichtig“ die Gelegenheit zu einem Dialog abzulehnen, meint Herr Kasrils. Man müsse mit allen Seiten reden. „Diejenigen, die kurzsichtig gegen solche Einladungen Einspruch erheben, zeige nur, dass sie nichts aus dem Wandel Südafrikas gelernt haben“, erklärte er. „Solche Logik, wie die ihre, hätte es weder P.W. Botha erlaubt sich mit dem im Gefängnis sitzenden Mandela zu treffen, noch F.W. de Klerk ihn zu entlassen und ihn als Verhandlungspartner zu haben.“

Diese Worte – insbesondere seine Forderung „mit allen Seiten reden zu müssen“ – zeigen die ganze Verlogenheit des Mannes auf. Er war zu Besuch in der Region. Wenn man „mit allen reden“ muss, warum hatte er dann keinen Termin in Jerusalem? Wo ist hier der „Dialog“?

Was er darunter versteht, sagte er schon 2002 in einem erstaunlich bigotten Interview der Al-Ahram:

Ich wurde mehrfach eingeladen Israel zu besuchen und lehnte es wegen dem ab, was Israel den Palästinensern antut.

Es scheint so, als sei der Glaube des Ministers an „Dialog“ etwas eingeschränkter, als er es im Westen so lautstark vorgibt. Er existiert anscheinend nur da, wo er mit den Leuten einer Meinung ist, die mit ihm reden möchten. Wenn sie eine andere Meinung haben als er, dann spricht er nicht mit ihnen.

Aber vielleicht gilt das ja nur für Israel. Was ihn zu einem noch verlogeneren Vertreter von Dialog-Forderungen machen würde.

10.5.07 22:36


Wahrheit, enttäuschte Fans und 'Gläubige'

Die härtesten Kritiker, sagen viele Schauspieler, Moderatoren und Schriftsteller, aber auch Politiker, kommt für sie aus dem unmittelbaren Umfeld: Ehefrau/-mann, Kinder, Eltern, Freunde usw. Das mag in vielen Dingen stimmen. Aber es gibt gewaltige Ausnahmen. Denn die härteste Kritik, die, die wirklich weh tut und entlarvt – die kommt von enttäuschten Fans, die hinter die Fassade sehen konnten. Fans, die etwas tolles über ihr Idol erstellen wollten und im Zuge ihrer Arbeit und Recherche herausfanden, dass dieses Idol lügt, betrügt und alles andere ist als das, was die Fans ihn ihm sehen.

Diese aus der Enttäuschung darüber, was sie als Wahrheit herausfinden mussten, entstehende Kritik ist tödlich. Denn sie entkleidet das „Opfer“ dieser Kritik aller herausragenden Merkmale, demontiert das frühere Objekt der Verehrung so gründlich, dass dieses als das miese Stück Dreck da steht, das es ist.

So ergeht es gerade Deutschlands Lieblings-Antiamerikaner-Amerikaner Michael Moore. Was ihm Kritiker schon lange vorwerfen – dass er in seinen „Dokumentarfilmen“ schlichtweg lügt und sich die „Wahrheit“ so hindreht, wie er sie gerne sehen will – hat jetzt ein Fan nicht nur auch herausgefunden, sondern mit derart vielen Fakten und Hintergrundinformationen selbst in einem Film dokumentiert, dass selbst der öffentlich-rechtliche deutsche Rundfunk in Gestalt des ZDF-Kulturmagazins „aspekte“ darauf nur mit der Überschrift „Der große Manipulator“ reagieren konnte.

Die Kanadierin Debbie Melnyk war einer von Moores größten Fans. Sie wollte einen Film zur Verehrung ihres Helden machen. Was sie fand, war ein Heuchler und Lügner, in dessen Machwerken nichts, aber auch gar nichts Wahres zu finden ist. Statt dessen hat er gelogen, dass die Balken sich bis zum Durchbrechen biegen. Die Dokumentation über den Lügner Moore, Manufacturing Dissent, kann man am 5. und am 8. Mai auf dem DOK.FEST München sehen.

Nach allem, was beim ZDF (Link oben) und bei arte zu lesen ist, kann man Moore nicht brutaler und klarer auseinander nehmen, als es Melnyk und ihr Mitstreiter Rick Caine über ihre Dokumentation tun. Die Frage ist: Wird es bleiben? Werden die Leute Moore als das betrachten und behandeln, was er ist? Oder werden sie ihn weiter hofieren, loben, mit Preisen bewerfen und ihm seine unsäglichen Lügen glauben, weil sie so wunderbar in ihr eigenes Bush-/Amerika(feind)bild passen? Wir werden es sehen, wenn Moore Mitte Mai in Cannes sein neuestes (Mach-)Werk „Sicko“ vorstellt.

Es gibt Grund genug anzunehmen, dass die vernichtende Dokumentation Moore nicht sonderlich schaden wird. Denn es gibt andere Beispiele zuhauf, wo ein nicht ins Bild passendes Werk entweder ignoriert oder diffamiert wird. Ein besonders schönes ist eine Dokumentation über die Verhältnisse und die Geschichte des Nahost-Konflikts im 20. Jahrhundert. Es gibt niemanden, der wie Joan Peters die Archive durchkämmt, Dokumente gesichtet und die jeweiligen zeitgenössischen Fakten gesucht und gefunden hat. Sie wollte ein Buch über das Leid der Palästinenser schreiben, eine Anklage Israels. Nach sieben Jahren Recherche, Auswertung und Schreibens kam ein Buch zustande, das eine schallende Ohrfeige für alle ist, die die armen Palästinenser und Araber für ausschließliche Opfer halten, besonders für Opfer der Israelis. Nicht, dass Peters die Israelis kritiklos davon kommen lässt. Da gibt es genug, was sie zu sagen hat. Aber sie zeigt akribisch auf, wie die Briten, die Araber, gerade auch die heute Palästinenser genannten Araber und sonstigen „Spieler“ der internationalen Politik (z.B. die UNO) sich nicht genieren zu lügen, zu betrügen, die Fakten zu verdrehen, umzukehren und Israel und die Juden als Sündenböcke zu benutzen und sämtliche Schuld in die Schuhe zu schieben, die bei den Arabern (und Briten, Sowjets, der UNO usw.) zu suchen wäre. Das gesamte heute gängige Bild des Nahost-Konflikts der aggressiven Israelis und der armen arabischen Opfer dieser Aggression ist eine einzige große Lüge. Peters dokumentiert es, haarklein mit Daten, die keiner widerlegen kann, aber auch keiner zur Kenntnis nehmen will – sie sollen in den Archiven verschollen bleiben, damit sich niemand mit der Wahrheit auseinandersetzen muss.

Statt Fakten zu akzeptieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen wird Peters als Scharlatanin diffamiert. Es wird nicht ein Jota von ihren Daten und Erkenntnissen auch nur angegriffen – das geht schlicht nicht, weil niemand sich die Mühe machen will sie zu überprüfen, um sie zu widerlegen, auch im Wissen, dass sie nicht zu widerlegen sind. Statt sich mit Fakten zu beschäftigen wird hingegangen und pauschal diffamiert – ein mehr als übliches „Spiel“, was den Nahen Osten angeht, das aber auch in den übrigen Bereichen von Politik und Weltanschauung immer weitere Kreise zieht. Und so ist heutzutage zwar Joan Peters’ Dokumentation From Time Immemorial noch zu kaufen (auf Englisch, ins Deutsche wurde sie nie übersetzt – woher sollte der Markt kommen?), aber kaum jemand hat es je gelesen und sich mit den von ihr aufgelisteten Fakten beschäftigt. Sie passen nicht ins (gewünschte) Bild, es kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf. Niemand hat wie sie – die doch eigentlich den Palästinensern Munition liefern wollte – die Lügen so eindeutig und brutal auseinandergenommen, die zum Nahost-Konflikt verbreitet werden. Ein enttäuschter „Fan“.

Ich bin gespannt darauf, wie man mit Michael Moore bzw. Debbie Melnyk umgehen wird. Ich fürchte, es wird so sein wie im Fall Peters. Der Lügner bekommt Lob und Preise und die ihn entlarvende Dokumentation geht unter und landet im Mülleimer der Geschichte – weil nicht sein darf, dass der Held des europäischen Antiamerikanismus ein ausgemachter Fälscher ist, der alles andere tut, nur nicht dokumentieren. Und schon gar nicht die Wahrheit verbreiten.

30.4.07 16:38


Die fortschrittliche, waghalsige Avantgarde

In Los Angeles gibt es wieder ein unheimlich gewagtes Projekt eines absolut avantgardistischen Künstlers. Ein Digital- und Videokünstler hat sich vorgenommen eines der waghalsigsten Projekte auszustellen, das man sich denken kann: Christ Killa. Aus der Selbstbeschreibung:

Beschrieben als die ultimative Schlichtung zwischen Politik und Christenheit, ist „Christ Killa“ ein Videospiel, das zu Videoprojektoren und Fernseh-Bildschirm verlinkt ist. In dem Spiel schießt der Spieler auf Horden mordlüsterner Jesus Christusse; die Landschaft ist angefüllt mit ergoogelten Bildern von christlichen Propaganda-Plakaten, religiösen Stätten wie dem Petersdom in Rom und klischeehaften Darstellungen Christi, die ständig Botschaften der Toleranz und des Mitgefühls murmeln.
Das Publikum ist eingeladen an dem Gemetzel teilzunehmen, indem sie das Videospiel spielen und Kurzfilme des Spiels in Aktion sehen.

Ach, was sind sie stolz, der Künstler selbst natürlich am meisten, dass sie der Welt zeigen können, wie waghalsig sie sind!

Wie wär’s, fragt Michelle Malkin, mit wirklicher Waghalsigkeit? „Wie wär’s mit einem ‚Mohammed Killa’-Spiel? Ersetzt doch mal den mordlüsternen Jesus Christus durch einen mordlüsternen Mohammed, der klischeehafte Friedensbotschaften aus dem Koran murmelt. Füllt die Landschaft im Spiel mit ergoogelten Bildern muslimischer Propaganda und heiligen Moscheen, während die Mord-Mohammeds sich in mit vielen Menschen gefüllten Schulen, Restaurants, Bussen und Märkten in die Luft jagt. Stellt das aus. Los! Seid freigeistige „Künstler“. Zeigt uns, wie mutig ihr glaubende Menschen beleidigt!

Auf Leute, die nicht gewalttätig werden, schlägt man gerne ein. Da kann man mutig sein. Aber weiter geht der „Mut“ dieser „Avantgarde“ nicht. Traurige Feiglinge.

13.4.07 22:46


Verzerrte Bilder korrigieren?

„Hisbollah vor dem Kadi“ titelt ddp zur Verhandlung einer Klage gegen das Verbot des Berliner Innensenators und der Polizei die Flagge der Hisbollah und Bilder ihres Führers Hassan Nasrallah zu zeigen – also letztlich gegen ein öffentliches Bekenntnis zu dieser Terrortruppe, die hier so gerne als „radikal-islamische Schiiten-Partei“ bezeichnet wird.

Kläger ist der Deutsche Friedensrat, der das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit verletzt sieht. Als Kläger sind diese Terror Friedensfreunde der Meinung, dass es dem Staat „nicht zusteht die Ziele der Demonstranten zu interpretieren“.

Als wenn es da etwas zu interpretieren gäbe: Einführung der Scharia für alle und die Auslöschung Israels, sind die klarsten Ziele der Organisation. Wer sie unterstützt, der unterstützt auch den versuchten Völkermord an den Juden im Nahen Osten. So einfach ist das.

Nicht so für den „Deutschen Friedensrat“. Der will durchgesetzt sehen, dass die Demonstranten das „verzerrte Bild von der Hisbollah und von Nasrallah“ korrigieren dürfen. „Das Zeigen von Hisbollah-Symbolen bedeutet keine Billigung von Kriegsverbrechen“, schreiben sie auf ihrer Homepage, um dann unverzüglich Israel alle Verantwortung für den Libanonkrieg vom letzten Jahr zuzuweisen: „Israel hat einen Aggressionskrieg gegen den Libanon begonnen, ohne sich um das Völkerrecht und die UNO zu scheren, die einzig und allein für Gewaltmaßnahmen zuständig ist. Damit hat es ein schwerwiegendes Kriegsverbrechen begangen, darüber hinaus weitere im Laufe des bewaffneten Konflikts.“ Weiter geht’s: “Zudem wird die Hisbollah auf ihre Kriegshandlungen reduziert und mit ungesicherten Zitaten dämonisiert. Dabei sehen viele unabhängige Experten in der Hisbollah einen stabilisierenden Faktor, deren Einbeziehung in den Friedensprozess dringend geboten ist. Das Ziel der Demonstration war ohnehin nicht Partei für eine Kriegspartei zu ergreifen, sondern einen sofortigen Waffenstillstand zu unterstützen.

Gut, liebe Friedensfreunde, wann rehabilitiert ihr endlich Adolf und seine Mörderbande? Die haben schließlich auch nur nebenher ihren Völkermord an den Juden begangen und der Unterwerfungskrieg war auch nicht das Einzige, was die Nazis unternommen haben. Immerhin hat Hitler ja die Arbeitslosigkeit beseitigt und die Autobahnen gebaut! Dann wäre auch noch die Schuld zu klären, warum der kleine, regionale Konflikt mit Polen zum Weltkrieg wurde – schließlich hätten die Engländer und Franzosen ja nicht gleich mit Kriegserklärungen antworten, sondern den Völkerbund anrufen sollen.

Das ist in etwa die Argumentationsweise dieses „Friedens“-Rats. Wer hat den Krieg eröffnet? Israel, die Hisbollah hat nur ein bisschen Widerstand geübt. Dass da auf israelischem Boden acht Soldaten tot zurückblieben und zwei weitere entführt wurden, spielt keine Rolle. Das ist kein Kriegsakt, sondern humanitäre Hilfsleistung für die Palästinenser – oder so!

“Das Grundrecht der Versammlungsfreiheit ist verletzt“, schreiben die Terror-Versteher. Wieso? Das Versammeln und Demonstrieren hat den Terrorfreunden niemand verboten. Sie konnten problemlos gegen den angeblichen „Aggressionskrieg“ Israels demonstrieren. Ihnen eine Demonstration ihrer Unterstützung völkermörderischer Terroristen zu untersagen, ist kein Bruch der Versammlungsfreiheit.

Wenn aber diese Demonstranten gegen den „israelischen Angriffskrieg“ demonstrierten und zeigten, wer ihrer Meinung nach in diesem Krieg im Recht war, dann fehlt etwas: Die Verurteilung der völkerrechtswidrigen Morde auf israelischem Staatsgebiet, verbunden mit einem massiven Raketenbeschuss in mörderischer Absicht. Erinnern wir uns: Die Demonstranten demonstrierten gegen Israel, gegen die Hisbollah und ihre Morde wurde nichts gesagt. Im Gegenteil: Durch Schweigen zu ihren Taten und das Zeigen von deren Flagge wird im Konflikt Partei ergriffen und deren Handeln zu richtig erklärt.

Sollte sich das Gericht tatsächlich der Meinung des Verlogenheitsrats anschließen, dann wird ein offensichtliches Problem Europas deutlich: Bisher hat man sich nicht durchringen können, die Hisbollah insgesamt als Terrororganisation zu bezeichnen. Wenn das endlich geschähe, dann wäre das Zeigen der Hisbollah-Fahne das Zeigen und damit die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und die Sache wäre erledigt.

Was den „Deutschen Friedensrat“ angeht, so verstößt er mit seinem Vorgehen durch Einseitigkeit eklatant gegen seine Selbstbeschreibung. Schon die beiden ersten Ziele, die auf der Internetseite angegeben werden, führt er in seiner Haltung zum Libanonkrieg ad absurdum:

Ächtung des Krieges als Mittel der Politik, Verurteilung der bewaffneten Gewalt zur Durchsetzung politischer, ökonomischer, ideologischer oder religiöser Ziele
Beilegung zwischenstaatlicher Streitigkeiten und Konflikte ausschließlich mit friedlichen und politischen Mitteln.

Was anderes als die Durchsetzung politischer, ideologischer und religiöser Ziele war der Angriff der Hisbollah auf Israel?
Wo bitte ist der Versuch der Hisbollah (oder auch des Libanon) mit ausschließlich mit friedlichen und politischen Mitteln die Streitigkeiten zwischen Libanon und Israel beizulegen?

Der zweite Punkt wird vom Friedensrat wohl anders gesehen, weil Israel ja Schuld ist und den Krieg nicht der libanesische Staat ausgelöst hat. Außerdem wird bei der Hisbollah-Kriegsführung wahrscheinlich abgelehnt, dass es sich um „zwischenstaatliche Streitigkeiten“ handelt, weil die Hisbollah nicht für den ganzen Libanon steht.

So kann man versuchen sich aus der Verantwortung für antiisraelische Hetze zu stehlen. Was die Herrschaften aber nicht der Verantwortung enthebt, dass sie sich ausschließlich Israel vorknöpfen, Verteidigung als Aggression bezeichnen und Terroristen freie Hand und ihr Tun auch noch gerechtfertigt erscheinen lassen.

21.3.07 22:37


Gut, dass er das aufgeklärt hat

Abgesehen davon, dass er den Dialog, den er angeblich führen will, weiterhin ablehnt und die Praxis durch alleine sein Reden gefolgt von ausschließlich vorab gesiebten Fragen sehr monolog aussieht, hatte der einzig mögliche Friedensstifter für den Nahen Osten einige Dinge richtigzustellen. Im American Spectator wird berichtet, dass sich Jimmy Carter in seiner Rede an der George Washington University alle Mühe gab zu zeigen, dass er nicht antisemitisch ist. So führte er an, dass er als Präsident sowjetischen Dissidenten half und eine Kommission zur Schaffung eines Holocaust-Museum gründete. Und obwohl er in seinem Buch israelische Apartheid-Politik gegenüber den Palästinensern geltend macht, glaubt er nicht, dass diese sich auf Rassevorstellungen gründet. Sie basiert auf Habgier. Na, das ist aber eine Wende zum Guten!

Als Nächstes stritt Carter ab, er glaube die Juden kontrollierten die Medien seines Landes. Es sei nur einfach so, dass die Medien es schaffen Besprechungen seines Buches an Vertreter jüdischer Organisationen vergeben. Gegenüber der Los Angeles Times stellte er dazu vorher schon klar: „Revisionen in den Mainstreammedien sind größtenteils von Vertretern jüdischer Organisationen geschrieben worden, die wohl eher nicht die besetzten Gebiete besuchen werden; und deren Hauptkritik ist, dass das Buch antiisraelisch sei.
Jetzt wissen wir es: Die Juden kontrollieren vielleicht nicht die Medien, aber sie schreiben praktisch alle Buchbesprechungen und da kann nichts bei raus kommen als ein Verriss von Carters Buch, denn sie sind ja alle gegen Kritik an Israel und bezeichnen Kritiker als Antisemiten. Gut, dass er das klar stellte – das ist einfach völlig harmlos, was er da sagt und er hat ja so Recht, der arme Mann!
(Ganz nebenbei: PowerLine hat nachgehakt und konnte keine Bestätigung finden, dass die Schreiber der Buchbesprechungen jüdische Organisationen vertreten.)

Bei den Fragen nach der Rede wurde es für Carter dann doch recht schwierig seinen „guten Willen“ gegenüber den Juden beizubehalten. Auf die Frage, wie er sich angesichts des Rücktritts von 14 Mitgliedern des Beirates seines Carter Centers wegen seines Buches fühle, bemerkte er: „Sie sind zufällig alle jüdische Amerikaner und ich verstehe den enormen Druck, unter dem sie stehen.“ Mit anderen Worten: Wenn Wissenschaftler wie Kenneth Stein Carters Buch wegen „ungeheuerlicher Fehler und polemischer Schlussfolgerungen“ kritisieren, war das nicht ihre Bewertung aus gutem Glauben, sondern sie gaben dem Druck ihrer Stammesbrüder nach.

Gut, dass Carter das aufgeklärt hat.

Vorwürfe antisemitischer Anklänge räumt man aus, indem man sich flugs anderer antisemitischer Klischees bedient. Das sagen wir dem Achmachmermaljihad in Teheran, dann kann er sich auf Carter berufen, wenn ihm demnächst Antisemitismus vorgeworfen werden sollte.

Paul Mirengoff von PowerLine kommt zu einem klaren Schluss: Carter scheint Juden als Mitglieder einer mächtigen Geheimgesellschaft zu betrachten, deren Loyalität einander gegenüber über ihrer Loyalität der Wahrheit gegenüber steht. Das ist die Sichtweise eines Antisemiten.

12.3.07 22:02


Scheinheilig – wenn sie gläubig wären

YouTube ist immer wieder dabei sich selbst zu toppen. Da gibt es eine Atheistentruppe, die dazu aufruft blasphemische Videos einzustellen; jeder, der wollte, sollte von sich selbst ein Video drehen, in welchem er Blasphemie begeht. Und die Videos kamen ohne Ende.

Dann gab es eine Pfarrer, der fand das dummen Unsinn und stellte ein Video ein, in dem die blasphemischen Anstrengungen parodiert wurden. Wegen „inappropriate content“ (unangemessenem Inhalt) wurde das Video nach nur sechs Stunden gesperrt. Jetzt steht es bei Google (und man kann sehen, dass die Begründung Blödsinn ist). Einmal mehr liegt also die Vermutung nahe, dass alle alles dürfen – nur Christen nicht. Und Atheisten es nicht verkraften, wenn Christen etwas mit ihnen tun, was sie selbst mit Christen auch gerne anstellen. (Die Atheistentruppe hat offenbar die Verbannung des Pastorenvideos betrieben.)

YouTube hat also so ganz eigene Ansichten über Meinungsfreiheit. Das zeigte ich auch kurz vorher: ein Atheist hatte ein Video nach dem anderen eingestellt, in dem er den christlichen Glauben verunglimpfte. Als dann eines kam, in dem er Koranverse nutzte um den Islam zu kritisieren, wurden sämtliche Videos sowie sein Konto gelöscht. Da war er wohl zu weit gegangen. (Christen traten übrigens kräftig für sein Recht auf Meinungsfreiheit und gegen die Entscheidung des Videoportals ein.)

Ironie Nummer 1 bei der Sache: Das offensichtlich rassistische Jew Watch kann ungehindert weiter agieren.

Ironie Nummer 2: Google ist (inzwischen) Besitzer von YouTube. Es wäre interessant zu erfahren, wie man bei YouTube erklärt, wieso das Video des Pastors bei der Muttergesellschaft stehen kann, nachdem es von der Tochtertruppe rausgeworfen wurde.

Tipp: HotAir

5.3.07 20:49


Verdrehte Hirne

Man sollte ja meinen, dass über die berüchtigte „Berliner Erklärung“ und Online-Petition „Schalom 5767“ schon genug gesagt wurde. Aber ein Aspekt sollte doch immer wieder aufgezeigt werden: Dass diese Herrschaften einfach nicht begreifen, was in Nahost passiert ist, dass sie sich geschichtlichen Fakten verweigern und auch noch in sich unlogisch argumentieren. Das beste Beispiel dafür ist der zweite Absatz des Machwerks:

Das Grundübel ist die seit 1967 andauernde israelische Besetzung palästinensischen Gebiets. Die Besetzung bedeutet Entwürdigung und Entrechtung der Palästinenser. Sie lähmt ihr wirtschaftliches, politisches und soziales Leben. Darüber hinaus verhindert dieses täglich neu erlebte Unrecht einen friedlichen Ausgleich des alten Unrechts, das den Palästinensern mit der Vertreibung von 1948 angetan wurde. All dies treibt die Spirale der Gewalt an.

Mal sehen: Das Grundübel ist die Besetzung von 1967, aber das alte Unrecht ist von 1948.

Ja, was denn nun? Wo liegt das eigentliche Übel? 1967 oder 1948?

1948 zu nennen, trauen sich die Entwerfer der Petition nicht. Das hieße den Staat Israel in Frage stellen. Also bauscht man 1967 auf und hängt 1948 hinten an. Ohne Rücksicht darauf, dass die arabische Seite 1948 das Grundübel nennt und 1967 nur als zusätzliche Katastrophe betrachtet. Und ganz abgesehen davon, dass die arabische Feindseligkeit mit ihrer antisemitischen Gewalt schon vor 1948 mehr als deutlich war.

Die Petitionisten übernehmen also die Propagandalüge von der Vertreibung 1948, ohne sich um historische Fakten zu kümmern – z. B. dass die Araber gingen, flüchteten, um ihren „Befreiern“ nicht im Weg zu sein, wenn die die Juden ins Meer zurückbomben.

Die Besatzung lähmt? Wirtschaftliche, politisch und sozial? Klar, wenn man die Besatzung dafür verantwortlich macht, dass die Palästinenser-Terrorführer bisher alle Möglichkeiten ablehnten ihr Volk selbstständig werden zu lassen. Wenn man ignoriert, dass es die Israelis waren, die den Palästinensern ermöglichten Universitäten zu gründen. Dass es die Israelis sind und waren, die Palästinensern Arbeitsplätze schaffen, die sie zu wirtschaftlichen Initiativen ermunterten und ihre Produkte aufkauften – obwohl sie sich damit Konkurrenz heranzogen. Oder: heranzuziehen versuchten, denn die Palästinenser haben das alles wieder den Bach runter gehen lassen, nachdem sie Autonomie hatten und die Eigenstaatlichkeit in Aussicht stand.

Die Besatzung ist schuld? Dieser Quatsch ist spätestens seit dem Abzug aus dem Gazastreifen so offensichtlich, dass er einfach ignoriert wird. Gerade von den Herrschaften der Petition „Schalom 5767“. Die sind nicht bereit sich Realitäten zu stellen und die Verursacher der Misere da zu suchen, wo sie zu finden sind: bei den Terror-Organisatoren und ihren Hinterleuten in anderen arabischen und muslimischen Staaten, insbesondere dem Iran und Syrien als sehr aktiven, aber auch einer ganzen Reihe anderer Staaten als „passiven“ Helfershelfern.

So etwas ficht die Schaloms nicht an. Sie wollen mit einer dauerhaften Lösung die „Spirale durchbrechen“. Und wie sieht kriegt man das hin? So:

• die israelische Besatzungspolitik nicht länger zu tolerieren
• kurzfristig den Boykott der Palästinensischen Autonomiebehörde zu beenden
• endlich die Verwirklichung eines lebensfähigen palästinensischen Staates ernsthaft anzustreben, in Gaza und dem gesamten 1967 besetzten Westjordanland einschließlich Ost-Jerusalems, mit voller Souveränität und freiem Verkehr.

Mit anderen Worten: Die Palästinenser müssen alles auf dem Silbertablett serviert bekommen, israelische Rechte und Sicherheit stehen nicht im Plan. Die werden vorausgesetzt, gegen alle Fakten.

Und noch ein kleines Bonmot: Damit wird eine Sicherheitsregelung für die Staaten der Region zu verbinden sein, besonders für das sich bedroht fühlende Israel, ebenso wie für seine Nachbarstaaten. - Das „sich bedroht fühlende Israel“! Die sind nicht bedroht, die meinen das nur. Die Hamas-Charta ist nur Literatur, die Drohungen der PLO nicht ernst zu nehmen und vor allem hat nur Israel Schuld: ...wenn Israel als Zeichen der Versöhnungsbereitschaft die Vertreibung als Unrecht benennt. Israel nennt es seit langem Unrecht. Nur weist es die Verantwortung richtigerweise den Arabern zu, denn diese haben die Leute weggeholt und den Bleibenden Rache wegen „Verrat“ versprochen. So etwas ist für die „der Westen und Israel sind die Bösen“-Truppen nicht relevant. Sie haben ihre eigene Realität. Das Wolkenkuckucksheim der armen, unterdrückten, edlen Wilden. Die haben immer Recht. Denen muss man ihre Wünsche erfüllen. Dass die sich damit in ihren Mitteln und Zielen nur bestätigt fühlen können und diese um so heftiger verfolgen, kommt den Herrschaften nicht in den Sinn. Denn in deren Welt ist das alles nicht existent. Die wollen nur spielen. Ihr terroristisches Reden ist nicht ernst gemeint. Hurra, kapitulieren wir. Und schreiben es Israel auch vor. Die gehen zuerst unter (was ja gar nicht stimmt) und wenn es dann bei uns auch so weit ist, dann jammern sie, das wir die Terroristen nicht genug beschwichtigt und sie erst in diese Rolle gedrängt hätten.

Angesichts der gewollten Blindheit und Verdrehtheit, die diese Petitionisten an den Tag legen, ist es kein Wunder, dass sie auf ihrer Internetseite einen Link zu einer genauso schwachsinnigen Organisation in Großbritannien stehen haben und den Müll von Alfred Grosser verlinken.

„Was Dir verhasst ist, tu Deinem Nächsten nicht an“, haben sie prominent auf der Homepage stehen. Und vergessen entweder oder ignorieren es bewusst, dass Israel sich genau daran hält: bei der Bekämpfung der Terroristen, bei der Versorgung der palästinensischen Bevölkerung, bei der Gewichtung von Sicherheitsmaßnahmen zu Ungunsten der israelischen Bevölkerung (wenn trotz Terrorwarnungen Straßensperren und Kontrollen heruntergefahren werden), bei der gesundheitlichen Versorgung von Palästinensern. Gleich oder ähnlich lautende Forderungen an die Terroristen? Fehlanzeige. Und das zeigt die ganze Verlogenheit dieser Leute, die „Frieden“ schaffen wollen und doch nur den Untergang Israels im Visier haben.

4.3.07 23:05


Geistige Umweltverschmutzer

Ein Glanzstück geistiger Umweltverschmutzung liefert mal wieder die junge Welt in einem Interview. Sowohl die Frage des Redakteurs als auch die Antwort des Interviewten zeugen von einer Debilität, die ihresgleichen sucht. Die Frage hat es in sich:

Hat der Antiislamismus den Antisemitismus als bedeutendste Hassideologie abgelöst?

Das sitzt! Da werden gleich alle modernen PC-Lügen in eins gefasst: Antiislamismus ist (mindestens) so schlimm wie Antisemitismus, rassistisch, diskriminierend und böse und gehörigst auszurotten. Antisemitismus? Halb so wild, den gibt’s nur bei Rechten, diese Marginalie kann weit gehend vernachlässigt werden. Das heben wir uns für Proteste gegen die NPD auf – und für Erinnerungsveranstaltungen zum 9. November 1938 oder zu den KZs. Nein, Antiislamismus, Islamophobie, das sind die Schlagworte! Das ist das heutige Übel! Das ist die Ideologie, die den Übeln des letzten Jahrhunderts und der Jahrhunderte davor folgt. Die wirklichen Opfer sind nicht die Juden! Das sind die Moslems! Einzig und ausschließlich. Ohne jeden Grund!

Klar war auch, dass das nur ein Stichwort für den Menschenrechtsanwalt in Bremen und Berlin war:

Der Eindruck kann entstehen, wenn wir uns die täglichen Nachrichten und Horrormeldungen über »Ehrenmorde«, islamistische Gewalt an den Schulen, die Absetzung von Mozart-Opern und dergleichen vergegenwärtigen. Auch wenn manchmal tatsächliche Probleme aufgegriffen werden: Niemand käme auf die Idee, ähnliche soziale oder individuelle Gewalterscheinungen in der Mehrheitsgesellschaft als »christliche Gewalt« gegen Frauen, Kinder oder Ausländer zu charakterisieren. In allen Talkshows und Stammtischrunden wird die päpstliche Bann-Bulle des »aufgeklärten christlichen Abendlandes« gegen den »gewaltbereiten Islam« verbreitet, es wird deutschnational verkündet: »Wir dürfen nicht einknicken!« Vom gemeinen Moslem wird verlangt, daß er sich im vorauseilenden Gehorsam distanziert und denunziert, was das Zeug hält. Trotzdem bleibt auch der Antisemitismus zentraler Bestandteil des Rassismus, er hat offenbar längst wieder die Mitte der Gesellschaft erreicht.

Ja klar, ein falscher Eindruck. Ja, der Antisemitismus ist noch da und sogar in der Mitte der Gesellschaft. Aber Opfer sind die Muslime, denen man Ungehöriges abverlangt. Der Mann zählt alle Symptome und Fakten auf, aber die Schlussfolgerung erklärt er für ungültig. Seine Argumentation folgt den üblichen Nebelwänden: Man behauptet auch nicht „christliche Gewalt“. Natürlich zählt er die Fälle nicht auf, wo mit christlichem (oder jüdischem) Glauben Ehrenmorde, Prügel oder sonstige „soziale oder individuelle Gewalterscheinungen“ gerechtfertigt werden. Mal abgesehen davon, dass er die Fälle vielleicht überhaupt erst einmal finden müsste. Mit solchen Kleinigkeiten darf man sich aber nicht aufhalten. Statt dessen müssen alle Besorgnisse als rechtspopulistisches bis rechtsextremes und ungehöriges Stammtisch-Gehetze dargestellt werden.

“Vorauseilender Gehorsam“ heißt der heiße Herr die Forderung, dass auch Muslime unsere gesellschaftlichen Werte akzeptieren und sich an unsere Gesetze halten. Damit absolutiert er sie vorab schon von jeder Verantwortung für Gesetzesbrüche und setzt die Forderung, dass sich die Einwanderer in unsere Gesellschaft integrieren (statt dass sich unsere Gesellschaft in den Islam integriert) mit der Forderung nach der Ausgrenzung bis Vernichtung des Judentums gleich, wie vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs so genüsslich vertreten war.

Beide – junge Welt wie ihr Menschrechtler-Interviewpartner – fahren die bewährte Schiene. Statt die Probleme festzustellen, zu nennen und anzugehen, wird abgelenkt, werden Probleme definiert, die es nicht wirklich gibt, um dann im Rundumschlag alle anders Denkenden in die Extremistenecke zu schieben. In der üblichen Manier wird Kritik an Auswüchsen des Islam zur Diffamierung des gesamten Islam und aller Muslime umgebaut, damit Kritik nicht möglich ist.

Was die Behauptung der Ablösung des Antisemitismus durch „Antiislamismus“ angeht, sollten die Herrschaften vielleicht doch einmal genauer hinsehen. Und auch einmal die Statistiken bemühen. Da findet sich dann reichlich wenig von „Antiislamismus“, während der Antisemitismus sich weiter verbreitet. Insbesondere im Bereich der behaupteten Opfern des „Antiislamismus“ ist er leider kräftig festzustellen und wird am wenigsten bekämpft. Und während bei jeder Gelegenheit, insbesondere bei von muslimischen Hetzern begangenen Taten oder gehaltenen Reden sofort reflexartig davor gewarnt wird „die“ Muslime unter Generalverdacht zu stellen und das Mantra des „Islam heißt Frieden“ immer und immer wieder abgespult, von winzigen extremistischen Minderheiten geredet wird, haben genauso reflexartig die Beschwörung rechtsextremistischer Hintergründe bei jeder gegen Juden gerichteten Tat mit gleichzeitiger Ignorierung der Steigerungszahlen antisemitischer Taten, um „Islamophobie“ in den Vordergrund zu schieben und zu „bekämpfen“.

Das Ergebnis ist ein „Opferwettlauf“: Tatsächliche Opfer müssten ihr Leid so laut wie möglich herausstellen und propagieren; aber wenn sie das tun, dann werden sie scheel angesehen, weil es an der Zeit ist „einen Schlussstrich zu ziehen“. Die nur vermeintlichen Opfer, bei denen es eine ganze Reihe Täter gibt, die aber von den Nichttätern auch nicht in die Schranken gewiesen werden, die brüllen sie seien Opfer, die anderen ziehen mit und überall nimmt man es ihnen ab. Weil man politisch korrekt nichts unternimmt, was die Leute in schlechtem Licht erscheinen lassen könnte. Definieren, was schlechtes Licht ist, tun natürlich nicht die politisch Korrekten, sondern die potenziell Beleidigten.

Also hopp, integrieren wir uns in den vorgelebten Islam. Als die Dhimmis, die wir zu sein haben. Die zugewanderte Minderheit hat das Sagen zu haben, Mehrheiten sind dafür da sich unterzuordnen. Sonst sind wir die Schweine. Oder die Affen. Und DAS Risiko wollen weder die Marx-Faschisten noch der Anwalt noch die sonstigen PC-Idioten eingehen.

23.2.07 21:28


Spinner unter sich

Einmal mehr wird in einer ganzen Reihe von Staaten eine „Israel-Apartheid-Woche“ veranstaltet. Mit diesen „Feiern“ wollen die Veranstalter die Idee zementieren und den Leuten einbläuen, dass Israel Apartheid gegenüber den Palästinensern betreibe.

Das Dollste ist eigentlich, dass es dafür immer genug israelische Akademiker, Künstler, Schriftsteller, Denker usw. gibt, die meinen, sie müssten den Wahn unterstützen. In London sind dieses Jahr auch wieder einige Typen dieser Sorte am Werk. Bezeichnend ist, wo sie politisch stehen und was sie für Ansichten verbreiten:

Einer davon ist Yaitzhak Laor, Dichter, Bühnenautor und Journalist für New Left Review, der z. B. „Europäischer Rassismus und sein Spiegelbild: israelische Apartheid“ thematisiert. In einem Artikel vom letzten August meinte er die IDF als Terroristen bezeichnen zu müssen. 2002 schrieb er für den Palestinian Monitor über die Unbarmherzigkeit der IDF, die man vor dem Hintergrund der zweifachen Niederlage im Libanon (1985, 2000) sehen müsse – sie sei dort nach Jahren eines von ihr betriebenen schmutzigen Krieges von dort vertrieben worden, habe den Südlibanon verbrannt und zerstört von Artillerie und einer Luftwaffe hinterlassen, gegen die keine Terrorgruppe habe kämpfen können. Und doch hätten 300 Partisanen – „sollte ich sie wirklich Terroristen nennen?“ – die Armee zweimal vertrieben, wofür die Generäle, die den gegenwärtigen Krieg (gegen die Palästinenser) führten, diese jetzt bezahlen ließen.

Ein weiterer Geistesgroßer ist Filmemacher Eyal Sivan, der in Paris lebt und in Sderot am Sapir College lehrte. Er redet gerne über die „Bildung von zweierlei Maß durch kulturelle Repräsentation: Zionismus, die israelischen Medien und die Rationalisierung rassistischen Bewusstseins“. Von Alain Finkielkraut wurde Sivan als „jüdischer Antisemit“ bezeichnet; in einem Radiointerview beschrieb Finkielkraut ihn als „einen der Akteure des heutigen, besonders harten und Furcht erregenden jüdischen Antisemitismus“ und wies ihn heftig wegen der im Film Route 181 hergestellten Verbindung von Israels Umgang mit den Palästinensern und dem Holocaust zurecht. Sivan verklagte Finkielstein wegen Verleumdung, das Gericht wies die Klage aber ab.

Oder Amnon Raz-Krakotzkin, Dozent für jüdische Geschichte an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Beer Sheva, der von „De-Arabisierung des Landes und De-Arabisierung der Juden“ redet. Er ist für eine Ein-Staaten-Lösung und sagte vor zwei Jahren in Berlin: „Wir brauchen eine neue Vision, eine Vision der Koexistenz, die das Konzept der Trennung ersetzen muss. Wir müssen gegen den Apartheid-Zustand kämpfen, der Stück für Stück eingeführt wurde. Eine binationale Vision kann auf verschiedene Weise und in verschiedenen Schritten in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Aber das ist die einzige Option für beide Völker.“ Daneben schwadroniert er gerne über „kritische Analyse der zionistischen Wahrnehmung von Geschichte und der messianisch-theologischen und kolonial-orientalistischen Dimension, die dem zionistischen Mythos inne wohnt. Er will zeigen, „wie das zionistische historische Bewusstsein sich auf Unterdrückung und die Ausradierung der Geschichte“ gründet – der Geschichte des Landes und besonders der Nakba [Katastrophe, Bezeichnung der Araber für das Geschehen von 1948, die Gründung des Staates Israel], dem Transfer von Hunderttausenden Palästinenser 1948, aber auch den verschiedenen Geschichten der Juden.

Diese Geistesgroßen haben viel gemein. In erster Linie ignorieren sie völlig, was von der arabischen Seite in Sachen Israel kommt – die versuchten Vernichtungskriege von 1948, 1967, 1973 beispielsweise und die beharrliche Weigerung die jüdische Präsenz zwischen Jordan und Mittelmeer in irgendeiner Weise anzuerkennen genauso wie die Pogrome, die ab 1921 schon gegen Juden in „Palästina“ verübt wurden. Der Faktor Araber/Palästinenser kommt bei ihnen nur in der Opferrolle, höchstens als Reagierende, nie als aktiv vorgehende Komponente vor. Und während es die Juden bösartiges Handeln gepachtet haben, ist auf arabischer Seite ausschließlich „Verzweiflung“ Motiv.

Daneben werden weitere Fakten schlicht ignoriert, die die Apartheids-Vergleiche ad absudrum führen. Jeder arabisch-muslimische Knesset-Abgeordente ist der lebende Gegenbeweis, so sehr diese selbst auch das Apartheids-„Argument“ anführen mögen. Jeder Druse oder Beduine in der israelischen Armee straft die Apartheids-Behauptung Lügen. Jeder muslimische Diplomat, jeder äthiopische Jude und jeder arabische Israeli im öffentlichen Dienst zeigen auf, wie unsinnig die Behauptung ist.

Das ist aber für die Apartheids-Verkünder noch nie ein Grund gewesen ihren Blödsinn zu überdenken. Eher im Gegenteil. Dazu kommt aber im Falle solcher „Israel-Apartheid-Wochen“ ein weiterer Gesichtspunkt, den die jüdischen Antisemiten nicht bedenken wollen oder bewusst in Kauf nehmen. Und der betrifft nicht die Juden in Israel, sondern die in der Diaspora. So sagt Jon Benjamin, Mitglied des Board of Deputies of British Jews:

Eindeutig gibt es israelischen Akademiker und Aktivisten, die einen wertvollen Beitrag zur politischen Debatte in Israel leisten, aber den Fehler machen, ihre Argumente in Foren zu exportieren, wo ihre Kommentare unbeabsichtigte Folgen haben können... Es gibt weitere, die entweder rücksichtslos sind oder denen es gleichgültig ist, welche Folgen ihre Ansichten außerhalb von Israel haben. Denen, die sich um die Zukunft aller Israelis welchen Glaubens auch immer Sorgen machen, möchte ich einfach sagen: Passt auf, wie euer Reden benutzt werden kann – es sind wir, die Scherben einsammeln müssen, nachdem ihr wieder weg seid.“

Einige denken nicht drüber nach. Andere haben das Ziel diese Scherben zu verursachen und zu hinterlassen. Die oben beschriebenen Herrschaften gehören wohl zur zweiten Kategorie. Sie bedienen alles, was Antiisrael-Hetzer, Antisemiten, Terrorhelfer und -rechtfertiger und geistige wie politische Brandstifter brauchen.

18.2.07 19:28


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