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Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.

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Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMES

Israel versucht schliesslich nicht, fremde Regierungen zu stuerzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen juedischen Staat der Welt auszuloeschen.
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Nachdenkliches

Ein Lehrer mit Glaube und Vernunft

Jeff Jacoby, Jewish World Review, 25. Juli 2007

Haben Sie von dem religiösen Fundamentalisten gehört, der an der Universität in Cambridge Physik lehren wollte? Diese Möchtegern-Lehrer war nicht einfach ein Christ; er war so mit der biblischen Prophetie beschäftigt, dass er ein Buch mit dem Titel „Observations on the Prophecies of Daniel and the Apocalypse of St. John“ (Betrachtungen zu den Prophezeiungen von Daniel und der Apokalypse des Heiligen Johannes) schrieb. Auf der Grundlage seines Verständnisses des Propheten Daniel sagte er das Datum der Apokalypse voraus: nicht vor 2060. Er berechnete auch das Jahr, in dem die Welt geschaffen wurde. Wenn in 1. Mose (Genesis) 1,1 steht: „Im Anfang“, so legte er fest, bedeutete das 3.988 v.Chr.

Nicht viele modernen Universitäten sind bereit einen wissenschaftlichen Professor zu beschäftigen, der sich nicht nur für „Intelligent Design“ stark macht, sondern für eine vollkommen göttliche Schöpfung. Die Schriften dieses Bewerbers über Astronomie z.B. beinhalten diese Gedanken zum Sonnensystem: „Diese überaus schöne System von Sonne, Planeten und Kometen konnte nur aus dem Rat und der Vorherrschaft eines intelligenten und mächtigen Wesens herrühren... ER regiert alle Dinge und weiß alles, was ist oder getan werden kann.“

Sollte man jemanden mit diesen Ansichten einstellen, um Physik zu lehren? Ein baptistisches Junior College tief im amerikanischen Bible Belt vielleicht, aber der Lehrkörper würde einen Anfall bekommen, wenn man es irgendwo anders auch nur versuchen würde. Viele von ihnen würden Richard Dawkins aus Oxford nachplappern; der prominente Evolutionsbiologe schreibt in „The G-d Delusion“ (Die Täuschung Gott), er ist „fundamentalistischer Religion gegenüber feindselig eingestellt, weil sie aktiv das Unternehmen Wissenschaft korrumpiert... Sie unterwandert die Wissenschaft und untergräbt den Intellekt.“

Ebenso unverblümt ist Sam Harris, Doktorand für Neurowissenschaften und ein weiterer schonungsloser Feind der Religion. „Der Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft ist inhärent und hat (fast) keine Schnittmengen“, schrieb er. „Der Erfolg der Wissenschaften erfolgt oft auf Kosten des religiösen Dogmas; die Beibehaltung religiöser Dogmen erfolgt immer auf Kosten der Wissenschaften.“ Weniger elegant, aber mit mehr Einfluss klassifizieren die von der National Academy of Sciences 1895 herausgegebenen National Science Education Standards die Religion in die Kategorie der „Mythen“, „mystischen Inspiration“ und des „Aberglaubens“ – die allesamt ziemlich unkompatibel mit wissenschaftlichen Studien sind. Michael Dini, Biologe an der Texas Tech University in Lubbock, machte 2003 Schlagzeilen durch seine Politik Empfehlungsschreiben für Studenten im Hauptstudium abzulehnen, die nicht „wahrhaftig und offen die wissenschaftliche Antwort“ auf die Frage nach dem Ursprung der Menschheit beantworten können. Wissenschaft und Religion, sagte er zu dieser Zeit in einem Interview, „sollten sich nicht überlappen“.

Solche Überlegungen hielten Cambrigde aber nicht davon ab die oben beschriebene, von Theologie und der Bibel durchdrungene Person einzustellen. Tatsächlich gaben sie ihm den prestigeträchtigen Lucasian-Lehrstuhl für Mathematik – im Jahr 1668. Eine gute Sache, da Isaac Newton – ungeachtet seiner religiösen Leidenschaft und intensivem Interesse an biblischer Interpretation – dann später der berühmteste Wissenschaftler seiner Zeit wurde; und wohl der einflussreichste der Geschichte.

Newtons brennendes Interesse an Theologie, Eschatologie und den Geheimnissen der Bibel ist Thema einer neuen Ausstellung an der Hebräischen Universität in Jerusalem (online auf: http://jnul.huji.ac.il/dl/mss/Newton). Seine riesige Zahl religiöser Schriften – geschätzte drei Millionen Worte – rechen von den Dimensionen des Tempels Salomos bis zu einer Methode das Datum für Ostern entsprechend den Erklärungen biblischer Symbole zu berechnen. „Newton war einer der letzten großen Männer der Renaissance“, merken die Kuratoren an, „ein Denker, der in der Mathematik, der Physik, Optik, Alchemie, Geschichte, Theologie und der Interpretation der Propheten arbeitete und Verbindungen zwischen allen sah.“ Das Vorurteil des 21. Jahrhunderts, dass Religion ausnahmslos „die Wissenschaft untergräbt“, wird von der außergewöhnlichen Figur widerlegt, die es schaffte die Zusammensetzung des Lichts zu entdecken, die Gesetze der Bewegung zu deduzieren, die Integral- und Differentialrechnung zu erfinden, die Schallgeschwindigkeit zu berechnen und die Gravitation im Universum zu definieren – alles, während er tief an die „Beherrschung eines intelligenten und machtvollen Wesens“ glaubte. Weit entfernt davon seine wissenschaftliche Integrität zu untergraben, vermerkt die Ausstellung: „Newtons Frömmigkeit diente als eine seiner Inspirationen für das Studium der Natur und dessen, was wir heute Wissenschaften nennen.“

Für Newton war es axiomatisch, dass religiöse Forschung und wissenschaftliche Untersuchung einander ergänzen. Es gab in beiden von G-tt geschriebenen „Büchern“ Wahrheiten zu finden, dem Buch der Heiligen Schriften und dem Buch der Natur – oder wie Francis Bacon es nannte: dem „Buch des Wortes G-ttes“ und dem „Buch der Werke G-ttes“. Die Welt empirisch zu studieren bedeutete nicht, dass man den religiösen Glauben aufgab. Im Gegenteil: Je besser die Arbeitsweise der Schöpfung verstanden wurde, desto näher könnte man dem Schöpfer kommen. In der Sprache des 19. Psalms: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes[a], / und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk.“

Sicher, religiöses Dogma kann eine Augenbinde sein, die denen Wahrheiten versperrt, die sich weigern diese zu sehen. Wissenschaftliches Dogma kann denselben Effekt haben. Weder Glaube noch Vernunft können jede Frage beantworten. Wie Newton wusste, ist der sicherere Weg zur Weisheit der, der Raum für beides hat.

11.8.07 18:59


Weshalb ‘Islamophobie’ ein brillanter Begriff ist

Dennis Prager
Townhall.com, 31. Juli 2007

Was haben Antisemitismus, Rassismus und Islamophobie gemein?

Faktisch nichts.

Aber nach dem Verständnis islamistischer Gruppen, westlicher Medien und den Vereinten Nationen haben sie alles gemein. Antisemiten hassen alle Juden, Rassisten hassen alle Mitglieder anderer Rassen und Islamophobe hassen alle Muslime.

Wer immer den Begriff „Islamophobie“ geprägt hat, war ziemlich gewieft. Man muss sich hier die Kunstfertigkeit ansehen. Hier wird nicht gesagt „Mulim-Phobie“ oder „antimuslimisch“, es heißt Islam-ophobie – Angst vor dem Islam – aber Angst vor dem Islam ist keineswegs dasselbe wie Hass auf alle Muslime. Man kann richtigerweise oder falscherweise vor dem Islam Angst haben – oder eher: vor Auffassungen des Islam – und doch absolut nicht gegen alle Muslime eingenommen sein, ganz zu schweigen davon, dass man ein Rassist ist.

Die Gleichsetzung von Islamophobie mit Rassismus ist zum Teil unehrlich. Muslime gibt es in jeder rassischen Gruppe und der Islam hat nichts mit Rasse zu tun. Trotzdem erklären westliche Mainstream-Medien, islamistische Gruppen, die sich selbst muslimische Bürgerrechtsgruppen nennen, und verschiedene westliche Organisationen wiederholt, dass Islamophobie Rassismus ist.

Drei der unzähligen Beispiele: Der Guardian veröffentlichte einen Kommentar mit der Überschrift „Islamophobie sollte so inakzeptabel sein wie Rassismus“; die Europäische Union hat das Europäische Beobachtungszentrum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegründet; und die B’nai B’rith Anti-Defamation Commission of Australia vermerkt: „Muslime sind auch das Ziel von Rassismus in Australien gewesen, der oft Islamophobie genannt wird.“

Selbst wenn man zugesteht, dass es Leute gibt, die Angst vor dem Islam haben, wie bekommt man das mit Rassismus auf die Reihe? Wenn die Angst vor einer Ideologie einen zum Rassisten machen, dann sollten alle, die Angst vor Konservatismus oder Liberalismus haben, als Rassisten betrachtet werden.

Natürlich mögen manche argumentieren, dass zwar Konservatismus und Liberalismus Ideen sind, der Islam aber eine Religion und dass man zwar Ideen angreifen kann, aber eine Religion nicht attackieren darf. Es ist allerdings für Religionen beleidigend ihnen abzusprechen, dass sie Ideen sind. Religionen sind natürlich mehr als Ideen – sie sind theologische Glaubenssysteme – aber sie sind ebenfalls Ideen davon, wie eine Gesellschaft funktionieren sollte, genauso wie es der Liberalismus und der Konservatismus sind. Daher sollten der Islam – oder das Christentum oder das Judentum oder der Buddhismus – genauso Kritik unterworfen sein wie Konservatismus und Liberalismus.

Die einzige Religion jedoch, zu der der Westen Kritik erlaubt, ist die christliche. Leute schreiben Bücher, halten Vorträge und Seminare über darüber, wie falsch christliche Behauptungen sind; oder über die unmoralische Geschichte des Christentums. Und niemand greift sie deshalb wegen Rassismus oder Bigotterie an oder greift sie gar körperlich an. Der Kopf der Anti-Defamation League verkündete, dass konservative Christen heute die größte Bedrohung Amerikas sind und niemand warf ihm Rassismus oder Christiophobie vor.

Diese Äußerung mag ein Ausdruck von Hysterie oder Ignoranz sein, ist aber nicht rassistisch. Wenn aber jemand sagt, dass der Islam nicht kompatibel mit der Demokratie erscheint oder dass der islamische Umgang mit Frauen dem des Westen unterlegen ist, wird er oder sie als rassistischer Islamophober tituliert.

Man könnte dem entgegen halten, dass Menschen wegen Kritik zu verleumden nicht nur auf diejenigen zutrifft, die den Islam kritisieren; es trifft ebenfalls auf Kritiker Israels oder Amerikas zu – Erstere werden – so wird gesagt – sofort als „antisemitisch“ bezeichnet, Letztere sofort als „unpatriotisch“. Beides stimmt überhaupt nicht. Beides ist – und ich benutze diese Vokabel selten – Lügen.

Niemand wird als antisemitisch bezeichnet, nur weil er Israel kritisiert. Leute werden Antisemiten genannt, weil sie Israel das Existenzrecht absprechen, weil sie sich auf die Seite derer stellen, die es auslöschen wollen, oder weil sie unter allen Nationen der Welt nur den jüdischen Staat für Angriffe auswählen, die andere Länder weit mehr verdienen.

Und niemand in irgendeiner Position mit Verantwortung hat jemanden „unpatriotisch“ genannt, nur weil er Amerika kritisiert. Senatorin Hillary Clinton behauptete während der letzten Präsidenten-Debatte der Demokraten, dass das Verteidigungsministerium sie „unpatriotisch“ genannt hatte, weil sie fragte, ob es eine Plan zum Rückzug der Truppen aus dem Irak habe. Allerdings wurde das Wort „unpatriotisch“ in der Antwort an die Senatorin nicht nur nicht genannt, es wurde noch nicht einmal angedeutet.

Die Tatsache bleibt, dass der Begriff „Islamophobie“ einen Zweck hat – jegliche Kritik am Islam, legitim oder nicht, zu unterdrücken. Und angesichts der Feigheit der westlichen Medien und dem Einverständnis der Linken beim Verbot jeglicher derartiger Kritik (während man das Christentum und die Christen damit zuschüttet), funktioniert das auch.

Jüngster Beweis: In der vergangenen Woche wurde ein Mann in New York wegen zweier Straftaten angeklagt, weil im Pace College einen Koran in eine Toilette zu stecken als Hass-Verbrechen bezeichnet wird. Keine leichten Vergehen, stellen Sie sich vor, sondern Straftaten. Währenddessen wird die Kunst des Mannes, der ein Kruzifix in einem Krug Urin steckte – „Piss Christ“ – weiterhin in Galerien und Museen ausgestellt. Ein Koran in einer Toilette ist ein Hass-Verbrechen; ein Kruzifix in Pisse ist ein Kunstwerk. Zum Teil Dank dieses brillanten Begriffs „Islamophobie“.

1.8.07 18:26


Tödlicher Wahn

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mal wieder die Werte seines religiösen Wahns beschworen. Gerade erst sagte er, dass Niederlagen keine Bedeutung für die haben, die an das Märtyrertum glauben. „Die Kultur des Anstreben des Märtyrertums wird uns vor allen sozialen Problemen schützen.“

Das könnte sein – auf diese Weise entledigt sich man seines Geburten-Überschusses. Allerdings kann man ihm auch einen Spruch von US-General George S. Patton vom 31. Mai 1944 entgegen halten:

Ich möchte, dass ihr euch daran erinnert, dass kein Bastard je einen Krieg gewonnen hat, indem er für sein Land starb. Er hat ihn gewonnen, indem er dafür sorgte, dass der andere arme, dumme Bastard für sein Land starb.“

Wie sich Selbstmord-Operationen auf den Kriegsverlauf auswirken, haben u.a. die Japaner im Zweiten Weltkrieg erfahren. Die Deutschen hatten auch so eine „Kultur“, die das Sterben für’s Vaterland zum höchsten Gut erhob – und verloren.

Es bleibt zu hoffen, dass sich das nicht wiederholen muss, um vor der und für die Welt die Wahnsinnigen wieer einmal zu widerlegen.

31.7.07 13:52


Die ständig notwendige Erinnerung

Das ist ein interessanter Gedanke, den Burt Prelutsky da in townhall.com aufgeworfen hat:

Obwohl Muslime barbarische Taten auf dem gesamten Globus begehen, reden unsere Politiker den Jüngern Allahs nach dem Mund. Diese Leute jagen Züge, Flugzeuge und Pizzerien in die Luft, aber der britische Premierminister befiehlt seinem Kabinett auf keinen Fall den Begriff „islamische Terroristen“ zu benutzen, während unser eigener Präsident [George W. Bush – heplev] und die Außenministerin sich genötigt sehen uns immer wieder daran zu erinnern, dass der Islam eine Religion des Friedens ist. Interessant, wie oft sie uns daran erinnern müssen. Wann war das letzte Mal, dass jemandem gesagt werden musste, dass zum Beispiel der Buddhismus oder der Schintoismus eine Religion des Friedens ist? Benötigen wir ständige Versicherungen, dass die Amish uns keinen Schaden zufügen wollen? Aber war das letzte Mal, dass ein Buddhist eine Busladung Kinder in die Luft gejagt hat?

In der Tat: Warum müssen wir ständig daran erinnert werden, dass der Islam nicht nur eine, sondern die Religion des Friedens ist? Vermutlich, weil die Terroristen von heute Christen, Juden, Buddhisten, Animisten oder sonst was sind. Und weil das Christentum seit Pfingsten des Jahres 30 (oder 33 oder was auch immer) n.Chr./heutiger Zeitrechung mit Gewalt ausgebreitet wurde, während die Jünger Mohammeds im Untergrund existierten und sich in römischen Katakomben verstecken mussten – oder so.

Nein, während das Christentum von Verfolgung über Staatsreligion mit missbräuchlicher kriegerischer Ausdehnung zurückgefunden hat zum persönlichen Glauben ohne Gewaltanwendung, ist der Islam da stecken geblieben, wo er von Anfang an war: In der gewaltsamen Unterwerfung der Welt überall da, wo sie sich nicht freiwillig unter das Joch des grünen Banners begibt.

Das ist nicht in erster Linie ein Vorwurf gegen die Millionen friedlicher Muslime, die einfach nur in Ruhe leben wollen. Es ist ein Vorwurf gegen die Vordenker und Krachmacher dieser Religion, die sich in den Vordergrund spielen und für alle Muslime zu denken und zu reden vorgeben. Allerdings müssen die Mitglieder der schweigenden Mehrheit sich ebenfalls Fragen gefallen lassen: Warum sagt ihr nichts? Warum unternehmt ihr nichts? Wartet ihr so lange, bis die Extremisten euch eingesackt haben?

Wieso müssen Nichtmuslime derart oft die Friedlichkeit des Islam betonen? Weil es muslimische Terroristen sind, die derzeit so gut wie alle Terrorakte begehen. Weil es in unserer aufgeklärten, modernen, multikulturellen Welt(sicht) keine solche Tatsachenfeststellung geben darf (während das Christentum zu verunglimpfen durchaus genauso gefördert wird, wie die Verteufelung Israels und der USA). Und je öfter diese Hervorhebung der Friedfertigkeit des Islam erfolgt, desto größer wird die Diskrepanz zwischen Behauptung und Wirklichkeit. Otto Normalverbraucher erkennt das – darf es aber nicht sagen, weil die Meinungsführer diktatorisch über alles wachen, was politisch korrekt und damit erlaubt ist und was nicht. Und dann wird sich über „Stammtisch-Befindlichkeiten“ aufgeregt.

Erinnert uns schön weiter daran, dass die Religion des Friedens nichts mit dem Terror zu tun hat. Es wird den gegenteiligen Effekt haben – eben weil es der Wirklichkeit diametral entgegen steht. Vogel Strauße in den Medien, der Politik, der Denk-Elite – das ist die Wirklichkeit heute. Eine Wirklichkeit, die langfristig anderen Extremisten Zulauf verschaffen wird. Damit die Religion des Friedens Konkurrenz bekommt. Konkurrenz, über die wir uns dann überhaupt nicht freuen dürften.

18.7.07 13:44


Vietnam Redux

Über westliche Fehldeutungen und die Bedeutung der „schweigenden Mehrheit“

“Was wir immer noch nicht verstehen, ist, warum ihr Amerikaner aufgehört habt Hanoi zu bombardieren. Ihr hattet uns am Boden. Hättet ihr und noch ein wenig mehr unter Druck gesetzt, nur ein oder zwei Tage mehr, dann wären wir zur Kapitulation bereit gewesen! Dasselbe war mit den Kämpfen der TET-Offensive. Ihr habt uns besiegt! Wir wussten es und wir wussten, dass ihr es wusstet. Aber wir hoch erfreut zu sehen, dass eure Medien uns definitiv halfen. Sie verursachten in Amerika mehr Störungen als wir es auf den Schlachtfeldern konnten. Wir waren zur Kapitulation bereit. Ihr hattet gesiegt!“
- General Giap, Nordvietnam (in seinen Memoiren)


Da gab es einen Mann, dessen Familie vor dem Zweiten Weltkrieg zum deutschen Adel gehörte. Sie besaß eine Reihe großer Industrieanlagen und Ländereien. Ich fragte ihn, wie viele Deutsche wirkliche Nazis waren, und die Antwort, die er gab, blieb mir im Gedächtnis und leitete seitdem meine Haltung gegenüber Fanatismus.

„Sehr wenige Leute waren wahre Nazis“, sagte er, „aber zu viele freuten sich über die Rückkehr des deutschen Stolzes und viele weitere waren zu beschäftigt sich darum zu kümmern. Ich gehörte zu denen, die einfach dachten, dass die Nazis ein Haufen Idioten seien. Die Mehrheit lehnte sich also einfach zurück und ließ alles passieren. Dann, bevor wir wussten, wie uns geschah, besaßen sie uns und wir hatten die Kontrolle verloren und das Ende der Welt war gekommen. Meine Familie verlor alles, ich landete in einem Konzentrationslager und die Alliierten zerstörten meine Fabriken.“

Uns wird immer und immer wieder von „Experten“ und „Fernseh-Größen“ erzählt, dass der Islam eine Religion des Friedens ist und dass die große Mehrheit der Muslime einfach nur in Frieden leben wollen.

Obwohl diese unqualifizierte Behauptung wahr sein kann, sie sie völlig irrelevant. Sie ist bedeutungsloser Unsinn, der dafür sorgen soll, dass wir uns besser fühlen und irgendwie das Schreckgespenst der im Namen des Islam über den Globus tobenden Fanatiker herunterspielen soll. Tatsache ist, dass zu diesem Zeitpunkt der Geschichte die Fanatiker den Islam beherrschen.

Es sind die Fanatiker, die marschieren. Es sind die Fanatiker, die jeden der 50 aktiven Kriege weltweit führen. Es sind die Fanatiker, die systematisch Christen oder Stammensgruppen in Afrika abschlachten und Stück für Stück den gesamten Kontinent mit einer islamischen Welle einnehmen. Es sind die Fanatiker, die bomben, köpfen, morden oder für die Ehre töten. Es sind die Fanatiker, die eine Moschee nach der anderen übernehmen. Es sind die Fanatiker, die eifersüchtig die Steinigung und das Erhängen von Vergewaltigungsopfern und Homosexuellen verbreiten. Die kaum quantifizierbare Tatsache ist, dass die „friedliebende Mehrheit“ die „schweigende Mehrheit“ ist – eingeschüchtert und ohne Bedeutung.

Das kommunistische Russland bestand aus Russen, die einfach nur in Frieden leben wollten; aber die russischen Kommunisten waren für die Ermordung von etwa 20 Millionen Menschen verantwortlich. Die friedliche Mehrheit war irrelevant.

Chinas riesige Bevölkerung war friedlich und es ging ihr gut; aber die chinesischen Kommunisten schafften es atemberaubende 70 Millionen Menschen zu töten.

Der durchschnittliche Japaner vor dem Zweiten Weltkrieg war kein kriegslüsterner Sadist. Und doch mordete und schlachtete sich Japan durch Südost-Asien in einer Orgie des Tötens, zu dem die systematische Ermordung von 12 Millionen chinesischen Zivilisten gehörte – die meisten wurden mit Schwert, Schaufel oder Bajonett getötet.

Und wer könnte Ruanda vergessen, das im Schlachten kollabierte. Könnte man nicht sagen, dass die Mehrzahl der Ruander „friedliebend“ war?

Lehren aus der Geschichte sind oft unglaublich einfach und unverblümt, aber bei all unserer Macht der Vernunft verpassen wir oft die grundlegendsten und unkompliziertesten Punkte:

Friedliebende Muslime sind durch ihr Schweigen irrelevant gemacht geworden.

Friedliebende Muslime werden zum Feind, wenn sie sich nicht äußern, denn wie mein Freund aus Deutschland werden sie eines Tages aufwachen und feststellen, dass die Fanatiker sie besitzen und dass das der Anfang des Endes ihrer Welt ist.

Friedliebende Deutsche, Japaner, Chinesen, Russen, Ruander, Serben, Afghanen, Iraker, Palästinenser, Somalis, Nigerianer, Algerier und viele andere sind gestorben, weil die friedliche Mehrheit ihre Meinung nicht geäußert hat, bevor es zu spät war.

Was uns angeht, die wir sich das alles entwickeln sehen: Wir müssen nur auf die einzige Gruppe achten, die zählt: die Fanatiker, die unsere Lebensweise bedrohen.

Auf die Gefahr hin jemanden vor den Kopf zu stoßen, denke ich ernstlich, dass jeder, der dies einfach als eine weitere politische Tirade zurückweist oder die Ernsthaftigkeit dieser Frage bezweifelt, Teil des Problems ist. Betet für unsere Führer und unsere Soldaten. Gott segne Amerika, wie auch den Rest der westlichen Welt.


Dieser Text wurde mir (in Englisch) zugeschickt. Leider ist der Autor unbekannt; es wurde auch keine Quelle angegeben.

11.7.07 12:10


PC-Stereotype

Heute Abend, steht im Fernsehprogramm, läuft auf Pro7 „Der Anschlag“. Wie das mit Filmtiteln oft so ist: der deutsche ist mehr als phantasielos. Im Original heißt er „The Sum of All Fears“, genauso wie das Buch von Tom Clancy, nach dem er gemacht ist.

Aber hier liegt der Hase im Pfeffer. Der Film ist zwar noch vor dem 11. September gedreht worden, aber auch damals schon – oder gerade deswegen? Islamische Terroristen hat es aus Hollywood bis heute nicht gegeben, nur das Fernsehen hat hin und wieder einen zugelassen – hat er ziemlich wenig mit dem Buch zu tun. Hollywood traut sich einfach nicht, wirklich heiße Eisen anzufassen. Dort hetzt man auf Bush und die Neo-Cons, verteufelt mangelnden Umweltschutz und lässt Lügner wie Michael Moore hoch leben. Islamische Terroristen gibt es nicht – das wäre zum einen eine Beleidigung der Muslime und zum anderen aus genau diesem Grunde gefährlich für die Gesundheit und die Einrichtungen. Also wird aus dem arabischen Terroranschlag des Buches einer von Neonazis. Ich bin mal gespannt, wie diese Neonazis im Film an die Bombe kommen. Im Buch gibt es eine nicht allzu wahrscheinliche, aber doch plausible Erklärung dafür.

Man könnte aber auch fragen, wieso die Hollywood-Filmer ausgerechnet Neonazis die Bombe zünden lassen. Klar, Nazi macht sich immer gut, wenn es um horrende Gewalt geht – dagegen ist nichts Grundsätzliches einzuwenden. Aber wieso gibt es nicht auch mal linksextreme Terroristen? Oder haben wir davon nicht genügend gehabt? Oder zu viele? Der Hass auf die USA in der Linksaußen-Szene dürfte nicht weniger heftig sein als der der Nazis. Und dass diese Szene ihre eigenen Irren mit Umsturz-Ambitionen hat, wissen wir in Deutschland seit Baader und Meinhof zur Genüge. Wenn ich mal so zurückdenke, dann haben die Linksterroristen mehr Terror dafür veranstaltet die Herrschaft an sich zu reißen als die Neonazis (ohne die braune Brühe verniedlichen zu wollen).

Nicht, dass nur die PC-Soldateska von diesem Virus befallen wäre. Auch Tom Clancy, der sicher nicht im politisch linken Lager anzusiedeln ist, beweist in seinen Büchern eine Tendenz dazu die Rechtsextremen als das Übel darzustellen, während Linksterrorismus nicht unbedingt vorkommt. Ein weiteres seiner Bücher – Tom Clancy’s Op-Center: Games of Sate – spielt hauptsächlich in Deutschland, wo eine Gruppe von US-Sicherheitsspezialisten, die eigentlich nur Analysten sind Deutschland, Frankreich, Westeuropa und die USA vor der Machtübernahme durch Neonazis rettet. Wie in anderen seiner Bücher, die teilweise in Deutschland spielen, finden sich hier niedliche Fehler, die uns lauthals lachen lassen und Amerika-Hassern Futter für die Ignoranten und Dummköpfe auf der anderen Seite des Atlantiks liefern dürften. Aber wenn in Games of State „Chaos-Tage“ in Hannover vorkommen, die von Neonazis veranstaltet werden, dann hat die PC-Soldateska zwar ihre Bestätigung, dass selbst die Amis wissen, dass illegale und illegitime Gewalt nur von rechts kommt, aber das Ganze kehrt die Fakten um. Denn „Chaos-Tage“ (und auch noch in Hannover) haben hier ausschließlich Links-Autonome veranstaltet – und die waren in etwa das, was die „Jugendlichen“ in Frankreich gerne mal veranstalten.

Das passt nicht so recht in die übliche Wahrnehmung, unter deren Anleitung allgemein überreagiert wird: mit Hysterie auf Rechte, mit Achselzucken oder Rechtfertigung auf Linke.

Bei Clancy kann man auch andere Tendenzen beobachten. Die Saudis sind Freunde, da ist alles ziemlich in Ordnung, sie sind Opfer des Terrors und Jack Ryan hat einen guten Freund in einem der saudischen Prinzen. Bei Clancy gehören die Saudis zu den Guten, die helfen den Nahost-Konflikt zu lösen und Israels Existenz zu sichern, während es in der Realität nun doch etwas anders aussieht, weil die Saudis den Wahhabismus verbreiten und damit dem islamistischen Terror fördern und Israel das Existenzrecht absprechen sowie Vereinbarungen mit den Amerikanern schlicht ignorieren (so die Öffnung des Marktes im Zuge der Aufnahme in die WTO oder auch die Stationierung von F-15-Kampfflugzeugen in Tabuk, nur 150km von Eilat).

Stereotype sind also etwas Feines. Sie helfen die Welt so zu sehen, wie sie gefälligst gesehen werden soll. Die Aufdrücker der Political Correctness haben ihre Freude dran. Viel mehr, als sie selbst je zuzugeben bereit sind. Sonst wären sie nicht mehr PC und ihr Leben würde sich auf einmal wieder auf die Füße stellen. Das riskieren sie nicht. Fakten? Nein, danke!

10.6.07 12:28


’Mit diesen Extremisten fertig werden’

„Ich hoffe natürlich, dass die XXX Regierung in der Lage sein wird mit diesen Extremisten fertig zu werden. Es handelt sich schlicht um ein weiteres Beispiel von Extremisten in Nahen Osten, die versuche demokratische Regierungen zu destabilisieren.
Die XXX Regierung versucht, so denke ich, außerordentlich hier das Richtige zu tun, die Bevölkerung gegen die Extremisten zu schützen, die dort Zwietracht und Instabilität sähen wollen. Und ich glaube die Welt spricht sich zu Gunsten der XXX Regierung aus.“

Worte der US-Außenministerin. Über wen? Bestimmt die Israelis, damit die weiter die Palästinenser vernichten, oder?

Allzu viele demokratische Staaten gibt es schließlich nicht im Nahen Osten, die durch Terroristen destabilisiert werden könnten. Nun, da gibt es doch nur die eine wirkliche Möglichkeit, oder?

Weit gefehlt. Man setze für „XXX“ bitte „Libanon“ bzw. „libanesisch“ ein und schon liegt man richtig: Die Ministerin unterstützt, dass palästinensische Terroristen eingekesselt werden und explizit ihre Vernichtung angestrebt wird. Dass es dabei Kollateralschäden gibt, versteht sich von selbst.

Auch die übrige Welt gibt sich gelassen angesichts des Vernichtungsfeldzugs der libanesischen Armee gegen die Terroristen der Fatah al-Islam. Kein Gebrüll wegen übertriebener Härte, unangemessenem Vorgehen oder Forderungen nach Mäßigung angesichts der negativ betroffenen Zivilisten.

Anders, als mancher beim ersten Lesen des ersten Absatzes vielleicht vermutet hat, haben die Amerikaner eine solche eindeutige Parteinahme zu Ungunsten der Terroristen in Sachen Israel auch unter Bush nie geübt. Im Zweifelsfall gab es bei aller Befürwortung der Verteidigung gegen die Palli-Terroristen immer entweder Mahnungen nicht zu übertreiben und sich zurückzuhalten (im günstigsten Fall) oder es hagelte auch harscheste Kritik. Besonders aus dem US-Außenministerium.

Dummerweise wird das Einschleimen der Ministerin bei den Libanesen nichts nützen. In der arabischen Welt und darüber hinaus sind die Amerikaner Schuld, dass diese Kämpfe überhaupt statt finden: Dieser Ausbruch der Gewalt, der schlimmsten im Libanon seit dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990, ist nur wieder eine weitere Folge des Versagens der Welt – und besonders Amerikas – den arabisch-israelischen Konflikt zu lösen und seiner tragischen Folge, dem palästinensischen Flüchtlingsproblem.

Es geht doch nichts über ein geschlossenes Weltbild, in dem das Böse nur aus einer Ecke kommen kann. Übertroffen wird das nur noch durch die ständigen Bemühungen westlicher Politiker (und Medienleute und sonstiger „Eliten“), die eigentlich aus der Sicht von uns bösen Rechten auf der richtigen Seite stehen, dieses geschlossene Weltbild aus der Welt zu reden, indem man sich den Trägern desselben in Nahost und im Westen anbiedert und versucht gut Wetter zu machen.

Wieso versuchen die immer so sehr das Unmögliche zu schaffen, statt sich an Machbares zu begeben?

30.5.07 20:37


Die schwachsinnigste Begründung

...für Nichtstun ist: „Das wäre kontraproduktiv.“ Aber genau dieser Satz ist die Lieblingsargumentation (nicht nur der IAEA) dafür, nichts gegen den Iran zu unternehmen – keine Verschärfung der Sanktionen, nichts. So nach dem Motto: Wenn wir die schon nicht überreden können ihre Atompläne nicht fortzusetzen, dann unternehmen wir auf keinen Fall etwas dagegen, dann machen sie sie nicht.

Glauben diese Schwätzer wirklich, dass den Iran in aller Ruhe an seinen Atomanlagen weiter basteln zu lassen, würde die Mullahs davon abhalten alles in Grund und Boden zu rammen, was sie als feindlich und zu vernichten betrachten?

Sie müssen es glauben, weil sonst ihr gesamtes Weltbild, ihre Religion als das entlarvt würde, was es ist: eine einzige große Lüge, Selbstbetrug bis zum Geht-nicht-mehr. Die Welt ist, wie wir sie uns zusammenphantasieren.

Und wenn das nicht stimmen sollte, dann müssten sie sich den Strick nehmen. Und das wollen sie verständlicherweise nicht. Dafür verdammt man dann alle, die sich dieser Scheinwelt nicht anschließen und macht sie zur Ursache dessen, was zu verhindern helfen man nicht bereit war. Das nennt man dann wohl Umkehrung der Realität.

Und in dieser verzweifelten Suche nach Anhaltspunkten, dass die eigene Scheinwelt doch der Realität entspricht, findet man „Reformer“ und „Gemäßigte“ oder „Moderate“, wo es diese gar nicht gibt. Denn sie unterscheiden sich von den „Hardlinern“ lediglich in Nuancen; die Ziele sind die gleichen. Ein Paradebeispiel dafür findet sich mit Datum vom 25. Mai 2007 in der Berliner Zeitung; dort schreibt Inge Günther, Israels derzeitige Politik „wahllos“ „gewählte Volksvertreter ins Gefängnis“ zu stecken sei „kontraproduktiv“ – weil damit die „Moderaten“ bei der Hamas geschwächt würden statt der „Hardliner“. Worin besteht wohl der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen? Darin, dass die „Moderaten“ bereit sind die Juden auch aus Nahost abziehen zu lassen, während die „Hardliner“ sie auf jeden Fall vernichten wollen? Und wenn es „moderate“ Kräfte in der Hamas gibt, was ist dann die Fatah? Eine Friedensbewegung à la Gandhi?

26.5.07 11:30


Schlechte Verlierer sind wo?

Rechts, wo sonst? Oder?

In Frankreich hat sich die Drohung Vorhersage von Segolène Royal bewahrheitet und lauter nicht identifizierbare „Jugendliche“ machen Randale, weil ein mieser Rechter der neue Präsident Frankreichs sein wird. Einer, der die Frechheit hat, Recht und Ordnung durchsetzen zu wollen.

Nun, wenn man so zurückblickt, dann kann man nur sagen: Die Gewalt und Zerstörung erinnert uns an die der „rechten“ (konservativen) Verlierer der letzten Jahrzehnte, nicht wahr?

Wir erinnern uns an die Krawalle in Washington 1996, als Clinton über Doyle gesiegt hatte. Wir erinnern uns an die langen Reihen verbrannter und zerbeulter Autos in London, als John Major und die Tories 1997 gegen Tony Blair und die Labour Party den Kürzeren gezogen hatten. Oh, nicht zu vergessen die Verletzten und die Zerstörung nach der Wahlniederlage der Republikaner bei den US-Kongresswahlen 2006. Oder gehen wir mal weiter zurück, ins Jahr 1988, als die RPR-Jugend in Paris eine Schneise der Verwüstung zog, weil François Mitterand zum Präsidenten gewählt wurde. Wir haben also eine lange Tradition, die von den „Jugendlichen“ dieses Jahr einfach nur von den „Rechten“ abgekupfert wurde.

Auch die „Mai-Krawalle“ sind immer von den „Rechten“ begangen worden, wie wir alle wissen, oder? Im Juni werden es rechte Trupps sein, die den G8-Gipfel belagern und sich Krawall-Auseinandersetzungen mit der Polizei liefern werden.

Bekannt?

Klar, Gewalt ist immer rechts. Die „Jugendlichen“ in Frankreich sind ja auch nicht wirklich gewalttätig, sondern nur frustriert. Das muss raus. Verzweiflung pur.

Die ganzen oben beschriebenen Krawalle sind ja dummerweise Fiktion, so dass man doch tatsächlich feststellen muss, dass im liberalen Westen gewalttätige Mobs ein Beinahemonopol der Linken sind. Mit einem Monopol auf’s Beleidigtsein nach verlorenen Wahlen. Es ist ja nicht so, als wäre das mit der entsprechenden miesen Stimmung auf Frankreich oder die USA oder Großbritannien beschränkt. Die SPD kann das auch:

Nach der verlorenen Bundestagswahl von 1994 tönten die Genossen, mit „den paar Stimmen Mehrheit“ könnte Kohl nicht regieren, er solle es sein lassen. Als Schröder ein paar Jahre später nicht mal die Hälfte der Stimmenmehrheit von Kohl 1994 hatte, meinte er lapidar: „Mehrheit ist Mehrheit.“ (Wie üblich hatte Schröder nicht mal das selbst formuliert, sondern von Adenauer abgekupfert.) Ähnlich lief es nach der letzten Bundestagswahl, als die Herren von der roten Truppe die Mehrheit sein wollten, weil die CDU und die CSU zwei Parteien sind. Sie lügen sich die Fakten so hin, dass sie Ansprüche stellen, die ihnen nicht zustehen. Dem Beispiel der Roten folgen dann die knallroten (samt den grünen Auchroten) und finden, dass Durchsuchungen bei potenziellen linken Gewalttätern nicht zu rechtfertigen sind, egal, was an Anhaltspunkten vorliegt. Das ist Kriminalisierung und das darf nicht sein. Die Planer des „Widerstands“ gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm machen sich auch Sorgen wegen Gewalt – nicht wegen der, die von „Protestlern“ ausgehen könnte, nein! Die, die Sorgen bestehen wegen der Polizeigewalt, die mit Sicherheit kommen wird. Die Irren sind die Uniformträger, nicht die Werfer von Steinen und Molotow-Cocktails!

Bei jedem Neonazi-Aufmarsch, so klein er auch ist, wird aufgefahren, was die Republik zu bieten hat, um dagegen vorzugehen und beklagt, dass die Polizei da Schutz bietet. Ich mag sie nicht sehen und ich will keinen von diesen Blötschköppen auch nur ansatzweise verteidigen (ich wäre nicht einmal empört, wenn die eins auf die Rübe kriegen). Aber wenn es zu Schlägereien kommt, dann wurde in der Regel nicht nur friedlich gegendemonstriert, sondern Linke haben die Gewalt gewählt. Weil das Ziel die Mittel rechtfertigt. So wie beim „Widerstand“ gegen die G8 und die Globalisierung oder Flughäfen, Kasernen, Castoren etc. Solche Aktionen erhalten Sympathie, ein gewisses Maß an Rechtfertigung und laue Verurteilungen, die vor Verständnis für die Täter triefen.

Der Höhepunkt des linken Hasses ist dann, dass die „Rechten“ die Spalter sein sollen. So wie Bush. Wie jetzt Sarkozy. Weil die Linken nicht verkraften verloren zu haben, sind die Rechten Schuld am angerichteten Schaden.

Klasse, lügt euch die Welt zurecht. Tatsachen sind egal. Wichtig ist, was geglaubt wird. Die eigene Wahrnehmung zählt, sonst nichts. Bitte nicht mit Fakten kommen, das wäre ungehörig.

9.5.07 23:47


Mit Verboten klappt alles – meistens

In den USA hat es einen Amoklauf mit mehr als 30 Toten gegeben. Das ist schon den ganzen Tag Thema in den Nachrichten, sicherlich nicht zu Unrecht. Interessant ist mal wieder der deutsche Umgang mit der Tat. Ich habe mir die Tagesthemen angesehen (den Kommentar zum Fall aber wohlweislich gar nicht erst angetan). Da wurde der Korrespondent in Washington gefragt, welche Fragen sich „Amerika“ nach der Tat stellt.

Die Antwort war vorhersehbar: Rückgriff auf Columbine (vor acht Jahren) und der Hinweis auf die „Regelmäßigkeit“ solcher Amokläufe in den USA. Und natürlich nicht die Beantwortung der Frage, welche Fragen sie „Amerika“ jetzt stellt, sondern der Hinweis, welche es sich stellen muss – nämlich den gleichen wie nach Columbine. Und die können nur in der Richtung gehen: Wie kriegt man die Waffengesetze verschärft (sprich: die Waffen verboten).

So ist er, der deutsche Michel: Verbote können alles regeln. Verbote haben ja auch verhindert, dass in Erfurt mehr passierte. Verbote haben auch verhindert, dass der Messerstecher in Berlin die Leute verletzte. Verbote verhindern Verbrechen.

Das war auch die Haltung der damaligen Behörde Post, als der Chaos Computer-Club Hamburg sich über die Lücken in deren Computernetzen aufregte. Die Post reagierte damals mit der Haltung, dass Hacken verboten sei und ließ die Lücken Lücken sein. In ihrer Verzweiflung programmierten die Chaos-Clubber kleine Bömbchen, die dann beim Auftreffen auf ein Posthorn „explodierten“.

Ähnlich sieht es mit Computerspielen aus. Ein Spiel, das Jugendliche zu Gewalt animieren könnte? Verbieten! Und schon ist die Sache geregelt. Ein Amerikaner – das konnte man im WDR Fernsehen erleben – fand es ganz toll, wie die Deutschen mit Problemen umgehen und befand, wenn der Central Park in New York in Deutschland läge, dann gäbe es weniger Tote: Die Deutschen würden nächtlichen Morde im Park einfach dadurch verhindern, dass sie überall Schilder aufstellen – „Schusswaffengebrauch zwischen 21 Uhr und 7 Uhr verboten! Schon wäre die Sache gelöst.

Die Haltung hat sich also in Deutschland in den letzten Jahren nicht wesentlich geändert. Mit Verboten soll weiter verhindert werden, was Negatives passieren oder Einfluss nehmen könnte. Die Waffen sind die Ursache, die Waffengesetze erst recht. Also muss Waffenbesitz endlich verboten werden.

Wo ist die Suche nach den Wurzeln der Taten, die sonst von diesen Journalisten so gerne angeführt wird? Ach nee, da geht es um die Amerikaner, da gibt es nur eine Ursache. Die amerikanischen Gesetze. Wenn das in Deutschland statt findet, dann muss man woanders suchen. Wir haben die besseren Gesetze.

Hey, wenn die Palästinenser unsere Waffengesetze hätten, dann würden sie untereinander sicher weniger Menschen ermorden. Ach nee, da ist ja die andere Schublade dran: die Besatzung ist Ursache.

So basteln uns unsere Ursachenvorgeber immer schön die ins Weltbild passende Ursache. Damit erübrigt sich alles andere. Sonst hätte nach der Amokfahrt eines muslimischen Jihadisten an einer US-Universität die Forderung nach einem Verbot von Autos oder zumindest von SUVs kommen müssen. Aber da war keine Schusswaffe im Spiel, also kommt das nicht in Frage. Und nach der Messerstecherei am Tag der Eröffnung des Hauptbahnhofs Berlin hätte ein Verbot von Messern kommen müssen – aber da stimmten gleich zwei Faktoren nicht: weder der Faktor „Amerika“ noch eine Schusswaffe. Also kommt das gar nicht erst in Frage. Die Schublade passt nicht.

Also soll doch nicht alles mit Verboten geregelt werden – denn es kommt halt immer darauf an, welche Vor- und Pauschalurteile da hingehören. Palästinensern oder Islamisten darf man nicht verbieten sich mitten in großen Menschengruppen umzubringen, sonst funktioniert das mit der Ursache „Verzweiflung“ nicht mehr. Es ist selektive Anwendung geboten. Verbieten muss man, wenn verantwortliches Handeln trainiert und verinnerlicht werden sollte. „Ursachenforschung“ (vor allem in Richtung Verzweiflung) ist zu betreiben, wenn wir hier bei uns mit demselben Verbotsgebot schlecht da stehen würden.


Einen sehr passenden Kommentar zum deutschen und europäischen Umgehen mit dem Amoklauf gibt es von Burkhard Müller-Ullrich auf der Achse des Guten. Gezeichnender Titel: Die Waffenkommentare sind zum Schießen!

16.4.07 23:55


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